Verfassungsrichter spannte den Bogen von NS-Kriegsverbrecherprozessen in die heutige Zeit
Rund 140 Menschen wohnten der jüngsten Veranstaltung der zeitgeschichtlichen Reihe in Neustadt bei, als Strafrechtler Professor Dr. Henning Radtke, 2018 vom Bundesrat zum Richter des Bundesverfassungsgerichts gewählt, über die Kriegsverbrecherprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg sprach. Ausgangspunkt der Veranstaltung, die Nina Köhler am Klavier untermalte, war das Ende des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses im Herbst 1946.
Seinerzeit waren 22 Hauptkriegsverbrecher angeklagt, die führenden politischen, wirtschaftlichen und militärischen Vertreter des NS-Staates. Die Richter aus den USA, Großbritannien, der Sowjetunion und Frankreich verhängten damals zwölf Todesurteile, drei lebenslange und drei weitere Freiheitsstrafen sowie drei Freisprüche.
Neustädter Mitteilungsblatt
800 Jahre Momberg Kirmes in einem anderen Rahmen
Am 19. und 20. September 2026 findet das traditionelle Kirchweihfest, die Momberger Kirmes, statt. Im Jubiläumsjahr wird diese aber nicht, wie gewohnt, auf dem Festplatz, sondern im Umfeld der Kirche und auf „Lecher’s Hof“ stattfinden.
In diesem gemütlichen Ambiente beginnen die Veranstaltungen am Samstag, dem 19.9.2026 um 17:00 Uhr mit einem Hof- und Scheunenfest.
Bei leckerem Essen und kühlen Getränken kann man zu live gespielter „Scheunenmusik“ bis in die späte Nacht hinein zusammen feiern und sogar der Line-Dance-Gruppe „Step by Step“ beim Reihentanz zuschauen und sich gerne auch einreihen.
Auch die Momberger Ranze-Gar- de wird ihren neuen Show- Tanz präsentieren.
Besonders gespannt kann man auf die Mundartmusiker „Zwä vo ins“ sein, die nach langjähriger Bühnenabstinenz unter anderem mit ihren selbstkomponierten Gassenhauern auf „Momerjer“ Platt erfreuen wollen.
Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Neben leckeren Grillspezialitäten am Schwälmer Imbiss Richhardt gibt es im „Weinkeller“ leckere Weine des Weingutes Rückershäuser aus Gau Algesheim.
Gegen 22.30 Uhr findet dann endlich das im Sommer ausgefallene Feuerwerk statt.
Am Sonntag, dem 20.9.2026 findet um 10:30 Uhr das Pontifikalamt mit dem Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber in der Momberger Pfarrkirche statt. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst durch den St. Johannes Chor Momberg.
Alle Momberger und Gäste sind herzlich zu diesem besonderen Gottesdienst eingeladen.
Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Mittagessen auf „Lecher’s Hof“ und um 13 Uhr tritt der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Momberg auf.
Gegen 14 Uhr werden die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Concordia Momberg auf der Bühne ihre aktuellen Lieder präsentieren bevor ab 15 Uhr die Original Momberger Blaskapel
le die Besucher den ganzen Nachmittag unterhalten wird. Der Frauenverein wird mit leckerem Kaffee und Kuchen die Gäste zur Kaffeezeit verwöhnen und natürlich wird auch der Schwälmer Grill den ganzen Tag Spezialitäten anbieten.
Auf dem „alten Schulhof“ (der Parkplatz vor der Kirche) wird es einen kleinen Vergnügungspark mit Schieß- und Zuckerbude, Hüpfburg und weiteren Attraktionen für Kinder geben.
Am Abend wird das Kirchweihfest dann gemütlich ausklingen und alle Gäste können sich bereits auf die letzte Veranstaltung im Rahmen von Momberg800, dem Weihnachtsmarkt am 05. Dezember 2026 freuen.
Neustädter Mitteilungsblatt
Neustädter Circus-Festival 2026
Silea – ein Variete-Star aus Berlin kommt zum „Goldenen Biber“ Silea ist das personifizierte Variete: Anmutige Seiltänzerin, poetische waghalsige Flaschenläuferin und freche Entertainerin, das alles vereint diese virtuose Ausnahmekünstlerin in einer Person. Ob im nostalgischen Stil der Goldenen 20er oder rockig modern – mit bezauberndem Charme, verblüffendem Können und hinreißender Bühnenpräsenz nimmt Silea ihr Publikum mit auf eine unvergessliche Reise in ihre schillernde Welt. Silea ist einfach magisch!
Ihre Aktivitäten im Leistungssport stellten die Weichen für ihren Einstieg in die Artistik Welt, so absolvierte sie die Staatliche Ballettschule und die Schule für Artistik in ihrer Heimatstadt Berlin und steht heute als international gefragte Artistin auf den Bühnen der Welt.
Silea tanzt heute mit Weltklasseniveau auf dem Seil und mit amüsanter Sympathie balanciert sie auf Flaschen.
Sie dürfte beim diesjährigen „Goldenen Biber“ ohne Zweifel die Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern.
Karten für die beiden Vorstellungen – Samstag, 10.10., 18.30 und Sonntag, 11.10., 14.30 Uhr – gibt es im Vorverkauf im NeuSTADTLADEN. Die Tribüne mit Schalensitzen kostet 20 Euro für Erwachsene und 17 Euro für Kinder bis 14 Jahre. Ggf. sind noch Restkarten für die Loge erhältlich.
Neustadt kämpft um Bürgerbeteiligung
Unternehmen hält sich angeblich nicht an Absprachen zu Solarparks
Von Florian Lerchbacher
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Neustadt.
„Wenn man sich den Vorgang anschaut, kann man schon sehr enttäuscht sein, wie große Firmen mit uns umspringen und wie wenig man ihren Aussagen trauen kann“, ärgerte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Gerhard Gatzweiler am Montagabend, als Neustadts Stadtverordnete eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 14.000 Euro für eine Rechtsberatung absegneten.
Hintergrund ist eine Meinungsverschiedenheit mit der Firma Enerparc Solar Invest GmbH, die gegenüber der ehemaligen Kaserne und am Lotterberg zwei Solarparks mit einer Größe von insgesamt rund 20 Hektar bauen durfte – mit Zustimmung der Stadtverordneten, wie Bürgermeister Thomas Groll berichtet.
Aber eben auch unter bestimmten Bedingungen: „Im Jahr 2019 hat die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag der SPD beschlossen, dass eine Bürgerbeteiligung sicherzustellen ist, wenn Unternehmen Windräder oder Photovoltaik-Freiflächenanlagen in unserer Gemarkung errichten möchten.“ Das steigere schließlich nicht nur die Akzeptanz, sondern halte auch noch Wertschöpfung in der Region.
„Neustadt kämpft um Bürgerbeteiligung“ weiterlesenFeuerwehr-Neubau könnte Kirmes beeinträchtigen
Neustädter müssen neues Gebäude bauen und holten sich Inspiration in Herbstein
Neustadt.
Mitglieder des Magistrates und der Fraktionen der Neustädter Stadtverordnetenversammlung fuhren gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Frank Bielert, dem Wehrführer der Kernstadt-Wehr Rüdiger Wickel und weiteren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt-Mitte nach Herbstein im Vogelsberg, um das dortige Feuerwehrhaus zu besichtigen.
Nur Neubau könnte den Ansprüchen gerecht werden
Dieses wurde Ende 2025 bezogen. Es hat sechs Fahrzeugboxen und kostete etwa 6,4 Millionen Euro. Gebäude, Park- und Stellflächen nehmen rund 5.000 Quadratmeter in Anspruch. Die Gruppe um Bürgermeister Thomas Groll bekam von dessen Amtskollegin Astrid Staubach, dem dortigen Wehrführer Swen Jost, Architekt Dr. Stefan Strack und Bauleiter Lars Ruhl Informationen aus erster Hand. Zudem erhielten sie eine Führung durch das Gebäude. Groll verwies darauf, dass in der Neustädter Kernstadt der Neubau eines Feuerwehrhauses dringend notwendig sei. Das Bestandsgebäude aus dem Jahre 1982 weise zu viele Abweichungen von den heutigen Standards auf. Unfallkasse und Brandschutzaufsicht verlangten daher grundlegende Veränderungen, die nur ein Neubau bieten könne.
„“ weiterlesenBahnbrücke in Neustadt wird erneuert
In der Gleimenhainer Straße kommt es bald für viele Monate zur Vollsperrung
Neustadt.
Die Deutsche Bahn teilt mit, dass sie die Eisenbahnüberführung an der Gleimenhainer Straße in Neustadt erneuert. Das bestehende Brückenbauwerk durch einen Neubau ersetzt. Zusätzlich finden Straßen-, Kanal- und Tiefbauarbeiten statt.
Zugverkehr ist zunächst nicht betroffen
Die Bauarbeiten sind – nach aktuellem Stand, für den Zeitraum vom 31. August bis 31. März 2028 vorgesehen.
Zu Beginn der Arbeiten werden zunächst die Baustelle eingerichtet und Rodungsarbeiten erledigt. Ab Oktober/November bis in das erste Quartal 2027 hinein folgen Betonierarbeiten sowie weitere vorbereitende Arbeiten für den eigentlichen Rück- und Neubau der Brücke, der ab Mitte Mai 2027 erfolgen soll. Der Zugverkehr zwischen Kassel und Frankfurt ist bis dahin nicht durch diese Arbeiten eingeschränkt, erklären eine Sprecherin. Für den Straßenverkehr in Neustadt sieht das anders aus: Während des Bauprojektes werde eine Vollsperrung der Gleimenhainer Straße im Bereich des Brückenbauwerks – auf Höhe „Niederkleiner Straße“ bis „An der Weißmühle“ – vom 21. September bis voraussichtlich 31. März 2028 notwendig.
In der ersten Woche der Vollsperrung, also vom 21. bis einschließlich 28. September , bleibt der Durchgang für Fußgängerinnen und Fußgänger noch möglich.
„Während der Arbeiten kann es zeitweise zu Lärm, Staub und stärkerem Baustellenverkehr kommen. Wir setzen alles daran, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, teilt die DB InfraGO AG mit.
Neustädter Mitteilungsblatt
Antrittsbesuch von Pfarrerin Dorothee Becker
Seit dem 1. Juni 2026 ist Dorothee Becker Pfarrerin der evangelischen St. Elisabeth-Gemeinde Mengsberg zu der auch Florshain und Wiera gehören. Kürzlich war sie gemeinsam mit Ortsvorste-. her Karlheinz Kurz im Neustädter Rathaus, um Bürgermeister Thomas Groll einen Antrittsbesuch abzustatten.
Die 36-jährige ist in und um Alsfeld aufgewachsen und studierte nach dem Abitur evangelische Theologie in Marburg/Lahn. Nach dem Vikariat in Neuenstein und Kaibach bei Fulda wurde sie 2001 ordiniert. Ab November 2021 war sie in Schenklengsfeld tätig.
Durch die Übernahme der Pfarrstelle in Mengsberg ist sie besser in der Lage, ihre pflegebedürftige Mutter, die bei Alsfeld lebt, zu unterstützen.
Dorothee Becker hat in Mengsberg mit dem TSV-Vereinsjubiläum und der Kirmes bereits zwei öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen bestens absolviert. Sie sagt über sich, dass Pfarrerin ihr Traumberuf sei.
Bürgermeister, Pfarrerin und Ortsvorsteherwaren sich darin einig, dass das gute Miteinander zwischen Kommune, Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft auch zukünftig eine Fortsetzung erfahren soll, da es den Zusammenhalt in und für Mengsberg stärkt.
Im Herbst soll die Übernahme der Friedhofsverwaltung zum 1.1.2027 durch die Kommune gemeinsam vorbereitet werden. Die Stadt Neustadt (Hessen) kommt damit einem Ansinnen der Kirchengemeinde aus 2025 nach.
Straßenmaler interpretieren das Thema Vielfalt ganz weit
Festival in Neustadt litt unter verregnetem Samstag / Gute Resonanz am zweiten Tag
Von Florian Lerchbacher
Neustadt.
Mensch und Tier, Fuchs und junge Frau, verbindet der Blick aus den Augen. Kimberly Hillebrandt ist eine der zehn Profimalerinnen und Profimaler beim Straßenmalerfestival in Neustadt. Wie ihre Mutter kommt sie seit mehreren Jahren zum Festival. „Es gefällt mir hier sehr“, sagt sie.
Das wird der Arbeitskreis Straßenmalerfestival gern hören. Er weiß um die enge Bindung, die viele auswärtige Künstler zum hessischen Neustadt inzwischen haben. Bei der 17. Auflage des Straßenmalerfestivals in der Marktstraße hat nur das Wetter nicht so mitgespielt. Der Samstag war teils verregnet. „Darum sind sicherlich viele weggeblieben und kommen auch heute nicht mehr“, sagt Roswithe Trümpert traurig. Doch der Andrang nimmt am Mittag des zweiten Festivaltages noch zu. Am Ende werden es deutlich mehr als 60 Straßenmalerinnen und Straßenmaler sein, die dabei sind. Und dennoch, es hätte noch einige Plätze für Kunstwerke gegeben an diesem Tag.
Kleine und große Kunst
Neustädter Straßenmalerfestival findet an diesem Wochenende statt / Fotoausstellung im Rathaus
Von Florian Lerchbacher
Neustadt.
Ein Raster ist des Rätsels Lösung, sagt Marion Ruthardt. Dann sei es gar nicht so schwierig, Straßenmalerei umzusetzen und große Bilder auf den Asphalt zu bringen. Die Duisburgerin gehört seit der Erstauflage des Neustädter Straßenmalerfestivals vor bald 20 Jahren zur Riege der Profis, die an der Veranstaltung teilnehmen. Am Donnerstag gab sie einem guten Dutzend Kindern zwischen 9 und 11 Jahren einen Einblick in ihr Können und erklärte ihnen, wie man ein Bild aus dem Kleinen ins Große überträgt.
Das Wichtigste sei, dem Bild ein Raster zu verpassen und dann Kästchen für Kästchen zu übertragen. „Das kann jeder“, betonte sie und animierte dazu, einfach mutig zu sein und sich an den großen Kunstwerken zu versuchen: „Übung macht den Meister.“ Als Motiv für den Workshop – den der Arbeitskreis Straßenmalerfestival und die Stadtjugendpflege mit finanzieller Unterstützung aus dem Förderprogramm des Landes „LandKulturPerlen – Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen“ initiiert hatten – hatte sie eine Mangafigur ausgewählt. Diese sollten die Kinder auf Spanplatten übertragen und mit einem eigenen Hintergrund versehen.
Das Thema lautet „Vielfalt – Menschen, Tiere und Natur“
Die entstandenen Werke sollen dann am Sonntag, 23. August, an dem zwischen 14 und 17 Uhr geöffneten Junker-Hansen-Turm ausgestellt werden. „Und vielleicht noch zu anderen Möglichkeiten, damit wir für unsere Veranstaltung werben können“, sagt Roswitha Trümpert, die Vorsitzende des Arbeitskreises.
„Kleine und große Kunst“ weiterlesenÜben für ein selbstständiges Leben
Diakoniezentrum Hephata hat in Neustadt eine neue Wohnform eingerichtet
Neustadt.
Das Diakoniezentrum Hephata erweitert sein Angebot in Neustadt um eine neue Wohnform: In einem ehemaligen Haus der Jugendhilfe können seit Juli sechs Menschen den Schritt in ein selbstständigeres Leben wagen – „mit so viel Freiheit wie möglich und so viel Unter- stützung wie nötig“, wie Johannes Fuhr, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, mitteilt. Vier Plätze sind bereits belegt, zwei noch frei.
Gedacht ist das Haus für Menschen, die selbstständiger wohnen möchten, für die der Sprung aus Elternhaus oder Wohngruppe in eine ganz eigene Wohnung aber noch zu groß wäre. Sandra Uhrig kennt diese Lücke gut. Die Quartiersmanagerin erzählt von jungen Menschen, die aus der Jugendhilfe kommen und plötzlich im Erwachsenenbereich landen. Dort wohnen mitunter Menschen, die Jahrzehnte älter sind. „Da ist das Gefälle groß, die Interessen sind unterschiedlich“, sagt sie.
Team soll „Brüche“ abfedern
Für manche passe das schlicht nicht. Die Alternative wäre das klassische betreute Wohnen – eine eigene Wohnung irgendwo im Ort, dazu stundenweise Unterstützung.
„Üben für ein selbstständiges Leben“ weiterlesen
