Neustädter Mitteilungsblatt

Dr. Sebastian Gies zum „Neustadt-Botschafter“ ernannt

Mit rund 40 Neustädten in sieben mitteleuropäischen Ländern ist die Arbeitsgemeinschaft „Neustadt in Europa“ die größte bekannte Städtefreundschaft. Wer zehn Neustädte besucht und dies in einem entsprechenden Pass dokumentiert, der wird zum „Neustadt-Botschafter“ ernannt. In Neustadt (Hessen) wurde bisher 43 Damen und Herren diese Ehre zuteil. Zum 44. „Neustadt-Botschafter“ vor Ort konnte Bürgermeister Thomas Groll kürzlich Dr. Sebastian Gies ernennen. Der 29-jährige Physiker hat in den letzten Jahren zehn Neustädte besucht. Im Auftrag der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Petra Bieber aus Bad Neustadt an der Saale überreichte Groll die entsprechende Urkunde und ein Präsent. Dr. Sebastian Gies berichtete, dass er bereits über einen neuen Neustadt-Pass verfüge und sicher in der Zukunft wieder das eine oder andere Neustadt in Europa besuchen werde.

 

Die Brüder Grimm am 18.2.2018 zu Gast in Neustadt (Hessen);

Beginn 18.00 Uhr im katholischen Pfarrheim

Gespielt wird das Stück: „Vom Grimmschen Tod und Teufel“

Auch in diesem Jahr werden die Brüder Jacob (Carlo Ghiradelli) und Wilhelm (Stefan Becker) Grimm in ihrem Lese-Theater-Stück einen Auszug aus ihren Märchen zum Besten geben.

Der Titel verrät es schon: Es geht um Tod und Teufel. Ein Abend mit den gar gruseligen Märchen vom oftmals dummen Teufel und vom Gevatter Tod, der eine wichtige Rolle in vielen Märchen spielt. Und der sogar den berühmtesten Satz diktiert hat: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ Und dabei bildet dieser Satz gar nicht so oft das Ende der Grimmschen Märchen, wie der geneigte Zuschauer vermutet. Im Gegenteil, häufig sterben die Bösewichte unheilvolle Tode. Die schönsten werden natürlich von den Brüdern Grimm höchstpersönlich vorgetragen.

Uns erwartet wieder eine gelungene Zeitreise: so unterhaltsam wie informativ, so charmant wie spannend. Und darüber hinaus ein Märchenabend voller Überraschungen.

Schon der Titel lässt ahnen, dass es nicht um Märchen geht, die wir Kindern vorlesen. Aber wie Becker und Ghiradelli es betrachten, von höchstem Unterhaltungswert. Gleiches gilt auch für die Darstellung der Grimm-Brüder. Die unterschiedlichen Charaktere der Brüder als Ausgangspunkt genommen, necken sich die beiden Brüder und servieren manch historisch beleg

bare Anekdote. Der geneigte Zuschauer wird also auch bei dieser neuen Produktion viel über das Leben der Brüder erfahren, skurrile Grimmsche Märchen auf das Beste vorgetragen bekommen und launige Tipps erhalten, die auch jüngere Zuschauer zum Nachdenken und Schmunzeln verleiten.

Kartenvorverkauf ab sofort. Der Eintrittspreis beträgt im Vorverkauf 12, — €. Karten sind erhältlich im Rathaus-Bürgerbüro, bei Ahrens, Buch & Papier, Marktstraße 3 und im REWE-Markt, Am Kaufpark 2 in Neustadt, sowie an der Abendkasse zum Preis von 15, – €.

Wegen Bauarbeiten findet die Veranstaltung im katholischen Pfarrheim, Ritterstraße 25 in Neustadt (Hessen) statt.

 

Neun „ausgezeichnete“ Neustädter Landrätin und Bürgermeister überreichen Ehrungen für langjähriges ehrenamtliches Engagement

Als Dank und Anerkennung für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement haben Andrea Bauscher, Andreas Gnau, Achim Kaisinger, Horst Kurz, Christiane Losekam, Werner Sack, Hartmut Schmitt, Peter Schmitt und Karl-Heinz Waschkowitz den Ehrenbrief des Landes Hessen erhalten. Überreicht haben die Auszeichnung des Hessischen Ministerpräsidenten am 24. Januar 2018 Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Thomas Groll während einer Feierstunde im „Haus der Vereine“. Eine Premiere, denn zum ersten Mal wurden die Landesehrenbriefe nicht im Kreishaus, sondern in der Heimatkommune der Ausgezeichneten überreicht.

„Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll heute gleich neun Menschen auszeichnen zu dürfen. Jede und jeder von Ihnen hat sich in den vergangenen Jahre, sogar bis zu fünf Jahrzehnte in Folge, in den Dienst der Gemeinschaft gestellt. Oft in gleich mehreren Funktionen und Bereichen. Das ist herausragend und ich bin auch sehr stolz, dass es Menschen wie Sie in unserem Landkreis gibt“, bedankte sich Landrätin Kirsten Fründt für das Engagement der Ausgezeichneten.

Dem schloss sich Bürgermeister Thomas Groll mit Worten des römischen Staatsmannes und Philosophen Marcus Cicero an: „Es gibt keine größere Pflicht als die, Dank zu sagen“, zitierte er den bekannten Redner der Antike. Mit dem Dank sei aber auch die große Hoffnung verbunden, „dass Sie in Ihrem Tun nicht nachlas- sen und sich auch zukünftig einbringen“, wünschte sich Groll. Schließlich würden das Wissen, die Erfahrung und die Tatkraft der Ausgezeichneten auch weiterhin gebraucht.

Andrea Bauscher führte als 1. Vorsitzende neun Jahre lang den Förderverein der Martin-von-Tours-Schule. Während dieser Zeit setzte sie sich mit viel Engagement und Herzblut für die Belange der Schule sowie der Schülerinnen und Schüler ein. In besonderem Maße bei der Umwandlung der Schule in eine Integrierte Gesamtschule, aber auch bei der Organisation zahlreicher Veranstaltungen, bei der Finanzierung von Wettbewerben und Preisen sowie der Neugestaltung des Schulhofs. Zudem brachte sie sich zwei Jahre lang als stellvertretende Vorsitzende in den Schulelternbeirat und seit 2011 auch in den Ortsbeirat Neustadt ein.

Andreas Gnau war 1994 maßgeblich an der Gründung der Historischen Bürgerwehr der Junker-Hansen-Stadt Neustadt e.V. beteiligt. Seitdem steht er dem Verein als 1. Vorsitzender und gewählter Hauptmann und Kommandant der Bürgergarde vor. Er war treibende Kraft bei der Planung und dem Aufbau der Vereinsstruktur und der Erarbeitung der Satzung. Mit seinem Engagement hat Gnau wesentlich dazu beigetragen, dass der Verein heute 170 Mitglieder hat und aus dem Neustädter Vereinsleben nicht mehr wegzudenken ist. Ihm ist auch zu verdanken, dass sich jüngere Menschen mit der Geschichte ihrer Heimat befassen.

Als Mitglied des Vorstands des TSV Speckswinkel 1920 e.V. in der Zeit von 1992 bis 2004 hatte Achim Kaisinger großen Anteil am Vereinsleben. Im Jahr 1997 war er an der Gründung des Vereins ELA Deutschland – Europäische Vereinigung gegen Leukodystrophien, Erbkrankheiten die das zentrale Nervensystem betreffen, beteiligt und gestaltete maßgeblich dessen Aufbau mit. Seitdem engagiert er sich im Rahmen dessen für Erkrankte und hilft ihnen situationsgerecht. Ob als erste Anlaufstelle für neue Mitglieder, die Pflege der Internetpräsenz, die Organisation von Einladungen der Postverwaltung und vielem mehr – Achim Kaisinger ist die „gute Seele im Verein“. Seit 2016 engagiert sich Kaisinger zudem im Ortsbeirat Speckswinkel.

Horst Kurz wurde für seine langjährige Tätigkeiten für den Verkehrs- und Verschönerungsverein Speckswinkel ausgezeichnet. Seit 1984 ist er aktiv. Zunächst als L, seit 2001 als 2. Vorsitzender. Mit großem Einsatz widmet er sich der vielseitigen Verschönerung und dem Erhalt des Ortsbildes. Bei der Pflege und Gestaltung des Friedhofs ebenso wie der Ortseingänge, der Anlage der Streuobstwiesen, dem Weihnachtsmarkt und der Weihnachtsmarktdekoration im Dorf. Bei alledem durchaus erfolgreich, was beispielsweise der Zweite Platz beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beweist. Außerdem vermittelt Kurz Kindern und Jugendlichen mit dem Bau von Vogelbrutstätten, Fledermausbehausungen oder Insektenhotels die Notwendigkeit des Naturschutzes.

Auch Werner Sack widmet sich der Verschönerung und dem Erhalt seines Ortes – im Heimat- und Verschönerungsverein Momberg e.V.. Bereits seit 1984 trug er bis 2014 in verschiedenen Funktionen im Vorstand entscheidend dazu bei. Über zwei Jahrzehnte war er dessen engagierter Vorsitzender. Wichtig war ihm dabei vor allem das Erscheinungsbild des Friedhofes. Als gelernter Maurer brachte er sich mit Rat und vor allem mit Tat ein. Auch im „Club der Beigefreiten“ engagierte sich Werner Sack.

Durch ihr jahrzehntelanges Engagement als Trachtenwartin, Tanzleiterin, Geschäftsführerin und als erste Vorsitzende in der Trachten- und Volkstanzgruppe Speckswinkel trägt Christiane Losekam zum Erhalt der dörflichen Kultur bei. Vor 28 Jahren trug sie maßgeblich zur Gründung der noch heute bestehenden Kindertanzgruppen bei. Hier ist Christiane Losekam bis heute als Tanzleitung aktiv und engagiert sich damit auch dafür, die dörfliche Kultur der Jugend näher zu bringen.

Hartmut Schmitt und Peter Schmitt widmen sich seit Jahrzehnten dem Gesang. Hartmut Schmitt engagiert sich seit 41 Jahren in verschiedenen Funktionen, unter anderem beim Festausschuss und davon allein 35 Jahre als Mitglied des Vorstandes im Gesangverein Concordia 1867 Momberg e.V. Dabei hat er den Verein geprägt und maßgeblich sowohl zum gesanglichen Erfolg des Vereins als

auch zum geselligen Miteinander der Mitglieder beigetragen. Gleiches gilt auch für Peter Schmitt. Seit mittlerweile sogar 52 Jahren ist er Mitglied desselben Vereins, bringt sich seitdem immer wieder als Vertreter des Chorleiters ein und organisierte 20 Jahre lang als Kassierer die finanziellen Angelegenheiten der Gemeinschaft. Auch heute noch bringen sich beide im erweiterten Vorstand des Gesangvereins ein.

Karl Heinz Wäschkowitz widmet sich seit 2002 der Jugendarbeit des TSV Mengsberg. Zuerst als Jugendbetreuer, dann als Jugendleiter und mittlerweile als Kassierer der Jugendspielgemeinschaft Mengsberg/Momberg/Wiera/Gilserberg hat er sich über das gewöhnliche Maß hinaus für die Entwicklung der Jugendlichen eingesetzt. Zur Erweiterung der Jugendspielgemeinschaft um den TSV Gilserberg hat er entscheidend beigetragen. Zudem engagiert sich Karl Heinz Waschkowitz in der Kommunalpolitik. Seit 2006 ist er Stadtverordneter, seit 2011 arbeitet er im Ortsbeirat mit und brachte sich insbesondere beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ein.

Diese Ehrung war eine Premiere: Erstmals fand sie nicht im Marburger Kreishaus, sondern in einer Kommune statt. Musikalisch wurde die Ehrung von Elisabeth Pilipenko und Liana Töws und Angelika Richter und Eveline Homakov von der Musikschule „Allegro“ (Leitung Nina Köhler) am Klavier umrahmt.

An der Überreichung der Landesehrenbriefe nahmen auch die heimische Landtagsabgeordnete Handan Özgüven, Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels und sein Stellvertreter Hans-Dieter Georgi, Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg und weitere Mitglieder des Magistrats und die Ortsvorsteher Klaus Groll, Jörg Grasse und Karl Stehl teil.

 

Magistrat schlägt 28. Oktober 2018 als Termin der Bürgermeisterwahl vor

Am 30. Juni 2019 endet die sechsjährige Amtszeit des Bürgermeisters. Nach den Vorgaben der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) fände die Neuwahl zwischen dem 1. Januar und dem 31. März kommenden Jahres statt. 1995, 2001, 2007 und 2013 wählten die Neustädter stets Mitte Januar ihren Bürgermeister. Die HGO lässt allerdings eine Vorverlegung um bis zu drei Monaten zu, wenn dadurch die Bürgermeisterwahl zeitgleich mit einem überregionalen Urnengang durchgeführt werden könnte. Am 28. Oktober 2018, also im zulässigen Zeitfenster, findet die hessische Landtagswahl statt. Der Magistrat, so Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg, habe sich am 23. Januar mit der Thematik befasst und empfehle der Stadtverordnetenversammlung eine Zusammenlegung beider Wahlen. „Es wäre für die Bürger nicht nachvollziehbar, wenn innerhalb von nicht einmal drei Monaten zwei Wahlen stattfänden. Auch die ehrenamtlichen Wahlvorstände zweimal innerhalb kürzester Zeit zu motivieren, wäre nicht einfach“, so Ellenberg. Durch die Zusammenlegung könnten zudem Kosten gespart werden und auch die zusätzliche Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter wäre geringer. Die Stadtverordnetenversammlung wird am 5. Februar über den Vorschlag des Magistrats entscheiden.

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