SPD wird Beitritt zum Müllabfuhrzweckverband zustimmen

Vor der letzten Stadtverordnetensitzung stellte sich der Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf vor und erläuterte seine Arbeit. Geschäftsführerin Anja Reichel und der Verbandsvorsitzende Christoph Felkl (Bürgermeister der Gemeinde Breidenbach) stellten den Verband vor. Sie zeigten anhand zahlreicher Beispiele auf, welche Kosten für die Bürgerinnen und Bürger bei einem Beitritt entstehen würden.
Bei der Abfuhr kann zwischen einem zwei- und einem vierwöchigen Rhythmus gewählt werden. So kostet eine 80 L Tonne für den Restmüll bisher bei uns bei einer Abholung alle drei Wochen 112,80 €. Beim Zweckverband würde eine zweiwöchige Abfuhr 143,40 € und eine vierwöchige 71,76 €. kosten.
Zweimal im Jahr kann der Sperrmüll kostenlos abgeholt werden. Hier kann die dreifache Menge abgeben werden als dies bisher bei uns erlaubt ist. In Neustadt kostet die Abholung aktuell 30 €.

Wer sich über den Verband informieren will kann dies hier : Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf

Kompakt-Karneval statt Totalausfall?

Narren ziehen Übergangslösung in Erwägung • Kreis würde Halle der Waldschule zur Verfügung stellen
Der Abgesang auf den Karneval 2019 zog sich in Neustadt wie ein roter Faden durch die Kampagne. Doch so langsam wird den Narren klar: Eine Notlösung ist besser, als ein oder gar zwei Jahre lang gar nichts zu feiern.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Zweieinhalb Wochen lang herrschte in Neustadt Ausnahmezustand. Wie eigentlich jedes Jahr in der närrischen Zeit. Mit einer Rathauserstürmung am Rosenmontag, die so gut wie lange nicht besucht war. Die Junker-Hansen-Stadt, die unbestrittene Karnevalshochburg des Landkreises, ohne Narretei? Eigentlich unvorstellbar – aber dennoch ist seit weit über einem Jahr zu hören: ohne Haus der Begegnung kein Karneval! Dabei hatte Bürgermeister Thomas Groll immer wieder Alternativen für die Zeit der Neugestaltung (beziehungsweise einst der Renovierung) in die Diskussion gebracht.
Und nun scheint den Narren langsam bewusst zu werden, dass Abriss und Neubau keine Luftschlösser sind, sondern bevorstehende Realität – auch wenn die Pläne und Vorbereitungen noch lange nicht abgeschlossen sind. Wie eine Recherche dieser Zeitung zeigt, sind die karnevalstreibenden Vereine so weit, dass sie über Alternativ oder Notlösungen nachzudenken bereit sind.
„Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Neubau innerhalb eines Jahres fertiggestellt wird. Deswegen gehe ich davon aus, dass wir mindestens zwei Jahre lang auf das Haus der Begegnung als Veranstaltungsort für den Karneval verzichten müssen“, sagt VfL-Sitzungspräsident Michael Launer und ergänzt: „Für die Garden wäre das fatal – insbesondere für den Nachwuchs. Wenn zwei Jahre lang nichts passiert, verlieren die Kinder und Jugendlichen das Interesse und schließen sich eventuell woanders an.“ „Kompakt-Karneval statt Totalausfall?“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Haushalt 2018 einstimmig verabschiedet

„Neustadt 2025“ nicht zuletzt aufgrund der Erstaufnahmeeinrichtung möglich

 

Nachdem Bürgermeister Thomas Groll den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2018 im Dezember eingebracht hatte, war dieser anschließend von den Fraktionen von CDU, SPD und FWG, den beiden Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung und den vier Ortsbeiräten beraten worden. Dies geschah in einem Rekordtempo, ohne jede kritische Anmerkung, bei nur vereinzelten Nachfragen und jeweils einstimmig. Die Art und Weise der Beratungen dürfte im Kreisgebiet wohl einmalig sein. In den vergangenen Wochen wurde erneut deutlich, dass die Kommunalpolitiker vor Ort gemeinsam die Zukunft Neustadts und seiner Stadtteile gestalten wollen und es einen großen Konsens über die dabei zu verfolgenden Ziele gibt. Dabei bauen CDU, SPD und FWG auf der guten Vorarbeit des Bürgermeisters und der Verwaltung auf. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss das umfangreiche Zahlenwerk am 5. Februar erwartungsgemäß einstimmig. Vor der Abstimmung nutzten die Fraktionsvorsitzenden Hans-Dieter Georgi (CDU), Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) und Karsten Gehmlich (FWG) die Gelegenheit, den Haushalt 2018 aus ihrer Sichtweise zu beurteilen. Hierbei waren große Übereinstimmungen festzustellen. Immer wieder bezog man sich aufeinander und stellte dabei Gemeinsamkeiten heraus. Schade, dass die Beratungen nur von zwei Neustädter Zuschauern verfolgt wurden. Diese Debatte hätte eigentlich mehr Besucher verdient gehabt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Hundequäler hält Neustadt weiter in Atem

Inzwischen liegen der Polizei neun Anzeigen vor • Tierrechtsorganisation Peta setzt Belohnung aus
Vor zwei Wochen tauchten im Wohngebiet Ruschelberg erstmals mit Nägeln gespickte Wurststücke auf. Wie durch ein Wunder wurde bisher noch kein Tier – und auch kein Mensch – verletzt.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Ein Unbekannter hält Neustadts Hundehalter beziehungsweise die Anwohner im Bereich Ruschelberg / Sonnenweg in Atem, indem er mit auch am Kopfende angespitzten Nägeln gespickte Wurststücke auslegt (die OP berichtete). Zumeist im öffentlichen Raum – es kam aber auch schon vor, dass der Täter die potenziell tödlichen Köder über den Zaun auf Privatgelände warf, auf dem ein Hund lebt. Solche Fälle ereigneten sich im Sonnenweg und in der Willingshäuser Straße. Ein anderes Tier hatte beim Gassigehen durch Hochstraße, Hohe Treppe, Sonnenweg und Carl-Bantzer-Weg einen Köder gefressen. „Hundequäler hält Neustadt weiter in Atem“ weiterlesen

Holztor ist für Narren kein Hindernis

Karnevalisten erstürmten das Rathaus und freuten sich über gut gefüllte Kassen und Getränkevorräte
Das kommt davon, wenn man trödelt: um ein Haar hätten Neustadts Karnevalisten für die Rathauserstürmung die närrisch angemessenen 1:11 Stunden gebraucht. Tatsächlich waren sie aber erst nach 1:12 Stunden fertig.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Ihr seid uns hier gar nicht willkommen, habt den Büroschlaf uns genommen“, rief Bürgermeister Thomas Groll den Narren aus einem Rathausfenster entgegen und versuchte verzweifelt, die anstürmende Meute zur Vernunft zu bringen: „Gemeinsam tun wir hier agieren, zum Wohle Neustadts wir regieren.“ Doch nicht einmal das Versprechen, weitere Fördertöpfe anzapfen zu wollen, hielt die Karnevalisten ab. „Holztor ist für Narren kein Hindernis“ weiterlesen

Der Auftakt von „Drop In“ ist gelungen

Der Auftakt von „Drop In“ ist gelungen
Neustadt. Das neue Angebot „Drop In(klusive)“ – ein Treffpunkt für Eltern mit Kindern unter drei Jahren – ist erfolgreich gestartet. 15 erwachsene und noch mehr junge Gäste kamen zum ersten Treffen, um miteinander zu spielen, sich kennenzulernen, auszutauschen und gemeinsam zu frühstücken.
„Bei Drop In(klusive) gibt es kein vorgefertigtes Programm. Alle Teilnehmenden können ihre Wünsche und Ideen einbringen und so das Programm mitgestalten“, betont Annika Schlüter, die sonst für die Gemeinwesenarbeit zuständig ist, aber auch das neue Angebot zusammen mit Martina Trogrlic, die Erzieherin im Waldkindergarten ist, leitet. So sei bereits die Idee aufgekommen, eine Hebamme einzuladen und mehr gemeinsame (Kreis-)spiele zu machen. „Der Auftakt von „Drop In“ ist gelungen“ weiterlesen

Kreistag setzt sich gegen Verkehrsbelastung ein

Autobahn

Auch im Kreistag stand die Verkehrsbelastung nach Freigabe der Autobahn in Schwalmstadt im Mittelpunkt der Resolution. Die Situation in Stadtallendorf durch die verschobene Tieferlegung der Bundesstraße und die Belastungen von Neustadt wurden in der Diskussion hervorgehoben. Für die Koalition sprach für die CDU Manfred Vollmar und für die SPD-Fraktion Hans-Gerhard Gatzweiler.

Er führte unter anderem aus:

Scheinbar sind aber jetzt die größten Hürden beseitigt und mit einer Ausschreibung kann im 1. Quartal 2018 gerechnet werden, so zumindest die Mitteilung der OP vom Anfang diesen Jahres.

2021 soll die Autobahn in Schwalmstadt freigegeben werden, wenn es sehr zügig läuft, ehrlich gesagt daran kann ich noch nicht so wirklich glauben, dann könnten die beiden fehlenden Abschnitte bis 2015 fertiggestellt werden.

Was passiert in der Zwischenzeit mit den Autos und insbesondere den Lastwagen? Was passiert bei einer deutlichen Verzögerung?

Die Autos müssen sich ihren Weg über die Bundesstraße durch Wiera, Neustadt und Stadtallendorf suchen.

In Neustadt geht die Bundesstraße Mitten durch die Stadt, hier gibt es vier neunziggrad Kurven, zwei davon versehen mit Ampeln, die insbesondere von LKWs aufgrund ihrer Radien und Straßenbreiten schwer zu nehmen sind. Bereits jetzt gibt es längere Rückstaus an den Ampeln und in der Bahnhofstraße. Alle Autos und LKW müssen direkt an der Martin-von Tours Schule vorbei.  Eine große Gefahrenstelle! „Kreistag setzt sich gegen Verkehrsbelastung ein“ weiterlesen

Auch Neustadt wählt am 28. Oktober

Stadtverordnete beschlossen Termin für die Bürgermeisterwahl und die Resolution zur Autobahn 49

Nach den Wohratalern und den Rauschenbergern beschlossen nun auch die Neustädter, dass es am 28. Oktober nicht nur zur Landtagswahl und zum Verfassungsreferendum sondern auch zur Bürgermeisterwahl kommt.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Noch bis zum 30. Juni 2019 sitzt Thomas Groll sicher auf dem Chefsessel des Neustädter Rathauses. Rund acht Monate davor wird klar sein, ob er in eine dritte Amtszeit gehen und weitere sechs Jahre dranhängen darf. Eigentlich darf eine Bürgermeisterwahl frühestens sechs Monate und spätestens drei Monate vor Freiwerden der Stelle stattfinden. Einzige Ausnahme: Die Stadtverordneten können einen anderen Termin wählen, wenn sie so eine Zusammenlegung verschiedener Wahlvorgänge ermöglichen. Und das taten die Neustädter nun: Sie legten die Bürgermeisterwahl auf den 28. Oktober – dem Tag, an dem die Hessen ohnehin an die Urnen treten und zum einen den Landtag wählen und zum anderen über Veränderungen an ihrer Verfassung abstimmen müssen. Als Termin einer möglichen Stichwahl legten sie derweil den 11. November fest. „Auch Neustadt wählt am 28. Oktober“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Im Hinblick auf die momentane Diskussion über das Gedenken in Neustadt (Hessen) anlässlich der 80. Wiederkehr der Pogromnacht erklärt Bürgermeister Thomas Groll:

„Seit zehn Jahren führt die Stadt Neustadt (Hessen) regelmäßig Gedenkveranstaltungen zu bedeutsamen Ereignissen und Persönlichkeiten der deutschen Geschichte durch. Dabei wurden die dunklen Stunden der Historie unseres Landes natürlich nicht ausgespart. So befassten wir uns bereits 2008 mit den Geschehnissen der Pogromnacht von 1938, thematisierten 2014 das 80 Jahre zuvor vom Reichstag beschlossene Ermächtigungsgesetz der Nazis und den Widerstand von Sozialdemokraten und Gewerkschaften hiergegen, gedachten der Opfer des 20. Juli 1944, erinnerten 2015 an das Ende des II. Weltkrieges mit seinen Millionen Opfern und rückten im selben Jahr die Vertreibung und ihre Folgen in den Fokus der Betrachtung.
Für mich ist es daher selbstverständlich, auch 2018 wieder der Pogromnacht zu gedenken. Die Zerstörung der Synagogen, die Entrechtung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren millionenfache Ermordung in den Konzentrationslagern des nationalsozialistischen Deutschlands dürfen auch dann nicht in Vergessenheit geraten, wenn die Tätergeneration nicht mehr lebt. Der Religionsphilosoph Pinchas Lapide hat Recht, wenn er einst sagte, dass ein Volk, das seine Vergangenheit vergisst, dazu verdammt sei, sie zu wiederholen.
Hinsichtlich einer Gedenkveranstaltung zum 9. November stehe ich in Gesprächen mit der jüdischen Gemeinde Marburg, die ich gebeten habe, sich daran zu beteiligen. Monika Bunk, deren zweite Vorsitzende, hat in diesem Zusammenhang angeregt, die Martin- von-Tour-Schule, als „Schule gegen Rassismus“, einzubeziehen und auch über das Judentum heute in unserem Land zu informieren. Beides finde ich folgerichtig. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen