Vom Wunsch nach einem Friedhofsgärtner

Kaum ein Bürger sucht das Gespräch mit dem Rathauschef, der sich mitten im Wahlkampf befindet
„Macht mit, geht zur Wahl, gestaltet Neustadt mit“, lautete Thomas Grolls Appell am Ende seines politischen Dämmerschoppens – dem nur Unterstützer seiner politischen Arbeit beiwohnten.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Im Kleinen läuft es besser als im Großen“, betonte Bürgermeister Thomas Groll zu Beginn seines politischen Dämmerschoppens in der Gaststätte Amstätter. Eine Parallele gibt es aber doch: „Wenn man die Mehrzahl der Facebook-Posts liest, dann müssten wir ein Land sein, dass darniederliegt. Viele Menschen sind unzufrieden, dabei geht es uns so gut wie nie“, sagte er, verwies auf die niedrigen Arbeitslosenzahlen und die geringe Zahl an angezeigten Straftaten in Deutschland.
Ähnlich sieht es in Neustadt aus, wo die wirtschaftliche Lage so gut wie nie ist – bei Facebook eine geringe Anzahl an Bürgern aber dennoch auf dem Rathauschef rumhackt. „Statt zu jammern, sollte man lieber mitmachen“, betonte Groll, der die Kritiker vermisste. Sie verpassten die Chance, das persönliche Gespräch mit dem Bürgermeister zu suchen und eventuell Ideen für die Neustädter Politik einzubringen. „Vom Wunsch nach einem Friedhofsgärtner“ weiterlesen

Wettstreit um den „Biber“

Morgen findet am Hansen-Turm ein Kleinkunstfestival statt

Morgen um 14 Uhr geht’s im Festzelt am Junker- Hansen-Turm los: Dann wetteifern Artisten mit zehn Darbietungen um die Gunst der Jury und des Publikums. Ihr Ziel:
Der Gewinn des ersten „Goldenen Bibers“.
Neustadt. Peter Renner und Marcella Renner-Seliger von „Coswig Ar- tists“ haben für morgen ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Die Artisten treten in zwei Showblöcken auf, die jeweils 60 Minuten lang sind. In der Pause spielt die Saxofon-Gruppe des Happy- Sound-Orches- tra auf. Zudem gibt es Kinderschminken.
Die Moderation des Geschehens im Zirkuszelt am Junker- Hansen-Turm übernimmt der erfahrene Programmgestalter Peter Renner selber. Er hat auch eine Bewertungsliste erarbeitet, anhand derer die Mitglieder der Jury entscheiden, welcher der Künstler aus dem Bereich der Artistik den goldenen, den silbernen und den bronzenen Biber mit nach Hause nehmen darf. Zudem wird das Publikum seine Lieblingsnummer küren.
Mit dabei sind beispielsweise Jonathan, der „Pizzalero“, der auf Fingern und Stangen bis zu neun Teller tanzen lässt. Zum Abschluss seines Auftritts
stapelt er noch sechs Stühle übereinander und balanciert sie auf seinem Kinn. Sylvi, die „Jonglady“, verbindet artistisches Können mit Jonglage. Das Duo „Frame“ setzt derweil auf Balancevorführungen, die viel Ausdauer verlangen. 2017 gewannen die Artisten den Bun- des-Talente-Preis der Unterhaltungskunst. „Wettstreit um den „Biber““ weiterlesen

Paula schwebt wie eine Fee durch die Lüfte

Paula schwebt wie eine Fee durch die Lüfte
Rund 90 Kinder sind beim Mitmach-Zirkus in Neustadt dabei
90 Kinder lernen an vier Tagen das Leben als Zirkus-Artisten kennen, studieren verschiedene Nummern ein und präsentieren morgen ab 16 Uhr während einer Aufführung ihr Können.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Im Zelt am Junker- Hansen-Turm geht’s rund: Kinder lassen Messer fliegen, jon- ~ glieren mit Tüchern, turnen in “ luftiger Höhe, üben Nummern mit Tauben ein oder balancieren auf einem Seil. Der Zirkus ist in der Stadt – wobei die Artisten aus Neustadt selbst kommen und sechs bis zwölf Jahre alt sind.
Im vergangenen Jahr gastierte schon einmal ein Mitmach-Zirkus in der Junker-Hansen-Stadt. Damals über das Programm „Soziale Stadt“. Die Resonanz war so gut, dass Bürgermeister Thomas Groll – bekennender Zirkus-Fan – sogleich verkündete, alles zu tun, um erneut ein solches Projekt anzubieten. Gesagt, getan. Dieses Mal sind die Stadt, der Förderverein der Kindertagesstätte Regenbogen und der unter anderem für die Jugendarbeit tätige Verein bsj Marburg die Veranstalter. Jugendpfleger Lars Kietz hat sich darum gekümmert, dass Fördermittel aus dem Programm „Kultur macht stark“ (genauer gesagt: dem Unterprogramm „Zirkus macht stark“) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fließen und die Teilnahme für die Kinder kostenlos ist. Lediglich für Frühstück und Mittagessen müssen sie einen Beitrag leisten. „Paula schwebt wie eine Fee durch die Lüfte“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Ab in die Mitte 2018

„Neustädter Klimatag“ begeisterte 280 Kinder 2019 wird Neustadt kulturelle Schwerpunkte anders setzen
„Das war toll“, „Ich habe gelernt, was im Wasser lebt“, „Der selbstgepresste Apfelsaft war lecker“, „Mit dem Schornsteinfeger haben wir gesungen“ – so oder so ähnlich lauteten die begeisterten Kommentare von 280 Kindern, die am 25. September am „Neustädter Klimatag“ rund um den Junker-Hansen-Turm teilnahmen. Zu der Veranstaltung hatte die Kommune die Vorschüler der Kindertagesstätten „Regenbogen“ und „Sonnenschein“ und die Grundschüler der Martin-von-Tours-Schule eingeladen. Nachdem es morgens noch den ersten Frost gab, sorgte im Verlauf des Vormittags Sonnenschein für den passenden Rahmen für die Veranstaltung, über die sogar der Hessische Rundfunk bei HR 1 und HR 3 berichtete.
Sonja Stark von der Stadtverwaltung hatte den „Klimatag“ gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll vorbereitet und zahlreiche Kooperationspartner gewonnen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Groll setzt auf kompaktes Wahlprogramm

Einziger Kandidat für die Bürgermeisterwahl hat dieses Mal nur eine statt fünf Broschüren erstellt
Thomas Groll (CDU) bringt derzeit seine Wahlbroschüre mit den Zielen für seine mögliche dritte Amtszeit unter die Leute. Die Finanzpolitik steht dabei an vorletzter Stelle – aus einem guten Grund.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Geld regiert die Welt – und so ist Finanzpolitik im Vorfeld von Wahlen zumeist eines der zentralen Themen. In seiner Wahlbroschüre nennt Bürgermeister Thomas Groll die „Fortsetzung der Finanzpolitik mit Augenmaß“
allerdings erst an vorletzter Stelle. Geht es der Stadt also nach vielen Jahren knapper Kassen so gut, dass das Geld keine Rolle spielt? Nein, sagt der Rathauschef, der allein ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters geht und am 28. Oktober auf Wiederwahl hofft: „Man könnte Finanzen auch als übergeordnetes Thema nehmen – aber wer mich kennt, der weiß, dass ich auf einen soliden Haushaltskurs setze. Es ist genau wie zu Hause: Nur, was man sich leisten kann, setzt man auch um. Daher reicht es, wenn die Finanzen am Schluss meines Wahlprogramms kommen. Ich glaube außerdem, dass die konkreten Themen für die Menschen viel interessanter sind.“ „Groll setzt auf kompaktes Wahlprogramm“ weiterlesen

Bauhof bekommt ausreichend Platz

Neustadt kauft ehemalige Mehrzweckhalle auf einstigem Kasernengelände und will lokales Gewerbe unterstützen
Für 178 000 Euro hat die Stadt eine Halle samt 21 000 Quadratmetern Grundfläche gekauft. Allerdings muss sie zunächst rund 60000 Euro in die Ertüchtigung des Gebäudes investieren.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Bisher ging es im Neustädter Bauhof stets beengt zu. Nun schafft die Stadt Abhilfe, indem sie die ehemalige rund 1000 Quadratmeter große Mehrzweckhalle auf dem einstigen Kasernengelände gekauft hat. Diese soll Lagerfläche für den Bauhof werden – zudem wollen die Neustädter auf der Fläche einen kleinen Wertstoffhof anlegen.
Doch zunächst stehen Ertüchtigungsarbeiten auf dem Programm: Die Stadt muss beispielsweise die Tore und einen Teil der Glasbausteine austau- schen und die Dachrinne erneuern. Zudem gilt es, eine Umzäunung zu bauen und die „sanitäre Situation zu verbessern“, wie sich Bürgermeister Thomas Groll auszudrücken beliebt. Rund 60 000 Euro will die Stadt nun zunächst investieren, um die „Verschleißschäden“ zu beheben – für die sie bei den Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einen Nachlass beim Kaufpreis erwirkt hatte. Dabei bekam die Stadt ohnehin schon 50 Prozent Rabatt: Die Kommune habe Erstzugriffsrecht
auf die ehemaligen Kasernenflächen, wenn sie diese für öffentliche Zwecke nutzt, berichtet Groll und ergänzt, dass in diesem Fall eben auch noch der Preis sinke. So mussten die Neustädter statt 356 000 Euro „nur“ 178 000 Euro zahlen. „Bauhof bekommt ausreichend Platz“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Große Zirkusvorstellung am 5. Oktober 2018
In der ersten Woche der Herbstferien ist der Mitmach-Zirkus „Manegentraum“ in Neustadt zu Gast. 90 Kinder vom ersten Schuljahr an bis zum 12. Lebensjahr werden eine spektakuläre Zirkusdarbietung einstudieren. Lassen Sie sich von den kleinen Akrobaten, Seilläufem, Dompteuren, Clowns & Feuerspuckern begeistern.
Wir laden alle Zirkusfreunde recht herzlich zu dieser einmaligen Show am Freitag, dem 5. Oktober ein!
Beginn ist um 16.00 Uhr im Zirkuszelt am Junker-Hansen-Turm. Der Eintritt beträgt 3,- € ab 14 Jahren
Und nicht vergessen: Am 6. Oktober 2018 ab 14.00 Uhr das Neustädter Kleinkunstfestival um den „Goldenen Biber“ „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

280 Kinder pflanzen das Stadtlogo

Vor- und Grundschüler vergnügten sich beim Klimatag im Bürgerpark und bekamen Wissen vermittelt
Nachhaltigkeit ist in der Umweltbildung ein zentraler Begriff. Und so lernten die Kinder während des Umwelttages fürs Leben und schufen ein kleines Kunstwerk, das im nächsten Jahr erblüht.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Zahlreiche Aktionen warteten gestern im Neustädter Bürgerpark auf 280 Vor- und Grundschüler aus Neustadt. Ein Höhepunkt für Elias (6): Die Kinder durften insgesamt 10 000 Blumenzwiebeln am Junker-Hansen-Turm in vorbereitete Erde stecken. Im kommenden Jahr können sie dann wieder in den Park kommen und bewundern, was sie gestaltet haben. Dann werden die Krokusse erblühen und das städtische Turm-Logo bilden.
Die Idee dazu hatte Sonja Stark, die in der Verwaltung für die Veranstaltungen zuständig ist, die zur Innenstadt-Offensive „Ab in die Mitte“ gehören. „Ich wollte, dass etwas Nachhaltiges entsteht“, erklärt sie ihre Initiative und ergänzt: „Es sollte etwas sein, das man im nächsten Jahr sieht.“ Woher die Eingebung kam, weiß sie nicht – wohl aber, warum es mindestens 10 000 Krokusse sein sollten: „Wenn, dann richtig: Es soll massig aussehen.“ „280 Kinder pflanzen das Stadtlogo“ weiterlesen

Graffiti-Projekt bringt Jugendliche zusammen

Rückwand des Baumarktes zieren nun Berge und ein Schloss

„Wenn nicht alle mitmachen und Zusammenhalten, dann wird das nichts.“ Vor diesem Hintergrund schufen 15 Jugendliche gemeinsam ein riesiges Bild,
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Gianina Klug und Laura Engel hatten während des Neustädter Jugendforums eine genaue Vorstellung davon, wie sie sich ihre Welt machen wollen: Bunt soll sie sein – als Zeichen gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Und bunt ist sie durch das von den beiden jungen Frauen initiierte Graffiti-Projekt auch geworden: 15 Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren haben unter Anleitung der beiden Künstler Jaskarn Hanspal und Anna Mahl die Rückwand des „Bauspezi“ neu gestaltet.
Zu sehen sind Berge und ein Schloss, dessen mit einem Herz verzierter, zentraler Turm entfernt an den Junker-Hansen- Turm erinnert. Das Motiv hätten junge Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung ausgewählt, berichtet Martina Trogrlic von der städtischen Jugendpflege, um die sich der Verein bsj Marburg kümmert. Das Bild spiegele die Eindrücke wider, die die jungen Menschen von ihrer neuen Heimat bekommen hätten: „Es zeigt, was sie mit Deutschland verbinden.“ „Graffiti-Projekt bringt Jugendliche zusammen“ weiterlesen

Waldkindergarten wächst und wächst

Derzeit besuchen 11 Kinder die Neustädter Einrichtung, im nächsten Jahr werden es sogar 20 sein
Zahlreiche Besucher kamen in den Wald zwischen Waldschule und Grillhütte zur Feier des einjährigen Bestehens des Neustädter Waldkinder
gartens.
von Klaus Böttcher
Neustadt. Im Herbst 2016 sei er zum ersten Mal mit der Idee des Waldkindergartens kontaktiert worden, erinnert sich Bürgermeister Thomas Groll: „Das war für mich nicht vorstellbar.“ Doch interessierte Eltern versorgten ihn mit Details, die Idee reifte und im Jahr 2017 hatte der Bürgermeister eine positive Einstellung zu dem Projekt. Am 4. Oktober startete der Betrieb im ersten Waldkindergarten des Ostkreises. „Die große Beteiligung zeigt, dass der Waldkindergarten angenommen ist“, betont Groll und spricht von einer pädagogischen Bereicherung für die Stadt. Der Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj) sei ein guter Partner und habe viele Projekte angestoßen – so auch bei der Einrichtung des Waldkindergartens. „Waldkindergarten wächst und wächst“ weiterlesen