Jugendpflege-Konzept hat sich bewährt

Akteure freuen sich über gute Kooperation

Neustadt. Seit Herbst 2011 ist der Verein zur Förderung bewegungs- sportorientierter Jugend­sozialarbeit Marburg (bsj) ver­antwortlich für die kommuna­le Jugendarbeit in Neustadt. Der Magistrat hatte sich seinerzeit dafür entschieden, die Jugend­arbeit neu auszurichten und gleichzeitig eine engere Zusam­menarbeit mit der Martin-von-Tours-Schule zu suchen.

Regelmäßig finden seither Ge­spräche zwischen den betei­ligten Partnern statt, um sich auszutauschen und gemein­sam Ziele für die zukünftige Ar­beit festzulegen. Nun trafen sich Schulleiter Hartmut Boß, bsj-Geschäftsführer Jochem Schirp, die beiden vor Ort zuständigen Mitarbeiter Sebastian Habura und Anika Mund und Bürger­meister Thomas Groll. Sie hiel­ten fest, dass sich die Neuposi­tionierung der Jugendarbeit auch in den vergangenen zwölf Monaten weiter bewährt habe. „Jugendpflege-Konzept hat sich bewährt“ weiterlesen

Initiative für das Wir-Gefühl

Speckswinkel will bei „Unser Dorf hat Zukunft“ mitmachen

Die Fußstapfen, die Mengsberg beim Wett­bewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hinterließ, sind riesig – entsprechend will sich Speckswinkel auch gar nicht an der Erfolgs­geschichte des Nachbar­orts orientieren.

von Florian Lerchbacher

Speckswinkel. „Mit Mengsberg können wir nicht konkurrieren – aber wir wollen die Chance nutzen, die Dorfgemeinschaft zu fördern“, sagt Karl Stehl nach dem einstimmigen Beschluss der Speckswinkler Ortsbeirats, im kommenden Jahr am Wett­bewerb „Unser Dorf hat Zu­kunft“ teilzunehmen. „Wenn es uns gelingt, die Leute zu moti­vieren und das Wir-Gefühl wie­der zu stärken, dann ist das be­reits ein Erfolg“, ergänzt der Ortsvorsteher. „Initiative für das Wir-Gefühl“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH startet Informationsoffensive

Seit Anfang November 2013 ist die Internetseite der Breitband-Ini­tiative des Landkreises und der Städte und Gemeinden, der auch die Stadt Neustadt (Hessen) angehört, online. Sie soll über das kürzlich in sieben Bauabschnitten aufgeteilte Großprojekt infor­mieren.

Das Vorhaben wird in den kommenden zwei Jahren alle technisch überbaubaren Kabelverzweiganlagen mit Glasfaser überbauen, die Kabelverzweiger mit aktiver Technik ausstatten und so bei gleich­zeitig vorgesehenem Einsatz der sogenannten Vectoring-Technik Internet-Bandbreiten zwischen 25 und 100 Mbit/s zur Verfügung stellen können. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Windkraft für die Neustädter

Initiativgruppe möchte durch eine Kooperation die Bürger an neuen Windenergieanlagen beteiligen

Die Idealvorstellung von einer eigenständigen Energiegenossenschaft Neustadt lässt sich ver­mutlich nicht mehr umset­zen. Die Initiativgruppe wird ihre Arbeit dennoch fortsetzen.

von Matthias Mayer

Neustadt. Das sagte Hans-Ger­hard Gatzweiler im Gespräch mit der OP. Der Initiativgrup­pe gehören neben Gatzweiler Rafael Diele, Edwin Lotter, Mi­chael Krieger, Jörg Grasse, Peter Schreiner und Hans-Peter Möl­ler an. Gemeinsames Ziel des Septetts: Neustadt und seine Bürger sollen für künftige Wind­kraftprojekte im Stadtgebiet nicht nur die Lasten, sondern auch mehr Nutzen aus neu­en Windenergieanlagen haben. Die Wertschöpfung aus einem möglichen Windpark am Drei­herrenstein soll zum Großteil in der Stadt bleiben. „Neustädter Windkraft für die Neustädter“ weiterlesen

„Bänker“ geben einen Kalender heraus

Erlös des neuen Projektes von Klaus Giesa und Gerhard Wagner soll in Mengsbergs Sitzgelegenheiten fließen

Der Erfolg beim Wett­bewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat zusammen­geschweißt. Das stellen nun auch Klaus Giesa und Gerhard Wagner unter Beweis, die erstmals einen „Mengsberger Heimat­kalender“ herausgeben.

von Florian Lerchbacher

Mengsberg. Mit dem Titelbild-das eine Gruppe Mengsberger zeigt, die nach dem Sieg beim Bundeswettbewerb auf Wunsch dieser Zeitung ein „M“ darstellt -erinnern Klaus Giesa und Ger­hard Wagner an den großen Er­folg dieses Jahres. Ansonsten sind auf den Fotos ihres ersten „Heimatkalenders“ keine Men­schen abgebildet sondern Dorf­ansichten und einzelne Gebäu­de. Wer Mengsberger auf den Bildern sehen will, muss sich noch ein Jahr gedulden, denn Giesa will 2014 verstärkt auf Fes­ten die Kamera zücken, um Er­innerungen festzuhalten, mit denen er den Kalender 2015 ge­staltet. Wer so lange nicht war­ten möchte, kann aber auch Kontakt zu dem Hobbyfoto­grafen aufnehmen und einen Blick in sein Archiv werfen: Auf Wunsch tauscht er in dem Ka­lender Bilder aus. Der 80-Jäh­rige ist auch bereit, Fotos ent­gegenzunehmen und sie ein-zupflegen. „„Bänker“ geben einen Kalender heraus“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Jahreshauptversammlung 2013 Tourismusservice „Rotkäppchenland“ stellt sich neu auf

Am 5. November 2013 fand die Jahreshauptversammlung des Tou­rismusservice „Rotkäppchenland“ im Hotel Bechtel in Zella statt. Für die Stadt Neustadt (Hessen) nahm Bürgermeister Thomas Groll an der Zusammenkunft teil.

Im Verlauf der Sitzung wurde mehrfach deutlich, dass sich der Zusammenschluss von momentan 17 Städten und Gemeinden aus den Landkreisen Schwalm-Eder, Vogelsberg, Hersfeld-Rotenburg und Marburg-Biedenkopf derzeit im Umbruch befindet.

Nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt des langjährigen Vorsit­zenden Karl-Heinz Vestweber (Oberaula) steht nun Schwalmstadts Bürgermeister Dr. Gerald Näser an der Spitze des Tourismusser­vice. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Bahnhof kommt unter den Hammer

Auktionshaus versteigert das Neustädter Gebäude • Das Mindestgebot beläuft sich auf 8 000 Euro

Vor einigen Monaten wollte die Immobilien GmbH der Bahn den „Traum in Rot und Back­stein“ noch für 48 000 Euro verkaufen. Nun wird das Bahnhofsgebäude in Berlin versteigert.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, dass die Bahn -nachdem ein normales Kauf­geschäft offenbar nicht zustan­de gekommen ist – verramscht“, kommentiert Bürgermeister Thomas Groll die Mitteilung des Auktionshauses Karhausen, dass Neustadts Bahnhof am 6. Dezember unter den Ham­mer kommt. Das Mindestange­bot beträgt 8 000 Euro. Noch vor wenigen Monaten hatte ihn die Immobilien GmbH als „Traum in Rot und Backstein“ für 48 000 Euro angepriesen. „Bahnhof kommt unter den Hammer“ weiterlesen

„Geld ist gut angelegt“

213 000 Euro für die Erneuerung der Momberger Fahrzeughalle

Mit Momberger Wasser, das Pfarrer Andreas Rhiel vor Ort segnete, wurde am Samstag die grund­legend neu gestaltete Fahrzeughalle der Mom­berger freiwilligen Feuer­wehr eingeweiht.

von Alfons Wieber

Momberg. Bürgermeister Tho­mas Groll ging während der of­fiziellen Übergabe an die Mom­berger Wehr auf die vierjährige Baugeschichte ein. Als die Stadt im Sommer 2011 einen 2009 be­antragten Zuschuss für die ener­getische Sanierung und Moder­nisierung der Halle in Höhe von gut 36 000 Euro erhalten ha­be, sei man von Gesamtkosten in Höhe von 110 00 Euro aus­gegangen. Bereits in 2012 seien schon Mehrausgaben erkenn­bar gewesen. Der sanierungs­bedürftige Schlauchturm ha­be sich als überflüssig erwie­sen und sollte abgerissen wer­den, erklärte Groll. Dadurch sei mehr Platz im Halleninneren geschaffen worden. Die Stellflä­che im Gebäude wurde an das geplante Katastrophenschutz-fahrzeug angepasst. Auch die komplette Toranlage habe aus­getauscht und durch normge­rechte Tore ersetzt werden müs­sen, was wiederum Eingriffe in Elektrik und Heizung notwen­dig gemacht habe. Nach einer Begutachtung der Dachkon­struktion durch einen Statiker sei dann auch noch eine Neu­eindeckung der Fahrzeughal­le fällig gewesen. Das Stadtpar­lament habe überplanmäßige Ausgaben von 80 000 Euro und dann noch mal von 23 000 Euro wegen Feuchtigkeitsschäden im Schulungsraum des erst in 2001 errichteten und neu einge­deckten Sozialtraktes bewilligen müssen. Dadurch seien die Gesamtsanierungskosten auch auf 213 000 Euro angestiegen, sagte der Kämmerer. Davon muss die Kommune rund 180 000 Euro aus eigenen Mitteln tragen. „Trotzdem ist das Geld gut an­gelegt, denn der Brandschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben, die eine Kommune zu erfüllen hat. Außerdem muss die beste Feuerwehr Hessens auch adä­quat untergebracht sein“, spiel­te Groll auf den gewonnenen Landesentscheid an. „„Geld ist gut angelegt““ weiterlesen

Besseres Licht, weniger Verbrauch

In Neustadt hat der Austausch von Straßenlampen begonnen • Investition rechnet sich in acht Jahren

In Neustadts Kernstadt wechselt ein Montage­trupp von Eon die Be­leuchtungskörper. LED-Leuchten ersetzen die al­ten, vor allem stromfres­senden Bogenlampen.

von Michael Rinde

Neustadt. Es ist eine der größ­ten Investitionen, die die Stadt Neustadt in den vergangenen Jahren getätigt hat. In diesem und im nächsten Jahr tauscht Eon Mitte im Auftrag der Stadt 650 alte Bogenlampen gegen LED-Leuchten (die OP berich­tete). Nach acht Jahren soll sich die Investition gerechnet haben, zumal die Lebensdauer deutlich höher ist als bei der alten Tech­nik. 130 000 Euro investiert Neu­stadt in diesem, weitere 160 000 Euro im nächsten Jahr. 40 000 Euro davon kommen aus ei­nem Förderprogramm des Bun­des für die rund 300 Lampen, die in diesem Jahr ausgetauscht werden. Bleibt eine Summe von 250 000 Euro, finanziert durch einen Kredit bei der KfW-Bank mit einem Zinssatz von unter einem Prozent. Bürgermeister Thomas Groll (CDU) erwartet Einsparungen von etwa 32 000 Euro pro Jahr für die Stadt. In diesem Betrag sind Energieein­sparungen und geringere War­tungskosten enthalten. „Besseres Licht, weniger Verbrauch“ weiterlesen

Bahnhof kommt unter den Hammer

Auktionshaus versteigert das Neustädter Gebäude • Das Mindestgebot beläuft sich auf 8 000 Euro

Vor einigen Monaten wollte die Immobilien GmbH der Bahn den „Traum in Rot und Back­stein“ noch für 48 000 Euro verkaufen. Nun wird das Bahnhofsgebäude in Berlin versteigert.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, dass die Bahn -nachdem ein normales Kauf­geschäft offenbar nicht zustan­de gekommen ist – verramscht“, kommentiert Bürgermeister Thomas Groll die Mitteilung des Auktionshauses Karhausen, dass Neustadts Bahnhof am 6. Dezember unter den Ham­mer kommt. Das Mindestange­bot beträgt 8 000 Euro. Noch vor wenigen Monaten hatte ihn die Immobilien GmbH als „Traum in Rot und Backstein“ für 48 000 Euro angepriesen.

Noch dazu sei fraglich, „ob es ein sinnvoller Weg ist, wie die Bahn mit dem Gebäude um­geht“ – vor allem, da sie zwar inzwischen ein eigenständiges Unternehmen sei, „aber immer noch von Geld lebt, das aus der öffentlichen Hand kommt“, so Groll.

Rund 30 Angebote umfasst das Angebot der Winter-Aukti­on. Das Mindestgebot für den Neustädter Bahnhof ist eines der niedrigsten, dass das Auk­tionshaus angesetzt hat – seit dem Jahr 2010 hat Karhausen nach eigenen Angaben „etwa 500 Bahnhöfe aus dem gesam­ten Bundesgebiet in Auftrag ei­nes britischen Finanzinvestors und der Deutschen Bahn er­folgreich vermarktet“. Diesmal kommen Bahnhöfe in acht Bun­desländern von der Nordsee bis nach Baden-Württemberg unter den Hammer. „Wer einen preis­werten Bahnhof kaufen möchte, wird bestimmt in seiner Region bei uns fündig“ betont Auktio­nator Matthias Knake.

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs in Neustadt hat rund 480 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, davon sind 128 an die Deutsche Bahn vermietet. Die Grundstücksgröße ist etwa 2 800 Quadratmeter. Die Jahresnettokaltmiete beziffert das Auktionshaus auf rund 4 300 Euro. Das Mindestgebot in Hö­he von 8 000 Euro zeige, dass „die Chance auf einen sehr preiswerten Erwerb geboten wird, sagt Knake.

Der Klinkeraltbau aus dem Jahr 1850 steht unter Denkmalschutz, hat einen Natursteinso­ckel und ist zweigeschossig mit einem dreigeschossigen Mittel­risalit; hinzu kommen auf bei­den Seiten Anbauten. Im Bahn­bereich gibt es eine Ölzentral-heizung, in Wohnbereichen teil­weise Kohleöfen. Diese Infor­mationen und einige mehr sind dem vom Auktionshaus publi­zierten Exposé ebenfalls zu ent­nehmen wie die Hinweise, dass es massive Feuchtigskeits- und Vandalismusschäden gebe, das Dach teilweise undicht bezie­hungsweise defekt sei und es ei­nen starken Holzwurmbefall des Dachstuhls gebe. „Insgesamt stark sanierungs- und moderni­sierungsbedürftiger Zustand“, lautet das Fazit. Die Stadt jedenfalls will auch zum „Schnäppchenpreis“ nicht zugreifen, da sie sich laut Groll „kein weiteres Sorgenkind“ ans Bein binden will. Von Interes­senten hat er auch noch nichts gehört.

„Ich erwarte weniger von ei­nem Käufer als vielmehr etwas von der Bahn“, beantwortet er eine Anfrage dieser Zeitung und erläutert: Es dürfe keine wei­teren Abstriche beim Service­angebot geben, die Parkflächen müssten den Zugreisenden zur Verfügung stehen und es sei zu gewährleistet, dass der Zugang Gebäude erhalten bleibt und selbiges weiter als Bahnhof ge­nutzt werden kann. Dies scheint gesichert; Im Exposé steht je­denfalls, dass es sich bei dem Auktionsgegenstand „um eine als Bahngelände gewidmete Fläche“ handelt.

„Ich finde die Angelegenheit ein bisschen abenteuerlich“, lautet Grolls Resümee zu den Versteigerungsplänen.

Zum Sachstand beim Kampf für eine Park-And-Ride-Anlage am Bahnhof (die OP berichtete) berichtet er, dass eine Konzept­studie vorliege und ein Förder­mittelantrag gestellt sei. Dessen Bewilligung sei jedoch nicht ab­sehbar, noch dazu gebe es keine Einigung zwischen Kommune und Bahn zum Grunderwerb.