Kreistag setzt sich gegen Verkehrsbelastung ein

Autobahn

Auch im Kreistag stand die Verkehrsbelastung nach Freigabe der Autobahn in Schwalmstadt im Mittelpunkt der Resolution. Die Situation in Stadtallendorf durch die verschobene Tieferlegung der Bundesstraße und die Belastungen von Neustadt wurden in der Diskussion hervorgehoben. Für die Koalition sprach für die CDU Manfred Vollmar und für die SPD-Fraktion Hans-Gerhard Gatzweiler.

Er führte unter anderem aus:

Scheinbar sind aber jetzt die größten Hürden beseitigt und mit einer Ausschreibung kann im 1. Quartal 2018 gerechnet werden, so zumindest die Mitteilung der OP vom Anfang diesen Jahres.

2021 soll die Autobahn in Schwalmstadt freigegeben werden, wenn es sehr zügig läuft, ehrlich gesagt daran kann ich noch nicht so wirklich glauben, dann könnten die beiden fehlenden Abschnitte bis 2015 fertiggestellt werden.

Was passiert in der Zwischenzeit mit den Autos und insbesondere den Lastwagen? Was passiert bei einer deutlichen Verzögerung?

Die Autos müssen sich ihren Weg über die Bundesstraße durch Wiera, Neustadt und Stadtallendorf suchen.

In Neustadt geht die Bundesstraße Mitten durch die Stadt, hier gibt es vier neunziggrad Kurven, zwei davon versehen mit Ampeln, die insbesondere von LKWs aufgrund ihrer Radien und Straßenbreiten schwer zu nehmen sind. Bereits jetzt gibt es längere Rückstaus an den Ampeln und in der Bahnhofstraße. Alle Autos und LKW müssen direkt an der Martin-von Tours Schule vorbei.  Eine große Gefahrenstelle! „Kreistag setzt sich gegen Verkehrsbelastung ein“ weiterlesen

Auch Neustadt wählt am 28. Oktober

Stadtverordnete beschlossen Termin für die Bürgermeisterwahl und die Resolution zur Autobahn 49

Nach den Wohratalern und den Rauschenbergern beschlossen nun auch die Neustädter, dass es am 28. Oktober nicht nur zur Landtagswahl und zum Verfassungsreferendum sondern auch zur Bürgermeisterwahl kommt.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Noch bis zum 30. Juni 2019 sitzt Thomas Groll sicher auf dem Chefsessel des Neustädter Rathauses. Rund acht Monate davor wird klar sein, ob er in eine dritte Amtszeit gehen und weitere sechs Jahre dranhängen darf. Eigentlich darf eine Bürgermeisterwahl frühestens sechs Monate und spätestens drei Monate vor Freiwerden der Stelle stattfinden. Einzige Ausnahme: Die Stadtverordneten können einen anderen Termin wählen, wenn sie so eine Zusammenlegung verschiedener Wahlvorgänge ermöglichen. Und das taten die Neustädter nun: Sie legten die Bürgermeisterwahl auf den 28. Oktober – dem Tag, an dem die Hessen ohnehin an die Urnen treten und zum einen den Landtag wählen und zum anderen über Veränderungen an ihrer Verfassung abstimmen müssen. Als Termin einer möglichen Stichwahl legten sie derweil den 11. November fest. „Auch Neustadt wählt am 28. Oktober“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Im Hinblick auf die momentane Diskussion über das Gedenken in Neustadt (Hessen) anlässlich der 80. Wiederkehr der Pogromnacht erklärt Bürgermeister Thomas Groll:

„Seit zehn Jahren führt die Stadt Neustadt (Hessen) regelmäßig Gedenkveranstaltungen zu bedeutsamen Ereignissen und Persönlichkeiten der deutschen Geschichte durch. Dabei wurden die dunklen Stunden der Historie unseres Landes natürlich nicht ausgespart. So befassten wir uns bereits 2008 mit den Geschehnissen der Pogromnacht von 1938, thematisierten 2014 das 80 Jahre zuvor vom Reichstag beschlossene Ermächtigungsgesetz der Nazis und den Widerstand von Sozialdemokraten und Gewerkschaften hiergegen, gedachten der Opfer des 20. Juli 1944, erinnerten 2015 an das Ende des II. Weltkrieges mit seinen Millionen Opfern und rückten im selben Jahr die Vertreibung und ihre Folgen in den Fokus der Betrachtung.
Für mich ist es daher selbstverständlich, auch 2018 wieder der Pogromnacht zu gedenken. Die Zerstörung der Synagogen, die Entrechtung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren millionenfache Ermordung in den Konzentrationslagern des nationalsozialistischen Deutschlands dürfen auch dann nicht in Vergessenheit geraten, wenn die Tätergeneration nicht mehr lebt. Der Religionsphilosoph Pinchas Lapide hat Recht, wenn er einst sagte, dass ein Volk, das seine Vergangenheit vergisst, dazu verdammt sei, sie zu wiederholen.
Hinsichtlich einer Gedenkveranstaltung zum 9. November stehe ich in Gesprächen mit der jüdischen Gemeinde Marburg, die ich gebeten habe, sich daran zu beteiligen. Monika Bunk, deren zweite Vorsitzende, hat in diesem Zusammenhang angeregt, die Martin- von-Tour-Schule, als „Schule gegen Rassismus“, einzubeziehen und auch über das Judentum heute in unserem Land zu informieren. Beides finde ich folgerichtig. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Auszeichnung für „Kitt der Gesellschaft“

Thomas Groll: Wir brauchen nicht Leute, die meckern – sondern Leute, die mit anpacken
„Neustadt zuerst“, könnte Bürgermeister Thomas Groll sagen, denn erstmals wurden neun Bürger außerhalb des Kreishauses mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet.
von Klaus Böttcher
Neustadt. Der Landesehrenbrief ist eine Auszeichnung, die denen ausgehändigt wird, die sich über einen längeren Zeitraum ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagiert haben. Das kann in Vereinen, sozialen oder kulturellen Institutionen oder in der Kommunalpolitik sein.
Bürgermeister Thomas Groll stellte heraus, dass weit über 100 Jahre Ehrenamt bei den neun zu Ehrenden Zusammenkommen. Ehrenamt werde oftmals als Kitt der Gesellschaft bezeichnet und müsse unterstützt werden, hob er hervor. „Es wäre schön, wenn sich noch viele andere ehrenamtlich engagieren würden. Wir brauchen nicht Leute, die meckern und alles besser wissen, sondern Leute, die mit anpacken“, betonte er. „Auszeichnung für „Kitt der Gesellschaft““ weiterlesen

Neustädter genießen finanzielle Lage

Stadtverordnete segneten einstimmig den mit einem Millionenplus endenden Haushaltsplanentwurf ab
„Aktuell macht es Spaß, in Neustadt politisch zu arbeiten“, betonte SPD- Fraktionsvorsitzender Hans-Gerhard Gatzweiler und hob hervor, dass die Stadt die gute finanzielle Lage auch den Flüchtlingen zu verdanken habe.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Ein Plus von rund 1,25 Millionen Euro, Investitionen von 6,7 Millionen Euro und keine neue Kreditaufnahme – der Haushaltsplan 2018 ist für die Stadt Neustadt ein Finanzwerk der Rekorde. Entsprechend viel Freude hatten die Stadtverordneten, sich damit auseinanderzusetzen. Und entsprechend lobend und euphorisch fielen dann auch die Haushaltsreden aus, die Neustadts Fraktionsvorsitzende am Montagabend während der Stadtverordnetenversammlung im Speckswinkler Zollhof hielten.
„Die Ausgabenansätze bringen unsere Kommune voran. Sie sorgen für die Unterhaltung von Bestehendem, schaffen Neues und setzen zudem einen Schwerpunkt in den sozialen Bereichen und führen das kulturelle Engagement der Kommune fort“, lobte Hans-Dieter Georgi (CDU). Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) stellte heraus, dass sich das Ansehen der Stadt zum Positiven verändere: „Das wir nicht nur über das Haus der Begegnung und dem Schwimmbad reden, sondern über den Rathausplatz und das Jugendheim sowie über 500 000 Euro für die Umgestaltung des Teichs am Bürgerpark ist beeindruckend,“ Und Karsten Gehmlich (FWG) ergänzte: „Die gute Haushaltslage und Fördermittel machen es möglich, dass wir Probleme angelten können, denen wir uns lange nicht widmen konnten.“ „Neustädter genießen finanzielle Lage“ weiterlesen

Die gute Finanzlage haben wir den Geflüchteten zu verdanken!

Haushalt mit Überschuss

Die SPD-Fraktion hat dem diesjährigen Haushaltsplan zugestimmt. In seiner Rede führte der Fraktionsvorsitzende aus:

In den Beratungen im Ausschuss schaute Herr Bätz als Ausschussvorsitzender immer wieder zu den SPD Abgeordneten und man konnte erkennen, dass er erstaunt war, dass diesmal so wenig Fragen, Hinweise und Kritik aus unseren Reihen kamen.
Ja, dass ist richtig, wir haben diesmal wenig hinterfragt. Was ist anders als in den letzten Jahren?
Den diesjährigen Haushalt zu lesen macht richtig Spaß, denn die hohen Investitionen, die hohen Zuschüsse und der hohe Überschuss zeigen die aktuell gute Situation. Dass wir es nach vielen Jahren des Streichens und Sparrens in den nächsten Jahren endlich mal wieder schaffen, unsere Infrastruktur auf Vordermann zu bringen und dies nicht nur bei den beiden Großprojekten Haus der Begegnung und Freibad sondern auch bei vielen „kleinen Aktivitäten“ ist sehr erfreulich. „Die gute Finanzlage haben wir den Geflüchteten zu verdanken!“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Dr. Sebastian Gies zum „Neustadt-Botschafter“ ernannt

Mit rund 40 Neustädten in sieben mitteleuropäischen Ländern ist die Arbeitsgemeinschaft „Neustadt in Europa“ die größte bekannte Städtefreundschaft. Wer zehn Neustädte besucht und dies in einem entsprechenden Pass dokumentiert, der wird zum „Neustadt-Botschafter“ ernannt. In Neustadt (Hessen) wurde bisher 43 Damen und Herren diese Ehre zuteil. Zum 44. „Neustadt-Botschafter“ vor Ort konnte Bürgermeister Thomas Groll kürzlich Dr. Sebastian Gies ernennen. Der 29-jährige Physiker hat in den letzten Jahren zehn Neustädte besucht. Im Auftrag der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Petra Bieber aus Bad Neustadt an der Saale überreichte Groll die entsprechende Urkunde und ein Präsent. Dr. Sebastian Gies berichtete, dass er bereits über einen neuen Neustadt-Pass verfüge und sicher in der Zukunft wieder das eine oder andere Neustadt in Europa besuchen werde. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Gedenktafel oder Stolpersteine?

Neustädter wollen an die vertriebenen, ermordeten und enteigneten jüdischen Mitbürgern erinnern
Den einen ist eine Tafel zu unpersönlich, den anderen ist es zuwider, auf Stolpersteine zu treten und damit quasi auf Schicksalen herumzutrampeln. Gedenken ja, nur wie? Das ist die Frage.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. Die Pogromnacht fand in Neustadt vor 80 Jahren einen Tag früher statt als im Rest des damaligen Deutschen Reichs. Die Republikaner beziehungsweise inzwischen die AfD erhalten in der Stadt vergleichsweise überdurchschnittliche Ergebnisse. Beim Thema Rechtsextremismus „sind wir also besonders labil“, folgert Hans- Gerhard Gatzweiler. Umso wichtiger sei es, die Geschichte aufzuarbeiten und der vertriebenen, ermordeten und enteigneten jüdischen Mitbürger zu gedenken, ergänzt der SPD- Fraktionsvorsitzende.
„Für mich ist es selbstverständlich, auch 2018 wieder der Pogromnacht zu gedenken“, pflichtet ihm Bürgermeister Thomas Groll (CDU) bei. Die Zerstörung der Synagogen, die Entrechtung der jüdischen Mitbürger und deren millionenfache Ermordung in den Konzentrationslagern des nationalsozialistischen Deutschlands dürften auch dann nicht in Vergessenheit geraten, wenn die Tätergeneration nicht mehr lebe. „Der Religionsphilosoph Pinchas Lapide hat Recht, wenn er einst sagte, dass ein Volk, das seine Vergangenheit vergisst, dazu verdammt sei, sie zu wiederholen“, betont der Rathauschef. Zum einen plant er eine Gedenkveranstaltung zum 9. November, in die er die jüdische Gemeinde Marburg und, auf Anregung deren zweiter Vorsitzenden Monika Bunk, auch die Martin-von- Tours-Schule als „Schule gegen Rassismus“ einbinden möchte. „Gedenktafel oder Stolpersteine?“ weiterlesen

Intelligente Schritte gegen Verkehrsgau

A-49-Weiterbau und die Folgen beschäftigen demnächst zwei Stadtparlamente und den Kreistag
Es dauert zwar noch rund drei Jahre, bis die Autobahn 49 zunächst in Schwalmstadt enden wird. Dennoch will die Stadt Neustadt schon jetzt den Druck auf das Land Hessen erhöhen.
von Michael Rinde
Ostkreis. In zwei Stadtparlamenten und im Kreistag wird das Thema Autobahn-Weiterbau in diesen Wochen wieder einmal eine Rolle spielen. Es geht um Resolutionen rund um die zu erwartenden Konsequenzen aus dem abschnittweisen Weiterbau der A 49. Zuletzt rechnete das Land Hessen damit, dass der Abschnitt von Neuenthal bis Schwalmstadt Ende 2021 fertiggestellt sein wird. Dann rollt der Verkehr von dort aus weiter über Wiera, Neustadt und Stadtallendorf in die gesamte Region hinein. Wie lange die Region mit dem befürchteten Verkehrsgau leben muss, hängt vom Weiterbau der A-49- Abschnitte von Schwalmstadt bis Stadtallendorf und von dort weiter bis Gemünden (Felda) zur Autobahn 5 ab. Diese beiden Abschnitte entstehen über eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) mit einem Investor. „Intelligente Schritte gegen Verkehrsgau“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„Die Kinder haben viel Spaß jeden Tag draußen zu sein“

Seit Oktober letzten Jahres hat Neustadt nun auch einen Waldkindergarten. Im Gespräch mit der Quartiersmanagerin Svetlana Nerenberg (SN) gibt Nina Schreier (NS), die Leiterin des Waldkindergartens, einige Einblicke in das tägliche Miteinander, die Besonderheiten des „Draußenseins“ in der Vorweihnachtszeit und zukünftig geplante Aktionen.
SN: Wie waren die ersten Wochen im Waldkindergarten?
NS: In den ersten Wochen haben wir uns jeden Tag bei unserem Waldsofa aufgehalten; einer unserer festen Waldplätze, die wir im Wald aufsuchen. In der ersten Zeit haben uns Kinder und Eltern dorthin begleitet, sodass wir uns alle gut kennenlernen konnten. Nach der ersten Eingewöhnungszeit fühlen sich die Kinder in unserem Waldkindergarten sehr wohl und haben viel Spaß jeden Tag draußen zu sein, sich frei zu bewegen und viele spannende Entdeckungen zu machen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen