So mancher ist die Geschenksorgen los

Der Neustädter Advent und sein breites Angebot stießen bei den Besuchern auf eine gute Resonanz

Die Altstadt bot bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneefall eine romantische Kulisse für den dritten Neustädter Advent mit seinem abwechslungsreichen Angebot für Groß und Klein.

von Klaus Böttcher

Neustadt. Bummeln durch die Innenstadt, dabei eine Angebotsvielfalt im Freien und in verschiedenen Räumen erleben, Musik hören sowie Essen und Trinken genießen – das ist der Neustädter Advent. „Ich bin zufrieden mit dem dritten Neustädter Advent. Es ist zwar schade, dass wir auf den Saal, im Gasthaus Krone ausweichen mussten, weil das historische Rathaus zu ist“, resümierte Ortsvorsteher Klaus Groll am späten Nachmittag. Um diese Zeit war der Marktplatz voll mit Menschen, denn der Nikolaus war da und behttp://spd-neustadt.de/wp-admin/edit.phpschenkte die Kinder, nachdem sie ein Gedicht aufgesagt hatten. Zudem schmeckte vielen Besuchern der Glühwein und die Feuerzangenbowle immer besser.

Groll, der mit seinem Ortsbeirat und dem Gewerbeverein Veranstalter war, schwärmte von der Eröffnung am Vormittag und dem Auftritt der Kinder aus der Kindertagesstätte Regenbogen. Außer auf dem Marktplatz gab es bei der Kirche und dem Pfarrheim sowie beim Haus der Vereine allerlei Leckeres – wie es sich für einen vorweihnachtlichen Markt gehört. Zudem warteten an Ständen und Buden allerlei Waren, die nicht nur als Schmuck in die Vorweihnachtszeit passten, sondern auch manch einem Besucher die Sorge um ein Weihnachtsgeschenk nahmen.

Das setzte sich fort in den Räumlichkeiten Pfarrheim, Haus der Vereine und erstmals im Saal des Gasthauses zur Krone. Für die vielen Besucher, die eine Zeit lang im Freien waren und eventuell dem Spiel der Junker-Hansen-Musikanten oder des Jugendblasorchesters gelauscht hatten, war der Gang in die Räume eine wohltuende Abwechslung. Im Obergeschoss des Pfarrheims bot der Bürgerparkverein Kuchen und Torten an – und manch einer blieb beim Kaffeeplausch länger sitzen als gewollt.

Etliche Neustadter Vereine brachten sich wieder ein, ob mit Musik, dem Verkauf von Essen und Trinken oder mit dem Präsentieren einer Modelleisenbahn. Aber auch viele Künstler oder Kunsthandwerker aus Neustadt oder der Region zeigten ihre Werke, die sie aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt hatten: So wie Monika Opara-Huhn aus Stadtallendorf, die aus ausgedienten Konservendosen Schmuckstücke zaubert. „Gib den Dingen eine zweite Chance“, so lautet ihr Motto. Sie verwertet Dosen aus dem Haushalt oder größere Dosen aus Restaurants und erstellt daraus mit der Blechschere bunte Behältnisse für Kerzen oder Blumen. Bei der Verwendung sind keine Grenzen gesetzt. So könne eine ehemalige Dose auch als Bonboniere oder gar als Behältnis für das Taufgeschenk genutzt werden.

Die Neustädterin Eliane Piddiu-Ripken stellt filigranere Kunstwerke her. Zu ihrem Modeschmuck gehören Halsketten, Armbänder, Ringe oder Ohrstecker. Dazu kauft sie Polarisperlen in allen Farben und rollenweise feingliedrige Ketten oder Edelstahldraht. „Man braucht gute Augen“; sagt sie zu den feinen Arbeiten. Eine ihrer Spezialitäten sind gehäkelte Armbänder mit einer feinen Drahtseele und schmucken Verschlüssen, die sie in den unterschiedlichsten Farben und Längen fertigt. „Neben dem Beruf und dem Haushalt ist das für mich Entspannung“, erzählt die Kunsthandwerkerin, die auch bunte Stofftaschen, Schutzengel oder Schlüsselanhänger fertigt.

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