Spätsommerwetter bei Grenzgang und Keltereifest

800 Jahre Speckswinkel: 200 Grenzgänger marschierten den zweiten Teil der Grenze ab
Neustadt-Speckswinkel. Mehr als 200 Grenzgänger marschierten den zweiten Teil der Speckswinkler Gemarkungsgrenze anlässlich des 800-jährigen Dorfjubiläums ab. Nach der Hälfte der acht Kilometer langen Strecke wurde eine Brotzeit eingelegt. Auf Höhe der Georgsteiche überraschten die Nachbarn aus Wolferode die Grenzgänger mit einem musikalischen Ständchen und überreichten eine Edelkastanie als Geschenk.

Nach etwa drei Stunden trafen die Wanderer auf dem Hof der Kelterei Matsch und Brei ein. Bei Kaffee, Kuchen, Imbiss und kühlen Getränken verbrachten die rund 400 Besucher einen gemütlichen Nachmittag. Für musikalische Unterhaltung und gute Stimmung sorgte die Musikband „Coronas“ um die Speckswinkler Trompetenlegende „Konni“ Will.

Grenzgang und Firmenjubiläum

Für Kinder gab es ein vielfältiges Spieleangebot mit einer Hüpfburg, einer Torwand, verschiedene Malmöglichkeiten und Basteln von Traumfängern mit während des Grenzgangs selbst gesammelten Naturmaterialien. Auch das Apfelsaftpressen und ein kleiner Kinderflohmarkt erfreuten sich großer Beliebtheit. „Spätsommerwetter bei Grenzgang und Keltereifest“ weiterlesen

32.000 Euro für Radkonzept

Neustadt plant „vernünftiges Nebeneinander von Rad, Fußgängern und Auto“
Von Nadine Weigel
Neustadt. Das Land Hessen unterstützt die Stadt Neustadt mit 32.000 Euro bei der Erstellung eines Rad- und Fußverkehrskonzeptes für das Gebiet der Kernstadt sowie die umliegenden Stadtteile und hin zu den angrenzenden Kommunen. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) kürzlich in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 40.000 Euro.

Das auszuarbeitende Konzept baue auf dem bereits durchgeführten und ebenfalls vom Land geförderten Nahmobilitäts-Check auf und soll diesen vertiefen, ausgestalten und erweitern. Im Stadtgebiet sowie zwischen den Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel sowie Neustadt sollen mit ausgebauten Rad- und Fußwegen neue Infrastrukturangebote erarbeitet werden. Hierdurch sollen dann schrittweise und entsprechend den finanziellen Möglichkeiten attraktive Verbindungen sowohl für den Berufs- und Pendlerverkehr als auch für den sonstigen Alltagsverkehr entstehen. „32.000 Euro für Radkonzept“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Modell für Kunstwerk am KuBüZ liegt vor

Bereits in der Bauphase war klar, dass zum Neustädter Kultur- und Bürgerzentrum auch ein Kunstwerk gehören soll.
Der Magistrat beauftragte den renommierten Künstler Hans Schohl aus Kirchhain-Anzefahr mit der Konzeption, informierte im Fachausschuss darüber und stellte einen positiv bescheidenen Förderantrag beim Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zu­sammenhalt“.
Der Pädagoge Hans Schohl, langjähriger Lehrer an der Marbur­ger Blindenstudienanstalt, schlug vor, ein Kunstwerk im Partizi­pations-Verfahren entstehen zu lassen und dabei Bezug auf die Neustädter Geschichte zu nehmen.
Die Idee, Kinder und Menschen mit Handicap aktiv mitwirken zu lassen, wurde seinerzeit von den Verantwortlichen vor Ort aus­drücklich begrüßt. Hans Schohl hatte diesen Ansatz vor einigen Jahren auch in Japan im Vorfeld der Paralympics gewählt und unter medialer Begleitung erfolgreich umgesetzt.
In Neustadt soll der Junker Hans auf einem Ziegenbock gen Him­mel reiten und eine staunende Menge nebst Tieren dem Gesche­hen folgen.
Gemeinsam mit dem Familienzentrum und der Hephata Diakonie wurden interessierte Kinder und Menschen mit Handicap gefun­den, die Zeichnungen für die Figuren erstellten. Geeignete wur­den von Hans Schohl ausgewählt und als Modell im Maßstab 1:10 in Auftrag gegeben.
Kürzlich konnte der Künstler Bürgermeister Thomas Groll die Ergebnisse zeigen. Groll zeigte sich dabei begeistert von der bis­herigen Umsetzung.
Die Figuren werden nun aus Cortenstahl hergestellt. Die Ein­weihung soll zum Stadtgeburtstag im Mai 2024 mit einem kleinen Fest erfolgen.
„Sicher wird über das Kunstwerk diskutiert werden. Das ist ja auch die Aufgabe von Kunst. Ich bin mir aber sehr sicher, dass dieses in der Region einmalige Werk Zuspruch finden wird. Unter Anlei­tung haben sich Kinder und Menschen mit Handicap mit unserer Geschichte beschäftigt und einen Zugang hierzu gefunden. Auf das fertige Kunstwerk freue ich mich schon sehr. Nutzer des Ku­BüZ haben etwas Schönes für uns alle entworfen. Frauen, Männer und Kinder, Hunde, Katzen und auch ein Biber werden das Tun von Junker Hans verfolgen“, so Thomas Groll. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen