Neustädter Mitteilungsblatt

Neuer Großflächenmäher für die Stadt Neustadt (Hessen)

Seitens der Stadt Neustadt (Hessen) wurde ein neuer Amazone- Großflächenmäher zum Preis von rund 90.000 Euro angeschafft, das bisherige Gerät gab man in Zahlung.
Kennzeichnend für den neuen Mäher, so Bürgermeister Thomas Groll, sei die gute Mähleistung und die Mähgeschwindigkeit. Beides sei bei der Vielzahl der kommunalen Rasenflächen in der Kernstadt und den Stadtteilen von Bedeutung.
Bei dem neuen Fahrzeug sind vom Hersteller gegenüber dem Be­standsgerät zahlreiche Dinge verändert und weiterentwickelt wor­den:
• Abdichtung der Fahrzeugkabine
• Besseres Fahrwerk
• Vibrationsärmere Kabine
• Verbesserte Abgaswerte durch Rußpartikelfilter
• Arbeitsbreite 1,25 m
• Volumen Grasfangbehälter 730 Liter
• Hochkippentleerung bis 2,10 m
• Stufenlose Schnitthöhenverstellung

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Verfolgt, vertrieben, ermordet

Arbeitskreis „Neustadt erinnert“ hat zweimal Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Mitbürger verlegt und plant drittes Projekt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
„Es gibt immer noch ein paar Vorbehalte, aber Stück für Stück ändert sich die Einstellung der Neustädterinnen und Neustädter“, sagt Stadtarchivarin Andrea Freisberg und erinnert daran, dass noch vor zehn Jahren das Verlegen von Stolpersteinen in der Stadt größtenteils abgelehnt wurde. Im Jahr 2018 beschlossen die Stadtverordneten, auf dem Rathausplatz zumindest ein Denkmal zu errichten, um an die Gräueltaten der Nationalsozialisten an ihren jüdischen Mitbürgern zu erinnern. „Mehr war nicht zu erreichen“, kommentierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Gerhard Gatzweiler damals.
Nach der Umsetzung dieses Beschlusses im Jahr 2020 hat es inzwischen allerdings dann doch zwei Stolpersteinverlegungen in der Kernstadt gegeben. Die Initiative kam von Lehrer Roman Mehler, betont Freisberg. Vor einigen Jahren sei er an die Stadt herangetreten, habe sich gewundert, dass es in Neustadt keine Stolpersteine gebe, und gesagt, dass er das Thema gerne mit Schülerinnen und Schülern umsetzen wolle. Die Kommune habe ihn dann an sie vermittelt, wo er dann sofort eine Mitstreiterin gefunden habe: „Es war wohl gut, dass es externe Kräfte waren, die sich für Stolpersteine einsetzten, denn bis dato hatten sich die Menschen hier schwer damit getan.“

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Neustadt treibt Pläne für Nahwärme zügig voran

Stadtverordnetenversammlung verabschiedet kommunale Wärmeplanung / Umsetzung in vollem Gange
Von Michael Rinde

Neustadt.
Sie ist Grundlage für alles, was in Sachen Wärmeerzeugung zeitnah im Neustädter Stadtgebiet geschehen wird: die kommunale Wärmeplanung. Neustadts Stadtparlament hat sie einstimmig verabschiedet. Doch die Junker-Hansen-Stadt mit ihren Stadtteilen Momberg und Speckswinkel ist über das Stadium des Analysierens, Dokumentierens und Vorausberechnens weit hinaus.
„Es ist gut, dass wir uns schon so früh auf den Weg gemacht haben, auch im Vergleich mit anderen Städten“, lobte Hans-Gerhard Gatzweiler, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtparlament.

Die kommunale Wärmeplanung ist eine Auflage aus dem „Heizungsgesetz“ an Städte und Gemeinden. Sie haben je nach Einwohnerzahl unterschiedlich lange Zeit dafür, sie fertigzustellen. Städte bis zu 100.000 Einwohnern haben dabei bis zum 30. Juni 2028 Zeit für die Vorlage.

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Neustädter Mitteilungsblatt

800 Jahre Momberg

Momberg feierte ein ganzes Wochenende bei sommerlich heißen Temperaturen Große Mallorca Party, Familiennachmittag, Pub­lic Viewing, Historischer Festzug, Blasmusik im Festzelt und ein Konzert des Landespolizeiorchesters – beim Festwochenende der 800-Jahrfeier von Momberg war für jeden etwas dabei.
Los ging es am Freitag mit der XXL Malle Party wo DJ Balineiro den Gästen kräftig einheizte.
In einem bunt geschmückten Zelt sorgten im Laufe des Abends die Malle-Stars „Marry“ und „Tommy Fiebe “ mit ihren Auftritten für beste Stimmung im Festzelt. Natürlich ga ■ es auch den typi­schen „Malle-Tower“ mit Vodka-Lemon zu kaufen.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Familien und Kinder. Über 80 Aktions- und Verkaufsstände waren in den Straßen zwi­schen Festplatz und Dorfzentrum aufgebaut.
Auf der Blaulicht-Meile konnte man die Fahrzeuge von Feuer­wehr, DRK, DLRG und Polizei bestaunen. Auch die Momberger Jäger und die Bundeswehr gaben Einblicke in ihre Arbeit und Ausrüstung. Rund um den Kindergarten wurde viel für die Kleins­ten angeboten und im Dorfgemeinschaftshaus gab es Kaffee und Kuchen der Momberger Kaffeetanten.
Auf der Aktionsbühne vor dem Dorfzentrum präsentierten die verschiedenen Garden und Tanzgruppen ihr Können und auch ein Zauberer unterhielt hier die Besucher. Die „Super-Ranze-Rally“ begeisterte die Kids. Besonders der Eis- und die Getränkestände waren bei den hohen Temperaturen sehr gefragt.
Der Samstagabend stand ganz im Zeichen von König Fußball. Beim Public Viewing im Festzelt konnte nach spannenden 90 Mi­nuten der Sieg der deutschen Nationalmannschaft bejubelt wer­den. Diese Vorlage an guter Stimmung griff der Entertainer Rai­ner Irrsinn für seine anschließende Show „wilde Nächte“ gerne auf und so tanzten und sangen die Gäste bis in den frühen Morgen.
Einer der besonderen Höhepunkte an diesem Festwochenende war der Historische Festzug, der sich durch Mombergs Straßen schlängelte. Gesäumt waren die Straßen von vielen Mombergern
und auswärtigen Besuchern, die trotz großer Hitze die Anreise mit dem Auto oder dem Fahrrad auf sich nahmen, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Die Zuschauer standen dicht gedrängt überall an den Hauswänden, wo sich ein Schattenplatz bot. Nicht so viel Glück hatten die Festzugsteilnehmer, die in ihren traditionellen oder selbst genähten Kostümen schwitzend, aber mit freundlicher Miene durch die pralle Sonne liefen. Zu diesen Tem­peraturen spielten viele ein Musikinstrument, führten Schwert­kämpfe vor oder zeigten einen Trachtentanz. Die eingeladenen Ehrengäste mussten ebenfalls schwitzen. Ob Landrat, Landtags- und Magistratsmitglieder, Bürgermeister. Ortsvorsteher, Pfarrer, das Schützenkönigspaar sowie die Hessische Milchkönigin. Sie alle sind auch zu Fuß die lange und heiße Festzugstrecke gelau­fen. Angeführt wurde der Festzug ganz traditionell mit Mombergs Symbolfigur, dem Ranzemann, der auch jährlich zu den Kirmesumzügen vorangeht. An Musik während des Festzuges durfte es natürlich auch nicht fehlen. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Momberg, die Emsdorfer Blasmusik, das Neustädter Blasorchester sowie die Blasmusik Wiera begleiteten die herrli­chen Wagen und Fußgruppen, die in einer Zeitleiste von 800 nach Christus bis in die heutige Zeit die besonderen Ereignisse Mom­bergs darstellten. So wurde der heilige Bonifatius, der angeblich auf dem Weg zur Donareiche bei Fritzlar hier in Momberg „bei den Linden“ getauft hat, dargestellt von der Ranzemannschaft.
Der Reiterverein verkörperte Ritter Konrad von Muminberg den Namensgeber Mombergs.
Auch die Heilige Elisabeth, dargestellt vom Frauenverein, zog an­geblich damals auf dem Weg von Eisenach nach Marburg durch Momberg. Reenactmet bedeutet die Nachstellung geschichtli­cher Ereignisse und zeigte durch den Verein RCF Marburg einen Showkampf aus dem Mittelalter. Ebenfalls im Mittelalter wütete die Pest auch in Momberg. Vom Sportverein gekonnt dargestellt wurde diese Szene auf einem Wagen mit einem düsteren Bild aus der Vergangenheit. Auch der Kindergarten war Teil des Festzu­ges. Als Räuberbande, die sich in der Hardtmühle im 18. Jahr­hundert versteckte. Die Freiwillige Feuerwehr zeigte sich histo­risch mit alten Spritzen und Gerätschaten, wie vor 100 Jahren. Der Kirchenneubau im Jahre 1867 mit seiner Grundsteinlegung zeigte der Tauziehclub. Gefolgt von den Momberger Ministranten der Pfarrgemeinde St. Johannes. Sie zeigten die Klappern zu den
Kar- und Ostertagen, sowie die Sternsinger in ihren Königskostü­men. In Momberg gab es bis ins Jahr 1969 eine achtklassige Schu­le, die leider im Jahr 1970 abgebrochen wurde. Dargestellt wurde diese alte Schulklasse von der Garde/Lollipops. Die „Spellstubb“ (Spinnstube) wurde vom Gesangverein gezeigt. Hier traf man sich seit Jahrzehnten zum Handarbeiten, Singen und Schwätzen. Als nächstes folgte mit Stock und Zylinder der „Loadmann“, der Ein­lader zur Hochzeit. Der Ortsdiener verkündete bis ins Jahr 1974 mit der Ortsschelle die offiziellen Mitteilungen, dargestellt vom Schützenverein. Das „Woschtsuppe-Katrinchen“, vom Tennisver­ein verkörpert, besuchte unerkannt gekleidet die Nachbarn nach einer
Hausschlachtung forderte eine Bratwurst und „Woschtsupp“ (Wurstsuppe Der Verein die „Beigefreiten“, Männer, die in das Haus der Frau eingeheiratet haben, gibt es in Momberg schon seit über 60 Jahren. Der Old- und Youngtimer-Verein, der sich in Momberg gegründet hat, zeigte einige seiner historischen Fahrzeuge. Momberg pflegt eine gute Beziehung zu seinen direk­ten Nachbarn. So zeigte sich die Bürgergarde, die Biedermeier- Damen, der Junker Hans und seine Burgfräulein als historische Abordnung aus Neustadt. Aus Wiera spielte die Blasmusik. Spe­ckswinkel präsentierte sich mit der traditionellen Trachten- und Volkstanzgruppe. Die Kinder zeigten auf den Kreuzungen eine kurze Tanzeinlage. Aus Mengsberg kam die Burschenschaft mit dem dortigen „Kirmesbär“. Ein Strohbär, der in diesem Jahr auch in Momberg laufen durfte. Zum Schluss fuhr der Planwa­gen „Rent Your Tour“ mit den Gewinnern der Silvesterfeier und weiteren Gästen. Nicht zu vergessen sind die 30 Kinder, die vor den Zugnummern als Schildchenträger vorweg liefen. Insbeson­dere die Wölflinge der Pfadfindergruppe aus Neustadt in ihren Uniformen, die durch die heißen Straßen Mombergs liefen. Viele Vereine, Gruppen und Einzelpersonen haben einen großen Bei­trag zu diesem Historischen Festzug geleistet. Es wurde gebaut, gezimmert und geschneidert. Und das hat sich gelohnt:

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Straße zwischen Neustadt und Stadtallendorf ist bald Baustelle

Hessen Mobil sperrt Strecke ab Montag, 6. Juli, für mindestens zwei Wochen
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Ab Montag, 6. Juli, gibt es zwischen dem Ortsausgang von Neustadt und der Auffahrt auf die Autobahn 49 (Richtung Kassel) kein Durchkommen mehr. Dann ist die ehemalige Bundesstraße 454 und heutige Kreisstraße 12 für mindestens zwei Wochen eine große Baustelle und voll gesperrt. Dies teilt Sonja Lecher, Sprecherin des Regionalbüros Westhessen von Hessen Mobil, auf Nachfrage dieser Zeitung mit.
Vorgesehen seien Schadstellenbeseitigungen und eine Fahrbahninstandsetzung, berichtet sie. Sprich: Zunächst werden größere Schäden ausgebessert, danach bekommt die Fahrbahn in Kaltbauweise auf der gesamten Strecke eine dünne neue Deckschicht. „Das verbessert die Ebenheit und die Griffigkeit. Außerdem werden so kleine Schäden und Risse verschlossen“, erklärt Lecher.

Umleitung führt nicht über die Autobahn

Die Umleitung erfolge über Speckswinkel und Erksdorf. Es ist aber natürlich auch möglich, den gesperrten Bereich über die Autobahn 49 zu umfahren. Da allerdings nicht alle Verkehrsteilnehmenden, die über die heutige Kreisstraße 12 von Neustadt nach Stadtallendorf (oder umgekehrt) fahren würden, die Autobahn nutzen dürfen, weise Hessen Mobil eine Umleitungsstrecke aus, die auch die nutzen können – und die eben nicht über die Autobahn führt, erklärt die Sprecherin.

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Wehren bilden rechtzeitig Führungskräfte aus

Neustadts Stadtbrandinspektor informierte Parlamentarier über Situation
Von Michael Rinde

Neustadt.
Einmal pro Jahr gibt in Neustadt der Stadtbrandinspektor im Parlament einen Überblick über die Situation der Feuerwehren. Da es sein erster Vortrag nach der Kommunalwahl war, stellte sich Frank Bielert den Parlamentariern kurz vor. Seit 30 Jahren ist der Familienvater aus Neustadt bei der Wehr aktiv und besitzt entsprechend Erfahrung und Qualifikation.
Modern ausgerüstet

Eines vorweg: Es gibt keine dramatischen Probleme bei den Neustädter Wehren, wohl aber einige Herausforderungen, die auch in anderen Kommunen bestehen. Die Wehren aus Neustadt, Momberg, Mengsberg und Speckswinkel verfügen alle über genügend Einsatzkräfte. „Unsere Ausrüstung ist modern und aktuell“, sagte Bielert vor den Parlamentariern. Aber das gelingt natürlich nur mit stetigen Investitionen der Stadt in ihre Feuerwehren. Jüngstes Fahrzeug ist aktuell das Tragkraftspritzen-Fahrzeug in Speckswinkel.

In diesem Herbst bekommt die Kernstadt-Feuerwehr ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug, danach steht gleich die nächste Beschaffungsaktion im Raum. Sechs Fahrzeuge haben Neustadts Feuerwehren, drei davon in der Kernstadt.

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Neustadts neues Nachwuchskonzept

Kinder- und Jugendarbeit ist seit Beginn des Jahres in städtischer Hand und läuft gut an / Eröffnungsfeier diesen Freitag
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
„Die offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht großen Spaß“, sagt Isabelle Korn, die seit Anfang des Jahres nicht nur mit 15 Stunden Wochenstunden im Familienzentrum tätig ist, sondern weitere 15 Stunden als Jugendpflegerin wirkt. Mit 39 Wochenstunden ist Tizian Nau als Jugendpfleger tätig. Die beiden sind die zentralen Personen der neu aufgestellten Kinder- und Jugendarbeit. Ihnen zur Seite steht noch Streetworker Lukas Brauschke. War bis Ende des vergangenen Jahres der Marburger Verein bsj für die Jugendarbeit in Neustadt zuständig, so kümmert sich die Stadt seit Beginn 2026 um die Angebote und hat sie auf Kinder ausgeweitet. „Wir haben uns für die Neuausrichtung entschieden, da es uns wichtig war, verstärkt Angebote für Jungen und Mädchen bis 12 oder 13 Jahren zu machen“, erklärt Bürgermeister Thomas Groll.
Angedockt hat die Stadt die Kinder- und Jugendarbeit, die auch ein neues Logo bekam, ans Familienzentrum um Leiterin Nicole Zinkowski – die sich über zahlreiche Synergien freut. Vor allem aber sei es sehr wichtig, dass nun für alle Altersgruppen Angebote gemacht werden: Immer wieder seien Eltern auf sie zugekommen und hätten bedauert, dass es nach dem Kindergartenalter ein Loch in der Sozialen Arbeit Neustadts gebe. Das sei durch die Neuausrichtung nun gestopft. Und dadurch, dass die Eltern bereits Kontakte ins Familienzentrum hatten, sei auch gleich Vertrauen in die neue Kinder- und Jugendarbeit dagewesen: „So brauchten wir sehr wenig Anlaufzeit, und es kamen direkt viele Kinder zu unseren ersten Angeboten. Eigentlich ist es ein Selbstläufer.“ Ein erstes Fazit, das auch der Rathauschef bestätigt: „Ich nehme es als sehr positiv wahr und erhalte auch solche Rückmeldungen.“

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Neustädter Mitteilungsblatt

Örtliche Übergabe eines Zuschusses für Anlagen zur Brandfrüherkennung Zuschuss zur Absicherung von Feuerwehrhäusern durch die SV Sparkassenversicherung

Die SV Sparkassenversicherung und SV Kommunal engagieren sich seit vielen Jahren aktiv für die Feuerwehren. Dabei stehen der Schutz und die Rettung von Menschenleben ebenso im Fokus wie die Sicherung der Gebäude und die Vermeidung von Schäden. Zu den Fördermaßnahmen zählen Jubiläumsprämien, Zuschüsse für Brandschutzkoffer sowie vor allem die Ausstattung mit moderner und innovativer Feuerwehrausrüstung.
Ein Brand im Feuerwehrhaus verursacht nicht nur erhebliche Sachschäden, sondern beeinträchtigt auch maßgeblich die Ein­satzbereitschaft der Feuerwehr. Aus diesem Grund haben sich die SV Sparkassenversicherung und SV Kommunal dazu entschlos­sen, Kommunen, die bei der SV Sparkassenversicherung über den Versicherungsschutz KRISTALL versichert sind, mit einem Zu­schuss von bis zu 3.000 Euro für die Installation einer Rauch- und Brandwarnanlage mit Direktweiterleitung in kommunalen Feuer­wehrgerätehäusern zu unterstützen. Ziel ist es, die Einsatzfähig­keit der Feuerwehren zu stärken und gleichzeitig die kommunalen Haushalte zu entlasten.
Der Generalvertreter der SV Sparkassen Versicherung Matthias Schmidt übergab nun symbolisch einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro an Bürgermeister Thomas Groll der Stadt Neustadt (Hessen) zur Anschaffung einer Brandfrüherkennungsanlage.
Matthias Schmidt von der SV Sparkassenversicherung / SV Kom­munal erläuterte dazu:
„Leider kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Bränden in Feuerwehrhäusern, die die Einsatzbereitschaft erheblich be­einträchtigten. Als Marktführer in der Gebäudeversicherung in unserem Geschäftsgebiet möchten wir einen Beitrag zum besseren Schutz der Feuerwehrhäuser leisten. Mitglieder mit dem KRIS- TALL-Versicherungsschutz können diesen Zuschuss für die In­stallation von Brandfrüherkennungsanlagen beantragen. So kön­nen Brände frühzei­tig erkannt, Schäden minimiert und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr dau­erhaft gewährleistet werden – zum Vor­teil der gesamten Kommune.“
Bis 2029 plant die SV Sparkassen Versicherung, bei über 800 versicherten Kom­munen den Einbau von Brandfrüherken­nungsanlagen zu för­dern und investiert dafür insgesamt fast eine Million Euro – ein weiterer wichtiger Beitrag zur langfris­tigen Förderung und Sicherheit der Feuerwehren.
Bürgermeister Thomas Groll dankte Matthias Schmidt herzlich da­für, dass er immer wieder die örtlichen Feuerwehren unterstützt.
Zudem unterstützte Matthias Schmidt anlässlich der 800-Jahrfeier Momberg die dortige Freiwillige Feuerwehr und sponserte einen Betrag von 750 Euro zur Anschaffung einer Staustufe „Bi­ber“, damit ist es möglich, in Bächen Wasser aufzustauen, um es zu Löschzwecken zu verwenden.

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A49 führt zu weniger Lastwagen in Neustadt

Stadt finanzierte Verkehrszählung / Umleitungsstrecke ist problematisch
Von Michael Rinde

Neustadt.
In Neustadt gibt es erstmals seit der Freigabe der Autobahn 49 belastbare Zahlen zur Verkehrsentwicklung. Was viele bereits gefühlt so wahrgenommen hatten, hat sich bestätigt: Die Autobahnanbindung hat zu einer Entlastung geführt, vor allem bei der Zahl der Neustadt durchfahrenden Lastwagen.
Zweimal hat die Stadt zählen lassen, laut einer Mitteilung: am 14. November 2024 und am 21. Oktober 2025 an mehreren Stellen in der Innenstadt. Die Autobahn ist seit März 2025 für den Verkehr freigegeben.

Auszüge aus den Ergebnissen: An der oberen Marburger Straße vor der Querallee ergibt sich eine Verringerung von 2.263 Pkw und 225 Lastwagen. Bei den Autos bedeutet das nach Angaben der Stadt ein Minus von 18 Prozent, bei Lastwagen ein Minus von sogar 62 Prozent. Dort fuhren im Oktober 2025 gezählte 10.873 Pkw und 284 Lastwagen.

Im Bereich der Querallee ergibt sich eine Verringerung von 653 Pkw und 337 Lkw. Das steht für ein Minus von 9 Prozent bei den Pkw und 61 Prozent bei Lastwagen. Dort fuhren im Oktober 2025 gezählte 6.758 Pkw und 214 Lastwagen.

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Festzug lässt Mombergs Geschichte aufleben

27 Gruppen zogen durch die Straßen des Ortes
Von Laura Lansche

Momberg.
Trotz des heißen und sonnigen Sommertags säumten zahlreiche Menschen die Straßenränder, um dem historischen Festzug zu sehen. Manche hielten sich im Schatten auf, andere hatten Sonnenschirme dabei. Der Weg des Festzugs war mit bunten Wimpeln geschmückt. Von weitem waren schon die ersten hohen Töne auf der Flöte und Paukenschläge zu hören.
Zu Beginn des Festzugs liefen zwei Personen, die eine „800“ aus grünen Zweigen trugen. Später kämpften zwei Frauen in mittelalterlicher Kleidung mit Schwertern und Schildern gegeneinander. Sie waren vom Verein Reenactment Combat Fighting Marburg. Der Sportverein Momberg veranschaulichte die Pest, die im 14. Jahrhundert in Momberg wütete. Manche lagen vermeintlich krank auf einem Wagen. Dahinter liefen ein Pestarzt mit einer Schnabelmaske und Mönche in braunen Kutten. Der Momberger Kindergarten spielte Räuberbanden nach, die sich im 18. Jahrhundert in der Hardtmühle versteckt hielten und ihr Diebesgut vergruben. Die Freiwillige Feuerwehr Momberg präsentierte ihre alten Wasserspritzpumpen.

Die erste Pumpe in Momberg stammt aus dem Jahr 1885, berichtet Arno Sack von der Feuerwehr. Eigentlich wurde sie von Pferden gezogen, beim Festzug war es stattdessen aber ein Traktor. „In Momberg sind heute alle auf den Beinen. Mehr sind beteiligt, als zuschauen können“, sagte der 63-Jährige.

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