Der Fußball soll „fairbinden“

 

Neustadts Jugendpflege veranstaltete ein besonderes Turnier und loste die Teams aus

Freitags bietet die Jugendpflege des bsj einen Fußballtreff an. 20 bis 30 Jugendliche aus Neustadt

und Stadtallendorf kommen zumeist. Ihnen erfüllte Lars Kietz nun den Wunsch nach einem Turnier.

Neustadt. „Es kommt nicht nur auf den Fußball an, sondern auch auf das soziale Miteinander“, betont Neustadts Jugendpfleger Lars Kietz. Entsprechend sollte das Turnier für 12- bis 18-Jährige mehr als eine sportliche Herausforderung sein.

Aus diesem Grund beschloss er, dass die Jugendlichen keine Teams anmelden, sondern nur ihre Teilnahme ankündigen konnten. 18 Neustädter und 17 Stadtallendorfer folgten dem Ruf – letztere in Begleitung von Stadtallendorfs Streetworker Sebastian Habura, dem Vorgänger von Kietz als Jugendpfleger in Neustadt. Daran zeigt sich, dass die beiden jungen Männer ihre Ankündigung umsetzen, die Kooperation zwischen dem Streetworkprojekt Stadtallendorf und der Jugendpflege Neustadt auszuweiten.

Die Mannschaften wurden per Losverfahren zusammengestellt. „Auf diese Weise entstanden Teams, die sich von alleine in dieser Konstellation wahrscheinlich nicht ergeben hätten“, berichtete Kietz und freute sich, dass es so zu einer „bunten Mischung aller Altersgruppen und Heimatorte“ kam.

So sei zum einen dafür gesorgt worden, dass alle Spieler integriert wurden und die gleichen Voraussetzungen hatten.

Zum anderen stehe so die Fähigkeit, sich auf andere Mitspieler einzulassen und ein Team zu finden im Vordergrund und es komme weniger auf individuelle Talente an. „Es mussten auch Grenzen in den Köpfen überwunden werden“, sagte Kietz und erläuterte: „Durch gemeinsame Aktivitäten und

Intergruppenkontakte kommt es zum Abbau von Vorurteilen sowie der Erweiterung des eigenen Horizonts. Die Fähigkeit sich auf bisher Unbekannte (s) einzulassen und die Toleranz gegenüber anderen Lebenskonzepten wird durch das Aufeinandertreffen und ein gemeinsames Ziel innerhalb der Teams gestärkt.“ Zudem mussten die Spieler selbst über Foulspiele entschieden: „Hier stand die gemeinsame Reglung von Konfliktsituationen im Vordergrund.“ Folge sei gewesen, dass die Spieler nahezu aufs Foulspielen verzichtet hätten.

Als Sieger gingen „Die Schlümpfe“ vom Feld-und das in neuen Trainingsshirts. Auf Platz zwei und drei folgten „Fenerbahce“ und „The Fizzles“.

 

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