Die Dorfentwicklung kann kommen

Am 14. März findet die Auftaktveranstaltung statt • Land Hessen stellt Stadtteilen Geldmittel zur Verfügung
Mit ihrem Engagement bei „Unser Dorf hat Zukunft“ haben die Bürger von Momberg, Mengsberg und Speckswinkel eine gute Grundlage für das Programm „Dorfentwicklung“ geschaffen.
Neustadt. Seit Herbst des vergangenen Jahres wissen die Mengsberger, Speckswinkler und Momberger, dass sie ihre Heimatorte mit der Unterstützung durch Landesmittel für die Zukunft fitmachen können. Damals kam die frohe Kunde von Staatsministerin Priska Hinz, dass Neustadts Stadtteile in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen werden. Nun geht es langsam los.
Anfang Januar entschied der Magistrat nach Rücksprache mit einer Lenkungsgruppe, dass das Kasseler Büro für Regionalentwicklung und Stadtplanung „akp“ die Erarbeitung des für die Teilnahme am Programm notwendigen „Integrierten Entwicklungskonzeptes“ übernehmen soll. Das Büro betreut in Neustadt bereits das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ und ist mit der konzeptionellen Weiterentwicklung der Seniorenarbeit befasst. Dies, so Bürgermeister Thomas Groll, sei eine gute Voraussetzung für die weitere Arbeit. Es sei schließlich notwendig, das Dorfentwicklungsprogramm mit verschiedenen anderen bereits laufenden Vorhaben zu verknüpfen. „Wir werden nur dann Erfolg haben, wenn wir alle Prozesse miteinander verbinden und nicht jede Entwicklung separat für sich betrachten“, betonte Groll.

Seit Mitte Januar besprechen der Bürgermeister, Guendalina Balzer von der kommunalen Stabsstelle für Regional-, Stadt- und Dorfentwicklung, Heike Brandt und Sonja Kunze vom akp-Büro das weitere Vorgehen. Eingebunden darin ist auch Mena Söhlke vom Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf.
Die Gruppe hat bereits erste Daten zusammengetragen und ausgewertet. Mitte Februar fand ein Gespräch mit den Ortsvorstehern Jörg Grasse, Karlheinz Kurz und Karl Stehl statt, um die Termine festzuzurren: Am Mittwoch, 14. März, findet ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Momberg die Auftaktveranstaltung zur Dorfentwicklung statt. Dabei sollen den Bürgern das Dorfentwicklungsprogramm näher vorgestellt und die weitere Vorgehensweise sowie der Zeitplan erläutert werden. Zudem ist vorgesehen, an diesem Abend „locker“ über erste inhaltliche Schwerpunkte zu reden. Es sei wichtig, die Bürger von Anfang an mit einzubeziehen, betont Groll.
Danach stehen Ortsrundgänge mit anschließenden Kurzworkshops an. Los geht es in Momberg am 4. April ab 16 Uhr (Treffpunkt Dorfgemeinschaftshaus). Der Rundgang durch Speckswinkel steht am 5. April an (Treffpunkt 17 Uhr am Zollhof), Mengsberg ist am 23. April (16 Uhr, Grillhütte) an der Reihe.
„Gestalten wir gemeinsam unsere Zukunft. Machen Sie mit und bringen Ihre Ideen in den Planungsprozess ein“, lautet der
gemeinsame Appell von Thomas Groll und den drei Ortsvorstehern – die heraussteilen, dass sich möglichst alle Altersklassen beteiligen sollten, „denn Dorferneuerung geht alle Generationen an“.
Groll freut sich über die „große • Chance für die gesamte Kommune“. Neben dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ für die Neustädter Kernstadt bestehe nun schließlich auch die Möglichkeit, die Stadtteile mit finanzieller Unterstützung des Landes „fit für die Zukunft“ zu machen.

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