Das Wichtigste auf 16 Seiten

Stadt Neustadt gibt „Kompass für Jung und Alt“ heraus

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Wo finde ich was? Und wenn kann ich im Notfall kontaktieren? Dies sind nur einige zentrale Fragen, die die Stadt Neustadt mit ihrem „Kompass für Jung und Alt“ auf übersichtlichen 16 Seiten beantwortet. Die Broschüre, die in einer Auflage von 1000 Stück erscheint und im Bürgerbüro neben dem Rathaus ausliegt, gibt einen Überblick über die Ansprechpartner in der Stadtverwaltung, die kommunalen Einrichtungen wie Kindergärten, das Familienzentrum oder die Schwimmbäder, Grillhütten und Bürgerhäuser, das Ortsgericht und die Schulen. Des Weiteren sind Angebote für Senioren aufgelistet, die Ansprechpartner in den religiösen Gemeinden, die verschiedenen Pflegedienste und sozialen Einrichtungen und weitere Beratungsstellen. Zudem finden sich in dem Kompass die Neustädter Ärzte und Apotheken, die Bankfilialen, Informationen rund um den Bürgerpark und den Naturlehrpfad sowie vielfältige Notruf- und Störungsnummern.

„Mit dieser Broschüre erhalten Neubürger einen ersten Einblick in die örtlichen Gegebenheiten, aber auch die, alteingesessenen Bewohner werden sicher noch manchen nützlichen Hinweis erhalten“, sagt Bürgermeister Thomas Groll und betont, dass die Spannbreite der Informationen und Adressen weit gefasst sei.

Asylanträge sind erst ab Herbst möglich

Umbauarbeiten in künftiger Flüchtlingseinrichtung laufen nach Plan – Brandschutzkonzept in der Prüfung

Etwa vier Wochen dürfte es noch dauern, bis die ersten Flüchtlinge in hergerichtete Gebäude der früheren Neustädter Kaserne einziehen können. Fünf Gebäude sollen bis dahin fertiggestellt sein.

von Michael Rinde

Neustadt. Drei Unterkunftsgebäude, die frühere Kantine samt Speisesaal und ein kleineres Verwaltungsgebäude sollen in den nächsten Wochen fertiggestellt werden. Bis zu 300 Flüchtlinge ziehen dann in die ehemalige Kaserne in Neustadt. Größere Probleme bei den Umbauarbeiten hat es bisher nicht gegeben, deshalb ist Gabriele Fischer, Sprecherin des Regierungspräsidiums Gießen, zuversichtlich.

Aber es wird beim Start wie angekündigt einige Provisorien geben müssen: Der Sanitätsbereich wird dann noch nicht zur Verfügung stehen. Er steht beim zweiten Bauabschnitt an erster Stelle auf der Prioritätenliste. Dort findet die erste Untersuchung aller ankommen- den Flüchtlinge statt, auch die ärztliche Versorgung bei Krankheiten oder Verletzungen, zumindest während der Dienstzeiten. Außerhalb dieser Zeiten ist dann der reguläre ärztliche Bereitschaftsdienst mit Zentrale in Wehrda Ansprechpartner. Gabriele Fischer, Sprecherin des Regierungspräsidiums Gießen, berichtet, dass es zur „Akutversorgung“ von Patienten einen ersten Austausch zwischen ihrer Behörde, der Kreisverwaltung und niedergelassenen Ärzten gegeben hat. „Asylanträge sind erst ab Herbst möglich“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Der „Bürgerbus – eine Idee auch von Neustadt (Hessen)? Runder Tisch zum Thema „Bürgerbusse“ im Marburger Landratsamt

Auf Einladung des Ersten Kreisbeigeordneten und Vorstandsvorsitzenden des Regionalen Nahverkehrsverbandes Marburg-Biedenkopf, Marian Zachow, fand Mitte März 2015 ein Runder Tisch zum Thema „Bürgerbusse im Landkreis Marburg-Biedenkopf“ im Marburger Landratsamt statt.

Zachow stellte zu Beginn der Zusammenkunft fest, dass der öffentliche Personennahverkehr im Landkreis Marburg-Biedenkopf im letzten Jahrzehnt stetig verbessert worden sei. Aufgrund der demografischen Entwicklung würden aber in unserem ländlich strukturierten Landkreis in den nächsten Jahren zweifellos ergänzende Mobilitätsformen erforderlich.

„Bürgerbusse“ könnten hierbei einen Beitrag zum Erhalt einer nachhaltigen Mobilität leisten. Es sei die Absicht des Kreisausschusses und des Regionalen Nahverkehrsverbandes, flexible Angebotsformen weiter zu stärken. Eine Möglichkeit hierfür könnten die sogenannten „Bürgerbusse“ sein. Diese verbänden bürgerschaftliches Engagement mit dem Thema Mobilität und stellten eine sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr dar. Zachow verwies allerdings auch darauf, dass von der ersten Idee bis zum rollenden Bürgerbus viele Aspekte zu bedenken seien. Das Angebot müsse für die potenziellen Nutzer attraktiv aber auch für die Durchführenden betrieblich praktikabel und wirtschaftlich sein. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Stadtverwaltung übernimmt die verbliebenen Aufgaben Thema „Kulturring“ ist noch nicht vom Tisch

Das Interesse an einem Engagement im Vereinsring war gering, zudem waren die Aufgaben inzwischen überschaubar. Daher beschlossen die Mitglieder die Auflösung der Vereinigung.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Alles hat seine Zeit…“, sagte Bürgermeister Thomas Groll während der letzten Versammlung des Vereinsrings Neustadt. Es sei nicht notwendig, eine „Institution, die mehrheitlich in dieser Form nicht mehr gewollt wird“, noch „krampfhaft“ aufrechtzuerhalten. Ende des vergangenen Jahres hatte er gemeinsam mit Vorsitzendem Ludwig Nothvogel noch einmal an die Vereine appelliert, Interesse zu zeigen, den Nachwuchs zu motivieren und eine Erweiterung der Zuständigkeiten in Erwägung zu ziehen. Das Stadtoberhaupt schlug damals vor, der Vereinsring könne künftig auch kulturelle Veranstaltungen ausrichten. „Das stieß bei vielen auf Widerstand. Viele wollten das nicht, weil es zusätzliche Arbeit bedeutet hätte“, erinnert sich Nothvogel an die folgende Sitzung der Vereinigung.
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Provisorium hat ausgedient

Straßenbauten in Neustadt, Momberg und Ernsthausen kosten 2,35 Millionen Euro

Kirchhain ist Schwerpunkt der Straßenbauvorhaben im Ostkreis in diesem Jahr (die OP berichtete). Aber auch in Neustadt und im Rauschenberger Stadtteil Ernsthausen werden Straßen rundum erneuert.

von Matthias Mayer

Ostkreis. Stolze 2,35 Millionen Euro lassen sich Bund, Land und Landkreis Marburg-Biedenkopf drei Straßenbauprojekte kosten. Die OP dokumentiert die drei Baustellen, die in fünf Bauabschnitte unterteilt sind.

II Deckenerneuerung der Ortsdurchfahrt in Neustadt entlang der Bundesstraße 454:

Für zwei Bauabschnitte investiert der Bund als Bauherr insgesamt 803 000 Euro. Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Fahrbahnerneuerung auf der Hindenburgstraße zwischen den Abzweigen Bahnhofstraße und Querallee auf einer Länge von 529 Metern. Dort wird schon seit September vergangenen Jahres gebaut. Die Baustelle ist allerdings noch nicht weit vorangekommen, was aber nicht den Straßenbauern geschuldet ist. Die Stadt Neustadt, der Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke (ZMA) und der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) nutzten das Abfräsen der alten Fahrbahn, um die darunterliegenden Kanal- und Wasserrohre zu erneuern. Dabei gab es für die Bauleute eine unangenehme Überraschung. Der alte Kanal lag extrem hoch, nämlich nur 50 Zentimeter unter der Straßendecke. Das erschwerte und verzögerte die Arbeiten enorm. Deshalb erscheint es fraglich, ob die Arbeiten an Wasser- und Kanalnetz sowie an der Straße wie geplant im Mai abgeschlossen werden können. „Provisorium hat ausgedient“ weiterlesen

Spielen, Kicken und Deutsch erlernen

Träger für ehrenamtliches Engagement in künftiger Erstaufnahmeeinrichtung gesucht

Der Kreis will ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge, die demnächst in Neustadt ankommen werden, bündeln.

von Yanik Schick

Neustadt. Etwa einen Monat dauert es noch, dann dürften die ersten rund 300 Flüchtlinge in der früheren Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne ankommen. Dort entsteht dann eine eigene Erstaufnahmeeinrichtung. Bis zum Jahresende wird sich deren Zahl auf etwa 700 erhöhen. Das bedeutet eine Herausforderung, der sich Neustädter Bürger ehrenamtlich stellen wollen. Knapp 50 Interessierte, darunter auch Gäste aus benachbarten Städten und Gemeinden, waren deshalb am Montag zu einem ersten Treffen ins historische Rathaus gekommen. Der Landkreis will gemeinsam mit der Stadt vor Ort ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen etablieren. Es geht vor allem darum, die Menschen, die bekanntlich nur für wenige Wochen in der Erstaufnahmeeinrichtung leben werden, möglichst schnell und effektiv in das gesellschaftliche Leben zu integrieren. Wie der Beitrag von Freiwilligen dafür konkret aussehen kann, ist allerdings noch weitgehend offen. „Das Angebot, das Ehrenamtliche für Flüchtlinge machen können, hängt vom Träger ab“, erklärte Bürgermeister Thomas Groll. Das bedeutet: neben den hauptamtlichen Sozialarbeitern, die auf professioneller Ebene das Gespräch mit Flüchtlingen suchen sollen, wird eine karitative Einrichtung oder ein sozial eingestellter Verein die Koordination ehrenamtlicher Unterstützung übernehmen. „Spielen, Kicken und Deutsch erlernen“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Zusammenführung des kirchlichen Kindergartens Momberg und des kommunalen Kindergartens „Sterntaler“ Mengsberg offiziell besiegelt

Nachdem am 2. Februar 2015 die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt (Hessen) einstimmig der Vereinbarung über die Neustrukturierung der Kindergartenträgerschaften in den Stadtteilen Momberg und Mengsberg sowie dem neugefassten Kindertagesstättenbetriebsvertrag zwischen der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes d. T. Momberg und der Stadt Neustadt (Hessen) zugestimmt hat und in der Folge auch der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde beiden Vertragsentwürfen seine Zustimmung gab, fand am 19. März 2015 im Dorfgemeinschaftshaus Momberg die Unterzeichnung der Verträge statt.

Im Beisein von Pfarrer Andreas Rhiel, dem Ersten Stadtrat Werner Kappel und dem Ortsvorsteher Jörg Grasse (Momberg) und Karlheinz Kurz (Mengsberg) betonte Bürgermeister Thomas Groll nochmals das gute und zielorientierte Gesprächsklima, welches zwischen Kirchengemeinde und Kommune geherrscht habe. Er dankte hierfür insbesondere der vom Verwaltungsrat für den kirchlichen Kindergarten bestellten Kuratorin Tanja Lepper, die sich ebenso wie Rafael Diele vom Verwaltungsrat mit großem persönlichem Einsatz eingebracht habe. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Bürgermeister fürchten um die Balance

Rathauschefs aus Neustadt und Stadtallendorf reagieren auf Vorstoß von Kollegen zur Flüchtlingsverteilung.

Auf die Wünsche der Bürgermeister von Ebsdorfergrund, Weimar, Fronhausen und Cölbe in Sachen Flüchtlingsverteilung gibt es eine scharfe Reaktion ihrer Kollegen aus Stadtallendorf und Neustadt.

von Michael Rinde

Ostkreis. Am Dienstag titelte die OP auf ihrer Seite 12 „Verzweifelte Suche nach Wohnraum“. Die Bürgermeister von vier Gemeinden beklagen fehlenden Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen in ihren Kommunen – und bitten den Kreis um ein Umdenken bei der Zuweisung von Flüchtlingen, insbesondere um eine flexiblere Handhabung. Die Sicht ihrer Kollegen hat bei den Bürgermeistern von Neustadt und Stadtallendorf, Thomas Groll (CDU) und Christian Somogyi (SPD) zu einigem Ärger geführt. Beide halten es in einem kurzfristig zustande gekommenen Gespräch mit der OP für „unsolidarisch, dieses sensible Thema so über die Presse anzugehen“, Groll und Somogyi verweisen auf Zahlen, entnommen den Angaben des Kreises in mehreren Informationsveranstaltungen. In der 8 400 Einwohner zählenden Stadt Neustadt sind 104 Flüchtlinge dauerhaft untergebracht, in Stadtallendorf mit rund 21 000 Einwohnern werden es im Laufe des Jahres mindestens 180 werden. Demgegenüber stünden vier Gemeinden mit zusammen rund 27 000 Einwohnern, in denen derzeit noch nicht einmal 50 Flüchtlinge lebten. In all diesen Zahlen ist die besondere Situation der Stadt Neustadt noch gänzlich unberücksichtigt, wo derzeit eine Erstaufnahmeeinrichtung für 700 Flüchtlinge entsteht. Aus Sicht von Somogyi und Groll hätte die Gesamtthematik und die Probleme jener vier Gemeinden in den Gremien der Bürgermeister erörtert werden müssen, die im April tagen. Gemeint ist die Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeister im Landkreis wie auch die Bürgermeister- Dienstversammlung. „Bürgermeister fürchten um die Balance“ weiterlesen

Nun ist der Vertrag besiegelt

 

Bürgermeister und Pfarrer unterzeichnen Vereinbarungen zum Kita-Zusammenschluss

Pfarrer Andreas Rhiel und Bürgermeister Thomas Groll Unterzeichneten gestern die Vereinbarung zur Neustrukturierung der Trägerschaft und den Betriebsvertrag für die gemeinsame Kindertagesstätte.

von Florian Lerchbacher

Momberg. Der Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer Momberg und die Stadtverordnetenversammlung hatten im Februar bereits einstimmig ihr Okay gegeben. Nun besiegelten Pfarrer Andreas Rhiel und Bürgermeister Thomas Groll die Zusammenlegung der Kindertagesstätten Mengsberg (bisher städtisch) und Momberg (bisher kirchlich) mit Unterzeichnung der entsprechenden Verträge. Ab dem Sommer gibt es nur eine Kindertagesstätte. Standort ist das derzeitige Schulgebäude – gleichzeitig beschränkt sich die Grundschule Mengsberg-Momberg nur noch auf den Standort im Golddorf. „Nun ist der Vertrag besiegelt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

VR Bank HessenLand eG startet Crowdfunding-Plattform für die Region

Neue onlinebasierte Finanzierungsmöglichkeit für Projekte in der Region

Unter www.fördem-aus-überzeugung.de geht die erste Crowdfunding-Plattform für regionale Projekte online.

Crowdfunding ist ein innovatives Finanzierungsmodell, bei dem eine Vielzahl von Menschen online gemeinsam Projekte finanziert. In diesem Fall Menschen aus dem Geschäftsgebiet der VR Bank HessenLand eG in den Landkreisen Vogelsberg, Marburg-Biedenkopf und Schwalm-Eder.

Auf www.fördem-aus-überzeugung.de treffen sich Menschen aus der Region, die gemeinsam das Leben um Alsfeld, Kirchhain, Neukirchen und Schwalmstadt voranbringen oder verbessern wollen. Gemeinnützige und öffentliche Einrichtungen und Träger können auf der Plattform Projektideen den Menschen aus der Region vorstellen und Projektunterstützer können ihre Lieblingsprojekte finanzieren. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen