Neustädter Mitteilungsblatt

Jana Dostal präsentiert „Neustädter Ansichten“ im Rathaus

Am 7. März wurde im Rahmen einer Vernissage vor rund 40 Interessierten darunter auch die Landtagsabgeordnete Handan Özgüven, die Fotoausstellung „Neustädter Ansichten“ von Jana Dostal durch Bürgermeister Thomas Groll eröffnet. Auch im Jahre 2018 wolle die Kommune das Rathaus wieder für örtliche und regionale Künstlerinnen und Künstler öffnen und ihnen so die Möglichkeit geben, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, betonte der Bürgermeister. Zum wiederholten Male verwies er darauf, dass für ihn kulturelle Angebote im ländlichen Raum ebenso wichtig seien wie in größeren Städten oder gar Ballungsräumen. Vor diesem Hintergrund, so Thomas Groll, begrüße er auch, dass sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinen neuen kulturpolitischen Leitlinien dazu bekenne, diesbezügliche Aktivitäten der Städte und Gemeinden, der Vereine und von Künstlerinnen und Künstlern zu unterstützen.

Als erste stellt in diesem Jahr die in Komotau/Erzgebirge (Tschechien) geborene Jana Dostal, die seit 2001 in Neustadt lebt, aus. Bereits mit acht Jahren erhielt die Inhaberin einer podologischen Praxis die erste Kamera von ihrem Vater. Sie fotografierte rege und entwickelte die Bilder selbst. Nach eigenen Worten „knipste sie, was ging“.

Seit 2013 beschäftigt sie sich nunmehr intensiv mit der Fotografie und bedient sich hierbei regelmäßig einer Spiegelreflex-Kamera. Sie belegt immer wieder Fortbildungskurse, besucht Fotostammtische in Neukirchen oder Marburg und nutzt Freizeit und Urlaub dazu, ihr Hobby auszuüben. „Meine Kamera ist eigentlich fast immer dabei“, so Jana Dostal. Hinsichtlich eines Lieblingsmotives will sie sich nicht festlegen, bevorzugt allerdings Landschaften und „alte“ Architektur. In den Bildern versucht sie eine gewisse Ruhe und Entspannung – „Zeit zum Nachdenken“ – einzufangen. Bürgermeister Thomas Groll hob in seiner kurzen Ansprache hervor, dass es Jana Dostal hervorragend gelungen sei, „Neustädter Ansichten“ zu fotografieren. „Wir, die wir seit Jahren und Jahrzehnten in dieser Stadt leben, nehmen die Schönheiten unserer historischen Altstadt zumeist nicht so wahr, wie Besucher. Daher ist es gut, wenn man uns diese immer wieder einmal vor Augen führt“, so der Bürgermeister. Wie die Perlen einer Kette sei es der Fotografin gelungen, die Schönheiten unserer Kommune zu fotografieren. Sicherlich werde jeder Betrachter rasch ein „Lieblingsmotiv“ finden.

Jana Dostal verwies darauf, dass es ihr die Fotografie ermögliche, die vielen kleinen Dinge im Leben erst richtig und dann auch in vollen Zügen wahrzunehmen und zu genießen. Sie freute sich darüber, im Rathaus ausstellen zu dürfen und hofft ebenso wie der Bürgermeister auf einen regen Besuch in den kommenden Wochen. Interessierte können gern Fotografien oder auch hergestellte Postkarten im Rathaus erwerben.

 

Auftaktveranstaltung zum Dorfentwicklungsprogramm im DGH Momberg

Bürgermeister Groll: „Neues denken, gemeinsam agieren, Zukunft sichern!“

Seit 2013, so Bürgermeister Thomas Groll, habe man gezielt auf diesen Tag hingearbeitet, denn nun starte das Dorfentwicklungsprogramm für Mengsberg, Momberg und Speckswinkel offiziell. Die hessische Landesregierung hat nach der Aufnahme der Kernstadt in das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt bis 2025 auch Fördermöglichkeiten für die Stadtteile eröffnet. Dafür zeigte sich Groll dankbar und warb darum, diese Chance aktiv zu nutzen. Der Bürgermeister geht von Fördermitteln für kommunale und private Maßnahmen von über einer Million Euro aus.

Thomas Groll freute sich darüber, auch im Namen der Ortsvorsteher Jörg Grasse, Karlheinz Kurz und Karl Stehl, rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Auftaktveranstaltung am 14. März 2018 im Dorfgemeinschaftshaus Momberg begrüßen zu dürfen. Diese positive Resonanz sei eine gute Basis für die bevorstehenden Aufgaben.

„Mengsberg, Speckswinkel und zuletzt Momberg haben erfolgreich am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. Darauf gilt es nun aufzubauen. Die damaligen Ideen müssen auf ihre Aktualität hinterfragt und in die jetzt beginnende Konzeptphase eingebracht werden“, betonte der Bürgermeister. Er lud die Bürgerschaft ein, sich in den kommenden Monaten aktiv einzubringen und so den Prozess der Dorfentwicklung mitzugestalten. Thomas Groll verwies darauf, dass das neue Förderprogramm nicht mit der bisherigen Dorferneuerung zu vergleichen sei. „Früher wurde immer nur ein Dorf betrachtet, heute sind dies alle Stadtteile einer Kommune“, so der Bürgermeister, der dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und insbesondere Landrätin Kirsten Fründt für die Unterstützung in der Bewerbungsphase dankte. „Wir müssen über den Tellerrand schauen und gesamtkommunale Konzepte entwickeln. Unser Motto muss dabei lauten: Neues denken, gemeinsam agieren, Zukunft sichern“, stellte der Bürgermeister heraus. Er verwies darauf, dass man verschiedene Prozesse verknüpfen müsse, um erfolgreich zu sein. Daher sei es ein Vorteil, dass das Kasseler Büro für Regionalplanung und Stadtentwicklung akp den Prozess begleite, welches auch im Rahmen der Sozialen Stadt tätig sei und das kommunale Seniorenkonzept erstellt habe. Auch gelte es das Regionale Enzwicklungskonzept für die Region Marburger Land, zu der Neustadt gehöre, in die Überlegungen mit einzubeziehen. Thomas Groll freute sich daher, über die Zusage der anwesenden Regionalmanagerin Alexandra Klusmann, sich ebenfalls in die weitere Arbeit einzubringen.

„Wir müssen jetzt gut aus den Startblöcken kommen, um dann mit Zuversicht die vor uns liegende Wegstrecke bis 2025 anzugehen“, schloss der Bürgermeister sein Eingangsstatement.

Ralf Laumer, Leiter der Stabsstelle Dezernatsbüro der Landrätin, zu der auch der fachlich zuständige Fachdienst Kreisentwicklung gehört, überbrachte die Grüße von Kirsten Fründt. Er stellte fest, dass Neustadt mit seinen Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel im Landkreis als aktive Kommune wahrgenommen werde, die sich bereits seit Jahren mit Fragen der zukünftigen Entwicklung befasse und hob in diesem Zusammenhang die pragmatische Arbeit des Bürgermeisters hervor. Das Dorfentwicldungsprogramm biete nun die Möglichkeit, den begonnenen Prozess zu verstetigen und auszubauen. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf werde dieses Vorhaben aktiv begleiten.

Mena Söhlke vom Fachdienst Kreisentwicklung nutzte die Gelegenheit, die Anwesenden u.a. über die Fördermöglichkeiten für private Sanierungsvorhaben zu informieren. Dies wird in noch auszuweisenden Bereichen in Mengsberg und Speckswinkel möglich sein. Da sich Momberg bis 2014 im Dorferneuerungsprogramm befand und dort private Projekte finanziell unterstützt wurden, entfällt dort jetzt eine Förderung.

Bürgermeister Thomas Groll stellte Guendalina Balzer als die innerhalb der Stadtverwaltung zuständige Mitarbeiterin vor und verwies darauf, dass eine Lenkungsgruppe über das weitere Vorgehen mitentscheiden werde. Dieser gehören Jörg Grasse, Stephani Schmitt, Timo Stark (Momberg), Karlheinz Kurz, Susanne Wilhelm, Karl-Heinz Waschkowitz (Mengsberg) und Karl Stehl, Christine Mai, Horst Kurz (Speckswinkel) an. Den Vorsitz des regelmäßig tagenden Gremiums übernimmt der Bürgermeister.

Heike Brandt und Sonja Kunze vom Büro akp erläuterten anschließend das weitere Vorgehen. Bis zum Jahresende gilt es nun ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) für die drei Stadtteile unter Beteiligung von Bürgerschaft, Kommunalpolitik und Verwaltung zu erarbeiten, mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abzustimmen und durch die Stadtverordnetenversammlung zu beschließen. Inhalt des IKEK sei eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Verhältnisse und das Aufzeigen von Zukunftsperspektiven. Zudem sollen die geplanten Projekte bis 2025 und der nötige Finanzbedarf aufgezeigt werden.

Aussagen über die mögliche Höhe der Fördermittel sind gegenwärtig noch nicht möglich, da das Land die Förderrichtlinie noch nicht herausgegeben hat. Fest steht aber, dass es einen im Herbst 2018 festzulegenden Topf für kleinere Vorhaben in jedem Stadtteil geben wird. Darüber hinaus kann sich die Kommune ab 2019 mit gesamtkommunalen Projekten, die für alle drei Stadtteile von Nutzen sind, um Fördergelder bewerben. Die Förderquote hierfür beläuft sich gegenwärtig auf 75 % (bezogen auf die Nettosumme der förderfähigen Kosten).

Heike Brandt und Sonja Kunze luden die Anwesenden ein, sich an vorbereiteten Stellwänden „kurzentschlossen“ mit der Situation in ihren Dörfern auseinanderzusetzen und erste Ziele für die kommenden Jahre zu formulieren.

Als nächstes stehen nun Ortsrundgänge am 4. April in Momberg (16 Uhr, Treffpunkt DGH), 5. April in Speckswinkel (17 Uhr,

Treffpunkt Zollhof) und 23. April in Mengsberg (16 Uhr, Treffpunkt Grillhütte) mit anschließenden Kurzworkshops an. Es folgen dann in den kommenden Monaten mehrere IKEK-Foren, um sich mit verschiedenen Themenschwerpunkten auseinanderzusetzen. Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung wurde durch Heike Brandt noch kurz das Projekt „Lebensqualität durch Nähe“ vorgestellt. Dieses wird von der EU gefördert und ermöglicht die Qualifizierung von je drei Bürgerinnen und Bürgern aus Neustadt und den Stadtteilen, die zukünftig Entwicklungsprozesse aktiv mitgestalten und moderieren möchten. Nähere Informationen hierzu werden demnächst veröffentlicht.

„Wir haben heute keinen Fehlstart hingelegt. Es war ein informativer Abend. Nun gilt es, mit Engagement an die anstehenden Aufgaben heranzugehen“, betonte Bürgermeister Groll in seinem Schlusswort.

 

Familienzentrum Neustadt erhält auch 2018 Landesförderung

Seit 2012 besteht in Neustadt ein Familienzentrum, welches gegenwärtig noch der Kindertagesstätte „Regenbogen“ angegliedert ist. Auch in 2018 wird diese Einrichtung vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration mit dem Höchstbetrag von 13.000 Euro gefördert. Dies, so Bürgermeister Thomas Groll, sei abermals eine erfreuliche Nachricht aus Wiesbaden. Sie bringe zudem die Wertschätzung der vom Team des Familienzentrums sowie den Kooperationspartnern geleisteten Arbeit zum Ausdruck.

In diesem Zusammenhang weist Groll ausdrücklich darauf hin, dass die Angebote des Familienzentrums für alle interessierten Eltern mit Kindern in Neustadt offen stünden. Gegenwärtig befasst man sich mit einer Neustrukturierung der Einrichtung. Diese soll in ein Familien- und Generationszentrum von 0-99 Jahren überführt werden. Diesbezüglich finden nicht nur Gespräche mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, sondern auch dem bsj Marburg statt. Der bsj ist in vielfältiger Weise in Neustadt engagiert. Dies betrifft sowohl die Kinder- und Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, das Quartiersmanagement, die Gemeinwesenarbeit und zukünftig auch die Mitwirkung bei der Seniorenarbeit. Daher sei es folgerichtig, den bsj auch in die Arbeit und Konzeption für das künftige Familien- und Generationszentrum einzubeziehen, betont Bürgermeister Thomas Groll.

Auch für 2018 plant das Familienzentrum wieder zahlreiche Informations- und Mitmachveranstaltungen. Das Programm erhält gegenwärtig den „letzten“ Feinschliff und ist alsbald sowohl in der Einrichtung als auch im Rathaus erhältlich.

 

Mittagstisch für Senioren im Speckswinkler Zollhof

Bereits zum fünften Mal lädt das Team von „Unser Dorf hat Zukunft Speckswinkel“ Senioren aus Speckswinkel, aber auch Neustadt, Mengsberg und Momberg zu einem gemeinsamen Mittagstisch ein. Am 29. März 2018 gibt es ab 12.30 Uhr im „Zollhof“ Tafelspitz mit Meerrettich und Salzkartoffeln plus Nachtisch zum Preis von 5,50 Euro (ohne Getränke). Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen. Aufgrund der guten Resonanz, so Anita Ochs vom Vorbereitungskreis, wird das gemeinsame Essen bis auf Weiteres monatlich – mit wechselnden Gerichten – angeboten werden. Anmeldungen, die aufgrund der Vorbereitung unbedingt notwendig sind, werden bis zum 26.3.2018 in den Briefkasten am „Zollhof“ oder direkt an Anita Ochs, 06692-1560, erbeten.

Bei Bedarf kann für Senioren aus der Kernstadt und den Stadtteilen Mengsberg und Momberg ein Fahrservice angeboten werden. Bitte unter 06692-8922 melden.

 

Mitreden war gefragt:

Wie kann man den Weidenbrunnen aufwerten?

Im Rahmen des Städtebauförderungsprogrammes Soziale Stadt geht es auch darum, die Aufenthaltsqualität im Fördergebiet zu verbessern. Bereits vor über zwei Jahrzehnten befasste man sich im Rahmen der Altstadtsanierung mit der Platzgestaltung beim Weidenbrunnen und im Bereich Markt-/Ringstraße (Cafe Moeller). Die damals gefundenen Lösungen mit Pergolen sind in die Jahre gekommen und sollen daher, so Bürgermeister Thomas Groll, erneuert werden. Wie im Rahmen der Sozialen Stadt üblich, werden dabei die Sichtweisen der Bürgerschaft in die weiteren Planungen einbezogen. Aus diesem Grund fand Ende März ein Ortstermin statt, an dem sich 15 interessierte Anlieger, Bürger und Kommunalpolitiker beteiligten. Zunächst baten Städteplanerin Heike Brandt und Landschaftsarchitekten Martina Umathum vom Kasseler Büro akp um eine Bestandsaufnahme. „Was gefällt mir an diesen Bereichen?“, „Was muss verbessert werden?“ lauteten die Fragen. Die hierbei aufgenommen Meinungsäußerungen worden im Verlauf des Nachmittags bei einem kleinen Workshop im „Haus der Vereine“ besprochen und Ideen der Anwesenden aufgenommen. Martina Umathum hatte zudem Gestaltungvorschläge erarbeitet. Einig war man sich darin, dass die Pergolen erhalten bleiben sollten. Ggf. müssen Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden. In beiden Bereichen, so der vielfache Wunsch wäre eine bessere Abgrenzung der Platzsituation vom Straßenraum wünschenswert. Anzustreben wäre zudem eine flächenmäßige Ausdehnung. Beim Weidenbrunnen wäre dies durch einen Flächenerwerb vom Nachbarn möglich, beim Cafe Möller durch eine geänderte Parkplatzsituation. Hier müssen nun weitergehende Gespräche stattfinden. Allgemein wurde eine Begrünung der Pergolen gewünscht. Ins Gespräch gebracht wurde zumindest beim Weidenbrunnen auch die Schaffung einer Beleuchtung, um den Brunnen und den namensgebenden Baum bei Dunkelheit herauszustellen. Alle Kritikpunkte und Ideen müssen nun bewertet werden. Fördermittel zu

einer Verbesserung des Status quo stehen zur Verfügung, so dass das Vorhaben 2018 angegangen werden kann.

 

Neustadt unterstützt St. Elisabeth-Hospiz

Das St. Elisabeth-Hospiz in Marburg/L. leistet seit über zwei Jahrzehnten eine wichtige Arbeit für Sterbende.

Um den notwendigen Eigenanteil aufzubringen und damit die Finanzierung der Einrichtung zu sichern, ist der Trägerverein auf Spenden angewiesen.

Dessen Vorstand hat sich daraufhin an den Landkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden gewandt und um Unterstützung gebeten. Als „Richtgröße“ erbat man 10 Cent pro Einwohner.

Bürgermeister Thomas Groll schlug den Fraktionen daher vor, dass St. Elisabeth-Hospiz zukünftig mit 900 Euro zu unterstützen. Dem Ansinnen wurde einstimmig entsprochen.

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