5,4 Hektar der 32 Hektar großen Neustädter Bundeswehr-Liegenschaft sind vermarktet
In rekordverdächtiger Zeit hat die Stadt Neustadt Baurecht für sieben Hektar der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne geschaffen. Eine Spedition ist erster Investor.
von Michael Rinde
Neustadt. In drei Jahren, so die aktuellen Stationierungsplanungen, ziehen die letzten Soldaten aus der Neustädter Ernst-Moritz-Kaserne ab. Schon im vergangenen Jahr hat der Bund etwa 7 Hektar Kasernenfläche für die Vermarktung freigegeben (die OP berichtete).
Inzwischen ist der überwiegende Teil davon schon verkauft. Im August hat die Spedition Geisel mit Sitz in Schwalmstadt 5,4 Hektar gekauft. Die Spedition hatte die Flächen vorher bereits angemietet. Auch für die übrigen 1,6 Hektar des früheren Technikteils der Kaserne gebe es bereits Interessenten. Inzwischen existiert auch das nötige Baurecht. Seit wenigen Tagen ist der Bebauungsplan der Stadt in Kraft, der Flächennutzungsplan ist geändert. In einem kleinen Kraftakt hat die Stadt Neustadt innerhalb von nur zwölf Monaten die rechtlichen Grundlagen geschaffen.
Der erste Abschnitt der Konversion, der Umwandlung von militärischen in zivile Flächen, läuft aus Sicht von Bürgermeister Thomas Groll bisher sehr gut.
Es gibt auch schon Gespräche mit der Bundeswehr über die Freigabe von weiteren Flächen des Technikteils der Kaserne. „Spedition kauft Teile der Kaserne“ weiterlesen
Im nächsten Jahr sticht Groll das erste Fass an
Termin der 505. Trinitatiskirmes erneut verlegt Änderungen beim Programm und am Festplatz geplant
Neustadts Bürgermeister und die Festkommission wollen weiter am Programm der Trinitiatiskirmes feilen. Damit soll das mehr als 500 Jahre alte Volksfest attraktiv bleiben.
von Michael Rinde
Neustadt. Bis zum Jahr 2011 will die Stadt Neustadt bei der Gestaltung der Trinitiatiskirmes Experimente wagen. Mit kleineren und größeren Neuerungen wollen die Festkommission und Neustadts Bürgermeister Thomas Groll das große Volksfest fit für die Zukunft und attraktiver für Jüngere machen.
Im nächsten Jahr gibt es ohnehin ein Novum: Dann verlegt die Stadt erstmals das Geburtstagsfest der Trinitatiskirche. Schuld ist der Hessentag in Stadtallendorf (die OP berichtete), mit dem die Neustädter nicht in Konkurrenz treten können. Jetzt musste die Stadt den Kirmestermin 2010 noch einmal leicht verändern: Weil viele Schausteller ansonsten ausgebucht wären, ist die 505.Trinitatiskirmes jetzt vom 2. bis zum 5. Juli 2010 geplant. Norbert Krapp, Vorsitzender der Festkommission, ist über die Terminverschiebung nicht glücklich, sieht aber auch keine Alternative.
Doch nicht nur der Kirmestermin ändert sich im nächsten Jahr. Auch beim Programm gibt es Umstellungen. Am Kirmesfreitag, um 18 Uhr, sticht Neustadts Bürgermeister das erste Fass Bier auf dem Marktplatz an. Daran schließen sich der Neubürgertrunk und die Einführung des neues Junker Hans und der Burgfräuleins an.
Bisher waren das feste Größen im Programm am Kirmessamstag. Wer möchte, soll am Freitag künftig bis in die Nacht auf dem Marktplatz, zu Füßen der Kirche, verweilen können. Für die Jugend gibt es ab 21.30 Uhr eine Diskonacht im Festzelt.
Am Samstagnachmittag setzt die Stadt wieder auf einen Seniorennachmittag. Dazu will die Festkommission rechtzeitig Seniorengruppen und Kirchengemeinden einladen – auch über Neustadt hinaus. „Wir wollen auch mit der Volkshochschule Kontakt aufnehmen“, kündigt Thomas Groll an. „Im nächsten Jahr sticht Groll das erste Fass an“ weiterlesen
Bei der Renovierung hilft Geld der Stadt
Neustadt fördert Erhalt von Altbauten
von Michael Rinde
Mengsberg. Ein Anfang ist gemacht: Gestern überreichte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll (CDU) den ersten Bescheid des neuen Förderprogramms, mit dem die Stadt den Erhalt von Altbauten oder deren Wiederbelebung unterstützt. Sabrina und Michael Geisel kauften vor Kurzem ein leerstehendes Haus im Lindenweg in Mengsberg, Jetzt haben sie damit begonnen, das Haus zu renovieren. Von der Stadt bekommen sie dabei finanzielle Hilfe, insgesamt 7 000 Euro, verteilt auf vier Jahresraten. „Wir haben viel darüber geredet, wie wir dem Bevölkerungswandel und den Leerständen begegnen wollen. Jetzt handeln wir“, freute sich Groll.
Zusätzlich zum Grundbetrag von 5 000 Euro bekommen die Geisels noch einmal einen Kinderzuschlag von 2 000 Euro. Michael Geisel freute sich gestern über den Förderbescheid von der Stadt: „Das Geld hatten wir seinerzeit gar nicht einkalkuliert.“ Im nächsten Frühjahr will die Familie einziehen. Jährlich stellt die Stadt 15 000 Euro für ihr Förderprogramm bereit. Groll hofft jetzt, dass möglichst viele Interessenten dem Beispiel der Geisels folgen. Bei entsprechenden Anträgen könnte die Stadt in diesem Jahr noch weitere Vorhaben unterstützen. Mengsbergs Ortsvorsteher Karlheinz Kurz freut sich, dass die Geisels im Ort bleiben. Sie hatten sich auch aufgrund der guten Infrastruktur dafür entschieden, Mengsberg treu zu bleiben. Töchterchen Leni besucht dort schon den Kindergarten.
Groll schließt Gebührenerhöhung aus
Neustädter Stadtverordnete beschließen Nachtragshaushalt
Neustadt (aws). Nach kurzer Beratung hat das Neustädter Stadtparlament den von Bürgermeister Thomas Groll (CDU) vorgelegten Nachtragshaushalt einstimmig verabschiedet. Die Sprecher beider großen Fraktionen hatten in ihren Reden bereits angekündigt, dem Nachtragshaushalt zustimmen zu wollen.
Franz Wilfried Michels (CDU) lobte die Entscheidung von Bürgermeister und Magistrat, auf sinkenden Gewerbesteuereinnahmen, Verluste bei den Schlüsselzuweisungen und den kommunalen Anteilen an den Gemeinschaftssteuern sowie Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst nicht mit einer Erhöhung der Kreditaufnahme zu reagieren/sondern mit einem Griff in die Rücklagen. „Bereits die Zwischenbilanz des Jahres 2009 kann sich sehen lassen. Die von uns allen gemeinsam gesetzten Zielvorgaben sind bereits umgesetzt, wurden oder werden noch angegangen. Mögen auch die äußeren Rahmenbedingungen unerfreulich sein, so kann sich die Umsetzung der Vorhaben des Haushaltes 2009 ohne Wenn und Aber sehen lassen“, sagte Michels.
Auch Hans Gerhard Gatzweiler (SPD) lobte das von Bürgermeister, Magistrat und Verwaltung erarbeitete Zahlenwerk. Es enthalte Maßnahmen, die von der SPD initiiert wurden. „Es ist ein Haushalt, in dem wir uns wieder finden. Wir könne aber alle nur hoffen, dass sich die Kassenlage bessert“, betonte Gatzweiler. „Groll schließt Gebührenerhöhung aus“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Rathausdacherneuerung wird teurer als bis dato vorgesehen
Bei aktuellen Arbeiten wurden Schadensfälle im Dachstuhl, an den Traufen und Deckenbalkenlagern entdeckt
Im Zuge der Sanierungsarbeiten an den Dächern am Rathaus und am Nebengebäude wurden zusätzliche Schäden entdeckt, so informierte Bürgermeister Thomas Groll die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauwesen usw. Die Mehrausgaben in einer Größenordnung von rund 160.000 Euro mehr am Nebengebäude müsse man sehr kritisch betrachten, wobei man auf keinen Fäll eine Neuverschuldung in Kauf nehmen wird, sondern die notwendigen Mittel aus der Rücklage zur Verfügung stellt. Wir können auch nicht spekulieren, ob die Mängel schon bei der letzten Sanierung vorhanden waren. Fakt ist, dass man bei Öffnung des Daches unterschiedliche Schäden einsehen konnte.
So wurde unter anderem die Abhängung unter der Decke im Magistratszimmer entfernt und ein Bruch des großen Balkens festgestellt. Alle neu aufgelisteten Schäden konnten bei der Planung für die Dachsanierungen nicht eingesehen und daher auch nicht in die Planung, bzw. Kostenstruktur aufgenommen werden.“
Dr. Ing. Marc Böttcher erklärte den Mitgliedern des Ausschusses die neu entdeckten Schäden. Zunächst mussten 23 m3 Altpapier vom Dachboden entsorgte werden, um an die Schwerpunkte heranzukommen. Diese drückten mit einer Überbelastung von 240 % auf den Schlüsselbalken, dazu kam eine erhebliche Last durch Schüttung, zusätzlich nagte natürlich der Zahn der Zeit an den Gebäuden. Die Dachgebinde liegen am Rathaus auf dem oberen Rand auf, im Innenbereich zeigten sich dann weitere Schwächen, die dringend gelöst werden müssen. Die Aufschieblinge im Traufbereich sind vermodert. Durch die doppelten Wände entstanden bei der abgehängten Decke im Magistratszimmer Schäden, wobei der Hauptunterzug gebrochen ist. Die Balkenköpfe sind ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Abriss des „Regenbogens“ ist allen recht
Neubau der Kindertagesstätte für etwa 1,63 Millionen Euro ist beschlossen Bücherei soll mit einziehen
Die seit den Sommerferien geschlossene Kindertagesstätte „Regenbogen“in Neustadt wird abgerissen. Dies hat das Parlament am Montag einstimmig beschlossen. Grund sind Baumängel, die erst vor kurzem entdeckt wurden.
von Tobias Hirsch
Neustadt. Die Rolladen der Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Neustadt sind seit Juni geschlossen. Öffnen werden sie sich nicht mehr. Dies hat das Neustädter Parlament am Montag einstimmig beschlossen.
Grund sind erhebliche bauliche Mängel, die erst bei Renovierungsarbeiten im Juni entdeckt wurden: Unter den Bodenbelägen von Flur und Küche der Kindertagesstätte ist es feucht wie in einer Tropfsteinhöhle. An den Wänden sprießt der Schimmel.
Ursache dafür sind nach Angaben von Bürgermeister Thomas Groll Schäden im Grundleitungssystem des Gebäudes -entstanden durch Durchwurzelung, Rohrbeschädigungen und Rohrquerschnittsverengungen. Regenwasser konnte nicht mehr anständig abfließen und hat sich unter dem Gebäude gestaut. Dadurch ist es zu einer Durchfeuchtung der gesamten Fußbodenkonstruktion gekommen. Eine zum Teil mangelhafte Bauwerksabdichtung im Bereich der älteren Bauteile des Kindergartens, verbunden mit einem hohen Grundwasserspiegel auf dem Grundstück taten ein Übriges. „Abriss des „Regenbogens“ ist allen recht“ weiterlesen
Nehrenheim ist neuer Stadtrat – MNZ
von Tobias Hirsch
Neustadt. Walter Nehrenheim ist neuer Stadtrat der Stadt Neustadt. Der 64-Jährige pensionierte Justizvollzugsbeamte tritt die Nachfolge von Norbert Pfister an. Pfister, der Stabsfeldwebel bei der Bundeswehr ist, legte sein kommunalpolitisches Amt nieder, da er in Kürze in die Niederlande zur Nato versetzt wird. Sein Nachfolger Nehrenheim wurde während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung vereidigt.
Nehrenheim, der gebürtig aus Schleswig-Holstein stammt, lebt seit 1964 in Neustadt. Die Bundeswehr hatte ihn in die Junker-Hansen-Stadt verschlagen und seine Frau, die er dort kennen lernte, hat ihn nicht mehr weg gelassen, wie er sagt. Mit Neustadt fühlt sich Nehrenheim verbunden. Auch ist er kein Neuling auf dem Gebiet der Kommunalpolitik. „Ich saß auch schon für zwei Legislaturperioden in der Stadtverordnetenversammlung“, sagt Nehrenheim.
Walter Nehrenheim löst Stadtrat Norbert Pfister ab – MNZ
SPD-Politiker wechselt von Parlament in Magistrat
Neustadt (aws). Walter Nehrenheim (SPD, Foto) ist neuer Stadtrat in Neustadt. Bürgermeister Thomas Groll und Stadtverordnetenvorsteher Norbert Krapp (beide CDU) haben ihn am Montag in sein Amt eingeführt und vereidigt. Nehrenheim folgt Norbert Pfister (SPD).
Pfister ist Stabsfeldwebel bei der Bundeswehr und hatte zum 15. September sein Amt niedergelegt, weil er zum kommenden Jahr ins Hauptquartier der Nato nach Brüssel versetzt wird.
Nehrenheim ist gebürtiger Pfälzer und war 1964 als Rekrut nach Neustadt gekommen. Bis 1977 diente er im damaligen Panzergrenadierbataillon 142. Danach wurde er bis zu seiner Pensionierung im Justizvollzugsdienst in Schwalmstadt beschäftigt. Nehrenheim ist kein Neuling im Stadtparlament. Er verfügt über eine 10-jährige kommunalpolitische Erfahrung als Stadtverordneter der SPD. Nehrenheim wohnt in Neustadt.
Stadt reißt Regenbogen ab – MNZ
In Neustadt entsteht ein neuer Kindergarten für 75 Kinder
Von Alfons Wieber
Neustadt. Der seit den Sommerferien geschlossene Kindergarten „Regenbogen“ in Neustadt wird abgerissen. Das hat gestern die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Grund sind erhebliche bauliche Mängel, die bei den im Juni begonnenen Renovierungsarbeiten entdeckt wurden.
Unter den Bodenbelägen von Flur und Küche waren Durchfeuchtungen und Schimmelbildungen festgestellt worden. Ebenso zum Teil auch im unteren Bereich der Wände. Ursache hierfür sind nach Angaben eines Gutachters Schäden im Grundleitungssystem des Gebäudes durch. Vermutlich ist es durch Rückstau bei Starkregen und größeren Niederschlagsmengen zur Durchfeuchtung der gesamten Fußbodenkonstruktion gekommen. Durch den hohen Grundwasserstand auf dem Grundstück besteht mittlerweile die permanente Gefahr der Durchfeuchtung von Bodenplatte und Wänden durch die zum Teil mangelhafte Bauwerksabdichtung. Die Instandsetzung hätten etwa 765 000 Euro gekostet. In diesem Betrag wäre auch der Austausch des Mobiliars enthalten. Dazu kämen noch einmal 200 000 Euro aus dem Konjunkturprogramm II für die energetische Sanierung der Außenhülle. „Bei der Sanierung müsste das Gebäude praktisch in den Rohbauzustand zurückversetzt werden. Was dabei noch entdeckt wird, wissen wir noch nicht“, erklärte Bürgermeister Thomas Groll (CDU) vor der Abstimmung. „Stadt reißt Regenbogen ab – MNZ“ weiterlesen
Abfall-Experte sagt dass Bürger ihren Müll sorgfältiger trennen, wenn weniger Platz in der Tonne ist
Auf Neustadts Stadtverordnete warten ausgiebige Beratungen in den Fraktionen: Sie müssen abwägen, welche Änderungen beim Abfallsystem sie für sinnvoll halten.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „In jedem System gibt es Gewinner und Verlierer“, betonte Diplom-Ingenieur Dietmar Gruß, als er am Donnerstag den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses Tipps und Anregungen für die Neugestaltung des Abfallsystems gab. Durchschnittlich produziert jeder Neustädter im Jahr 115 Kilo Restmüll, 170 Kilo Biomüll, 76 Kilo Altpapier und 33 Kilo Sperrmüll. Derzeit sind es Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte, die am besten abschneiden sagte Bürgermeister Thomas Groll.
Sollte die Stadt wie geplant den Sperrmüll nur noch auf Antrag und zudem noch gebührenpflichtig abholen lassen, so werde die Menge deutlich zurückgehen – denn die Menschen würden die sperrigen Gegenstände dann einfach horten, sagte Gruß und hob hervor, dass er aus Erfahrung spreche. Angesichts von durchschnittlich 76 Kilo Altpapier analysierte der Müllexperte, die Neustädter könnten sorgfältiger sammeln und einen höheren Wert erzielen. „Abfall-Experte sagt dass Bürger ihren Müll sorgfältiger trennen, wenn weniger Platz in der Tonne ist“ weiterlesen

