Neustädter Mitteilungsblatt

Literaturfrühling Marburg-Biedenkopf 2020

2020 wird bereits der dritte Literaturfrühling des Landkreises Marburg-Biedenkopf durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltungsreihe, die es ermöglicht, dass namhafte Autorinnen und Autoren in Kommunen des Kreises kommen und im Idealfall an außergewöhnlichen Orten lesen.
Als Veranstalter treten dabei Städte, Gemeinden und Vereine auf, die in Kooperation mit dem Landkreis diese Angebote ermöglichen.
Auch im Jahr 2020 ist die Stadt Neustadt (Hessen) beim Literaturfrühling Marburg-Biedenkopf wieder mit dabei.
Am Freitag, den 27. März 2020, um 19.30 Uhr liest der 1989 in Oberhausen geborene Autor Tobias Keller aus seinem Buch „Kommando Schluckspecht“, im AutoPark Dippel, Marbur- ger Straße 50, 35279 Neustadt (Hessen).
Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet 7 Euro und beinhaltet auch einen Begrüßungssekt.
Nachfolgend eine kurze Leseprobe aus einem Werk, das durchaus „alltagstauglich“ ist:
„Dat Leben ist manchma wie son Kegelabend. Am Ende ist eigentlich egal, wat genau passiert is, Hauptsache, dat Bier schmeckt!“
Dieses Motto von Bardame Jutta nehmen sich Tim Feldmann und seine Kumpels sehr zu Herzen und treffen sich am liebsten in Tims Lieblingskneipe, dem „Schluckspecht“, den er vor kurzem gepachtet hat. Von Gastronomie hat er allerdings keine Ahnung, und sein geliebtes Geschäft ist eine wirtschaftliche Katastrophe: denn außer seinen Freunden und Bardame Jutta bevölkert niemand die düstere Kneipe in Bottrop. Und plötzlich taucht noch ein weiteres Problem auf: Tims Freundin Lisa bekommt ein gutes Jobangebot in München und das, wo Tim doch keinesfalls seine geliebte Heimat, seine Kneipe und seine Freunde verlassen will. Doch wie soll er Lisa das beibringen? Verzweifelt schmiedet er einen perfiden Plan… „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Dank Neustädter Bürgerbus bleibt Wilma Drescher mobil

500. Fahrgast: 82-Jährige berichtet, wie sie das Projekt des Vereins „Wir für uns“ nutzt
VON FLORIAN LERCHBACHER
NEUSTADT. Seit einigen Jahren setzt sich die Mombergerin Wilma Drescher (82) nicht mehr selber hinters Steuer. „Ich kann einfach nicht mehr fahren“, erklärt sie ihre Entscheidung – die mit einigen Veränderungen und Einschränkungen einherging. Der Weg zum Arzt oder zum Einkäufen nach Neustadt war kein Katzensprung mehr, sondern jedes Mal mit organisatorischem Aufwand verbunden. Entweder musste sie Verwandte oder Freunde finden, die sie in die Kernstadt bringen, oder es galt, sich ein Taxi zu bestellen – für Menschen mit kleiner Rente auf Dauer keine Alternative.
Sohn, Schwiegertochter oder Neffe hätten ihr meist geholfen, betont sie noch immer voller Dankbarkeit. Doch natürlich hätten auch sie zum einen Arbeit und zum anderen eigene Termine, sodass die Mobilität der Seniorin trotz
dem weiter stark eingeschränkt war.
Doch dann hoben die Neustädter ein Projekt aus der Taufe, das (in bereits einigen Gemeinden) für viele Menschen ein Segen ist, wie Drescher betont: den Bürgerbus, der dank sozialen Engagements dienstags und donnerstags die Stadtteile mit der Kernstadt verbindet und Bürgern ein Stück Unabhängigkeit zurückgibt. Einmal die Woche muss die Mombergerin beispielsweise zur Physiotherapie nach Neustadt – ein Weg, den sie inzwischen regelmäßig im Bürgerbus zurücklegt: „Ich lege mir meine Termine so, dass sie zum Fahrplan passen“, berichtet die „Kundin“ der ersten Stunde (das Angebot ist kostenlos) und ergänzt, dass sie nun nicht mehr beziehungsweise weit weniger von Freunden und Familie abhängig sei. „Dank Neustädter Bürgerbus bleibt Wilma Drescher mobil“ weiterlesen

50 Apfelbäume zieren neuen Radweg

Landkreise und Städte haben Lücke zwischen Mengsberg und Florshain geschlossen
VON KARIN WALDHÜTER
MENGSBERG. Gemeinsam haben der Landkreis Marburg- Biedenkopf, der Schwalm- Eder-Kreis und die Stadt Schwalmstadt die Wegeverbindung zwischen Mengsberg und Florshain zu einem Rad- und Wirtschaftsweg ausgebaut.
Das Wetter zeigte am Donnerstagnachmittag kein Pardon. Unaufhörlich fiel der Schnee aus den tief hängenden grauweißen Wolken und man hätte bei der Einweihung des Weges wohl eher daran denken können einen Schlitten statt eines Rades zu nehmen. „Doch man muss nehmen, wie es kommt“, erklärte Landrätin Kirsten Fründt während des Ortstermins lachend. Damit hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf, nach kurzer Planungs- und Bauzeit, die ersten knapp 300 Meter Radweg aus dem Radverkehrsentwicklungsplan gebaut und gemeinsam mit der Stadt Schwalmstadt die Wegverbindung zwischen Mengsberg
und Florshain auf eine Breite von dreieinhalb Metern als Rad- und Wirtschaftsweg ausgebaut. Dadurch können sich jetzt Radfahrende und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge konfliktfrei auf dem Weg begegnen, der ursprünglich der Landwirtschaft diente.
Als Ausgleichsmaßnahme sollen entlang der Strecke 50 Apfelbäume für den Naturschutz gepflanzt werden. „50 Apfelbäume zieren neuen Radweg“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Jahreshauptversammlung der TAG „Rotkäppchenland“

Kürzlich fand im Gilserberger Ortsteil Sebbeterode die Jahreshauptversammlung der touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) „Rotkäppchenland“ statt. Der Vorsitzende, Bürgermeister Manfred Koch aus Kirchheim, konnte hierzu zahlreiche Mitglieder in „Leos Jausen-Station“ begrüßen.
Der TAG gehört neben 18 Städten und Gemeinden aus den Landkreisen Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg auch die Stadt Neustadt (Hessen) aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf an. Neben den Kommunen sind zahlreiche Gastronomen, Beherbergungsbetriebe und private Zimmervermietungen Mitglied der TAG.
Neustadts Bürgermeister Thomas Groll, der an der Versammlung teilnahm, betont, dass man sich im „Rotkäppchenland“ gut aufgenommen fühlt. „Immer wieder ist man mit Veranstaltungen bei uns zu Gast, bewirbt unsere kulturellen Angebote und Sehenswürdigkeiten. Nach der Fertigstellung des Kultur- und Bürgerzentrums werden wir die TAG selbstverständlich in unsere Marketingaktivitäten einbeziehen.“
Geschäftsführerin Heidrun Englisch berichtete über die Aktivitäten der letzten Monate und ging dabei u.a. auf verschiedene Messe- Auftritte, die youtube-Präsenz und den Radspaß im „Rotkäppchenland“ ein, dessen Siegerehrung übrigens in Neustadt beim Artistenfestival stattfand.Sonja Kunze von Kasseler Büro für Stadtentwicklung und Regionalplanung akp trug in einem Referat erste Überlegungen für einen Naturpark Knüll vor. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

„Leere Kasse“ zieht nicht mehr

Narren eroberten das Neustädter Rathaus und rieten der Bürgergarde zum Seitenwechsel
Mit all ihrem (nicht zu unterschätzenden) Gewicht lehnten sich Holger Krapp und Karsten Gehmlich gegen das extra errichtete Holztor, doch einmal mehr überwanden die Narren die Bürgergarde und eroberten das Rathaus.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Jahrelang gab es maximal Spinnweben aus Neustadts Stadtkasse zu erbeuten. Entsprechend versuchte Bürgermeister Thomas Groll es mit der alten Taktik und verwies während des Ansturms der Narren darauf, dass die Kassen leer seien. Schon in der Vergangenheit hatte ihm dieser Ansatz nicht geholfen – doch dieses Mal kassierte er dafür auch noch Gelächter der zahlreichen Besucher. Kol- ping-Sitzungspräsident Andreas Gnau freute sich anschließend auch gleich, dass es sich endlich mal lohne, das Rathaus zu erobern – und forderte Fördermittel für die Narren von 111 Prozent. Außerdem riet er der Bürgergarde, doch endlich die Seiten zu wechseln und mit den Narren gemeinsame Sache zu machen. Er muss es ja wissen: Im alltäglichen Leben ist er schließlich Hauptmann eben jener Garde.
Ein Höhepunkt des verregneten Rathaussturms war die Rede von VfL-Sitzungspräsident Michael Launer, dessen Notizen der anhaltende Regen fortgespült hatte – was seiner ohnehin schon urigen Art zusätzlichen Charme verlieh. Er versuchte jedenfalls, über das neue Bürger- und Kulturzentrum zu berichten: mit Glasaufzügen in die Saunawelt auf dem Dach, 400 Parkplätzen im Keller und einer Bier-Standleitung zum örtlichen Getränkehändler. „„Leere Kasse“ zieht nicht mehr“ weiterlesen

Närrisches Dienstzeit-Jubiläum

Silvia Gawlitta von der Neustädter Kita „Regenbogen“ seit 25 Jahren Erzieherin
Seit 25 Jahren gehört Silvia Gawlitta dem öffentlichen Dienst an. Das Jubiläum wurde von den Kindern und Erzieherinnen der Kindertagesstätte „Regenbogen“ karnevalistisch gefeiert.
Von Klaus Böttcher
Neustadt. 90 kleine Prinzessinnen, Indianer, Cowboys oder Polizisten kamen mit einer Rose in der Hand in die Turnhalle der Neustädter Kindertagesstätte „Regenbogen“, wo sie auf die Jubilarin Silvia Gawlitta trafen. Jedes Kind einzeln gratulierte der Erzieherin, die seit 25 Jahren in Neustadt tätig ist.
Als Biene verkleidet hatte die Jubilarin sichtlich gerührt für jedes Kind ein liebes Wort parat. Zusammen mit der Leiterin der Kindertagesstätte, Claudia Orth, gratulierten alle Erzieherinnen, ebenfalls kostümiert mit einem selbst verfassten Lied zum Jubiläum.
Mit einem Narhalla-Marsch kam das Neustädter Prinzenpaar Bettina I. und Henry I. begleitet von Mädchen der Prinzengarde in den Raum. Zusammen mit dem Neustädter VfL- Präsidenten Michael Launer, der gleichzeitig für den Personalrat der Stadt gekommen war, und versehentlich der Leiterin der Kindertagesstätte Claudia Orth gratulierte. Bürgermeister Thomas Groll schüttelte aber die richtige Hand, nämlich die der Jubilarin.
Die Faschingsfeier der Kindertagesstätte bot für die Ehrung einen ungewöhnlichen, aber zur Jubilarin einen durchaus passenden Rahmen, schließlich war sie auch einmal Prinzessin der Karnevalsabteilung des VfL Neustadt. „Närrisches Dienstzeit-Jubiläum“ weiterlesen

Ein Prinzenpaar gibt Gas

Bettina die Erste und Henry der Erste genießen nicht nur das Amt, sie wollen auch die Jugend begeistern
Neustadts frisch inthronisiertes Prinzenpaar hat schnell Gefallen am neuen Amt gefunden. Die beiden wollen ihre Auftritte nutzen, um Werbung für den Karneval zu machen.
von Noa Pötter
Neustadt. Erst wenige Tage ist es her, dass Prinzessin Bettina die Erste und Prinz Henry der Erste als Prinzenpaar des VfL Neustadt der laufenden Kampagne inthronisiert wurden. Beide sind zum ersten Mal als Prinzenpaar auserkoren worden, beide aber bringen bereits reichlich Karnevalserfahrung mit.
Und eines steht schon jetzt fest: Das Paar ist offenbar begeistert vom neuen Amt. Nach den ersten Auftritten sind Beobachter sich sogar sicher, die beiden harmonieren nicht nur im Karneval. Henry Gawlitta ist schon seit zehn Jahren aktiver Karnevalist. Die Ehre, als Prinz den Vfl zu repräsentieren, hatte er indes noch nie, obwohl Gerüchte anderes besagten. Gawlitta jedenfalls stellt klar: „Ich war vorher zwar schon zehn Jahre im Karneval aktiv, Prinz war ich aber bisher noch nicht.“ Ihn bewegen allerdings andere Gedanken. Gegenüber der OP erklärt der Küchenmeister, er sei nun in einem Alter, in dem es Zeit sei, zu überlegen, ob er weiter im Karneval tätig bleiben wolle oder nicht. Als sich die Frage stellte, ob er der nächste Prinz werden möchte, stand für ihn fest: „Das mache ich noch!“ Er werde dem Karneval aber auch nach seiner Zeit als Prinz erhalten bleiben – nicht zuletzt als Teil des Bühnenbau-Teams.
Und was reizt ihn nun besonders am Amt des Prinzen? Da muss Henry der Erste nicht lange überlegen. Spontan sagt er: „Mir gefällt am meisten an meinem Amt, dass ich viele neue Menschen kennenlerne. Man hebt sich dadurch heraus und das ist einfach eine schöne Sache, die ich jedem empfehlen kann.“
Auch Bettina Abel hat schnell viel Freude am Prinzessinnen- Dasein gefunden. Es sei schon aufregend, so in der Öffentlichkeit zu stehen. „Das ist wirklich toll, man ist nur hin und wieder ein bisschen aufgeregt“, räumt sie schmunzelnd ein. „Es hat ja auch gerade erst angefangen, das Schönste kommt ja noch.“ Sie sei von dem Vorschlag, Prinzessin zu werden, sehr überrascht gewesen, da sie das vorher nicht geplant habe. Sie ist zweite Vorstandsvorsitzende des Frauenvereins und im Verein seit drei Jahren Komitee- Mitglied. Deswegen habe sie auch bei Sketchen und Showtänzen schon Erfahrungen auf der Bühne gesammelt. „Ein Prinzenpaar gibt Gas“ weiterlesen

Ein Brunnen für das „Starke Dorf“

Mengsberger Heimat- und Verschönerungsverein erhält 5 000 Euro vom Land Hessen
Der Heimat- und Verschönerungsverein hat die Förderplakette „Starkes Dorf -Wir machen mit“ des Landes Hessen und einen Förderbescheid über 5000 Euro erhalten.
von Karin Waldhüter •
Mengsberg. Über das Landesprogramm hat der Heimat- und Verschönerungsverein (HuW) für den „Feldbrunnen am Backhaus“ die Höchstförderung von 5000 Euro erhalten. Tobias Scherf, Regionalbeauftragter der Hessischen Landesregierung, überreichte die Förderplakette und den Förderbescheid im Rahmen eines kleinen Empfangs im Gemeindehaus. Sechs öffentliche Brunnen und viele private Brunnen habe es einst in Mengsberg bis zur Einführung der Wasserleitung gegeben, sagte Ziesse. So sei die Idee entstanden, einen solchen Originalbrunnen nachzubauen. „Ein Brunnen für das „Starke Dorf““ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Kindertafel Stadtallendorf erhielt Erlös des Neujahrskonzerts

Seit 2008 laden der Magistrat der Stadt Neustadt (Hessen) und die evangelische Kirchengemeinde alljährlich Anfang Januar zu einem Neujahrskonzert in die evangelische Kirche ein. Eintritt wird dabei nicht erhoben, stattdessen wird um eine Spende für eine soziale Einrichtung gebeten.
Im Vorfeld des 13. Neujahrskonzertes hatten sich Pfarrerin Kerstin Kandziora und Bürgermeister Thomas Groll dafür entschieden, diesmal die Kindertafel in Stadtallendorf zu bedenken.
In den Klingelbeuteln kam ein Betrag in Höhe von 800 Euro zusammen. Die Kommune stockte die Summe auf 1.000 Euro auf.
Waltraut Dom, die Leiterin der Kindertafel, nahm die Spende dankbar entgegen und betonte, wie wichtig regelmäßige Zuwendungen für die Arbeit der Einrichtung seien.
Die Kindertafel Stadtallendorf wurde im Dezember 2007 gegründet. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 6-16 Jahren. Gegenwärtig finden jeden Freitag über 100 Kinder und Jugendliche den Weg in die Räumlichkeiten der Kindertafel. Von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern erhalten sie ein Grundpaket zur gesunden und ausgewogenen Ernährung. Zudem gibt es immer noch ein „Extra“ wie Süßigkeiten oder zu Weihnachten eine Wollmütze.
Pfarrerin Kerstin Kandziora und Bürgermeister Thomas Groll zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Kindertafel und fuhren mit der Gewissheit nach Neustadt zurück, dass die Spende auch diesmal wieder an „den Richtigen“ gelangt sei. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Urgestein muss kürzer treten

Klaus Groll feiert heute seinen 75. Geburtstag • Abschied vom Amt des Ortsvorstehers steht fest
Klaus Groll, der Ortsvorsteher der Stadt Neustadt, wird heute 75 Jahre alt. Gesundheitliche Gründe zwingen ihn dazu, das Amt des Ortsvorstehers für die Kernstadt abzugeben.
von Klaus Böttcher
Neustadt. Klaus Groll kann man als ein Neustädter Urgestein bezeichnen, wenngleich er in Goßfelden geboren ist. Doch im Herbst 1945 zog seine Familie nach Neustadt. Somit ist er fast sein ganzes Leben in der Junker-Hansen-Stadt zu Hause. Beruflich war Groll im Finanzwesen tätig. Er war gelernter Steuerfachgehilfe, bildete sich weiter zum Diplom- Finanzwirt. Zweieinhalb Jahre war er beim Landratsamt Ziegenhain beschäftigt und wechselte dann zur Stadtverwaltung in Neustadt.
Dort war er 37 Jahre tätig und die Neustädter kennen ihn von den zahlreichen Tätigkeiten, ob als Standesbeamter, Finanzfachmann oder Organisator von Festen. „Ich war Mädchen für alles von der Hochzeit bis zum Friedhofsgehilfen“, beschreibt der Oberamtsrat im Ruhestand seine Tätigkeiten und ergänzt: „Alles was mit Geld zusammenhängt war meine Aufgabe.“
Der Jubilar ist seit über 50 Jahren mit seiner Frau Monika verheiratet. Sie haben einen Sohn
und zwei Töchter, die ihnen neun Enkelkinder beschert haben. Beide freuen sich, dass die Familienmitglieder alle in der Nähe wohnen und genießen es, wenn die Enkelkinder bei ihnen sind.
Haus Groll ist seit es in der Kernstadt einen Ortsbeirat gibt, der Ortsvorsteher. In dem aktiven Gremium engagiert er sich ebenso wie in einigen Vereinen. Der Ortsbeirat hat nicht nur Vor
schläge gemacht oder Forderungen gestellt, sondern die Ärmel hochgekrempelt und selbst gearbeitet.
So sieht es Klaus Groll und nennt Beispiele: So haben sie beispielsweise die Grillhütte saniert, den Spielplatz und die Hütte eingezäunt, in der Gemarkung um Neustadt Bänke aufgestellt oder sich an den Aktionen „saubere Landschaft“ beteiligt. Im vergangenen Jahr hat
te der Jubilar einen Schlaganfall, den er ohne bleibende Schäden überstanden hat, aber aus ärztlicher Sicht soll er kürzer treten.
Kein Nachfolger in Sicht
Das ist der Grund, warum er zum Ende diesen Monats das Amt des Ortsvorstehers abgeben möchte. Das Problem ist die Nachfolge. Andrea Bauscher, seine Stellvertreterin, ist im vergangen Jahr zurückgetreten.
Von den andern Ortsbeiratsmitgliedern möchte keiner den Posten übernehmen. Bleibt es bei dieser Situation, so wäre Neustadt bis zur Kommunalwahl im nächsten Jahr ohne Ortsvorsteher.
Den inzwischen beliebten Adventsmarkt hat auch der Ortsbeirat und federführend Klaus Groll veranstaltet. Jetzt hofft er noch darauf, dass aktive Vereine die Ausrichtung übernehmen.
Der 75-jährige hat sich in etlichen Ortsvereinen engagiert oder unterstützt sie durch seine Mitgliedschaft. Dazu zählen der Männergesangverein, die Feuerwehr, der VfL Neustadt, der Förderverein Bürgerpark und die Kolpingfamilie.
Außerdem gehört er dem Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde an. Groll organisiert die Fahrten zu den Neustadttreffen, so auch wieder in diesem Jahr Anfang Juli nach Neustadt an der Aisch.
Liebend gerne ist der 75-jährige mit seinem Traktor, unterwegs. So fuhr er damit zu den Arbeitseinsätzen des Ortsbeirates, zieht mit dem Traktor das Kirchenmodell beim Kirmesumzug. Seine Enkel lieben die Fahrt mit dem Opa auf dem Traktor.
Jetzt möchte der Jubilar mehr Zeit mit der Familie verbringen und weiter mit seiner Frau Reisen unternehmen. Klaus Groll dankt auf diesem Wege allen, die ihn bei den vielen Aktivitäten unterstützt haben.