Neustädter Mitteilungsblatt

Stadt Kirchhain interessiert sich für Waldkindergarten Neustadt

Auch in der Nachbarstadt Kirchhain gibt es Bestrebungen, einen Waldkindergarten einzurichten. Aus diesem Grunde waren Bürgermeister Olaf Hausmann und die Fachbereichsleiterin für Soziales Sabine Balzer kürzlich zu einem Besuch nach Neustadt gekommen.
Gemeinsam erläuterten Bürgermeister Thomas Groll und Kindergartenleiterin Adina Brünjes den bisherigen Werdegang der Einrichtung und gaben Auskunft darüber, was in den letzten Jahren gut gelaufen ist und wo es gerade in der Anfangsphase – im Nachhinein betrachtet – Optimierungsbedarf gäbe.
Bürgermeister Thomas Groll vertrat die Auffassung, dass sich der Waldkindergarten inzwischen sehr gut in die kommunalen Betreuungseinrichtungen eingefügt habe und dabei ein besonderer „Baustein“ sei. Er erzählt auch davon, dass es aufgrund der Aktivitäten einer Elterninitiative nunmehr zum Beginn des neuen Kindergartenjahres 2021/22 eine weitere Gruppe geben solle.
Sein Amtskollege Olaf Hausmann zeigte sich angetan von dem, was er gesehen hat. Die Kinder, so Kirchhains Bürgermeister, seien augenscheinlich mit Begeisterung im Wald unterwegs und er habe den Eindruck gewonnen, dass ihnen das Spiel an der freien Natur sehr viel Freude bereite. Die Stadt Kirchhain wolle ihre diesbezüglichen Aktivitäten nun vorantreiben und beide Bürgermeister vereinbarten, (nicht nur) bezüglich des Waldkindergartens in einem engen Austausch zu bleiben. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblat

Mengsbergs Dorfchronist Walter Gömpel wird 90

Am 4. April 2021 vollendet Walter Gömpel aus Mengsberg sein 90. Lebensjahr. Der Landwirt hat sich im Laufe seines Lebens vielfältig in seinem und für sein Heimatdort engagiert. So gehörte er 30 Jahre dem Kirchenvorstand an und war Verwalter der Friedhofskasse. In
Würdigung dieser Arbeit wurde er zum Kirchenältesten ernannt. Gemeinsam mit den damaligen Kirchenvorständen setzte er sich für den Bau des neuen Pfarrhauses und der Friedhofshalle ein. Auch im genossenschaftlichen Bankwesen war er aktiv und vertrat Mengsberger Interessen 30 Jahre im Vorstand bzw. Aufsichtsrat der Raiffeisenbank. Zunächst im Heimatdorf, dann nach Fusionen in Treysa und Alsfeld. Im Vorstand der Jagdgenossenschaft war er drei Jahrzehnte Schriftführer und auch bei der Freiwilligen Feuerwehr war er aktiv und gehört nun der Alters- und Ehrenabteilung an.
Nach den Worten von Bürgermeister Thomas Groll und Ortsvorsteher Karlheinz Kurz hat sich Walter Gömpel, dem gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna zwei Töchter geschenkt wurden, Verdienste um die Historie Mengsbergs erworben. Seine diesbezüglichen Forschungen waren etwa Grundlage für das Brandfest 1975. Zum 700- jährigen Dorfjubiläum 1994 erschien eine Chronik, für die er viele Daten erhob und geschichtliche Zusammenhänge erfasste, die dann gemeinsam mit Michael Rudewig weiterbearbeitet wurden. Als Mitglied des Heimat- und Verschönerungsvereines regte er Fahrten und Wanderungen zu den „Drei-Märker-Steinen“ in der Mengsberger Gemarkung an und gab bei den Zusammenkünften mit den Nach- bardörfern immer wieder fachkundige Erläuterungen ab. Er trug so dazu bei, dass diese historischen Stätten nicht in Vergessenheit geraten.
Thomas Groll und Karlheinz Kurz danken Walter Gömpel für sein Engagement für Mengsberg und sind sicher, dass insbesondere seine historischen Aufarbeitungen auch für zukünftige Generationen von Bedeutung sein werden. Zu seinem Geburtstag wünschen sie ihm insbesondere Gesundheit. „Neustädter Mitteilungsblat“ weiterlesen

Die Stadtverordneten der SPD

Sebastian Sack
Grasse Jörg
Hans-Gerhard Gatzweiler
Karl Heinz Waschkowitz
Anke Stark
Jürgen Kaufmann
Susanna Wilhelm

Magistratsmitglieder (noch nicht gewählt)

Stephani Schmitt
Thomas Horn
Andrea Bauscher

Mit Zuversicht in die nächste Legislaturperiode

Die Wähler haben uns 20.436 Stimmen gegeben, dadurch erhalten wir 7 Sitze in der neuen Stadtverordnetenversammlung und verlieren einen Sitz. Dies hätten wir uns natürlich gerne anders gewünscht. Die politische Großwetterlage, die gute Arbeit des Bürgermeisters und die geringen Möglichkeiten für einen guten Wahlkampf haben nach unserer Auffassung dazu geführt.

Wir bedanken uns für Ihre Stimme!

Die von uns aufgestellte Liste, die es auch neuen und jungen Kandidaten ermöglichen sollte in die Arbeit einzusteigen, hat der Wähler auf den Kopf gestellt. Die Kandidaten aus Momberg wurden bei der CDU und uns deutlich nach oben gewählt. Die Kernstadt ist unterrepräsentiert, Speckswinkel hat keine Vertreterin mehr im Parlament.
Deshalb haben wir der CDU vorgeschlagen, den Magistrat von 7 auf 9 Personen auszuweiten, damit auch die Kernstadt besser vertreten ist.
Wir werden für den Magistrat Stephani Schmitt, Thomas Horn und Andrea Bauscher vorschlagen.
Dadurch rückt Susanna Wilhelm aus Mengsberg in das Parlament nach.

Wahlergebnis Listenplatz SPD –

Summe Kandidaten-Stimmen 20.436 30,22%

1 17 Sebastian Sack, SPD                      1.608       7,87%
2 3 Jörg Grasse, SPD                               1.581        7,74%
3 1 Hans-Gerhard Gatzweiler, SPD   1.358       6,65%
4 5 Stephani Schmitt, SPD                   1.145        5,60%
5 4 Karl Heinz Waschkowitz, SPD     1.118         5,47%
6 9 Anke Stark, SPD                                1.091         5,34%
7 15 Jürgen Kaufmann, SPD                1.003        4,91%
8 8 Susanna Wilhelm, SPD                     997         4,88%
9 10 Andrea Bauscher, SPD                   986         4,82%
10 7 Thomas Horn, SPD                           902         4,41%
11 20 Markus Stern, SPD                         880        4,31%
12 6 Yasmin Klumbies, SPD                   847         4,14%
13 13 Reiner Bieker, SPD                         809         3,96%
14 16 Thomas Ripken, SPD                    786         3,85%
15 2 Christina Hock, SPD                        785         3,84%
16 12 Lukas Ebel, SPD                              718          3,51%
17 14 Christian Darga, SPD                    651          3,19%
18 19 Carsten Schmitz, SPD                 640          3,13%
19 11 Stefan Ulrich, SPD                          577         2,82%
20 22 Anita Ochs, SPD                            565         2,76%
21 18 Daniella Csertöi-Schenk, SPD 544        2,66%
22 23 Ella Milewski, SPD                        458         2,24%
23 21 Gerhard Koch, SPD                      387          1,89%

Nächster Halt?

Stadt ärgert sich über Bahnhofsinvestor und die Verzögerungen / Unternehmen fordert mehr Geduld
Von Florian Lerchbacher
eustadt. Zwei Jahre ist es ziemlich genau her, dass Stefan Steinert von der Aedificia GmbH den Stadtverordneten seine Pläne für das erworbene Bahnhofsgebäude vorstellte. Er teilte damals unter anderem mit, dass es die Überlegung gebe, in dem roten Backsteingebäude ein Backpacker-Hotel unterzubringen und andere kleine Geschäfte. Dabei betonte er, dass sein Unternehmen zwar den Kauf mit Eigenmitteln umgesetzt habe, Banken aber für Renovierungen erst Geld zur Verfügung stellen würden, wenn er potenzielle Mieter für mindestens 70 bis 80 Prozent der Räume gefunden habe.

Seitdem hat sich allerdings nichts getan, bedauert Bürgermeister Thomas Groll – seine Kommune steht damit im Landkreis aber nicht alleine: Beim Bahnhofsgebäude in Biedenkopf geht’s sogar schon seit fünf Jahren nicht voran. Problem sei, dass er noch nicht einmal regionale Bäckereien oder Metzgereien finde, die sich in Neustadts Bahnhofsgebäude einmieten wollen, sagt Steinert auf Anfrage dieser Zeitung – die damit mehr Austausch mit dem Investor hat, als die Stadt. Er schreibe ihm regelmäßig, erhalte aber seit Mitte des Jahres 2020 keine Antworten, moniert Groll und ergänzt, dass nun sogar der postalisch zugestellte Gebührenbescheid in Sachen wiederkehrende Straßenbeiträge als unzustellbar zurückgekommen sei. „Nächster Halt?“ weiterlesen

Das Soziale bekommt Ausschuss zurück

Die Fraktionen planen Umstrukturierungen: mehr Ausschüsse und Magistratsmitglieder
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Beschlossene Sache sind die geplanten Veränderungen für Neustadts Kommunalpolitik noch nicht, doch die Fraktionen haben sich bereits größtenteils untereinander verständigt und geeinigt – und werden ihre Anliegen daher wohl auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf den Weg bringen.

Die Gründe sind simpel: Zum einen wollen die Fraktionen das gute Miteinander der vergangenen zehn Jahre pflegen und entsprechend aufeinander weiter eingehen. Zum anderen hat die CDU aber auch gleichzeitig die absolute Mehrheit erlangt – übrigens als einzige Partei oder Wählergruppe im ganzen Landkreis – entsprechend könnte sie zumindest ihre Anliegen nicht nur beantragen, sondern gleich auch durchsetzen (was sie aber nach Angaben der Mitglieder eigentlich nicht tun möchte, im Notfall aber auch mal tun würde). „Das Soziale bekommt Ausschuss zurück“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Erster Auftritt des Landestheaters im Kultur- und Bürgerzentrum abgesagt

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie kann der für den 9. April 2021 geplante Auftritt des Hessischen Landestheaters Marburg im neuen Kultur- und Bürgerzentrum der Stadt Neustadt (Hessen) nicht stattfinden. Bürgermeister Thomas Groll bedauert dies sehr, sieht aber aus Gründen der Verantwortung und Gesundheit keine andere Möglichkeit.
„Wir hoffen sehr, dass es im Laufe des zweiten Halbjahres zu spürbaren Verbesserungen kommt und man dann schrittweise wieder kulturelle Veranstaltungen in unserem neuen Kultur- und Bürgerzentrum anbieten kann. Bis dahin werden wir dort – Stand heute – nichts anbieten können und auch unsere immer gern besuchten historischen Erinnerungs- und Gedenkveranstaltungen werden wir in diesem Jahr wohl erneut nicht durchführen können. Dies bedauere ich sehr und hoffe, dass nach der pandemiebedingten Zwangspause alles wieder ins Laufen kommt und wir dann wieder zur „Normalität“ zurückfinden.“
Investive Vorhaben 2021/22 laufen an
Nachdem im Februar der Haushalt 2021 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, laufen nun Schritt für Schritt die investiven Vorhaben 2021/22 an.
Für den Anbau eines sechsten Gruppenraumes an die Kindertagesstätte in der Allee liegt mittlerweile die Baugenehmigung ebenso vor wie für den Umbau des alten Kindergartens in Momberg zu einem multifunktionalen Haus und den Umbau des Jugendraumes in Speckswinkel zu Umkleiden für die Freiwillige Feuerwehr.
Die beauftragten Planer, so Bürgermeister Thomas Groll, haben in Abstimmung mit dem Fachbereich II Bauen, Planen, Umwelt ihre Arbeit aufgenommen und werden in der Folge – je nach Sachstand der Maßnahme – Ausschreibungen vorbereiten.
Die Förderkulissen für die Vorhaben stehen bereits.
Für den Erwerb eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die FFw Speckswinkel wurde zwischenzeitlich eine Arbeitsgruppe aus Feuerwehr und Verwaltung eingesetzt. Dieses Vorgehen hat sich über die Jahre bewährt.
Im Hinblick auf die Schaffung eines Gemeinschaftshauses für Mengsberg stehen die Zeichen nun auf Neubau. Der Landkreis hat erklärt, dass das ehemalige Kindergartengebäude für die Betreuung unverzichtbar ist. Das Konzept für das Vorhaben wird nun finalisiert und dann mit dem Fördergeber abgestimmt.
„Alle diese Projekte dienen dazu, unsere Kommune weiter voranzubringen“, so Bürgermeister Thomas Groll. Es handele sich dabei ebenso um Pflichtaufgaben wie um freiwillige Leistungen im sozialen Bereich.
der dem Bürgermeister für die abermalige Unterstützung der Vereinsarbeit dankt.
Für Abbau, Transport und Aufstellung der Container am neuen Standort sowie alle damit zusammenhängenden Kosten sind im Übrigen die neuen Eigentümer zuständig.

Neustädter Trinitatis-Kirmes muss auch 2021 ausfallen

Vom 28. – 31. Mai 2021 hätte die 517. Neustädter Trinitatis-Kirmes in der „Lehmkaute“ gefeiert werden sollen. Wie Bürgermeister Thomas Groll mitteilt, hat sich die Kommune aufgrund der aktuellen Entwicklungen bei der Corona-Pandemie schweren Herzens dazu entschlossen, das traditionelle Heimatfest auch 2021 abzusagen.
„Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass in Friedenszeiten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren unsere Kirmes nicht stattfinden kann. Dies ist sehr traurig, aber aus Verantwortungsgründen leider so geboten. Ich bedaure sehr, dass Festwirt und Schausteller auch in diesem Jahr nicht nach Neustadt kommen können und hoffe sehr, dass sie diese schwere Zeit überstehen“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll.
Nachdem bereits der Hessentag in Fulda, die Salat-Kirmes in Ziegenhain oder der Kirschenmarkt in Gladenbach abgesagt wurden, hat sich auch die Stadt Neustadt (Hessen) zu einer frühzeitigen Absage der Trinitatis-Kirmes entschieden. „Wenn man die Inzidenzzahlen sieht und die Prognosen des Robert-Koch-Institutes aufmerksam verfolgt, dann muss man leider zum Schluss kommen, dass Ende Mai 2021 ein fröhliches Volksfest nicht möglich ist“, betont der Bürgermeister.

Land Hessen gibt Container ab

Auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms nach Deutschland hatte das Land Hessen 2015/2016 zahlreiche Container zur Unterbringung und für sanitäre Zwecke angeschafft. Jetzt werden sie einem neuen Zweck zugeführt. Insgesamt 70 einzelne Container sowie vier größere Containeranlagen gibt das Land unentgeltlich an hessische Kommunen ab. Mit der Abwicklung ist der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) beauftragt. Den Kommunen dienen sie künftig für unterschiedliche Zwecke, über welche die neuen Eigentümer individuell entscheiden werden.
Neustadts Bürgermeister Thomas Groll hatte sich dafür eingesetzt, dass die Kommune zwei Container erhält, die zukünftig auf dem Sportplatz „Ochsenwiese“ als Umkleiden dienen sollen. Dieser ist seit 2016 an den VfL Neustadt verpachtet, der dort mit finanzieller Hilfe von Land, Kreis und Kommune einen Kunstrasenplatz geschaffen hat.
Dass die Stadt Neustadt nun den Zuschlag für die beantragten Container erhielt freut nicht zuletzt den VfL-Vorsitzenden Klaus Busch,
Starke CDU. Starker Bürgermeister. Starkes Neustadt.

CDU Neustadt liegt kreisweit vorn – Miteinander der letzten Jahre soll fortgesetzt werden

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 nahm für die CDU Neustadt einen äußerst erfreulichen Verlauf. Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung erzielten die Christdemokraten und die auf ihrer Liste kandidierenden parteiunabhängigen Bewerberinnen und Bewerber rund 52 %. Das ist nicht nur das beste Ergebnis für die CDU in einer Stadt oder Gemeinde des Landkreises Marburg-Biedenkopf, sondern auch das einzige Mal, das eine Partei oder Wählergruppe im Kreis überhaupt eine absolute Mehrheit erzielte.
„Wir bewerten den Wahlausgang als Bestätigung unserer bisherigen Arbeit, als Zustimmung für unsere Kandidatinnen und Kandidaten, als Unterstützung für Bürgermeister Thomas Groll und als Zuspruch zum Programm der CDU für die kommenden fünf Jahre“, stellte Stadtverbandsvorsitzender Franz-W. Michels fest.
„Auf Basis der bisher erzielten Erfolge wollen wir die Kernstadt und die Stadtteile Schritt für Schritt weiterentwickeln. Wir müssen Neustadt dabei nicht neu denken, werden aber Themen wie familienfreundliches Neustadt, Mobilität, Klimaschutz und Digitalisierung zukünftig einen besonderen Stellenwert einräumen“, ergänzte Wolfram Ellenberg, der wie bereits 2016 die meisten Einzelstimmen erhielt.
„Unsere Fraktion ist weiblicher und deutlich jünger geworden. Wir werden „unsere Neuen“ von Anfang an einbinden, ihnen nach und nach Verantwortung übertragen und in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode bereits personell die Weichen für die Kommunalwahl 2026 stellen“, betonte der amtierende Fraktionsvorsitzende Hans-Dieter Georgi. Daran werde deutlich, dass man als CDU lang- und nicht kurzfristig denke.
Einziger Wermutstropfen ist, dass zukünftig kein Speckswinkler der Fraktion mehr angehört. Um dies „auszugleichen“ will man auch als Fraktion engen Kontakt zum Ortsbeirat des kleinsten
Neustädter Stadtteils halten.
Thomas Groll gratulierte den neugewählten Mandatsträgern und freute sich auf das Miteinander. Er rief dazu auf, dass konstruktive Miteinander in den städtischen Gremien unbedingt fortzusetzen. „Die Bürgerschaft erwartet von uns nicht nur, dass wir weiterhin der Motor der Neustädter Kommunalpolitik sind, sondern auch, dass wir gute Vorschläge der anderen Fraktionen prüfen und mittragen“, so Groll.
Die CDU nahm bereits erste Weichenstellungen für die neue Legislaturperiode vor. Zukünftig soll es drei Fachausschüsse geben. Der Fachausschuss I wird dabei wie bisher für Grundsatzfragen und Finanzen zuständig sein. Den Fachausschuss II wird man in Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz umbenennen. Damit wollen die Christdemokraten deutlich machen, dass das Thema Klimaschutz kontinuierlich bearbeitet werden soll. Neu geschaffen wird der Fachausschuss III für Soziales, Familie und Kultur. „Für eine attraktive Wohnstadt sind dies wichtige Aufgaben, ihnen wollen wir in der Ausschussarbeit mehr Raum als in der Vergangenheit geben“, erläutert Franz-W. Michels hierzu. Die Zahl der Ausschussmitglieder möchte man von 9 auf 7 herabsetzen. Es ist gewährleistet, dass jeder Stadtverordneter in einem Ausschuss mitarbeiten kann.
Als Mehrheitsfraktion wird die CDU den anderen Fraktionen Vorschläge für den Vorsitz in den Fachausschüssen I und III unterbreiten. Den Vorsitz im Fachausschuss II hat man zwischenzeitlich der SPD als zweitstärkster Fraktion angeboten und der FWG zwei Stellvertreterposten. Auch bei den Vertretern der Kommune in Zweckverbänden will man die beiden anderen Fraktionen angemessen berücksichtigen.
Die SPD hat die CDU nach der Kommunalwahl gebeten, die Zahl der Magistratssitze von 7 auf 9 aufzustocken, um so mehr Frauen und Männern die Möglichkeit zu geben, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Durch diesen Vorschlag erhielte die CDU fünf statt vier, die SPD drei statt zwei und die FWG einen Sitz(e) im Magistrat. „Wir haben dieses Ansinnen geprüft und begrüßen die Personalvorschläge der Sozialdemokraten für den Magistrat, daher werden wir dem Vorschlag zustimmen“, erklärte Wolfram Ellenberg.
„Durch diese Entscheidungen wird deutlich, dass wir auch zukünftig Wert auf ein gutes Miteinander legen. Dies gilt nicht nur für personelle Entscheidungen, sondern auch für die Sachpolitik. Diese kreisweit beachteten „Neustädter Verhältnisse“ haben die Kommune vorangebracht, daran werden wir als Mehrheitsfraktion nichts ändern“, stellt Hans-Dieter Georgi heraus. Man habe aber natürlich die Erwartung, dass die anderen Fraktionen diese Handreichung zu Beginn der Legislaturperiode entsprechend zu bewerten wissen.
Ihre eigenen Personalentscheidungen werden die Christdemokarten Ende März treffen.
Erfreulich für Neustadts CDU ist auch der Ausgang der Kreistagswahl. Hier erzielte man mit einem Stimmanteil von über 44 % ebenfalls das kreisweite Rekordergebnis.
Thomas Groll hatte ursprünglich nicht vor, wieder in der Kreispolitik aktiv zu werden. Er wurde aber von Platz 43 auf Platz 10 vorgewählt. „Dieses bemerkenswerte Resultat sehe ich als Verpflichtung an und werde mich wieder aktiv in der CDU-Kreistagsfraktion einbringen. Mein Ziel ist ein Fortbestand der Großen Koalition mit deutlichen CDU-Akzenten“, betonte Groll. Hans-Dieter Georgi wird in die Kreistagsfraktion nachrücken, sodass Neustadts Christdemokraten zukünftig zwei Kreistagsabgeordnete haben.

Da machen die Wähler drei Kreuze

Sebastian Sack ist der Überflieger der Kommunalwahl / Er wird auf seinen Platz im Ortsbeirat verzichten
Von Florian Lerchbacher
Momberg. Auch zehn Tage nach der Kommunalwahl steht Sebastian Sack eine Mischung aus Freude, Überraschung und insbesondere Rührung ins Gesicht geschrieben. Der Momberger ist der Überflieger der Kommunalwahl: Wo und für was auch immer der Sozialdemokrat antrat – die Menschen wählten ihn nach oben. Auf der Ortsbeiratsliste stand er auf Position neun – und erhielt die drittmeisten Stimmen. Ins Rennen um den Kreistag ging er von Listenplatz 28 – und wurde auf Rang sieben hochgewählt (in allen Ostkreis-Kommunen kam er in die Top fünf).

Richtig beeindruckend war allerdings sein Abschneiden auf städtischer Ebene: Die SPD führte ihn auf Position 17 – von wo aus der 39-Jährige mit den deutlich meisten Stimmen aller Kandidaten an allen anderen Mitstreitern vorbeischoss. Die meisten Stimmen zu erhalten – damit habe er nie und nimmer gerechnet, sagt der Momberger und gibt zu, dass er sich eigentlich gar nicht im Stadtparlament habe aktiv engagieren wollen. Das Votum der Menschen in der Stadt Neustadt ehre ihn jedoch. Und so ein deutliches Ergebnis könne er nicht ignorieren, erklärt er. Aus diesem Grund wird er sein Mandat als Stadtverordneter antreten. Im Kreistag wird er auch mitmachen – seinen Platz im Momberger Ortsbeirat jedoch weiterreichen. „Da machen die Wähler drei Kreuze“ weiterlesen

Wirtshaus wird wieder genutzt

Erst wird renoviert, dann sollen Kinder dort ein neues Zuhause erhalten
Von Florian Lerchbacher
Momberg. Es ist eines der schönsten Gebäude, liegt idyllisch zwischen der alles überragenden Kirche und dem umgestalteten Dorfteich – und stand viele Jahre lang leer. Doch nun hat das Momberger Wirtshaus im Marburger St.-Elisabeth-Verein einen neuen Eigentümer gefunden und soll bald Kindern, die eigentlich nie eine echte Heimat hatten, eben jene bieten. Allerdings muss im Zuge der Renovierung noch zwingend ein ungebetener Untermieter aus dem Gebäude entfernt werden: Der Holzwurm hat einige Stellen befallen. Einfach gesagt: Solange der nicht geht, geht nichts.

Die Idee, eine Wohngruppe für „hochbelastete“ Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren einzurichten, gebe es innerhalb des Vereins schon seit rund anderthalb Jahren, berichtet die für diesen Bereich beim Verein zuständige Leiterin Melanie Kaminski. Der Plan sei von Anfang an gewesen, eine Immobilie im ländlichen Raum zu finden, in der die Kinder auf einer Etage zusammenleben können. Zahlreiche Gebäude seien nicht in Frage gekommen, doch als sie das ehemalige Wirtshaus betreten hätten, sei sofort klar gewesen: Das ist es. „Wirtshaus wird wieder genutzt“ weiterlesen

Corona an Bord

Die Kita „Arche Noah“ ist komplett geschlossen / Der „Regenbogen“ bleibt mindestens zwei Tage zu
Von Florian Lerchbacher
Momberg. Für die Kinderbetreuung im Stadtgebiet Neustadts kommt’s dieser Tage knüppeldick: Die Kindertagesstätte in der Allee (Kernstadt) ist gestern und heute geschlossen, die „Arche Noah“ im Stadtteil Momberg ist bereits seit mehr als einer Woche dicht – und wird dies auch mindestens diese Woche noch bleiben. Der Grund: Corona-Fälle.

Der Regenbogen ist zu, weil mindestens drei Erzieherinnen erkrankt sind, wie Bürgermeister Thomas Groll berichtet und betont, dass die Stadt die Schließung veranlasst habe, um zunächst alle Erzieherinnen zu testen und Klarheit zu bekommen. Noch härter hat es die Einrichtung in Momberg erwischt: Dort gibt es mindestens 16 Fälle, so Kuratorin Tanja Lepper. Am Donnerstag, 11. März, sei der erste Fall bekannt geworden, woraufhin die Kirchengemeinde eine Gruppe schloss. Am Montag, 15. März, traten dann weitere Fälle – sowohl bei Kindern als auch bei Erzieherinnen – auf, was die Schließung der gesamten Einrichtung bewirkte. In der vergangenen Woche habe das Gesundheitsamt daher alle Kinder getestet und wolle dies auch in dieser Woche wiederholen. „Corona an Bord“ weiterlesen