Neustadt lässt Gräben räumen

Beim Unwetter in der Nacht zu Donnerstag fielen bis zu 70 Liter Regen je Quadratmeter
Von Michael Rinde

Neustadt. Das Unwetter vom 17. Juni hat in Neustadt wieder Spuren hinterlassen. Rund 70 Liter Regen pro Quadratmeter je Stunde sind an jenem Abend gefallen, so die Angaben der Stadt Neustadt. Mehr als 100 Einsatzkräfte und zahlreiche betroffene Bürger kämpften in der Nacht zu Donnerstag mit den Folgen, wie die OP berichtete.Doch was kommt nun nach dem Unwetter, dem ersten dieses Ausmaßes für Neustadt seit neun Jahren. Der Schlamm wurde aus der Gemarkung Heidental in die Straßen rund um den Weidenbrunnen gespült. Das Heidental hat auch Bürgermeister Thomas Groll als ein zentrales Problem für die Stadt bei derartigen Starkregenereignissen ausgemacht. Kurzfristig will jetzt der Bauhof weit früher als ursprünglich geplant damit beginnen, Gräben in dieser Gemarkung zu räumen, erklärte Groll auf Nachfrage dieser Zeitung am Freitag. „Damit hoffen wir, die Ablaufgeschwindigkeit des Wassers zu verbessern“, so Groll zur Erläuterung. Einige der Gräben seien versandet.
Außerdem soll das Flurbereinigungsverfahren für die Autobahn 49 genutzt werden, um Änderungen an der Bewirtschaftung vorzunehmen, möglicherweise neue Gräben anzulegen und Hecken zu pflanzen. Das wird aber Zeit benötigen. Über weitere Vorkehrungen zum Schutz der Stadt müsse in Ruhe nachgedacht werden, betont das Stadtoberhaupt erneut. Er warnte abermals vor „Schnellschüssen“. Für die Einsatzkräfte war es in der Nacht zum Donnerstag ein Glück, dass nicht auch noch die Folgen von Sturm und Hagel zu bekämpfen waren. Ein Glück war es dabei außerdem, dass es nicht, wie befürchtet, zu beschädigten Heizöltanks gekommen ist. Groll würdigte gegenüber dieser Zeitung auch noch einmal den Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute und THWler und des Bauhofteams und außerdem die Nachbarschaftshilfe in jener Nacht. In der Mauerstraße bekam eine Frau, deren Wohnzimmer über die Terrassentür geflutet worden war, gleich Hilfe von Nachbarn, die weniger schlimm betroffen waren, wie die OP vor Ort miterlebte.

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