Haushalt ist „Teil einer Perlenkette“

Thomas Groll brachte gestern Entwurf für das Jahr 2019 ein und rechnet mit Überschuss von 716.000 Euro
Besonderheiten im Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2019? Fehlanzeige. Meint zumindest Bürgermeister Thomas Groll und freut sich gleichzeitig, den Startschuss für mehrere Großprojekte zu geben.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Den Haushaltsplanentwurf 2019 darf man nicht alleine betrachten, sondern muss ihn in einer Reihe sehen. Wir bauen ,Neustadt 2025′ und müssen daher mittelfristig planen, insofern ist der Haushalt Glied einer Perlenkette, die bis etwa 2022 reicht“, betont Bürgermeister Thomas Groll im Gespräch mit dieser Zeitung und ergänzt: „Er enthält nichts, zu dem man sagt: ,Boah, was Neues‘ – außer dem Anbau für den Kindergarten Arche Noah.“
Gestern Abend brachte er das Finanzwerk in der Stadtverordnetenversammlung Neustadt ein. Es enthält Millionenprojekte, schließt aber mit einem Überschuss von rund 716 000 Euro. Des Rathauschefs größte Sorge: ein Anziehen der Baupreise. „Wir planen Investitionen von neun Millionen Euro. Auch wenn wir einige Puffer eingebaut haben: Wenn die Preise um zehn Prozent steigen, dann müssen wir handeln.“ Falls dem tatsächlich so sein sollte, habe der Neubau des Hauses der Begegnung höchste Priorität – alle anderen Projekte würden daran angepasst. Aus diesem Grund wolle die Stadt erst den Neubau (sechs Millionen Euro) auf den Weg bringen und dann sich langsam an die Sanierung des Freibades (2,8 Millionen Euro) machen – das daher wohl noch bis August 2019 geöffnet sein dürfte. „Haushalt ist „Teil einer Perlenkette““ weiterlesen

Neustadt bekommt neues Pflegeheim

Einrichtung mit 70 Ganztags- und 15 Tagespflegeplätzen sowie 12 bis 15 Plätzen mit betreutem Wohnen geplant
Laut einer Bedarfsanalyse fehlen in Neustadt 58 Pflegeplätze. Eine Lücke, die nun gestopft werden soll – sehr zur Freude der Stadt Neustadt und ihrer Kommunalpolitiker.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Zwischen Automaten-Tankstelle und der (Richtung Ortsmitte zweiten) Einfahrt „An der Ziegelei“ will die Firma Seeon Bau und Boden GmbH ein Pflegeheim mit betreutem Wohnen bauen. Dafür müssen einige marode Gebäude wie das ehemalige Vereinslokal von „Hessen Neustadt“ weichen. Was dem Gebäude an der Ecke der Straßen „An der Ziegelei“ und „Marburger Straße“ passiert ist noch unklar. Die Stadt und der Pflegeheim-Projektierer würden auch dieses Grundstück gerne in das Projekt einbeziehen, dafür sind aber noch Gespräche mit dem Eigentümer notwendig. Die neue Einrichtung an sich wird aus drei Gebäuden bestehen – das Pflegeheim aus zweien, die nebeneinander liegen, hinzu kommt das Haus für betreutes Wohnen, das in etwa hinter der Automaten-Tankstelle platziert wird. „Neustadt bekommt neues Pflegeheim“ weiterlesen

Stadt denkt über weitere Benefizaktion nach

Kommune hat Spendenkonto für tödlich verunglückten Bauarbeiter eingerichtet und 500 Euro eingezahlt
Beim Regierungspräsidium in Gießen läuft die Untersuchung des tödlichen Unfalls, der sich am Dienstagmittag auf der Abriss-Baustelle in Neustadt ereignete.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Arbeiten auf der Baustelle in der Querallee ruhen – allerdings nicht auf Anweisung des für den Arbeitsschutz zuständigen Regierungspräsidiums Gießen. Dort wird der tödliche Unfall derzeit eingehend untersucht: „Diese Prüfung bezieht sich darauf, warum der Arbeiter die Anweisung missachtet hat und ob eventuelle Defizite hinsichtlich der Organisation der Baustelle vorliegen“, teilt Pressesprecher Andre Rieb mit.
Laut Regierungspräsidium war Unfallursache, dass sich ein Arbeiter eines beauftragten Abbruchunternehmens im Gefahrenbereich eines Baggers aufgehalten hatte. Der verunfallte Arbeiter wurde im Zuge einer Drehbewegung des Oberteils des Baggers zwischen Bagger und einer Stahlbetonwand eingeklemmt und ist seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle erlegen. „Warum er sich im Schwenkbereich des Baggers aufgehalten hat, ist noch nicht geklärt. Es wird vermutet, dass der verunfallte Arbeiter die Anweisung erhalten hat, besagtem Schwenkbereich fernzubleiben“, so Rieb. „Stadt denkt über weitere Benefizaktion nach“ weiterlesen

Historie macht der Stadt zu schaffen

Neustädter legen Jugendheim-Pläne auf Eis und müssen wohl auch beim Rathausplatz umdenken
Eigentlich wollte die Stadt Neustadt das marode Jugendheim zwischen Junker-Hansen-Turm und Rathaus-Nebengebäude abreißen. Doch nun hat sich herausgestellt: Ein Teil des Gebäudes stammt aus dem 15. Jahrhundert.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. 715 000 Euro stehen der Stadt Neustadt aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) zur Verfügung. Ein Betrag, den sie ins Jugendheim und den Rathausplatz investieren wollte – doch nun kommt ihr das in die Quere, was die Stadt zu einer Besonderen macht: Ihre Historie beziehungsweise die Tatsache, dass zahlreiche Gebäude eine lange Geschichte haben.
315 000 Euro wollten die Neustädter ins marode Jugendheim zwischen Junker-Hansen-Turm und Rathaus-Nebengebäude stecken: Dort gibt es unter anderem Probleme mit Feuchtigkeit, da eine sogenannte „Horizontalsperre“ fehlt, das Dach muss mittelfristig erneuert werden, der Fußboden im Erdgeschoss ist abgängig, die Elektroinstallationen stammen aus den 50er- Jahren und die energetische Katastrophe ist, wie Bürgermeister Thomas Groll einst betont hatte, eine Katastrophe.
Aus diesen Gründen hatte die Stadt kurz über eine Sanierung gedacht – allerdings hätte sie dafür die KIP-Mittel nicht nutzen können. Und so entstand die Idee, das Gebäude abzureißen, den Junker-Hansen-Turm freizustellen und den Teil der alten Stadtmauer, der die Rückwand des Jugendheims bildet, in einen barrierefreien Neubau, der Teil des Rathauses werden sollte, zu integrieren. Die Neustädter waren schließlich davon ausgegangen, dass das Gebäude aus den 1950er-Jahren stammt und keine historische Bedeutung hat. Es würden schlicht keine Unterlagen dazu existieren, betont Groll: „Wir haben auch niemanden gefunden, der uns Informationen dazu geben konnte.“ „Historie macht der Stadt zu schaffen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Jahresgespräch mit den Neustädter Vereinen 2018

Nach Auflösung des Vereinsringes hatte Bürgermeister Thomas Groll zugesagt, alljährlich alle Vereine, Verbände und Vereinigungen aus der Neustädter Kernstadt und den Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel zu einem Gespräch einzuladen. Ende November konnte er im Gemeinschaftsraum des „Hauses der Vereine“ über 30 Vereinsvertreter zu einer Zusammenkunft begrüßen.
Am Beginn standen zunächst einige Mitteilungen des Bürgermeisters. Er verwies darauf, dass die Stadt Neustadt (Hessen) auch im Jahre 2019 wieder Fördermittel für kultur- und sportreibende Vereine bereitstellen werde. Zudem werde es die gewohnte Investitionsförderung geben. „Gegenwärtig sind wir in einer Situation“, so der Bürgermeister, „dass wir hier keine Kürzungen vornehmen müssen.
Wir wissen, welch wertvolle Arbeit in unseren Vereinen, Verbänden und Vereinigungen geleistet wird und wollen diese – im Rahmen des uns Möglichen – unterstützen.“ Auch der städtische Bauhof wird den Vereinen bei Bedarf wieder helfend zur Seite stehen.
Kurz ging Thomas Groll auf die aktuellen Sachstände beim „Haus der Begegnung“ und dem Freibad ein. Sein Fazit lautete „Wir liegen im Plan“. Er geht davon aus, dass das neue Kultur- und Bürgerzentrum Mitte 2020 eingeweiht wird. Bezüglich des „Jugendheimes“ konnte er noch keinen neuen Sachstand mitteilen, da es hier noch Gespräche mit dem Denkmalschutz zu führen gäbe bevor klar sei, wohin die Reise letztlich gehe. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter zeigen ihre Vielfalt

Gemeinwesenarbeit will mit Plakataktion ein Zeichen setzen • Rund 50 Bürger nahmen teil
„ln den vergangenen Monaten ist viel Negatives hochgekocht“, sagt Annika Schlüter von der Gemeinwesenarbeit Neustadt und ergänzt: „Wir wollen mit unserer Plakataktion etwas Positives dagegensetzen.“
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Rund 50 Bürger sind auf Plakaten der Gemeinwesenarbeit Neustadt zu sehen – ein Teil von ihnen mit stark politisch geprägten Sprüchen. Die Entscheidung, mit was für einer Botschaft sie abgebildet werden, habe jeweils bei ihnen gelegen, betont Martin Methfessel, ein Mitarbeiter der Gemeinwesenarbeit, deren generelles Ziel es war, die Vielfalt der Menschen in der Stadt abzubilden.
Und so ist beispielsweise Ortsvorsteher Klaus Groll auf seinem Traktor zu sehen – mit dem Spruch: „Ehrenamt ist unbezahlbar.“ Hermann Schulze ließ sich im Kreis seiner Familie ablichten: „Wir sagen Ja zu Neustadt mit seiner Vielfalt.“ Roswitha Trümpert, die Vorsitzende des Arbeitskreises Straßenmalerfestival, ist indes mit einer doppeldeutigen Botschaft zu sehen, die politisch gefärbt ist: „Die Stimmung schwärzt sich braun? Ich aber mag es lieber bunt!“ Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr teilen mit: „Wir sind die heißeste Truppe.“ Eine syrische Familie freut sich, dass ihre Kinder jetzt in Sicherheit leben können. „Neustädter zeigen ihre Vielfalt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Weihnachts-Wunderland im Kindergarten „Sonnenschein“

Zahlreiche Besucher konnten Samstag, den 24. November im weihnachtlich geschmückten Kindergarten „Sonnenschein“ Selbstgemachtes wie Leuchtdeko, Holzarbeiten, Kränze, Tee, Schmuck,
Plätzchen und Liköre von Anbietern aus Neustadt und Umgebung bestaunen und käuflich erwerben. Bei Kaffee, Kuchen und Waffeln konnte man sich für den Bummel stärken. Die Vorstellung der Kindergartenkinder, die Lieder und Gedichte vortrugen, versetzte
auch den letzten Besucher in weihnachtliche Stimmung. Um 16 Uhr wurde ein selbst hergestelltes Lebkuchenhaus an den Meistbietenden versteigert.
Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden, besonders den Kindern, bedanken, denn ohne sie wäre unser Basar nur halb so schön geworden. Vielen Dank allen Kuchenbäckern und Kaffeeverkäufern, die für das leibliche Wohl sorgten. Ebenso gilt der Dank allen Anbietern, die mit ihren verschiedenen Waren in toller Atmosphäre für ein vielfältiges Einkaufsvergnügen sorgten.
Ein ganz besonderes Dankeschön an die Erzieher des Kiga „Sonnenschein“, die seit Wochen mit viel Begeisterung, kreativen Ideen und unermüdlichem Schaffen diesen Basar ermöglichten. Eine stimmungsvolle Weihnachtszeit wünscht allen
das Team des Kiga „Sonnenschein“

Magistrat besprach Haushaltsentwurf 2019 und führte Vor-Ort-Termine durch

Am 27. November 2018 fand eine ganztägige Sitzung des Magistrates statt. Am Vormittag besprachen die Stadträtinnen und Stadträte gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll, den Fachbereichsleitern Holger Michel und Thomas Dickhaut sowie der Haushaltssachbearbeiterin Gitta Kurz den Entwurf des städtischen Haushaltes 2019. Dieser wird ein Volumen von rund 17,6 Mio. Euro haben. Bürgermeister Thomas Groll konnte dem Magistrat mitteilen, dass auch das Zahlenwerk für das kommende Jahr „recht erfreulich“ ausfalle. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 17. Dezember 2018 wird der Bürgermeister in seiner Funktion als
Kämmerer den Haushalt 2019 einbringen und seine rund einstün- dige Haushaltsrede halten. Dabei wird er auch eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation der Kommune vornehmen und einen Blick in die kommenden Jahre werfen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Ein anderer Fördertopf kann helfen

Neustadts Bürgermeister ist vorsichtig optimistisch, dass Umgestaltung des Bürgerparks 2019 beginnt
Neustadt bekommt weiteres Geld aus dem Programm „Soziale Stadt“. Damit will Bürgermeister Thomas Groll im wahrsten Sinne des Programms soziale Impulse für das Zusammenleben setzen.
von Michael Rinde
Neustadt. 200 000 Euro für weitere Projekte stehen seitens des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ für Neustadt zur Verfügung. Seit dem Jahr 2015 hat Neustadt damit aus diesem Programm und aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ rund 5,5 Millionen Euro Fördergelder bekommen.
Wie die OP schon mehrfach berichtete, fließt der weitaus größte Teil in den Neubau des Kultur- und Bürgerzentrums anstelle des „Hauses der Begegnung“.
Dieses Großprojekt allein soll es aber nicht sein, was Neustadt im nächsten Jahr baulich verändern wird. Zwei Spielplätze sind schon neu entstanden, in der Leipziger Straße wie auch der Emil-Rössler-Straße. „Ein anderer Fördertopf kann helfen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt (Hessen) investiert in Waldwegebau

Die Stadt Neustadt (Hessen), so Bürgermeister Thomas Groll und Förster Klaus Schild, betreibe nicht nur Holz- sondern eine multifunktionelle Forstwirtschaft. Das heißt, dass bei der Bewirtschaftung des Kommunalwaldes auch ökologische Aspekte und Freizeitbedürfnisse der Bürgerschaft Berücksichtigung fänden. Um den Wald beispielsweise auch für Spaziergänger und teilweise auch Radfahrer zu erschließen, investiere die Kommune in den Waldwegebau mehr als für die Holzbergung notwendig sei.
2018 habe die Stadt Neustadt (Hessen) 53.000 Euro für den Waldwegebau aufgebracht. Hierzu habe sie einen Zuschuss in Höhe von
30.000 Euro aus Mitteln des Landes, des Bundes und der Europäischen Union erhalten.
In sieben Teilstücken seien insgesamt 6,2 km Waldwege grundhaft instandgesetzt worden und könnten nun als „neuwertig“ bezeichnet werden, so Klaus Schild. Die hierfür erhaltene Förderung stehe den Waldeigentümern alle zehn Jahre zur Verfügung. Die Teilstücke befinden sich sowohl in der Neustädter Kernstadt als auch in Momberg und Mengsberg. Daneben wurden zwei Kilometer Gräben geräumt und allgemeine Wegepflege betrieben. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

„Ab und zu mal auf den Tisch klopfen“

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering referierte über Altkanzler Helmut Schmidt
Mehr als 130 Zuhörer im Momberger Dorfgemeinschaftshaus waren beeindruckt von Franz Münteferings Ausführungen zum Leben Helmut Schmidts, der jetzt 100 Jahre alt geworden wäre.
von Klaus Böttcher
Momberg. Das Trio Semplice eröffnete den Nachmittag, eine weitere Veranstaltung im Rahmen der zeitgeschichtlichen Reihe. Sie spielten das traditionelle Steigerlied „Glück auf, Glück auf“ – und nach der Begrüßung durch den Bürgermeister „Hamburger Erinnerungen“. Franz. Müntefering sang voller Inbrunst mit.
Zu Beginn bedankte sich der Landwirtssohn aus dem Hochsauerland bei den Musikern. Diese hätten genau seine Lieblingslieder gespielt und Krawatten mit der richtigen Farbe getragen – rot. Das Farbenspiel konterte am Ende des Nachmittags Neustadts Bürgermeister Thomas Groll. Er bedankte sich beim Trio Semplice und stellte fest, dass die Anzüge der Musiker die richtige Farbe haben – schwarz. „„Ab und zu mal auf den Tisch klopfen““ weiterlesen