Stadt hat Fördertöpfe im Blick

Programm soll demografischem Wandel entgegenwirken

Die Stadt Neustadt will sich um eine Aufnahme in das Hessische Dorf­entwicklungsprogramm bewerben und so Förder­mittel für Mengsberg und Speckswinkel abgreifen.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Demografischer und sozioökonomischer Wandel stellen viele Städte und Gemein­den im ländlichen Raum (…) vor große Herausforderungen, die eine ganzheitliche kommunale Strategie und ein abgestimmtes Handeln aller am kommunalen Entwicklungsprozess beteilig­ten Personen erforderlich ma­chen. Das Dorfentwicklungs­programm des Landes Hes­sen unterstützt die Kommunen bei den notwendigen Anpas­sungsprozessen“, heißt es in ei­ner Vorlage, über die am Mon­tag Neustadts Stadtverordnete während ihrer Versammlung in Momberg (Beginn um 18.30 Uhr) entscheiden müssen.

Das bedeutet: Die Stadt möch­te einmal mehr an einem För­derprogramm teilhaben, das besonders auf kleine Dörfer ausgerichtet ist. Schon lange fordert Bürgermeister Thomas Groll das Land auf, die Kom­munen im ländlichen Raum mehr zu unterstützen; so käme die Stadt auf Umwegen an Gel* der. Ziel des Bürgermeisters ist es, Mengsberg und Speckswin­kel mit Fördermitteln auszustat­ten: Momberg befinde sich am Ende der Dorferneuerung, die Kernstadt komme wohl auf­grund der Förderbedingun­gen nicht in Frage: Förderfähig seien nur Orte, die weniger als 6 000 Einwohner haben: „Mit Zweitwohnsitzen kommen wir in Neustadt auf mehr als 6 000 Einwohner.“

Entscheidung über Bewerbung fällt am Montag

Für Mengsberg spreche, dass die Teilnahme an der Dorf­erneuerung 25 Jahre her sei und der Ort die „positiven Aspekte“ aus der erfolgreichen Teilnah­me am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vorweisen könne. Speckswinkel sei geeignet, weil dort das Projekt „Dorfmitte“ ein wichtiger Ansatz sei: Wäh­rend der Förderperiode dürfen in den Orten keine neuen Bau­gebiete ausgewiesen werden -was ja zum Projektziel passen würde, die Dorfmitte und ihre Wohnräume wiederzubeleben.

Weitere Förderrichtlinien sei­en noch nicht bekannt, „gleich­wohl ist es angezeigt, frühzeitig die notwendigen Willensbekun­dungen durch die Stadtverordnetenversammlung fassen zu lassen, um im Frühjahr 2014 entsprechend kurzfristig reagie­ren zu können“,

II Weitere Themen, mit denen sich die Stadtverordneten am Montag im Dorfgemeinschafts­haus befassen, sind Vorlagen zur Gebührensatzung der Kin­dergärten und zu einem Wind­park „Dreiherrenstein“ sowie die Haushaltseinbringung.

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