Kreis will Schule verkaufen

Stadt hat kein Interesse an dem Gebäude in Speckswinkel

„Wirtrennen uns lieber von sanierungsbedürftigen Gebäuden, als uns neue zu kaufen“, kommentiert Bürgermeister Thomas Groll die Pläne des Kreises, das ehemalige Speckswinkler Schulgebäude zu verkaufen.

von Florian Lerchbacher

Speckswinkel. Lange ist es nicht her, da tobten noch Grundschüler über das Speckswinkler Schulgelände. Aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen schloss der Landkreis jedoch die Einrichtung zum Schuljahresbeginn 2013/2014 – und will nun das als Einzeldenkmal gelistete Gebäude veräußern.

„Da wir im Moment in den Verkaufsverhandlungen stehen, können wir nur sagen, dass es Angebote gibt. Näher ausführen können wir diese Information jedoch nicht“, teilt Pressesprecher Stephan Schienbein mit.

Fakt ist, dass der Kreistag auf Grundlage des Schulentwicklungsplanes beschloss, die ehemalige Grundschule zu entwidmen und den Kreisausschuss mit der Veräußerung beauftragte.*

Schienbein berichtet, dass die „Bürgerinitiative Speckswinkel“ im Juli 2013 ein Konzept vorgelegt habe, um das Schulgebäude zum „Haus der Begegnung“ umzufunktionieren. Die Initiative habe geplant, Grundstück und Gebäude durch einen Träger anmieten oder kaufen zu lassen. Es habe einen Kontakt mit Hephata und der Stadt Neustadt und anschließend sogar Ortstermine gegeben.

Es sei aber nicht für diesen Zweck geeignet gewesen, daher habe es eine Absage an den Kreis gegeben, kommentiert Neustadts Bürgermeister Thomas Groll und ergänzt, dass zudem hohe Umbaukosten entstanden wären. Dann sei die Idee aufgekommen, die Begegnungsstätte im Zollhof einzurichten. Es habe sich aber gezeigt, dass trotz der verbesserten Mobilität der Senioren immer noch eine gewisse Immobilität herrsche – will heißen: Die Senioren seien zwar mobiler als früher, aber zu speziellen Veranstaltungen extra nach Speckswinkel zu fahren, komme nicht in Frage: „Also werden wir weiterhin sowohl in der Kernstadt als auch in den Stadtteilen eigene Seniorentreffpunkte aus- richten“, fasst der Bürgermeister zusammen.

Entsprechend muss der Landkreis weiterhin darauf hoffen, einen Käufer zu finden. Bis dahin ist die weitere Bewirtschaftung der ehemaligen Grundschule mit jährlich 25 000 Euro im Kreishaushalt veranschlagt.

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