Feuerwehr-Neubau könnte Kirmes beeinträchtigen
Neustädter müssen neues Gebäude bauen und holten sich Inspiration in Herbstein

Neustadt.
Mitglieder des Magistrates und der Fraktionen der Neustädter Stadtverordnetenversammlung fuhren gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Frank Bielert, dem Wehrführer der Kernstadt-Wehr Rüdiger Wickel und weiteren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt-Mitte nach Herbstein im Vogelsberg, um das dortige Feuerwehrhaus zu besichtigen.
Nur Neubau könnte den Ansprüchen gerecht werden

Dieses wurde Ende 2025 bezogen. Es hat sechs Fahrzeugboxen und kostete etwa 6,4 Millionen Euro. Gebäude, Park- und Stellflächen nehmen rund 5.000 Quadratmeter in Anspruch. Die Gruppe um Bürgermeister Thomas Groll bekam von dessen Amtskollegin Astrid Staubach, dem dortigen Wehrführer Swen Jost, Architekt Dr. Stefan Strack und Bauleiter Lars Ruhl Informationen aus erster Hand. Zudem erhielten sie eine Führung durch das Gebäude. Groll verwies darauf, dass in der Neustädter Kernstadt der Neubau eines Feuerwehrhauses dringend notwendig sei. Das Bestandsgebäude aus dem Jahre 1982 weise zu viele Abweichungen von den heutigen Standards auf. Unfallkasse und Brandschutzaufsicht verlangten daher grundlegende Veränderungen, die nur ein Neubau bieten könne.

Geplant ist, den Förderantrag im September 2027 zu stellen und möglichst 2029 mit dem etwa zwei Jahre dauernden Bauvorhaben zu beginnen. Nach der Besichtigung kamen die Magistratsmitglieder zur Auffassung, dass ein Gebäude dieser Dimension – wie es auch für Neustadt vorgesehen ist – nicht mit der Trinitatis-Kirmes auf dem Festplatz vereinbar sei. Nach der Besichtigung eines weiteren Feuerwehrhauses im September werde man daher mit den Verantwortlichen der Wehr, dem Stadtbrandinspektor und der Brandschutzaufsicht das Für und Wider potenzieller Standorte abwägen.