Neustädter Mitteilungsblatt

Dorfentwicklung

50.000 Euro Fördermittel bewilligt
Die Umsetzung der „Leuchtturmprojekte“ im Rahmen der Dorfentwicklungsmaßnahme Mengsberg-Momberg-Speckswinkel kann weiter vorangetrieben werden. Kürzlich überreichte im Auftrag von Landrätin Kirsten Fründt Mena Söhlke vom Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf an Bürgermeister Thomas Groll entsprechende Förderbescheide über eine Höhe von rund 50.000 Euro.
Damit können die Projekte „Umbau ehemaliges Kindergartengebäude in Momberg“, „Machbarkeitsstudie Gemeinschaftsräume Mengsberg“ und „Revitalisierungskonzept Ortsmitte Speckswinkel“ einen großen Schritt vorangebracht werden.
Für den Umbau des ehemaligen Kindergartengebäudes in Momberg wurde ein Zuschuss von 14.000 Euro zu den Gesamtkosten von rund 18.700 Euro bewilligt. Hier werden nun die Leistungsphasen 1-4 (Planung) umgesetzt. Es ist vorgesehen, das Gebäude in ein multifunktionales Zentrum umzubauen. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Dorfgemeinschaft. Unter Vorsitz von Ortsvorsteher Jörg Grasse wurden hierzu bereits vertiefende Überlegungen angestellt, die den Architekten mit an die Hand gegeben werden. Das multifunktionale Zentrum soll sich dabei nicht nur an die Einwohnerinnen und Einwohner von Momberg sondern auch an die der Kernstadt und der anderen Stadtteile richten. Es ist geplant, in den Räumen Dienstleistungsangebote, Veranstaltungen wie Cafe-Nachmittage und ähnliches durchzuführen. Nach erfolgten Planungen sollen nach Möglichkeit im Herbst 2020 die Arbeiten beginnen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Gesundheit!

Landkreis, Stadt, Bürgerverein und bsj heben ein gemeinsames Projekt zum Thema aus der Taufe
„Gesund leben, gesund bleiben“, lautet der Titel eines neuen Pilotprojektes, das an den Präventionsplan des Landkreises „Gemeinsam für Gesundheit und Lebensqualität“ anknüpft und in Neustadt zur Umsetzung kommt.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Familien- und Generationenzentren können für die zukünftige Entwicklung der Städte und Gemeinden eine zentrale Rolle einnehmen. Neben klassischen Beratungsangeboten ist es wichtig, auch gesundheitsfördernde Maßnahmen anzubieten, die den Menschen eine Unterstützung im Alltag bieten und sich positiv auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden auswirken“, sagt Landrätin Kirsten Fründt.
Und so setzt die Stadt Neustadt gemeinsam mit dem Landkreis sowie dem Verein für bewegungs- und sportorientierte Jugendsozialarbeit Marburg (bsj) – in der Junker-Hansen- Stadt unter anderem zuständig für-Jugend- und Gemeinwesenarbeit – und dem Bürgerverein ein Pilotprojekt um, das genau diese Aussage der Landrätin untermauern soll. Bürgermeister Thomas Groll ist voll des Lobes und spricht angesichts der vier Akteure von einem wahren Glücksfall beziehungsweise einem Kleeblatt.
Das Projekt dreht sich um das Thema Gesundheit und Prävention. Die Neustädter hatten im Familien- und Generationenzentrum die Nutzer gefragt, was sie sich für Angebote in der Stadt wünschen würden, um eine gesündere Lebenswelt zu bekommen. Herausgekommen sind vier Standbeine – um deren Umsetzung sich der bsj und der Bürgerverein kümmern. Zunächst im Haus der Vereine, wo das Familienzentrum übergangsweise seinen Sitz hat, später dann im Kultur- und Bürgerzentrum. „Gesundheit!“ weiterlesen

Ihr Abschied bedeutet das Ende

Helga Kordes gibt im hohen Alter die Leitung des Neustädter Seniorentanzkreises ab, der daher aufhört
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet Helga Kordes ihre Arbeit als Leiterin im Seniorentanzkreis der Junker-Hansen-Stadt.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Leicht fiel der 80-Jährigen Mengsbergerin bei einem letzten Treffen im Haus der Vereine der Abschied nicht. Ein letztes Mal leitete sie die Gruppe von 13 Frauen an, die sich mit sichtlicher Freude zu den Klängen der Musik bewegten. Aus alters- und gesundheitlichen Gründen hatte sich Helga Kordes entscheiden müssen, kürzer zu treten und ihre Arbeit im Seniorentanzkreis Neustadt aufzugeben.
Seit über zwei Jahrzehnten war Kordes in Momberg und Neustadt als Tanzleiterin tätig. Im Jahre 2010 hatte sie, nach dem Tod von Elisabeth Dörr, den Seniorentanzkreis in Neustadt übernommen. Seit 2010 erfolgte das Angebot in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. Seit 2019 wird es über die Seniorenarbeit der Stadt Neustadt an- geboten.
Bürgermeister Thomas Groll lobte Helga Kordes für ihre engagierte Arbeit. Sie habe dadurch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass ältere Menschen Gemeinschaft erfahren und körperlich und geistig fit bleiben. Lange bevor das Wort modern geworden sei, habe Helga Kordes Gesundheitsprävention geleistet. Groll bedauerte, dass sich bisher keine Nachfolgerin als Tanzleiterin gefunden habe, sodass der Seniorentanzkreis nicht weitergeführt werden könne.
In all den Jahren hatte Helga Kordes ein großes Augenmerk auf die Weiterbildung gelegt und pro Jahr rund 20 neue
Tänze einstudiert. Helga Sche- we vom Bundesverband Seniorentanz bezeichnete sie im Gespräch mit der OP als ihre Lehrmeisterin. Dreimal im Jahr besuchte Helga Kordes die dort angebotenen Arbeitskreise, um dann ihr Können in den Seniorentanzkreisen weiterzugeben.
Der Seniorentanzkreis nahm an großen Tanzfesten in ganz Hessen teil und wirkte auch bei vielen Festen in Neustadt mit, Auftritte gab es zum Beispiel beim Weinfest oder bei Festen im Park. „Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge“, diesen Spruch von Augustinus Aurelius, den die Volkshochschule auch als Logo benutzt habe, könne sie nur be
stätigen, erklärte Helga Kordes. Tanzen fördere schließlich Körper, Geist und Seele.
„Die Arbeit hier in Neustadt hat mir unheimlich Spaß gemacht und ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so Kordes, die in Wolferode und Josbach das Tanzangebot mit Unterstützung weiterführen wird.

Viel Geld für neue Planungen

50 000 Euro Fördergelder für die Neustädter Dorfentwicklung
Die Dorfentwicklung in den Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel kann weiter vorangetrieben werden.
Es gibt Fördergelder für einige Projekte.
Neustadt. Es gibt 50 000 Euro Fördergelder im Zuge der Dorfentwicklungsmaßnahme. Damit können die Projekte „Umbau ehemaliges Kindergartengebäude in Momberg“, „Machbarkeitsstudie Gemeinschaftsräume Mengsberg“ und „Revitalisierungskonzept Ortsmitte Speckswinkel“ einen großen Schritt vorangebracht werden.
Für den Umbau des ehemaligen Kindergartengebäudes in Momberg wurde ein Zuschuss von 14 000 Euro zu den Gesamtkosten von rund 18 700 Euro bewilligt. Es geht um weitere Planungen. Vorgesehen ist, das Gebäude in ein multifunktionales Zentrum umzubauen, wie die OP bereits berichtete. Unter Vorsitz von Ortsvorsteher Jörg Grasse wurden hierzu bereits vertiefende Überlegungen angestellt, die den Architekten mit an die Hand gegeben werden. Das multifunktionale Zentrum soll sich dabei nicht nur an die Einwohner von Momberg sondern auch an die‘ der Kernstadt und der anderen Stadtteile richten. Es ist geplant, in den Räumen Dienstleistungsangebote, Veranstaltungen wie Cafe- Nachmittage und ähnliches anzubieten. Nach erfolgten Planungen sollen nach Möglichkeit im Herbst 2020 die Arbeiten beginnen. „Viel Geld für neue Planungen“ weiterlesen

Ab in die Natur

Stadt Neustadt zeigt ihre Vorzüge
Stück für Stück nimmt das Neustädter „Naturportal“ Formen an. Jüngst brachte die Stadt einen Natur- Wegweiser heraus und ging mit einer Internet- Homepage zum Thema „Online“.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Was man tagein tagaus sieht ist irgendwann selbstverständlich. Und plötzlich merkt man gar nicht mehr, wie schön die Heimat eigentlich ist“, sagt Bürgermeister Thomas Groll. Das „Neustädter Naturportal“, an dem die Stadt seit dem Jahr 2017 arbeitet, solle daher noch einmal ins Bewusstsein rufen, in welch landschaftlich reizvoller Umgebung die Menschen in der Kernstadt sowie den Stadtteilen Mengsberg, Momberg und Speckswinkel leben.
Auf dem Weg hin zu diesem Ziel ist nun ein großer Schritt getan: Groll und Dr. Astrid Wetzel – Tausendsassa in Sachen Projekte rund um die Natur im Landkreis – stellten einen 36-seiti- gen „Wegweiser“ vor: eine Broschüre voller Informationen zu Natur-Lernorten, Projekten, Ansprechpartnern und vielem mehr. Unter anderem gibt es eine Doppelseite zum Naturlehrpfad „Rund um den Engelhain“ in Mengsberg, den Muschelkalk-Steinbruch und die „Auenschule“ im Hardtwassergrund, das Momberger Teichfenster der Umwelt- und Naturschutzgruppe, das Wasserbüffel-Projekt, die Streuobstwiesen, den Speckswinkler Naturpfad, die Neustädter Hienerswiesen und vieles mehr. Enthalten sind beispielsweise Karten zum Märchenpfad und zur Gaukler-Runde, einem elf Kilometer langen Wanderweg, der einst besser bekannt war als der Rotkäppchenweg, aufgepeppt und neu konzeptioniert wurde und vom Junker-Hansen-Turm unter anderem ins Maculinea-Schutz- gebiet (und wieder zurück) führt. Dieses Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ist seit Jahren ein Schwerpunkt des Naturschutzes: Dort kommt unter anderem der Wiesenknopf-Bläuling vor – ein seltener Schmetterling. „Ab in die Natur“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Sternsinger aus Neustadt und Momberg besuchten das Rathaus

Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit und wird vom katholischen Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ e.V. in Aachen getragen. Im Geist der Ökumene beteiligen sich aber seit Jahren auch evangelische Mädchen und Jungen hieran. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt über 1 Milliarde Euro sammeln können. 2018 waren es alleine 50 Millionen Euro.
Alljährlich stellt die Sternsingeraktion ein Land in den Mittelpunkt. 2020 lautet das Thema „Frieden im Libanon und weltweit“.
Der Libanon ist ein am Mittelmeer gelegener Staat in Vorderasien zwischen Israel und Syrien. Dort leben rund 6,2 Mio. Menschen, knapp die Hälfte davon in der Hauptstadtregion Beirut.
Bis in die 1970er Jahre war der Libanon ein wohlhabendes Land und ein beliebtes Touristenziel. Beirut galt gar als „Paris des Nahen Ostens“. Von 1975-1990 herrschte Bürgerkrieg im Land, etwa 90.000 Menschen starben, 110.000 wurden verletzt und 800.000 flohen aus dem Land.
Im Libanon sind heute etwa 40 Prozent der Bevölkerung Christen. Das Land weist im Vergleich zu vielen Staaten der Region ein mittleres Wirtschaftsniveau auf. Die politische Lage ist im Vergleich zu den Bürgerkriegsjahren als relativ stabil zu bezeichnen.
Am 10. Januar 2020 besuchten zahlreiche Sternsinger aus Neustadt und Momberg traditionsgemäß auch das Rathaus. Bürgermeister Thomas Groll hieß sie gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels, Erstem Stadtrat Wolfram Ellenberg und den Ortsvorstehern Klaus Groll und Jörg Grasse sowie Mitarbeitenden
der Verwaltung willkommen. Nach Liedern und gemeinsamem Gebet richtete der Bürgermeister das Wort an die kleinen Könige und Sternenträger sowie ihre Begleiter.
„Jahr für Jahr machen sich auch in Neustadt und Momberg Mädchen und Jungen auf den Weg, um die christliche Botschaft zu verkünden und dabei auch noch Gutes zu tun. Ihr erbittet Spenden für Kinder, denen es materiell nicht so gut geht wie Euch. Das ist ein Vorhaben, das Unterstützung verdient“, so Thomas Groll.
Die Besucher erhielten aber nicht nur Geldspenden, sondern es gab auch Süßigkeiten für den Einsatz für andere.
Mit dem Anschreiben des Segensspruches „20 + CMB + 20“ („Christus segne dieses Haus“) endete der Besuch der Sternsinger. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustadt soll weiter „er-blühen"

Stadt will sich weiter für die Biodiversität einsetzen
Neustadt. Seit Mai 2019 gingen bei der Stadt zahlreiche Fotos mit vielen bunten Blumen ein. Bürger zeigten damit, wo sie die von der Stadt verteilten Samenmischungen eingepflanzt hatten und Insekten zusätzliche Nahrungsquellen boten.
Rund 100 Bürger hatten sich während der Initiative „Neustadt er-blüht“ Tütchen mit Samen abgeholt. Bürgermeister Thomas Groll ist mit dem Start der Aktion durchaus zufrieden, sieht aber noch „Optimierungsbedarf‘.
Er betonte während eines Treffens zum Thema Biodiversität, dass die Aktion „Neustadt erblüht“ auch in diesem fahr weitergehen soll – und die Menschen somit auch „im Kleinen“ einen Beitrag leisten könnten. Die Stadt werde ab April erneut Tütchen mit Samen im Bürgerbüro ausgeben.
Groll sagte zu, dass auch auf einigen kommunalen Flächen Blumenwiesen angelegt werden.

Diesmal gibt's eine halbe Million Euro

Über „Soziale Stadt“ flössen seit dem Jahr 2015 mehr als sechs Millionen Euro nach Neustadt
700 000 Euro hat die Wirtschafts- und Infrastrukturbank für das Jahr 2019 als förderfähig anerkannt und steuert daher 524 000 Euro bei. Schwerpunkt der Investitionen sind drei Neustädter Projekte.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Neustadt erhält weitere Fördermittel in Höhe von 524 000 Euro“, freut sich Bürgermeister Thomas Groll. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen habe für das Jahr 2019 insgesamt 700 000 Euro als förderfähig anerkannt. Und da die Förderquote diesmal über 74 Prozent betrage, belaufe sich die Fördersumme auf 524 000 Euro.
Schwerpunkte der Investitionen sind die weitere Finanzierung des Quartiersmanagements, ein Teil des Neubaus des Kultur- und Bürgerzentrums und ein Teil der Neugestaltung
der „grünen Lunge“ der Stadt, also des Bürgerparks.
Im Herbst 2015 war die Stadt Neustadt durch Staatsministerin Priska Hinz in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Seitdem flössen mehr als sechs Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Programm in die Junker-Hansen-Stadt. Mit dem Geld baute beziehungsweise sanierte die Stadt die Spielplätze Leipziger Straße, Emil- Rössler-Straße und In der Aue – teilweise mit großer Unterstützung der Bürger, die das Förderprogramm quasi lebten und sich in die Projekte einbrachten. Außerdem nahm die Stadt Eingangsbereiche in die Ringstraße in Angriff und legte einen Verfügungsfonds für Kleinprojekte auf.
Weiterhin wurde mit der Neugestaltung des Schulhofes der Martin-von-Tours-Schule begonnen. „Diesmal gibt's eine halbe Million Euro“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Windkraft und PV-Freiflächenanlagen brauchen Akzeptanz

Neustädter Stadtverordnetenversammlung fasst Grundsatzbeschluss
Am 16. Dezember fand die letzte Sitzung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung im zu Ende gehenden Jahr 2019 statt. Die Zusammenkunft fand ausnahmsweise im Feuerwehrhaus Mengsberg statt. Dies war der Tatsache geschuldet, dass Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels die Amts- und Mandatsträger nach getaner Arbeit zum Jahresabschlussessen in eine örtliche Gaststätte eingeladen hatte.
Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Einbringung des Haushaltsentwurfes für 2020 durch den Kämmerer, Bürgermeister Thomas Groll. Vor dessen rund einstündiger Rede hatten sich die Stadtverordneten von CDU, SPD und FWG bereits mit zwei weiteren wichtigen Tagesordnungspunkten befasst.
Die SPD-Fraktion hatte unter der Überschrift „Ausbau alternativer Energien weiterhin notwendig – Vorteile für Stadt und Bürger – Wertschöpfung in der Kommune sichern“ einen Antrag eingebracht. Danach sollen zukünftig sowohl Windenergie- als auch Pho- tovoltaik-Freiflächenanlagen in Neustadt und den Stadtteilen nur noch umgesetzt werden können, wenn die Kommune und die Bürger hiervon einen „deutlich erkennbaren“ finanziellen Vorteil haben.
Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten Hans-Gerhard Gatzweiler begründete den Antrag näher. „Um die Energiewende zu schaffen, brauchen wir den weiteren Ausbau regenerativer Energieformen. Obwohl in unserer Kommune bereits rund 20 Windräder stehen, wollen wir uns weiteren Projekten grundsätzlich nicht verschließen, aber es bedarf hierfür auch einer möglichst breiten Akzeptanz in der Bevölkerung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass eine solche Akzeptanz dort am stärksten ist, wo es Beteiligungsformen für die Bürger gibt und auch die Kommune finanzielle Vorteile von solchen Anlagen hat“, erläuterte Gatzweiler. Er verstand den Antragstext als eine Art „Grundsatzbeschluss“, der seiner Meinung nach Vorbildcharakter auch für andere Kommunen haben könnte. Der Sozialdemokrat zeigte sich erfreut darüber, dass CDU und FWG im Fachausschuss uneingeschränkt Zustimmung zum Antrag seiner Fraktion erklärt hätten. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

(Fast) alles neu

Neustadt stellt Familienzentrum neu auf • Bürger sollen sich in die Programm-Gestaltung einbringen
Bisher nahmen zumeist Familien von Kindern aus dem „Regenbogen“ das Angebot das Familienzentrums in Anspruch. Kaum ein Wunder angesichts des Standorts in der Kindertagesstätte – den die Stadt daher nun ändert.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Wir wünschen uns, dass das Familienzentrum ein Haus wird, das alle Neustädter nutzen – und dass die Interessen der Bürger dort auch widergespiegelt werden“, sagt Monika Stein, Geschäftsführerin des bsj, der in Neustadt bereits für die Jugend- und die Gemeinwesenarbeit zuständig ist und bald auch im Familienzentrum die Finger im Spiel haben wird. Die Stadt holt den Marburger Verein bewusst ins Boot, da dieser inzwischen in der Kommune hervorragend vernetzt und quasi eine Art Bindeglied zwischen Menschen aber auch zwischen Generationen ist.
Außerdem hat die Stadt die Einrichtung umbenannt, um die Reichweite zu erhöhen: vom Familienzentrum zum „Familien- und Generationenzentrum von 0 bis 99 Jahren“ – das auch noch umzieht. War es bisher in der Kindertagesstätte „Regenbogen“ angesiedelt, so kann es künftig den Neubau des Kultur- und Bürgerzentrums seine Heimat nennen. Es sei nicht gelungen, beispielsweise Familien aus anderen Kindertagesstätten nachhaltig anzusprechen, so Bürgermeister Thomas Groll. Der neue Standort sei neutraler, dort stehen dann außerdem neben einem Büroraum auch noch ein Gemeinschaftsraum und eine Küche zur Verfügung. Zwischenzeitlich wird das Familien- und Generationenzentrum im Haus der Vereine untergebracht, wo die neue Ansprechpartnerin Nicole Zinkowski sitzt, der auch noch Annika Schlüter vom bsj zur Seite gestellt wird. Sie hatte im vergangenen Jahr bereits die Neukonzeption für die Einrichtung entwickelt. „(Fast) alles neu“ weiterlesen