Altes Gebäude ist neues Thema

Momberger machen sich Gedanken um jetzigen Kindergarten

Neustadt und seine Stadtteile hätten sich ihr als „bunt und lebenswert“ präsentiert, resümierte Landrätin Kirsten Fründt nach ihrem Gemeindebesuch.

von Florian Lerchbacher

Momberg. Einen Tag lang ließ sich die Landrätin die Stadt Neustadt und ihre Stadtteile präsentieren. Besonderes Lob sprach sie den Mengsbergern und den Mombergern aus, die die Zusammenlegung der Grundschulstandorte vorangetrieben hatten – woraufhin Stadt und Kirche mit den Kitas folgten. „Das hat Vorbildcharakter.“ Es sei kaum noch möglich, die derzeitigen Standards der Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Die beiden Orte seien bereit gewesen, die Herausforderung anzunehmen und Kompromisse einzugehen.

„Für die Eltern ist das mit gewissen Unannehmlichkeiten verbunden. Aber irgendwann wird das ganz normal sein“, kommentierte Mombergs Ortsvorsteher und hob hervor, dass besonders der Kindergarten profitiere, da er am ehemaligen Schulstandort ein schönes Außengelände bekomme: „Das wird ein kleines Paradies.“ Zudem erklärte er, dass sich Ortsbeirat und Eltern in den Umzug der Einrichtung einbringen werden.

Sorgen macht er sich derweil um das alte Kindergartengebäude, das zum Dorfgemeinschaftshaus gehört. Ein Ansatz sei, es für Veranstaltungen zu nutzen. Ein anderer, dort Übernachtungsmöglichkeiten für Pilger, die auf dem durch Momberg führenden Elisabethpfad unterwegs sind, zu schaffen. Bürgermeister

Thomas Groll erklärte, es gelte, ein Nutzungskonzept zu erstellen und ein Hauptaugenmerk auf die Fragen der Folgekosten und mithin der Trägerschaft zu werfen. Er erinnerte dabei an eine Aussage der Kommunalaufsicht, Gemeinden mit defizitärem Haushalt müssten bei freiwilligen Leistungen – wie dieser – vorsichtig sein. Grasse glaubt, das Gebäude lasse sich kostenneutral verwalten. Der Ortsvorsteher teilte zudem mit, dass der Ortsbeirat über eine Teilnahme Mombergs am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2017 nachdenke.

Groll kam letztendlich noch einmal auf Synergieeffekte zu sprechen: Die Stadt habe das Haus der Begegnung in Neustadt, der Kreis die Waldschule. Die Möglichkeit, gemeinsame Sache zu machen, dürfe nicht kategorisch ausgeschlossen werden.

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