Magistrat arbeitet an neuem Konzept

Neustadt erwägt Veränderung der Betreuungszeiten in Kindergärten Neustadt-Botschafter ernannt
Neustadt. Die Zeichen stehen gut, dass die Stadt Neustadt in ihren Kindergärten die Betreuungsangebote erweitert. Derzeit wird an einem Konzept gearbeitet, das im Fachausschuss erörtert werden soll.
von Bodo Ganswindt
Die SPD-Fraktion hatte der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag vorgelegt, der auf die Ausweitung der Betreuungszeiten in den städtischen Kindergärten abzielt. Allerdings wurde die Initiative der Sozialdemokraten zurückgestellt, weil der Magistrat inzwischen umfangreiche Recherchen in dieser Angelegenheit vornimmt.
Hans-Gerd Gatzweiler (SPD) wies darauf hin, dass seine Fraktion auf die Ergebnisse einer Befragung von Eltern mit der Forderung nach veränderten und verlängerten Öffnungszeiten der Kindergärten reagiert habe. Zu wünschen sei eine deutliche Erleichterung für die betroffenen Eltern, und zwar zu vertretbaren Preisen. Die Balance zwischen den Wünschen der Eltern und deren Finanzierbarkeit sei auch abhängig von der Zahl der angemeldeten Kinder. Bei wenigen Anmeldungen sei auch die Etablierung eines Tagesmutter-Angebotes in Erwägung zu ziehen.
Für Gatzweiler ist klar, dass auch die Kosten steigen, wenn das Angebot erweitert werde. Die systematische Einbeziehung der Eltern bei der Entwicklung eines Konzeptes werde von der SPD-Fraktion begrüßt.
„Das Thema der Erweiterung von Betreuung ist in aller Munde“, sagte Bürgermeister Thomas Groll und gab zu bedenken: „Ausführende sind jeweils die Kommunen, die dafür auch das Geld benötigen.“ Der Magistrat sei der Meinung, es gebe Möglichkeiten, die Angebote zu erweitern. „Wir erheben zurzeit Daten über räumliche und personelle Voraussetzungen und haben Gespräche mit den Kindergartenleiterinnen geführt“, sagte Groll. Aus seiner Sicht gehe es darum, Antworten auf die Fragen zu finden „Wo werden wir die Angebote machen?“ und „Werden wir sie finanzieren können?“ Denn ein Mehr an Betreuung ziehe auch ein Mehr an Gebühren nach sich. „Wir können nicht nur Wünsche erfüllen.“
Der Bürgermeister kündigte an, dass für Ende September beziehungsweise Anfang Oktober zu vier Elternversammlungen eingeladen wird, in denen das Thema erörtert werde.
Der Magistrat will laut Groll bis zur nächsten Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses ein Konzept vorlegen.
Das Stadtoberhaupt rechnet damit, dass es während der Umsetzung eines neuen Konzeptes „holpern“ wird. Anfang 2008 sollen die ersten Erfahrungen ausgewertet werden.
■ Die Stadt Neustadt ernannte und ehrte in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung zwei neue Neustadt-Botschafter. Den Namen darf tragen, wer mehr als zehn Neustädte besucht hat. Klaus Beck und Reiner König haben sich diesen Titel gar erradelt. Die beiden Mitglieder des Radfahrvereins Neustadt erhielten von Ehrenstadtrat Ludwig Dippel, der Mitglied im Koordinierungsausschuss der Arbeitsgemeinschaft Neustädte in Europa ist, Ehrenurkunden und Frotteetücher.

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