Neustädter Mitteilungsblatt

„Nova Civitas“ Ein Musical aus der Geschichte unserer Stadt

Aus einer kleinen Idee wurde Großes. Neustadt erlebte anläss­lich seiner 750-Jahr-Feier die Aufführung des Musicals „Nova Civitas“, das die erstmalige Erwähnung der Kommune auch nach 750 Jahren sowie die Zeit des Junker Hans wieder leben­dig werden ließ.
Nach zahlreichen Proben fanden am 6., 7. und 8. Mai drei Vor­stellungen von „Nova Civitas“ im Kultur- und Bürgerzentrum in Neustadt statt. 600 Besucherinnen und Besucher waren von dem 75-minütigen Musical begeistert und sparten folgerichtig nicht mit Applaus.
Ein dezentes, aber eindrucksvolles Bühnenbild mit Histori­schem Rathaus, Pfarrkirche und dem Stadttor entführte das Publikum in längst vergangene Zeiten. Ein kleines Orchester, das sich für Flötenklang, Gitarre, Geige, Klavier und Percus­sion zusammengefunden hatte, sorgte für das mittelalterliche Klangerlebnis, das den Zuhörer in die damalige Zeit versetzte. Passende Kostüme verwandelten darüber hinaus die Darstelle­rinnen und Darsteller in Marktfrauen, Ratsherren oder Adlige, sodass das Eintauchen in das Leben und Erleben des 15. Jahr­hunderts allen Besuchern auf Anhieb gelang.
Die Veranstaltungstechnik Henning Michl sorgte für Ton und Licht und unterstützte damit das gesamte Bühnenspektakel, das nahezu alle Besucher in seinen Bann zog.
Zwei Geschichtsschreiberinnen führten durch die einzelnen Szenen des Musicals, das „von Neustädtern (und Gästen) für Neustädter (und Gäste)“ eindrucksvoll präsentiert wurde.
Zu Beginn konnte man sehen, wie sich Frauen, Männer und Kinder „in grauer Vorzeit“ in unserer Gegend ansiedelten.
Später hieß es dann: „Wir verdanken Neustadts Sein Ludwig, Graf von Ziegenhain“, denn der Adlige gilt als Gründer unse­rer Kommune.
Natürlich wurde auf der Bühne dargestellt, wie es zu der Urkun­de vom 5. Mai 1272 kam, in der Neustadt erstmals nachgewiesenermaßen erwähnt wurde. Man konnte „live“ miterleben, wie vor den Augen des Grafen Ludwig II. von Ziegenhain der Herr von Heimbach ein Grundstücksgeschäft mit dem Gerlach von Ruhlkirchen vollzog und Schultheiß Hermann von Nova Civitate einer der maßgeblichen Zeugen war.
Im Laufe der Zeit wechselte Neustadt des Öfteren den Be­sitzer. Auch dies wurde dargestellt.
In der Herrschaftszeit der Erzbischöfe von Mainz muss es den Neustädtern recht gut gegangen sein, denn sie wollten 1462 nicht an den Landgrafen Heinrich III. von Oberhessen verkauft werden und verweigerten ihm den Treueeid.
Heinrich III. nahm dieses aufsässige Verhalten nicht un­widersprochen hin und belagerte die Stadt mit seinen Sol­daten. Die Neustädter konnten die Stadt nicht verlassen, nicht die Felder abernten und litten Hunger. Besonders ein­drucksvoll stellte dies der Chor der Kinder dar. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Spende für die Kindergärten statt Weihnachtsessen

Aufgrund der Corona-Pandemie musste auch im Dezember 2021 das traditionelle Weihnachtsessen von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat ausfallen.
Stadtverordnetenvorsteher, Fraktionsvorsitzende und Bürgermeister verständigten sich darauf, den hierfür vorgesehenen Betrag den vier Kindergärten in der Stadt Neustadt (Hessen) zukommen zu lassen.
Jede Gruppe der KiTas „Regenbogen“ und „Sonnenschein“, des Waldkindergartens und des kirchlichen Kindergartens „Arche Noah“ Momberg-Mengsberg erhält 60 Euro. Das Geld, vorrangig für Spiel- und Bastelmaterial vorgesehen, wird den jeweiligen Fördervereinen überwiesen.
Symbolisch überreichten kürzlich Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels und Bürgermeister Thomas Groll Umschläge an die Leiterinnen Claudia Orth („Regenbogen“), Irina Wiens („Sonnenschein“) und Daniela Nebel-Schmitt („Arche Noah“). Adina Brünjes (Waldkindergarten) war dienstlich verhindert.
„Wenn schon unser Weihnachtsessen als kleines Dankeschön an die Mandatsträger ausfallen musste, so wollten wir dennoch etwas Gutes tun. Die Kommune stattet die Kindergärten zwar gut aus, aber durch die wichtige Arbeit der Fördervereine können doch immer wieder besondere Wünsche der Erzieherinnen und Kinder erfüllt werden. Dies unterstützen wir durch unsere Spende“, so Franz-W. Michels bei der Übergabe.

Sonderförderprogramm Sirenen des Bundes 15.000 Euro für die Stadt Neustadt (Hessen)

Ein flächendeckendes Sirenennetz trägt bedeutend zur effektiven Warnung der Bevölkerung bei. Daher ist das im letzten Jahr angelaufene Förderprogramm ein wichtiger Punkt der im März 2021 vom damaligen Bundesinnenminister Horst Seehofer vorgestellten Neuausrichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Mittel in Höhe von rund 90 Millionen Euro sollen den Ausbau des Netzes durch die Länder und Kommunen finanziell unterstützen. Auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung können Kommunen über die Länder Fördermittel zur Anschaffung neuer Sirenen und zur Modernisierung bestehender Sirenentechnik erhalten. So soll der Ausbau der kommunalen Sirenennetze gefördert werden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustadt750
Schirmherrin Angela Dorn freut sich auf Stadtjubiläum 2022

Vor einigen Monaten trug Bürgermeister Thomas Groll Staatsministerin Angela Dorn, Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, die Schirmherrschaft zum Stadtjubiläum im Jahre 2022 an.
Im kommenden Jahr erinnert die Junker-Hansen-Stadt an ihre urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1272, also dann vor 750 Jahren. Bei ihrem kürzlichen Besuch stellte Groll der Ministerin das Jubiläumsprogramm näher vor. Angela Dorn zeigte sich von den Planungen angetan. „Mir scheint, dass es hier zahlreiche Angebote für Jung und Alt geben wird. Wenn es der Terminkalender erlaubt, werde ich mit meiner Familie sicher bei der einen oder anderen Veranstaltung vorbeischauen. Spannend wird sicherlich der Auftritt der Hochseilartisten „Geschwister Weisheit“.
Beim Straßenmalerfestival war ich schon privat zu Gast und begeistert von den Kunstwerken in der Marktstraße. Schön, dass der Tag der Landesgeschichte in Neustadt stattfindet und das Landespolizeiorchester zu einem Wohltätigkeitskonzert vorbeikommt. Natürlich bin ich auf alle Fälle beim Festakt am 5. Mai 2022 dabei“, so Dorn.
Landkreis pflanzt Obstbäume in Mengsberg Umweltbildung für Kinder wird immer wichtiger
Erich Weber, der Energie-Coach des Landkreises Marburg-Biedenkopf, kommt immer wieder gerne nach Mengsberg.
Dort kann er sich bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen stets auf örtliche Akteure wie den Heimat und Verschönerungsverein, die Naturfreunde um Burkhard Stern oder die Schule verlassen.
So auch diesmal, als es galt mit einem Filmteam aus Berlin einen Imagefilm über die Angebote des Landkreises zur Umweltbildung für Kinder zu drehen.
Auf der vom Heimat- und Verschönerungsverein angelegten und betreuten Streuobstwiese „Im Seng“ wurden dabei zehn weitere
Obstbäume angepflanzt. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr standen zur „Erstbewässerung“ bereit. „“ weiterlesen

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Bürgerparkverein gestaltet Umfeld des Wallgraben-Pavillons neu Unterstützung durch den Verfügungsfonds „Sozialer Zusammenhalt“

Der Förderverein Bürgerpark e.V. hat das Umfeld des Wallgraben- Pavillons an der historischen Stadtmauer neu gestalten lassen. Die vorhandenen Büsche wurden entfernt und es fand eine neue Bepflanzung statt. Zudem wurde eine Sandsteinmauer geschaffen und ein neuer Holzzaun gesetzt. Die Maßnahme trägt wesentlich zu einer Verschönerung um den Pavillon herum bei. Dieser wurde übrigens vom Förderverein vor 20 Jahren erbaut und der Kommune übergeben. Für die Maßnahme fielen Gesamtkosten von über 13.000 Euro an. 5.000 Euro erhielt der Verein aus dem Verfügungsfonds des Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“.
Vereinsvorsitzender Alexander Milewski konnte sich mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Ella Milewski und Karl-Joseph Lemmer sowie Bürgermeister Thomas Groll von der gelungenen Umsetzung des Projektes überzeugen. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, um dem Förderverein für seinen tatkräftigen Einsatz zu danken. Gemeinsam äußerte man die Hoffnung, dass bald wieder Veranstaltungen im Bürgerpark – wie die beliebten Sommerkonzerte oder die Flohmärkte – stattfinden können.
Der Bürgermeister informierte die Vorstandsmitglieder des Fördervereins darüber, dass zwischenzeitlich eine weitere Auftragsvergabe für Arbeiten im Park stattfinden konnte, die in den nächsten Wochen beginnen werden. Zudem seien die Planungen für den Wasserspielplatz vorangeschritten. Dieser wird dann im Frühjahr 2022 realisiert werden. Gemeinsam ist man überzeugt, dass durch die verschiedenen Maßnahmen der Bürgerpark an Attraktivität gewinnen wird und insbesondere zusätzliche Angebote für Familien mit Kindern aufweisen wird.

Projekttag S(Z)auberhafter Sommer in Speckswinkel

Am Samstag, dem 26. Juni 2021 um 09:00 Uhr trafen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger auf Einladung des Ortsbeirates, um öffentliche Plätze des Ortes zu säubern. In der Vergangenheit wurden diese Projekttage 2-3 mal im Jahr organisiert. Aufgrund des Dauer- Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen konnte über längere Zeit kein Projekttag mehr stattfinden. Umso erfreulicher war es, dass sich bis zu 20 Erwachsene und 7 Kinder zusammenfanden, um ehrenamtlich dem Dorf seinen notwendigen Frühjahrsputz zu geben. Nachdem Arbeitsgruppen gebildet wurden, ging es auch schon an die Arbeit. Das Pflaster rund um die Kirche, der Zollhofplatz, der Friedhofsparkplatz, der Friedhof und die Grillhütte wurden von Unkraut befreit. Die Hainbuchenhecke auf dem Friedhof wurde zurückgeschnitten, die Dorfeingangsschilder von Graswuchs befreit und gesäubert, die Streuobstwiese wurde gemäht, Holzplanken von zwei Bänken am Teich wurden erneuert, die Toiletten in der Grillhütte bekamen einen frischen Anstrich. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

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Nutzen Sie die Bürgertests in Neustadt (Hessen)

Aufgrund der von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes („Corona-Notbremse“) hat sich auf Bitten der Stadt Neustadt (Hessen) der Pflegedienst „Daheim ist daheim“ dankenswerter Weise bereit erklärt, die Testzeiten im Kultur- und Bürgerzentrum für sogenannte „Bürgertests“ deutlich zu erhöhen.
Bürgermeister Thomas Groll dankt den Inhaberinnen Beate Honig und Michaela Rausch-Immel sowie deren Team für diese Bereitschaft, die insbesondere den örtlichen Friseuren, aber auch anderen Gewerbetreibenden zu Gute kommen wird.
Die neuen Öffnungszeiten für Tests im Kultur- und Bürgerzentrum sind
Dienstag von 7.00 Uhr bis 12.00 Uhr Mittwoch von 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr Donnerstag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Es wird dringend empfohlen, einen Termin im Vorfeld zu vereinbaren, um Warteschlangen zu verhindern. Terminvereinbarung bei der Stadtverwaltung Neustadt unter Tel. 06692/89-28.

Richtfest für das Pflegezentrum „An der Ziegelei“ in Neustadt

Seit dem letzten Sommer herrscht rege Bautätigkeit auf dem Gelände unterhalb der ehemaligen Ziegelei. Nach den vorbereitenden Arbeiten wurde im Juni 2020 mit dem Hochbau für die beiden Gebäudekörper des geplanten Wohn- und Pflegezentrums begonnen. Begleitet von feierlichen Worten wurde am 23. April 2021 nun das Richtfest für das moderne Wohn- und Pflegequartier mit 70 Pflegeappartements, 20 Tagespflegeplätzen sowie 10 Wohnungen gefeiert. Kai Bülow, Geschäftsführer des verantwortlichen Bauträgers, hörte gemeinsam mit Neustadts Bürgermeister Thomas Groll und Sandra Leps von MENetatis dem traditionellen Richtspruch des verantwortlichen Dachdeckermeisters zu. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

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27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Erinnerungsort auf dem Neustädter Rathausplatz der Stadtgesellschaft übergeben
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag, der auf eine Initiative des seinerzeitigen Bundespräsidenten Prof. Dr. Roman Herzog zurückgeht. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt. Inzwischen wird der Gedenktag auch in vielen anderen Staaten Europas begangen. Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Jahre 1933-1945. „Wir gedenken der Entrechteten, Gequälten und Ermordeten: der europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zeugen Jehovas, der Millionen verschleppter Slawen, der Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der politischen Gefangenen, der Kranken und Behinderten, all derer, die die nationalsozialistische Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt hatte. Wir erinnern auch an diejenigen, die mutig Widerstand leisteten oder anderen Schutz und Hilfe gewährten“, fasste 2015 der damalige Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert in der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages den Sinn des 27. Januar zusammen.
Bereits 1996 führte Bundespräsident Herzog in seiner Proklamation des Gedenktages aus: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

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Fördergeld aus Berlin für Neustädter Bahnhof

Wie Neustadts Bürgermeister Thomas Groll vom heimischen Bundestagsabgeordneten Sören Bartol erfahren hat, wurde der Neustädter Bahnhof gemeinsam mit 166 anderen Bahnhöfen in ein Sofortprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur aufgenommen. Die Bahnhöfe sollen mit insgesamt 400 Mio. aufgefrischt werden. Auf Neustadt entfallen rund 200.000 Euro. Das Programm soll das Handwerk infolge der Corona-Pandemie stärken.
Der Bürgermeister zeigte sich sehr erfreut über diese Nachricht, der sei Bartol „oft genug auf den Geist gegangen“, dass auch beim Neustädter Bahnhof etwas passieren müsse. Daher danke er nun für dessen Unterstützung.
Momentan sind Bahn, Rhein-Main-Verkehrsverbund und Kommune dabei, dass Innere des Gebäudes „aufzuhübschen“, so Groll. Dafür würden 100.000 Euro investiert, 30.000 Euro betrage der Anteil der Stadt.
Aus diesem Grund geht der Bürgermeister davon aus, dass die Gelder vom Bund durch die Bahn im Bereich des Bahnsteiges investiert werden.
Drei Wünsche hat Thomas Groll noch im Zusammenhang mit dem Bahnhof: Eine Regelung der ungeordneten Parksituation, Barrierefreiheit und dass der neue Eigentümer des Empfangsgebäudes endlich etwas tut.
Dem Bürgermeister ist bewusst, dass dies noch ein langer Weg ist, dabei setzt er auch wieder auf Hilfe aus Berlin. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

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Stadt Neustadt (Hessen) erhält Bild der Ottermühlen

Kürzlich überreichte Gabriele Hasenpflug geb. Gnau Bürgermeister Thomas Groll ein Bild der Ottermühlen, das sie von ihren Eltern übernommen hatte. Maler war 1947 der langjährige Stadtobersekretär Hermann Gensler (1896-1984). Hans-Richard Krapp wusste auf Nachfrage zu berichten, dass Vorfahren von Gabriele Hasenpflug einst Eigentümer der unteren Ottermühle gewesen seien.
Bürgermeister Thomas Groll dankte für das Geschenk und versicherte, dass das Bild einen guten Platz, voraussichtlich im Vorraum des Trauzimmers im Historischen Rathaus, finden werde.
In dem von Ute und Dankward Sieburg, dem langjährigen Stadtarchivar, 1979 herausgegebenen Büchlein „Neustadt in alten Ansichten“ findet sich folgender Text zu den Mühlen im Otterbachtal: „Von den vielgerühmten Mühlen des Otterbachtales stehen heute nur noch die beiden Ottermühlen. Im 18. Jahrhundert reihten sich noch sechs weitere am Bachlauf entlang. Oberhalb befanden sich die Rupperts- und Fuchsenmühle, unterhalb die Kampenmühle sowie die Bruch- oder Lohmühle. Während die unteren Mühlen schon im 18. und 19. Jahrhundert abgebrochen wurden, geschah dieses nach dem Tode des letzten Müllers Karl Schultheiß 1926 auch mit der Fuchsenmühle 1928 und 1937 mit der Ruppertsmühle. Um das Mahlwasser der beiden letztgenannten Mühlen kam es 1720 zu einem folgenschweren Streit, in dem der Müller Schlitt den Müller Weitzel aus der Ruppertsmühle mit einem Gewehr erschoss.“

Familientage statt Familienfreizeit

Letztes Jahr machten sich in den Sommerferien sieben Familien aus Neustadt mit den Teams von Jugendarbeit und Gemeinwesenarbeit des bsj Marburg auf, um gemeinsam fünf Tage im Altmühltal in Bayern zu verbringen. Wir wanderten, paddelten in Kanus über Donau und Altmühl, kochten, aßen und spielten zusammen und waren alle traurig, als es wieder nach Hause ging. Wir lernten jede Menge von- und miteinander und ganz nebenbei entstanden auch neue Freundschaften. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

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Dorfentwicklung

50.000 Euro Fördermittel bewilligt
Die Umsetzung der „Leuchtturmprojekte“ im Rahmen der Dorfentwicklungsmaßnahme Mengsberg-Momberg-Speckswinkel kann weiter vorangetrieben werden. Kürzlich überreichte im Auftrag von Landrätin Kirsten Fründt Mena Söhlke vom Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf an Bürgermeister Thomas Groll entsprechende Förderbescheide über eine Höhe von rund 50.000 Euro.
Damit können die Projekte „Umbau ehemaliges Kindergartengebäude in Momberg“, „Machbarkeitsstudie Gemeinschaftsräume Mengsberg“ und „Revitalisierungskonzept Ortsmitte Speckswinkel“ einen großen Schritt vorangebracht werden.
Für den Umbau des ehemaligen Kindergartengebäudes in Momberg wurde ein Zuschuss von 14.000 Euro zu den Gesamtkosten von rund 18.700 Euro bewilligt. Hier werden nun die Leistungsphasen 1-4 (Planung) umgesetzt. Es ist vorgesehen, das Gebäude in ein multifunktionales Zentrum umzubauen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Dorfgemeinschaft. Unter Vorsitz von Ortsvorsteher Jörg Grasse wurden hierzu bereits vertiefende Überlegungen angestellt, die den Architekten mit an die Hand gegeben werden. Das multifunktionale Zentrum soll sich dabei nicht nur an die Einwohnerinnen und Einwohner von Momberg sondern auch an die der Kernstadt und der anderen Stadtteile richten. Es ist geplant, in den Räumen Dienstleistungsangebote, Veranstaltungen wie Cafe-Nachmittage und ähnliches durchzuführen. Nach erfolgten Planungen sollen nach Möglichkeit im Herbst 2020 die Arbeiten beginnen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

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Windkraft und PV-Freiflächenanlagen brauchen Akzeptanz

Neustädter Stadtverordnetenversammlung fasst Grundsatzbeschluss
Am 16. Dezember fand die letzte Sitzung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung im zu Ende gehenden Jahr 2019 statt. Die Zusammenkunft fand ausnahmsweise im Feuerwehrhaus Mengsberg statt. Dies war der Tatsache geschuldet, dass Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels die Amts- und Mandatsträger nach getaner Arbeit zum Jahresabschlussessen in eine örtliche Gaststätte eingeladen hatte.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Einbringung des Haushaltsentwurfes für 2020 durch den Kämmerer, Bürgermeister Thomas Groll. Vor dessen rund einstündiger Rede hatten sich die Stadtverordneten von CDU, SPD und FWG bereits mit zwei weiteren wichtigen Tagesordnungspunkten befasst.
Die SPD-Fraktion hatte unter der Überschrift „Ausbau alternativer Energien weiterhin notwendig – Vorteile für Stadt und Bürger – Wertschöpfung in der Kommune sichern“ einen Antrag eingebracht. Danach sollen zukünftig sowohl Windenergie- als auch Pho- tovoltaik-Freiflächenanlagen in Neustadt und den Stadtteilen nur noch umgesetzt werden können, wenn die Kommune und die Bürger hiervon einen „deutlich erkennbaren“ finanziellen Vorteil haben.
Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten Hans-Gerhard Gatzweiler begründete den Antrag näher. „Um die Energiewende zu schaffen, brauchen wir den weiteren Ausbau regenerativer Energieformen. Obwohl in unserer Kommune bereits rund 20 Windräder stehen, wollen wir uns weiteren Projekten grundsätzlich nicht verschließen, aber es bedarf hierfür auch einer möglichst breiten Akzeptanz in der Bevölkerung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass eine solche Akzeptanz dort am stärksten ist, wo es Beteiligungsformen für die Bürger gibt und auch die Kommune finanzielle Vorteile von solchen Anlagen hat“, erläuterte Gatzweiler. Er verstand den Antragstext als eine Art „Grundsatzbeschluss“, der seiner Meinung nach Vorbildcharakter auch für andere Kommunen haben könnte. Der Sozialdemokrat zeigte sich erfreut darüber, dass CDU und FWG im Fachausschuss uneingeschränkt Zustimmung zum Antrag seiner Fraktion erklärt hätten. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen