Hunderte Menschen kamen am Wochenende zur 800-Jahr-Feier nach Momberg
Von Niko Dziehel
Neustadt-Momberg.
Der Samstagabend liegt noch in der Luft an diesem Sonntagvormittag in Momberg. Der illuminierte Teich, die tolle Stimmung und die feierliche Atmosphäre sind Gesprächsthema Nummer eins bei den zahlreichen Gästen. Sie alle haben sich, gut erholt vom Vorabend, zur zweiten Runde des Teich- und Weinfestes getroffen. Schließlich wird das Heimatdorf nur einmal 800 Jahre alt. „Brechend voll wie gewünscht“ sei es gewesen, verrät Jörg Sack beim entspannten Gespräch, frische Bratwurst und Apfelschorle inklusive. Die „tolle Stimmung gestern Abend“ erwähnt er nicht als einziger.
Das Highlight des Tages ist das sogenannte „Pfaffenzapfen“. Ein oder mehrere Geistliche, in Momberg waren dies der Erzbischof von Bamberg Ludwig Schick und der Seelsorger der Bundespolizei Christian Schmitt, stehen bereit zum Fassanstich und schenken die ersten Runden noch selbst aus. Es riecht nach Herzhaftem, eifrige Ehrenamtliche tragen Kuchen zum dazugehörigen Stand, während die Gäste gespannt dem Anstich beiwohnen. Ein umtriebiges Fest nimmt Tempo auf, während die Band auf der Bühne im Hintergrund Stimmung macht. Das Pfaffenzapfen, Teil des Teich- und Weinfestes, reiht sich nahtlos in den Veranstaltungskalender zum 800-jährigen Bestehen Mombergs ein. Für Schick ist die Veranstaltung auch eine Rückkehr. Er stammt aus Marburg, Mardorf genauer gesagt, und kommt „immer wieder gerne zurück, wenn ich eingeladen werde“. Hier trifft er alte Bekannte wieder, sagt er, „das ist immer schön“. Auch Teile seiner Familie leben noch in der Umgebung. Nach dem erfolgreichen Pfaffenzapfen sitzt auch er nun als Gast am Tisch mit den Mombergern.

