Zwölf neue Stolpersteine erinnern an jüdische Familie

Der Künstler Gunter Demnig verlegte Stolpersteine in Neustadt / Eine Nachfahrin kam zur Zeremonie
Von Laura Lansche

Neustadt.
Zur Verlegung von zwölf Stolpersteinen in Neustadt ist eine Angehörige aus London angereist. Der Künstler Gunter Demnig verlegte die Stolpersteine am Dienstag, 17. März, vor den Häusern in der Bahnhofstraße 6 und der Bogenstraße 1. Sie erinnern an die jüdische Familie Levi, von der die meisten Angehörigen in Konzentrationslagern oder Gettos der Nationalsozialisten ermordet wurden. Nur drei Personen gelang die Auswanderung in die USA oder nach Palästina.
„Es war sehr bewegend und emotional“, sagte Tova Taylor, die mit dem Namen Levi geboren wurde, nach der Zeremonie. Die 39-Jährige aus New York ist die Urenkelin von Moritz Levi, der in die USA geflüchtet war. Insgesamt gebe es rund 400 Nachfahren der Familie, sagte sie. Seit dem Jahr 2019 beschäftigt sie sich intensiv mit ihrer Familiengeschichte. Vieles erfuhr sie auch von ihrem Vater. Bereits 2023 besuchte sie Neustadt, um den Spuren ihrer Familie nachzugehen.

Stolpersteine wurden

vor zwei Häusern verlegt

Tova Taylor traf sich auch mit Schülerinnen und Schülern der Martin-von-Tours-Schule. Die Jugendlichen recherchierten zur Familie Levi, stellten die Familienmitglieder während der Verlegung der Stolpersteine vor und zeigten Bilder von ihnen. Eine Schülerin sagte: „Bei dem Projekt haben wir gemerkt, dass es sich um echte Menschen handelt, nicht nur um Geschichten.“

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Zwölf Stolpersteine erinnern an zwei Familien

Verlegung am Dienstag, 17. März, wird durch besonderen Programmpunkt bereichert

Neustadt.
„Erinnern – gedenken – nicht vergessen!“ Unter diesem Leitgedanken steht die Stolpersteinverlegung, die am Dienstag, 17. März, in Neustadt stattfindet. In der Lehmkaute wurden bereits sechs Stolpersteine zum Gedenken an die Familie Stern verlegt. Dieses Mal wird Künstler Gunter Demnig insgesamt zwölf Stolpersteine vor zwei Häusern platzieren.
Die Zeremonie beginnt vor dem Haus Bahnhofstraße 6, wo die ersten Steine für Hermann Levi, seine Frau Jettchen sowie fünf ihrer Kinder und für seinen Bruder Moritz Levi verlegt werden. Im Anschluss findet die zweite Verlegung vor dem ehemaligen Haus Bogenstraße 1 statt. Es hatte früher die Bezeichnung Krumme Gasse 1 und wurde 1952 in Marktstraße 8 umbenannt. Die dortigen Stolpersteine werden an die ehemaligen Bewohner Sally Levi, dessen Frau Frida und Tochter Alma sowie Fridas Mutter Lina Stern erinnern. Die meisten dieser Familienmitglieder wurden in den Ghettos und Lagern der Nationalsozialisten ermordet. Nur drei von ihnen gelang die rechtzeitige Auswanderung in die USA und nach Palästina.

Schüler recherchierten Schicksale

Wie bereits im vergangenen Jahr ist die Verwirklichung dieser Stolpersteinverlegungen ein Gemeinschaftswerk: Der Arbeitskreis „Neustadt erinnert“, Schülerinnen und Schüler der Martin-von-Tours-Schule und die Stadt Neustadt haben unter der Federführung der Stadtarchivarin Andrea Freisberg eng zusammengearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten in den Dokumenten des Stadtarchivs und sammelten Informationen aus zeitgenössischen Quellen.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Zeitgeschichtliche Veranstaltungsreihe

Prof. Dr. Norbert Lammert sprach über „150 Jahre Konrad Adenauer – wir wählen die Freiheit“
2009 begann die seinerzeit von Bürgermeister Thomas Groll ins Leben gerufene zeitgeschichtliche Veranstal­tungsreihe der Stadt Neustadt (Hessen) zu herausra­genden Ereignissen und Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. 17 Jahre später erfreut sich das wohl hes­senweit einmalige Format weiterhin großer Beliebtheit. 2026 sind insgesamt fünf Veranstaltungen geplant.
Zum Auftakt konnte Bürgermeister Groll im Kultur- und Bürgerzentrum vor über 250 Interessierten wieder einen hochkarätigen Gast begrüßen: diesmal war der ehemalige Bundestagspräsident und Ehrenvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Norbert Lam­mert nach Neustadt gekommen.
Der ehemalige Spitzenpolitiker gehörte dem Deutschen Bundestag von 1980-2017 an, war Parlamentarischer Staatssekretär, Vize-Präsident und von 2005-2017 Prä­sident des Bundestages.
Thomas Groll bezeichnete ihn in seiner Vorstellung zu Beginn als herausragenden Parlamentarier, hervorragenden Redner und un­abhängigen Geist.
Zum gut einstündigen Vortrag Lammerts „150 Jahre Konrad Ade­nauer – wir wählen die Freiheit“ hatten sich u.a. die Bürgermeister Tobias Kreuter aus Schwalmstadt, Luca Fritsch aus Willingshausen, Lukas Daum aus Gilserberg, der Erste Kreisbeigeordnete Peter Neidel und Freiherr Albert-Frederick von Dörnberg eingefunden.
Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, die mit der Na­tionalhymne ausklang, übernahm wieder das Trio Semplice plus 1. Karl-Joseph Lemmer trug ein selbstverfasstes Lied – nach der Me­lodie „Der Papa wird’s schon richten“ von Peter Alexander – über den ehemaligen Bundestagspräsidenten vor, welches bei den Gäs­ten bestens ankam.

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Ganz im Sinne der Demokratie

Professor Norbert Lammert sprach vor 250 Gästen in Neustadt

Neustadt.
„150 Jahre Konrad Adenauer – wir wählen die Freiheit“ lautete das Thema, dem sich der ehemalige Bundestagspräsident und Ehrenvorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Professor Norbert Lammert, in Neustadt widmete.
Bürgermeister Thomas Groll hatte ihn für die zeitgeschichtliche Veranstaltungsreihe der Stadt gewonnen und freute sich, den 250 Besucherinnen und Besuchern einen „herausragenden Parlamentarier, hervorragenden Redner und unabhängigen Geist“ präsentieren zu dürfen.

Der ehemalige Spitzenpolitiker Lammert gehörte dem Deutschen Bundestag von 1980 bis 2017 an, war Parlamentarischer Staatssekretär, Vizepräsident und von 2005 bis 2017 Präsident des Bundestages. Er sprach rund eine Stunde lang und stellte dabei heraus, dass Konrad Adenauer in seinem langen Leben fünf unterschiedliche Staatsformen in Deutschland erlebt hatte: Bereits im Kaiserreich amtierte er als Oberbürgermeister seiner Vaterstadt Köln. In der Weimarer Republik wurde er zusätzlich Präsident des Preußischen Staatsrates.

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Nahwärmenetz in Neustadt ist auf dem Weg

Aktuell können Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse bekunden / Netz könnte in vier bis fünf Jahren fertig sein

Von Laura Lansche

Neustadt.

Eine Nahwärmeversorgung in der Kernstadt von Neustadt, in Momberg und Speckswinkel könnte bald Realität werden. Ein Nahwärmenetz ist in der Anfangsphase. Ob es umgesetzt wird, hängt aber davon ab, „ob genügend Menschen bereit sind, mitzumachen“, sagt Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU).

Aktuell wird überprüft, ob genügend Hauseigentümerinnen und -eigentümer an dem Projekt interessiert sind. Dazu gehen Ehrenamtliche von Tür zu Tür, fragen das Interesse ab und laden zu einer Infoveranstaltung ein, erklärt Groll. Momentan sind sie in Neustadts Süden unterwegs. In den Dörfern sollen sich Menschen zusammenfinden, die nach weiteren Interessenten an einer Nahwärmeversorgung suchen, sagt Dr. Sebastian Guth, Technikvorstand der Energiegenossenschaft Vogelsberg. Ziel ist es, in Speckswinkel und Momberg Genossenschaften zu gründen. „Die ersten Gespräche sind positiv verlaufen“, sagt der Bürgermeister. Bürgerinnen und Bürger mit einem Interesse an einer Nahwärmeversorgung haben momentan die Möglichkeit, ihren Wärmeverbrauch unverbindlich anzugeben, damit besser geplant und ein Wärmepreis berechnet werden kann. Durch die Gespräche entstehen noch keine Verpflichtungen, teilt die Energiegenossenschaft Vogelsberg mit.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Egerländer Blasmusik begeisterte fast 300 Besucher
Wohltätigkeitskonzert mit dem Heeresmusikkorps Kassel

Fast 300 Besucher verabschiedeten die Egerländer Besetzung des Heeresmusikkorps aus Kassel am 24. Februar 2026 im Kultur- und Bürgerzentrum mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovation. Nach vielen Jahren gab es in Neustadt wieder einmal ein Wohltätigkeitskonzert mit der Militärmusik aus Hessen.

Bürgermeister Thomas Groll dankte ihnen ganz herzlich für einen gelungenen Abend. Er wertete den guten Zuspruch zum Konzert auch als ein Zeichen der Verbundenheit zur Bundeswehr.

Die kommunalen Kindergärten in der Kernstadt und der kirch­liche Kindergarten in Momberg können sich über einen Reinerlös von rund 3.000 Euro freuen. Dazu kommt noch eine Spende von Maria Happel aus dem Getränkeverkauf.

Die Egerländer Besetzung wurde dirigiert von Oberfeldwebel Jo­hanna Klett und die Moderation des Abends übernahm Stabsfeld­webel Diana Blume.

Die Besucher bekamen vorrangig Titel aus dem Egerland, Böh­men und Mähren zu hören.

So mancher davon stammte aus der Feder von Ernst Mosch.

„Rosalie“, die „Archivisten-Polka“, „Die zwei Schlingel“, „Rosma­rie“, die „Südmährische Polka“, „Kennst Du das kleine Cafe“ oder „Gute Nacht, schlafe gut“ kamen beim Publikum bestens an.

Die Musiker mussten drei Zugaben geben, bevor sie die Bühne verlassen durften.

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Wie lässt sich die Lebenssituation der Menschen in Neustadts Stadtteilen verbessern?

Neustädter Listen positionieren sich vor der Kommunalwahl 2026 zu ihren Plänen für die kommenden fünf Jahre

Von Florian Lerchbacher

Neustadt.

Eine Frage, knappe Antwort: Verschiedene Kandidatinnen und Kandidaten der drei in Neustadts Stadtverordnetenversammlung vertretenen Listen äußern sich zu kommunalpolitischen Themen. Ging es in den ersten zwei von drei Teilen der Wahl-Vorberichterstattung um Vorhaben, Ziele und Projekte sowie die Finanzen, so stehen im letzten Teil der Befragung die Pläne für die Stadtteile im Mittelpunkt.

Konkret lautet das Thema beziehungsweise die Frage, mit der die Oberhessische Presse die Vertreter von CDU, SPD und Freier Wählergemeinschaft (FWG) konfrontiert haben:

Die Dinge des täglichen Lebens kann man in den Stadtteilen nicht mehr kaufen. Wie wollen Sie die Lebenssituation der Menschen dort verändern?

Karsten Gehmlich (FWG): Alltag darf nicht an fehlenden Einkaufsmöglichkeiten scheitern. Mögliche Wege sind ein Dorfladen auf Rädern, Automaten von regionalen Direktversorgern oder eine Erweiterung und Verknüpfung des Bürgerbusangebotes mit Abholservice bei örtlichen Supermärkten und Apotheken. Dies kann auch im Rahmen von Nachbarschaftsinitiativen geschehen, so entsteht Nähe – praktisch, verlässlich und menschlich.

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Das Stadtparlament in Neustadt hat den Haushalt für das Jahr 2026 einstimmig beschlossen

Von Laura Lansche

Neustadt.

Die Stadtverordnetenversammlung in Neustadt hat den neuen Haushalt beschlossen. Jeweils einstimmig stimmten die Abgeordneten dem Haushaltsplan 2026 und dem Investitionsprogramm für den Zeitraum 2025 bis 2029 zu. Große Investitionen, die auf Neustadt zukommen, sind der Neubau eines Kindergartens und eines Feuerwehrhauses.

„Insgesamt sind wir gut aufgestellt, auch bei den Zukunftsthemen, auch wenn es noch besser geht“, sagte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU) in der Sitzung am Montagabend, 23. Februar. Der Ergebnishaushalt für dieses Jahr hat mit 24,65 Millionen Euro Einnahmen und 24,75 Millionen Euro Ausgaben ein Defizit von 0,1 Millionen Euro.

CDU will Zukunft auch in schwierigen Zeiten gestalten

Besorgt blickte Groll auf die wirtschaftliche Situation. „Wenn die Wirtschaft nicht in Fahrt kommt, haben wir weniger Einnahmen und sind nicht mehr in der Lage, angemessen auf die Anforderungen der Zukunft zu reagieren“, beklagte er. Neustadt sei zwar „finanzschwach“, gleichzeitig sei die Lage aber bisher nicht „katastrophal“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Neustadt, Hans-Dieter Georgi.

Die CDU hat laut Georgi den Anspruch, die Zukunft auch in schwierigen Zeiten zu gestalten. Erfreulich fand er, dass es außer der Anpassung der Grundsteuer und des Wasserpreises keine Gebührenerhöhungen gibt. Als Chance bezeichnete er die möglichen Nahwärmenetze in der Kernstadt, Momberg und Speckswinkel. Er befürwortete eine Förderung des Projekts seitens der Kommune.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Willkommensfest in Neustadt (Hessen): Stadt und Vereine heißen NEU-Städterinnen und NEU-Städter willkommen

Mit einem offenen und lebendigen Willkommensfest im Kultur- und Bürgerzentrum hat die Stadt Neustadt (Hessen) am vergangenen Samstag neue Einwohnerinnen und Einwohner begrüßt.
Das Willkommensfest richtete sich an alle, die in den letzten Jah­ren nach Neustadt und in seine Stadtteile gezogen waren. Über 200 Haushalte erhielten eine persönliche Einladung, darunter überwiegend Familien und Paare, die aus anderen deutschen Städ­ten oder Regionen in die Stadt gekommen sind. Alle NEU-Städter waren über das Mitteilungsblättchen eingeladen worden. Die neue Mitarbeiterin der Stadt, Anna-Maria Kurz, die für die Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten angestellt ist, versuchte bei der Gestaltung des Festes durch Mehrsprachigkeit auch die Menschen anzusprechen, die noch nicht perfekt deutsch können oder sich aufgrund ihrer Herkunft nicht zugehörig fühlen. Zum Fest eingeladen waren aber alle Zugezogenen, ob mit oder ohne Migrationsgeschichte.
„Ob aus Dortmund, Mailand, Bukarest oder dem Umland: Wer neu in Neustadt ist, soll sich von Anfang an willkommen fühlen“, betonte Bürgermeister Thomas Groll – und das wurde bei dem Fest dank der Offenheit aller deutlich.
Trotz der aktuellen Erkältungswelle fanden um die 50 Interessier­ten den Weg ins KuBüZ, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Neustadt gelandet sind: benannt wurde die Liebe, die Arbeit und verfügbarer Wohnraum.
Genauso vielfältig wie die Gründe, sich in Neustadt niederzulas­sen, sind auch die An­gebote, die die Stadt ihren neuen und alten Bewohnerinnen und Bewohnern zu bie­ten hat: Bei Waffeln und Getränken prä­sentierten sich zahl­reiche Initiativen und Einrichtungen – von den Pfadfindern über die Leitstelle Älter- werden bis hin zu den NEU-Stadt Guides, die mit einer kleinen Gruppe Interessier­ter zum Junker-Hansen-Turm aufbrachen und eine Führung anboten. Die Tanzaufführun­gen der Trach­tengruppe Spe­ckswinkel und der Breakdance- Crew, sorgten für eine bunte und offene Fest­atmosphäre. Tra­ditionelles traf auf Modernes, während Kinder am Basteltisch kreativ wurden und Jung und Alt gemeinsam eine Begrüßungsbank für NEU-Städterinnen und NEU-Städter gestalteten. Be­sonders gut an kamen auch das Angebot der kos­tenlosen Büche­reimitgliedschaft und der Auftritt des Stadt-Maskottchens Juno. Bereichernd war auch der Austausch: Was wünschen sich die Men­schen von ihrem neuen Zuhause? Was braucht es, damit man sich willkommen und angekommen fühlt?
„Ich bin wirklich begeistert, wie herzlich Neustadt neue Bewohner willkommen heißt. Hier fühlt man sich gleich wertgeschätzt und gut aufgehoben!“ so eine neue Bewohnerin.
Die Organisatorinnen danken allen Haupt- und Ehrenamtlichen herzlich für ihr Engagement. So konnten die neuen Einwohnerin­nen und Einwohner direkt erleben, wo sie Anschluss finden, sich engagieren oder Unterstützung erhalten. Auch der Bürgermeister sowie Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und des Ma­gistrats mischten sich unter die Gäste und standen für Fragen und Gespräche bereit.
Wer möchte kann sich das „NEU-Stadt Quiz durch den Bürger­park“ noch in den nächsten zwei Wochen im Familienzentrum ab­holen und an der Verlosung der Preise teilnehmen. Zu gewinnen sind Neustadt- und Freibad-Gutscheine.

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Stadt heißt „Neu-Städter“ willkommen

So vielfältig wie die Angebote Neustadts sind auch die Besucher der Veranstaltung

Neustadt.

Rund 50 „Neu-Städter” haben an einem Willkommensfest teilgenommen, das die Stadt Neustadt im Kultur- und Bürgerzentrum zur Begrüßung ihrer neuen Einwohnerinnen und Einwohner veranstaltete.

Die Veranstaltung richtete sich an alle, die in den vergangenen Jahren nach Neustadt und in seine Stadtteile gezogen waren. Mehr als 200 Haushalte erhielten eine persönliche Einladung, darunter überwiegend Familien und Paare, die aus anderen deutschen Städten oder Regionen in die Stadt gekommen sind.

Die Stadt teilt mit, dass ihre neue Mitarbeiterin Anna-Maria Kurz, die für die Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten angestellt ist, versucht habe, bei der Gestaltung des Festes durch Mehrsprachigkeit auch die Menschen anzusprechen, die noch nicht perfekt Deutsch können oder sich aufgrund ihrer Herkunft nicht zugehörig fühlen.

„Ob aus Dortmund, Mailand, Bukarest oder dem Umland: Wer neu in Neustadt ist, soll sich von Anfang an willkommen fühlen“, sagt Bürgermeister Thomas Groll – und das wurde bei dem Fest dank der Offenheit aller deutlich.

Tanzaufführungen und Bastelangebot

Aus den unterschiedlichsten Gründen sind die Menschen in Neustadt gelandet: Benannt wurden die Liebe, die Arbeit und verfügbarer Wohnraum. Genauso vielfältig wie die Gründe, sich in Neustadt niederzulassen, sind aber auch die Angebote, die die Stadt ihren neuen und alten Bewohnerinnen und Bewohnern zu bieten hat: Bei Waffeln und Getränken präsentierten sich zahlreiche Initiativen und Einrichtungen – von den Pfadfindern über die Leitstelle Älterwerden bis hin zu den „Neu-Stadt Guides“, die mit einer kleinen Gruppe Interessierter zum Junker-Hansen-Turm aufbrachen und eine Führung anboten.

Die Tanzaufführungen der Trachtengruppe Speckswinkel und der Breakdance-Crew sorgten für eine bunte und offene Festatmosphäre. Traditionelles traf auf Modernes, während Kinder am Basteltisch kreativ wurden und Jung und Alt gemeinsam eine Begrüßungsbank für „Neu-Städterinnen und Neu-Städter“ gestalteten. Besonders gut kamen auch das Angebot der kostenlosen Büchereimitgliedschaft und der Auftritt des Stadt-Maskottchens Juno an.

Wer möchte, kann sich ein „Neu-Stadt Quiz durch den Bürgerpark“ noch in den nächsten zwei Wochen im Familienzentrum abholen und an der Verlosung der Preise teilnehmen. Zu gewinnen sind Neustadt- und Freibad-Gutscheine.