Neustädter Mitteilungsblatt

Zeitgeschichtliche Veranstaltungsreihe
Bundesverfassungsrichter spricht zu
„80 Jahre Nürnberger Kriegsverbrecherprozess“

Das Kriegsende im Mai 1945 bedeutete die völlige mili­tärische Niederlage des nationalsozialistischen Deutschen Reiches. Gleichzeitig war es auch der Startschuss für die Bildung eines internationalen Tribunals zur Aufarbeitung der in deutschem Namen begangenen Verbrechen. Auf diese Weise fand der Krieg auch einen juristischen Ab­schluss. Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegs­verbrecher wurde vom 20. November 1945 – 1. Oktober 1946 durchgeführt.
Dieser Prozess legte wichtige Grundlagen für das moder­ne Völkerstrafrecht und die spätere internationale Straf­gerichtsbarkeit.
Im Rahmen der zeitgeschichtlichen Veranstaltungsreihe der Stadt Neustadt (Hessen) wird am Mittwoch, dem 2. September 2026,16.00 Uhr, im Kultur- und Bürgerzentrum Neustadt an dieses bedeutsame Ereignis der Weltgeschich­te erinnert.
Als Gast kann Bürgermeister Thomas Groll Bundesver­fassungsrichter Prof. Dr. Henning Radtke begrüßen.
Prof. Dr. Radtke lehrte seit 1998 Strafrecht, Strafprozess­recht, internationales Strafrecht und Rechtsphilosophie an
der Universität des Saarlandes, der Philipps-Universität Marburg und der Leibniz-Universität Hannover. Zudem war er als Richter tätig, u.a. am Oberlandesgericht Celle und dem 1. Strafsenat des Bundes­gerichtshofes. 2018 wurde Prof. Dr. Radtke zum Richter des Bundes­verfassungsgerichtes ernannt. Er ist Mitherausgeber des Buches „His­torische Dimensionen von Kriegs­verbrecherprozessen nach dem II. Weltkrieg“ und Experte für inter­nationales Völkerstrafrecht.
Zusagen werden bis zum 28. August 2026 unter Tel. 06692-8911 oder wettlaufer@neustadt-hessen.de er­beten.

IW-Gemeindecheck: Wie gut ist meine Gemeinde versorgt?

Neustadt (Hessen) erreicht Platz im ersten Drittel und Note „Gut“
Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, eine gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote?
Der neue Gemeindecheck des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) vergleicht alle 10.817 deutschen Städte und Gemeinden.
Bewertet wurden die Hautkategorie „Daseinsvorsorge allgemein“ sowie die Unterkategorien Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digi­tal und Freizeit.
Zur Methodik: Für den Gemeindecheck hat das IW alle 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht – anhand von 17 Indika­toren in fünf Bereichen: Digitales (Mobilfunkabdeckung, Breit­bandverfügbarkeit), Gesundheit (Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pflegeeinrichtungen), Mobilität (Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen), Freizeit (Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern, Museen) und Bildung (Erreich­barkeit von Grundschulen, weiterführende Schulen, Gymnasien, Versorgung mit Kitas). Die Erreichbarkeiten wurden auf Basis von lOO-mal-lOO-Meter-Zellen des Zensus berechnet und zu einem Gesamtindex aggregiert. Hinzu kommt eine repräsentativ quo­tierte Befragung von 5.455 Personen, die das Marktforschungsin­stitut Bilendi vom 24. Juni bis 6. Juli 2025 durchgeführt hat, quo­tiert nach Geschlecht und Alter (Kreuzquote), Bundesland und Haushalts-Nettoeinkommen. Der Gesamtrang ergibt sich aus den standardisierten und gedippten Indexwerten der fünf Kategorien.
Neustadt (Hessen) belegt unter den über 10.800 deutschen Kom­munen Rang 3.260 und erzielt dabei die Einstufung „Gut“.
Positiv waren die Ränge bei Bildung, Mobilität und Freizeit, aus­baufähig bei Gesundheitsversorgung und Digitalisierung. Hier spielt neben den Schulen vor Ort das weiterführende Bildungsan­gebot in Nachbarkommunen ebenso eine Rolle wie der Autobahn- und der Bahnschluss. Auch die kommunalen Investitionen in Frei­zeitangebote wie das Frei- und Hallenbad oder die Sportplätze machen sich bemerkbar. Manko bei der Gesundheitsversorgung ist insbesondere, dass es keine Fachärzte vor Ort gibt.
Bürgermeister Thomas Groll: „Auch wenn man solche Erhebun­gen vom „Grünen Tisch“ aus natürlich mit einer gewissen Vorsicht bewerten sollte, bin ich mit unserer Platzierung doch recht zufrie­den. Neustadt (Hessen) findet sich unter den ersten 30 Prozent in Deutschland wieder. Dies zeigt mir, dass es sich bei uns insgesamt gut leben lässt. Unsere Anstrengungen im letzten Jahrzehnt schla­gen sich positiv wieder. Die Investitionen in Gebäude und Infra­struktur sowie das soziale Netz machen sich bemerkbar. Diesen Weg wollen und müssen wir fortsetzen – auch wenn die finanzielle Lage zukünftig noch enger sein wird als bisher.“
Den IW-Gemeindecheck findet man im Internet unter www.iwkoeln.de.