Neustädter Mitteilungsblatt

Ehrung für das Ehrenamt
Landrat Womelsdorf überreicht Landesehrenbriefe

Landrat Jens Womelsdorf hat im Marburger Landratsamt wieder Frauen und Männer für ihr ehrenamtliches Engagement ausge­zeichnet. Darunter waren auch Jan von Holten aus Mengsberg und Eckhard Sommer aus Speckswinkel. Auch Bürgermeister Thomas Groll und die Ortsvorsteher Karlheinz Kurz und Martin Nau­mann als Anreger der Ehrung freuten sich mit den beiden.
„Ehrenamtliches Engagement ist das Fundament unseres gesell­schaftlichen Zusammenhalts“, betonte Landrat Jens Womelsdorf. „Die Geehrten übernehmen seit vielen Jahren Verantwortung für ihre Mitmenschen. Mit ihrem Einsatz zeigen sie, wie wichtig Ver­lässlichkeit, Gemeinsinn und persönliches Engagement für eine lebendige Demokratie und ein starkes Miteinander im Landkreis sind“, ergänzte er.
Ehrenamtlich im Sport unterwegs ist Eckhard Sommer: Seit 1975 engagiert er sich beim TSV Speckswinkel 1920 e.V. Dabei war er in unterschiedlichen Funktionen tätig, unter anderem als Schriftfüh­rer sowie als Vorsitzender. Seit 2014 ist er Kassierer. Neben dem ehrenamtlichen Einsatz beim TSV Speckswinkel 1920 war er von 1995-2025 Ortsgerichtsschöffe beim Ortsgericht Neustadt.
Jan von Holten ist seit 2001 mit Unterbrechungen Stadtverordne­ter der Stadt Neustadt, wobei er von 2001 bis 2016 Mitglied im Jugend- und Sozialausschuss war. Seit 2016 ist er Mitglied im Orts­beirat Mengsberg. Neben seinem Einsatz in der Kommunalpolitik ist er auch beim Reit- und Fahrverein Mengsberg 1948 e.V. seit 1990 aktiv. Seit 1998 ist er dort Zweiter Vorsitzender. Er hat sich für den Bau der vereinseigenen Reithalle stark gemacht, sich bei zahlreichen Veranstaltungen engagiert und sich federführend bei der Reitplatzerweiterung im Jahr 2021 eingesetzt.
Bürgermeister Thomas Groll dankte Jan von Holten und Eckhard Sommer bei der Feierstunde im Landratsamt namens der Kommu­ne und lobte ihren vorbildlichen Einsatz für Vereine und Kommune.

Sportlerehrung: Danken und motivieren!

Am 22. Januar 2026 fand im „Haus für Alle“ in Mengsberg die Sportlerehrung der Stadt Neustadt (Hessen) statt. Nach einer mehrjährigen Unterbrechung, so Bürgermeister Thomas Groll, sei es wieder an der Zeit, einmal Kinder, Jugendliche und Erwach­sene zu ehren, die im vergangenen Jahr herausragende sportliche Erfolge auf Kreis-, Bezirks-, Landes- oder sogar Bundesebene er­zielen konnten.
Für den Beginn der Veranstaltung hatte man sich etwas Besonde­res einfallen lassen: In der örtlichen Reithalle stellte Sabine Rohn nach der Begrüßung durch den Bürgermeister zunächst den Reit- und Fahrverein Mengsberg näher vor und ging dabei u.a. auch auf das traditionelle Pfingstturnier ein. Anschließend boten junge Aktive einen Einblick in die Trainingsarbeit des rührigen Verei­nes. Vorgeführt wurden verschiedene Übungen des Voltigierens und eine extra für die Sportlerehrung eingeübte Quadrille. Mit Sabine Lecher präsentierte zum Abschluss eine der erfolgreichs­ten Reiterinnen des Reit- und Fahrvereins Mengsberg ihre Dres­sur-Kür zu Melodien aus dem Disney-Musical „König der Löwen“. Die Gäste spendeten kräftigen Applaus und Thomas Groll dankte dem Team um den Vereinsvorsitzenden Martin Rohn für das Mit­wirken an der diesjährigen Sportlerehrung.
Ortsvorsteher Karlheinz Kurz und Damen des Frauenstammti­sches hatten in der Zwischenzeit das „Haus für Alle“ vorbereitet und für einen Imbiss gesorgt. Ihnen galt ebenso wie Nelli Schlick von der Stadtverwaltung ein „Dankeschön“ des Bürgermeisters.
Neben örtlichen Kommunalpolitikern konnte Thomas Groll unter den Gästen der Sportlerehrung auch den Vorsitzenden des Sport­kreises Marburg-Biedenkopf, Stefan Backhaus, begrüßen.
In seiner Ansprache betonte der Bürgermeister, dass die Sport­lerehrung aus seiner Sicht drei Aufgaben erfülle: „Als Kommune möchten wir Danke für gezeigtes Engagement sagen, herzlich zu errungenen Erfolgen gratulieren und zugleich für die Zukunft motivieren. Wir beglückwünschen heute alle, die im vergangenen Jahr Medaillen und herausragende Platzierungen erzielen konn­ten und drücken natürlich für 2026 kräftig die Daumen.“
Der Bürgermeister erwähnte in seiner Rede aber auch das En­gagement von Trainern und Betreuern und hob weiterhin hervor, dass gerade die Eltern wichtige Unterstützer der jungen Aktiven seien. Sie leisteten Fahrdienste oder spendeten während der Wett­kämpfe Applaus und – wenn nötig – auch einmal Trost.
Die Kommune, so der Bürgermeister, habe in den vergangenen Jahren mit der Anlage eines Kunstrasenplatzes gemeinsam mit dem VfL Neustadt, der Sanierung des Waldstadions, den Ver­besserungen im Hallenbad und der Attraktivierung des Freibades zahlreiche örtliche Sportstätten auf den neuesten Stand gebracht und unterstütze regelmäßig die Vereine bei der Unterhaltung und Erweiterung ihrer eigenen Anlagen sowie im Rahmen der Ver­einsförderung.
„Uns ist es wichtig, dass man vor Ort Sport treiben und damit sinnvoll Freizeit verbringen kann. Sport ist eine gute Medizin um fit zu bleiben. Wir reden nicht nur über das Ehrenamt wir unter­stützen es“, betonte der Bürgermeister.
Geehrt wurden:
DLRG Neustadt – Sami Gräbing, Sophie Kaufmann, Nele Kuhn, Estelle Puhlmann, Fritz Gräbing, Arik Scheibe, Soey Grass, Ro­bert Süß, Karl Gräbing, Jonas Haude, Sarah Haude, Fynn Buch­wald
Reit- und Fahrverein Mengsberg – Mathilda Kuhn, Theodora Kuhn, Helena Scholl, Luisa Gunkel, Anna Holland-Letz, Miriam Holland-Letz und Simon Holland-Letz
Hundesport/Can – Tobias Wermann
Leichtathletik TSV Kirchhain – Lotta Stark
Schützenverein Viktoria Momberg – Joachim Grund, Maximilian Böge, Fabian Lotter, Markus Staufenberg, Stephan Sack, Ole Wagner, Alina Sack, Mika Michel, Marlene Stark, Frank Kuhn, Thomas Wieber, Nicolas Müller und Anja Frimmersdorf
Bogenschießen – Ole Decher
Motorsport – Vin Lemmer
Für die Geehrten gab es Urkunden, Medaillen und ein kleines Präsent. Ein besonderes Wort des Bürgermeisters galt Vin Lem­mer, der in seiner Altersklasse den deutschen Meistertitel im Kart-Slalom gewann.
Für ihre breitensportlichen Aktivitäten wurde Eveline Kolbe aus­gezeichnet. Sie war 2025 in rund zehn Großstädten walkend un­terwegs und legte dabei viele hundert Kilometer zurück. Zudem engagiert sie sich bei der Leitstelle Älterwerden und unterbreitet hier Sportangebote.
Die Sportlerehrung bot auch den passenden Rahmen, um drei Herren für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement zu ehren.
Peter Todtenbier ist seit über 40 Jah­ren in der DLRG aktiv und gehört dem Vorstand als sportlicher Leiter an.
Leon Kubitschko und Wilhelm Wagner sind und waren wichtige Unterstützer des TSV Mengsberg, der 2026 seine Vereinsgründung vor 100 Jahren feiert. Thomas Groll hob hier insbesondere die Leistungen von Wilhelm Wagner hervor, der sich für den Verein und das Dorf bei vielen Arbeitseinsätzen enga­giert habe.
Sportkreisvorsitzender Stefan Back­haus dankte der Stadt Neustadt für die Durchführung der Sportlehrehrung. Dies sei heute keine Selbstverständ­lichkeit mehr. Seine Glückwünsche galten allen Geehrten, die er bat, weiter aktiv zu bleiben.

Gedenkstunde 27.1.2026 im Historischen Rathaus in Neustadt

Anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus fand am 27.1. im Historischen Rathaus eine Gedenkveranstaltung statt. Eingeladen hatte der Arbeitskreis „Neustadt erinnert“, der sich zur Vorbereitung der ersten Stolpersteinverlegung im letzten Jahr in Neustadt gegründet hatte.
Bürgermeister Thomas Groll begrüßte die rund 60 Anwesenden, insbesondere die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Mar- tin-von-Tours-Schule. In seiner Rede ging er auf die erfreuliche Kontinuität ein, die in den letzten Jahren in der Neustädter Er­innerungsarbeit erkennbar ist. Den Beginn markierte die Ge­denkbank des Künstlers Hans Schohl auf dem Schlossplatz, wo auch vor fast genau zwei Jahren die große Kundgebung unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt“ stattfand. Er strich heraus, dass der Arbeitskreis mit Unterstützung durch die Stadtarchivarin Andrea Freisberg dafür gesorgt hat, dass es nun regelmäßig zu wichtigen Gedenktagen Veranstaltungen gebe und es nicht bei einer Ein­tagsfliege geblieben sei.

Groll verwies außerdem auf die Rede des ehemaligen Bundesprä­sidenten Richard von Weizäcker, der 1985 mit seiner Formulie­rung „Deutschland sei 1945 vom Nationalsozialismus befreit wor­den“ die Erinnerungskultur neu prägte. Er betonte, wie wichtig das Gedenken und damit einher gehende Übernahme von Ver­antwortung sei – gerade jetzt angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen.
Die Schülerin Kathi Spannknebel und der Schüler Rene Michalek verlasen anschließend einen Bericht über ihre persönlichen Er­fahrungen bei den Recherchen zur Familie Levi, die die Grund­lagen für die nächste Stolpersteinverlegung am 17.3. bilden. Ins­besondere der direkte Kontakt mit der Nachfahrin Tova Levi, einer Urenkelin von Moritz Levi, sei beeindruckend gewesen. Das Bildmaterial und die vielen Informationen, die sie von Tova Levi bekommen haben, machte ihnen die Geschichte von Menschen be­greifbarer und realer vorstellbar. Ihre Ausführung schloss mit der Feststellung, dass sie dieses Projekt sehr interessant fanden und auch wiederholen würden.
Die Stadtarchivarin schilderte in ihrem nun folgenden Beitrag, in welch hohem Maße Neustädter Juden im Vereinsleben der Stadt engagiert und integriert waren, sei es im 1898 gegründeten Rad­fahrverein „Über Berg und Tal“ oder im Turnverein von 1864. Sie berichtete aber auch über frühe antisemitische Anfeindungen in den 1920-er Jahren und die Entwicklung nach 1933, wo das bis dato langjährige und hochgeachtete Ehrenratsmitglied des Turnvereins, Hermann Levi, im Zuge des Arierparagraphens kurzerhand vom Verein ausgeschlossen wurde. Freisberg stellte außerdem drei we­nig bekannte jüdische Vereine vor: Die Neustädter Ortsgruppe des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten, der Israelische Frauenver­ein (bis 1933 Frauenverein Neustadt/Momberg) und der Habonim Noar Chaluzi Neustadt“, der der Auswanderungsvorbereitung dien­te. Ausgerechnet in einer Akte über die Anlegung der sogenannten „Judenkartei“ 1935 waren die meisten Informationen über dieses frühere jüdische Vereinsleben zu finden.
Im Rahmen der Gedenkstunde gedachten die Anwesenden schließ­lich in einer bewegenden Schweigeminute aller Opfer des National­sozialismus. Als sichtbares Zeichen des Erinnerns wurden ein wei­ßer Rosenstrauß und eine entzündete Kerze aufgestellt.
Das Schlusswort hatte der Erste Stadtrat Wolfram Ellenberg. Er erinnerte daran, dass die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte dieser Jahre keine Aufgabe der Vergangenheit sei, son­dern eine Verantwortung der Gegenwart. Demokratie, Menschen­würde und Rechtsstaatlichkeit seien für uns von fundamentaler Bedeutung und müssten jeden Tag aufs Neue verteidigt werden.
Den angemessenen musikalischen Rahmen der Veranstaltung bil­deten Karl-Josef Lemmer und Thomas Faber, die schon bei der Stolpersteinverlegung für eine würdevolle Begleitung sorgten.
Auf reges Interesse der Besucher stießen die ausgestellten Urkun­den des Turn- und Radfahrvereins aus dem Bestand des Stadt­archivs.

Förderverein Neustadt (Hessen) Kinder und Jugend e.V. gegründet

Im Herbst 2025 gründete sich der Förderverein Neustadt (Hessen) Kinder und Jugend e.V. Mittlerweile erfolgte auch die Eintragung beim Registergericht in Marburg.
Vorsitzende des Vereins ist Tamara Lohse, als ihre Stellvertreterin fungiert Carmen Schneider. Die Geschäfte führt Nicole Zinkowski vom Familienzentrum.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt verschiedenste Aktivitäten für Kinder und Jugendliche in Neustadt (Hessen) zu unterstützen. Ein Schwerpunkt soll dabei die Förderung kultureller Angebote für diesen Personenkreis sein. Zudem fühlt man sich Integration und Inklusion verpflichtet.
Bürgermeister Thomas Groll begrüßt die Gründung des Förder­vereins und freut sich auf ein enges Miteinander.
Lesepaten unterstützen die Kinder dabei, Freude am Lesen zu entwickeln. In einer ruhigen und wertschätzenden Atmosphäre wird gemeinsam gelesen, wobei besonders Betonung, Aussprache und das Textverständnis gefördert werden. Ziel ist es, den Kin­dern Mut zum lauten Lesen zu machen und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Ergänzt wird das Angebot durch gemeinsame Gesell­schaftsspiele, die soziale Kompetenzen fördern und den Kindern zusätzlichen Raum für Austausch und Gemeinschaft bieten.

CDU Neustadt zur Kommunalwahl „Unsere Bilanz 2021- 2026 – In Neustadt läuft’s“


In den Jahren 2021 bis 2026 hat die CDU Neustadt zusammen mit Bürgermeister Thomas Groll die Entwicklung unserer Kommune mit verantwortungsvoller Politik entscheidend mit­gestaltet. Unser Handeln war da­bei stets von dem Ziel getragen, die Lebensqualität für alle Einwohnerinnen und Einwohner Neustadts zu verbessern. Nachfolgend eine kurze Bilanz in wichtigen Tätigkeitsfeldern der Kommunalpolitik:
Geordnete Finanzen
• Solide Finanzpolitik fortgeführt
• Millioneninvestitionen & Schuldenabbau
• hohe Fördermittel eingeworben
• stabile kommunale Gebühren & Beiträge
Stadtentwicklung vorangetrieben
• Freibad & „Waldstadion“ saniert & attraktiver gestaltet
• „Haus für Alle“ in Mengsberg errichtet
• Multifunktionales Haus Momberg umgesetzt
• „Grüne Mitte“ für Jung & Alt in Speckswinkel geschaffen
Infrastruktur erhalten und erweitert
• Straßensanierung fortgeführt
• hohe Investitionen in die Wasserversorgung der Stadtteile
• energetische Gebäudesanierung
• Planung eines neuen Kindergartens für die Kernstadt
• Erstellung eines Radwege- und Verkehrskonzeptes
Sicherheit vor Ort ist wichtig
• Investitionen in Ausrüstung, Unterbringung und Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren
• Zusammenarbeit mit der Polizei & dem Schutzmann vor Ort
• konstruktiv-kritische Begleitung der Erstaufnahmeeinrichtung
• gemeinsamer Ordnungsbehördenbezirk im Ostkreis gegründet Soziales Netz und kulturelle Vielfalt weiter ausgebaut
• Unterstützung des Ehrenamtes & der Vereinsarbeit
• Leitstelle „Älterwerden in Neustadt“ fortgeführt
• enges Miteinander mit sozialen Initiativen vor Ort
• bedarfsgerechte Betreuungsangebote in den Kindergärten
• Ausbau der Angebote des Familienzentrums
• Durchführung eigener kultureller Veranstaltungen & Unter­stützung von Vereinen und Initiativen
Klimaschutz fängt bei uns an
• Klimaschutzmanagement „Klimahandeln im Ostkreis“ aufge­baut
• Nachhaltigkeitsstrategie auf den Weg gebracht
• Kommunale Wärmeplanung & Klimaanpassungsstrategie er­stellt
• Unterstützung des Ausbaues von Windenergie & PV-Freiflä- chenanlagen
• Investitionen in den Stadtwald & Renaturierung von Fließge­wässern
Moderne Verwaltung & leistungsstarker Bauhof
• Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes
• Fortführung der Digitalisierung der Stadtverwaltung
• Erweiterung des Maschinenparks & der Ausrüstung des Bau­hofes
• Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit
In den vergangenen fünf Jahren haben wir als CDU erneut ge­zeigt, dass solide Finanzen, nachhaltige Entwicklung und soziales Engagement Hand in Hand gehen können. Auch in Zukunft wer­den wir mit Herz, Verstand und Weitblick für unsere Stadt arbei­ten und dabei die Sichtweisen der Menschen vor Ort im Rahmen der Bürgerbeteiligung einbeziehen, denn wir alle sind Neustadt.
Neustadt ist auf Kurs – Die positive Entwicklung unserer Heimatstadt wollen wir gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll weiterführen. Unser Motto lautet dabei konsequenterweise: Viel getan, viel zu tun, denn auch in den kommenden Jahren liegen vielfältige Aufgaben vor unserer Kommune, denen wir uns stellen müssen.

Haushaltsrede von Bürgermeister Thomas Groll

In zwei Teilen veröffentlicht das Mitteilungsblatt auch in diesem Jahr eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus der Haus­haltsrede, in der Bürgermeister Thomas Groll bei der Stadtverord­netenversammlung am Montagabend den Neustädter Parlamen­tarierinnen und Parlamentariern sowie den anwesenden Gästen die Haushalts- und Finanzpolitik für das Jahr 2026 und folgende erläuterte. Heute können Sie den ersten Teil lesen. Der zweite Teil folgt in der Ausgabe vom 25.02.

Erster Teil:

„Wir bleiben in der Spur – Stabilität in herausfordernden Zeiten“ Bürgermeister Thomas Groll brachte städtischen Haushalt 2026 ein Im Mittelpunkt der Stadtverordnetenversammlung am 2. Februar stand die Einbringung des städtischen Haushaltes für das laufen­de Jahr durch Bürgermeister Thomas Groll. In der Vergangenheit hielt Groll seine Haushaltsrede immer bereits im Dezember. Per­sonalwechsel, Krankheit und auch der Jahreswechsel sind für die Verschiebung verantwortlich. Die Verabschiedung des Zahlen­werkes ist nach Beratungen in den Fraktionen, Fachausschüssen und Ortsbeiräten bei der Stadtverordnetenversammlung am 23. Februar – und damit etwa zwei Wochen später als üblich – ge­plant. „Mit einem Augenzwinkern kann ich feststellen, dass uns die späte Einbringung die Möglichkeit gab, Programme wie „Zu­kunft Innenstadt“ und „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ oder die Einmalzahlung des Landes in Höhe von 270.000 Euro und das Geld aus dem Sondervermögen des Bundes noch in den Haushaltsplan 2026 und die mittelfristige Finanzplanung einzu­stellen, damit sind wir auf dem neuesten Stand“, so der Kämmerer. Die Ausführungen Grolls, die auch als Einführung in den Etatent­wurf dienen, umfassen über 90 Seiten, daher trug er in der Sitzung nur Auszüge daraus vor. Wie üblich nutzte das Stadtoberhaupt sei­ne Betrachtung dazu, über den Tellerrand der Kommune hinaus­zuschauen und sich mit übergeordneten politischen Entwicklun­gen zu befassen. Zudem ging er wie gewohnt auf die aktuelle Lage Neustadts und auch gesellschaftspolitische Entwicklungen vor Ort näher ein.

Mit den Worten „Was gestern noch galt, zählt heute schon nicht mehr. Die Welt bewegt sich und auch wir sind dadurch zum Han­deln gezwungen. Sei es als Einzelner oder als Kommune. Wir müs­sen uns immer wieder neuen Realitäten stellen, gleich ob wir es wollen oder nicht“, begann Thomas Groll seine Ausführungen. Er verwies aber auch darauf, dass wir durch Resignation oder Jam­mern letztlich nichts verändern. „Wir können nur darauf setzen, dass die Demokratien Europas den vielfältigen Angriffen gegen sie standhalten. Aber hier gibt es ja leider bereits Erosionen. Wie hat sich die Welt doch seit 1990 verändert…“, so der Bürgermeis­ter nachdenklich zur Entwicklung auf dem Kontinent. Er forderte jede und jeden in Neustadt dazu auf, einen aktiven Beitrag für unsere Demokratie zu leisten.

Sorgenvoll blickte er auf gesellschaftspolitische Entwicklungen auch in der Kommune: „Mich beschäftigt seit längerem die Fra­ge, wie sich unsere Stadtgesellschaft, die Vereine oder Kirchen­gemeinden vor Ort in den nächsten fünf, zehn oder gar 20 Jahren entwickeln werden. Werden unsere Enkel noch ein Vereinsleben erfahren, wie wir es erleben durften? Selbst in kleineren Kom­munen wie Neustadt nimmt die Bindung an Vereine und die Be­

reitschaft zum ehrenamtlichen Engagement stetig ab. Eine Ent­wicklung, die ich für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft als gefährlich erachte, denn hier droht leider vieles wegzubrechen, was für uns über Jahrzehnte selbstverständlich war und das Mit­einander mitgeprägt hat.“ Der Bürgermeister schlug vor, „auf ge­eignete Weise“ mit der gesamten Stadtgesellschaft über die Verän­derungen zu sprechen und ein Bild von der Zukunft Neustadts zu entwickeln. „Klar ist für mich, dass aus solchen Gesprächen mehr erwachsen muss als bloß ein Arbeitskreis. Wer könnte dies schö­ner ausdrücken als einst Johann Wolfgang von Goethe: „Worte sind der Anfang jeder Tat – doch ohne Tat bleiben sie nur Wind.“ Kritisch sah Thomas Groll, dass das Anspruchsdenken und die Erwartungshaltung vieler Bürger deutlich zugenommen haben. Selbst kleinere Aufgaben, die früher einfach selbst übernommen wurden, wie das Rupfen von Unkraut um ein Grab herum oder das Kehren von Laub eines städtischen Baumes, würden heute häufig auf die Kommune abgeschoben und während mancher sich recht viel Zeit lasse, behördlichen Anordnungen nachzukommen, er­warte man von der Verwaltung und dem Bauhof Dienst im Modus 24/7 und schnellstes Handeln.

„Politik, gleich auf welcher Ebene steht heute vor der schwierigen Aufgabe, Antworten zu finden, wo sich doch auch die Fragen stän­dig wandeln. Sicherheit, Klima, soziale Gerechtigkeit – nichts da­von lässt sich mehr isoliert denken, alles gehört irgendwie zusam­men. Eines ist dabei in meinen Augen für die Herangehensweise bedeutsam: Politiker und Intellektuelle auf Bundesebene dürfen die „Stimme des Volkes“ bei den aktuellen Diskussionen nicht ge­ringschätzen. Die Meinungen derer, die das tägliche Leben tragen und gestalten, sind wichtig. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Nein, nicht auf die Populisten zu, das wäre fatal. Aber hin zu einer Politik, die Sorgen und Wahrnehmungen „des kleinen Mannes“ wieder ernster nimmt und darauf auch reagiert. Eine Politik, die auch Dinge anspricht, die manche lieber unter der Decke halten würden, weil sie ihrer vielleicht zu intellektuellen Sichtweise wi­dersprechen. Kommunalpolitik ist hier anders, wir sind an den Menschen und deren Sorgen dran“, wurde Thomas Groll grund­sätzlich.

Recht ausführlich befasste sich der Bürgermeister mit der Erst­aufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in der ehemaligen Kaserne. „Die HEAE ist und bleibt eine große Herausforderung – für die Stadtgesellschaft, für unsere Verwaltung, aber insbesondere auch für die Anliegerinnen und Anlieger im Umfeld und viele Gewer­betreibende und deren Mitarbeitenden. Wir müssen von den Ge­flüchteten erwarten dürfen, dass sie die Werte des Grundgesetzes, unsere Gesetze und Regeln akzeptieren. Wer dazu nicht bereit ist oder sich dem Erlernen unserer Sprache verweigert, für den kann es auf Dauer keinen Platz in Deutschland geben. Das aus­zusprechen, muss erlaubt sein, ohne mit Populisten in einen Topf geworfen zu werden. Gleichzeitig dürfen wir aber auch nicht ver­schweigen, dass die Erstaufnahmeeinrichtung für unsere Stadt seit zehn Jahren auch eine wichtige finanzielle Bedeutung hat. Durch erhöhte Schlüsselzuweisungen und Investitionszuschüsse stellte sie in dieser Zeit eine nicht unerhebliche Einnahmequelle für die Stadtkasse dar, die es uns überhaupt erst ermöglichte, Projekte zu realisieren, die ansonsten schwer vorstellbar gewesen wären, oder eine weitgehende Gebührenstabilität zu gewährleisten“, machte Groll deutlich. Mittelfristig erwartet er eine Belegung der HEAE mit bis zu 500 Menschen.

Aufgrund der finanziellen Entwicklungen in Bund, Land und Kommune sprach sich der Kämmerer für eine klare Prioritäten­bildung auf allen Ebenen aus, denn alles werde man sich in den kommenden Jahren nicht mehr leisten können. Vorrang hätten

hierbei in Neustadt der Bau eines neuen Kindergartens und eines neuen Feuerwehrhauses.

„Die Haushaltsrede 2026 habe ich mit der Überschrift „Wir blei­ben in der Spur – Stabilität in herausfordernden Zeiten“ versehen. Gerade in Zeiten, in denen Unsicherheit und Wandel unseren Alltag prägen, wird nämlich deutlich, wie unverzichtbar Stabilität ist. Neustadt hat in der Vergangenheit bewiesen, dass wir Krisen standhalten können – etwa in wirtschaftlich äußerst schwierigen Phasen wie zwischen 2009 und 2015 oder in der Corona-Pande­mie. Wir haben seinerzeit stets verantwortungsvoll gehandelt, vo­rausschauend geplant und immer wieder Wege gefunden, unsere Kommune handlungsfähig zu halten. Daran müssen wir anknüp­fen“, erläuterte das Stadtoberhaupt. „Das Ihnen zur Beratung vor­liegende Zahlenwerk macht deutlich, dass es in Neustadt auch in schwierigen Zeiten keinen Stillstand oder gar Rückschritt gibt, sondern dass wir uns den Aufgaben der Zukunft stellen wollen“, so der Kämmerer weiter.

„Bei uns in Neustadt ist die finanzielle Situation aktuell noch nicht besorgniserregend. Wir stehen besser da, als viele andere und kämpfen gegenwärtig nicht ums bloße Überleben. Diese Ent­wicklung ist auf kluges Haushalten in der Vergangenheit und ein aktives Fördermanagement zurückzuführen. Aber natürlich stellt man bei der intensiveren Beschäftigung mit diesem Haushaltsplan und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2029 rasch fest, dass es auch bei uns in Zukunft deutlich schwieriger werden wird“, erläu­terte der Kämmerer.

2026 gebe es wieder einen Haushaltsausgleich „II. Klasse“, denn das Defizit von rund 100.000 Euro im ordentlichen Ergebnis kön­ne durch Überschüsse der Vorjahre, die sich aktuell auf über 8 Millionen Euro belaufen, ausgeglichen werden. Eine Kreditauf­nahme unterbleibt 2026, da die Kommune unter anderem Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes einplanen kann. Dies, so der Bürgermeister, werde aber nicht so bleiben. Bis 2030 müsse man nach den gegenwärtigen Erkenntnissen mit einer Nettoneu­verschuldung von zumindest 5,5 Millionen Euro – ohne etwaige neue Aktivitäten im Bereich der Städtebauförderung – rechnen. „Hierbei muss man aber berücksichtigen, dass wir alle Vorhaben seit 2016 ohne Kredite finanziert haben. Kindergarten, Feuer­wehrhaus oder Straßensanierungen sind generationenübergrei­fende Projekte, daher ist hierfür eine Neuverschuldung in meinen Augen akzeptabel“, stellte Groll heraus.

Der Kämmerer beklagte erneut die chronische Unterfinanzierung der kommunalen Familie und forderte Bund und Länder zum raschen Handeln auf. Das Konnexitätsprinzip – „Wer bestellt be­zahlt“ – müsse endlich konsequent Anwendung finden. Dies gelte insbesondere für die Kosten der Kleinkinderbetreuung. Hier liege bei vielen Kommunen – auch in Neustadt – der wahre Grund für die defizitären Haushalte.

Thomas Groll lobte das gute Miteinander in den städtischen Gre­mien und dankte allen für ihr Mittun. Für die Kommunalwahl am 15. März erhofft er sich eine hohe Wahlbeteiligung. Er begrüßte, dass in Neustadt keine Populisten zur Wahl antreten, die sich nicht mit örtlichen Themen befassen würden, sondern „bloß große Poli­tik im kleinen Neustadt machen wollten“. Auch für die interkom­munale Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen wie Kirchhain und Schwalmstadt oder dem Landkreis fand der Bürgermeister positive Worte und nannte als aktuelle Projekte den Integrations­lotsen, den Ausbau des Radweges durch das „Frauenrodt“ und die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung. Zugleich mahnte er den Landkreis aber auch zu einer erhöhten Sparsamkeit. Eine weitere Erhöhung der Kreis- und Schulumlage sei für die Kommu­nen nicht ohne Einschränkungen vor Ort zu tragen.

Mit Restmitteln der „Hessenkasse“, die kommunale Projekte mit 90 Prozent unterstützt, sollen 2026 die Reparatur des undichten Feuerlöschteiches in Mengsberg, die Erstellung eines Löschwas­

serkatasters und einer Rohrnetzanalyse, über den Wasserschaden hinausgehende Sanierungsarbeiten in der KiTa „Sonnenschein“ und der Erwerb von Gerätschaften für den städtischen Bauhof finanziert werden. Das Sondervermögen des Bundes, Neustadt er­wartet hieraus bis 2029 maximal 5,7 Millionen Euro, sei zu begrü­ßen. Dadurch werde die Stadtkasse entlastet und der notwendige Kindergartenbau finanziert. Thomas Groll wertete das Sonderver­mögen aber auch als Eingeständnis dafür, dass die Infrastruktur im Lande marode und der Investitionsstau ohne Neuverschuldung eben doch nicht zu bewältigen sei.

Der Bürgermeister dankte allen Mitarbeitenden der Kommune für ihre Arbeit. Stellvertretend nannte er Frank Wüst namentlich, der den Haushalt 2026 nach den politischen Vorgaben des Käm­merers mit Unterstützung von Gitta Kurz erstellt hat.

Groll betonte, dass er eine gute technische Ausstattung des Bauho­fes für wichtig halte, gerade auch vor dem Hintergrund der Über­nahme von 11 km Straße durch die Kommune nach der Freigabe der A 49. Dass dies entsprechend der gesetzlichen Vorgabe ohne jede Kostenerstattung geschehen sei, kritisierte er deutlich. Der Aufwand an Arbeit und Geld für den Unterhalt der Straßen sei für die Kommune deutlich gestiegen. Er forderte den Landkreis in diesem Zusammenhang dazu auf, notwendige Sanierungsarbeiten an den nun ehemaligen Kreisstraßen zügig durchzuführen. Nicht ausmalen möchte er sich die Kosten, wenn einmal eine grundhafte Sanierung der betroffenen Straßen ansteht.

„In den letzten Jahren hat die Bedeutung der Digitalisierung in der Stadtverwaltung und den Kindergärten, aber auch beim Bau­hof oder in der Wasserversorgung stetig zugenommen. Die zuneh­mende Vernetzung, der Ausbau digitaler Prozesse und die damit verbundenen Anforderungen führen dazu, dass der Arbeitsauf­wand stark gestiegen ist. So mal nebenbei können die Aufgaben nicht mehr erledigt werden. Daher wird im Bereich IT eine Stelle geschaffen. Zudem investieren wir 2026 rund 120.000 Euro für Hard- und Software, so Groll.

Neustadt werde nach den Worten des Bürgermeisters in der Re­gion positiv wahrgenommen. Vieles sei im letzten Jahrzehnt um­gesetzt worden und die Presse berichte häufig über Geschehnisse in der Kommune. „Wir müssen uns als Kommunalpolitiker und Bürgerschaft immer wieder einmal vor Augen führen, dass vieles von dem, was wir an Bauprojekten und sozialen Strukturen in den letzten Jahren geschaffen haben, bei weitem nicht selbstverständ­lich ist“, lautete sein Fazit.

Groll ging nochmals auf die Übernahme der Jugendarbeit durch die Kommune und den beabsichtigten Aufbau eines verbesserten Angebotes für Kinder ein und hob die wachsende Bedeutung des

Familienzentrums, die Arbeit der Leitstelle „Älterwerden“ und die Zusammenarbeit mit HEPHATA hervor. Neustadt verfüge über ein gutes soziales Netz.

Positiv sei die Aufnahme der Kommune in das Städtebauförderungs­programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“. Dieses stelle eine große Chance dar. 2026 würden zunächst inhaltliche Vorarbeiten anstehen. Nach der Vorstellung des Bürgermeisters sollen Bahnhof und Bahnhofsumfeld einen Schwerpunkt der Förderung darstellen. Mit Mitteln aus dem auslaufenden Programm „Sozialer Zusammen­halt“ sollen 2026/27 noch Fassade, Dach und Untergeschoss des Ju­gendheimes neben dem Junker-Hansen-Turm saniert werden.

„Der Haushaltsplan 2026 ist kein reines Zahlenwerk, sondern sicht­barer Ausdruck der Ziele und Prioritäten von Bürgermeister und Magistrat für unsere Heimatstadt. Er knüpft folgerichtig an die Schwerpunktsetzung der letzten Jahre an und bildet daher den be­reits in der Vergangenheit von mir hervorgehobenen „roten Faden“ der Neustädter Kommunalpolitik“, hob der Bürgermeister hervor.

Im Frühjahr 2026 werden die infrastrukturellen Vorarbeiten für den Neubau des Kindergartens beginnen. Dieser soll dann ab Herbst dieses Jahres auf dem Hartplatz der ehemaligen Kaserne‘ errichtet und im Sommer 2028 bezogen werden. Für Herbst 2027 ist die Antragsstellung für den notwendigen Neubau eines Feuerwehr­hauses in der Kernstadt vorgesehen. Der Baubeginn könnte dann 2029 sein. Hinsichtlich der Standortfrage spricht sich der Magistrat, so Groll, dafür aus, getroffene Entscheidungen u.a. vor dem Hin­blick auf finanzielle Entwicklungen und potentielle Erweiterungs­möglichkeiten des Gebäudes nochmals objektiv zu hinterfragen.

Im Verlauf seiner Ausführungen machte Groll deutlich, dass auch 2025 eine Vielzahl kleiner und größerer Vorhaben umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht worden seien. Höhepunkt war nach seiner Einschätzung die Einweihung des sanierten „Waldstadions“. Die Haushaltsentwicklung sei im letzten Jahr insgesamt positiv ge­wesen. Habe man zunächst mit einem Defizit von 317.000 Euro rechnen müssen, so könne man nun von einem Überschuss aus­gehen. 2025 habe es auch Unvorhergesehenes gegeben, wie den Wasserrohrbruch in der KiTa „Sonnenschein“. Die Auslagerung der Gruppen wolle man aber auch als Chance begreifen und nun auch über den Schaden hinausgehende Arbeiten durchführen.

Auch in Zeiten knapper öffentlicher Mittel warb der Bürgermeister

für eine Unterstützung des Ehrenamtes und der Vereine, die Durch­führung kultureller Veranstaltungen und ein Engagement für die Lokalgeschichte. „Einsparungen hier vorzunehmen brächte wenig, würde aber viel zerstören, so Groll. Er freue sich auf das 800-jährige Dorfjubiläum und begrüße die intensivere Auseinandersetzung mit der Geschichte Neustadt im 20. Jahrhundert, betonte Groll.

Im Hinblick auf die Trauerhalle in Momberg sprach sich das Stadt­oberhaupt klar für einen Neubau aus, da die Sanierung nicht we­sentlich günstiger und zudem mit Risiken behaftet sei. Zugleich warb er aber aufgrund von geschätz­ten Kosten von 650.000 Euro plus X dafür, noch­mals über die Art der Ausführung nachzudenken.

In Speckswinkel steht 2026 der Bau des Hochbehäl­ters für die Wasserversorgung an, in Mengsberg soll der Festplatz befestigt und das Umfeld des Hal­lenbades neu her­gestellt werden und in Momberg ist die Erneue­rung der Quell­sammelschächte nötig und der bar­rierefreie Zugang zum DGH soll mit

Landesförderung umgesetzt werden. Der zweite Teil folgt am 25.02.2026

FWG will auch die unbequemen Fragen stellen

20 Männer und Frauen gehen für die FWG in Neustadt ins Wahlkampf-Rennen

Neustadt.
Unter dem Motto „Neustadt – neu denken. Unabhängig, nachhaltig, sozial.“ tritt die Freie Wählergemeinschaft Neustadt (FWG) bei der Kommunalwahl an. „Mit einer ausgewogenen Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikern und neuen engagierten Kandidatinnen und Kandidaten sieht sich die FWG gut gerüstet für die nächste Legislaturperiode“, sagt Fraktionsvorsitzender Karsten Gehmlich.
20 Kandidatinnen und Kandidaten stehen zur Wahl. „Neben bewährten Kräften kandidieren zahlreiche neue Gesichter, die frische Ideen einbringen und Neustadt konsequent als lebenswerte Mehrgenerationenstadt weiterentwickeln wollen“, erklärt Gehmlich und ergänzt: „Gleichzeitig sorgen erfahrene Mitglieder der FWG dafür, dass Kontinuität, Erfahrung und der Blick auf die Anliegen der älteren Generation erhalten bleiben.“

Alle Stadtteile sind vertreten

Alle Stadtteile sind vertreten. Angeführt wird die Liste vom amtierenden Fraktionsvorsitzenden Karsten Gehmlich – der politische Entscheidungen kritisch begleiten und etablierte Strukturen dort hinterfragen will, wo es erforderlich sei. Er berichtet: „Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Stadtverordnete Merve Hamel, die sich bereits durch großes Engagement, Ideenreichtum und Durchsetzungsfähigkeit ausgezeichnet hat, sowie Dr. Björn Metzger, Unternehmer aus Speckswinkel, der für Modernisierung, Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften steht.“ Und so hat jeder der 20 Kandidatinnen und Kandidaten ein spezielles Themengebiet für sich auserkoren.

Zu ihren Zielen gehören laut Gehmlich, sich aktiv einzubringen und nachzuhaken, sich für die Sorgen des Alltags zu interessieren, ihre Meinung zu sagen und auch unbequeme Fragen zu stellen und Neustadt neu zu denken. „Unsere politischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Stadtentwicklung und Attraktivität, Verkehr und Mobilität, Kultur, Soziales und Freizeit, Klima, Energie und Umwelt.“ Auch künftig werde die FWG darauf achten, dass in Neustadt in Menschen investiert wird. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sollen ebenso im Mittelpunkt kommunalen Handelns stehen wie innovative, sozial ausgewogene Maßnahmen, die allen Generationen gerecht werden.