Neustädter Mitteilungsblatt

Erzählcafe Mengsberg aktiv durch den Sommer

Auch in der Sommerzeit öffnete das Mengsberger Erzählcafe einmal im Monat seine Pforte und hat sich damit als regelmäßiger Treffpunkt für die ältere Generation etabliert in dem immer wieder auch Neues gewagt wird. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal ein Ausflug unternommen. Wunschgemäß nicht allzu weit sollte es gehen und so wurde als Ziel Damms Hof in Rauschenberg auserkoren. Der Familienbetrieb Damm betreibt neben der Milchwirtschaft ein Eiscafe mitten im Grünen. Auf der großen Terrasse fand das mit 25 Personen angereiste Erzählcafe Platz und genoss bei herrlichem Wetter den Blick über Rauschenberg und natürlich leckeres Eis aus eigener Produktion des Milchviehbetriebes. Sogar den Ursprung des Eises, also die Milchlieferanten, konnten angeschaut werden, wobei der Melkroboter besonderes Interesse der Besucher aus Mengsberg hervorrief. Gut gefallen hat der kleine Ausflug allen und soll auf jeden Fall wieder auf dem Programm des Erzählcafes stehen, so wie auch der Grillnachmittag, der auch in diesem Jahr am Kirmesfreitag stattfand. Im Pfarrgarten wurde ein geselliger Nachmittag verbracht, der durch den Besuch der Burschenschaft mit Kapelle und Kirmesbär angenehm unterbrochen wurde. Die Burschen legten auf dem Weg zum Ortsvorsteher einen Zwischenstopp ein und sorgten mit dem Kirmesschnäpschen für jeden und Ständchen nach Wunsch für angenehme Unterhaltung. Für die kommenden Treffen des Erzählcafes, an jedem ersten Freitag im Monat um 15.30 Uhr, sind keine Extratouren geplant, trotzdem sind die Treffen wertvoll für alle, die gerne erzählen oder zuhören möchten und jeder und jede sind immer herzlich eingeladen. Das nächste Erzählcafe findet am Freitag, dem 4. September um 15.30 Uhr im Gemeindehaus Mengsberg statt.

Mit einem Ortsrundgang, der vom „Weidenbrunnen“ bis zum „Struthbrunnen“ führte, begann die Zusammenkunft des Ortsbeirates Neustadt am 26. August

Ortsvorsteher Klaus Groll hatte eine Idee von Bürgermeister Thomas Groll gerne aufgegriffen und zu der Begehung eingeladen. Bei bestem Sommerwetter endete der vorabendliche Rundgang an der Grillhütte hinter der Struth, wo dann auch die öffentliche Ortsbeiratssitzung entsprechend der festgelegten Tagesordnung stattfand. Die Mitglieder des Gremiums sprachen im Verlauf der knapp zweistündigen Begehung verschiedenste Themen „vor Ort“ an und Bürgermeister Thomas Groll nahm zu den einzelnen Fragen und Anregungen unmittelbar Stellung. Am „Weidenbrunnen“ wurde vom Ortsvorsteher auf den Zustand der drei Pergolen in der Ringstraße hingewiesen. Diese waren vor etwa 20 Jahren erstellt worden. Inzwischen seien einzelne Balken schadhaft, sodass eine Auswechselung erforderlich erscheine und auch ein Anstrich notwendig sei, regte Klaus Groll an. Die Zustandsbeschreibung treffe zu, stellte auch der Bürgermeister fest. Allerdings sei seinerzeit ein regelmäßiger arbeitsintensiver Anstrich nicht vorgesehen gewesen, weil sich die Stadt Anfang der 1990er Jahre für pflegeleichtes imprägniertes Holz entschieden habe. Das vorhandene Schadensbild soll aufgenommen und über mögliche Lösungen nachgedacht wer-

in. Den Gang durch den Bürgerpark nutzten die Ortsbeiratsmitglieder, um verschiedene Dinge zu betrachten, die von den Mitgliedern des Fördervereins Bürgerpark angelegt wurden. Als besonders gelungen fanden die Teilnehmer an der Begehung die Umrandung zweier Blumenbeete mit Basaltsteinen, die in den letzten Wochen entstanden waren. Die Anwesenheit zahlreicher Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Park war auch Anlass für den Bürgermeister, um über den aktuellen Sachstand in der ehemaligen EMAK zu informieren. Derzeit sind dort über 750 Menschen untergebracht. Nachdem das Diakonische Werk Oberessen nunmehr die Koordination der Ehrenamtsarbeit übernommen hat, soll die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen endlich Anfang Oktober beginnen. Auf die hölzerne Wierabrücke, die vom Bürgerpark zum Parkplatz „Neukauf“-Markt führt, treffe das gleiche zu de auf die verschiedenen Pergolen, so Ortsvorsteher Groll. Auch diese sei „in die Jahre gekommen“. In diesem Zusammenhang verlies der Bürgermeister darauf, dass bereits einzelne Bohlen ausgetauscht worden seien. Allerdings sei auch hier kein Anstrich vorgesehen. Er sagte zu, dass die Stadt den Zustand der Brücke, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit für die Fußgänger, im Auge behalten werde.

Danach informierten sich die Ortsbeiratsmitglieder über den Baufortschritt in der Hindenburgstraße. Der Ortsvorsteher sprach in diesem Zusammenhang verschiedene, zwischen Privatgrundstücken gelegene öffentliche Verkehrsflächen an, deren Ausbau im Rahmen der Gesamtmaßnahme geprüft werden müsse. Insgesamt, so der Bürgermeister, gehen die Arbeiten wegen verschiedener Schwierigkeiten (Grundwasser, Lage und Zustand der Hausanschlüsse) zwar langsam, aber entsprechend dem Bauzeitenplan vonstatten. Das Ende der Maßnahme ist für April 2016 vorgesehen. Danach anschließend sollen die Bauarbeiten in der Querallee beginnen. Bürgermeister Groll betonte, dass eine Sperrung dieses „Nadelöhres“ die größten Schwierigkeiten für den Verkehrsfluss mit sich brächte. Daher müsse geprüft werden, ob der Verkehr gegebenenfalls einspurig aufrechterhalten werden könne. In diesem Zusammenhang wurden auch die vom OV vorgeschlagenen, sowie die zur Beschlusslage anstehenden Maßnahmen der Prioritätenliste Straßenbau innerörtlicher Straßenbau 2016 – 2021 erörtert. Im Zusammenhang mit dem auf der Begehungsstrecke liegenden „Haus der Begegnung“ wurde die Notwendigkeit eines Bürgerhauses für die Neustädter Kernstadt diskutiert. Über diese Notwendigkeit besteht Einigkeit zwischen allen Beteiligten. Sollte das ehemalige „Soldatenheim“ weiter genutzt werden, dann sind nach einhelliger Meinung tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen unausweichlich. In den nächsten Monaten müsse dazu eine Grundsatzentscheidung fallen, stellte der Bürgermeister fest. Für eine abgewogene Entscheidung wäre es in seinen Augen aber hilfreich zu wissen, ob und gegebenenfalls zu welchen Konditionen eine Nutzung der Turnhalle der „Waldschule“ nach einer Sanierung oder einem Umbau durch den Kreis als Alternative zum gegenwärtigen „Haus der Begegnung“ in Betracht kommen könne. Bei der Kindertagesstätte „ Regenbogen “ in der Allee wurde nach einem fehlenden Sonnenschutz für die kommunale Bücherei gefragt. Der Zustand sei bekannt, nach kostengünstigen Lösungen solle im Zuge der Haushaltsberatungen für 2016 gesucht werden, so Thomas Groll. Der Ortsbeirat spricht sich ebenso wie der Bürgermeister dafür aus, das Neustädter Freibad zu erhalten. Aufschlüsse über die Zukunft, und etwaiger Kosten, erwarten sich die Parlamentarier von einer Freibadstudie, die der Magistrat kürzlich in Auftrag gegeben hat. „Das Bad ist über 40 Jahre alt und nicht mehr in allen Bereichen zeitgemäß. Klar ist allerdings auch, dass wir zwischen Notwendigem und Wünschenswertem unterscheiden müssen“, stellte der Bürgermeister fest. Kleinere, im Bereich des Parkplatzes festgestellte Gefahrenquellen wurden durch den Bürgermeister notiert. Diese Mängel soll der Bauhof demnächst abstellen. Am Jugendraum erkundigten sich sie Ortsbeiratsmitglieder über den Stand der kommunalen Jugendarbeit. Wie Bürgermeister Groll feststellte werde der Jugendraum durchaus rege genutzt. Auch die Gestaltung des Außengeländes sei positiv angenommen worden. Das neue Team der Jugendpfleger habe sich inzwischen gut eingelebt und werde von den Jugendlichen akzeptiert. Auf dem Weg zum „Struthbrunnen“ zeigte sich, dass die Zuwegung unmittelbar hinter der „Waldschule“ einer Verbesserung bedürfe. Der Bürgermeister sagte eine Prüfung zu, verwies gleichzeitig aber auch darauf, dass sich mögliche Arbeiten am tatsächlichen Bedarf orientieren sollten. An der Grillhütte wurden die unter Leitung des Ortsvorstehers geleisteten ehrenamtlichen Arbeiten ebenso positiv hervorgehoben wie die Aufstellung von Spielgeräten durch den kommunalen Bauhof. „Auch für das kommende Jahr gibt es schon wieder die eine oder andere Idee zur Verbesserung“, so Ortsvorsteher Groll. Beispielsweise denkt er an einen Wagen „Marke Eigenbau“ zum einfacheren Transport der in der Grillhütte gelagerten Tische und Bänke, die Beschaffung von Sonnenschirmen für den Freisitz und die Aufstellung einer Bank nahe den Spielgeräten. Im kommenden Jahr soll zudem ein Teilbereich um die Grillhütte mit einem kostengünstigen „Bonanza Zaun“ eingezäunt werden. Unter dem Punkt „Bericht des Bürgermeisters“ befasste sich der Ortsbeirat anschließend unter anderem noch mit der Einstellung eines zusätzlichen Hilfspolizisten zur Überwachung des ruhenden Verkehrs, der Neugestaltung des Ehrenmals und dem oftmals schlechten Zustand der Toiletten im Historischen Rathaus. Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister, dass es keine Bestrebungen der Kommune geben werde, über die geplanten Windräder – sechs im Bereich Dreiherrnstein, zwei im Bereich Apostelbuchen – weitere Anlagen im Gemarkungsgebiet der Stadt Neustadt zu errichten. Dies sei so auch im Entwurf des Teilregionalplans Energie vorgesehen, der in Kürze öffentlich ausliegen werde. Zum Abschluss berichteten Klaus Groll und Eckhard Bieker über die Planungen zum diesjährigen Nikolausmarkt. Dieser soll in Adventsmarkt umbenannt und am Sonntag, dem 6.12. stattfinden. Nach derzeitigem Planungsstand ist von rund 40 Ständen auszugehen. Neben den Freiflächen sollen die Stände im Historischen Rathaus, dem Pfarrheim und dem Haus der Vereine Platz finden. Bestellt und organisiert vom Gewerbeverein wird auch der Nikolaus die kleinen Marktbesucher wieder mit seiner Anwesenheit erfreuen. Darüber hinaus ist am Nachmittag ein vorweihnachtliches Konzert in der Trintatiskirche vorgesehen.

Neustädter Sozialdemokraten beraten über mögliche Themen für die Kommunalwahl 2016

Die Mitglieder der SPD-Ortsvereine Speckswinkel, Momberg, Mengsberg und Neustadt kamen zu einer gemeinsamen Versammlung anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl im Frühjahr 2016 zusammen. Die Zielsetzung des Abends bestand aus einem lockeren Austausch sowie weiterführenden Diskussionen über mögliche relevante Themen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Neustadt (Hessen).

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einer allgemeinen Begrüßung durch den Neustädter SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Reiner Bieker, führte der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Hans-Gerhard Gatzweiler, in eine kurze Situationsanalyse anlässlich des in der Vergangenheit erzielten Wahlergebnisses bei der letzten Kommunalwahl 2011 ein.

Bei der letzten Wahl erhielten die SPD Neustädter Sozialdemokraten rund 42% der abgegebenen Stimmen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Neustadt (Hessen).

„Fest steht, das tolle Ergebnis aus dem Jahr 2011 gilt es, wieder zu erreichen, bzw. noch um weitere Stimmen im Jahr 2016 zu steigern“, wünschte sich der Fraktionsvorsitzende Hans-Gerhard Gatzweiler im Einvernehmen aller Anwesenden.

Im Anschluss an die Ausführungen von Hans-Gerhard Gatzweiler eröffnete Reiner Bieker eine Runde zur offenen Themenfindung. Hierbei wurden viele Vorschläge diskutiert und gemeinsam analysiert. Es ging um Verbesserungen der Freizeiteinrichtungen (z.B. Freibad, Hartplatz (Ochsenwiese), Weiterbau A49, Haus der Begegnung, Straßenbau- Straßenerneuerung und die Parkplatzsituation am Bahnhof, um nur einige Themen zu nennen.

Die erarbeiteten Themenfelder werden nun von den Vorsitzenden in der nächsten Mitgliederversammlung vorgestellt.

Es ist wichtig, das Ohr an der Basis zu haben, schloss Reiner Bieker diesen Tagesordnungspunkt zufrieden ab.

Zum Abschluss der Versammlung beschäftigten sich die Sozialdemokraten auch mit der Situation der Flüchtlinge und der Erstaufnahmeeinrichtung in der Kernstadt. Nach intensiver Diskussion bestand Einigkeit darüber, dass auch das Thema in das Wahlprogramm aufgenommen werden muss.

Die Neustädter Sozialdemokraten bedauern das tragische Unglück sehr, welches sich am Neustädter Bahnhof ereignet hat und bekräftigen wiederum ihre klare Haltung der Hilfe und Solidarität gegenüber allen Menschen, die in Notsituationen geraten, und daher unsere Hilfe und Solidarität bedürfen.

Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge CDU-Kreistagsfraktion informierte sich über die Situation in Neustadt

Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion waren am 27. August 2015 nach Neustadt gekommen, um sich in einem Gespräch mit Bürgermeister Thomas Groll über die örtliche Situation drei Monate nach Schaffung der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne zu informieren. Fraktionsvorsitzender Werner Waßmuth und der Vorsitzende des Arbeitskreises Soziales, Stephan Klenner, betonten eingangs der Unterredung, dass es zweifellos eine große Herausforderung für eine Kommune der Größe Neustadts sei, innerhalb weniger Wochen 750 Flüchtlinge aufzunehmen. Beide Kommunalpolitiker begrüßten den von Bürgermeister Thomas Groll regelmäßig in der Öffentlichkeit vertretenen Ansatz eines „realistischen Umgangs“ mit der Flüchtlingsthematik. „Gutes und Schlechtes muss benannt werden. Bürgerkriegsflüchtlinge brauchen unsere Hilfe. Menschen, die aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland kommen, haben bei allem Verständnis für ihre Lage keinen Anspruch auf Asyl. Die Politik muss die Sorgen und Ängste der Bürger ernst nehmen. Tut man dies nicht, so wird Radikalen eine Plattform geboten“, so Werner Waßmuth. Die Anwesenden waren sich darin einig, dass Flüchtlinge – gleich ob sie bleiben dürfen oder Deutschland wieder verlassen müssen – korrekt behandelt werden müssen. „Gewalt gegen Menschen und Einrichtungen ist zu verurteilen und muss verfolgt werden“, erklärte Waßmuth. Thomas Groll berichtete anschließend davon, dass die Zusammenarbeit mit der Einrichtungsleitung und der örtlichen Polizei eng und vertrauensvoll sei. Probleme würden offen angesprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Das Land habe inzwischen erkannt, dass es die EAE- Kommunen bei der Bewältigung der Aufgabe über die Zahlung erhöhter Schlüsselzuweisungen hinaus unterstützen müsse. Das Programm „Gemeinwesenarbeit“ sei hier ein erster wichtiger Schritt. Den Flüchtlingen begegne man in Neustadt nun im Bürgerpark, beim Einkaufen oder in der Innenstadt. Dabei gebe es positive, aber natürlich auch negative Erfahrungen. Beides müsse man in seinen Augen thematisieren. „Wer den Mantel des Schweigens über Fehlverhalten ausbreitet, der geht den Problemen nur vorübergehend aus dem Weg“, so Thomas Groll. Die Kreispolitiker zollten den Neustädtern Anerkennung für den bisherigen Umgang mit der Aufgabe. Im weiteren Verlauf der Unterredung kamen dann Themen wie öffentliche Sicherheit, Brandschutz oder medizinische Versorgung zur Sprache. Bürgermeister Thomas Groll bekräftigte seine Forderung nach rascher Schaffung der benötigten sozialen Infrastruktur in der EAE. „Im Sommer können die Flüchtlinge in den Bürgerpark gehen und die Zeit im Freien verbringen. Dies ist im Herbst und Winter nur begrenzt möglich. Die Menschen brauchen aber auch dann einen möglichst strukturierten Tagesablauf. Ist das nicht gegeben, dann kommt es eher zu Dummheiten. Wichtig ist daher auch, dass die ehrenamtliche Arbeit in der EAE im Oktober endlich beginnt“, stellte Groll fest. Klar sei, dass die EAE aufgrund des ungebrochenen Flüchtlingszustroms „noch lange“ nötig sei. Es gelte daher alles dafür zu tun, die mehrheitliche Akzeptanz der Bevölkerung für die Einrichtung aufrecht zu erhalten. Zum Abschluss sagten die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion zu, die Anliegen Neustadts gegenüber dem Landkreis und dem Land im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen.

Kommunalwahl 2016

CDU Neustadt lädt zur Teilnahme an Bürgerbefragung ein

Am 6. März 2016 finden in Hessen Kommunalwahlen statt. An diesem Tag wird u. a. auch über die künftige Zusammensetzung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung entschieden. Seit Wochen befasst sich der CDU-Stadtverband nun schon mit der inhaltlichen und personellen Vorbereitung der Wahl. Bereits im Vorfeld des Urnenganges, so CDU-Vorsitzender Franz-W. Michels, sei den Christdemokraten die Meinung der Bevölkerung wichtig. „Als erste Partei oder Wählergruppe laden wir daher die Bürgerschaft unserer Kommune zur Teilnahme an einer Bürgerbefragung ein. Damit haben wir als CDU das Ohr am Bürger.“ Die eingegangenen Antworten werden nicht nur ausgewertet und der Öffentlichkeit präsentiert, sondern auch Eingang in das Kommunalwahlprogramm der CDU Neustadt finden, das im Herbst erstellt wird. „Immer wieder klagt man über Politikverdrossenheit, nun hat jeder die Möglichkeit seine Sicht der Dinge einzubringen. Es wäre schön, wenn diese Möglichkeit, rege genutzt wird“, betont Michels.

Ausgearbeitet wurde die Bürgerbefragung vom Wahlvorbereitungsausschuss der CDU Neustadt, dem neben Michels Wolfram Ellenberg, Hans-Dieter Georgi, Thomas Groll, Karl-Eugen Ramb, Klaus Schwalm und Karl Stehl angehören. Die über 60 Fragen, die anhand einer Notenskala bzw. durch „Ja“ oder „Nein“ innerhalb weniger Minuten beantwortet werden können, gliedern sich in die Bereiche Verkehr, Lebensqualität, Soziales, Finanzen und Kommunale Infrastruktur.

Es ist vorgesehen, dass die rund 4.000 Fragebögen bis Mitte September an die Haushalte in Neustadt, Mengsberg, Momberg und Speckswinkel verteilt werden. Um Rückgabe an die CDU-Vorstandsmitglieder wird nach Möglichkeit bis zum 4. Oktober gebe

ten. Die Antworten können anonym erfolgen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, an der Verlosung zweier Reisen nach Berlin teilzunehmen.

„Uns ist bewusst, dass eine solche Befragung natürlich nicht repräsentativ ist. Gleichwohl erhoffen wir uns ein Meinungsbild der Bevölkerung bei den wichtigen Themen der kommenden fünf Jahre: Der Frage nach einem Bürgerhaus für die Kernstadt, der Freibadsanierung oder den städtischen Finanzen“, erläutert Franz-W. Michels.

Die Befragung wird von den Neustädter Christdemokraten zudem als ein Stimmungsbild über die kommunalpolitische Arbeit seit 2011 verstanden.

„In dieser Legislaturperiode lag ein besonderer Fokus auf der Konsolidierung der städtischen Finanzen. Den von Bürgermeister Thomas Groll eingeschlagenen „Sparkurs mit Augenmaß“ haben wir dabei ebenso mitgetragen wie die Erhöhung kommunaler Steuern und Abgaben. Die CDU begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass es in dieser wichtigen Frage nach der Bürgermeisterwahl vom Januar 2013 keinen grundsätzlichen Dissens mehr zwischen den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung gab“, hebt der CDU-Vorsitzende hervor.

Auch in den Bereichen Soziales, Lebensqualität und Erhalt der kommunalen Infrastruktur wurde erneut einiges geleistet. Für die Christdemokraten ist nun von Interesse, ob die Bürgerschaft ihre diesbezüglichen Einschätzungen teilt.

Von besonderer Wichtigkeit für Neustadts CDU ist natürlich auch die Flüchtlingsthematik und hier insbesondere die Erstaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne. „Auch hier gibt es einen Grundkonsens zwischen den örtlichen Kommunalpolitikern. Dieser ist in diesem Bereich auch unverzichtbar. Plakative Sprüche führen nicht weiter, pragmatische Lösungen sind gefragt. Das zielorientierte Vorgehen des Bürgermeisters findet unsere vollste Unterstützung“, stellt Franz-W. Michels heraus.

Leserbriefe

Für Leserbriefe tragen die jeweiligen Verfasser die Verantwortung. Kürzungen behalten wir uns vor. Die Redaktion

Liebe Freunde der CDU,

erfreut habe ich den Fragebogen „CDU fragt nach“ aus meinem Briefkasten gezogen.

Mir gefällt es sehr gut, dass sie mit vielen Fragen die Neustädter Bevölkerung zu ihrer Meinung zu den Themen Verkehr, Lebensqualität, Soziales, Finanzen und Kommunale Infrastruktur befragen. Direkte Bürgerbeteiligung ist hilfreich, um ein Wahlprogramm aufzustellen.

„Die CDU Neustadt hat damit das Ohr am Bürger“, so ihr Motto. Sie führen dann weiter aus: „Erstmals wird in unserer Kommune eine Bürgerbefragung von einer Partei oder Wählergruppe vor der Wahl durchgeführt.“

Diese Aussage ist leider falsch, wie bei vielen Themen ist es auch diesmal so, die CDU braucht etwas länger….

Bereits im Sommer 2000 hat die SPD eine vergleichbare Befragung durchgeführt. Damals haben wir 141 Fragebögen zurückerhalten. Wenn ich mich richtig erinnere, hielten sie damals von unserer Befragung wenig und behaupteten, die Ergebnisse seien nicht repräsentativ und deshalb kaum verwertbar!

Nach 15 Jahren geben sie mit ihrer Befragung nun zu, so falsch können wir damals mit der Methode doch nicht gelegen haben. Typisch Neustädter CDU

Aber wir sind nicht nachtragend: Deshalb liebe Wähler beteiligen Sie sich aktiv an der Befragung der CDU, Ihre Antworten helfen uns, ihre Meinung in unsere Beschlüsse mit einzubeziehen.

Die damaligen Ergebnisse können Sie in einem OP-Artikel vom 27. Juli 2000 nochmals nachlesen: www-spd-neustadthessen.de.

Liebe Freunde der CDU, nicht böse sein. Ich wünsche der Befragung viel Erfolg und würde mich über eine Zusammenstellung der Gesamtergebnisse freuen. Wir beteiligen uns dann gerne an der Bewertung und Diskussion der Antworten.

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