Neues Parlament hat sich konstituiert!

Wir sagen Danke an alle Wählerinnen und Wähler, die uns bei der zurückliegenden Kommunalwahl ihr Vertrauen geschenkt haben! Zwar mit zwei Sitzen weniger im Stadtparlament, aber hochmotiviert gehen wir in die kommende Legislaturperiode, um Neustadt für euch voranzubringen.

Für uns im Stadtparlament sitzen:
Hans-Gerhard Gatzweiler (Fraktionsvorsitzender)
Anke Stark (stellv. Fraktionsvorsitzende)
Sebastian Sack MdL
Christina Hock
Georg Jäckel

Im Magistrat werden wir vertreten durch:
Thomas Horn
Andrea Bausche

Programm für ältestes Fest der Region steht fest

Vom 28. Mai bis 1. Juni findet in Neustadt die 522. Trinitatis-Kirmes statt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Als „klassisch“ lässt sich das Programm der Trinitatis-Kirmes beschreiben, dass die Stadt Neustadt für die 522. Auflage des ältesten Volksfestes im Landkreis Marburg-Biedenkopf zusammengestellt hat. „Es ist klassisch, weil es sich bewährt hat“, bestätigt Bürgermeister Thomas Groll die Wortwahl. Und so wird es zwar über die fünf Tage vom 28. Mai bis 1. Juni verschiedene Programmpunkte geben, der Samstagnachmittag indes bleibt „frei“: „In den vergangenen 20 Jahren hat sich keine der Ideen durchgesetzt“, erklärt der Rathauschef: „Das hängt auch mit dem Wetter zusammen: Wenn es regnet, geht keiner zum Festplatz. Und wenn es zu warm ist, dann auch nicht. Ich glaube, dass es den kleinen und großen Besuchern einfach nicht nach einer Zeltveranstaltung am Samstagnachmittag ist.“ Erst im vergangenen Jahr hatte es die Stadt mal wieder versucht und samstags einen Seniorennachmittag ausgerichtet.
Mit ihrer Kirmes erinnern die Neustädter an das Jahr 1504 beziehungsweise die Weihe der im Auftrag von Junker Hans von Dörnberg erbauten Stadtpfarrkirche. Welcher junge Mann in diesem Jahr eben jenen Junker als Symbolfigur der Stadt repräsentieren darf und wer die Burgfräulein sind, die ihm zur Seite stehen, wird am Donnerstag, 28. Mai, zum Kirmesauftakt am Wallgrabenpavillon im Bürgerpark verraten. Die Historische Bürgerwehr wird dem Trio Salut schießen. Als Allererstes findet zudem ab 18.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrerin Kerstin Kandziora und Pfarrer Andreas Rhiel statt, der sich seit fast zwei Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreut. „Mit dieser gemeinsamen Feier beider christlicher Konfessionen wird versinnbildlicht, dass alle Menschen zur Neustädter Kirmes willkommen sind, die friedlich feiern wollen“, hebt Groll hervor und kündigt an, dass der evangelische Kirchenchor und die Trinitatisbläser für die musikalische Untermalung sorgen.

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Am Ortsgericht Neustadt endet eine Ära

Eckhard Sommer hört nach mehr als 30 Jahren als Ortsgerichtsschöffe auf

Neustadt.
Nach mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements wurde der Neustädter Ortsgerichtsschöffe Eckhard Sommer mit großer Dankbarkeit, verbunden mit den besten Wünschen für seine Zukunft, aus seinem Amt entlassen. Dies berichtet Kirchhains Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst.
Sommer, der zudem noch in vielen weiteren Ehrenämtern tätig ist, hat sich nahezu 31 Jahre als Ortsgerichtsschöffe von Neustadt für die Gemeinschaft eingebracht. „Dies spricht für die Anerkennung und den Respekt, den Herr Sommer in der Gemeinde genießt, was auch zu einer hervorragenden Kontinuität im Ortsgericht geführt hat“, freut sich Hülshorst und setzt die Amtszeit in ein Verhältnis: In den Jahren seiner Tätigkeit haben sechs Direktoren/Direktorinnen das Amtsgericht geleitet.

Wolfram Ellenberg, Neustadts Erster Stadtrat, nahm als Zeichen der Anerkennung an dem Termin im Amtsgericht teil und schloss sich den lobenden Worten an. Insbesondere betonte er das vielfältige Wirken von Eckhard Sommer in verschiedenen Ehrenämtern. Er brachte dabei die Wichtigkeit des Ehrenamtes für die Gesellschaft und das soziale Miteinander zum Ausdruck.

Ortsgerichte sind eine „hessische Spezialität“. Jedes Ortsgericht hat mindestens fünf Mitglieder: die Ortsgerichtsvorsteherin oder den Ortsgerichtsvorsteher und vier Ortsgerichtsschöffinnen oder Ortsgerichtsschöffen. Sie leisten ehrenamtlich sowohl Hilfestellungen für Bürgerinnen und Bürger als auch für Behörden und Gerichte. Dies können Grundstücksschätzungen, Unterschriftsbeglaubigungen, Nachlasssicherungen oder Sterbefallanzeigen sein.

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Momberg feiert Geburtstag

Offizielle Eröffnung der 800-Jahr-Feierlichkeiten mit Festkommers / Grenzgang mit 600 Wanderern am 1. Mai
Von Patrick Robinson

Neustadt-Momberg.
Wenn Momberg Jubiläum feiert, dann feiert Momberg ein ganzes Jahr. Zum Auftakt der 800-Jahre-Jubiläumsfeier kamen am Donnerstag, 30. April, zahlreiche Momberger und Gäste von außerhalb im Dorfgemeinschaftshaus zusammen, um den runden Geburtstag mit einem Festkommers zu feiern. Doch was ist eigentlich ein Festkommers? Diese Frage stellte Sonja Stark vom Festausschuss und Moderatorin des Abends bereits zu Beginn der Feierlichkeiten.
Ehrengäste von nah und fern

„Laut ChatGPT ist ein Festkommers eine hochoffizielle, feierliche Veranstaltung bei Jubiläen“, erklärte sie. Und sie fügte hinzu: „Es handelt sich um eine formelle Abendveranstaltung mit Festreden, Ehrungen, und traditionellem Liedgut.“ Und mit Blick auf die erste Stuhlreihe sagte sie: „Neben der Bevölkerung nehmen an dieser Feierlichkeit auch Ehrengäste teil.“ Zu diesen Ehrengästen zählten Regierungsvizepräsident Jan Schneider, der stellvertretend für den Hessischen Innenminister Roman Poseck erschienen war. Ebenso feierten die Sozialdemokraten Landrat Jens Womelsdorf und Bundestagsabgeordneter Sören Bartol mit den Mombergern. „Besonders stolz sind wir Ranzemänner auf unseren Sebbi“, sagte Stark, als sie den Landtagsabgeordneten und Momberger Sebastian Sack von der SPD begrüßte. Sack betonte den Zusammenhalt des Dorfes. „Man ist nicht in einem Verein. Man ist mindestens in einem Verein“, sagte er in seiner Rede.

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„Immer wieder schön“

32. Neustädter Frühlingsmarkt begeistert Besucherinnen und Besucher
Von Nadine Weigel

Neustadt.
Da strahlt er, der kleine Robin. Als Uwe Bielert den Dreijährigen in das große Feuerwehrauto setzt – und er auch noch einen echten Feuerwehrhelm aufziehen darf –, da ist die Freude beim kleinen Robin Kleiner riesengroß. Doch auf die Frage, ob er denn später auch Feuerwehrmann werden will, folgt dann die Überraschung: „Nein, ich will Polizeitaucher werden“, spricht der Dreijährige schmunzelnd, rückt seine Paw-Patrol-Kappe zurecht und zieht mit Mama und Oma weiter. Schließlich gibt’s auf dem Frühlingsmarkt in Neustadt noch mehr zu erleben als die Freiwillige Feuerwehr.
Nebenan hat die DRK-Bereitschaft Neustadt nicht nur einen Krankenwagen zum Erkunden hingestellt, sondern auch ihre coole Drohne ausgestellt. „Die wird zum Beispiel eingesetzt bei der Vermisstensuche, bei der Rehkitzrettung oder wenn wir für die Feuerwehr Amtshilfe leisten und Glutnester entdecken“, erklärt Hans Julian Döring, Staffelführer des Drohnen-Teams. Das Gerät hat zwar eine Wärmebildkamera, aber ist leider nicht wasserdicht. Deshalb hoffen die Lebensretter auf Spenden, um bald auch bei schlechtem Wetter allzeit einsatzfähig zu sein.

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Musical macht Neustadts Geschichte lebendig

Das Stück „Mister Ruhl“ handelt von der Auswanderung des Neustädters Theodor Ruhl in die USA
Von Laura Lansche

Neustadt.
Verzweifelt, arm und hungrig beklagt Theo Ruhl sein Schicksal. „Wie soll mein Leben nur weitergehen?“, fragt er sich auf der Bühne des Kultur- und Bürgerzentrums in Neustadt. Die Winter in Neustadt seien eisig, eine Missernte folge auf die andere, auch wegen Schädlingsbefall. Er wünscht sich ein besseres Leben und beschließt schließlich als 19-Jähriger, auszuwandern und sein Glück in den USA zu versuchen. Das war im Jahr 1866.
Die Geschichte von Theodor Ruhl, auch Theo genannt, ist real. Er war einer von rund 600 Neustädterinnen und Neustädtern, die auf der Suche nach Wohlstand in die Vereinigten Staaten zogen. Ein Laienensemble lässt in seinem zweiten Werk über die Stadt, „Mister Ruhl“, Leben und Fluchterfahrungen aus den Jahren 1820 bis 1920 lebendig werden. Es bildete sich anlässlich des ersten Neustadtmusicals „Nova Civitas“ aus dem Jahr 2022 über die Gründungsgeschichte Neustadts.

Der Aufbruch von Theo Ruhl, gespielt von Tobias Sollorz, verursacht in dem Stück bei den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern Neustadts viel Aufsehen. „Große Güte“, „Was für Zeiten“ und „Alle wollen uns verlassen“, rufen sie bestürzt. Mit Taschentüchern winken sie Ruhl und anderen Aufbrechenden zu und beklagen in einem Lied voller Wehmut ihre Abreise.

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Momberger kommen an ihre Grenzen

800-Jahr-Feier: Grenzgang am 1. Mai führt zu Besonderheiten wie dem Unterschlupf einer Räuberbande
Von Florian Lerchbacher

Neustadt-Momberg.
Aus der Zeit 200 bis 400 nach Christus müsste der Name „Moumenberg apud tiliam“ – also Momberg bei den Linden – stammen. So heißt es in einer der Chroniken, die es über den heutigen Neustädter Stadtteil gibt. Die erste urkundliche Erwähnung fand „Muminberg“ dann in einer Urkunde des Klosters Haina, die vom 21. September 1226 stammt. Und so feiert das Dorf in diesem Jahr sein 800-jähriges Bestehen: als Nächstes mit einem Festkommers am Donnerstag, 30. April, ab 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus samt Maifeuer (ab 20 Uhr) an der Grillhütte sowie einem Grenzgang am Freitag, 1. Mai (Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Feuerwehrhaus, Start um 11 Uhr).
Dabei gibt es einiges zu sehen und zu erkunden, denn die rund zwölf Kilometer lange Strecke führt an zahlreichen Besonderheiten vorbei, wie Ortsvorsteher Timo Stark und Willibald Groß vom Orgateam betonen. Und das, obwohl der südliche Teil der Gemarkungsgrenze komplett ignoriert wird, denn dort führt heutzutage die Autobahn 49 vorbei, was die Gegend für eine Wanderung alles andere als attraktiv macht, wie Stark erklärt: „Aber zwölf Kilometer reichen ja auch völlig aus. Und wem das zu viel ist: Es besteht die Möglichkeit, sich von den beiden Rastplätzen aus mit dem Bürgerbus zurück ins Dorf bringen zu lassen.“

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Am Sonntag kommt Leben in die Innenstadt

Gewerbeverein und Stadt Neustadt laden zum 32. Frühlingsmarkt ein / Straßen werden gesperrt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Am Sonntag, 26. April, veranstaltet der Neustädter Gewerbeverein mit Unterstützung der Stadt von 11 bis 18 Uhr die 32. Auflage des Frühlingsmarktes. An mehr als 50 Ständen von auswärtigen Beschickern und Neustädter Unternehmen wird es wieder einiges zu schauen, staunen und kaufen geben.
Mit dabei seien natürlich auch wieder heimische Vereine und Gruppierungen, freut sich Thomas Heide, der Vorsitzende des Gewerbevereins: So werde es wieder Kaffee und Kuchen bei den Biedermeierdamen und Bier bei der Bürgerwehr geben.

Außerdem nehmen die Rote Garde, die Kolpinggarde, der VfL Neustadt, die Feuerwehr, das Rote Kreuz und die Junker-Hansen-Borussen teil. Letztere kündigen an, dass es bei ihnen Kindertattoos und Pommes gibt – sowie eine Verlosung, bei der zwei Tickets für ein Heimspiel des Bundesligisten Borussia Dortmund auf den Gewinner oder die Gewinnerin warten. Um 12 Uhr öffnen dann auch die, so Heide, verbliebenen Geschäfte in der Marktstraße und bieten „Aktionen und Vorführungen“. Außerdem soll eine Ballon- und Zaubershow für Unterhaltung sorgen. Die musikalische Untermalung auf dem Marktplatz übernimmt die Band „Coronas“, und auf Kinder warten dort ein Karussell und eine Hüpfburg. Nach einigen Jahren Pause wird es beim 32. Frühlingsmarkt auch wieder Hubschrauberflüge geben, um Besucherinnen und Besuchern einen besonderen Blick auf die Stadt zu ermöglichen. Und auch das Wahrzeichen Neustadts ist wieder erkundbar, denn die „Neustadtguides“ veranstalten um 14 und 15 Uhr fachmännisch begleitete Führungen durch den Junker-Hansen-Turm (Anmeldung per E-Mail an info@neustadtguides.de).

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Neustadts SPD verwählt sich

Konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung: Kurioser Schnitzer bleibt folgenlos
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Es hätte eine ganz normale konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung werden können. Doch ein kurioser Patzer während der Wahl des Magistrats sorgte kurzzeitig für Aufregung und dafür, dass zumindest bei einem Stadtverordneten die Stimmung kippte.
13 Sitze hat die CDU in der neu zusammengesetzten Neustädter Stadtverordnetenversammlung, auf je fünf kommen die SPD und die FWG. Und so war die Verwunderung natürlich groß, als bei der Magistratswahl 14 Stimmen auf die CDU-Liste entfielen und nur vier auf die SPD-Liste – lediglich die fünf Kreuze der FWG waren wie erwartet. Plötzlich wurden Taschenrechner gezückt und das große Rechnen begann. Denn es stand im Raum, dass die SPD durch das Verwählen (oder war es Absicht?) einen Magistratsplatz an die CDU verlieren könnte. Den Sozialdemokratinnen und -demokraten war die Aufregung deutlich anzusehen, selbst CDU-Bürgermeister Thomas Groll war unruhig – und auch Stefanie Pieper hatte kurz die Hitze, denn sie wäre von einer Stadtverordneten zum Magistratsmitglied geworden.

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