Neustädter Mitteilungsblatt

Gesundheitszentrum Breitscheid besucht

Die Frage der zukünftigen hausärztlichen Versorgung ist auch für Neustadt (Hessen) ein wichtiges Thema. Nachdem der Magistrat vor längerer Zeit bereits einmal das Medizinische Versorgungs­zentrum in Schwarzenborn besichtigte, waren Kommunalpolitike­rinnen und -politiker von CDU, SPD und FWG unter Führung von Bürgermeister Thomas Groll kürzlich in Breitscheid im Lahn- Dill-Kreis, um das dortige Gesundheitszentrum zu besuchen. Die SPD-Stadtverordnetenfraktion hatte angeregt, sich über diese Einrichtung näher zu informieren, für welche Breitscheid 2025
den hessischen Demografie-Preis erhielt. Bürgermeister Thomas Groll wollte es nicht bei schriftlichen oder mündlichen Auskünf­ten per Videokonferenz belassen und vereinbarte daher mit sei­nem Amtskollegen Yannick Konrad einen Besuch in Breitscheid. Konrad begrüßte die Gruppe aus Neustadt herzlich und hatte sei­nen Amtsvorgänger Roland Lay, den „Vater“ der Einrichtung, und Investor Torsten Germann mitgebracht. Alle drei berichten über den Werdegang hin zum Gesundheitszentrum.
In Breitscheid leben rund 4.500 Menschen. Die Idee zu diesem Vorhaben reifte bei Roland Lay und seinen Mitstreitern ab 2017, die Umsetzung fand 2019/20 statt. Auf einem 4.600 qm Grund­stück entstanden 2.700 qm Mietfläche.
Im Gebäude, das verkehrsgünstig an der Hauptstraße Richtung Herborn liegt, sind u.a. zwei Arztpraxen mit neun Medizinern,
eine Apotheke, eine Physiotherapie-Praxis, zwei Banken, ein Bä­cker mit Café, ein Friseur, eine Tagespflege und ein Pflegedienst untergebracht.
„Durch den Neubau gelang es uns, die hausärztliche Versorgung vor Ort zu erhalten bzw. auszubauen. Bis auf die Zahnärzte konn­ten wir alle Akteure im Bereich Medizin an einem Standort kon­zentrieren“, so Bürgermeister Yannick Konrad.
Die Gruppe aus Neustadt zeigte sich beeindruckt von dem Projekt und dessen Umsetzung. Nach den Worten von Bürgermeister Tho­mas Groll wird man das Gesehene nun auswerten und gemein­sam überlegen, was sich ggf. auf Neustadt übertragen ließe. Die Kommune könne gerne den Anstoß geben und den Prozess mode­rieren, so Groll, wichtig sei aber, Akteure aus dem medizinischen Bereich zu finden, die ein solches Vorhaben mittragen, und einen Investor zu gewinnen.

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