Überm Golddorf schimmert es blau

ln Mengsberg steht jetzt das weltweit größte Solarthermiefeld, das einer Genossenschaft gehört
3 500 Quadratmeter ist es groß – und kann problemlos noch erweitert werden: Das Mengsberger Solarthermiefeld, das bald Wärme in 148 von 225 Haushalten im Dorf bringt.
von Florian Lerchbacher
Mengsberg. Ralf Orths und Okke von Bodungen von der Firma Wagner Solar prüfen im Auftrag von Viessmann noch einmal alle Anschlüsse. „Am Montag werden die Module befüllt und in Betrieb genommen“, erklärt von Bodungen. Das heißt, dass ab dann „Solarflüssigkeit“ durch einen Teil des Solarthermiefeldes läuft – eine Flüssigkeit, die weder frieren noch aufkochen kann, wie Karlheinz Kurz, Ortsvorsteher und Mitglied im Vorstand der Bioenergiegenossen, einwirft und anschließend grob die Funktionsweise erläutert: Die Sonne erwärme die Flüssigkeit, die dann durch Rohre in die Energiezentrale fließt, wo ein Wärmetauscher steht. Dort wird dann mit der Flüssigkeit Wasser aus zwei Pufferspeichern auf 80 bis 90 Grad erhitzt, das anschließend über das Nahwärmenetz in die Heizungsrohre der Haushalte fließt. Mit 60 bis 65 Grad kommt das Wasser letztendlich zurück in die Heizzentrale, wo der Kreislauf von vorne beginnt. „Überm Golddorf schimmert es blau“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Senioren-Union Marburg-Biedenkopf besuchte Hamburg

Die diesjährige Jahresfahrt der Senioren-Union Marburg-Biedenkopf führte die Teilnehmer vom 23. – 26. Juli in die Hansestadt Hamburg.
Der Kreisvorsitzende – Franz-W. Michels – konnte insgesamt 44 Teilnehmer zu dieser Fahrt begrüßen.
Nachdem die Teilnehmer in Neustadt, Stadtallendorf, Kirchhain und Marburg aufgesammelt waren, ging es mit dem Bus nach Hamburg. Dort wurde ein Hotel direkt am „Michel“ bezogen. Von diesem Hotel aus waren alle Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar.
Dann hieß es schon, ab zu den Landungsbrücken, wo eine Barkasse zur 2-stündigen großen Hafenrundfahrt bereitstand.
Der Tag endete auf der Reeperbahn, wo im „Hamborger Veermaster“ ein gemeinsames Essen eingenommen wurde. Der Tag endete mit einem Bummel über die Reeperbahn.
Am zweiten Tag stand zunächst eine 2-stündige Stadtrundfahrt mit einem erfahrenen Stadtführer auf dem Programm, der in lustiger Art und Weise den Senioren seine Stadt näher brachte. Die Fahrt endete am Michel, wo die Teilnehmer Gelegenheit hatten, die Kirche zu besichtigen, ehe in den „Krameramtsstuben“ das gemeinsame Mittagessen eingenommen wurde.
Am Nachmittag stand dann eine 1-stündige Führung durch die Elbphilharmonie mit Besichtigung der Plaza auf dem Programm. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Bürgerbus-Projekt nimmt Fahrt auf

Stadt hat beim Land die Förderung eines Fahrzeuges beantragt und sucht nach ehrenamtlichen Fahrern
Die Neustädter haben Interesse an einem Bürgerbus und würden diesen auch nutzen. Das zeigte die Befragung von Senioren und Kommunalpolitikern. Nun geht es an die Umsetzung.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wenn der Bürgerbus die richtigen Ziele ansteuert, dann würden unsere Senioren das Angebot annehmen und mitfahren“, berichtet Bürgermeister Thomas Groll über die Ergebnisse von Infoveranstaltungen und zahlreichen Gesprächen, die er zum Thema geführt hat. Die „richtigen Ziele“ seien Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten und die Stadtverwaltung, spezifiziert er und ergänzt: „Wir brauchten aber auch einen gescheiten-Fahrplan mit der notwendigen Flexibilität – sowohl bei Zeiten als auch bei Haltestellen.“ Es gelte, die Mobilität der Bürger zu verbessern und sie im Alltag zu unterstützen. In diesem Zusammenhang verweist er auf Worte von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, der betont hatte, dass die Bevölkerungsentwicklung und der Wandel der Lebens- und Arbeitsgewohnheiten es immer schwieriger mache, den öffentlichen Personennahverkehr abseits der Ballungsräume aufrecht zu erhalten. Daher seien neue Wege gefragt. Und die wollen die Neustädter gehen. „Bürgerbus-Projekt nimmt Fahrt auf“ weiterlesen

Das Rotkäppchen gibt ein Gastspiel

Start in die „Rotkäppchenwoche“ im Bürgerpark litt unter der Hitze- Abwechslungsreiches Programm

Nach einem zähen Beginn am Nachmittag, was der Hitze zuzuschreiben war, wurde es am Samstag gegen Abend voll im Bürgerpark anlässlich des Rotkäppchentags.

von Klaus Böttcher

Neustadt. Ein Höhepunkt der alljährlichen Rotkäppchenwoche ist der Rotkäppchentag, der erstmals in Neustadt veranstaltet wurde. „Es war sicher kein Rekordbesuch, aber aufgrund der Gegebenheiten sind wir dennoch zufrieden“, resümierten Neustadts Bürgermeister Thomas Groll und Heidrun Englisch, die Geschäftsführerin des Tourismusservice (TS) „Rotkäppchenland“, am Ende.

Mit Gegebenheiten meinten sie die hochsommerliche Hitze, die am Nachmittag, der Beginn war um 14 Uhr, anscheinend viele davon abhielt, in den Bürgerpark zu kommen. Das änderte sich am späten Nachmittag. Am Abend waren es geschätzt mehr als 300 Besucher, die sich bei Musik, Kaffee und Kuchen sowie diversen Kaltgetränken amüsierten. „Das Rotkäppchen gibt ein Gastspiel“ weiterlesen

Neustädter bauen ihren Spielplatz selber

Mitmach-Projekt findet vom 27. bis 31. August statt • Belohnung ist ein Einweihungsfest zum Abschluss
ln fünf Tagen wollen Bürger mit fachlicher Unterstützung in der Emil-Rössler-Straße einen Spielplatz bauen. Anfangs herrschte Skepsis, inzwischen wächst der Glaube der Neustädter an das Projekt.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wenn wir mit bauen, dann sind wir ja 2022 noch nicht fertig“, lautete Leyla Purwins erster Kommentar, als sie vom Spielplatz-Bauprojekt hörte. Doch je mehr Details sie erfuhr, umso weniger wurden ihre Bedenken. Einen neuen Spielplatz in der Leipziger Straße haben die Neustädter bereits über die „Soziale Stadt“ bekommen, nun soll ein zweiter folgen. Das Besondere: Die Bürger sollen ihn selber bauen – was natürlich voll zum Grundprinzip des Förderprogramms passt, das die Menschen zusammenbringen will. Im Optimalfall rücken die Anwohner während des Bauprojektes ein Stück zusammen und bekommen auch noch einen Ort, wo sie die Gemeinschaft weiter pflegen können. „Neustädter bauen ihren Spielplatz selber“ weiterlesen

Neustädter, die auf Kühe starren

„Rotkäppchentag“ findet am Samstag statt
Neustadt. Am Samstag findet erstmals der „Rotkäppchentag“ im Neustädter Bürgerpark statt. Er ist der Höhepunkt der alljährlichen „Rotkäppchenwoche“, die der Tourismusservice „Rotkäppchenland“ und seine 19 Mitgliedskommunen seit Sonntag veranstalten {die OP berichtete).
Der Samstag beginnt um 14 Uhr und bietet ein abwechslungsreiches Programm. Neben Information und Mitmachangeboten für die kleinen Besucher (beispielsweise Kinderschminken, Sandelfe, Ballonkünstler, Theater kuckAn) gibt es Musik,
Tanz, eine Oldtimerausstellung mit Schleppern und Autos und vieles mehr. Der Junker-Hansen-Turm ist geöffnet. Im oberen Teil des Turmes erwartet die Besucher eine „Eierausstellung“, bei der Exponate auch gekauft und vor Ort vom Experten graviert werden können. „Neustädter, die auf Kühe starren“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„Rotkäppchentag“ am 4. August im Neustädter Bürgerpark

Erstmals findet der „Rotkäppchentag“ am 4. August 2018 im Neustädter Bürgerpark statt. Er ist der Höhepunkt der alljährlichen „Rotkäppchenwoche“, zu der die 19 Mitgliedskommunen des Tourismusservice „Rotkäppchenland“ einladen.
Ab 14.00 Uhr wird den kleinen und großen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben Information und Mitmachangeboten für die kleinen Besucher (Kinderschminken, Sandelfe, Ballonkünstler, Theater kuckAn, u.v.m.) gibt es Musik, Tanz, eine Oldtimerausstellung und vieles mehr. Der Junker-Hansen-Turm ist geöffnet. Im oberen Teil des Turmes erwartet die Besucher eine „Eierausstellung“ nebst Souvenirverkauf. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Stadt will Gewerbegebiet auf A-49-Bau vorbereiten

Neustädter fürchten eine zusätzliche Verkehrsbelastung, sehen die Autobahn aber auch als Chance an
„Wir müssen Zusehen, dass wir schlagkräftige Grundstücke zusammenbekommen“, sagt Bürgermeister Thomas Groll über die Entwicklung des Gewerbegebiets in Vorbereitung auf den A-49-Bau.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Seit vielen Jahren beschäftigt der anstehende Weiterbau der A 49 die Menschen in der Region. Das Projekt ist mit Sorgen und Bedenken verbunden, aber natürlich auch mit vielen Hoffnungen „Wir glauben, dass durch die Autobahnanschlüsse in der Nähe auch unser Gewerbegebiet ,Am Gelicht‘ interessanter wird“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll. Entsprechend sei die Stadt bestrebt, die Vermarktungsaktivitäten zu verstärken. Allerdings sind dazu einige Vorarbeiten notwendig, denn nur ein Teil der Flächen (aus Richtung Neustadt kommend rechts der Bundesstraße) befindet sich im Besitz der Stadt. Das meiste gehört der Hessischen Landesgesellschaft oder Bürgern. Es gelte allerdings, „schlagkräftige“ Grundstücke zu bekommen. Sprich: Die Stadt strebt an, Flächen zusammenzulegen, um sich Bedürfnissen der Interessenten anpassen zu können. Am besten wäre es, zu kooperieren, ei-‚ ne gemeinsame Strategie zu entwickeln und zu sehen, wie sich auch eine schnelle Verfügbarkeit der Flächen umsetzen lasse. Aus diesem Grund will die Stadt das Gespräch mit den Eigentümern suchen, um später quasi als Verhandlungsführer fungieren zu können. „Für Investoren ist es schließlich hinderlich, sich mit einer Vielzahl von Eigentümern auseinandersetzen zu müssen“, erläutert der Rathauschef seine Bestrebungen, während Thomas Dickhaut, der Leiter des Fachbereichs Bauen, von „bedarfsorientiertem Vorgehen“ spricht. „Stadt will Gewerbegebiet auf A-49-Bau vorbereiten“ weiterlesen

Hohes Haus hat Platz für 30 Nester

Domizil für Mehlschwalben gebaut

Speckswinkel. In diesen Ta- J gen entstand am Speckswinkler Dorfteich ein Schwalbenhaus (die OP berichtete). Mehlschwalben erhalten so eine gute Möglichkeit, ihren Nachwuchs heranzuziehen. Die Gesamt- j kosten für das Schwabendomizil belaufen sich auf rund 8 700 Euro.

5 000 Euro erhielt der Heimat- und Verschönerungsverein, der als Projektträger fungiert, durch j die Hessische Umweltlotterie GENAU. Weitere 500 Euro „organisierte“ Bürgermeister Thomas Groll beim Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer. 2 700 Euro erbrachte der Heimat- und Verschönerungsverein in Eigenleistung und 450 Euro legten die Mitglieder aus ihrer Vereinskasse dazu.

Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender Karl Stehl würdigte den Einsatz der Helfer aus dem Verein, insbesondere aber auch den örtlichen Bauunternehmer Gerhard Hofmann, der sich bei der Schaffung des Fundamentes sehr engagierte. „Hohes Haus hat Platz für 30 Nester“ weiterlesen

Vergängliche Kunst auf Leinwand

Zum zehnten Straßenmalerfestival gibt es eine Ausstellung mit den besten Werken der Vergangenheit
Das Straßenmalerfestival geht in seine zehnte Auflage. Die Veranstaltung ist bei Künstlern und Besuchern beliebt, allerdings plagen die Organisatoren altbekannte Sorgen.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Am 18. und 19. August kommt Farbe in die Stadt Neustadt, denn dann findet die zehnte Auflage des Straßenmalerfestivals statt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden sich auf der Marktstraße in der Innenstadt tummeln und den tristen Asphalt mit ihren Bildern verzieren. Die einen professionell, die anderen eher laienhaft – doch gerade das ist das Besondere am Neustädter Festival. Denn wo sonst eine strikte Trennung der Künstler besteht und die Profis unter sich bleiben, sitzen sie in Neustadt alle zusammen, malen nebeneinander und tauschen sich aus: „Den Charakter, dass alle mitmachen können und willkommen sind, wollen wir auch unbedingt beibehalten“, sagt Roswitha Trümpert, die Vorsitzende des Arbeitskreises Straßenmalerfestival, und betont, dass auch die Profis diese Einzigartigkeit schätzen würden: Jeder ist mit jedem in Kontakt, und die Künstler tauschen sich aus – das kommt gut an.“ „Vergängliche Kunst auf Leinwand“ weiterlesen