Neustädter Mitteilungsblatt

Silvesterparty in Speckswinkel – Start ins Jubiläumsjahr

Mit einer Silvesterparty haben ca. 100 Speckswinkelerinnen den Countdown ins Jubiläumsjahr gefeiert und sich auf die bevorste­henden Feierlichkeiten zum 800-jährigen Dorfjubiläum einge­stimmt.
Ursprünglich als reine Outdoor-Veranstaltung geplant, entschied sich der Festausschuss aufgrund des unbeständigen Wetters kurz­fristig dazu, die Feierlichkeiten weitestgehend in den Zollhof zu verlagern. In einem spontan festlich dekorierten Zollhof wurde den Gästen neben leckerem Essen und Getränken, wie Wein und Aperol- Spritz, jede Menge Spaß unter anderem mit Musik und einer angemieteten Fotobox, die für super Stimmung und viele Lacher sorgte, geboten. Die Bilder konnten als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.
Für die Kinder wurden verschiedene Aktionen, wie z.B. eine kleine Kinderdisko, ein Mal- und Basteltisch sowie diverse Brett­spiele, auf der mittleren Etage des Zollhofs angeboten.
Auch auf dem Dorfplatz konnte man bereits vor Mitternacht bei einem Tonnenfeuer und Party- Musik den Countdown feiern. i
Um Mitternacht wurde von den Veranstaltern an alle Partygäste ein Prosecco verteilt, mit dem dann auf dem Dorfplatz auf das neue Jahr – unser großes Jubilä­umsjahr – angestoßen wurde.
Die Silvesterparty, wie auch alle weiteren Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr werden von unse­rem lokalen Fotografen Peter Lauritis begleitet. Am Ende des Festjahres wird ein Bildband über das gesamte Jubiläumsjahr erscheinen.
Wir blicken mit Vorfreude auf die bevorstehenden Veranstaltungen zu unserem 800-jährigen Dorfjubiläum und freuen uns über zahlrei­che Besucher. Wir werden Einzelheiten zeitnah bekanntgeben. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Starkes Dorf – 3.900 Euro für „Momberger Kaffeetanten“

Als Teil der Offensive „Land hat Zukunft“ hat die hessische Landesregierung 2018 das Förderprogramm „Starkes Dorf wir machen mit“ auf den Weg gebracht. Es unterstützt neue ehren­amtliche Projekte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes stärken, das Miteinander der Generationen fördern und die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbes­sern. Seit 2018 erhielten bereits mehr als 500 Projekte bis zu 5.000 Euro.
Mehrfach konnten auch schon Vorhaben in Mengsberg, Momberg und Speckswinkel gefördert werden.
Kürzlich kam die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn nach Momberg um einen Förderbescheid an die „Momberger Kaffeetanten“ zu überreichen.
Vor vier Jahren entstand die Idee, den alten Kindergarten im größten Neustädter Stadtteil zu einem multifunktionalen Haus mit Dorfcafe, Räumlichkeiten für das Angebot temporärer Dienstleistungen wie Friseur oder Physiotherapie, Pilgerbetten für Wanderer auf dem Elisabethpfad sowie Nutzungen für Kultur und Beratung umzubauen.
Das Vorhaben wurde von der damaligen Landrätin Kirsten Fründt stark unterstützt.
Für den Umbau des Gebäudes, die Möblierung und Arbeiten im Außenbereich wendet die Kommune rund 750.000 Euro auf. Rund 500.000 Euro Förderung wurde im Rahmen des Dorfent­wicklungsprogrammes gewährt.
Ein Arbeitskreis mit Ortsvorsteher Jörg Grasse, Timo Stark, Anke Stark und Stephani Schmitt begleitete das Projekt und erarbeitete ein Nutzungskonzept.
Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2023 geplant.
Bürgermeister Thomas Groll, der stellvertretende Ortsvorsteher Timo Stark und AK-Mitglied Anke Stark erläuterten Staatsministe­rin Angela Dorn das Konzept und führten sie durch das Gebäude.
Timo Stark überbrachte dem Gast aus Wiesbaden herzliche Grüße des erkrankten Ortsvorstehers Jörg Grasse.
Gemeinsam mit Stephani Schmitt und Christiane Schenk stellte Anke Stark Angela Dorn noch die „Momberger Kaffeetanten“ und das Dorfcafe näher vor.
Die Wissenschaftsministerin zeigte sich beeindruckt von dem Ge­sehenen.
„Solche Vorhaben finde ich interessant und unterstütze sie gerne. Hier in Momberg gibt es engagierte ehrenamtliche Frauen und Männer, die von einem aktiven Bürgermeister unterstützt werden. Eine gute Grundlage für das Gelingen eines solchen Projektes“, betonte Dorn.
Für die „Momberger Kaffeetanten“ hatte sie einen Förderbe­scheid über 3.900 Euro zur Gestaltung des Außenbereiches, u.a. mit Rundbänken, mitgebracht.
Bürgermeister Groll nutzte die Gelegenheit, um Angela Dorn auf die Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt anzusprechen. Die Kommune erbringe damit eine Leistung für das ganze Land, die entsprechend unterstützt werden sollte. Hier wünsche er sich wie­der mehr Engagement der Landesregierung.

Günther Weese Vize-Europameister mit Farbkanarien

Vogelzüchter Günther Weese konnte kürzlich wieder einmal her­ausragende Erfolge verzeichnen.
Im November 2022 wurde er in Putte (Belgien) Vize-Europameister.
Seine achat-opal gelben Schimmelfarbkanarien mussten lediglich dem mehrfachen Weltmeister Leo Sneyers aus Belgien den Vor­tritt lassen.
Komplettiert wurde sein Erfolg durch den Gewinn der Bronzeme­daille bei den achat-opal gelb-intensiven Farbkanarien. Hier lag er nur einen Zähler hinter dem Zweitplatzierten.
Anfang Dezember wurde Günter Weese von Bürgermeister Tho­mas Groll im Neustädter Rathaus empfangen.
Mit viel Herzblut schilderte er den Verlauf der Europameister­schaften, an der rund 200 Vogelzüchter aus Deutschland, den Benelux-Staaten, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien teilnahmen.
Bürgermeister Groll gratulierte dem erfolgreichen Züchter herz­lich und überreichte ihm eine Ehrentafel der Kommune als An­erkennung.
Natürlich wurden die Kanarienvögel auch nicht vergessen, für sie gab es eine Packung Futter.
„Wir freuen uns mit Günther Weese über die errungenen Medail­len und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg bei seinem Hobby“, so Thomas Groll
Am vergangenen Wochenende ist der Wunsch des Bürgermeisters schon Realität geworden:
Günther Weese konnte mit seinen Kanarien zwei deutsche Meistertitel erringen.

Winterfest am Heizhaus
Gemütlicher Jahresabschluss an der WandelBar

Es war kalt, aber gemütlich beim letzten Einsatz der WandelBar in diesem Jahr – diesmal beim Winterfest am Heizhaus im Quartier Leipziger Straße! Eingeladen zu Kaffee, Tee, Punsch und Gebäck hat­ten das Heizhausteam und das Quartiers­management, dazu gab es ein wärmendes Feuer, viele Lichter, Märchen vorlesen und natürlich nette Gespräche.
Vielen Dank an alle, die dabei waren und das Winterfest am Heizhaus mitgestaltet haben!
Über den Jahreswechsel finden im und am Heizhaus keine Aktivitäten statt, aber nach den Ferien geht es wieder los mit Hausaufgabenhilfe, Deutsch für Er­wachsene, TauschBar und Stricktreff. Das
nächste Fest ist für den Frühling geplant.
Übrigens: Jeder Besuch am Heizhaus ist auch eine tolle Gelegen­heit, im Bücherschrank oder in der TauschBar zu stöbern, denn es kommen dank der aktiven Ehrenamtlichen vom Heizhausteam regelmäßig neue Bücher und andere Dinge zum Tauschen und Verschenken hinzu!
Kontakt und Info:
Quartiersbüro
Tel.: 06692 9691159
Mobil: 01515 696 5449
E-Mail: schlueter@bsj-marburg.de

Bürgermeister Thomas Groll nun Vorsitzender des ZMA

Seit 2005 wird die Abwasserentsorgung in den Kommunen Fron­hausen, Gladenbach, Lahntal, Münchhausen, Neustadt, Rau­schenberg und Wetter vom Zweckverband Mittel hessischer Ab­wasserwerke (ZMA) wahrgenommen.
Seinerzeit übertrugen die sieben Städte und Gemeinden ihre ge­samten Abwasseranlagen an den Verband.
Mitte Januar scheidet Lahntals Bürgermeister Manfred Apell nach 30 Dienstjahren aus dem Amt. Daher legt er auch den Vor­sitz im Vorstand des ZMA nieder.
Kürzlich wählte die Verbandsversammlung daher Neustadts Bür­germeister Thomas Groll einstimmig zu seinem Nachfolger. Er amtierte bereits seit 2013 als Stellvertreter. In diesem Amt folgt ihm nun Fronhausens Bürgermeisterin Claudia Schnabel nach.
Groll dankte Manfred Apell für seine verdienstvolle Arbeit in den vergangenen neun Jahren an der Spitze des Verbandes und möch­te diesen auch zukünftig gemeinsam mit Vorstand, Verbandsver­sammlung und Geschäftsführerin Cora Grünhagen erfolgreich führen.

Haushaltsrede 2023 von Bürgermeister Thomas Groll Teil 1

„Denke nicht in Problemen, denke in Lösungen.“
Mit einem Wort Jo­hann Wolfgang von Goethes hat Bürger­meister Thomas Groll seine Haushaltsrede 2023 überschrieben, die im Mittelpunkt der Sitzung der Stadtver­ordnetenversammlung am 19. Dezember 2022 stand.
Eingangs seiner Aus­führungen – in schrift­licher Form sind es diesmal über 70 Seiten, Groll beschränkte sich während der Sitzung in seinen gut 30 minütigen Ausführungen auf wesentliche Aspek­te davon – verwies das Stadtoberhaupt darauf, dass er bereits zum 16.
Male ein solches Zahlenwerk einbringe und ab August 2023 nach Bürgermeister Spanka aus Wetter der am längsten amtierende Bürgermeister im Landkreis Marburg-Biedenkopf sein werde.
„Im Rückblick waren es gute Jahre für unsere Kommune, denen nach dem 30. Juni 2025 durchaus noch weitere folgen könnten. Für meinen Teil bin ich gerne bereit, mich Anfang 2025 erneut dem Votum der Bürgerschaft zu stellen und um Unterstützung für meine Arbeit zu werben“, so Groll, der darauf verwies, dass seit Beginn seiner Amtszeit im Juli 2007 über 25 Millionen Euro in die kommunale Infrastruktur investiert und zahlreiche soziale Initiativen erfolgreich umgesetzt wurden. „Man nimmt Neustadt als aktive Kommune wahr und dazu haben Stadtverordnetenver­sammlung, Magistrat, Ortsbeiräte und Bürgermeister gemeinsam beigetragen“, stellte er heraus und gab zugleich seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses gute Miteinander beibehalten werde. „Bei uns hat Kommunalpolitik einen roten Faden und Haushaltspläne bauen seit vielen Jahren aufeinander auf“, hob der Kämmerer her­vor.
Kritik, die vereinzelt an ihm persönlich wegen der Schaffung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete (HEAE) in der ehema­ligen Kaserne geäußert werde, wisse er einzuordnen. „In Sachen HEAE gehe ich keinem vernünftigen Gespräch aus dem Weg, halte mit Informationen nicht hinter dem Berg, verlange aber im Gegen­zug ein gewisses Niveau in der Argumentation bei den Kritikern. Rein populistische Aussagen und beleidigende Äußerungen zäh­len für mich nicht dazu. Wir haben uns nicht um diese Einrichtung beworben, wir hätten sie aber nicht verhindern können, denn das Land nutzt mit der Kaserne eine leerstehende Bundesimmobilie, und wir haben auch auf die Belegung keinen Einfluss. Wir können nur versuchen, das Beste für unsere Kommune aus der Situation zu machen. Dies gilt sowohl bezüglich etwaiger Chancen für die Stadtentwicklung als auch in Fragen der öffentlichen Sicherheit“,
betonte der Bürgermeister, der in seiner Rede zum wiederholten Male darauf hinwies, dass die einzelnen Bereiche der Kommunal­politik wie die Teile eines Puzzles zusammenhingen und natürlich „die große Politik“ Einfluss auf das Geschehen vor Ort habe.
Auch wenn er der Kapitän des kleinen Seglers „Neustadt“ sei, so Thomas Groll, und damit unter anderem den Kurs bei der Haus­haltsplanung vorgebe, brauche es für ein erfolgreiches Arbeiten doch auch gute Offiziere und eine zuverlässige Mannschaft. Fol­gerichtig dankte er allen, die ihn in Verwaltung und Politik dabei unterstützten und hob namentlich stellvertretend für viele Gitta Kurz, die zukünftige Fachbereichsleiterin für Inneren Service und Finanzen, und den Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg hervor.
Trotz Corona, Ukraine-Krieg und Wirtschaftseinbruch gab es 2022 keine Verwerfungen für Neustadts Stadtkasse, die Planzah­len, aufgestellt im Herbst 2021, konnten im Wesentlichen einge­halten werden und auch für das kommende Jahr sieht der Kämme­rer durchaus eine positive Entwicklung der Kommune.
„Unser Haushalt ist wieder ausgeglichen und weist mit rund 36.000 Euro sogar ein Plus auf. Wir investieren über 4,1 Millionen Euro in Neustadts Zukunft, müssen keine Kredite aufnehmen und bau­en über 400.000 Euro Schulden ab“, gab Thomas Groll die Kern­aussagen des Etats wieder. Der Überschuss läge sogar um 300.000 Euro höher, wenn der Kämmerer nicht aus „Vorsichtsgründen“ diesen Betrag zusätzlich in die Personalkostendeckungsreserve eingestellt hätte, um bei der Vereinbarung eines „Inflationsaus­gleichs“ in den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes – die Metaller legten hier den Höchstbetrag von 3.000 Euro pro Arbeit­nehmer fest – handlungsfähig zu sein.
Mit Blick auf die Folgejahre wollte er etwaige Kreditaufnahmen nicht ausschließen. „Wir können nicht immer mit hohen Förderun­gen durch Bund und Land rechnen. Wenn wir einmal Geld auf­nehmen müssten, dann ist dies aber kein Beinbruch, sondern eine Finanzierung von kommunaler Infrastruktur über Generationen hinweg.“
Zu einer Stabilisierung des Haushaltes sollen mittelfristig rund 400.000 Euro an Pachteinnahmen für Windräder und Abgaben nach dem Gesetz über Erneuerbare Energien für PV-Freiflächen- anlagen beitragen. Aufgeschlossenheit für erneuerbare Energien mache sich bezahlt, stellte Groll hierzu fest.
Ein Schlagwort, das man momentan im Vorfeld jeder Bürgermeis­terwahl hören könne, sei Bürgerbeteiligung. Dieses Instrument des Mitmachens ist nach den Worten des Bürgermeisters wichtig, es dürften dabei aber nicht die Zuständigkeiten der Hessischen Gemeindeordnung verwischt werden. Groll stellte anhand von zahlreichen Beispielen heraus, in welche Prozesse der letzten Jah­re die Bürgerschaft in Neustadt aktiv einbezogen wurde. Unter anderem erwähnte er hier auch den Nahmobilitätscheck und die Verkehrsuntersuchung für die Innenstadt. Beim Thema Radwege soll das Miteinander mit anderen Landkreisen und angrenzenden Städten und Gemeinden gesucht werden. Thomas Groll will – eine Idee der SPD aufgreifend – aber auch mit der „Unteren Natur­schutzbehörde“ prüfen, wie der Verbindungsweg „Am Schalkert – Willingshäuser Straße“ zu einem innerstädtischen Radweg aus­gebaut werden kann, was aber aufgrund der Überschwemmungs­situation sicher nicht einfach werde.
„Die Umsetzung verkehrlicher Überlegungen für die Innenstadt sollte sinnvoller Weise erst nach der Verkehrsfreigabe der A 49 im Teilstück Schwalmstadt – Stadtallendorf erfolgen, denn dann dürfte der Verkehr in Hindenburg- und Bahnhofstraße merklich zurückgehen“, hob Groll hervor und führte weiter aus „Wenn wir dann beispielsweise über eine weitere Verkehrsberuhigung in der
Marktstraße reden oder den Marktplatz zumindest teilweise sper­ren wollten, müssen wir aber genau das Ziel definieren, das wir erreichen wollen und dabei auch die Interessen von Gastronomie und Handel berücksichtigen, die verständlicherweise gerne Park­plätze in kurzer Distanz zur Lokalität oder dem Ladengeschäft haben möchten.“
Die A 49 sieht der Bürgermeister grundsätzlich als positiv für die Kommune an, betonte aber, dass man auch die spätere Entwick­lung in der Lehmkaute nicht außer Acht lassen dürfe und daher berechtigte Anliegen der dortigen Anlieger gegenüber den verant­wortlichen Behörden vertragen werde.
Thomas Groll dankte allen, die sich mit Ideen für die Weiter­entwicklung Neustadts und seiner Stadtteile einbringen und hob das ehrenamtliche Engagement vieler in den örtlichen Vereinen hervor, das die Kommune auch weiterhin vielfältig unterstützen werde.
Da die Verkaufsbereitschaft der Eigentümer im geplanten II. Teil des Gewerbegebietes „Am Gelicht“ eher begrenzt sei und der Re­gionale Raumordnungsplan Neustadt als Grundzentrum keine größeren Entwicklungsflächen für die Zukunft zubillige, müsse man „auch in anderen Richtungen denken“. Daher spräche man gerade mit Kirchhain, Marburg und Rauschenberg gegenwärtig über die Entwicklung eines Interkommunalen Gewerbegebietes in Kirchhain.
Der Bürgermeister begrüßte, dass der Würth-Konzern die Fa. FELO weiterentwickeln wolle und sagte Unterstützung für das Bauvorhaben „FELO 2035“ zu. Alles, was Arbeitsplätze vor Ort sichere und möglicherweise sogar neue schaffe, sei im Interesse der Kommune.
Wichtig sei für ihn eine stetige Öffentlichkeitsarbeit, um über die Tätigkeit der Kommunalpolitik und das Geschehen in der Kommune zu berichten und zwar sowohl mittels Printmedien
wie dem „Mittei­lungsblatt“, als auch über „neue Wege“. Hier wer­de man über die Einführung einer Neustadt App nachdenken. Das „Mitteilungsblatt für Kids“ lobte Groll als eine gute Informations­quelle für Kinder.
Gewohnt ausführlich befasste sich Neustadts Stadtoberhaupt mit der „politischen Großwetterlage“ und stellte deren Auswirkungen auf den kommunalen Haushalt dar.
„Das Bild, das sich uns momentan weltweit bietet ist leider düster. Umso wichtiger ist es, dass wir uns in Deutschland zur Demokra­tie bekennen und aktiv für deren Werte eintreten“, mahnte der Bürgermeister. Er hielt es für wünschenswert, wenn sich „gerade die mittlere Generation“ trotz vorhandener zeitlicher Belastungen verstärkt für das Gemeinwesen engagieren würde, denn wer könn­te sich besser für Kinder einsetzen als deren Eltern?
Thomas Groll erinnerte auch daran, dass in 2024 die Gebietsre­form bereits 50 Jahre zurückliege. Dies sei sicher ein guter Zeit­punkt einmal innezuhalten, über das Erreichte nachzudenken und Neues zu planen.
Der Bürgermeister stellte fest, dass auch in einer kleinen Kommu­ne wie Neustadt die Gesellschaft längst nicht mehr homogen zu­sammengesetzt sei. „Jung und Alt, Kernstadt und Stadtteile, Ein­heimische und Hinzugekommene, Migranten, Spätaussiedler und Flüchtlinge müssen ihr Zusammenleben gestalten. Dies geht nur mit einer aktiven kommunalen Sozialpolitik. Daher müssen wir unsere vielfältigen Aktivitäten in diesem Bereich vom Familien­zentrum über die Gemeinwesenarbeit bis hin zur Leitstelle „Älter werden“ unbedingt fortsetzen“.
(Wird im Teil II am 11,01.2023 fortgesetzt)

Fachausschuss I

Neustadt tritt der Wirtschaftsförderungs­gesellschaft Marburg-Biedenkopf mbH bei
Am 12. Dezember 2022 tagte letztmals in diesem Jahr auch der Fachausschuss I – Grundsatzangelegenheiten und Finanzen – un­ter dem Vorsitz von Joachim Rausch (CDU) im Sitzungssaal des Neustädter Rathauses.
Die Ausschussmitglieder befassten sich zur Vorbereitung der Stadtverordnetensitzung am 19. Dezember 2022 mit mehreren Magistratsvorlagen, die von Bürgermeister Thomas Groll näher erläutert wurden.
Die Stadt Neustadt (Hessen) wird als Gründungsmitglied der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Marburg-Biedenkopf mbH beitreten. Diese soll ihre Aufgaben ab dem 1. Januar 2023 wahr­nehmen und dazu dienen, die Wirtschafts- und Beschäftigungs­struktur im Landkreis zu verbessern. Themen wie Regionalmar­keting, Fachkräftesicherung, Gewerbeflächen-Kommunikation, Fördermanagement und Unternehmenslotse sollen behandelt werden.
Durch die Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, so der Bürgermeister, in der Rechtsform einer GmbH, eröffneten sich bessere Möglichkeiten, damit der Landkreis, die beteiligten Kommunen, Wirtschaftsverbände und Unternehmen schnell, di­rekt und unbürokratisch in den Dialog treten können. Daher sol­len neben dem Landkreis auch die kreisangehörigen Kommunen sowie die Industrie-, Handels- und Handwerkskammern und die Sparkasse Marburg-Biedenkopf als Gesellschafter gewonnen wer­den, wobei der Landkreis mit 50,524 Prozent der Beteiligungsan­teile beherrschenden Einfluss hat. Gerade für die Kommunen sei aber eine unmittelbare Beteiligung und ein direktes Mitsprache- recht wichtig. Sie sollen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft eine Ansprechpartnerin und eine zentrale Organisationseinheit für alle Themen einer modernen Wirtschaftsförderung- und entwicklung haben. Die Bündelung der regionalen Kräfte soll die Wettbewerbsfähigkeit der Region deutlich stärken und alle künfti­gen Gesellschafter sollen zur Markenbildung für die Wirtschafts­region Marburg-Biedenkopf beitragen können.
Die Ausschussmitglieder empfahlen einstimmig einen Beitritt der Stadt Neustadt (Hessen).
Außerdem befasste sich der Fachausschuss mit der Neufassung der Benutzungsgebühren für die Gemeinschaftseinrichtungen der Kommune.
Aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen, so ist der Vorlage des Magistrates zu entnehmen, sei es notwendig, eine Anpassung der Benutzungsgebühren vorzunehmen. Für das Kultur- und Bür­gerzentrum wird die Grundmiete für den Saal – abhängig von der genutzten Fläche – um bis 25 Euro teurer. Im Mietpreis sind Ener­giekosten enthalten. Auswärtige zahlen noch einen prozentualen Aufschlag.
Außerdem wird eine Gebühr für Reinigung und Kontrolle der Geräte im Thekenbereich von 50 Euro eingeführt, da sich hier im ersten Jahr der Nutzung doch erheblicher Arbeitsbedarf heraus­gestellt hat.
Beim Dorfgemeinschaftshaus Momberg und dem Zollhof in Spe­ckswinkel kommt es ebenfalls zu Veränderungen. Beispielswei­se wird die Nutzung der jeweiligen großen Säle um 20 Euro für Einheimische und 40 Euro für Auswärtige teurer. Auch bei den Nebenkosten gibt es hier leichtere Anpassungen. Der Preis für die örtlichen Grillhütten wird für Einheimische um 10 Euro und für Auswärtige um 25 Euro angehoben. FWG-Fraktionsvorsitzen- der Karsten Gehmlich regte an, Erhöhungen nur für Auswärtige vorzunehmen, da doch allgemein „alles teurer werde“. Dem hielt Bürgermeister Thomas Groll entgegen, dass eine um 25 Euro er­höhte Saalmiete beispielsweise bei einer Hochzeit oder einer kom­merziellen Veranstaltung nicht ins Gewicht falle. Die Kommune könne sich aber nicht von der allgemeinen Kostenentwicklung ab­koppeln. „Leider müssen wir Erhöhungen weitergeben, ansonsten bauen wir ein Defizit auf“, so Groll. Dies sahen die Ausschussmit­glieder auch so und empfahlen dann einstimmig, auch mit Zustim­mung des FWG-Ausschussmitgliedes Dr. Björn Metzger, die vom Magistrat vorgeschlagenen Erhöhungen.
Angepasst werden sollen ebenfalls die Wassergebühren. Hier betreibt die Kommune nach einer Satzungsänderung nun drei rechtlich selbständige Anlagen in Momberg, Mengsberg und Spe­ckswinkel. Diese Veränderung wurde vor rund einem Jahr ein­stimmig von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, um eine rechtlich korrekte Veranlagung des neu zu bauenden Hoch­behälters in Speckswinkel zu ermöglichen. Die Gebühren betra­gen zukünftig in Speckswinkel 2,09 Euro, in Mengsberg 2,14 Euro und in Momberg 2,34 Euro, jeweils zuzüglich 7 Prozent Mehr­wertsteuer. Grund für die unterschiedlichen Gebührenhöhen sind vor allem die vorzunehmenden Abschreibungen. Da in Momberg in den letzten 20 Jahren erhebliche Investitionen in die Wasser­versorgung getätigt wurden, ergeben sich hier höhere Beträge, die sich dann auch im Preis bemerkbar machen. Die neuen Wasser­gebühren gelten zunächst für ein Jahr.
Neugefasst werden soll auch die Gefahrenabwehrverordnung über die Sicherheit und Ordnung auf und an den Straßen in der Stadt Neustadt (Hessen). Hier geht es im Kern darum, dass eine Kenn- zeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen mit Zugang im Freien eingeführt wird und eine Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang durchgesetzt werden kann. Auch hier gab es eine ein­stimmige Beschlussempfehlung. Dies ist notwendig, um die Kat­zenpopulation einzudämmen. Die Kommune folgt damit dem Bei­spiel vieler anderer Städte und Gemeinden und einer Empfehlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes.

Stadtverordnetenversammlung

Große Anfrage zu den Auswirkungen eines „Blackouts“ bei der Stromversorgung
Am 19. Dezember 2022 fand die letzte Sitzung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr unter dem Vorsitz von Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels (CDU) im Kul­tur- und Bürgerzentrum statt.
Zunächst berichtete Hans-Dieter Georgi (CDU) aus der Verbands­versammlung des Zweckver­bandes Mittelhessischer Abwas­serwerke (ZMA). Dort wurde Bürgermeister Thomas Groll in der Nachfolge von Bürgermeister Manfred Apell (Lahntal), der in den Ruhestand tritt, zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Der ZMA erhöht die Schutzwas­sergebühr zum Jahreswechsel um 13 Cent auf 4,12 Euro/Kubik- meter. Die Niederschlagsgebühr wird um 2 Cent je Quadratmeter
auf 0,66 Euro gesenkt. Die Kommune muss damit zukünftig bei­spielsweise 40.000 Euro mehr für die Straßenentwässerung zah­len.
Aus der Verbandsversammlung des Müllabfuhrzweckverbandes Biedenkopf berichtete Anke Stark (SPD). Die Abfuhrgebühren für Müll bleiben in 2023 stabil.
Ein weiteres Thema waren die ak­tuellen Entsorgungsprobleme, die vom Verbandsvorsitzenden Chris­toph Felkl, Bürgermeister der Ge­meinde Breidenbach, durch einen enorm hohen Krankenstand und den akuten Mangel an LKW-Fah­rern in Deutschland begründet wurden.
Dr. Björn Metzger (FWG) wollte wissen, ob in der Kommune Grundstückseigentümer Streusalz nutzen dürften. Dies wurde vom Bürgermeister bejaht.
Auf Anfrage von Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) teilte Thomas Groll mit, dass der Glasfaserausbau durch von der Deutschen Glasfaser beauftragte Unternehmer aktuell nicht rund laufe. Auf­grund festgestellter Mängel sei man im Gespräch. Andere Unter­nehmen hätten – anders als etwa im Hinterland – noch nicht bei der Kommune angekündigt, in Neustadt ebenfalls Glasfaserlei­tungen zu verlegen.
Für die CDU-Fraktion hatte Joachim Rausch eine große Anfrage zu den Auswirkungen eines „Blackouts“ bei der Stromversorgung eingerefcht. Dazu nahm Bürgermeister Groll wie folgt Stellung: „Die Stadt Neustadt (Hessen) ist Wasserversorger für die Stadt­teile Mengsberg, Momberg und Speckswinkel. Der Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke (ZMW) versorgt die Kernstadt.
Naturgemäß kann heute keiner verlässlich sagen, ob und wie lange der Strom ausfällt und welche Auswirkungen dies auf eine Viel­zahl von Bereichen haben wird.
Die Kommune verfügt seit Jahren über ein geeignetes Aggregat, um die Wasserversorgung der Stadtteile über mehrere Tage hin­weg aufrechterhalten zu können. Das Aggregat würde dann stun­denweise in den jeweiligen Anlagen zum Einsatz kommen.
Natürlich wäre der Betrieb abhängig von Treibstoff. Dieser würde auch für die Fahrzeuge gebraucht.
Wir schaffen eine „mobile Tankstelle“ mit 900 1 Fassungsvermö­gen an, zudem werden unsere Fahrzeuge regelmäßig voll betankt und es existieren „Handvorräte“.
Der ZMW hat mitgeteilt, dass die Frage der Versorgungssicher­heit von vielen Faktoren abhänge und verbindliche Antworten sehr schwierig seien.
Man geht hier von folgendem aus:
Stromausfall 2-3 Stunden – keine Auswirkungen
1 Tag – keine Auswirkungen bei pro Kopf Verbrauch von 125 1
3 Tage – dann vermutlich keine Trinkwasser­versorgung möglich

Nutzung der Bürgerhäuser wird teurer

Neustadt erhöht die Gebühren für drei Einrichtungen und die Grillhütten
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Einstimmig segneten die Stadtverordneten ab, dass die Stadt Neustadt die Nutzungsgebühren für ihre Gemeinschaftseinrichtungen anhebt – genauer gesagt für das Kultur- und Bürgerzentrum, das Dorfgemeinschaftshaus Momberg, den Zollhof in Speckswinkel sowie die Grillhütten in allen vier Stadtteilen.

„Wir haben massive Steigerungen bei den Energiekosten sowie bei den Personal- und Sachkosten – die müssen wir ein Stückweit an die Nutzerinnen und Nutzer weitergeben“, sagt Bürgermeister Thomas Groll und fügt hinzu: „Wir haben versucht, die Steigerungen moderat zu halten und decken auch künftig lange nicht alles ab, was uns an Mehrkosten entsteht.“ Insbesondere beim Kultur- und Bürgerzentrum sei das wichtig: „Denn was hilft es uns, wenn wir die Gebühren zu stark anheben und dann niemand mehr in das Gebäude rein will?“

Jährlich rund 25.000 Euro Wartungskosten

Die Stadt sehe den Neubau als eine soziale Einrichtung an und habe die Nutzungsgebühren daher verhältnismäßig niedrig angesetzt: „Wir bekommen auch von auswärts immer wieder die Rückmeldung, dass die von uns aufgerufenen Preise nicht die Regel sind“, betont Groll – verweist aber auch darauf, dass für Wartungen und Untersuchungen im Kultur- und Bürgerzentrum jährlich rund 25.000 Euro an fixen Kosten anfallen: „Würden wir an dieser Stelle kostendeckend arbeiten wollen, dann könnten wir nicht vernünftig Leben ins Haus bringen.“ „Nutzung der Bürgerhäuser wird teurer“ weiterlesen

Aber sicher

Neustadt schafft Rücklage für Inflation / Flüchtlingszahlen machen Bürgermeister Sorgen
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Einbringung des Haushaltsplan-Entwurfs ist für Bürgermeister Thomas Groll (CDU) mehr, als „nur“ die Zahlen des entwickelten Finanzplanes vorzustellen. Und so hatte er für die Stadtverordnetenversammlung am Montagabend eine Rede geschrieben, die mehr als 70 Seiten lang ist – er trug selbige allerdings nicht komplett vor, sondern beschränkte sich auf die „wesentlichen Aspekte“.

Dabei übermittelte er auch einige Botschaften: Den Neustädterinnen und Neustädtern gab er zum Beispiel mit auf den Weg, dass sie sich über die Zukunft der Trinitatis-Kirmes Gedanken machen sollen. Immer mehr Schaustellerinnen und Schausteller müssten ihre Geschäfte aufgeben, der Kirmesbesuch für eine Familie sei inzwischen ein „teures Vergnügen“, und die Bereitschaft, sich beim Festzug einzubringen oder das Volksfest überhaupt zu besuchen, sinke immer weiter: „Die Kirmes ist leider nicht mehr das identitätsstiftende Volksfest für die ganze Kommune.“ Er plane nicht, das Fest abzuschaffen – aber es gelte, über Veränderungen zumindest nachzudenken. Das entstehende jährliche Defizit von 10.000 Euro sei dabei nicht das Problem.

In Richtung des Landes fordert er, dass der Kommunale Finanzausgleich – trotz guter Zahlen für Neustadt – „endlich“ reformiert und die Position der Kommunen im ländlichen Raum gestärkt werde. Außerdem sprach sich Groll dafür aus, dass auch Kinder unter drei Jahren für sechs Stunden von den Kindergartengebühren befreit werden. „Aber sicher“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt traf seine Nachbarn am „Dreiherrenstein

Seit alters her befinden sich am „Dreiherrenstein“ die wich­tigsten Grenzsteine in der näheren Umgebung Neustadts.
Bis 1803 trafen hier die Landgrafschaften Hes­sen-Kassel und Hessen-Darmstadt und das kur­mainzische Gebiet, zu dem Neustadt bis zum seinerzeitigen Reichsdeputationshauptschluss ge­hörte, aufeinander. Vor über 200 Jahren wurden dann aufgrund der napoleonischen Kriege Teile des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation „neu geordnet“ und Neustadt kam „nach Kassel“. Heute treffen am „Dreiherrenstein“ die Landkrei­se Schwalm-Eder, Vogelsberg und Marburg-Bie­denkopf zusammen.
Das letzte große Treffen an dieser historischen Stätte fand 2004 anlässlich der 500. Neustädter Trinitatis-Kirmes statt. Das Stadtjubiläum „Neu­stadt 750“ bot Bürgermeister Thomas Groll nun die Gelegenheit, die Nachbarn der Junker-Han­sen-Stadt wieder einmal einzuladen.
Erfreulicherweise hatte Petrus ein Einsehen und so blieb es am 3. Oktober, anders als an den Vor­tagen, trocken und sogar die Sonne kam zum Vor­schein.
Bereits in den frühen Morgenstunden hatten die Kameradin­nen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt für die notwendige Infrastruktur gesorgt. Später sollten sie die Wanderer mit Würstchen und Getränken sowie Kaffee und Kuchen versorgen. Herzlichen Dank dafür.
Danke auch an den städtischen Bauhof für vorbereitende Maßnahmen, Sonja Stark und Rene Spatzier für die Organisa­tion, „dem Bernsburger Bauern“ für die Bereitstellung seiner Wiese als Parkplatz, Rainer Kurz für die Verkehrsregelung und den Fahrern des Bürgerbusses für ihren Einsatz. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Taq der offenen Werktüre bei Felo

Am 9. Juli 2022 beteiligte sich die Felo Werkzeufabrik mit einem „Tag der offenen Werkstüre“ am Stadtjubiläum „Neustadt 750“. Mehrere hundert Interessierte fanden von 10-16 Uhr den Weg in die Industriestraße.
Das Unternehmen habe eine lange Tradition und ehrgeizige Zu­kunftsziele, so Geschäftsführer Andreas Siewert in seiner kurzen Ansprache. Als größter Arbeitgeber in Neustadt beliefere man mit seinen Werkzeugen Kunden in mehr als 85 Län­dern weltweit. „Mit Begeisterung, hohem Fachwissen und außerordentlichem Engagement stellen unsere 150 Mitar­beiter in Neustadt tagtäglich Spitzenwerkzeuge „Made in Germany“ her. Unterstützt werden sie von 50 Kollegen im Schwesterwerk in Eger in Ungarn. Erst 2020 wurde eine neue Produktionshalle zur Erweiterung der Spritzguss­abteilung in Betrieb genommen. Für die nächsten Jahre sind Erweiterungen von 8000 m2 an Produktions- und Verwaltungsflächen am Standort Neustadt geplant. Felo 2035 heißt das Vorhaben bei uns intern. Als starker Part­ner steht uns seit 2008 die WÜRTH-Gruppe mit 80.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 14,4 Mrd. Euro zur Seite“, so Andreas Siewert, der sich ebenso über die große Resonanz freute wie Bürgermeister Thomas Groll. „Mit Interesse nehmen wir Anteil an der Entwicklung von Felo und unterstützen dort, wo wir können. Das Unter­nehmen ist Neustadts größter Arbeitgeber und ein wichti­ger Gewerbesteuerzahler. Gerne sind wir die Hauptstadt der Schraubendreher. Über Jahrzehnte wurde Felo von der Eigentümerfamilie Holland-Letz geführt, nun ist man anerkannter Teil eines internationalen Konzerns. Es ist richtig, dass die Unternehmensleitung engagiert die Zu­kunft im Blick hat und vor Ort investieren möchte“, so Thomas Groll. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Tanz in den Mai- Festgottesdienst mit Bischöfin Prof. Dr. Hofann

Bei hoffentlich frühlingshaftem Wetter findet der Veranstaltungsreigen zum Neustädter Stadtjubilä­um am 30. April 2022 ab 19.00 Uhr seine Fortset­zung mit einem „Tanz in den Mai“ auf dem Fest­platz in der Lehmkaute.
Für gute Stimmung – unter Einhaltung der aktuel­len Corona-Vorschriften sorgen die „Rebellen“.
Die fränkische Band treibt seit nunmehr 30 Jahren bundesweit ihr Unwesen auf Volksfesten, Oktober­festen, Weinfesten, Kirmessen sowie Veranstaltun­gen jeglicher Art. Dabei steht das Feiern zusammen mit dem Publikum im Mittelpunkt. Dabei konnten die Rebellen eine Vielzahl an namhaften Veranstal­tungen in ihr Tourtagebuch aufnehmen. Wein- und Volksfeste z.B. in Düsseldorf und Erlangen sowie der „Bayern3 Rundfunkball“, Konzerte mit der Kelly Family, Michael Wendler oder Olaf Henning waren nur einige Stationen der Band.
Auf dem Festplatz wird es auch ein Maifeuer geben. Der Eintritt zum „Tanz in den Mai“ beträgt für Be­sucher ab 16 Jahre 5 Euro. Es gelten die aktuellen Corona Vorschriften.
Am 1. Mai 2022 findet dann ein Festgottesdienst aus Anlass des Stadtjubiläums mit Bischöfin Prof. Dr. Beate Hofmann und Pfarrerin Kerstin Kandziora in der evan­gelischen Kirche statt. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Der Neustädter Waldkindergarten erweitert sein Angebot und wächst

Ein neues Jahr bringt viele Neuigkeiten aus dem Neustädter Wald­kindergarten mit sich: seit Januar erkundet nun eine weitere Grup­pe „offiziell“ den Wald in der Struth – die „Eichhörnchen“-Gruppe.
Die Kinder, der bereits seit 2017 bestehenden Waldgruppe, hatten sich die Namen für beide Gruppen ausgesucht und die Entschei­dung fiel auf die „Fuchsgruppe“ und die „Eichhörnchen“-Gruppe. Der Waldplatz der „Eichhörnchen“-Gruppe, der weiter Richtung Grillhütte liegt, ist ebenso ausgestattet wie jener der „Fuchs­gruppe“. Es gibt einen Bauwagen, eine Kompost-Toilette und ein „Waldsofa“.
Jetzt freuen sich die fünf Erzieherinnen um KIGA-Leiterin Adina Brünjes darauf, gemeinsam mit den Kindern den Wechsel der vier Jahreszeiten zu erleben.
Wenn Spaziergänger also den Wanderweg im Wald entlanglaufen und fröhliche Kinderstimmen hören, werden das höchstwahr­scheinlich die Kinder der „Eichhörnchen“- oder „Fuchsgruppe“ sein.
Und noch eine Neuigkeit: es gibt seit dem 10. Januar für die Kin­der des Waldkindergartens die Möglichkeit, in der eigenen Cafe­teria bei den Schutzräumen an der Waldschule zu Mittag zu essen und ein erweitertes Betreuungsangebot bis 15 Uhr zu nutzen.
Kürzlich besuchte Bürgermeister Thomas Groll den Waldkinder­garten und informierte sich bei Adina Brünjes über die Erfahrun­gen der letzten Wochen.
Das Mittagessen wird von der Firma „frisch-menue“ geliefert und den Kindern schmeckt das Essen gut. Die Auswahl der Menüs für die Kinder erfolgt nach den Qualitätsstandards zur Umsetzung einer ausgewogenen Verpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE).
Nach dem Mittagessen können sich die Kinder dann draußen wei­ter dem Freispiel widmen.
Wie Bürgermeister Thomas Groll mitteilt sind auch weiterhin An­meldungen für den Waldkindergarten möglich.
Wer Interesse hat, kann sich bei Adina Brünjes, 0170-7770578 oder Marianne Dippel von der Stadtverwaltung, 06629-8918, melden.

Weihnachtsmarkt hinter Glas

Bereits zum dritten Male hatte die Stadt Neustadt (Hessen) vom 1. Dezember 2021 bis 7. Januar 2022 die Vitrinen im Foyer des Rathauses leergeräumt und sie lokalen Hobbykünstlern für einen „Weihnachtsmarkt hinter Glas“ zur Verfügung gestellt.
Damit, so Bürgermeister Thomas Groll, erreiche man zweierlei: die zuverlässigen Beschicker kommunaler Veranstaltungen erhal­ten eine Möglichkeit, die Erzeugnisse ihrer Handarbeit anzubie­ten und Interessierte haben die Möglichkeit, ein kleines Geschenk zu erwerben bzw. die eigene Dekoration zu Hause zu vervollstän­digen.
Neben dem „Weihnachtsmarkt hinter Glas“ bot auch Werner Mann einen kleinen Bücherflohmarkt für die Kinderkrebshilfe an.
Ende Januar konnte der Bürgermeister den Eheleuten Elvira und Werner Mann einen Betrag in Höhe von Euro 250 zugunsten der Kinderkrebshilfe übergeben. Dieser setzt sich aus Spenden aller Aussteller, Einnahmen aus dem Bücherflohmarkt sowie einer „Aufrundung“ durch die Kommune zusammen.
Thomas Groll dankte allen, die an der Aktion teilnahmen und lobte das große Engagement der Eheleute Mann für die Kinder­krebshilfe, denn diese sind immer wieder aktiv und lassen sich Neues einfallen, um hier für Spenden einzuwerben.

Neustadt 750

Preisträger des Circus-Festivals von Monte Carlo kommen zum Neustädter Stadtjubiläum
In der Hoffnung, dass nach dem ersten Quartal 2022 langsam, aber sicher wieder „Normalität“ Einzug halten möge, plant man in Neustadt derzeit das Stadtjubiläum. Ab April will man mit zahl­reichen Veranstaltungen die urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1272 feiern.
Dabei, so Bürgermeister Thomas Groll, wird man den Besuchern etwas Besonderes bieten können: Zwei beim Internationalen Cir­cus-Festival in Monte Carlo ausgezeichnete Darbietungen kom­men in die Junker-Hansen-Stadt.
Am Himmelfahrtstag, dem 26. Mai 2022, heißt es passenderweise „… dem Himmel entgegen“, denn dann tritt mit den Geschwistern Weisheit die größte und erfolgreichste Hochseilgruppe Europas aus Gotha im Bürgerpark auf. Aus deren zahlreichen Auszeich­nungen ragt der Sonderpreis der Jury beim Circus-Festival 2011 heraus, den Seniorchef Rudi Weisheit aus den Händen von Prin­zessin Stephanie erhielt.
Am 15./16. Oktober 2022 soll dann endlich wieder das Neustädter Artistenfestival um den „Goldenen Biber“ stattfinden. Hier wird im Zelt des Familiencircus „Manegentraum“ am Junker-Han­sen-Turm u. a. Jochen Träger-Krenzola auftreten.
Schon als Kind hatte Jochen Träger den Wunsch mit Tieren im Circus zu arbeiten. Nach Schul- und Lehrabschluss begann er 1984 seine Tätigkeit beim damaligen Staatszirkus der DDR – Zirkus BEROLINA. Zunächst wurde er als Requisiteur, später dann als Tierpfleger und Bereiter eingesetzt. Nach der Auflösung des Staatszirkus wird Träger 1990 Tierpfleger und Assistent von Wolf­gang Krenzola bei dessen berühmter Tierrevue, mit der dieser be­reits 1975 einen Silbernen Clown in Monte Carlo gewann. 1992 übernahm Träger die Präsentation der Darbietung und nannte sich fortan, im Gedenken an seinen 1996 verstorbenen Lehrmeis­ter, Krenzolajunior.
Die Liste seiner Gastspiele ist inzwischen lang: u. a. Circus Krone-Bau in München, Circus Busch-Roland, Circus Charles Knie, Circus Bouglione in Frankreich sowie verschiedene Weih­nachts-Circusse, zuletzt 2021 in Magdeburg, und Gaias. Auf per­sönlichen Wunsch von Fürst Rainier III. trat Jochen Träger-Kren­zola ebenfalls in Monte Carlo auf und wurde für seine Darbietung ausgezeichnet.
Nach Neustadt wird der Tierlehrer mit Hunden, Katzen, Tauben, einem Hahn und einem Kakadu sowie seinen Laufenten kommen, die bereits bei Dieter Bohlens „Supertalent“ im TV auftraten.
Wie kommt ein solcher Manegenstar nach Neustadt? Der be­kennende Circus-Freund Groll hatte ihn einfach angeschrieben und vom „Goldenen Biber“ und dem Besuch von Rebecca Sie­moneit-Barum 2019 berichtet. Träger-Krenzola, der mit der „Iffi aus der Lindenstraße“ schon zusammen in der Manege stand, rief diese an und erkundigte sich nach der Veranstaltung. Diese sei voll des Lobes gewesen und so will auch der Sachsen-Anhaltiner das kleine Festival unterstützen.
Aktuell befinden sich Anni Bichlmaier vom gastgebenden Circus „Manegentraum“ und Bürgermeister Thomas Groll in Gesprä­chen mit weiteren Artisten und Tierlehrern, um dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm zu bieten.

CDU Neustadt (Hessen)
Ehrung verdienter Mitglieder

Kürzlich konnte der CDU-Stadtverband Neustadt (Hessen) ver­diente Mitglieder für jahrzehntelange Treue zur gemeinsamen Sache ehren.
Helmut Dippel, Reinhold Lotter und Luzius Lehmann (alle Mom­berg) gehören der Partei seit über 50 Jahren an, Gregor Nees (Neustadt) und Heinz Trieschmann (Speckswinkel) fanden vor 40 Jahren zur CDU.
Stadtverbandsvorsitzender Franz-W. Michels hieß die Jubilare im Beisein des Fraktionsvorsitzenden Hans-Dieter Georgi zu einer Mitgliederehrung im kleinen Kreis willkommen, da der Neujahrs­empfang der Neustädter Christdemokraten auch 2022 pandemie- bedingt ausfallen musste.
Bürgermeister Thomas Groll hatte es übernommen, die Laudatio zu übernehmen. Er verwies darauf, dass die Union sowohl 1971/72 als auch 1981/82 in der Opposition in Bund und Land gewesen sei. Sicher sei es damals nicht einfach gewesen, sich zur CDU zu bekennen und diese zu unterstützen. „Anfängen ist immer leicht, dabei bleiben aber umso schwerer. Dies haben sie erreicht und da­für sagen wir heute Dankeschön“, so Groll an die zu Ehrenden gerichtet.
Besonders hob er hervor, dass alle vier Herren – Heinz Triesch­mann war leider verhindert – sich nicht nur für Politik interessier­ten, sondern sich auch in der Kommunalpolitik oder aber dem ört­lichen Vereinsleben engagierten.
Reinhold Lotter und Luzius Lehmann gehörten noch der Mom- berger Gemeindevertretung an. Lotter war dann zunächst Stadt­verordneter in Neustadt und von 1981-2006 Ortsvorsteher seines Heimatortes.
„Du hast als Ortsvorsteher bleibende Spuren hinterlassen und bist bei Eigenleistungen stets vorangegangen“, fand Thomas Groll lo­bende Worte für Reinhold Lotter.
Franz-W. Michels schloss sich den Dankesworten seines Vorred­ners an und überreichte den Jubilaren Urkunden, Ehrennadeln und Weinpräsente.
Trotz der Corona bedingten Einschränkungen konnte die Ehrung in einem dem Anlass gemäßen Rahmen stattfinden.

Stadtverordnetenversammlung Haushalt 2022 einstimmig beschlossen

Am 31. Januar kam die Neustädter Stadtverordnetenversammlung unter dem Vorsitz von Franz-W. Michels (CDU) im Kultur- und Bürgerzentrum zu ihrer ersten Sitzung im Jahre 2022 zusammen. Zu Beginn sprach Bürgermeister Thomas Groll Worte des Ge­denkens für Landrätin Kirsten Fründt, die am 19. Januar ihrem Krebsleiden erlegen war. Er hob dabei unter anderem hervor, dass die 54-jährige Neustadt und seine Stadtteile regelmäßig besucht und unterstützt habe. Ihr letzter größerer öffentlicher Termin sei am 10. September 2021 die offizielle Einweihung des Kultur- und Bürgerzentrums gewesen. „Kirsten Fründt war unserer Kom­mune, den Freiwilligen Feuerwehren und den Vereinen vor Ort verbunden. Die Aufnahme unserer Stadtteile in das Dorferneue­rungsprogramm haben wir ihr persönlich zu verdanken. Auch die Schaffung eines Kunstrasenplatzes und der Bau des Kultur- und Bürgerzentrums wurden von der Landrätin aktiv begleitet. Wir konnten uns immer auf sie verlassen und werden uns gerne an eine engagierte und beliebte Politikerin erinnern, die viel zu früh ver­storben ist“, betonte der Bürgermeister.
Zu Ehren von Kirsten Fründt erhoben sich alle Anwesenden und gedachten ihr in Stille.
Bürgermeister Groll berich­tete von weiteren Gesprächen mit der EAM im Zusammen­hang mit der Energiewende. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Bei heutigem Stand sei geplant, im Juli 2022 eine Bestands­aufnahme und Maßnahmen­vorschläge für die Zukunft vorzulegen, die dann nach der Sommerpause verabschiedet werden sollen. Das Zeitfenster gewährleiste den Einbezug der Fraktionen und wohl auch des einzustellenden Klimaschutz­managers.
Auch im Hinblick auf das Verkehrskonzept für die Innenstadt und den Nahmobilitätscheck gab es eine Unterredung mit dem beauf­tragten Büro und ein Ortstermin sei vereinbart. Für den 23. März, 18.30 Uhr, sei eine erste Bürgerbeteiligung im Rahmen einer Vi­deo-Konferenz geplant.
Mittlerweile liegt auch ein erster Entwurf der Organisationsstudie für die Stadtverwaltung vor. Nach Grolls Worten befasst man sich zunächst intern mit der Bestandsaufnahme und den Vorschlägen. Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass die Kommune wieder ei­nen Antrag beim Programm „Starke Heimat Hessen“ für weitere Digitalisierungsschritte in der Verwaltung stellen wolle. In diesem Zusammenhang bedauerte er, dass man im Neustädter Rathaus bei der Einführung der elektronischen Akte zu schnell gewesen sei. „Andere bekommen dafür jetzt Fördermittel. Als wir diesen Schritt ab 2015 gegangen sind, gab es hierfür noch keine Unter­stützung des Landes“, so Thomas Groll.
Zusammenfassend stellte er fest, dass die „Zukunftsthemen“ Energiewende, Mobilität, moderne Verwaltung und Digitalisie­rung Schritt für Schritt vorangebracht würden.
Am 20. Dezember 2020 hatte Thomas Groll den Entwurf des Haushaltsplanes 2022 eingebracht. In den nachfolgenden Wochen wurde er dann in den Fraktionen von CDU, SPD und FWG sowie den Fachausschüssen und Ortsbeiräten beraten.
Wie bereits berichtet, ergaben sich zu dem umfangreichen Zah­lenwerk kaum Nachfragen und keine Änderungsanträge. Sicher ein Beleg für die gute Vorarbeit von Bürgermeister, Magistrat und Verwaltung.
Nachdem sämtliche Gremien im Vorfeld eine positive Beschluss­empfehlung abgegeben hatten, beriet nun die Stadtverordneten­versammlung abschließend über den Haushalt. Bereits im Vorfeld hatten sich die Parlamentarier darüber verständigt, dass die Re­den der drei Fraktionsvorsitzenden nicht länger als zehn Minuten sein sollten, um die Sitzung in Zeiten von Corona/Omikron nicht
unnötig in die Länge zu ziehen.
Georgi (CDU):
Neustadt als attraktive Wohnstadt weiterentwickeln.
Den Auftakt machte Hans-Dieter Georgi (CDU). Er hob die gute Nachvollziehbarkeit des Haushalts hervor und dankte allen hierfür Verantwortlichen, insbesondere Gitta Kurz.
Der Christdemokrat erinnerte nochmals an den Ausgang der Kommunalwahl im März 2021, bei dem die CDU knapp 52 Prozent erzielen konnte. Trotz der absoluten Mehrheit in der Stadtverordnetenversamm­lung bekannte sich Georgi aus­drücklich zu einem guten Mit­einander der Fraktionen. „Wir wollen Neustadts Zukunft weiterhin gemeinsam mit allen Stadtverordneten gestalten und freu­en uns darüber, dass die Stadtverordnetenversammlung nach der Wahl jünger und weiblicher geworden ist“, stellte Georgi fest.
Nach seinen Worten führt Bürgermeister Thomas Groll Neustadt souverän und mit großem Einsatz durch schwierige Zeiten. Ins­besondere ihm gebühre daher Dank für die positive Entwicklung der Kommune.
„Erfreulich ist, dass der Haushalt erneut ausgeglichen ist und es auch in 2022 keiner Kreditaufnahme bedarf. Wir finden es als CDU-Fraktion bemerkenswert, dass seit 2017 über zwei Millionen Euro Schulden und rund eine Million Euro an Kassenkrediten ab­gebaut werden konnten. Bis 2025 sollen fast 20 Millionen Euro in die Infrastruktur vor Ort investiert werden. Das ist eine tolle Leistung“, hob Hans-Dieter Georgi hervor.
Der CDU sei es wichtig, dass sich Neustadt als attraktive Wohn­stadt weiterentwickele. Dazu gehörten unter anderem verfügbares Bauland, die Ausweisung von Gewerbefläche und eine bedarfsge­rechte Kinderbetreuung. In den letzten Jahren sei hier viel erreicht worden. Der Haushalt 2022 sowie die mittelfristige Finanzplanung enthielten weitere Ansätze in die richtige Richtung.
„Uns ist wichtig, dass nach den großen Projekten in der Kernstadt nun ein investiver Schwerpunkt in den Stadtteilen liegt“, hob der Fraktionsvorsitzende hervor und nannte als Beispiele das „Haus für alle“ in Mengsberg, die „Grüne Mitte in Speckswinkel“ und das multifunktionale Haus in Momberg.
„Wir werden nach wie vor von umliegenden Kommunen etwas nei­disch ob unserer positiven Entwicklung beobachtet und dies völlig zu Recht“, freute sich Georgi und führte dies nicht zuletzt auf eine kleine, aber leistungsstarke Verwaltung unter Leitung des Bürger­meisters zurück. Gleichwohl sei nun eine Aufstockung des Perso­nals angezeigt, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können.
Auch weiterhin müsse man konzeptionell ans Werk gehen, um erfolgreich vorwärtszukommen. Hier wisse man sich als CDU zumindest mit der SPD-Fraktion einig. „Erst die Strategie festle­gen, dann die Investition tätigen“, so Georgi, der den Klimaschutz ebenso wie die Mobilität als wichtige kommunale Zukunftsaufga­be bezeichnete.
Als CDU-Fraktion wolle man sich aber auch „klassischen kom­munalpolitischen Themen“ wie Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und der Vereine oder der Sicherheit vor Ort widmen.
„Unsere Schwerpunkte finden sich im Haushalt 2022 bestens wie­der. Wir stimmen diesem zu“, schloss Hans-Dieter Georgi seine Ausführungen.
Gatzweiler (SPD):
Die Chancen der Zukunft nutzen.
Als nächster sprach Hans- Gerhard Gatzweiler. Der SPD-Fraktionsvorsitzende warf zu Beginn seiner Aus­führungen die rhetorischen Fragen auf, ob es in Neustadt keiner Opposition bedürfe oder ob man dem Bürgermeis­ter nicht kritisch auf die Finger schauen müsse. Während in anderen Kommunen lange Dis­kussionen zum Haushalt an der Tagesordnung seien und es seitenweise Änderungsan­träge gebe, sei dies in Neustadt seit Jahren anders. Dies führe außerhalb der Stadtgrenzen immer wieder zu Erstaunen.
„In den letzten Jahren hat sich die Situation der Kommune erheb­lich zum Positiven verändert. Es ist in Neustadt nicht schön, Oppo­sition zu sein, da alle wichtigen Themen stets im Haushalt oder der mittelfristigen Finanzplanung behandelt werden. Und wenn wir in andere Städte und Gemeinden schauen stellen wir fest, dass wir zumeist vorne dabei sind“, so Gatzweiler.
Aus den Worten des Sozialdemokraten wurde deutlich, dass sich seine Fraktion auch nicht als „bloße“ Opposition versteht, sondern konstruktiv an der Entwicklung der Kommune mitarbeitet.
Hans-Gerhard Gatzweiler hob ebenso wie sein Vorredner hervor, dass die Infrastruktur in der Kernstadt inzwischen größtenteils auf Vordermann gebracht sei und nun die Stadtteile an der Reihe seien.
„Bemerkenswert“ fand er es, dass die Corona-Krise bisher keine negativen Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen hat und der Abschluss 2020 statt 790.000 Euro sogar ein Plus von über 1,4 Millionen Euro aufweise und der Bürgermeister auch für 2021 mit einem guten Ergebnis rechne.
„Die A 49 ist letztlich eine Chance für unsere Kommune. Wir wer­den für auswärtige Investoren interessanter. Zugleich dürfen wir aber nicht verkennen, dass der Autobahnbau Wunden in die Land­schaft reißt“, so Gatzweiler. Nach sei­ner Auffassung sollte die A 49 eines der letzten großen Verkehrsprojekte sein.
Wie bereits Bürgermeister Groll im Fachausschuss teilt auch Gatzweiler die Auffassung der Hessen-Agentur nicht, dass Neustadt bis 2035 rund 22 Prozent an Einwohnern verlieren soll. „Die Zeichen deuten hier klar in eine andere Richtung. Wir werden eher Kindergartenplätze brauchen.“
Es gebe viele hoffnungsvolle Zeichen in Neustadt wie den Bau des neuen Altenheims, den Aufbau der Tages­pflege, die Photovoltaik-Freiflächen-
anlagen als Beitrag zur Energiewende oder die Bestrebungen zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung.
„Aber natürlich“, so Hans-Gerhard Gatzweiler, „gibt es auch noch einiges zu tun. Wir denken als SPD hier an die Radwege, die Zu­kunft der Innenstadt oder den Fortgang der Energiewende. In die­sen Bereichen werden wir uns weiter einbringen.
Gehmlich (FWG):
Nicht zuzustimmen wäre töricht
Für die FWG-Fraktion ergriff deren Vorsitzender Karsten Gehmlich das Wort. Dieser fasste sich bei der Bewertung des Zahlenwerkes kürzer als seine Vorgänger.
Nach den obligatorischen Dankesworten vertrat er die Auffassung, dass das vom Bür­germeister gewählte Motto für den Haushalt 2022 „Eine NEUe STADT entsteht – stel­len wir uns den Herausforde­rungen der Zukunft“ durch­aus mit Blick auf den Titel des
FWG-Wahlprogrammes zur Kommunalwahl „Neustadt neu den­ken“ entstanden sein könnte.
Seine Stellvertreterin Merve Hamel bezeichnete er als das „Ge­sicht des örtlichen Klimaschutzes“ und führte kommunale Aktivi­täten nicht zuletzt auf deren Arbeit zurück.
Gehmlich begrüßte die vorgeschlagenen Erweiterungen des Stel­lenplanes in den Bereichen Verwaltung, Bauhof und Kindergärten und lobte wie schon der CDU-Fraktionsvorsitzende die engagierte Arbeit in den Kindergärten in den vielen Monaten der Pandemie. Wer den Haushaltsplan aufmerksam lese, so der FWG-Fraktions- vorsitzende, müsse zur Erkenntnis kommen, „dass es töricht wäre nicht zuzustimmen“. Es gebe nichts zu meckern, alle wichtigen Themen seien behandelt.
Als Agenda seiner Fraktion für die Zukunft nannte Karsten Gehmlich den Klimaschutz, die Digitalisierung der Verwaltung, den Ausbau des Radwegenetzes und auch die kommunale Jugend­arbeit.
Groll:
Miteinander durch diese Zeit, um eine bessere zu gestalten.
Zum Abschluss ging auch noch einmal Bürgermeister Thomas Groll an das Rednerpult und richtete einen Appell an die Man­datsträger:
„Lassen Sie uns entschlossen und rechtzeitig die Umbrüche und Herausforderungen dieser Zeit annehmen und legen wir gerade in politisch turbulenten Zeiten Wert auf das bisher so erfolgreiche Neustädter Klima der Zusammenarbeit. Auch Neustadt steht vor großen Herausforderungen. Dazu zählen neben Klimaschutz und Mobilität eben auch der weitere bedarfsgerechte Ausbau der Kin­derbetreuung, Erhalt und Ausbau der kommunalen Infrastruktur und die Weiterentwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft. Als Bürgermeister nehme ich diese Herausforderungen an und ich bin mir sicher, dass auch Sie die großen Aufgaben der Zukunft klar im Blick haben. Lassen Sie uns miteinander durch diese Zeit gehen, um gemeinsam eine bessere zu gestalten. Die Ausgangslage hier­für ist gut. Packen wir es an.“
Erwartungsgemäß gingen dann alle Hände für den Haushalt 2022 in die Höhe. Zum neunten Mal in Folge wurde der Neustädter Etat damit einstimmig angenommen.
Im Verlauf des Abends wurde auch den drei Magistratsvorlagen – Baugebietsabrundung „Waldstraße Momberg“, Verkauf eines Grundstücks im Gewerbegebiet „Am Gelicht“ und gemeinsa­mer Ordnungsbehördenbezirk mit Kirchhain, Rauschenberg und Wohratal – zugestimmt (Näheres hierzu s. Bericht Fachausschuss II). Dabei fand nur der Verkauf der Gewerbefläche nicht die Zu­stimmung aller Stadtverordneten: Merve Hamel (FWG) enthielt

Freude über den „Igel-Status“

Neustadts Stadtverordnete segnen den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2022 ab
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Es ist schön, in unserer Stadt Parlamentarier zu sein. Es macht Spaß, sich zu beteiligen – und wir werden für unsere Arbeitsweise gelobt und manchmal auch beneidet“, sagte SPD-Fraktionschef Hans-Gerhard Gatzweiler in seiner Haushaltsrede. Doch damit nicht genug des Lobes für Neustadts Kommunalpolitik: Wie es sich für eine „Opposition“ gehöre, schauten er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter alljährlich, welches Thema im Haushalt fehle, was für Ideen andere Kommunen haben und wo alternative Vorschläge eingebracht werden könnten. „Doch auch da kann man beobachten, dass wir meist schon da sind und sich andere Kommunen später mit Themen beschäftigen als wir“, betonte er und freute sich, auf der Seite des Igels zu sein, der dem Hasen stets einen Schritt voraus ist.

Gatzweiler: Wunsch nach Ausbau der Fahrradwege

Und so äußerte der Sozialdemokrat lediglich einige Wünsche für die Zukunft, zum Beispiel den Ausbau der Fahrradwege, das Beteiligen von Bürgerinnen und Bürgern an der Energiewende, die Umgestaltung der Marktstraße oder die Sicherung der hausärztlichen Versorgung. Zudem widmete sich Gatzweiler dem Weiterbau der A 49 und den entstehenden Narben in der Natur. Es gelte, sich zu fragen, ob man sich „solch gravierende Eingriffe“ noch leisten könne. Gleichzeitig sei das Projekt aber wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Dies lasse sich unter anderem daran festmachen, dass die Flächen im Gewerbe in kurzer Zeit verkauft waren oder die Stadt für externe Investoren immer interessanter werde. „Freude über den „Igel-Status““ weiterlesen

SPD stimmt Haushalt auch in diesem Jahr zu

Intensiv hat sich die Fraktion auch in diesem Jahr mit dem Entwurf des Haushaltes auseinandergesetzt. Erneut stimmte die Fraktion dem Haushalt ohne Änderungsanträge zu. Warum dies so ist, kann der Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden entnommen werden, diese finden Sie hier.
Auch der Artikel der OP erläutert dies kurz. Diesen lesen Sie hier.