Sonja Stark folgt auf Stephan Henrich

Der neue Personalrat der Stadt Neustadt ist gewählt

Neustadt. Corona-bedingt fanden 2020 in Hessen keine turnusgemäßen Personalratswahlen bei den öffentlichen Arbeitgebern statt. Diese wurden nun Ende Mai nachgewählt. Bei der Stadt Neustadt waren von den Bediensteten der Stadtverwaltung, des Bauhofes und der Kindergärten fünf Personalratsmitglieder zu wählen.

Zukünftig gehören Sonja Stark, Christin Wüst, Nelli Mezler, Michael Launer und Klemens Nees dem Gremium an, wie die Stadt nun mitteilte. Ausgeschieden sind Dagmar Ruhl, Stephan Henrich und Jörg Nau. In der konstituierenden Sitzung wurde Sonja Stark zur Vorsitzenden und Michael Launer zu ihrem Stellvertreter gewählt.

Bei einer Zusammenkunft der bisherigen und neuen Personalratsmitglieder verabschiedete Sonja Stark gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll zunächst ihren Vorgänger Stephan Henrich. Er war seit 1996 Mitglied der Vertretung der kommunalen Beschäftigten und amtierte seit 2008 als Vorsitzender. Seine Nachfolgerin dankte ihm für sein Engagement.

Mit Bedacht und Diplomatie habe er die Interessen der Kolleginnen und Kollegen gegenüber Magistrat und Bürgermeister vertreten. Zudem habe er Wert auf das „außerbetriebliche Miteinander“ gelegt, so Stark und nannte als Beispiele die Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern oder Grillveranstaltungen. Sie überreichte Stephan Henrich für 25 Jahre im Personalrat ein Präsent. Auch Dagmar Ruhl und Jörg Nau sagte die neu gewählte Vorsitzende „Dankeschön“ für ihre Mitarbeit. Bürgermeister Thomas Groll schloss sich den Worten seiner Vorrednerin an und betonte das stets faire Miteinander mit Stephan Henrich. „Sonja Stark folgt auf Stephan Henrich“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Personalrat:
Sonja Stark folgt auf Stephan Henrich

Corona-bedingt fanden 2020 in Hessen keine turnusgemäßen Personalratswahlen bei den öffentlichen Arbeitgebern statt. Diese wurden nun Ende Mai nachgewählt. Bei der Stadt Neustadt (Hessen) waren von den Bediensteten der Stadtverwaltung, des Bauhofes und der Kindergärten fünf Personalratsmitglieder zu wählen.
Zukünftig gehören Sonja Stark, Christin Wüst, Nelli Mezler, Michael Launer und Klemens Nees dem Gremium an. Ausgeschieden sind Dagmar Ruhl, Stephan Henrich und Jörg Nau.
In der konstituierenden Sitzung wurde Sonja Stark zur Vorsitzenden und Michael Launer zu ihrem Stellvertreter gewählt.
Bei einer Zusammenkunft der bisherigen und neuen Personalratsmitglieder verabschiedete Sonja Stark gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll zunächst ihren Vorgänger Stephan Henrich. Er
war seit 1996 Mitglied der Vertretung der kommunalen Beschäftigten und amtierte seit 2008 als Vorsitzender. Seine Nachfolgerin dankte ihm herzlich für sein Engagement. Mit Bedacht und Diplomatie habe er die Interessen der Kolleginnen und Kollegen gegenüber Magistrat und Bürgermeister vertreten. Zudem habe er Wert auf das „außerbetriebliche Miteinander“ gelegt, so Stark und nannte als Beispiele die Betriebsausflüge, Weihnachtsfeiern oder Grillveranstaltungen. Sie überreichte Stephan Henrich für 25 Jahre im Personalrat ein Präsent.
Auch Dagmar Ruhl und Jörg Nau sagte die neugewählte Vorsitzende „Dankeschön“ für ihre Mitarbeit.
Bürgermeister Thomas Groll schloss sich den Worten seiner Vorrednerin an und betonte das stets faire Miteinander mit Stephan Henrich. Im Bewusstsein, dass Personalrat und Magistrat auch einmal unterschiedliche Auffassungen haben könnten, aber dennoch in einem Boot säßen, sei es immer gelungen, für alle tragfähige Ergebnisse zu erzielen. Dafür sei er dankbar, denn das habe allen genutzt.
Auch mit dem neugewählten Gremium, so der Bürgermeister, wünsche er sich ein gutes Miteinander und eine zielorientierte Zusammenarbeit.
Dieses gemeinsame Ansinnen bekräftigte anschließend Sonja Stark ausdrücklich. Sie hoffte zudem, dass es dem Personalrat bald wieder möglich sei, gesellige Veranstaltungen für die Kolleginnen und Kollegen anzubieten, denn wer zusammen etwas unternehme, arbeite auch gut miteinander.

Magistrat ist nun komplett und nahm Arbeit auf

Am 31. Mai 2021 wurden Elena Georgi, Andrea Bauscher, Walter Schmitt und Thomas Horn durch Bürgermeister Thomas Groll zu Stadträtinnen und Stadträten ernannt und von Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels vereidigt.
Bereits einen Tag später kam das nunmehr mit neun ehrenamtlichen Mitgliedern und dem Bürgermeister als Vorsitzenden komplett besetzte Gremium im Rathaus zusammen und nahm die Arbeit auf. Hierbei hieß Groll „die Neuen“ herzlich willkommen und erläuterte die Arbeitsweise des Magistrats, der in der Regel alle zwei Wochen dienstags zu seinen nichtöffentlichen Sitzungen zusammenkommt. Er führt entsprechend der Hessischen Gemeindeordnung die Geschäfte der laufenden Verwaltung, vollzieht den Haushaltsplan, setzt die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung und ist Anstellungsbehörde der Kommune.
Der Bürgermeister verwies darauf, dass der Magistrat in der Vergangenheit stets äußerst kollegial zusammengearbeitet habe. „Wir ziehen hier an einem Strang und in eine Richtung“, betonte Groll und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dies auch zukünftig so sein möge. „Es ist zum Nutzen unserer Kommune, wenn wir nicht streiten, sondern konstruktiv zusammenarbeiten“, so der Bürgermeister.
Im Verlauf der Sitzung sprach Thomas Groll u.a. über den Verlauf des Städtebauförderungsprogrammes „Sozialer Zusammenhalt“ und des Dorfentwicklungsprogrammes für die Stadtteile Mengsberg, Momberg und Speckswinkel.
Fachbereichsleiter Thomas Dickhaut berichtete über laufende kommunale Baumaßnahmen und ging hierbei näher auf die grundlegende Sanierung des Freibades und die gemeinsame Baumaßnahme mit den Zweckverbänden für Wasser bzw. Abwasser in der Leipziger Straße ein.
Mit Sorge blickte der Bürgermeister auf die gegenwärtige Entwicklung auf dem Bausektor, die sicher nicht spurlos an der Stadt Neustadt (Hessen) vorübergehen werde. Materialknappheit, volle Auftragsbücher und die Auswirkungen der Pandemie führten zu deutlichen Preissteigerungen von 30 % und mehr. „Mit unseren Großbaumaßnahmen der letzten Jahre hatten wir Glück. Etwaige Mehrkosten können wir gut auffangen. Es ist gut, dass wir über eine Rücklage verfügen, diese verschafft uns Planungsfreiheit. Allerdings dürfen wir nicht verkennen, dass 1 Mio. Euro schnell aufgebraucht sein kann“, stellte Thomas Groll fest.

Neustädter Mitteilungsblatt

Fachausschuss III

CDU-Fraktion beantragt Neufassung der Vereinsförderrichtlinien

Am 26. Mai 2021 tagte erstmals nach seiner Konstituierung der neugeschaffene Fachausschuss III, der für die Themen Familie, Soziales und Kultur zuständig ist. Vorsitzender Timo Stark (CDU) hatte die Mitglieder dazu in das Historische Rathaus eingeladen. Bürgermeister Thomas Groll, der aufgrund der zeitgleich stattfindenden Koalitionsgespräche auf Kreisebene verhindert war, wurde vom Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg vertreten.
Die CDU-Fraktion hatte einen Antrag zur Neufassung der Vereinsförderrichtlinien und für ein Corona-Sonderprogramm für Vereine mit Kinder- und Jugendarbeit eingebracht.
Die bisherigen Vereinsförderrichtlinien stammen aus dem Jahre 2014. Ihr Schwerpunkt ist die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit. Seinerzeit herrschte „Ebbe“ in der Stadtkasse, was auch in den Fördersätzen zum Ausdruck kommt. Im Durchschnitt der letzten Jahre wurden rund 6.500 Euro jährlich an pauschaler Förderung an die Kultur- und sporttreibenden Vereine verausgabt. Hinzu kommen etwa 1.500 Euro im Jahr als Unterstützung bei der Anschaffung langlebiger Sportgeräte. Bei investiven Vorhaben – diese fördert die Kommune mit bis zu 5.500 Euro pro Vorhaben – sind durchschnittliche Betrachtungen wenig aussagekräftig, da nicht jedes Jahr solche Projekte der Vereine anstehen.
Vorsitzender Timo Stark erläuterte für die CDU den Antrag näher. Die Partei spreche sich für eine Anhebung der Fördersätze aus und wolle die Angebote für Mädchen stärker unterstützen, wozu durchaus auch der Gardetanz gehöre. Weiterhin solle es Fördermöglichkeiten für inklusive und integrative Vorhaben geben. Auch möchten die Christdemokraten projektbezogene Arbeit in den Bereichen Umweltschutz und Soziales in die Richtlinie aufgenommen wissen.
Bewusst habe die CDU auf die Nennung konkreter Fördersätze verzichtet. Stattdessen solle der Magistrat bis September 2021 einen Vorschlag erarbeiten über den dann die Fraktionen beraten können.
Sebastian Sack (SPD) und Karsten Gehmlich (FWG) begrüßten für die Fraktionen von SPD und FWG das Vorhaben.
In ihrer Grundsatzerklärung anlässlich der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hatte die SPD- Fraktion ein „Expertengespräch“ zum Thema „Kinder- und Jugendarbeit der Vereine nach Corona“ angeregt. Zwischenzeitlich hat Bürgermeister Thomas Groll für den 7. Juli dazu eingeladen.
Die CDU-Fraktion hat diesen Gedanken in ihrem Antrag aufgenommen und ein Corona-Sonderprogramm für die Kinder- und Jugendarbeit der örtlichen Vereine angeregt. Hierzu sollten zumindest 5.000 Euro bereitstehen. Inhaltliches solle nach dem „Expertengespräch“ festgelegt werden.
Hans-Gerhard Gatzweiler und Sebastian Sack (beide SPD) erläuterten kurz die Intention der Sozialdemokraten für das „Expertengespräch“. Die Kinder- und Jugendarbeit der Vereine ruhe derzeit pandemiebedingt seit über einem Jahr. Viele jüngere Menschen litten unter den Auswirkungen von Corona. Außerdem leiden viele Vereine unter einem Mitgliederschwund. Sack, der auch Vorsitzender des Kreisjugendringes ist, will sich um „Input“ für die Veranstaltung bemühen
und einen Referenten gewinnen.
Einstimmig empfahl der Fachausschuss der Stadtverordnetenversammlung die Annahme des Antrages. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Grünes Licht für zwei Solarparks

Neustadts Parlament schaffte Bauplanungsrecht/Mehr Tempo bei Klimaschutz
Von Michael Rinde
Neustadt. Das Klima beschäftigte die Neustädter Parlamentarier gleich in mehrfacher Hinsicht am Montagabend. Zunächst ging es um eine Art Bilanz der bisherigen Schritte zum Klimaschutz, die die Stadt bereits getan hat und noch tun will. Grundlage waren die Antworten auf eine große Anfrage der CDU rund um den Komplex Klimaschutz. Zweiter Aspekt: Das Parlament hat mit großer Mehrheit Bauplanungsrecht für die beiden beabsichtigten Solarparks „Struth“ und „Östlich der Hainmühle“ geschaffen.
Zunächst zum Klimaschutz und dem Neustädter Engagement dafür. Allein in den vergangenen Jahren hatte die Stadt demnach rund 300 000 Euro für verschiedene kleine und größere Projekte aufgewendet, für die es Geld nach der Förderrichtlinie des Landes für kommunale Klimaschutzmaßnahmen gab.
Etwa für die Regenwasserrückhaltung am Kultur- und Bürgerzentrum, die andere Warmwasserversorgung im Dorfgemeinschaftshaus Momberg oder viele andere Vorhaben. Bei der Antwort auf eine Frage nach Elektromobilität und deren Förderung findet sich allerdings nur wenig. Es gibt eine Ladesäule am Bürgerzentrum, eine weitere ist in der Ritterstraße in Planung.
Bürgermeister Thomas Groll (CDU) sieht auch für Neustadt noch erheblichen Handlungsbedarf in Sachen Klimaschutz. Aber: „Die Kommunen werden das nur stemmen können, wenn sie in die Lage dazu versetzt werden.“ Die CDU-Fraktion hatte etwa auch nach der Einstellung eines Klimaschutzmanagers für Neustadt gefragt. Einen solchen Experten hält Groll allein für Neustadt für nicht angemessen, wohl aber im Zusammenspiel mit anderen Städten und Gemeinden. Deshalb gebe es derzeit Überlegungen, dies mit Stadtallendorf, Rauschenberg und Kirchhain gemeinsam anzupacken. Der Haken: Um das zu bewerkstelligen und vor allem Fördergelder zu bekommen, müssten alle Kommunen ein einfaches Klimaschutzkonzept nachweisen können. Das kostet pro Kommune etwa 19 000 Euro. Dann gäbe es vom Bund über zwei Jahre auch eine Förderung von 65 Prozent auf die Personalkosten von jährlich 70 000 Euro. So rechnet sich die Förderung also nicht wirklich. Wobei Groll den Einsatz eines solchen Experten für sinnvoll erachtet und nicht nur für die Dauer von zwei Jahren.
Gleichzeitig gibt es in Neustadt Überlegungen, über ein anderes Förderprogramm Beratungsangebote für die Bürger zu finanzieren, speziell im Hinblick auf energetische Sanierungen von Gebäuden. Genau solche Angebote hielte auch Hans-Gerhard Gatzweiler, der SPD-Fraktionsvorsitzende, für angezeigt. „Wir brauchen eine andere Geschwindigkeit, wir brauchen einen neuen Plan“, mahnte Gatzweiler. Ein Punkt, mit dem er auch bei den anderen beiden Fraktionen auf Unterstützung stieß.
■ Für die beiden Solarparks „Östlich der Hainmühle“ und „Struth“ nahe Neustadt (die OP berichtete) gibt es zumindest bauplanungsrechtlich grünes Licht. Das Stadtparlament fasste mit Mehrheit die nötigen Satzungsbeschlüsse für die Bebauungspläne und Änderungen am Flächennutzungsplan. So ganz ohne Widerspruch ging das an dieser Stelle in der Sitzung aber nicht vonstatten. Merve Hamel (FWG) stellte kritische Fragen rund um die Einschätzung der unteren Naturschutzbehörde (UNB) beim Solarpark Struth. Die hat ganz offensichtlich artenschutzrechtliche Bedenken, zumindest bei einem Teil der vorgesehenen, jetzt noch landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die UNB sieht vor allem Risiken für den Ameisenbläuling.
Bürgermeister Groll hatte vor diesem Hintergrund angestoßen, den Abwägungsbeschluss für den Park Struth zu ergänzen. Dort muss der Investor eine ökologische Baubegleitung sicherstellen, sprich, ein Fachbüro prüft alle Eingriffe und achtet auf den Schutz sensibler Tierarten. Bezahlen muss dies einzig der Investor. Hamel sah einige Unklarheiten und offene Fragen. Stadtverordnetenvorsteher Franz W. Michels (CDU) hielt die Diskussion allerdings dann für abgeschlossen und ließ zwei Wortmeldungen nicht mehr zu, darunter eine weitere von Hamel.
Groll und Hans-Gerhard Gatzweiler nahmen an der Debatte nicht teil. Sie sind beide im Aufsichtsgremium der an den Parks beteiligten Energiegenossenschaft Vogelsberg.
Insgesamt geht es nach früheren Angaben um Freiluft-Photovoltaikanlagen auf rund 20 Hektar Fläche, verteilt auf die beiden Standorte. Beim Bebauungsplan „Hainmühle“ kam es zu drei Enthaltungen, beim Verfahren „Struth“ zwei Enthaltungen und ein Nein von Merve Hamel.

Ausschüsse in Momberger Händen

Die Vorsitzenden der drei Neustädter Gremien kommen aus dem größten Stadtteil
Von Florian Lerchbacher
Joachim Rausch (CDU).
Neustadt. Große und kleine Veränderungen ergaben sich durch die Kommunalwahl 2021 insbesondere in den Neustädter Ausschüssen – bei denen aufgrund eines Beschlusses während der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sogar noch einer dazu kam. Die beiden ehemaligen Vorsitzenden – Karl Stehl (CDU, Bauausschuss) und Markus Bätz (FWG, Haupt- und Finanzausschuss) – waren nicht mehr zur Kommunalwahl angetreten, entsprechend stand im Vorfeld fest, dass die Gremien neue Leitungen benötigen.
Die CDU, die mit einer absoluten Mehrheit aus der Wahl hervorgegangen war, hatte schon im Vorfeld erklärt, „nicht alles selber machen zu wollen“ – und daher der SPD einen Ausschuss-Vorsitz und der FWG zwei Stellvertreter-Posten angeboten. Die Fraktionen nahmen dies an und machten ihre Vorschläge, die allesamt während der konstituierenden Sitzungen ihre einstimmige Zustimmung fanden.
Den Fachbereich I für „Grundsatzfragen und Finanzen“ leitet künftig Joachim Rausch (CDU), dem Dr. Björn Metzger (FWG) zur Seite steht. Vorsitzende des Ausschusses für „Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz“ ist Anke Stark (SPD), als Stellvertreterin fungiert Merve Hamel (FWG). Das Gremium für „Soziales, Familie und Kultur“ leitet Timo Stark (CDU), Vertreter ist Sebastian Sack (SPD). „Ausschüsse in Momberger Händen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Kommunaler Investitionszuschuss über 5.500 Euro für den TSV Mengsberg

Trotz der Corona-Pandemie und dem damit ausgesetzten Spielbetrieb ist der TSV Mengsberg 1926 e.V. nicht in einen „Dornröschenschlaf“ verfallen. Stattdessen wurde die Zeit genutzt, lim das Untergeschoss des Vereinsheimes „Zum Engelhain“ zu sanieren, so der stellvertretende Vorsitzende Michael Zein.
Bei der umfangreichen Umbaumaßnahme werden die Kabinen, Toiletten und Duschen modernisiert und die Raumaufteilung optimiert, neue Türen und Fenster eingebaut und für das Fußball-Schiedsrichter-Gespann eigene Duschen geschaffen, ergänzte der Sportliche Leiter Rene Dingel.
Die Arbeiten mit einem Kostenvolumen von rund 125.000 Euro werden sowohl vom Land Hessen als auch dem Landkreis und der Kommune unterstützt, so Vereinsvorsitzender Matthias Gebhardt. Er hofft, dass die Vereinskasse durch tatkräftige Eigenleistung weitgehend geschont wird.
Kürzlich übergab Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport, dem TSV Mengsberg 1926 e.V. im Rahmen einer digitalen Videokonferenz für das Projekt einen Förderbescheid des Landes über 32.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Sportland Hessen“.
Nun war Neustadts Bürgermeister Thomas Groll vor Ort und übergab dem Verein einen Zuschuss der Stadt Neustadt (Hessen) in Höhe von 5.500 Euro. Der Betrag wurde entsprechend der kommunalen Vereinsförderrichtlinien gewährt.
„Gerne unterstützen wir immer wieder die Arbeit der örtlichen Vereine – gerade in diesen herausfordernden Zeiten. Wir wissen um die Bedeutung der Vereinsarbeit für unser Gemeinwesen“, so Thomas Groll. Er versteht die Vereinsförderung im Übrigen als einen Baustein einer aktiven kommunalen Sozialpolitik.
Vor kurzem unterstützte die Kommune den TSV Mengsberg 1926 e.V. bereits bei der Anschaffung einer Flutlichtanlage indem sie als Antragssteller bei einem Klimaschutzprogramm des Landes auftrat.
Michael Zein und Rene Dingel dankten der Stadt Neustadt (Hessen) für den gewährten Zuschuss und das stets konstruktive Miteinander. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Spielplatz verdient den Namen wieder

Stadt und Ortsbeirat steckten Geld in die Umgestaltung der Momberger Anlage
Von Florian Lerchbacher
Momberg. „Der Spielplatz in Momberg war zuletzt kein Anziehungspunkt für Familien mit kleinen Kindern“, sagt Timo Stark, Mitglied des Ortsbeirats und des Heimat- und Verschönerungsvereins. Doch nun herrscht dort wieder Leben: Voller Freude vergnügen sich die Kinder des Dorfes, insbesondere aus der direkt daneben gelegenen Kindertagesstätte, auf der Anlage – die in den vergangenen Monaten runderneuert wurde.
Der TÜV hatte bei seiner Kontrolle die große Seilbahn, die Schaukel und das Klettergerüst gesperrt und auch die Kletterwand auf dem vor rund 15 Jahren während der Dorferneuerung gestalteten Spielplatzes war instabil. Hinzu kam Corona – und die Anlage war ein Jahr lang komplett geschlossen. Da in der Kernstadt und in Mengsberg Spielplätze erneuert wurden, sei auch in Momberg der Wunsch aufgekommen, sich der heimischen Anlage anzunehmen, berichtet Ortsvorsteher Jörg Grasse. Da es sich in Momberg jedoch um „punktuelle Verbesserungen“ und nicht, wie in Neustadt und Mengsberg, um Kompletterneuerung gehandelt habe, wählte die Stadt dieses Mal einen anderen Ansatz, erklärt Bürgermeister Thomas Groll. Diesmal kamen keine Handwerkspädagogen eines externen Dienstleisters zum Einsatz, unter deren Anleitung Bürger die Neugestaltung selbst in die Hand nehmen. Nein, dieses Mal übernahm der Bauhof das Aufstellen der Geräte. „Spielplatz verdient den Namen wieder“ weiterlesen

Schindeln schützen die Wetterseite

Schindeln schützen die Wetterseite
Weitere Sanierungsarbeiten am Backhaus in Mengsberg
Von Michael Rinde
Mengsberg. Die Front des Mengsberger Backhauses hat sich äußerlich grundlegend verändert. Kleine Holzschindeln ersetzen das Fachwerkgebälk. Es war deutlich in die Jahre gekommen und brauchte eine Generalsanierung. Einige Balken hätten sogar komplett ausgetauscht werden müssen, verdeutlichen Neustadts Bürgermeister Thomas Groll und Mengsbergs Ortsvorsteher Karlheinz Kurz im Gespräch mit der OP.
Im Moment bleibt der Ofen im Inneren des Backhauses leider in Folge der Pandemie kalt. Ansonsten, in den normalen Zeiten, erfüllt das historische Gebäude nach wie vor seinen Zweck, wie Karlheinz Kurz berichtet. „Es war immer ein fester Kreis, der dort regelmäßig gebacken hat“, so der Mengsberger Ortsvorsteher. Der Frauenstammtisch Mengsberg organisierte zuletzt die Backhausfeste.
Nach der Erneuerung des Ofens, die 2016 erfolgte und mit Geldern aus dem Leader-Programm gefördert war, stand jetzt eine weitere Sanierung an, dieses Mal am historischen Gebäude selbst. Sockel und Fachwerk waren teilweise marode. Ein Giebel erhielt Schindeln. Alles passierte in Absprache mit der Denkmalschutzbehörde. Das unter den Holzschindeln liegende Fachwerk wurde dabei zunächst erneuert. Um es vor künftigen Schäden zu schützen, wurde es auf der Wetterseite des Gebäudes anschließend verschindelt. Der Auftrag ging an Holzbau Pfeiffer aus Emsdorf, einen Fachbetrieb, worüber Bürgermeister Thomas Groll angesichts der baulichen Herausforderungen besonders froh war. Die Baukosten lagen bei 32 000 Euro, wobei es einen Zuschuss in Höhe von 28 500 Euro aus dem Dorfentwicklungsprogramm Hessen gab.
Am Backhaus passiert aber noch mehr: Der Heimat- und Verschönerungsverein will dort einen Brunnen aufstellen. Auch dafür gibt es einen Zuschuss, dann aus dem Programm „Starkes Hessen“.

Karlheinz Kurz geht in die vierte Amtszeit

Ortsbeirat Mengsberg hat sich konstituiert
Mengsberg. Dem Ortsbeirat Mengsberg gehören Karlheinz Kurz, Susanne Wilhelm, Dominik von Holten, Jan von Holten, Markus Staufenberg, Leon Kubitschko und Fabienne Diebel an.

Das mit großem Abstand beste Ergebnis hatte der amtierende Ortsvorsteher Karlheinz Kurz erzielt. Aus dem Ortsbeirat schieden Karl Heinz Waschkowitz, Erich Schenk, Markus Stern und Erwin Schorbach aus, die dem Gremium zumeist über mehrere Wahlperioden angehörten. Der wiedergewählte Ortsvorsteher Karlheinz Kurz ging auf seine bisherigen drei Amtszeiten ein. Gemeinsam mit dem Bürgermeister habe man viel für Mengsberg erreichen können. Ausschlaggebend dafür sei stets eine starke Dorfgemeinschaft gewesen. Als herausragende Beispiele nannte er die Erfolge beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und die Schaffung eines örtlichen Nahwärmenetzes.

Auch in der Zukunft gäbe es noch viel zu tun. Kurz führte den Wunsch nach einem Gemeinschaftshaus, die Sanierung der Friedhofshalle und den innerörtlichen Straßenbau an. Er betonte, dass in der Vergangenheit vieles nur mit den „RR“, den rüstigen Rentnern, möglich gewesen sei und äußerte die Hoffnung, dass sich auch in den kommenden Jahren genügend fleißige, wenn dann auch jüngere Hände fänden.

Zur stellvertretenden Ortsvorsteherin wurde Susanne Wilhelm gewählt, stellvertretende Schriftführerin ist Fabienne Diebel, das Amt des Schriftführers ist noch vakant.

Die Mitglieder des Friedhofsausschusses sollen in der nächsten Sitzung gewählt werden.

„Endlich wieder mit Menschen arbeiten“

Angebote des Familienzentrums / Veranstaltungen unter freiem Himmel und mit maximal zehn Teilnehmern
Von Florian Lerchbacher

Neustadt. Nicole Zinkowski ist die Freude deutlich anzumerken. „Endlich kann ich wieder mit Menschen arbeiten“, freut sie sich während der ersten Live-Aktion des Neustädter Familienzentrums im Bürgerpark.

Sechs Kinder sind in unmittelbarer Nähe des Kultur- und Bürgerzentrums (Kubüz), der neuen Heimat der Einrichtung, damit beschäftigt, Ton zu kneten und in Form zu bringen. Auch sie sind glücklich, endlich wieder als Gruppe und fernab der eigenen vier Wände etwas unternehmen zu können. Sie hätten das schon vermisst, betonen Tino und Max. In der Schule seien die Kinder ja auch stets getrennt worden. „Aber jetzt wird alles ein bisschen besser – auch wenn Corona leider noch nicht ganz den Geist aufgegeben habt“, sagt Max und genießt es, den Ton nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Zuhause sei er zwar auch künstlerisch kreativ gewesen: „Aber immer nur malen und immer nur alleine ist ja auch irgendwann langweilig“, betont er.

Langweilig war es Zinkowski in den vergangenen Monaten nicht, denn es gab auch trotz abgesagter Angebote und Veranstaltungen immer noch viel zu tun – nur eben, dass sie die Aufgaben anders angehen musste. Viele Pläne habe sie geschmiedet und dann wegen der Pandemie-Vorschriften doch wieder verwerfen müssen. Am schwierigsten sei es aber gewesen, dass sie Menschen begegnet sei, die ihr Sorgen und Nöte schilderten – und sie diese nicht in dem Ausmaß bedienen konnte, wie sie es gerne getan hätte. „Telefonische Beratung war natürlich möglich“, sagt sie, erklärt aber: „Ein gutes Beispiel sind frisch gebackene Eltern. Natürlich konnte ich sie ein bisschen informieren – aber junge Eltern brauchen den Austausch mit anderen jungen Eltern. Und das konnten wir ihnen nicht bieten.“ „„Endlich wieder mit Menschen arbeiten““ weiterlesen