Großer Spaß vor kleinem Publikum

Ob für Senioren oder Kinder – dem Kirmes-Samstagnachmittag fehlt der Zuspruch
Die Festkommission kann sich einfallen lassen was sie will-der Samstagnachmittag wird bei der Trinitatiskirmes nicht gut angenommen.
von Klaus Böttcher
Neustadt. Nach den samstäglichen Veranstaltungen für die Senioren der Stadt und aus den Nachbargemeinden, standen jetzt die Kinder im Mittelpunkt. Schon für die älteren Menschen wurde gutes Programm bei freiem Eintritt geboten, so auch beim Kindernachmittag. „Es könnten mehr Besucher sein“, lautet auch bei dieser Veranstaltung das Fazit des Vorsitzenden der Festkommission, Norbert Krapp.
,,Lalü Lala“ schallt es aus den Lautsprecherboxen im Festzelt. Das ist die Clownin Gina Ginella, die von der Bühne runter mit einer kleinen Spritze durch den Saal hetzt und bei Kindern und Erwachsenen einen Brandherd sucht. Dabei wissen die Kinder genau, es hat in ihrem Musikinstrument gefunkt. Dementsprechend laut versuchen sie das der Clownin klar zu machen. Die versteht natürlich überhaupt nichts.
Etwa 50 Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern hatten Riesenspaß beim Kindernachmittag im Festzelt. Die Clownin
Gina Ginella verstand es ausgezeichnet, die Kinder zum Lachen zu bringen. Mit ihren umfangreichen Utensilien und ihrem sprühenden Temperament zog sie die Kinder in ihren Bann und auch die erwachsenen Besucher hatten ihren Spaß.
Der zweite Höhepunkt des Nachmittags war die bekannte Gruppe „Spünk“. Die zwei Musiker sorgten durch ihre kindergerechte Musik und ihre Mitmachlieder für gute Stimmung im Festzelt.

René Siebert ist der neue Junker Hans

507. Neustädter Trinitatiskirmes nahm am Freitagabend stimmungsvollen Auftakt auf dem vollbesetzen Marktplatz
Neustadts bestgehütetes Geheimnis wurde am Freitagabend um 19.53 Uhr gelüftet, als Norbert Krapp den neuen Junker Hans in Begleitung seiner Burgfräulein aus dem historischen Rathaus auf die Freitreppe führte.
von Matthias Mayer
Neustadt. Es ist René Siebert aus der Kernstadt, der nun ein Jahr lang als Symbolfigur die Junker-Hansen-Stadt repräsentieren wird. Dabei stehen ihm die Burgfräulein Julia Reinl aus der Kernstadt und Helena Hasenpflug aus Mengsberg zur Seite. Unter dem Beifall der vielen hundert Besucher übergab der scheidende Junker Hans Maximilian Dippel das Schwert an seinen Nachfolger weiter und die Bürgerwehr schoss Ehrensalut. Erst jetzt konnte die 507. Neustädter Trinitatiskirmes so richtig beginnen.
Für Norbert Krapp, der dem ältesten Volksfest der Region über so viele Jahre ein Gesicht und unendlich viel Arbeit gab, war es die letzte Proklamation. Er gibt
sein Amt als Vorsitzender der Festkommission mit dem Ende der Kirmes ab. Sein Vermächtnis an die heutige und künftige Kirmesgemeinde rief er laut über den Marktplatz: „Auf geht’s, die Kirmes wird gefeiert.“
Maximilan Dippel hatte sich bereits zuvor mit seinen Burgfräulein Sarah Thiedemann und Steffi Wagner verabschiedet, begleitet von großen Lob und
Dankesworten, die Bürgermeister Thomas Groll und Norbert Krapp aussprachen.
Maximilian Dippel hatte zuvor mit dem Fassanstich die Kirmes eröffnet. Der verlief so, wie eine Kirmes verlaufen muss – alles andere als trocken.
Danach baten Carolyn Ruhl und Thomas Schmid die Neubürger zum traditionellen Bürgertrunk, um sie anschließend mit den Insignien der Neustädter Bürgerwürde auszuzeichnen. In diesem Jahr sind es Christina Kappes, Elena Stelmaschenko, Dagmar Walz und Erwin Schneider. „René Siebert ist der neue Junker Hans“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Verwunderung über SPD-Aussagen zur Jugendarbeit

Mit Verwunderung reagierte die CDU-Stadtverordnetenfraktion auf die Aussagen der örtlichen SPD-Stadtverordnetenfraktion zur zukünftigen Gestaltung der kommunalen Jugendarbeit im „Mitteilungsblatt“ vom 9. Juni 2011.
Bereits in der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses am 26. Mai 2011 taten die Sozialdemokraten so, als ob es für sie überraschend sei, dass der bsj diese wichtige Aufgabe zukünftig wahrnehmen soll. Dem kann aber nicht so sein. In der Ergebnisniederschrift über die Sitzung des Magistrats vom 13. April 2011, welche auch dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Hans Gerhard Gatzweiler zuging, heißt es nämlich, dass „der bsj mit der Wahrnehmung der zukünftigen kommunalen Jugendarbeit beauftragt werde“. Weiterhin wurde in diesem Protokoll, das zur Information der Fraktionen über die laufende Magistratsarbeit dient, darauf hingewiesen, dass es zwischenzeitlich ein zwischen Kommune, Martin-von-Tours-Schule und bsj erarbeitetes Konzept über die Neugestaltung der Jugendarbeit gebe, welches bereits vor geraumer Zeit ausgehändigt wurde. Dieses enthält im Übrigen auch Ausführungen zu finanziellen Fragen. Es stellt sich also die Frage, warum die SPD dieses Thema – wenn sie denn Nachfragebedarf hatte – nicht unmittelbar darauf, beispielsweise in der Stadtverordnetensitzung am 28. April 2011, angesprochen hat oder beim Bürgermeister diesbezüglich nachfragte. In der Vergangenheit war ein solches Nachfragen durchaus üblich.
In der Jugend- und Sozialausschusssitzung verwies der Bürgermeister unwidersprochen darauf, dass er die damaligen Fraktionsvorsitzenden Michels, Gatzweiler und Bätz bereits vor der Kommunalwahl in persönlichen Gesprächen kurz über das angedachte Vorgehen in Sachen Jugendarbeit informiert habe. Man hätte sich im Übrigen auch beim damaligen Stadtrat Walter Nehrenheim hierüber informieren können. Unterblieb dies vielleicht deshalb, weil man diesen nach der Kommunalwahl „abservierte“, obwohl er im Januar 2011 in einem Bericht im Mitteilungsblatt noch als zweiter Bewerber auf dem potentiellen SPD-Magistratsvorschlag aufgeführt wurde? „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Wieder mal in Eigenleistung

Mengsberger bringen Teich und Anlage auf Vordermann
Einmal mehr legen die Bürger Mengsbergs selbst Hand an: diesmal sanieren sie den Feuerlöschteich und gestalten die Anlage zum „Augenschmaus“, wie? Ortsvorsteher Karlheinz Kurz sagt.
von Florian Lerchbacher
Mengsberg. Jahrelang war der Feuerlöschteich voll mit Schlamm und Knöterich. Letztendlich konnte die Feuerwehr kaum noch Wasser aus der Löschwasserreserve abpumpen, da im Nu das Saugrohr verstopft war. Vor zwei Jahren ließen die Mengsberger das Wasser ab und versuchten, die Wurzeln der „Wasserpest“ mit ungelöschtem Kalk zu vernichten. „Das ging in die Hose. Die Pflanzen nutzten den Kalk wohl eher als Nahrungsergänzungsmittel -.die Wurzeln wurden jedenfalls stärker“, erinnert sich Ortsvorsteher Karlheinz Kurz.
Nun wollten die Mengsberger Nägel mit Köpfen machen: Sie ließen erneut das Wasser ab, legten eine Betonsohle und planen verschiedene Verschönerungen. Für den Teich an sich plant der Arbeitskreis Mengst berg ein Wasserspiel, das aus pyramidenförmig gestapelten Blauwackersteinen besteht Dazwischen werden Edelstahlrohre gelegt, durch die Wasser gepumpt wird, das wiederum die Steine runter läuft. „Es sieht gut aus, und das Wasser wird umgewälzt: So kommt Sauerstoff rein und es bleibt klar“, erklärt Kurz. „Wieder mal in Eigenleistung“ weiterlesen

Ein Preis für die „Vorbilder"

Stadt zeichnet Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg aus
Sie bauen Vogelnistkästen, Krötenzäune oder Insektenhotels, reinigen Gewässer oder kümmern sich um Streuobstwiesen – für ihr Engagement erhielten Mombergs Naturschützer nun den Umweltpreis.
von Florian Lerchbacher
Momberg. „Mich stört, dass alle reden, aber sich niemand engagiert. Irgendwer muss anfangen und Vorbild sein“, sagt Sofia Schmittdiel und geht mit gutem Beispiel voran. Die Schülerin engagiert sich in der Umwelt-und Naturschutzgruppe Momberg, die mit dem Umweltpreis der Stadt Neustadt ausgezeichnet wurde – „für eine bemerkenswerte Anzahl“ von Projekten, wie Bürgermeister Thomas Groll betont
Die Auszeichnung ist mit 1 000 Euro dotiert. Das Geld investieren die Momberger direkt in weitere Vorhaben. Aus diesem Grund stockte die Stadt das Preisgeld auch ein wenig auf: „Wir wollen das Engagement würdigen und unterstützen“, sagte Groll, lobte die Bereitschaft der Menschen in den Stadtteilen, sich für ihre Heimat einzusetzen und wünschte sich eine ähnliche Einstellung von den Kernstädtern.
Erst kürzlich hatten die Momberger einen Totholz- und Steinhaufen als Unterschlupf für Eidechsen und anderes Getier angelegt sowie eine Streuobstwiese auf Vordermann gebracht. Wie ernst sie sich mit den Themen auseinandersetzen, zeigt sich zum Beispiel daran, dass sie in der Vorbereitung auf Dr. Norbert Clements Fachwissen zurückgriffen: Der Apfelexperte des Landkreises riet ihnen unter anderem, junge Bäume zum Schutz vor Temperaturunterschieden oder Tieren in Weidengeflecht zu hüllen. „Ein Preis für die „Vorbilder"“ weiterlesen

Regenmenge liegt weit über der Norm

Neustädter Kanäle richtig dimensioniert
von Michael Rinde
Neustadt. 54-mal rückte die Feuerwehr Neustadt am vergangenen Sonntag aus, um Keller leer zu pumpen oder Straßen von Wasser und Schlamm zu befreien. Wie bei den vorherigen Unwettern waren abermals Teile der Marktstraße und die angrenzenden Straßenzüge besonders betroffen.
Der Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke (ZMA) hat über ein Ingenieurbüro die Kanäle von Marktstraße, Nellenburgstraße und Hindenburgstraße beurteilen lassen. Fakt ist, dass die Kapazität der Kanäle in der Markt- und der Nellenburgstraße bei den Sanierungen in den vergangenen Jahren beinahe verdoppelt wurde. Die betroffenen Kanäle sind nach Angaben von Eberhard Schmidt vom ZMA auf ein dreijähriges Regenereignis ausgelegt. Das heißt: Sie erfassen die Regenmengen, die beim statistisch gesehen stärksten Regen innerhalb von drei Jahren fallen. Bei dem Unwetter vom vergangenen Sonntag kam nach den bisher vorliegenden Zahlen jedoch weit mehr Wasser vom Himmel. „Die Menge entsprach einem zehnjährigen Regenereignis. Das sprengt jeden Rahmen“, sagte Schmidt gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Für die Wassermengen, die zusätzlich von den Feldern in die Straßen liefen, seien die Kanäle erst recht nicht ausgelegt.
Inzwischen hat die Stadt Neustadt Kontakt mit dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie aufgenommen. Die Stadt hofft, dass sich das Landesamt bereiterklärt, Messstellen in Neustadt zu schaffen, um zu besseren Daten über Niederschläge zu kommen. Außerdem hofft Bürgermeister Thomas Groll auf ein baldiges Gespräch mit den Experten der Behörde. „Wir hoffen auf Unterstützung bei der Suche nach besseren Schutzmöglichkeiten“, sagt Groll,

Nach der Kirmes kommt die Umfrage

Stadt will von den Bürgern erfahren, wie sie die 507. Auflage des Kirchweihfestes fanden
Ein Versuch ist gescheitert, ein anderer war ein Erfolg. Stadt und Festkommission probieren es aus diesem Grund bei der Kirmes mit Bewährtem und einer Neuerung.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Der Fassanstich auf dem Marktplatz mit Neubürgertrunk und Vorstellung des neuen Junker Hans und seiner Burgfräulein kam im vergangenen Jahr bei seiner Premiere gut bei den Neustädtern an – entsprechend geht die Trinitatiskirmes auch diesmal wieder in der Innenstadt los. Die 507. Auflage des Festes beginnt am Freitag, 17. Juni, um 48.30 Uhr – nach der hessentagsbedingten Verschiebung diesmal wieder traditionell am Wochenende nach Pfingsten.
Neu im Programm ist der Kindernachmittag am Samstag ab 15 Uhr. Nachdem der Seniorennachmittag in den vergangenen zwei Jahren nicht der Heilsbringer für die samstagnachmittägliche Flaute war, setzen die Neustädter diesmal auf den Nachwuchs, um auch am zweiten Festtag Menschen und mit ihnen Stimmung ins Zelt zu bringen. Abends treten die „Pfundskerle“ aus Tirol auf, eine „echte Starkapelle“, wie Norbert Krapp, der Vorsitzende der Festkommission betont: Schon vor zwei Jahren habe er die Combo, die volkstümliche Musik spielt, buchen müssen.
Höhepunkt des Kirchweihfestes wird aber natürlich der Festzug, an dem 40 Gruppen teilnehmen. Abwechslungsreichtum ist ob der verschiedenen Motivwagen und der bunten Kostümierungen garantiert. Um 16 Uhr geben die am Umzug teilnehmenden Kapellen dann noch Kostproben ihres Könnens im Festzelt., „Nach der Kirmes kommt die Umfrage“ weiterlesen

Pächter werfen das Handtuch

Stadt steht beim Haus der Begegnung vor vielen offenen Fragen
Wie geht es weiter mit dem Haus der Begegnung? Mit dieser Frage müssen sich die Stadtverordneten beschäftigen, da bald weitere Sanierungen anstehen, die Pächter jedoch abspringen.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Fast 300 000 Euro investierte die Stadt in den vergangenen Jahren ins Haus der Begegnung – rund 80 000 Euro in die sanitären Anlagen, 200 000 Euro in den Brandschutz und weitere technische Anlagen. Im kommenden Jahr erhält die Stadt 350 000 Euro an Fördermitteln für die weitere Sanierung des Gebäudes – aus der eigenen Kasse müsste sie dann einen Betrag der gleichen Größenordnung investieren.
Doch nun kündigten die Pächter zur Überraschung aller Verantwortlichen ihren eigentlich bis 2013 laufenden Vertrag – aus wirtschaftlichen Gründen, wie Bürgermeister Thomas Groll durchblicken ließ. „Was nun?“/ fragte er die Stadtverordneten mit dem Hinweis, dass sich im kommenden Jahr garantiert kein neuer Pächter finde, der in einer Baustelle die Arbeit aufnehmen wolle. 700 000 Euro ließen sich bei einer energetischen Sanierung nicht im laufenden Betrieb verbauen. Nun gelte es zu überlegen, ob die Stadt die* Fördermittel in Zeiten knapper Kassen tatsächlich abrufen solle. Dann bliebe das Haus auf dem energetischen Stand des Jahres 1978: „Und so finden wir garantiert keinen Pächter“, ergänzte der Bürgermeister. „Pächter werfen das Handtuch“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Kinder der Kindertagesstätte „Regenbogen“ besichtigten zusammen mit Bürgermeister Thomas Groll und ihren Erzieherinnen die Baustelle in der Allee

Die Arbeiten an der Tagesstätte und der städtischen Bücherei schreiten zügig voran
Gemeinsam mit den Kindern aus allen vier Gruppen der Kindertagesstätte „Regenbogen“ besichtigte Bürgermeister Thomas Groll kürzlich das Bauprojekt in der Allee. Man überzeugte sich gemeinsam davon, dass die Arbeiten inzwischen weit vorangeschritten sind. Die Kleinen aus den Gruppen Schlümpfe, Zwerge, Häschen und Micky Mäuse hüpften begeistert in den neuen Räumlichkeiten, die großzügig zugeschnitten und recht farbenfroh gestaltet sind. Jede Gruppe konnte ihren zukünftigen Raum und alles andere besichtigen.
Die Einweihung ist für den 19. August 2011 vorgesehen. Hierzu wird Staatssekretärin Petra Müller-Klepper vom Hessischen Sozialministerium erwartet. Nach dem offiziellen Teil wird es am Nachmittag einen „Tag der offenen Tür“ geben, kündigte Groll an. Mittlerweile hat der Magistrat auch die Aufträge für die Beschaffung der notwendigen Möblierung, sowie die Gestaltung der Außenanlagen vergeben. Bürgermeister Groll ist sicher, dass das Gebäude rechtzeitig fertig gestellt sein wird. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist angedacht, dass die Kindertagesstätte „Regenbogen“ Anfang August vom „Haus der Vereine“ in das neue Gebäude überwechseln wird. Groll nahm die Gelegenheit wahr, sich bei allen Vereinen, die ihre Räumlichkeiten im „Haus der Vereine“ für rund zwei Jahre zur Verfügung gestellt hatten, herzlich zu danken. Die Einrichtung der Stadtbücherei ist ebenfalls bereits bestellt, ebenso zahlreiche neue Bücher, Hörbücher und DVD’s. Möglich wurde dies durch eine großzügige Zuwendung der Landesbuchstelle Hessen. Die Einweihung der Bücherei, die zukünftig verstärkt mit der Martin-von-Tours-Schule genutzt werden soll, und die über einen Computerraum verfügen wird, ist nach Aussage des Stadtoberhauptes für September 2011 geplant. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

SPD-Fraktion lässt neue Sitten einkehren

Auch unstrittige Themen werden diskutiert
von Florian Lerchbacher
Neustadt. In der neu zusammengestellten Stadtverordnetenversammlung scheinen neue Sitten zu herrschen: Ließen sich die Stadtverordneten früher nur bei Themen zu Stellungnahmen hinreißen, bei denen die Meinungen auseinander gingen, so widmeten sich die bei der Kommunalwahl im März erstarkten Sozialdemokraten diesmal auch zwei Anträgen, deren Abstimmungen letztendlich einstimmig ausfielen.
Die interkommunale Zusammenarbeit im Tourismusservice Rotkäppchenland wollen die Kommunen vertraglich festhalten, um Fördermittel von maximal 100 000 Euro beantragen zu können. „Zusätzliche Kosten entstehen nicht“, betonte Bürgermeister Thomas Groll und ergänzte, die Mitgliedschaft in der touristischen Arbeitsgemeinschaft habe sich seit dem Beitritt im Herbst 2008 bewährt.
SPD-Vorsitzender Georg Metz nutzte die Gelegenheit, um über Fremdenverkehr und Tourismus in Neustadt generell zu sprechen. Nur bei Höhepunkten wie der Kirmes oder dem anstehenden Neustadt-Treffen gebe es Tourismus in der Stadt, ansonsten sei das Thema ausbaufähig – es schlummerten große Potenziale in Neustadt. Die Stadt könne mit den Pfunden „intakte und schöne Landschaft“ sowie „schönen Ortschaften“ wuchern. Allerdings sei eine intakte Infrastruktur notwendig, woraufhin Metz Straßen, Rad-und Wanderwege und gar eine schnelle Internetanbindung als
Grundlage für florierenden Tourismus bezeichnete. Generell sei es wichtig, sich zu vernetzen und Kräfte zu bündeln, um an Zuschüsse zu kommen. „SPD-Fraktion lässt neue Sitten einkehren“ weiterlesen