Modernes Angebot im historischen Gebäude

Coworking-Space in Neustadt ist jetzt nutzbar / Erster Mieter nimmt Arbeit auf
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Ein modernes Konzept im traditionsreichen Gebäude – die Stadt Neustadt geht in ihrem historischen Rathaus einen für sie komplett neuen Weg: Mit finanzieller Unterstützung aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ hat sie im Obergeschoss des geschichtsträchtigen Gebäudes einen sogenannten Coworking-Space eingerichtet. Mit Unterstützung von Expertinnen und Experten hat sie dort in mehreren Büros insgesamt zehn Arbeitsplätze eingerichtet – ergänzt durch einen Besprechungsraum unter anderem mit Flatscreen und Kamerasystem, eine „Meeting-Ecke“ sowie eine Teeküche. Betreut wird die Neuerung von „Space-Managerin“ Astrid Walton.

Ab Montag, 16. Januar, ist dort dann auch Betrieb. Erster Mieter ist das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft – das nach Marburg und Stadtallendorf dort seinen dritten Standort im Landkreis Marburg-Biedenkopf einrichtet. Dessen Aufgabe ist es, wie Julius Trümper erläutert, sozial benachteiligte Familien zu fördern und sie in die Lage zu bringen, Probleme zu lösen und Jobs zu finden. Es sei wichtig, dieses Angebot an einem möglichst zentralen Ort zu machen – an dem die Hemmschwelle niedrig ist und es ein Wohlfühl-Ambiente gibt. „Das ist hier vorhanden. Gleichzeitig können wir aber auch sicherstellen, dass die Privatsphäre gewahrt wird“, stellt der Neustädter heraus. Der neue Coworking-Space sei ein attraktives Angebot: „Frisch und neu, aber mit historischem Charme.“ „Modernes Angebot im historischen Gebäude“ weiterlesen

Die Fabers treten am fleißigsten in die Pedale

Eheleute legten beim Stadtradeln 1.523 Kilometer zurück / Stadt bekommt Radverkehrskonzept
Neustadt. Im vergangenen Jahr fand vom 10. September bis 30. September wieder das Stadtradeln statt. Neustadts Erster Stadtrat Wolfram Ellenberg hatte auch dieses Mal wieder in Neustadt die Koordination – und freute sich, dass sich fast 100 Radlerinnen und Radler aus der Kernstadt und den Stadtteilen beteiligten. Es habe sogar Teilnehmer gegeben, die inzwischen nicht mehr in Neustadt wohnen, aber für eine Neustädter Gruppe starteten, stellte er heraus. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll ehrte Ellenberg nun die erfolgreichsten Teilnehmer: In der Kategorie „Familienradeln“ lagen Hannelore und Eduard Faber mit 1.523 Kilometern vorne.

Erfolgreichster Radler war Helmut Merita mit 853 Kilometern – der sich nicht zum ersten Mal am Stadtradeln beteiligt hatte. Knapp dahinter landete mit 822 gefahrenen Kilometern der gebürtige Neustädter Reinhold Reeber, der inzwischen in Stadtallendorf lebt und ein Team mit Norbert Vietor aufstellte.

Erfolgreichste Radlerin war ebenfalls Hannelore Faber mit 729 Kilometern. Die meisten Kilometer unter den Kommunalpolitikerinnen und -politikern legte Walter Schmitt mit 708 zurück. Bürgermeister Thomas Groll lobte alle Radlerinnen und Radler dafür, dass sie sich an der Aktion beteiligt hatten. Er kündigte für das Jahr 2023 eine Neuauflage an. Dann solle auch darüber nachgedacht werden, eine gemeinsame Radler-Aktion anzubieten.

Im Gespräch mit den fleißigsten Radlerinnen und Radlern widmeten sich Groll und Ellenberg auch einem Radverkehrskonzepts, das im Zuge der Erstellung eines Nahmobilitätskonzepts entwickelt werden soll. Dies sei auf positive Resonanz gestoßen, teilten sie mit.