Neustädter Mitteilungsblatt

Tanz in den Mai- Festgottesdienst mit Bischöfin Prof. Dr. Hofann

Bei hoffentlich frühlingshaftem Wetter findet der Veranstaltungsreigen zum Neustädter Stadtjubilä­um am 30. April 2022 ab 19.00 Uhr seine Fortset­zung mit einem „Tanz in den Mai“ auf dem Fest­platz in der Lehmkaute.
Für gute Stimmung – unter Einhaltung der aktuel­len Corona-Vorschriften sorgen die „Rebellen“.
Die fränkische Band treibt seit nunmehr 30 Jahren bundesweit ihr Unwesen auf Volksfesten, Oktober­festen, Weinfesten, Kirmessen sowie Veranstaltun­gen jeglicher Art. Dabei steht das Feiern zusammen mit dem Publikum im Mittelpunkt. Dabei konnten die Rebellen eine Vielzahl an namhaften Veranstal­tungen in ihr Tourtagebuch aufnehmen. Wein- und Volksfeste z.B. in Düsseldorf und Erlangen sowie der „Bayern3 Rundfunkball“, Konzerte mit der Kelly Family, Michael Wendler oder Olaf Henning waren nur einige Stationen der Band.
Auf dem Festplatz wird es auch ein Maifeuer geben. Der Eintritt zum „Tanz in den Mai“ beträgt für Be­sucher ab 16 Jahre 5 Euro. Es gelten die aktuellen Corona Vorschriften.
Am 1. Mai 2022 findet dann ein Festgottesdienst aus Anlass des Stadtjubiläums mit Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann und Pfarrerin Kerstin Kandziora in der evan­gelischen Kirche statt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Der Neustädter Waldkindergarten erweitert sein Angebot und wächst

Ein neues Jahr bringt viele Neuigkeiten aus dem Neustädter Wald­kindergarten mit sich: seit Januar erkundet nun eine weitere Grup­pe „offiziell“ den Wald in der Struth – die „Eichhörnchen“-Gruppe.
Die Kinder, der bereits seit 2017 bestehenden Waldgruppe, hatten sich die Namen für beide Gruppen ausgesucht und die Entschei­dung fiel auf die „Fuchsgruppe“ und die „Eichhörnchen“-Gruppe. Der Waldplatz der „Eichhörnchen“-Gruppe, der weiter Richtung Grillhütte liegt, ist ebenso ausgestattet wie jener der „Fuchs­gruppe“. Es gibt einen Bauwagen, eine Kompost-Toilette und ein „Waldsofa“.
Jetzt freuen sich die fünf Erzieherinnen um KIGA-Leiterin Adina Brünjes darauf, gemeinsam mit den Kindern den Wechsel der vier Jahreszeiten zu erleben.
Wenn Spaziergänger also den Wanderweg im Wald entlanglaufen und fröhliche Kinderstimmen hören, werden das höchstwahr­scheinlich die Kinder der „Eichhörnchen“- oder „Fuchsgruppe“ sein.
Und noch eine Neuigkeit: es gibt seit dem 10. Januar für die Kin­der des Waldkindergartens die Möglichkeit, in der eigenen Cafe­teria bei den Schutzräumen an der Waldschule zu Mittag zu essen und ein erweitertes Betreuungsangebot bis 15 Uhr zu nutzen.
Kürzlich besuchte Bürgermeister Thomas Groll den Waldkinder­garten und informierte sich bei Adina Brünjes über die Erfahrun­gen der letzten Wochen.
Das Mittagessen wird von der Firma „frisch-menue“ geliefert und den Kindern schmeckt das Essen gut. Die Auswahl der Menüs für die Kinder erfolgt nach den Qualitätsstandards zur Umsetzung einer ausgewogenen Verpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).
Nach dem Mittagessen können sich die Kinder dann draußen wei­ter dem Freispiel widmen.
Wie Bürgermeister Thomas Groll mitteilt sind auch weiterhin An­meldungen für den Waldkindergarten möglich.
Wer Interesse hat, kann sich bei Adina Brünjes, 0170-7770578 oder Marianne Dippel von der Stadtverwaltung, 06629-8918, melden.

Weihnachtsmarkt hinter Glas

Bereits zum dritten Male hatte die Stadt Neustadt (Hessen) vom 1. Dezember 2021 bis 7. Januar 2022 die Vitrinen im Foyer des Rathauses leergeräumt und sie lokalen Hobbykünstlern für einen „Weihnachtsmarkt hinter Glas“ zur Verfügung gestellt.
Damit, so Bürgermeister Thomas Groll, erreiche man zweierlei: die zuverlässigen Beschicker kommunaler Veranstaltungen erhal­ten eine Möglichkeit, die Erzeugnisse ihrer Handarbeit anzubie­ten und Interessierte haben die Möglichkeit, ein kleines Geschenk zu erwerben bzw. die eigene Dekoration zu Hause zu vervollstän­digen.
Neben dem „Weihnachtsmarkt hinter Glas“ bot auch Werner Mann einen kleinen Bücherflohmarkt für die Kinderkrebshilfe an.
Ende Januar konnte der Bürgermeister den Eheleuten Elvira und Werner Mann einen Betrag in Höhe von Euro 250 zugunsten der Kinderkrebshilfe übergeben. Dieser setzt sich aus Spenden aller Aussteller, Einnahmen aus dem Bücherflohmarkt sowie einer „Aufrundung“ durch die Kommune zusammen.
Thomas Groll dankte allen, die an der Aktion teilnahmen und lobte das große Engagement der Eheleute Mann für die Kinder­krebshilfe, denn diese sind immer wieder aktiv und lassen sich Neues einfallen, um hier für Spenden einzuwerben.

Neustadt 750

Preisträger des Circus-Festivals von Monte Carlo kommen zum Neustädter Stadtjubiläum
In der Hoffnung, dass nach dem ersten Quartal 2022 langsam, aber sicher wieder „Normalität“ Einzug halten möge, plant man in Neustadt derzeit das Stadtjubiläum. Ab April will man mit zahl­reichen Veranstaltungen die urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1272 feiern.
Dabei, so Bürgermeister Thomas Groll, wird man den Besuchern etwas Besonderes bieten können: Zwei beim Internationalen Cir­cus-Festival in Monte Carlo ausgezeichnete Darbietungen kom­men in die Junker-Hansen-Stadt.
Am Himmelfahrtstag, dem 26. Mai 2022, heißt es passenderweise „… dem Himmel entgegen“, denn dann tritt mit den Geschwistern Weisheit die größte und erfolgreichste Hochseilgruppe Europas aus Gotha im Bürgerpark auf. Aus deren zahlreichen Auszeich­nungen ragt der Sonderpreis der Jury beim Circus-Festival 2011 heraus, den Seniorchef Rudi Weisheit aus den Händen von Prin­zessin Stephanie erhielt.
Am 15./16. Oktober 2022 soll dann endlich wieder das Neustädter Artistenfestival um den „Goldenen Biber“ stattfinden. Hier wird im Zelt des Familiencircus „Manegentraum“ am Junker-Han­sen-Turm u. a. Jochen Träger-Krenzola auftreten.
Schon als Kind hatte Jochen Träger den Wunsch mit Tieren im Circus zu arbeiten. Nach Schul- und Lehrabschluss begann er 1984 seine Tätigkeit beim damaligen Staatszirkus der DDR – Zirkus BEROLINA. Zunächst wurde er als Requisiteur, später dann als Tierpfleger und Bereiter eingesetzt. Nach der Auflösung des Staatszirkus wird Träger 1990 Tierpfleger und Assistent von Wolf­gang Krenzola bei dessen berühmter Tierrevue, mit der dieser be­reits 1975 einen Silbernen Clown in Monte Carlo gewann. 1992 übernahm Träger die Präsentation der Darbietung und nannte sich fortan, im Gedenken an seinen 1996 verstorbenen Lehrmeis­ter, Krenzolajunior.
Die Liste seiner Gastspiele ist inzwischen lang: u. a. Circus Krone-Bau in München, Circus Busch-Roland, Circus Charles Knie, Circus Bouglione in Frankreich sowie verschiedene Weih­nachts-Circusse, zuletzt 2021 in Magdeburg, und Gaias. Auf per­sönlichen Wunsch von Fürst Rainier III. trat Jochen Träger-Kren­zola ebenfalls in Monte Carlo auf und wurde für seine Darbietung ausgezeichnet.
Nach Neustadt wird der Tierlehrer mit Hunden, Katzen, Tauben, einem Hahn und einem Kakadu sowie seinen Laufenten kommen, die bereits bei Dieter Bohlens „Supertalent“ im TV auftraten.
Wie kommt ein solcher Manegenstar nach Neustadt? Der be­kennende Circus-Freund Groll hatte ihn einfach angeschrieben und vom „Goldenen Biber“ und dem Besuch von Rebecca Sie­moneit-Barum 2019 berichtet. Träger-Krenzola, der mit der „Iffi aus der Lindenstraße“ schon zusammen in der Manege stand, rief diese an und erkundigte sich nach der Veranstaltung. Diese sei voll des Lobes gewesen und so will auch der Sachsen-Anhaltiner das kleine Festival unterstützen.
Aktuell befinden sich Anni Bichlmaier vom gastgebenden Circus „Manegentraum“ und Bürgermeister Thomas Groll in Gesprä­chen mit weiteren Artisten und Tierlehrern, um dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm zu bieten.

CDU Neustadt (Hessen)
Ehrung verdienter Mitglieder

Kürzlich konnte der CDU-Stadtverband Neustadt (Hessen) ver­diente Mitglieder für jahrzehntelange Treue zur gemeinsamen Sache ehren.
Helmut Dippel, Reinhold Lotter und Luzius Lehmann (alle Mom­berg) gehören der Partei seit über 50 Jahren an, Gregor Nees (Neustadt) und Heinz Trieschmann (Speckswinkel) fanden vor 40 Jahren zur CDU.
Stadtverbandsvorsitzender Franz-W. Michels hieß die Jubilare im Beisein des Fraktionsvorsitzenden Hans-Dieter Georgi zu einer Mitgliederehrung im kleinen Kreis willkommen, da der Neujahrs­empfang der Neustädter Christdemokraten auch 2022 pandemie- bedingt ausfallen musste.
Bürgermeister Thomas Groll hatte es übernommen, die Laudatio zu übernehmen. Er verwies darauf, dass die Union sowohl 1971/72 als auch 1981/82 in der Opposition in Bund und Land gewesen sei. Sicher sei es damals nicht einfach gewesen, sich zur CDU zu bekennen und diese zu unterstützen. „Anfängen ist immer leicht, dabei bleiben aber umso schwerer. Dies haben sie erreicht und da­für sagen wir heute Dankeschön“, so Groll an die zu Ehrenden gerichtet.
Besonders hob er hervor, dass alle vier Herren – Heinz Triesch­mann war leider verhindert – sich nicht nur für Politik interessier­ten, sondern sich auch in der Kommunalpolitik oder aber dem ört­lichen Vereinsleben engagierten.
Reinhold Lotter und Luzius Lehmann gehörten noch der Mom- berger Gemeindevertretung an. Lotter war dann zunächst Stadt­verordneter in Neustadt und von 1981-2006 Ortsvorsteher seines Heimatortes.
„Du hast als Ortsvorsteher bleibende Spuren hinterlassen und bist bei Eigenleistungen stets vorangegangen“, fand Thomas Groll lo­bende Worte für Reinhold Lotter.
Franz-W. Michels schloss sich den Dankesworten seines Vorred­ners an und überreichte den Jubilaren Urkunden, Ehrennadeln und Weinpräsente.
Trotz der Corona bedingten Einschränkungen konnte die Ehrung in einem dem Anlass gemäßen Rahmen stattfinden.

Stadtverordnetenversammlung Haushalt 2022 einstimmig beschlossen

Am 31. Januar kam die Neustädter Stadtverordnetenversammlung unter dem Vorsitz von Franz-W. Michels (CDU) im Kultur- und Bürgerzentrum zu ihrer ersten Sitzung im Jahre 2022 zusammen. Zu Beginn sprach Bürgermeister Thomas Groll Worte des Ge­denkens für Landrätin Kirsten Fründt, die am 19. Januar ihrem Krebsleiden erlegen war. Er hob dabei unter anderem hervor, dass die 54-jährige Neustadt und seine Stadtteile regelmäßig besucht und unterstützt habe. Ihr letzter größerer öffentlicher Termin sei am 10. September 2021 die offizielle Einweihung des Kultur- und Bürgerzentrums gewesen. „Kirsten Fründt war unserer Kom­mune, den Freiwilligen Feuerwehren und den Vereinen vor Ort verbunden. Die Aufnahme unserer Stadtteile in das Dorferneue­rungsprogramm haben wir ihr persönlich zu verdanken. Auch die Schaffung eines Kunstrasenplatzes und der Bau des Kultur- und Bürgerzentrums wurden von der Landrätin aktiv begleitet. Wir konnten uns immer auf sie verlassen und werden uns gerne an eine engagierte und beliebte Politikerin erinnern, die viel zu früh ver­storben ist“, betonte der Bürgermeister.
Zu Ehren von Kirsten Fründt erhoben sich alle Anwesenden und gedachten ihr in Stille.
Bürgermeister Groll berich­tete von weiteren Gesprächen mit der EAM im Zusammen­hang mit der Energiewende. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Bei heutigem Stand sei geplant, im Juli 2022 eine Bestands­aufnahme und Maßnahmen­vorschläge für die Zukunft vorzulegen, die dann nach der Sommerpause verabschiedet werden sollen. Das Zeitfenster gewährleiste den Einbezug der Fraktionen und wohl auch des einzustellenden Klimaschutz­managers.
Auch im Hinblick auf das Verkehrskonzept für die Innenstadt und den Nahmobilitätscheck gab es eine Unterredung mit dem beauf­tragten Büro und ein Ortstermin sei vereinbart. Für den 23. März, 18.30 Uhr, sei eine erste Bürgerbeteiligung im Rahmen einer Vi­deo-Konferenz geplant.
Mittlerweile liegt auch ein erster Entwurf der Organisationsstudie für die Stadtverwaltung vor. Nach Grolls Worten befasst man sich zunächst intern mit der Bestandsaufnahme und den Vorschlägen. Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass die Kommune wieder ei­nen Antrag beim Programm „Starke Heimat Hessen“ für weitere Digitalisierungsschritte in der Verwaltung stellen wolle. In diesem Zusammenhang bedauerte er, dass man im Neustädter Rathaus bei der Einführung der elektronischen Akte zu schnell gewesen sei. „Andere bekommen dafür jetzt Fördermittel. Als wir diesen Schritt ab 2015 gegangen sind, gab es hierfür noch keine Unter­stützung des Landes“, so Thomas Groll.
Zusammenfassend stellte er fest, dass die „Zukunftsthemen“ Energiewende, Mobilität, moderne Verwaltung und Digitalisie­rung Schritt für Schritt vorangebracht würden.
Am 20. Dezember 2020 hatte Thomas Groll den Entwurf des Haushaltsplanes 2022 eingebracht. In den nachfolgenden Wochen wurde er dann in den Fraktionen von CDU, SPD und FWG sowie den Fachausschüssen und Ortsbeiräten beraten.
Wie bereits berichtet, ergaben sich zu dem umfangreichen Zah­lenwerk kaum Nachfragen und keine Änderungsanträge. Sicher ein Beleg für die gute Vorarbeit von Bürgermeister, Magistrat und Verwaltung.
Nachdem sämtliche Gremien im Vorfeld eine positive Beschluss­empfehlung abgegeben hatten, beriet nun die Stadtverordneten­versammlung abschließend über den Haushalt. Bereits im Vorfeld hatten sich die Parlamentarier darüber verständigt, dass die Re­den der drei Fraktionsvorsitzenden nicht länger als zehn Minuten sein sollten, um die Sitzung in Zeiten von Corona/Omikron nicht
unnötig in die Länge zu ziehen.
Georgi (CDU):
Neustadt als attraktive Wohnstadt weiterentwickeln.
Den Auftakt machte Hans-Dieter Georgi (CDU). Er hob die gute Nachvollziehbarkeit des Haushalts hervor und dankte allen hierfür Verantwortlichen, insbesondere Gitta Kurz.
Der Christdemokrat erinnerte nochmals an den Ausgang der Kommunalwahl im März 2021, bei dem die CDU knapp 52 Prozent erzielen konnte. Trotz der absoluten Mehrheit in der Stadtverordnetenversamm­lung bekannte sich Georgi aus­drücklich zu einem guten Mit­einander der Fraktionen. „Wir wollen Neustadts Zukunft weiterhin gemeinsam mit allen Stadtverordneten gestalten und freu­en uns darüber, dass die Stadtverordnetenversammlung nach der Wahl jünger und weiblicher geworden ist“, stellte Georgi fest.
Nach seinen Worten führt Bürgermeister Thomas Groll Neustadt souverän und mit großem Einsatz durch schwierige Zeiten. Ins­besondere ihm gebühre daher Dank für die positive Entwicklung der Kommune.
„Erfreulich ist, dass der Haushalt erneut ausgeglichen ist und es auch in 2022 keiner Kreditaufnahme bedarf. Wir finden es als CDU-Fraktion bemerkenswert, dass seit 2017 über zwei Millionen Euro Schulden und rund eine Million Euro an Kassenkrediten ab­gebaut werden konnten. Bis 2025 sollen fast 20 Millionen Euro in die Infrastruktur vor Ort investiert werden. Das ist eine tolle Leistung“, hob Hans-Dieter Georgi hervor.
Der CDU sei es wichtig, dass sich Neustadt als attraktive Wohn­stadt weiterentwickele. Dazu gehörten unter anderem verfügbares Bauland, die Ausweisung von Gewerbefläche und eine bedarfsge­rechte Kinderbetreuung. In den letzten Jahren sei hier viel erreicht worden. Der Haushalt 2022 sowie die mittelfristige Finanzplanung enthielten weitere Ansätze in die richtige Richtung.
„Uns ist wichtig, dass nach den großen Projekten in der Kernstadt nun ein investiver Schwerpunkt in den Stadtteilen liegt“, hob der Fraktionsvorsitzende hervor und nannte als Beispiele das „Haus für alle“ in Mengsberg, die „Grüne Mitte in Speckswinkel“ und das multifunktionale Haus in Momberg.
„Wir werden nach wie vor von umliegenden Kommunen etwas nei­disch ob unserer positiven Entwicklung beobachtet und dies völlig zu Recht“, freute sich Georgi und führte dies nicht zuletzt auf eine kleine, aber leistungsstarke Verwaltung unter Leitung des Bürger­meisters zurück. Gleichwohl sei nun eine Aufstockung des Perso­nals angezeigt, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können.
Auch weiterhin müsse man konzeptionell ans Werk gehen, um erfolgreich vorwärtszukommen. Hier wisse man sich als CDU zumindest mit der SPD-Fraktion einig. „Erst die Strategie festle­gen, dann die Investition tätigen“, so Georgi, der den Klimaschutz ebenso wie die Mobilität als wichtige kommunale Zukunftsaufga­be bezeichnete.
Als CDU-Fraktion wolle man sich aber auch „klassischen kom­munalpolitischen Themen“ wie Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und der Vereine oder der Sicherheit vor Ort widmen.
„Unsere Schwerpunkte finden sich im Haushalt 2022 bestens wie­der. Wir stimmen diesem zu“, schloss Hans-Dieter Georgi seine Ausführungen.
Gatzweiler (SPD):
Die Chancen der Zukunft nutzen.
Als nächster sprach Hans- Gerhard Gatzweiler. Der SPD-Fraktionsvorsitzende warf zu Beginn seiner Aus­führungen die rhetorischen Fragen auf, ob es in Neustadt keiner Opposition bedürfe oder ob man dem Bürgermeis­ter nicht kritisch auf die Finger schauen müsse. Während in anderen Kommunen lange Dis­kussionen zum Haushalt an der Tagesordnung seien und es seitenweise Änderungsan­träge gebe, sei dies in Neustadt seit Jahren anders. Dies führe außerhalb der Stadtgrenzen immer wieder zu Erstaunen.
„In den letzten Jahren hat sich die Situation der Kommune erheb­lich zum Positiven verändert. Es ist in Neustadt nicht schön, Oppo­sition zu sein, da alle wichtigen Themen stets im Haushalt oder der mittelfristigen Finanzplanung behandelt werden. Und wenn wir in andere Städte und Gemeinden schauen stellen wir fest, dass wir zumeist vorne dabei sind“, so Gatzweiler.
Aus den Worten des Sozialdemokraten wurde deutlich, dass sich seine Fraktion auch nicht als „bloße“ Opposition versteht, sondern konstruktiv an der Entwicklung der Kommune mitarbeitet.
Hans-Gerhard Gatzweiler hob ebenso wie sein Vorredner hervor, dass die Infrastruktur in der Kernstadt inzwischen größtenteils auf Vordermann gebracht sei und nun die Stadtteile an der Reihe seien.
„Bemerkenswert“ fand er es, dass die Corona-Krise bisher keine negativen Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen hat und der Abschluss 2020 statt 790.000 Euro sogar ein Plus von über 1,4 Millionen Euro aufweise und der Bürgermeister auch für 2021 mit einem guten Ergebnis rechne.
„Die A 49 ist letztlich eine Chance für unsere Kommune. Wir wer­den für auswärtige Investoren interessanter. Zugleich dürfen wir aber nicht verkennen, dass der Autobahnbau Wunden in die Land­schaft reißt“, so Gatzweiler. Nach sei­ner Auffassung sollte die A 49 eines der letzten großen Verkehrsprojekte sein.
Wie bereits Bürgermeister Groll im Fachausschuss teilt auch Gatzweiler die Auffassung der Hessen-Agentur nicht, dass Neustadt bis 2035 rund 22 Prozent an Einwohnern verlieren soll. „Die Zeichen deuten hier klar in eine andere Richtung. Wir werden eher Kindergartenplätze brauchen.“
Es gebe viele hoffnungsvolle Zeichen in Neustadt wie den Bau des neuen Altenheims, den Aufbau der Tages­pflege, die Photovoltaik-Freiflächen-
anlagen als Beitrag zur Energiewende oder die Bestrebungen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung.
„Aber natürlich“, so Hans-Gerhard Gatzweiler, „gibt es auch noch einiges zu tun. Wir denken als SPD hier an die Radwege, die Zu­kunft der Innenstadt oder den Fortgang der Energiewende. In die­sen Bereichen werden wir uns weiter einbringen.
Gehmlich (FWG):
Nicht zuzustimmen wäre töricht
Für die FWG-Fraktion ergriff deren Vorsitzender Karsten Gehmlich das Wort. Dieser fasste sich bei der Bewertung des Zahlenwerkes kürzer als seine Vorgänger.
Nach den obligatorischen Dankesworten vertrat er die Auffassung, dass das vom Bür­germeister gewählte Motto für den Haushalt 2022 „Eine NEUe STADT entsteht – stel­len wir uns den Herausforde­rungen der Zukunft“ durch­aus mit Blick auf den Titel des
FWG-Wahlprogrammes zur Kommunalwahl „Neustadt neu den­ken“ entstanden sein könnte.
Seine Stellvertreterin Merve Hamel bezeichnete er als das „Ge­sicht des örtlichen Klimaschutzes“ und führte kommunale Aktivi­täten nicht zuletzt auf deren Arbeit zurück.
Gehmlich begrüßte die vorgeschlagenen Erweiterungen des Stel­lenplanes in den Bereichen Verwaltung, Bauhof und Kindergärten und lobte wie schon der CDU-Fraktionsvorsitzende die engagierte Arbeit in den Kindergärten in den vielen Monaten der Pandemie. Wer den Haushaltsplan aufmerksam lese, so der FWG-Fraktions- vorsitzende, müsse zur Erkenntnis kommen, „dass es töricht wäre nicht zuzustimmen“. Es gebe nichts zu meckern, alle wichtigen Themen seien behandelt.
Als Agenda seiner Fraktion für die Zukunft nannte Karsten Gehmlich den Klimaschutz, die Digitalisierung der Verwaltung, den Ausbau des Radwegenetzes und auch die kommunale Jugend­arbeit.
Groll:
Miteinander durch diese Zeit, um eine bessere zu gestalten.
Zum Abschluss ging auch noch einmal Bürgermeister Thomas Groll an das Rednerpult und richtete einen Appell an die Man­datsträger:
„Lassen Sie uns entschlossen und rechtzeitig die Umbrüche und Herausforderungen dieser Zeit annehmen und legen wir gerade in politisch turbulenten Zeiten Wert auf das bisher so erfolgreiche Neustädter Klima der Zusammenarbeit. Auch Neustadt steht vor großen Herausforderungen. Dazu zählen neben Klimaschutz und Mobilität eben auch der weitere bedarfsgerechte Ausbau der Kin­derbetreuung, Erhalt und Ausbau der kommunalen Infrastruktur und die Weiterentwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft. Als Bürgermeister nehme ich diese Herausforderungen an und ich bin mir sicher, dass auch Sie die großen Aufgaben der Zukunft klar im Blick haben. Lassen Sie uns miteinander durch diese Zeit gehen, um gemeinsam eine bessere zu gestalten. Die Ausgangslage hier­für ist gut. Packen wir es an.“
Erwartungsgemäß gingen dann alle Hände für den Haushalt 2022 in die Höhe. Zum neunten Mal in Folge wurde der Neustädter Etat damit einstimmig angenommen.
Im Verlauf des Abends wurde auch den drei Magistratsvorlagen – Baugebietsabrundung „Waldstraße Momberg“, Verkauf eines Grundstücks im Gewerbegebiet „Am Gelicht“ und gemeinsa­mer Ordnungsbehördenbezirk mit Kirchhain, Rauschenberg und Wohratal – zugestimmt (Näheres hierzu s. Bericht Fachausschuss II). Dabei fand nur der Verkauf der Gewerbefläche nicht die Zu­stimmung aller Stadtverordneten: Merve Hamel (FWG) enthielt

Freude über den „Igel-Status“

Neustadts Stadtverordnete segnen den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2022 ab
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Es ist schön, in unserer Stadt Parlamentarier zu sein. Es macht Spaß, sich zu beteiligen – und wir werden für unsere Arbeitsweise gelobt und manchmal auch beneidet“, sagte SPD-Fraktionschef Hans-Gerhard Gatzweiler in seiner Haushaltsrede. Doch damit nicht genug des Lobes für Neustadts Kommunalpolitik: Wie es sich für eine „Opposition“ gehöre, schauten er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter alljährlich, welches Thema im Haushalt fehle, was für Ideen andere Kommunen haben und wo alternative Vorschläge eingebracht werden könnten. „Doch auch da kann man beobachten, dass wir meist schon da sind und sich andere Kommunen später mit Themen beschäftigen als wir“, betonte er und freute sich, auf der Seite des Igels zu sein, der dem Hasen stets einen Schritt voraus ist.

Gatzweiler: Wunsch nach Ausbau der Fahrradwege

Und so äußerte der Sozialdemokrat lediglich einige Wünsche für die Zukunft, zum Beispiel den Ausbau der Fahrradwege, das Beteiligen von Bürgerinnen und Bürgern an der Energiewende, die Umgestaltung der Marktstraße oder die Sicherung der hausärztlichen Versorgung. Zudem widmete sich Gatzweiler dem Weiterbau der A 49 und den entstehenden Narben in der Natur. Es gelte, sich zu fragen, ob man sich „solch gravierende Eingriffe“ noch leisten könne. Gleichzeitig sei das Projekt aber wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Dies lasse sich unter anderem daran festmachen, dass die Flächen im Gewerbe in kurzer Zeit verkauft waren oder die Stadt für externe Investoren immer interessanter werde. „Freude über den „Igel-Status““ weiterlesen

SPD stimmt Haushalt auch in diesem Jahr zu

Intensiv hat sich die Fraktion auch in diesem Jahr mit dem Entwurf des Haushaltes auseinandergesetzt. Erneut stimmte die Fraktion dem Haushalt ohne Änderungsanträge zu. Warum dies so ist, kann der Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden entnommen werden, diese finden Sie hier.
Auch der Artikel der OP erläutert dies kurz. Diesen lesen Sie hier.

Neustädter Mitteilungsblatt

Ehrenamtliches Engagement mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet

Corona-bedingt können Landesehrenbriefe seit vielen Monaten nicht wie sonst üblich in feierlichem Rahmen im Marburger Kreishaus verliehen werden. Auf Anregung von Bürgermeister Thomas Groll fand aber kürzlich eine solche Auszeichnung im Historischen Rathaus der Stadt Neustadt (Hessen) statt. Wenn auch nur die zu Ehrenden, Bernadeta Koch vom Fachdienst Bürgerbeteiligung und Ehrenamtsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und Mengsbergs Ortsvorsteher Karlheinz Kurz zugegen sein konnten, so war es doch ein dem Engagement von Carola von Winderfeldt, Helmut Zieße und Friedhelm Vauth würdiger Rahmen.
In Vertretung der erkrankten Landrätin war Bürgermeister Groll gebeten worden, eine Ansprache zu halten und die Landesehrenbriefe auszuhändigen. Dieser Aufgabe kam er gerne nach und stellte eingangs fest, dass Kirsten Fründt ihre Freude an der heutigen Ehrung gehabt hätte. „Unsere Landrätin schätzt es, wenn die zu Ehrenden eine breite Palette des Ehrenamtes repräsentieren und sie sich über viele Jahre hinweg für andere einsetzen, dies ist bei Frau von Winterfeldt und den Herren Zieße und Vauth ohne Zweifel der Fall“, so der Bürgermeister.
Carola von Winterfeldt war bereits 1999 Mitbegründerin des Serviceclub-Soroptimist-International Marburg/Lahn. Von 2007 bis 2009 amtierte sie dort sogar als Präsidentin. 2004 trat sie dem Freundeskreis Marburg-Sibiu/Hermannstadt e.V. bei. Von Anbeginn an organisiert Carola von Winterfeldt Weihnachtspakete mit Schulmaterial, Sanitärartikeln und Süßigkeiten, die an bedürftige Kinder in Sibiu verteilt werden. Seit 2010 bereitet sie zudem zweimal im Jahr einen Transport mit Kleidung und anderen notwendigen Sachen in die rumänische Stadt vor und war mehrfach vor Ort dabei. Bürger-meister Thomas Groll hob ausdrücklich hervor, dass die Mengsbergerin seit 2015 unermüdlich in der örtlichen Flüchtlingsarbeit aktiv sei und viele Familien mit Kindern beim „Ankommen“ in Deutschland aktiv unterstützt habe. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Klimaschutz ja – aber mit Konzept

FWG-Antrag sorgt in Neustadts Parlament für ungewohnte Auseinandersetzungen
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Eigentlich fanden Neustadts Stadtverordnete einen Antrag der FWG gar nicht so schlecht, dennoch gab es während der letzten Sitzung des Jahres 2021 erstmals seit Langem wieder Streit – in dessen Verlauf Bürgermeister Thomas Groll (CDU) der Fraktion sogar Populismus vorwarf.

Die Freien Wähler hatten den Magistrat beauftragen wollen, eine Energie- und Klimaförderrichtlinie auf den Weg zu bringen – mit dem Ziel, das Engagement der Bürger in Sachen Klimaschutz zu unterstützen und beispielsweise den Kauf von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen zu fördern.

Als Beispiel solle die Richtlinie der Stadt Alsfeld dienen, hatte Fraktionsvorsitzender Karsten Gehmlich in seinem Antrag geschrieben und in der Stadtverordnetenversammlung dann vorgeschlagen, 30 000 Euro im Haushalt 2022 bereitzustellen. Er verwies dabei auf die Analyse eines Experten, der den Neustädtern mitgeteilt hatte, dass im privaten Wohnbereich großes Potenzial zum Energiesparen beziehungsweise für CO2-Einsparungen bestehe.

Doch zu diesem Zeitpunkt war das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Die Stadtverordneten von CDU und SPD hatten dem Antrag bereits im Fachausschuss II die Unterstützung verweigert, was Gehmlich zu dem Vorwurf brachte, sie hätten nur Vorwände genannt, aber keine Argumente gegen den Antrag gebracht. Doch das war auch gar nicht deren Anliegen, wie sich in den folgenden Redebeiträgen zeigte. „Klimaschutz ja – aber mit Konzept“ weiterlesen

Stadt will sechs Millionen Euro investieren

Bürgermeister Thomas Groll brachte gestern Abend den Haushalt 2022 ein
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Zum siebten Mal in Folge ist der Neustädter Haushalt, dessen Entwurf Thomas Groll gestern Abend in der Stadtverordnetenversammlung einbrachte, nicht nur ausgeglichen, sondern weist auch noch einen Überschuss auf. Der Bürgermeister, der sich einst um die Finanzen der Stadt regelmäßig hatte große Sorgen machen müssen, ist inzwischen sogar in der Position, mit Verweis auf die Haushaltspläne der jüngeren Vergangenheit die Höhe des Überschusses (153 000 Euro) zu bedauern.

Der Wert falle aufgrund verschiedener Aspekte niedriger aus: Corona, ein langsameres Wirtschaftswachstum als geplant, zusätzlich notwendig gewordene Vorhaben, „Verteuerungen bei Unterhaltungsmaßnahmen für städtische Gebäude und Gerätschaften“, höhere Abschreibungen aufgrund zahlreicher Investitionen, noch immer keine einlaufenden Pachtzahlungen für Windräder, Mehrkosten beim Kindergarten Momberg sowie Personalsteigerungen.

Die Stadt sei zwar in der Lage, Kredite zu bedienen, erwirtschafte aber nicht genügend Mittel für die anstehenden Investitionen. Daher sei Neustadt weiterhin finanzschwach und auf Fördermittel angewiesen, so der Kämmerer: „Wir müssen mutig sein, dürfen aber nicht übermütig werden“, betonte er in der Kurzversion seiner Rede – sein eigentlicher Vortrag umfasst 70 Seiten, liegt den Stadtverordneten vor und trägt den Titel „Eine NEUe STADT entsteht – stellen wir uns den Herausforderungen der Zukunft“.

Für das kommende Jahr sind Investitionen in Höhe von rund sechs Millionen Euro geplant, die über Fördermittel, Beiträge und einen 1,5 Millionen Euro schweren Griff in den kommunalen Sparstrumpf ermöglicht werden. „Sollten die mittelfristigen Planungen Bestand haben, dürfte die Kommune 2023 und 2024 gerade so ohne Rückgriffe auf die Rücklage auskommen“, betonte der Kämmerer und freute sich auf ab 2025 fließende rund 400 000 Euro aus der Verpachtung kommunaler Flächen für bis zu sechs Windräder. „Stadt will sechs Millionen Euro investieren“ weiterlesen

Rinderwiese wird zu Baugebiet

Neustadts Stadtverordneten trafen im Parlament einige Entscheidungen
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Einen bunten Strauß an Themen behandelten Neustadts Stadtverordnete neben dem Repowering-Projekt (die OP berichtete) während ihrer Novembersitzung. Zunächst bekamen die Freien Wähler Antworten auf Fragenkataloge rund um Extremwetterereignisse und Photovoltaik beziehungsweise Solarthermie. So berichtete ihnen Bürgermeister Thomas Groll beispielsweise darüber, auf welchen kommunalen Gebäuden sich Photovoltaikanlagen befinden – und warum andere Dächer dafür nicht geeignet sind.

Außerdem äußerte er sich zur Frage, ob eine Bürger-Solargenossenschaft für Neustadt erstrebenswert sei: Der Magistrat könne das nicht abschließend beurteilen, erkenne aber kein Interesse aus der Bürgerschaft an der Gründung einer solchen Genossenschaft. Es sei wenn eher sinnvoll, sich einer bestehenden Genossenschaft anzuschließen. Des Weiteren könnte eine Werbe- oder Infoveranstaltung sinnvoll sein, um Privatmenschen zu motivieren, entsprechende Anlagen auf ihren Dächern installieren zu lassen.

Als Nächstes gaben die Stadtverordneten dem Magistrat den Auftrag, sich mit der Anschaffung eines Geschirrmobils zu befassen. Insbesondere für Veranstaltungen im Bürgerpark und vor dem Hintergrund des anstehenden Stadtjubiläums halte er so etwas für sinnvoll, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Dieter Georgi: Es gelte schließlich, aus Gründen des Umwelt- und Ressourcenschutzes weg vom Einweggeschirr zu kommen.

Neue Kehrmaschine angeschafft

Anschließend segneten die Neustädter Kommunalpolitiker das Thema „Landesprogramm Zukunft Innenstadt“ und damit auch eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von bis zu rund 39 000 Euro ab. Hintergrund ist, dass die Stadt über das Landesprogramm bis Ende 2023 Fördermittel in Höhe von bis zu 250 000 Euro beantragen kann – und selber nur zehn Prozent der Kosten beisteuern muss. Allerdings gilt es auch, eine Strategie für die Innenstadt zu erarbeiten. Letzteres ist unter anderem ein Thema der Neustädter Zukunftswerkstätten. „Rinderwiese wird zu Baugebiet“ weiterlesen

Stadtradeln:
Neustadt (Hessen) erradelte 45.619 Kilometer!

Über 1.100 Radlerinnen und Radler haben im Landkreis Marburg- Biedenkopf im Rahmen der Kampagne STADTRADELN 260.000 Radkilometer gesammelt und damit das Fahrrad ein Stück mehr für ihre Mobilität als klimafreundliches Verkehrsmittel genutzt.
Auch in Neustadt (Hessen) wurde in der Zeit vom 30.8.2021 bis zum 19.09.2021 natürlich wieder fleißig in die Pedale getreten. Im fünften Jahr in Folge konnte das STADTRADELN in Neustadt (Hessen) stattfinden. Beachtliche 45.619 Kilometer wurden erradelt. das ist etwas mehr wie einmal um die ganze Erde. Neustadt (Hessen) belegte damit den zweiten Platz in der Gesamtwertung des Landkreises Marburg-Biedenkopf, die Zahl der Radlerinnen und Radler belief sich dabei auf 130 Personen.
Ziel war es, privat aber auch beruflich, für mehr Radförderung, mehr Klimaschutz und mehr Lebensqualität in Neustadt (Hessen), möglichst viele Kilometer mit Spaß und dem Fahrrad zurückzulegen. Genau das ist den Teilnehmer/innen gelungen. Insgesamt konnten so gemeinsam rund sieben Tonnen Co2 eingespart werden.
Die Leistungen der zehn Teams waren hervorragend: Auf Platz eins landete „WIR für UNS Bürgerverein Neustadt e.V.“ mit 10.629 Kilometern. (8. Platz von 81 im Gesamtergebnis des Landkreises Marburg-Biedenkopf) „Die Radelrentner“, mit 581 km pro Person und den somit meisten Durchschnittskilometern pro Kopf, belegten dahinter Platz zwei mit 8.720 Kilometern. (10. Platz von 81 im Gesamtergebnis des Landkreises Marburg-Biedenkopf) Auf dem dritten Platz folgt dann das Team „Die Pedalos“ mit erradelten 6.365 Kilometern. (12. Platz von 81 im Gesamtergebnis des Landkreises Marburg-Biedenkopf).
Aber auch die anderen Teams wie der „Radfahrverein „Über Berg und Tal“, das „Offene Team Neustadt“, die „Freiwillige Feuerwehr“, „Die vier Roadrunner2“, die „Vollstars + Friends“, der „2. RSC Fidelia Momberg“ und das Team „ohne Motor“ setzten den Radgedanken super um und erradelten viele Kilometer für die Kommune. Besonders zu erwähnen sind Helmut Merita aus dem Team „WIR für UNS Bürgerverein“, als aktivster Radler der ganzen Kommune, mit 1.178 Kilometern in diesen knapp drei Wochen. Gefolgt von Dirk Büttner mit 1.109 Kilometern aus dem Team der „Freiwillige Feuerwehr“. Den dritten Platz belegte Kommunalpolitiker Walter Schmitt ebenfalls vom Team „WIR für UNS Bürgerverein“ mit 1.044 Kilometern. „“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Bürgermeister des Ostkreises treffen sich mit Vertreterinnen des Vereins für Beratung und Therapie e.V. LOK

Bereits zum vierten Mal fand der „Runde Tisch“ im Beratungszentrum der LOK statt. Hier erfolgt ein regelmäßiger Austausch der Bürgermeister aus Kirchhain, Amöneburg, Stadtallendorf, Neustadt, Rauschenberg und Wohratal mit Vertreterinnen des Vereins. In diesem Rahmen werden soziale Themen und aktuelle Entwicklungen in den Gemeinden und in der psychosozialen Versorgung aufgegriffen.
In den kurzen Erfahrungsberichten der Teilnehmenden wurden unterschiedliche aktuelle Problemlagen beleuchtet. Die Beteiligten sahen einhellig besondere Bedarfe nach bezahlbarem Wohnraum, ausreichender Kinderbetreuung und Angeboten für Seniorinnen und Senioren. Die Beraterinnen der LOK benannten, dass hier besonders Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen mit psychischen Erkrankungen in soziale Notlagen geraten. Die Bürgermeister stellten ihrerseits die Anstrengungen in den einzelnen Kommunen dar, um auf diese Bedarfe zu reagieren. Sie berichteten unter anderem über die Arbeit der Familienzentren, über Ehrenamtsprojekte, Beratungsangebote sowie über die kommunale Vereins- und Jugendarbeit.
Zum Abschluss besprachen die Teilnehmenden, die Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gemeinsam in den Blick zu nehmen. In den örtlichen Vereinen und Organisationen soll für dieses Thema sensibilisiert werden, indem das bereits von der LOK in Kooperation mit pro familia Marburg entwickelte Präventionsprojekt „Schutz und Sicherheit in Vereinen. Hinsehen und Handeln bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ gemeinsam angestoßen wird.
Der Austausch wurde, so Bürgermeister Thomas Groll, von allen Seiten als konstruktiv erlebt und wird in regelmäßigem Abstand fortgesetzt.

WinterWandelBar-Cafe am 4. November im Bürgerpark

Leider hat die Reparatur der WandelBar länger gedauert als geplant. Jetzt ist sie aber wieder einsatzbereit für den Café-Betrieb und andere Aktionen in Neustadt und hat außerdem eine Winter- Ausstattung bekommen!
Der erste Termin für das WinterWandelBar-Cafe ist Donnerstag, der 4. November, 15 – 17 Uhr. Die WandelBar steht ab November im Bürgerpark beim Pavillon und soll auch bei den kühler werdenden Temperaturen als Treffpunkt für Neustadt bestehen bleiben. Es gibt wie immer kostenfreie Heißgetränke, Gebäck, Infos über aktuelle Veranstaltungen in Neustadt und natürlich nette Gespräche. Für die Zeit des Café-Betriebs stehen die sanitären Einrichtungen im nahe gelegenen Haus der Vereine zur Verfügung.
Kommt vorbei auf einen Schwatz, Tee, Kaffee oder Punsch!

„Handy-Sprechstunde“ an der WandelBar am 4. November

Handys und andere elektronische Geräte gehören für die meisten von uns mittlerweile zum Leben und erleichtern uns den Alltag. Doch was tun, wenn mal etwas nicht so funktioniert, wie es soll, oder erst kompliziert eingerichtet werden muss?
In der neuen „Handy-Sprechstunde“ können sich alle, die mit ihrem Handy oder einem anderen elektronischen Gerät ein Problem haben, etwas neu einrichten bzw. eine neue Funktion ausprobieren wollen oder einfach Fragen zu dem Thema haben, beraten lassen – in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee oder Tee an der WandelBar – draußen aber überdacht.
Der erste Termin findet am Donnerstag, dem 4. November von 15 bis 17 Uhr parallel zum WinterWandelBar-Cafe am Pavillon im Bürgerpark statt. Bei kleineren Fragen oder Problemen könnt Ihr mit Euren Geräten einfach vorbeikommen. Für eine umfangreichere Beratung bitten wir um kurze Voranmeldung bei Annika Schlüter unter
E-Mail: schlueter@bsj-marburg.de
Tel.: 06692 9691157
Mobil: 0151 56965449
Die Handy-Sprechstunde ist kostenfrei, vertraulich und offen für alle!

Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht in Roth am 8. November 1938 und zur Zwangsumsiedlung der Neustädter Juden nach Roth und Fronhausen im Mai 1941

Am 8. November 1938 zerstörten fanatische Nationalsozialisten vollständig das Innere der Synagoge in Roth. Der Gedenktag zur Pogromnacht wird in diesem Jahr auch zum Anlass genommen, um an die Zwangsumsiedlung Neustädter Juden nach Roth und Fronhausen zu erinnern, die sich im Mai diesen Jahres zum 80. Mal gejährt hat. Neustadt sollte „judenfrei“ werden. Binnen weniger Tage mussten darum alle 31 noch in Neustadt verbliebenen Juden ihr Hab und Gut zurücklassen und nur mit einigen Sachen bepackt zu jüdischen Familien in Roth und Fronhausen umziehen. Im Dezember 1941, nur wenige Monate später, wurden die meisten von ihnen zusammen mit den Rother und Fronhäuser Juden in das Ghetto Riga in Lettland deportiert, die übrigen 1942 nach Theresienstadt. Nur wenige von ihnen überlebten den Holocaust.
Zusammen mit der Stadt Neustadt, der Gemeinde Weimar und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf wollen wir dieser Ereignisse besonders gedenken. An der Feier wirken außerdem Schülerinnen und Schüler der Martin-von-Tours-Schule in Neustadt und der Gesamtschule Niederwalgern sowie der stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Marburg, Thorsten Schmermund, mit.
Die Gedenkfeier findet am 8. November 2021 um 17:00 Uhr in der Nähe der Häuser der ehemaligen jüdischen Bewohner in der Lahntalstraße an der Bushaltestelle vor der evangelischen Kirche statt.
Interessierte sind herzlich zu einer Teilnahme eingeladen.

Neustädter Krammarkt soll 2021 stattfinden

In seiner letzten Sitzung hat sich der Magistrat der Stadt Neustadt (Hessen), so Bürgermeister Thomas Groll, dafür ausgesprochen, dass der Krammarkt „zwischen den Jahren“ am 27. Dezember 2021 stattfinden soll.
Dieser war im vergangenen Jahr Corona-bedingt ausgefallen.
Die Stadtverwaltung erarbeitet gerade ein Konzept, welches dann dem Gesundheitsamt des Landkreises zur Genehmigung vorgelegt werden soll. Die Kommune geht dabei davon aus, dass an den Engstellen beim Historischen Rathaus und hinter der katholischen Stadtpfarrkirche keine Marktstände platziert werden. Zudem sollen die Buden der Marktbeschicker „aufgelockert“ auf dem gesamten Gelände verteilt werden. Für die Getränkestände der Vereine sowie Imbiss-Angebote soll es gesonderte Regeln geben, die den Betroffenen in den nächsten Wochen mitgeteilt werden. Beispielsweise ist vorgesehen, dass auf Sitzmöglichkeiten verzichtet werden soll und es in diesem Jahr nur „Glühwein ohne Schuss“ geben darf.

Klimaschutz – Informationsveranstaltung für Stadtverordnete und Magistratsmitglieder

Zu Beginn der Legislaturperiode 2021 – 2026 hatte die FWG- Fraktion in der Neustädter Stadtverordnetenversammlung beantragt, die Amts- und Mandatsträger in einem Fachvortrag über den Klimawandel, dessen Entstehung und die damit verbundenen Auswirkungen zu informieren.
Ein Ansinnen, dem die anderen Fraktionen zustimmten, bestimmt das Thema doch auch die aktuelle Kommunalpolitik mit. Bürgermeister Thomas Groll hatte daraufhin Kontakt zur Landesenergieagentur Hessen hergestellt. Kürzlich referierte Andreas Schubert von der Fachstelle Klimaschutz / Klima- Kommunen aus Wiesbaden im Historischen Rathaus zu der Thematik.
Er verwies u.a. darauf, dass weltweit 2019 36 Milliarden Tonnen Treibhausgas-Emissionen entstanden seien, rund 10% davon in Europa. Auf Deutschland entfielen etwa 750 Millionen Tonnen und auf Hessen 34 Millionen Tonnen, das entspräche dann 0,01% des Weltanteiles. Nach den Worten Schuberts produziert ein 4-Personen-Haushalt rund 40 Tonnen Treibhausgas-Emissionen im Jahr. Ziel müsse es sein, diese Menge auf 2,5 Tonnen pro Personen zu begrenzen.
Der Referent verwies darauf, dass der Klimawandel eine globale Herausforderung für die Zukunft sei. 2015 sei das Klimaabkommen in Paris verabschiedet worden und im November diesen Jahres stehe ein weiteres Folgetreffen in Glasgow an. Auch das Land Hessen setze sich intensiv mit der Thematik auseinander.
Im Verlauf des Abends wurde deutlich, dass es sich um einen „menschenverursachten“ Klimawandel handelt, denn die Verstärkung des Ausstoßes von Treibhausgasen ist vom Menschen und dessen Verhaltensweisen verursacht. Die Folge ist, dass das Sonnenlicht nicht mehr ausreichend in das All abgestrahlt werden kann, was zu einer Aufheizung der Erde führe.
Schubert ging auch auf die Bedeutung der ökologischen Kipp- Punkte ein. Hierbei handelt es sich um abrupte Klimaänderungen, die langfristig seien und einen unumkehrbaren Prozess darstellten. Er nannte als Beispiele das Absterben von Wäldern, das Ergrünen der Sahara oder den Verlust von Permafrost-Be-reichen. Auch die Bildung des Ozonloches wurde angeführt. Im Pariser Klimaschutzabkommen ist die 1,5% Grad Celsius-Forderung festgeschrieben. Hierbei geht es darum, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und zwar ge-rechnet vom Beginn der Industrialisierung um 1850 bis zum Jahr 2100. Fast alle Staaten der Erde hätten sich auf der 21. UN-Klimakonferenz 2015 dazu verpflichtet. Noch seien allerdings keine Auswirkungen sichtbar.
Der Referent warf die Frage auf, ob der Klimawandel noch aufzuhalten sei. Dies gelänge nur dann, wenn die Weltbevölkerung den Ausschuss von Treibhausgasen gemeinschaftlich auf die Menge reduziere, die eine Stabilisierung und ggfs. sogar Optimierung des Weltklimas ermögliche. Dies setze eine weltweite
große Anstrengung voraus, die im Kleinen, also auch in den Kommunen, beginnen müsse.
Deutlich wurde auch, dass die Frage „Was ist klimaneutral?““ nicht einfach zu beantworten ist, denn es gibt hier unterschiedliche Definitionen. In Hessen geht man aufgrund der Charta der hessischen Klimakommunen davon aus, dass Klimaneutralität dann erreicht sei, wenn das Treibhausgasniveau im Vergleich zu den Werten von 1990 um 90% vermindert wurde. 2045 wird hier als Ziel angestrebt.
316 der 443 hessischen Landkreise, Städte und Gemeinden gehören inzwischen den Klimakommunen an. Das Bündnis hat sich zur Aufgabe gemacht, Klimaschutz und Klimaanpassung als wichtige Aufgabe vor Ort zu definieren. Hierbei sollen nicht nur Handlungsfelder besprochen, sondern auch Maßnahmen festgelegt und umgesetzt werden. Die Landesenergieagentur Hessen berät hierbei interessierte Kommunen.
In seinen eingehenden Worten hatte Bürgermeister Thomas Groll bereits deutlich gemacht, dass Neustadt seit 2010 zu den Klimakommunen gehöre. Man habe in den letzten Jahren auch immer wieder bei Neuinvestitionen auf Energieeffizienz geachtet. Zudem seien mit verschiedenen Förderprogrammen Gebäudesanierungen durchgeführt oder auch die Straßenlampen zu großen Teilen auf LED-Technik umgestellt worden. Der Bürgermeister verwies darauf, dass es dennoch viele weitere Ansatzpunkte gäbe und er dafür eintrete, das künftige Handeln der Kommune konzeptionell zu „unterfüttern“.
Zwar habe man einen Klimaaktionsplan 2017 – 2021 verabschiedet und die meisten der seinerzeit angedachten Maßnahmen auch umgesetzt, dennoch gelte es den Klimaschutz vor Ort auf breitere Füße zu stellen und hier auch professioneller zu agieren. Dies brauche aber seine Zeit, so Thomas Groll. Ein Weg dazu könne die Schaffung der Stelle eines Klimaschutzmanagers gemeinsam mit den Nachbarkommunen Kirchhain, Rauschenberg, Amöneburg und Wohratal sein. Hier wird gerade der Förderantrag vorbereitet und man geht davon aus, dass die Stelle zur Jahresmitte 2022 besetzt sein dürfte.
Die örtliche Klimabilanz für die Gesamtkommune Neustadt dürfte sicherlich der hohen Zahlen von Windrädern bei Speckswinkel, der Bioenergie-Genossenschaft in Mengsberg sowie der bevorstehenden großflächigen PV-Anlagen äußerst positiv sein. Neustadt ist sicherlich in der Lage, mehr Strom zu erzeugen als hier verbraucht wird. Dies darf aber nach Auffassung der anwesenden Kommunalpolitiker nicht der Grund sein, sich auszuruhen und nicht weiter bzw. verstärkt aktiv zu werden. Vielmehr müsse man schauen, welche Maßnahmen die Kommune Schritt für Schritt in ihren eigenen Bereichen umsetzen könne und wie es gelänge, Privatpersonen zu motivieren sich ebenfalls hier zu beteiligen.
An der Diskussion beteiligten sich zahlreiche der anwesenden Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, darunter die Fraktionsvorsitzenden Hans-Dieter Georgi (CDU), Hans- Gerhard Gatzweiler (SPD) und Karsten Gehmlich (FWG) sowie die Stadtverordneten Merve Hamel (FWG), Karl- Heinz Waschkowitz (SPD) und Joachim Rausch (CDU).