Neustädter Mitteilungsblatt

Egerländer Blasmusik begeisterte fast 300 Besucher
Wohltätigkeitskonzert mit dem Heeresmusikkorps Kassel

Fast 300 Besucher verabschiedeten die Egerländer Besetzung des Heeresmusikkorps aus Kassel am 24. Februar 2026 im Kultur- und Bürgerzentrum mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovation. Nach vielen Jahren gab es in Neustadt wieder einmal ein Wohltätigkeitskonzert mit der Militärmusik aus Hessen.

Bürgermeister Thomas Groll dankte ihnen ganz herzlich für einen gelungenen Abend. Er wertete den guten Zuspruch zum Konzert auch als ein Zeichen der Verbundenheit zur Bundeswehr.

Die kommunalen Kindergärten in der Kernstadt und der kirch­liche Kindergarten in Momberg können sich über einen Reinerlös von rund 3.000 Euro freuen. Dazu kommt noch eine Spende von Maria Happel aus dem Getränkeverkauf.

Die Egerländer Besetzung wurde dirigiert von Oberfeldwebel Jo­hanna Klett und die Moderation des Abends übernahm Stabsfeld­webel Diana Blume.

Die Besucher bekamen vorrangig Titel aus dem Egerland, Böh­men und Mähren zu hören.

So mancher davon stammte aus der Feder von Ernst Mosch.

„Rosalie“, die „Archivisten-Polka“, „Die zwei Schlingel“, „Rosma­rie“, die „Südmährische Polka“, „Kennst Du das kleine Cafe“ oder „Gute Nacht, schlafe gut“ kamen beim Publikum bestens an.

Die Musiker mussten drei Zugaben geben, bevor sie die Bühne verlassen durften.

Erinnern – Gedenken – Nicht vergessen! Unter diesem Leitgedanken steht auch die diesjährige Stolpersteinverlegung am 17. März 2026 in Neustadt.

Dieses Mal wird der Künstler und Initiator des Projekts, Gunter Demnig, insgesamt zwölf Stolpersteine vor zwei Häusern verlegen. Die Zeremonie beginnt vor dem Haus Bahnhofstraße 6, wo die ersten Steine für Hermann Levi, seine Frau Jettchen sowie fünf ihrer Kinder und für einen Bruder von Hermann, Moritz Levi, ver­legt werden. Im Anschluss findet die zweite Verlegung vor dem ehemaligen Haus Bogenstraße 1 statt. Es hatte früher die Bezeich­nung Krumme Gasse 1 und wurde 1952 in Marktstraße 8 umbe­nannt. Die dort verlegten Stolpersteine erinnern an die ehemali­gen Bewohner Sally Levi, dessen Frau Frida und Tochter Alma sowie Fridas Mutter Lina Stern.

Die meisten dieser Familienmitglieder wurden in den Ghettos und Lagern der Nationalsozialisten ermordet. Nur drei von ihnen ge­lang die rechtzeitige Auswanderung in die USA und nach Paläs­tina.

Wie bereits im letzten Jahr ist die Verwirklichung dieser Stolper­steinverlegungen ein Gemeinschaftswerk: Der Arbeitskreis „Neu­stadt erinnert“, Schülerinnen und Schüler der Martin-von-Tours- Schule und die Stadt Neustadt haben unter der Federführung der

Stadtarchivarin Andrea Freisberg eng zusammengearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler hatten während mehrerer Treffen die Möglichkeit in den Dokumenten des Stadtarchivs zu recherchie­ren und Informationen aus zeitgenössischen Quellen zu sammeln. Als besonders fruchtbar erwies sich darüber hinaus der direkte Kontakt einer Schülergruppe mit Frau Tova Levi, der Urenkelin von Moritz Levi. Sie war vor einigen Jahren auch schon selbst in Neustadt, um den Spuren ihrer Familie nachzugehen.

Das Programm der Zeremonie:

14:00 30 Uhr Verlegung der Stolpersteine vor dem Haus Bahnhof­straße 6 mit kurzem Begleitprogramm

Ab ca. 15:00 Uhr Verlegung der Stolpersteine vor dem Haus Bo­genstraße 1 mit ausführlichem Begleitprogramm

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, an dieser wich­tigen Zeremonie teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen des Er­innerns zu setzen. Ihre Anwesenheit steht für Gedenken, Solidari­tät und Menschlichkeit. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Am selben Tag werden Tova Levi und der Familienforscher und ehemalige Neustädter Hartwig Faber ab 18:30 Uhr über die Ge­schichte und die Schicksale der Mitglieder der Familie Levi be­richten. Hierzu laden wir Sie ebenfalls ganz herzlich ins Kultur- und Bürgerzentrum in der Querallee ein!

Für weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Geschichte der Stolpersteine wenden Sie sich bitte an das Stadtarchiv Neu­stadt (Hessen):

• stadtarchiv@neustadt-hessen.de

• 06692 8951

Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre Teilnahme und Unterstüt­zung!

CDU Neustadt
Infrastruktur erhalten und wo nötig ausbauen

Politischer Dämmerschoppen mit Peter Neidel in Mengsberg

Im Rahmen des Kommunalwahl­kampfes hatte die CDU Neustadt zu einem gut besuchten politischen Dämmerschoppen in die „Hege­holzklause“ nach Mengsberg ein­geladen. Zu Gast war der Erste Kreisbeigeordnete Peter Neidel.

Thomas Groll, einer der Spitzen­kandidaten der CDU Marburg- Biedenkopf zur Kreistagswahl, übernahm die thematische Ein­leitung. Er wies auf die Bedeutung der Kommunalwahl hin und warb

für eine hohe Wahlbeteiligung am 15. März 2026. „Dass, was die Menschen direkt betrifft, wird in

den Städten, Gemeinden und Landkreisen entschieden. Deshalb rangiert die Kommunalwahl nicht unter ferner liefen, sondern ist im Konzert der Wahlen von besonderer Bedeutung“, hob Groll hervor. Wichtig sei, dass Bund, Land, Kreis und Kommune gut zusammenarbeiten, um Projekte gemeinsam zu finanzieren und umzusetzen. Groll, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Kreis­tagsfraktion, beklagte die Unterfinanzierung der Städte und Ge­meinden durch Bund und Land und forderte hier baldige Verän­derungen ein.

Gerade am Beispiel der Hochlandstraße und der Treysaer Straße in Mengsberg werde deutlich, wie staatliche Ebenen Zusammen­wirken müssen, um etwas für die Menschen vor Ort zu erreichen. Diese Straßen seien dringend sanierungsbedürftig und es sei Ziel, mit der Treysaer Straße 2027 zu beginnen und in der Folge dann in der Hochlandstraße zu arbeiten. Gegenwärtig liefen die Planun­gen für die erste Maßnahme. Aufgrund der Umstufung von einer Kreis- zur Stadtstraße gäbe es aber leider noch offene Fragen bei der Förderung durch das Land.

Thomas Groll und Peter Neidel machten deutlich, dass Kommune und Kreis hier zusammenarbeiten, um vorwärts zu kommen. Aus örtlicher Sicht ist klar, weder Kommune noch Bürger dürfen hier – außer bei den Nebenanlagen – finanziell belastet werden.

Erst kürzlich fanden Neustadts Bürgermeister und der Erste Kreisbeigeordnete eine pragmatische Lösung für dringend not­wendige Ausbesserungsarbeiten: Auch wenn die Treysaer Straße jetzt zur Kommune gehört wird Hessen Mobil Schäden im Auftrag des Kreises beseitigen, da der Kreis keine sanierte Straße über­geben konnte.

Peter Neidel ging in seiner Ansprache auf Themen wie Mobilität im ländlichen Raum („Ohne Auto geht es nicht“), die Migrations­wende vor Ort und die Situation der Schulen ein. Gerne stellte er sich anschließend den zahlreichen Fragen der Anwesenden.

Das Schlusswort übernahm der Spitzenkandidat der CDU Neu­stadt Wolfram Ellenberg. Er verwies darauf, dass man im letzten Jahrzehnt unter Federführung von Bürgermeister Thomas Groll einen zweistelligen Millionenbetrag in den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur in Neustadt, Momberg, Mengsberg und Speckswin­kel investiert habe. Die CDU habe diese Entwicklung begleitet und unterstützt. Daran wolle man auch in der neuen Legislatur­periode anknüpfen. Die CDU stehe dabei dafür, dass weiterhin sowohl in der Kernstadt als auch den Stadtteilen investiert werde.

Nach Ellenbergs Worten ist es wichtig, dass die Kommune auf­grund des Einsatzes von Bürgermeister Thomas Groll Ende 2025 wieder in ein Städtebauförderungsprogramm aufgenommen wer­den konnte. Als CDU erhofft man sich hier „in nicht allzu ferner Zukunft“ Verbesserungen beim Bahnhof und dessen Umfeld. Be­züglich der Innenstadt, aber auch der Dorfkerne, warb Ellenberg für „unkonventionelle Ideen“, um Leerstand zu verhindern. Ohne Investoren werde es dabei aber nicht gehen. „Es gibt Dinge, die kann eine Kommune vielfältig unterstützen, auch finanziell för­dern, aber das Heft des Handelns haben oftmals andere in der Hand – hier die Eigentümer leerstehender oder stark sanierungs­bedürftiger Immobilien. In gewisser Weise gilt dies auch für die hausärztliche Versorgung. Natürlich muss es Interesse der Kom­munalpolitik sein, dass genügend Praxen vor Ort sind. Sollte dies nicht mehr gegeben sein und sich keine Nachfolger finden, dann gilt es auch über ein Medizinisches Versorgungszentrum nachzu­denken. Als CDU präferieren wir diese Lösung nicht, schließen sie aber auch nicht aus“, so Wolfram Ellenberg.

Abschließend betonte er, dass es am 15. März um eine gute Zu­kunft für Neustadt und seine Stadtteile gehe. „Wir kennen Neu­stadt und wir können Neustadt. Unsere 23 Kandidatinnen und Kandidaten haben die Zukunft im Kopf und ihre Heimatstadt im Herzen“, hob der Spitzenkandidat hervor.

FWG für Neustadt:
„Ein offenes Ohr und eine starke Stimme für Neustadt“

Dieses Versprechen ist mehr als ein Satz – es ist eine Haltung. Es steht für Nähe, Verlässlichkeit und den Mut,

Zur kommenden Kommunalwahl tritt die FWG Neustadt mit einer klaren Haltung an: Unabhängig. Nachhaltig. Sozial. Un­ter dem Motto „Neustadt – neu denken!“ geht es um die Men­schen in Neustadt und den Ortsteilen. Um Familien, die hier ihre Zukunft aufbauen, um Seniorinnen und Senioren, die sich Sicherheit und Lebensqualität wünschen und um Kinder und Jugendliche, die in einer lebendigen Stadt aufwachsen sollen.

Man kennt sich, begegnet sich auf der Straße, im Verein, beim Einkaufen oder auf der Kirmes. Hier entsteht Politik, die wirkt: im Gespräch, im Zuhören, im gemeinsamen Anpacken. Die FWG steht für Bürgerinnen und Bürger, die Verantwor­tung übernehmen. Sie hören zu, wenn Sorgen ausgesprochen werden, greifen Ideen auf und stehen auch dann zu ihrer Mei­nung, wenn es unbequem wird.

Neustadt soll ein Ort bleiben, an dem man gerne lebt, heute und morgen. Bauplätze für junge Familien, seniorengerechte Wohn- und Lebenskonzepte, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, eine lebendige Innenstadt, ein einladender Bahn­

hof, eine verlässliche medizinische Versorgung und regionale Veranstaltungen stärken das Gemeinschaftsgefühl und geben Sicherheit, dies sind die Aufgaben der Zukunft.

Mobilität bedeutet Lebensqualität, wichtig hierfür sind sichere Schulwege, barrierefreie Erreichbarkeit, Wander- und Radwege verbinden nicht nur Orte, sondern auch Menschen.

Wichtig ist uns das soziale Miteinander. Nachbarschaften, die sich unterstützen sowie eine Kinderbetreuung, die Familien entlastet. Den Ehrenamtlichen in Vereinen und Feuerwehren die Tag für Tag Großartiges leisten, gilt unser Dank und unsere volle Unterstützung.

Beim Thema Klima, Energie und Umwelt geht es uns um Ver­antwortung für die kommenden Generationen. Erneuerbare Energien, ein Nahwärmekonzept und ein wirksamer Hochwas­serschutz sind Investitionen in eine sichere Zukunft, Nachhal­tigkeit bedeutet hier nicht Verzicht, sondern Weitsicht.

Neustadt lebt von den Menschen, die hier zuhause sind. Lassen Sie uns gemeinsam den nächsten Schritt gehen – unabhängig, nachhaltig und sozial. Denken wir Neustadt neu!

Karsten Gehmlich, Fraktionsvorsitzender FWG Neustadt (Hessen)

Stadtverordnetenversammlung Einstimmige Zustimmung zum Haushalt 2026

Am 23. Februar 2026 kam die Neustädter Stadtverordnetenver­sammlung zu ihrer letzten Sitzung in der Legislaturperiode 2021 bis 2026 zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Verabschiedung des von Bürgermeister Thomas Groll am 2. Fe­bruar 2026 eingebrachten Entwurfes des Haushaltsplans für das laufende Jahr.

Es war gleichzeitig das letzte Mal, dass Franz-W. Michels (CDU) als Stadtverordnetenvorsteher amtierte. Nach fast drei Jahrzehn­ten kommunalpolitischer Arbeit, davon zehn Jahre als Stadtver­ordnetenvorsteher, scheidet er nun aus. Am Ende der Sitzung fand Bürgermeister Thomas Groll passende Dankesworte und betonte, dass alle nach der Kommunalwahl am 15. März aus Stadtverord­netenversammlung, Magistrat und Ortsbeiräten ausscheidende Kommunalpolitikerinnen und -politiker noch offiziell und in wür­digem Rahmen verabschiedet werden.

Der Haushaltsplan 2026 wurde, was nach den vorbereitenden Aus­schusssitzungen keine Überraschung mehr war, einstimmig von

Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten Hans-Dieter Ge­orgi hob hervor, dass dies bereits der 19. Etat sei, der unter Feder­führung von Thomas Groll entstanden sei. Er dankte dem Bürger­meister und dem Team der Stadtverwaltung, insbesondere Frank Wüst, für die gute Vorarbeit.

„Der Haushalt 2026 steht in der Kontinuität seiner Vorgänger. In Neustadt gibt es einen roten Faden in der Kommunalpolitik. Hier wird langfristig geplant und Entscheidungen bauen aufeinander auf. Das ist vor allem der Verdienst unseres Bürgermeisters Tho­mas Groll, den die CDU-Fraktion seit 2007 nach Kräften unter­stützt. Er ist der Motor vieler Entwicklungen. Natürlich werden wir diesen Kurs nach den Kommunalwahlen fortsetzen. Die CDU will die Zukunft der Kommune aktiv gestalten“, so Georgi.

Der Christdemokrat ging auch näher auf die anstehenden Großpro­jekte „Neubau von Kindergarten und Feuerwehrhaus“ ein und be­zeichnete deren geplante Finanzierung als solide. Für solche investiven Vorhaben sei es legitim Kredite aufzunehmen, denn sie kämen Generationen zu Gute.

Hans-Dieter Georgi bekannte sich zu einer aktiven kommunalen Sozial­politik in Neustadt mit Angeboten für Alt und Jung und stellte heraus, dass sich die CDU auch zukünftig für die Förderung des Ehrenamtes, der Vereine und der Freiwilligen Feuerwehren einsetzen werde.

Die CDU trage auch die Ansätze im Bereich des Klimaschutzes, der Klimaanpassung und des Radwege­baues mit. Hier gelte es weiterhin mit Realismus und im Rahmen der finanziellen Mittel zu agieren.

Etwas verwundert zeigte er sich über den Bericht der SPD-Frak­tion zum Haushalt 2026 im Mitteilungsblatt („SPD stimmt Haus­haltsplan 2026 zu – Bürgermeister nimmt SPD-Ziele mit auf“), der sicher der bevorstehenden Kommunalwahl geschuldet gewesen sei. Der Artikel hätte besser mit den Worten „SPD stimmt mit den Zielen des Bürgermeisters überein“ überschrieben werden sollen,

so Georgi. Die Aussage, dass Thomas Groll ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) nun nicht mehr ausschließe, sei so nicht korrekt. Wer die Haushaltsreden der letzten Jahre nachlese, finde darin immer eine entsprechende Formulierung. Der Bür­germeister habe dabei aber stets deutlich gemacht, dass ein MVZ eben nicht seine bevorzugte Lösung sei und er hoffe, dass es an­dere Lösungen zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung vor Ort gebe.

Die CDU-Fraktion begrüßte die vom Bürgermeister vorangetrie­bene Aufnahme der Kommune in das Städtebauförderungspro­gramm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“. Hier sehe man gerade für den Bahnhof und dessen Umfeld Chancen.

Hans-Dieter Georgi wünschte sich eine Fortsetzung des kon­struktiven Miteinanders in den städtischen Gremien auch über die Kommunalwahl 2026 hinaus.

In Vertretung des im Urlaub befind­lichen Fraktionsvorsitzenden Hans- Gerhard Gatzweiler sprach dessen Stellvertreter Sebastian Sack für die SPD-Fraktion zum Zahlenwerk.

Auf die Worte Georgis zum Presse­bericht der Sozialdemokraten einge­hend stellte er kurz fest, dass eben auch die Sozialdemokraten in Neu­stadt gute Ideen hätten und sich da­rüber freuten, wenn diese sich dann auch im Haushaltsplan wiederfän­den. Der Erfolg habe halt viele Vä­ter.

Sebastian Sack sprach davon, dass insbesondere Zusammenhalt die vom Bürgermeister angemahnte Stabilität in herausfordernden Zeiten ermögliche. Dieser Zusam­menhalt sei für unsere Gesellschaft unwahrscheinlich wichtig. Die Kommunen erwiesen sich Woche für Woche als jene Orte, die für die Bürger funktionierten, die Daseinsfürsorge gewährleisten. Die Leistungen der Städte und Gemeinden müssten seiner Auffassung nach doch auch jene überzeugen, die gegenwärtig den Populisten zuneigen würden.

Der Sozialdemokrat hob das vertrauensvolle Miteinander in den städtischen Gremien hervor und fand auch positive Worte für die Arbeit des Bürgermeisters. Der Haushalt 2026 sei solide erstellt und weise mit Einnahmen und Ausgaben in die richtige Richtung. Das Zahlenwerk enthalte erfreulicherweise wieder zahlreiche An­sätze zum Erhalt oder Ausbau der Infrastruktur vor Ort. Das sei für die Zukunft der Kommune von großer Bedeutung. Als Bei­spiel führte er die Neubauten von Kindergarten und Feuerwehr­haus, die kommunale Wärmeplanung und den fortwährenden Straßenbau an.

Als wichtige Ziele der SPD nannte er zudem eine gute Kinder­betreuung. Diese sei notwendig, um Familien vor Ort zu halten. Weiter sprach er eine aktive Seniorenarbeit und den Ausbau der Radwege an.

Sack ging in seiner Rede auch auf den Zivil- und Katstrophen­schutz ein. Es sei wichtig, dass Freiwillige Feuerwehren gut aus­gerüstet, ausgebildet und untergebracht seien. Dies sei in Neustadt seit Jahren der Fall und wo es Mängel gebe, da werde fraktions­übergreifend und im Miteinander mit den Wehren gehandelt.

Die Kommunalpolitik der Zukunft, so Sebastian Sack, brauche sehr viel Kreativität. Der Landtagsabgeordnete stellte heraus, dass die CDU-SPD-Landesregierung ein fairer Partner der Kom­munen sei. Der Bürgermeister könnte sich bei der Einwerbung

von Fördermitteln der weiteren Unterstützung der Landtags- und Bundestagsabgeordneten gewiss sein. Positiv hob Sack noch den Sonderinvestitionsfonds des Landes zur Finanzierung von Kinder­gärten hervor. Er sei sich sicher, dass der Bürgermeister hier Zu­schlägen werde, denn die Kommune könne hier letztlich 500.000 Euro sparen.

Die Haushaltsrede der FWG-Fraktion hielt deren Fraktionsvor­sitzender Karsten Gehmlich. Im Gegensatz zu seinen beiden Vor­rednern verzichtete er auf ein ausformuliertes Manuskript und be­schränkte sich auf einige wenige Punkte.

Auch Gehmlich zeigte sich mit dem Haushalt 2026 zufrieden. Das Zah­lenwerk sei solide und unspektaku­lär. Wie zuvor schon die Redner von CDU und SPD bezeichnete er das Defizit von rund 100.000 Euro als verkraftbar und äußerte die Hoff­nung, dass sich der Haushaltsvollzug besser als geplant darstellen werde und man doch mit einem Überschuss abschließen könne.

Karsten Gehmlich sprach im Ver­lauf seiner Ausführungen Themen wie Klimaschutz, Radwegebau und

Schulwegesicherheit sowie Unterstützung des Ehrenamtes an.

Kritisch setzte er sich zum wiederholten Male mit der Finanzaus­stattung der Kommunen durch das Land auseinander. Hier gehe mehr, insbesondere im Bereich der Betriebskosten der Kindergar­ten.

Zum Abschluss ergriff traditionsgemäß noch einmal Thomas Groll das Wort. Der Bürgermeister zeigte sich erfreut über die rasche und einvernehmliche Beratung des Etatentwurfes in den Ausschüssen und Ortsbeiräten. Es gelte nun, die Vorhaben des Haushaltsplanes auf den Weg zu bringen, denn sie dienten der Weiterentwicklung der Kommune.

Auch Groll forderte eine stärkere Beteiligung des Landes an den laufenden Kosten der KiTas und eine deutlich verbesserte Förde­rung für den Bau von Feuerwehrhäusern.

Der Bürgermeister bezeichnete die kommende Legislaturpe­riode 2026-2031 als einen wichtigen Zeitraum für die Weiterent­wicklung der Kommune. Es gelte, die investiven Großvorhaben auf den Weg zu bringen und das Städtebauförderungsprogramm Wachstum und nachhaltige Entwicklung zu nutzen. „Leuchtturm­projekt“ seien hier sicher der Bahnhof und sein Umfeld. Groll be­tonte, dass man auch die Entwicklung des kommunalen sozialen Gefüges nicht aus den Augen verlieren dürfe.

Er forderte die Bürgerschaft abschließend auf, am 15. März mit einer hoffentlich hohen Wahlbeteiligung ein eindeutiges Votum zur Demokratie abzugeben.