Neustädter Mitteilungsblatt

Prioritätenliste „Innerörtlicher Straßenbau“ wird fortgeschrieben

Am 19.3.2012 beschloss die Stadtverordnetenversammlung eine Prioritätenliste für den innerörtlichen Straßenbau für den Zeit­raum 2012 bis 2016. Diese soll nun in den kommenden Wochen fortgeschrieben werden. Die Verwaltung hat mit den diesbezüg­lichen Arbeiten begonnen und zunächst die Ortsbeiräte um Stel­lungnahmen gebeten. Im Jahre 2013 wird seitens der Kommune die Straße „Im Hattenrod“ eine grundhafte Erneuerung erfahren.

Die Baumaßnahme soll Ende April beginnen und wird sich voraus­sichtlich bis November hinziehen. Im Bereich des Hattenrodes werden auch verschiedene Versorgungsträger (Wasser, Abwasser und Gas) im Zuge der Straßenbauarbeiten tätig werden. Aufgrund der Haushaltslage der Kommune wird in diesem Jahr keine weitere Straßenbaumaßnahme durchgeführt. Im Rahmen der Entschei­dung über die Fortschreibung der Prioritätenliste wird daher auch festzulegen sein, ob die ursprünglich für 2013 vorgesehene Bau­maßnahme „Im Heidental“ um ein oder evtl. mehrere Jahre ver­schoben wird. Es ist davon auszugehen, dass die Beschlussfassung in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Juni 2013 stattfinden wird. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

40 Jahre Gebietsreform in Neustadt (Hessen) Festveranstaltung am 4. April 2014 mit Innenminister Beuth und Landrätin Fründt

Zum 1. Januar 1974 traten die bis dahin selbständigen Gemeinden Mengsberg, Momberg und Speckswinkel im Zuge der hessischen Gebietsreform der Stadt Neustadt bei.

Aus diesem Anlass luden Bürgermeister Thomas Groll und Stadtverordnetenvorsteher Karl Stehl am vergangenen Freitag zu einer Festveranstaltung in das Dorfgemeinschaftshaus Momberg ein. Erfreulicherweise konnten sie über 100 Besucher begrüßen. Darunter die ehemaligen Bürgermeister Fritz Mütze und Manfred Hoim mit Ehefrauen, den Vorsitzenden des Kreistages Detlef Ruffert und seinen Stellvertreter Heinrich Herbener, Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi, Ehrenstadtrat Ludwig Dippel und Stadtältesten Werner Gatzweiler mit ihren Gattinnen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

,,Stadt reduziert Mäharbeiten“

Sperrmüll kostet 30 Euro  Stadtverordnetenversammlung tagte

Kurz und knapp gestalteten die Neustädter am Montagabend ihre Stadtverordnetenversammlung, in der es gleich mehrfach um das Thema Müll ging.

von Ronan Lerchbacher

Neustadt. 30 Euro müssen die Bürger inzwischen berappen, wenn sie Sperrmüll abholen lassen wollen. Diese „Verwaltungsgebühr“ hatte die Stadt in den vergangenen zwei Jahren sozusagen probeweise erhoben. Nun haben die Stadtverordneten die Abfallsatzung geändert und die Abholung gegen Gebühr darin festgezurrt. „Wegen der insgesamt positiven Erfahrungen mit dem Anmeldesystem und der breiten Akzeptanz für dieses Verfahren in der Bevölkerung ist es angebracht, dieses System für die Sperrmüllabfuhr beizubehalten“, begründete Bürgermeister Thomas Groll den entsprechenden Antrag und ergänzte: „Die Erhöhung der Verwaltungsgebühr trägt der allgemeinen Preissteigerung Rechnung und spiegelt den tatsächlich entstehenden Mehraufwand mit dem Anmeldesystem wider.“ „,,Stadt reduziert Mäharbeiten““ weiterlesen

Betreutes Wohnen für das Sorgenkind

Für die Fremdenzimmer des Hauses der Begegnung gibt es Hoffnung Zwei-Millionen-Euro-Projekt geplant

Das sanierungsbedürftige Haus der Begegnung ist wie ein schwarzes Loch, in dem immer mehr Geld verschwindet. Einen Teil davon wird die Stadt bald los sein – ein privater Betreiber bekundet Interesse.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Seit einigen Jahren befindet sich die Stadt in einem Dilemma: Auf der einen Seite braucht sie das Haus der Begegnung für größere Veranstaltungen, auf der anderen Seite muss sie immer wieder hohe Beträge hinein pulvern, um das sanierungsbedürftige Haus über die Runden zu bringen. 3,5 Millionen Euro würde eine Komplettsanierung kosten – die natürlich ob der klammen Kassen nicht in Frage kommt. Zu den Nebenkosten muss die Stadt zudem noch bis 2042 jährlich 40 000 Euro an die Bundesrepublik Deutschland zahlen, um den Kauf des Gebäudes abzustottern. „Betreutes Wohnen für das Sorgenkind“ weiterlesen

Innenminister ruft zum Umdenken auf

Peter Beuth sieht interkommunale Zusammenarbeit als ein Heilmittel für die Finanzen der Kommunen an

Pfarrer i. R. Wilhelm Gerlach hätte während der Festveranstaltung „40 Jahre Gebietsreform in Neustadt“ mit seiner unterhaltsamen Rede beinahe den Ehrengästen die Schau gestohlen.

von Florian Lerchbacher

Momberg. Mit seinem äußerst unterhaltsamen Beitrag setzte Wilhelm Gerlach ein Gegengewicht zu den vorherigen Reden – die informativ und interessant waren, gleichermaßen aber eben auch sachlich. Der Pfarrer i. R. beleuchtete die Gebietsreform vor 40 Jahren mit Humor und nahm damalige Bedenken, Verpflichtungen und Kritik auf die Schippe: Momberg habe 40 000 Mark und 400 Hektar Wald die „Ehe“ mit Neustadt und den ebenfalls eingemeindeten Speckswinkel und Mengsberg mitgebracht – und im Gegenzug quasi Handlungsfreiheit und den Zugriff auf kostenlose Weihnachtsbäume aufgeben dürfen. „Innenminister ruft zum Umdenken auf“ weiterlesen

Ein Weltmeister kommt nach Neustadt

Horst Eckel und Dr. Theo Zwanziger bereichern die Festveranstaltung „60 Jahre Wunder von Bern“

Einige renommierte Gäste traten in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Festakten in Neustadt in Erscheinung. Für den Sommer und die Fußball-Weltmeisterschaft hält die Stadt ein besonderes Schmankerl bereit.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Ministerpräsident a. D. Professor Bernhard Vogel sprach zum Thema „60 Jahre Volksaufstand in der DDR – 17. Juni 1953″, Bundesministerin a. D. Sabine Bergmann-Pohl – die einzige frei gewählte Präsidentin der DDR-Volkskammer – bereicherte den Festakt „50 Jahre Berliner Mauer“, heute spricht Hessens Innenminister Peter Beuth während des Festaktes „40 Jahre Gebietsreform“ (ab 10 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Momberg) ein Grußwort. „Ein Weltmeister kommt nach Neustadt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Sportler- und Ehrenamtsehrung der Stadt Neustadt (Hessen) 2014

Im Historischen Rathaus ging es brasilianisch zu…

Ganz im Zeichen der Fußballweltmeisterschaft, die im Sommer dieses Jahres in Brasilien stattfindet, stand am 28. März 2014 die Sportler- und Ehrenamtsehrung der Stadt Neustadt (Hessen) im Historischen Rathaus. Dekoration und Büffet waren passend zu diesem sportlichen Großereignis ausgewählt worden und hätten sicher auch Pele, dem „Fußballgott“ der Brasilianer gut gefallen. Küchenchef Detlev Blankenhagen hatte beispielsweise „Pute nach Kolonialherrenart“, „Hähnchen Brasilia“ und einen „Copacabanatopf“ zubereitet. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Auf den Spuren der mutigen Männer

Energie-Veranstaltungsreihe führte rund 100 Senioren in Windpark Speckswinkel Ehrenstadtrat hielt Vortrag

Ein Vortrag von Ludwig Dippel zu Windrädern und die folgende Exkursion in den Windpark Speckswinkel war bisher der Höhepunkt der Veranstaltungsreihe „Der Energie auf der Spur“.

von Klaus Böttcher

Speckswinkel. Das Thema Windenergie stieß bei den Senioren, für die das Unternehmen Ferrero, die Volkshochschule und die Stadt Stadtallendorf die auf ein Jahr ausgerichtete Veranstaltungsreihe anbieten, auf besonders großes Interesse. Der Saal des Gasthauses Mergel in Speckswinkel drohte mit über 100 Besuchern aus den Nähten zu platzen, als Ludwig Dippel dort zunächst einen Vortrag hielt – so gut besucht war die seit Oktober vergangenen Jahres monatlich laufende Reihe noch nie.

Der Ur-Neustädter Dippel weiß nahezu alles über Neustadt, besitzt unzählige Fotos und Dias – dass er aber auch einiges über Windkraftanlagen weiß, war für die meisten Besucher der Veranstaltungsreihe jedoch neu.

Seinen vielen Dias nach zu urteilen muss Dippel während des Baus der Windräder zahlreiche Tage auf der Lauer gelegen haben, um interessante Fotos zu schießen. Seinen Diavortrag hatte er überschrieben mit: „Mutige Männer bauen den Windpark bei Speckswinkel.“

Dippel hatte den Bau von zwei in der Höhe unterschiedlichen Windrad-Arten beobachtet – eine Sorte hat eine Nabenhöhe von rund 80 Metern, die andere von rund 140 Metern. „Nabe ist der Teil, an den die drei Windflügel angebracht sind“, betonte Dippel.

Alleine von den Bildern zeigten sich die Besucher beeindruckt. Als sie dann noch Zahlen und Fakten präsentiert bekamen, stieg das Interesse noch weiter: Das Fundament hat bei den großen Windrädern eine Tiefe von 10 Metern und einen Durchmesser von 22 Metern. Einen ähnlich tiefen Eindruck bei den Betrachtern hinterließen die imposanten Aufnahmen von den Riesenkränen, die Bauteile bis in 140 Meter Höhe heben und genau platzieren mussten.

Während die unteren Betonteile der konisch nach oben verlaufenden Säule jeweils dreigeteilt sind, folgen nach oben hin lange Röhren, die Stück für Stück aufgesetzt werden müssen – an der Spitze sind die Röhren 20 Meter lang. Dabei arbeiten zwei Kräne „Hand in Hand“ – dennoch müssen die Arbeiter in luftiger Höhe ebenfalls Hand anlegen. Aus diesem Grund sprach Dippel von „den mutigen Männern“. Besonders hatte ihn die präzise Arbeit der Kranführer und der Einweiser fasziniert.

Nach dem Diavortrag führte eine Exkursion zu einem der Windräder mit rund 180 Metern Höhe. Im Inneren des Windrades informierte Michael Rudewig von der Firma, die einen

Teil gebaut hatte, die etwa 100 Besucher, hielt technische Daten parat und beantwortete die zahlreichen Fragen der Senioren. Unter anderem erklärte er, dass am Bau eines Windrades rund 15 Personen beteiligt sind.

Ein Gast wollte wissen, warum Windräder öfter still stünden. Rudewig entgegnete, sie würden nur zur Wartung oder bei Störungen stehen – selbst bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde liefen die Anlagen weiter, allerdings gebremst. Gebremst wird durch Verstellen der Flügel, betonte er.

In Sachen Finanzierung und Nachhaltigkeit erläuterte Rudewig, dass sich ein Windrad etwa nach 15 Jahren bezahlt mache. Die Lebensdauer betrage zumeist 20 bis 25 Jahre – bei Genehmigung sei jedoch auch eine längere Laufzeit möglich. Liegt diese nicht vor, wird das gesamte Bauteil abgewrackt, abtransportiert und geschreddert, so dass der Acker wieder verwendbar ist, erklärte er.

„Golddorf“ wird doch nicht abgehängt

Mengsberg bekommt vollwertigen Internetanschluss Kabel von Momberg nach Mengsberg wird verlegt

Das Interesse an einer schnellen Internetverbindung scheint in Mengsberg riesengroß zu sein. An einer am Ende nicht mehr nötigen Unterschriftenaktion beteiligten sich 260 Mengsberger

von Michael Rinde

Mengsberg. Es gab bei der Informationsveranstaltung von Breitband GmbH und ihrem Partner Telekom am Mittwochabend tatsächlich gute Nachrichten für Mengsberg: Der Neustädter Stadtteil wird beim Breitbandausbau für schnelle Internetverbindungen nun doch in vollem Umfang berücksichtigt – und damit nicht schlechter gestellt als das übrige Kreisgebiet. Dies verkündeten Klaus Bernhardt, Geschäftsführer der Breitband GmbH und Winfried Moser als Telekom-Repräsentant.

Das hatte bei einer Informationsveranstaltung in Neustadt Anfang Februar ganz anders geklungen. Seinerzeit wurde den anwesenden Bürgern mitgeteilt, dass Mengsberg beim Ausbau mit Glasfaser außen vor bleibt. Eine Welle des Protestes war die Folge (die OP berichtete mehrfach).

Von Klaus Bernhardt gab es gleich zu Beginn der Infoveranstaltung am Mittwoch in diesem Zusammenhang ein klares Statement: Er entschuldigte sich für die damaligen Mitteilungen vor den anwesenden rund 30 Bürgern. Kreis, Breitband GmbH und Telekom hatten am Mittwoch eine Nachtragsvereinbarung speziell zum „Fall Mengsberg“ unterschrieben.

Dass Mengsberg nunmehr gleich behandelt wird, verursacht aber auch einigen Zusatzaufwand. Von Momberg aus muss nun ein Glasfaserkabel bis nach Mengsberg verlegt werden. In Neustadt werden insgesamt 13,4 Kilometer Breitbandkabel verlegt, wobei für 10,8 Kilometer davon Erdarbeiten nötig sind. Auch in Mengsberg wird es entsprechende Straßenarbeiten geben, sobald der Ausbau in diesem Abschnitt des Kreises beginnt. Feststeht: Bis August 2015 soll das Breitband-Netz in Betrieb gehen. Und fest steht nach Aussage von Bernhardt und Moser auch, dass für 99 Prozent der Mengsberger Haushalte eine Übertragungsrate von bis zu 50 Mbit pro Sekunde möglich sein soll.

Spitzenposition bei Datenrate ist möglich

Damit nehme Mengsberg künftig im Kreis sogar eine Spitzenposition ein, kommentierte Bernhardt. Im Regelfalle bringt der Glasfasernetz-Ausbau zwischen 25 und 50 Mbit pro Sekunde, so steht es auch in der Vereinbarung zwischen Breitband GmbH und Telekom. Wie Bernhardt gegenüber der OP erläuterte, entstehen dem Landkreis durch die Nachtragsvereinbarung für Mengsberg keine Zusatzkosten. „Es bleibt beim Vertrag von 10 Millionen Euro“, erklärt der Geschäftsführer.

Vier sogenannte Kabelverzweiger müssen in Mengsberg technisch aufgerüstet werden. Das wird auch optisch zu erkennen sein, denn die Schaltkästen am Straßenrand fallen in Zukunft in den meisten Fällen deutlich größer aus. Nur die

„letzte Meile“ bis zum Haus besteht bei der kreisweit gewählten Ausbauvariante aus Kupferkabel. „Jetzt bin ich glücklich und zufrieden“, kommentierte Mengsbergs Ortsvorsteher Karlheinz Kurz die Mitteilungen. Dass es nun doch zu einer solchen sehr guten Lösung kommt, schreibt er dem Druck zu, den der Ort aufgebaut hat. Am Mittwochabend übergab der stellvertretende Mengsberger Ortsvorsteher Björn Wolfig trotz der guten Nachrichten die gesammelten Unterschriften für einen gleichwertigen Breitband-Ausbau in Mengsberg. 260 Bürger des 900-Einwohner-Dorfes hatten unterschrieben. In Mengsberg existieren rund 270 Telefonanschluss-Möglichkeiten.

Dass Mengsberg die Verbesserung dringend braucht, zeigt der Status quo in Sachen Netz. Aktuell liegt die entscheidende Datenübertragungsrate bei 76 Prozent der angeschlossenen Haushalte nur zwischen 2 und 6 Mbit pro Sekunde. Als Winfried Moser diese Zahlen nannte, gab es das einzige Mal Protest: „Wie kommen Sie zu den Zahlen? Ich habe grad mal 540 Kilobyte“, rief ein Mengsberger.

Wer das schnelle Internet nach dem Ausbau in seiner Region nutzen will, muss allerdings auch selbst noch etwas tun: Er muss seinen Vertrag, gleichgültig ob bei der Telekom oder einem anderen Anbieter, entsprechend der schnellen Netzanbindung umstellen. Außerdem sollte sich jeder Interessent weiterhin auf der Internetseite www. breitband-marburg-biedenkopf.de registrieren. Damit sind keine Verpflichtungen verbunden. Die Informationen dienen der Planung.

CDU-Hochburg feiert sich

Friedrich Bohl sprach beim Jahresempfang in Neustadt

Verspätet, aber dafür im Beisein eines ehemaligen Bundesministers stimmten sich die Neustädter Christdemokraten auf das Jahr 2014 ein.

von Yanik Schick

Neustadt. Groß wurden die Augen der 40 Besucher im historischen Rathaus, als sie Friedrich Bohl ans Rednerpult schreiten sahen. Der heute 69-jährige Marburger spielte über viele Jahre eine führende Rolle in der Bundespolitik; zunächst als parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er wirkte unter anderem auch als Kanzleramtsminister  und enger Vertrauter und Berater Helmut Kohls.
„CDU-Hochburg feiert sich“ weiterlesen