Gold-Dorf trifft schon wieder Vorbereitungen

Bis zum 6. Februar 2014 müssen die „Bewerbungsunterlagen für den „Europäischen Dorferneuerungspreis“ in Österreich sein

Mengsberg geht weitere Schritte in Richtung Bio­energiedorf. Eine Mach­barkeitsstudie zeigte grünes Licht – was auch ein Faktor im Zuge der Vorbereitungen auf den „Europäischen Dorf­erneuerungspreis“ ist.

von Alfons Wieber

Mengsberg. „Das Land Hessen hat uns um unsere Teilnahme gebeten“, berichtete Ortsvor­steher Karlheinz Kurz den Mit­gliedern des Ortsbeirates, als es in der letzten Sitzung des Jahres noch einmal um die Teilnahme am „Europäischen Dorferneue­rungspreis 2014″ ging. Vier Dör­fer waren in Frage gekommen, Mengsberg galt nach dem Ge­winn des Bundeswettbewerbes von „Unser Dorf hat Zukunft“ jedoch ohnehin als Favorit.

Nun macht sich der Neustäd­ter Stadtteil schon wieder an die Arbeit: Bereits am 16. Januar 2014 findet das nächste Treffen des Mengsberger Arbeitskreises statt, der die Vorbereitungen be­sprechen soll – bis zum 6. Feb­ruar müssen die „Bewerbungsunterlagen“ schließlich bei der internationalen Jury in Öster­reich vorliegen.

Vier Arbeitsgruppensitzungen sind bis zu diesem Termin ge­plant. „Danach kommt wieder einiges an Arbeit und Vorberei­tung für die wieder stattfinden­de Dorfbegehung und die Prä­sentation unserer Besonderhei­ten auf uns zu“, kündigte Kurz an. „Es wäre schön, wenn sich noch einige Mitstreiter finden würden, die den Arbeitskreis unterstützen“, hob Karl-Heinz Waschkowitz hervor.

Die internationale Jury wird sich schon im März zu einer ers­ten Sichtung der eingereichten Unterlagen aller Wettbewerbs­teilnehmer treffen. Für den Zeitraum Mai und Juni ist dann die Bereisung der Teilnehmer­orte durch die Jury-Gruppen vorgesehen. Die ersten Bewertungssitzungen folgen im Ju­ni und Juli. Nach der Entschei­dung wird die Preisverteilung im September 2014 in Vals in der Schweiz, dem Siegerort von 2012, vorgenommen.

In diesem Zusammenhang sind natürlich auch die Bioener­gie-Pläne Mengsbergs ein wich­tiger Faktor. In der Machbar­keitsstudie eines Ingenieurbü­ros war die Möglichkeit einer Versorgung von Mengsberg mit Nahwärme als positiv und lu­krativ bewertet worden. „Mitt­lerweile sind die Mitglieder un­serer Projektgruppe Bioenergie­dorf wieder in Mengsberg un­terwegs, um den Hauseigentü­mern Informationen zur An­schlussart, Möglichkeiten der Energiegewinnung und die po­tentiellen Anschlusskosten zu geben“, berichtet Kurz.

Dabei sollen die Anschlusswil­ligen gleichzeitig eine Absichts­erklärung unterzeichnen, damit die Projektgruppe einen Über­blick bekommt, wie viele Bür­ger überhaupt bereit wären, auf Bioenergie umzustellen. Ein weiterer Schritt wäre dann die Gründung einer Energiegenos­senschaft Mengsberg. „Wenn alles gut läuft und keine unvor­hersehbaren Hindernisse auf uns zu kommen, kann bereits im Spätsommer 2014 mit der Umsetzung begonnen werden“, prognostizierte Kurz. Als Ziel hat sich die Projektgruppe gesetzt, bereits im Winter 2015/2016 ei­nen Teil der Anschlusswilligen oder im günstigsten Falle auch schon alle mit Nahwärme ver­sorgen zu können.

Während im kommenden Jahr also der „Europapokal“ ansteht, ist ein weiterer Termin bereits vorgemerkt. Im Jahr 2019 wird Mengsberg 725 Jahre alt – und will dies entsprechend feiern.

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