Neustädter Mitteilungsblatt

Ein Bauernhof im Kindergarten „Sonnenschein“, mit Tombola zu Gunsten der deutschen Krebshilfe

Am Samstag, dem 18.5.2019 war es wieder soweit, bei strahlendem Sonnenschein fand unser Kindergartenfest statt. Dieses Jahr stand es unter dem Motto „Bauernhof“. Die Kinder und Erzieherinnen hatten sich schon länger mit diesem Thema beschäftigt und Einiges für dieses Fest vorbereitet. Es wurde gebastelt, der Flur und die Gruppenräume dekoriert, Geschichten gelesen, Bücher angeschaut und für die Aufführung beim Fest geprobt.
Nach einer kurzen Ansprache und willkommen heißen der Gäste, konnten die Kinder auch schon zeigen was sie eingeübt hatten. Es wurde getanzt, gesungen und ein kleines Theaterstück aufgeführt, hierbei waren die Kinder entsprechend als Bauernhoftiere verkleidet. Zum Abschluss tanzten alle gemeinsam den Ententanz. Für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt, es gab gegrillte Würstchen, selbst gebackene Kuchen und Waffeln, leckeres Eis, Kaffee und gekühlte Getränke.
Zur Kurzweil fanden Spiele statt, bei denen die Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnten. Da wurden Kühe gemolken und mit einem Ring eingefangen, Eier im Heu gesucht und über einen Parcours getragen, sowie ein Pferderennen veranstaltet. Für jede gelöste Aufgabe gab es einen Stempel und als Preis ein kleines Buch mit Bauernhofgeschichten. Außerdem hatten einige Papas und Opas ihre Schlepper auf dem Kindergartenspielplatz zur Anschauung bereitgestellt, hieran hatten die Kinder große Freude, konnten sie doch nun so ein Gefährt mal aus der Nähe betrachten und probesitzen.
In der Turnhalle war eine große Tombola aufgebaut, jedes Los war ein Gewinn und die gesamten Einnahmen aus dieser Verlosung werden zu Gunsten der deutschen Krebshilfe gespendet.
Wir hatten alle sehr viel Spaß, bei diesem gelungenen Fest. Vielen Dank an alle Helfer, ob im Verborgenen oder im Vordergrund, ohne die es nicht möglich ist, solch ein Event vorzubereiten und auszurichten.

Alter Kindergarten Momberg auf dem Weg zum „multifunktionalen Haus“

Informationsveranstaltung mit Landrätin Kirsten Fründt am 5. Juni 2019
Seit Herbst 2015 steht der ehemalige Kindergarten in Momberg leer. Ortsbeirat, Kommune und interessierte Bürgerinnen und Bürger machen sich bereits seit längerem mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf Gedanken darüber, wie das Gebäude eine neue und vor allem nachhaltige Nutzung erfahren könnte. Ziel ist es, dass sich in Momberg ein sogenanntes „multifunktionales Haus“ etablieren kann. Zahlreiche Beispiele für solche Projekte gibt es bereits in anderen Bundesländern, u.a. in Mecklenburg-Vorpommern. Am 5. Juni 2019 fand eine Informationsveranstaltung zu der Thematik im DGH Momberg statt.
Ortsvorsteher Jörg Grasse zeigte sich erfreut darüber, dass er im großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses rund 50 Interessierte aus Momberg begrüßen konnte. Er machte deutlich, dass sich ein zukünftiges „multifunktionales Haus“ mit seinen hoffentlich vielfältigen Angeboten aber nicht nur an die Einwohner aus Momberg, sondern auch aus Mengsberg, Speckswinkel und der Kernstadt richten würde. „Wir verfolgen bei unseren Planungen einen gesamtkommunalen Ansatz“, so der Ortsvorsteher. Zugleich hob er bereits zu Beginn hervor, dass eine solche Einrichtung keine Konkurrenz zu bestehenden Dingen vor Ort sein solle.
Landrätin Kirsten Fründt ging in ihren Worten ebenfalls auf das Vorhaben „multifunktionales Haus“ ein. Ziel müsse es gerade in den Dörfern sein, leerstehende Gebäude wieder einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Dabei müsse man sich fragen, was in den Orten nicht mehr vorhanden sei, für was es aber einen erkennbaren Bedarf gebe. Kirsten Fründt verwies darauf, dass es aus ihrer Sicht wichtig sei, dass Kommunen und Landkreis solche Vorhaben gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft andenken und letztlich auch auf den Weg bringen. Daher habe sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf entschlossen, diese Thematik modellhaft mit den Städten Kirchhain und Neustadt anzugehen. Sowohl die alte Schule in Betziesdorf als auch das leerstehende Kindergartengebäude in Momberg seien Objekte, die sich für ein solches Vorhaben eignen würden, so die Landrätin. Sie dankte Bürgermeister Thomas Groll dafür, dass er gemeinsam mit Ortsvorsteher Jörg Grasse und seinem Team das Thema „multifunktionales Haus“ positiv begleite und die darin steckenden Chancen erkenne. Der Landkreis habe 2018 zu einer Exkursion nach Mecklenburg-Pommern eingeladen und im Februar 2019 Befragungen in Betziesdorf bzw. Momberg, aber auch Mengsberg und Speckswinkel, bei „PHLINK“, einem gemeinnützigen Verein von 50 Studierenden der Philipps-Universität in Auftrag
gegeben. Die Rücklaufquote mit über 12% sei für die Neustädter Stadtteile erfreulich und auch repräsentativ. Daneben habe der Landkreis zu einer Exkursion nach Mecklenburg-Vorpommern gesorgt und die Überlegungen der letzten Wochen fachlich begleitet. Bürgermeister Thomas Groll dankte Landrätin Kirsten Fründt für das gezeigte Engagement. „Es ist gut, dass das Vorhaben multifunktionaler Häuser beim Landkreis Marburg-Biedenkopf eine besondere Bedeutung einnimmt und sich die Landrätin persönlich hierum kümmert. Es muss unser gemeinsamer Auftrag sein, Leerstände zu verringern und bedarfsgerechte Angebote für alle Altersgruppen zu schaffen. Dabei muss das Motto „WIR“ lauten: Weitblickend, innovativ und regional“, so Groll. Der Bürgermeister sagte der Dorfgemeinschaft auch für die Zukunft die Unterstützung der Kommune zu. Im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes solle der alte Kindergarten barrierefrei umgebaut und energetisch verbessert werden. Entsprechende Planungen sollen nach Erteilung eines Förderbescheides noch im Herbst 2019 beginnen. Der Bürgermeister hofft, dass 2020 dann der Umbau auch tatsächlich beginnen könne. Dabei, so der Bürgermeister, müsse aber folgendes beachtet werden: Es dürften keine Doppelstrukturen zum bestehenden Raumangebot im DGH entstehen und die Angebote müssen sich nach einer Anlaufphase selbst tragen. Eine Auffassung, die vom Ortsvorsteher geteilt wurde. In der Folge soll dann auch der Außenbereich noch eine kleinere Umgestaltung erfahren.
Mena Söhlke vom Fachdienst Kreisentwicklung stellte anschließend die Ergebnisse der Fragebogenaktion näher vor. In den drei Neustädter Stadtteilen nahmen über 12% teil. Das Durchschnittsalter betrug 54 Jahre. Die Geschlechterverteilung der Rückantworten war fast ausgewogen. Erfreulich sei gewesen, dass neben Momberg, hier betrug die Rücklaufquote sogar 21%, sich auch Einwohner aus den Stadtteilen Mengsberg und Speckswinkel an der Befragung beteiligt hätten. Die an der Befragung Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich zu für sie wichtigen Angeboten des täglichen Lebens, der Kultur, der Weiterbildung und der Gesundheit zu äußern. Auch wurden die Themenkomplexe Beratung und Kinder, Familien und Senioren angesprochen.
Aufbauend auf die Befragung wurden von einem Arbeitskreis aktiver Bürgerinnen und Bürger aus Momberg, Mengsberg und Speckswinkel unter Vorsitz von Ortsvorsteher Jörg Grasse und mit Unterstützung von Mena Söhlke „tragende Säulen“ für das multifunktionale Haus in Momberg entwickelt.
Säule I – Beratung und Bildung: Vorträge, Musikunterricht, VHS- Kurse, Computerkurse, Nachhilfe, Leben im Alltag, Rentenberatung, Aus- und Weiterbildung
Säule II- Bewegung: Fitnesskurse, Reha-Sportkurse, Sport- und Spielgruppen für Kinder, Sport für alle, Tanzkurse, Spaziergänge, Yoga- und Entspannungskurse
Säule III- Kultur- und Begegnung: Dorftreff/Flohmarkt, Kino/Filme, Kinderbetreuung, Handarbeiten/Basteln, Kaffeeklatsch, Markt regionaler Produkte, Unterhaltung, Grillen draußen, Angebote in und zur Natur, Generationstreff, Dorfgeschichten („Speelstubb“), Jugendtreff, Gastronomie/Generationskochen, Gesprächskreise/Selbsthilfegruppen für Verwitwete und Waisen, Markttag, Malen und Zeichnen
Säule IV – Dienstleistungen: Fußpflege, Gemeindeschwester, Physiotherapie, Nachbarschaftshilfe, Selbsthilfewerkstatt/Repair-Cafe, Medizinische Themen, Erste-Hilfe-Kurs, Blutspenden, Gästehaus Pilgerherberge, Regionale Produkte
Säule V- Helfende Hände: Kuchen backen, Bestuhlung auf- und abbauen, Hausmeistertätigkeiten, Pflege der Außenanlagen und vieles mehr
Das erarbeitete Konzept fand breite Zustimmung und soll nun in Arbeitsgruppen vertiefend behandelt werden. Zahlreiche der Anwesenden trugen sich in die entsprechenden Listen ein.
Sowohl Landrätin Kirsten Fründt als auch Bürgermeister Thomas Groll dankten der Dorfgemeinschaft für das bisher gezeigte Engagement. Die erarbeiteten konzeptionellen Überlegungen seien eine sehr gute Grundlage für das weitere Vorgehen. Ortsvorsteher Jörg Grasse verwies darauf, dass aufgrund der im Dorfgemeinschaftshaus bereits vorhandenen Räumlichkeiten zahlreiche Angebote schon jetzt starten könnten.
Mitglieder des Gesangvereins äußerten den Wunsch, nach einer möglichen Veräußerung der Vereinsräumlichkeiten (ehern. Momberger Wirtshaus am Teich) auch im „multifunktionalen Haus“ Unterkommen zu können. Bürgermeister und Ortsvorsteher sagten zu, dass man eine Bleibe für die Übungsstunden finden werde. Einen festen Vereinsraum werde es aber aufgrund der Konzeption und der Förderbedingungen im alten Kindergartengebäude nicht geben können.

Kleinkunstfestival „Goldener Biber“ Neustädter Artistenfestival findet 2019 eine Fortsetzung

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr findet auch 2019 wieder ein „Neustädter Artistenfestival“ um den „Goldenen Biber“ statt. Wie im vergangenen Jahr auch, wird das Chapiteau der Familie Bichlmaier beim Junker-Hansen-Turm aufgebaut.
Vom 7.-11. Oktober 2019 wird es zunächst wieder einen Mitmach- Circus für Kinder von sechs bis zwölf Jahren geben. Am Sonntag, dem 13. Oktober 2019, findet dann der Wettstreit um den „Goldenen Biber“ statt. Circusdirektorin Anni Bichlmaier und Bürgermeister Thomas Groll haben hierfür diesmal Thomas Zimmermann aus Berlin als Partner gewonnen.
Zimmermann absolvierte die staatliche Fachschule für Artistik in Berlin – heute staatliche Ballettschule und Schule für Artistik – und begann 1986 beim Staatscircus der DDR seine künstlerische Laufbahn als Jongleur an Masten. Nach der Auflösung des Staatscircus baute er sich gemeinsam mit seiner Frau eine äquibrilistische Jonglerie auf. Im Jahr 2005 beendete das Paar seine aktive Laufbahn. Thomas Zimmermann studierte Berufspädagogik und begann seine „zweite Karriere“ in der beruflichen Bildung. Am Europäischen Bildungswerk für Berufe und Gesellschaft ist er seit 2007 Leiter des regionalen Kompetenzzentrums in Berlin und wurde 2014 zum Geschäftsführer der Plan B Gemeinnützige Gesellschaft für berufliche Bildung mbH ernannt. Ab 1. November 2017 übernahm er auch „DIE ETAGE“, wo er Vereinsvorsitzender und Schulleiter ist. Thomas Zimmermann ist dem Metier immer verbunden geblieben. So setzt er sich für die schulische und berufliche Bildung von beruflich Reisenden ein.
„DIE ETAGE“ ist eine Schule für darstellende und bildende Künste. Dort wird auch Artistik und Akrobatik gelehrt. Thomas Zimmermann wird neben Darbietungen u.a. aus dem Familiencircus „Manegentraum“ das diesjährige Auswahlprogramm mit angehenden Artisten aus der Schülerschaft „Die ETAGE“ bereichern. Bürgermeister Thomas Groll ist sich sicher, dass auch 2019 wieder ein niveauvolles und hochwertiges Circusprogramm den Besuchern geboten werden kann.
Gemeinsam mit Anni Bichlmaier legt er Wert darauf, in diesem Jahr den Festival-Charakter noch auszubauen. So soll am frühen Nachmittag mit Aktivitäten mit Musik rund um das Circuszelt begonnen werden. Auf die Besucher warten dabei neben einer kleinen schwungvollen Kapelle und verschiedenen Angeboten an Essen und Getränken auch Mitmach-Angebote. Hierbei wird sich dann auch wieder die Kindertagesstätte „Regenbogen“ mit dem Förderverein einbringen.
Die Vorstellungen von Bichlmaier, Groll und Thomas Zimmermann gehen aber noch weiter. In den kommenden Jahren würden sie gerne daran arbeiten, das Artistenfestival um den „Goldenen Biber“ nicht nur zu etablieren, sondern auch zu einem Treffpunkt für Familiencircusse und Circus-Schulen zu machen. Der Meinungsaustausch soll vorangetrieben werden und eine Plattform für den klassischen Familiencircus geschaffen werden. So etwas, so Bürgermeister Thomas Groll, gehe nur schrittweise. Voraussetzung sei neben der Akzeptanz beim Publikum auch eine ausreichende Zahl von Sponsoren.
Im Herbst 2019 sollen wieder Bäume im Neustädter Geburtenwald gepflanzt werden
Im Oktober 2019 will die Stadt Neustadt (Hessen) gemeinsam mit Hessen Forst den Geburtenwald auf einem Waldstück Richtung Gleimenhain weiter anwachsen lassen. Auch 2019 sollen dort Eltern von neugeborenen Kindern die Möglichkeit erhalten, einen Baum zu pflanzen, ebenso können sich Eltern von früheren Geburtsjahrgängen beteiligen.
Gegen einen Unkostenbeitrag von 5,- Euro erhält man einen ca. 50 cm hohen Baum, einen Holzstab zum Befestigen, einen Schutz gegen Verbiss und ein Namensschild. Der Kostenbeitrag umfasst ferner die Anzuchtspflege sowie evtl. Pflegemaßnahmen durch Hessen Forst. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Interessierte können sich noch kurzfristig im Rathaus unter Tel. 06692-890 oder per Mail magistrat@neustadt-hessen.de anmelden. Weitere Informationen folgen dann im III. Quartal 2019.

Sitzung des Ortsbeirates Mengsberg

Am 4. Juni 2019 fand im Schulungsraum des Feuerwehrhauses die zweite Sitzung des Ortsbeirates Mengsberg in 2019 unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Karlheinz Kurz statt. Dieser konnte hierzu neben den Mengsberger Ortsbeiratsmitgliedern und Stadtverordneten auch Bürgermeister Thomas Groll, Stadtrat Klaus Schwalm sowie Helmut Zieße, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereines, begrüßen.
Bürgermeister Thomas Groll, Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, Erwin Schorbach, Jan van Holten, Karl Heinz Waschkowitz, Markus Stern, Erich Schenk und Schriftführer Norbert Pfister (v. links) nahmen an der Ortsbeiratssitzung teil.
Zu Beginn der Sitzung gab der Ortsvorsteher einen umfangreichen Bericht darüber ab, was seit der letzten Sitzung an „Kleinigkeiten“ im Dorf passiert ist. So wurde mittlerweile eine zusätzliche Straßenlampe im Bereich des Lindenweges errichtet. Der Leuchtenkopf soll in Kürze folgen. Seitens der Kommune wurden Straßenreparaturarbeiten in den Bereichen „Kühle Bäume“, „Tonweg“ und „Zur Wolfsdelle“ veranlasst. Mittlerweile sind 130 Haushalte und öffentliche Gebäude an das Nahwärmenetz der Bioenergiegenossenschaft Mengsberg angeschlossen. 22 weitere fehlen noch. Diese sollen in den kommenden Wochen ans Netz gehen. Auf Vorschlag des Ortsvorstehers wurde eine Erneuerung der Beleuchtungsanlage in der Grillhütte zunächst zurückgestellt, da die dortige WC-Anlage dringend reparaturbedürftig sei. Die Sanierung soll noch vor dem Dorfjubiläum Anfang August 2019 vorgenommen werden. Die Kommune hat – wie in den letzten Jahren auch – 10.000 Euro für Maßnahmen im Bereich der Grillhütte zur Verfügung gestellt. Inzwischen, so Karlheinz Kurz, sei aber die elektrische Anlage in der Grillhütte erneuert worden. Bei einer Begehung der Unfallkasse sei
festgestellt worden, dass noch eine Fluchttür einzubauen sei. Dies wird der Ortsvorsteher in Kürze veranlassen. Vor dem Feuerwehrhaus wurde eine zusätzliche Aufstellfläche für einen Glascontainer gepflastert. Auf Initiative des Heimat- und Verschönerungsvereines wird ein zusätzlicher Kleidercontainer im Dorf aufgestellt. Die Mieteinnahme von 200 Euro wird der Heimat- und Verschönerungsverein für seine Aktivitäten verwenden, erläuterte Helmut Zieße.
Bürgermeister Thomas Groll ging in seinem Bericht unter anderem auf die Einführung der wiederkehrenden Straßenbeiträge und die gerade angelaufene Befragung der Grundstückseigentümer ein. Er bat um Verständnis dafür, dass sämtliche Grundstückseigentümer angeschrieben worden seien und man um Auskunft bitte. Dies sei notwendig, um die Gebührenbescheide korrekt erstellen zu können. Dass es bei über 4.000 Fällen den einen oder anderen Fehler gebe, sei (leider) „normal“, aber natürlich für den Einzelnen „ärgerlich“. Gleichwohl, so der Bürgermeister und die anwesenden Mitglieder des Ortsbeirates übereinstimmend, seien die wiederkehrenden Straßenbeiträge für
fast alle Grundstückseigentümer ein Vorteil gegenüber der derzeitigen Regelung, dies werde man in den kommenden Jahren sicherlich am Geldbeutel merken. Weiterhin berichtete Thomas Groll, dass das Land Hessen der Kommune einen Bürgerbus bewilligt habe. Dieser werde am Hessentag in Bad Hersfeld in Empfang genommen und solle ab September eingesetzt werden. Groll berichtete außerdem über die laufende Umfrage über Baulücken sowie zur geplanten Umnutzung des alten Kindergartengebäudes in Momberg zu einem multifunktionalen Haus. Zwischenzeitlich wurde das integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) im Rahmen des Dorfentwicklungsprogrammes von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen genehmigt. „Nunmehr kann die Dorfentwicklung richtig starten“, so der Bürgermeister. Am 25. Juni 2019 soll um 19 Uhr im Bürgerhaus Momberg eine weitere Informationsveranstaltung stattfinden. Dabei wird sich auch Architektin Monika Heger aus Jesberg vorstellen, welche die Privatberatung übernehmen wird. Hierzu sind alle Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer aus Mengsberg, Momberg und Speckswinkel herzlich eingeladen. Fördergebiete sind bis 2024 jeweils die historischen Ortskerne. In Mengsberg kommt dann noch der Bereich „Hegeholz“ hinzu. Thomas Groll berichtete darauf hin, dass noch im Herbst 2019 im Rahmen des IKEK erste Planungsaufträge vergeben werden sollen. Hierbei geht es um eine Studie zur Revitalisierung des Ortskernes von Speckswinkel, dem Umbau des alten Kindergartengebäudes in Momberg zu einem multifunktionalen Haus und eine Machbarkeitsstudie für eine Gemeinschaftseinrichtung in Mengsberg“. „Mir ist bewusst, dass es gerade in Mengsberg eine große Erwartungshaltung im Hinblick auf die Dorfentwicklung gibt. Dies rührt aus den erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen der Jahre 2011 – 2014 her. Ich habe immer gesagt, dass wir im Rahmen der Dorfentwicklung in Mengsberg mehrere seinerzeit entwickelte Projekte umsetzen wollen und dazu stehe ich nach wie vor. Zunächst ist es in meinen Augen notwendig, eine Machbarkeitsstudie für eine zukünftige Gemeinschaftseinrichtung zu erstellen. Hierbei soll das evangelische Gemeindehaus betrachtet werden. Es sollte aber auch eine Alternativen-Abwägung stattfinden. Daher sollten wir das Gasthaus Ochs ebenfalls in unsere Überlegungen mit einbeziehen. Nach Erstellung dieser Studie muss diese dann in den Gremien und mit der Bevölkerung besprochen werden“, so Bürgermeister Thomas Groll. Darüber hinaus sollten bis 2024 die Projekte Umbau Altes Backhaus zu einer „Raststation für Radfahrer“ am Wiera- Wohra-Radweg, die Umgestaltung des Spielplatzes am Feuerwehrhaus, eine Umgestaltung des Lindenplatzes sowie des Kirchplatzes ins Auge gefasst werden.
Der Ortsvorsteher schlug vor, die 2019 auf Mengsberg entfallende Ehrenamtspauschale des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Höhe von rund 1.000 Euro auf den Heimat- und Verschönerungsverein sowie die Waldinteressenten zu verteilen. Der Heimat- und Verschönerungsverein wird damit seine Vereinsaktivitäten fortführen können. Die Waldinteressenten wollen Arbeiten im Kinderwald durchführen. Dieser Vorschlag stieß auf einhellige Zustimmung. Ortsvorsteher Karlheinz Kurz sprach auf Bitten der Anwohnerschaft die Beleuchtungssituation im Bereich der unteren „Schönen Aussicht“ an. Hier würde zumindest eine Straßenlampe fehlen. Im Anschluss an die Ortsbeiratssitzung fand dann noch eine Ortsbesichtigung statt. Bürgermeister Thomas Groll stimmte der Auffassung von Karlheinz Kurz zu. Er sagte zu, zumindest eine weitere Lampe errichten zu lassen. Ob dies noch 2019 möglich sei, hänge von den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln ab. 2020 werde das Projekt aber auf alle Fälle umgesetzt.
Der Ortsvorsteher berichtete auch über das Programm der 725 Jahr- Feier Mengsberg, die vom 2.-4. August 2019 stattfinden wird. Die Feierlichkeiten werden in die Kirmes der Burschenschaft eingebunden sein. Am Freitagabend ist zunächst eine Totenehrung mit Kranzniederlegung vorgesehen. Dann soll am Lindenplatz ein Gedenkstein enthüllt werden. Später wird die Kirmes im Festzelt beginnen. Für Samstag plane Pfarrerin Anne Rudolph eine Aktion für Jugendliche. Am Sonntag soll es einen Gottesdienst und ein gemeinsames Mittagessen geben. Im Anschluss werden zahlreiche Ehrengäste, darunter Regierungspräsident Dr. Christoph Ulrich aus Gießen und Landrätin Kirsten Fründt erwartet. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird am Nachmittag der Auftritt von Udo Seifert und
den Original Mengsberger Schützenmusikanten sein. Dabei sollen Erinnerungen an „alte Zeiten“ hervorgerufen werden. Im Vorfeld der Jubiläumsfeier findet bereits am 23.6. eine Schlepperrund- fahrt/Wanderung des Heimat- und Verschönerungsvereines und der Waldinteressenten statt. Hierüber wurde bereits jeder Mengsberger Haushalt informiert, Gäste aus den umliegenden Städten und Dörfern sind willkommen.
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ berichtete Karlheinz Kurz davon, dass sich die Bioenergiegenossenschaft um den Euro-Solar- Preis beworben habe. Auch mit Schäden durch eindringendes Wasser bei Starkregenereignissen im Vereinsheim des TSV Mengsberg befasste sich der Ortsbeirat. Hier soll es einen Ortstermin zwischen Verein, Kommune und dem Zweckverband Hessische Abwasser- werke geben.

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