Neustädter Mitteilungsblatt

Wir sitzen alle in einem Boot!

Förderverein KiTa „Regenbogen“ bittet um Unterstützung für „Manegen-TVaum“
In den letzten Jahren stand das bunte Zelt des Familien-Circus „Manegen-Traum“ am Junker-Hansen-Turm. Die Familie Bichlmaier, die KiTa „Regenbogen“ und die Stadtjugendpflege veranstalteten darin für 90 Kinder Ferienspiele. Zudem fanden in dem Zelt das Neustädter Artistenfestival um den „Goldenen Biber“ und die „Neustädter Bandnacht“ statt.
Kleine und große Besucher waren begeistert von dem Gebotenen und sparten nicht mit Applaus.
Familie Bichlmaier war stets hilfsbereit und machte vieles möglich. Jetzt braucht man aber selber Hilfe. Seit März 2020 fallen bis in den Sommer hinein alle Schulprojekte aus. Einnahmen sind daher keine zu verzeichnen. Etwaige staatliche Hilfe kann die Ausfälle bei weitem nicht auffangen.
Der Förderverein der KiTa „Regenbogen“ bittet daher alle, die sich am Mitmach-Circus erfreuten, beim „Goldenen Biber“ klatschten oder bei der Bandnacht mitgesungen haben, um Unterstützung für den „Manegen-Traum“.
Dabei geht es nicht um große Summen, sondern vor allem um ein Zeichen der Solidarität aus Neustadt.
Wer eine Spende geben möchte, wird um Überweisung auf das Konto des Fördervereins KiTa „Regenbogen“, Sparkasse Marburg- Biedenkopf, IBAN DE 23 53350000 0070 0084 32 gebeten.

B 454: Sanierung der Ortsdurchfahrt von Neustadt im Bereich der Querallee

In diesem Jahr wird die Bundesstraße 454 in der Ortsdurchfahrt von Neustadt im Bereich der Querallee grundlegend saniert. Bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Hessen Mobil, der Stadt Neustadt, dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke, dem Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke und EnergieNetz Mitte wird die Querallee neugestaltet.
Voraussichtlich Ende April sollen die Bauarbeiten an der rund 430 Meter langen Querallee beginnen. Aktuell ist der Baustart für Montag, 27. April, eingeplant. Voraussichtlich im Dezember dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Hessen Mobil erneuert bei diesem Bauprojekt die Fahrbahn der Bundesstraße. Hierbei wird zunächst der alte, rund 20 Zentimeter dicke sowie massiv sanierungsbedürftige Asphalt der Straße vollständig ausgebaut. Mit einem neuen, insgesamt 26 Zentimeter starken Asphaltaufbau wird die Fahrbahn der Straße neu aufgebaut. Die Querallee erhält somit eine tragfähige Fahrbahn, die die Verkehrsbelastungen gut aufnehmen kann.
Auch die Gehwege entlang der Querallee werden im Zuge der Bauarbeiten umgestaltet. Die Stadt Neustadt lässt dafür den bisherigen und schadhaften Asphaltbelag entfernen und die Gehwege neu mit Betonsteinen pflastern. Darüber hinaus wird die bestehende Bushaltestelle vergrößert und leistungsfähig ausgebaut. Im Bereich der Schule wird zukünftig eine neue Fußgängerampel den bisherigen Fußgängerüberweg ersetzen. Die bestehenden drei Ampelanlagen werden vollständig modernisiert und an die aktuellen Standards und Verkehrsverhältnisse angepasst. Zudem wird die Kommune Abstützarbeiten am Gewässer in der Allee vornehmen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

„Neustadt erblüht“ 2020

Im vergangenen Jahr wurde erstmals die Aktion „Neustadt erblüht“ durchgeführt. Dankenswerter Weise beteiligten sich hieran auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die auf ihren Gartengrundstücken oder den Balkonen eine regionale Blumenmischung aussäten. Damit wurden Nahrungsquellen
für die Insekten geschaffen. Ursprünglich war vorgesehen, im April diesen Jahres mit einer weiteren Veranstaltung auf die Thematik aufmerksam zu machen. Dies ist leider aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich. Gleichwohl wird der städtische Bauhof in diesen Tagen vier größere Blühflächen anlegen. Es handelt sich dabei um eine Fläche im Einfahrtsbereich zum Kaufpark, eine Fläche bei der Neustädter Grillhütte, die Freifläche beim Bahnhof sowie eine Fläche Ecke Wasenberger Straße/Willingshäuser Straße. Ab kommenden Dienstag wird zu den Öffnungszeiten der Verwaltung bei geeigneter Witterung eine Kiste mit Blumensamen vor dem Rathausnebengebäude stehen, Interessierte können sich dort gerne in „üblichen Mengen“ bedienen, damit Neustadt auch 2020 ein wenig erblüht.

Trinitatis-Kirmes 2020 abgesagt

Schweren Herzens, so Bürgermeister Thomas Groll, habe der Magistrat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Neustädter Trinitatis-Kirmes 2020 abzusagen.
„Gegenwärtig sind die Restriktionen des öffentlichen Lebens aufgrund des Corona-Virus zumindest bis zum 19. April 2020 terminiert, eine Verlängerung erscheint nicht ausgeschlossen. Wir müssen aber momentan davon ausgehen, dass es selbst bei schrittweiser Rückkehr zur Normalität Anfang Juni noch Einschränkungen geben wird. Unter solchen Voraussetzungen kann man einfach kein fröhliches Volksfest feiern. Daher haben wir uns nach reiflicher Überlegung zu dieser Entscheidung durchgerungen“, erläutert Groll den Beschluss. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Neustadt erblüht

Im vergangenen Jahr fand erstmals die Aktion „Neustadt erblüht“ statt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, beteiligten sich daran auch zahlreiche Bürge, die auf ihren Gartengrundstücken oder den Balkonen eine regionale Blumenmischung aussäten. Damit wurden Nahrungsquellen für die Insekten geschaffen.
Ursprünglich war vorgesehen, im April diesen Jahres mit einer weiteren Veranstaltung auf die Thematik aufmerksam zu machen. Dies ist leider aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht möglich. Gleichwohl wird der städtische Bauhof der Stadt Neustadt in den kommenden Tagen vier größere Blühflächen anlegen. Es handelt sich dabei um eine Fläche im Einfahrtsbereich zum Kaufpark, eine Fläche bei der Neustädter Grillhütte, die Freifläche beim Bahnhof sowie eine Fläche Ecke Wasenberger Straße/Willingshäuser Straße.
Ab morgen wird zu den Öffnungszeiten der Verwaltung bei geeigneter Witterung eine Kiste mit Blumensamen vor dem Rathausnebengebäude stehen, Bürger, die sich an der Blüh-Aktion beteiligen möchten, können sich dort in „üblichen Mengen“ bedienen, damit Neustadt auch in diesem Jahr wieder erblüht.

Neustadt unterstützt Hilfsaktion

Nach dem erfolgreichen Start der Gutschein-Aktion „Marburg Liebe“ in Marburg soll diese Aktion auch auf Unternehmen im gesamten Landkreis ausgeweitet werden. Das Vorhaben möchte nun auch die Stadt Neustadt mit Bürgermeister Thomas Groll an der Spitze unterstützen.
Kunden können auf der Plattform Gutscheine kaufen. Der Ladeninhaber oder Gastronom erhält für jeden verkauften Gutschein sofort Geld.
Für Unternehmen ist es einfach, bei der Aktion mitzumachen. Abgesehen von der Provision der Zahlungsdienste landet der Betrag vollständig bei den beteiligten Unternehmen. Die Kunden wählen auf der Internetseite www.marburg-liebe.de den Anbieter aus, den sie mit dem Gutscheinkauf unterstützen möchte: den Betrag zahlen sie via PayPal oder Sofortüberweisung.
Die Stadt Neustadt möchte selbst aktiv werden. „Wir möchten von allen aus Handel, Gewerbe und Gastronomie, die aufgrund der Corona-Krise schließen mussten oder Restriktionen unterworfen sind, jeweils 10 Gutscheine zum Preis von jeweils 10 Euro erwerben.“
Wer sich beteiligen möchte, kann in den nächsten Tagen die Gutscheine in den Rathausbriefkasten einwerfen. „Neustadt unterstützt Hilfsaktion“ weiterlesen

Trinitatis-Kirmes fällt aus

Angesichts der Coronakrise sagt Neustadts Magistrat das beliebte Volksfest im Marburger Land komplett ab
VON MICHAEL RINDE
NEUSTADT. Es war eine schwere Entscheidung, die Neustadts Magistrat am Mittwoch treffen musste. Bürgermeister Thomas Groll (CDU) sah angesichts der aktuellen Situation jedoch keine Alternative zur kompletten Absage der Neustädter Trinitatis-Kirmes in diesem Jahr. Sie hätte vom 4. bis 8. Juni stattfinden sollen. Eine durchaus historische Entscheidung. Denn wie die Kirmes-Chronik von Hans-Richard Krapp erklärt, wurde das Volksfest im Ersten Weltkrieg nicht als weltliches Fest gefeiert. Im Zweiten Weltkrieg offenbar nur in sehr bescheidenem Rahmen. Darauf weist Groll auf Nachfrage der OP hin.
Warum die Absage zum jetzigen Zeitpunkt? Man müsse davon ausgehen, dass es nach dem 19. April noch kein normales Leben in Deutschland geben werde. Denkbar sind in den nächsten Monaten selbst bei schrittweiser Aufhebung von Restriktionen unter anderem Schutzvorschriften für ältere Mitbürger und Menschen, die Risikogruppen angehören. „Bei so einer Situation können wir keinen Festzug gestalten oder einen Frühschoppen abhalten“, wird Groll deutlich. Er wolle sich nicht vorstellen, dass ältere Menschen am Eingang des Festzeltes aus Gründen des Gesundheitsschutzes abgewiesen werden müssten.
Ein Verschieben des Festes in den Herbst kam für den Magistrat auch nicht in Frage. Mit Verschiebungen der Kirmes hat die Stadt Neustadt auch schlechte Erfahrungen. Beim Hessentag in Stadtallendorf gab es bei der nachträglich ge – feierten Kirmes nur mäßiges Interesse. Groll spricht im Nachhinein sogar von einem Reinfall. „Traditionsfeste verschiebt man eben nicht“, spricht Groll also aus Erfahrung. Ob anlässlich des Kirchweihtermins dann zumindest wieder ein Gottesdienst gefeiert werden kann, bleibt abzuwarten.
Im Jahr 2021 soll es wieder eine Trinitatis-Kirmes geben. Das wäre dann das 517. Kirchweihfest in Neustadt. Dann will der Magistrat den hart getroffenen Schaustellern und Festwirten zumindest etwas unter die Arme greifen und ihnen die Hälfte der Standgebühren erlassen. Er habe Verständnis dafür, dass die gebeutelten Schausteller lieber spätere Entscheidungen über Absagen hätten. Doch auch die Stadt müsse ab einem gewissen Zeitpunkt Vorbereitungen für ein solches Fest treffen.
„Ich bin tieftraurig und bestürzt, aber es ist eben der medizinischen Situation geschuldet“, kommentiert Neustadts Pfarrer Andreas Riehl die Absage des Festes gegenüber der OP. Er schaut auch auf das nahende Osterfest, bei dem es keine Gottesdienste geben wird. „Es ist ein katastrophales Jahr“, sagt Riehl. Er hoffe, dass alle diese besondere Zeit gesundheitlich und wirtschaftlich überstünden. „Trinitatis-Kirmes fällt aus“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Wir trauern um Dr. Thomas Schäfer

Zum Tode von Dr. Thomas Schäfer erklärt Bürgermeister Thomas Groll:
Am vergangenen Samstag schied Staatsminister Dr. Thomas Schäfer aus dem Leben.
Über diese tragische Nachricht sind wir alle bestürzt.
In seiner Zeit als hessischer Finanzminister seit 2010 war er mehrfach in Neustadt (Hessen) zu Gast und übergab der Kommune und mehreren Vereinen Förderbescheide. 2011 unterstützte er das Neustadt-Treffen finanziell, denn das friedliche Miteinander in Europa lag ihm am Herzen.
Dr. Thomas Schäfer war stets ansprechbar und hatte ein offenes Ohr für Anliegen, die man ihm vortrug. In kleinen wie großen Dingen konnten wir immer auf ihn zählen.
Seine Politik als hessischer Finanzminister hatte zahlreiche positive Aspekte für unsere Heimatstadt. Vom neugestalteten kommunalen Finanzausgleich, den Investitionsprogrammen und der Hessenkasse profitiert Neustadt (Hessen) in besonderer Weise.
Sein Tod hinterlässt viele Fragen. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und den beiden Kindern. Dr. Thomas Schäfer wird unvergessen bleiben.

Ein Kunstwerk für das Kultur- und Bürgerzentrum
Kinder dürfen mitgestalten

Der Bund und die Länder haben die festgeschriebene Verpflichtung zu „Kunst am Bau“ und verwenden zumeist 1 % der Bausumme für die Ausstattung neuer Gebäude mit Kunstwerken. Auch etliche Städte und Gemeinden sehen eine solche baukulturelle Verpflichtung für sich als gegeben und stellen sich ihr.
Der Magistrat der Stadt Neustadt (Hessen), so Bürgermeister Thomas Groll, hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen, ein Kunstwerk für den Neubau des Kultur- und Bürgerzentrums schaffen zu lassen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Barrierefrei – mit Gedenkstätte

Neustadt geht im April viertes Großprojekt an / 490000 Euro fließen in Umgestaltung des Rathausplatzes
VON FLORIAN LERCHBACHER
NEUSTADT. Der Neubau des Bürger- und Kulturzentrums ist in vollem Gange, die Sanierung des Freibades hat begonnen und auch die Vorbereitungen für die Umgestaltung des Bürgerparks sind erledigt. Und so geht die Stadt Neustadt ihr viertes Großprojekt an: Der Rathausplatz soll barrierefrei und schöner werden – und wird außerdem zur Gedenkstätte. 490000 Euro kostet das vierte Großprojekt, für das die Stadt natürlich wieder jede Menge Fördermittel abgreift: Der Bund steuert aus Mitteln des Konjunkturinvestitionsprogrammes 400000 Euro bei. Trotz Corona-Pandemie soll es Anfang April losgehen, sagt Bürgermeister Thomas Groll: „Die Baufirma hat Zeit – und die Arbeiter werden natürlich ausreichend Abstand voneinander halten.“ Erfreulich sei auch, dass sich bei der öffentlichen Ausschreibung ein örtliches Unternehmen durchsetzen konnte.
Vorgesehen ist, die schon seit einigen Monaten kursierenden Umgestaltungspläne (die OP berichtete) umzusetzen. Was nicht kommen wird, ist die Pergola auf der Mauer vor dem Rathaus. Der Denkmalschutz habe dies abgelehnt, erklärt Groll: Die Mauer sei historisch und eine Abgrenzung zur Umgebung, die nicht verändert werden solle. „Das fällt uns schon schwer. Die Pergola wäre ein sehr gutes Gestaltungselement gewesen“, bedauert der Rathauschef, zeigt aber Verständnis.
Geplant ist, das vorhandene Wildpflaster aufzunehmen – es wird dann später für die einzelnen, über glatte Steine erreichbare Parkflächen verwendet. Überall dort, wo gelaufen wird, kommen Basalt- lava-Platten hin, die durch kleingliedrige Basaltläufersteine ergänzt werden.
Zudem lässt die Stadt die den Rathausplatz umgebenden Mauern neu verfugen. Doch vor dem Rathaus setzen
die Neustädter noch ein weiteres Anliegen um, das sie seit Monaten beziehungsweise Jahren diskutieren: Sie lassen auf einer noch anzulegenden Grünfläche ein Denkmal errichten, mit dem sie der während der Gewaltherrschaft der Nazis deportierten, ermordeten oder in die Emigration getriebenen jüdischen Mitbürger gedenken möchten.
„Hierfür hatte sich ein Arbeitskreis aus Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeirat ausgesprochen“, berichtet Groll. „Barrierefrei – mit Gedenkstätte“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Neugestaltung des Rathausplatzes

Mit Mitteln des Konjunkturinvestitionsprogrammes des Bundes soll der Neustädter Rathausplatz 2020 barrierefrei umgebaut und städtebaulich aufgewertet werden.
Die Baumaßnahme soll von April bis voraussichtlich August dieses Jahres dauern. Die Bruttobaukosten belaufen sich nach Auskunft von Bürgermeister Thomas Groll auf rund 490.000 Euro. Der Bund gewährt der Kommune für das Projekt einen Zuschuss von knapp 400.000 Euro. Erfreulich sei, dass sich bei der öffentlichen Ausschreibung ein örtliches Unternehmen durchsetzen konnte, betont Groll.
Das Vorhaben ist mit dem Denkmalschutz abgestimmt und wird dazu führen, dass die Parkplätze beim Rathaus während der Bauphase nur eingeschränkt oder auch gar nicht zur Verfügung stehen.
Das vorhandene Wildpflaster wird zunächst aufgenommen. Später gestaltet man damit die Parkplatzflächen. Die Wegeflächen des Platzes werden hingegen mit größeren Basaltlava-Platten belegt. Diese werden durch kleingliedrige Basaltläufersteine ergänzt.
Die den Rathausplatz umgebenden Mauern werden – wo nötig – neu verfugt.
Auf einer neu anzulegenden Grünfläche wird ein Denkmal für die während der NS-Gewaltherrschaft deportierten, ermordeten oder in die Emigration getriebenen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Neustadts entstehen. Hierfür hatte sich ein Arbeitskreis aus Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeirat ausgesprochen.
Mit der Gestaltung des Denkmals wurde der Anzefahrer Künstler Hans Schohl beauftragt. Es ist vorgesehen, dass eine Bank aus Stahl entstehen soll. Vor dieser wird sich, so die Interpretation von Bürgermeister Thomas Groll ein „Band der Geschichte und Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart“ befinden. Auch dieses wird aus Stahl geschaffen. Auslaufen soll das Band in einer Art Pult. Auf diesem befindet sich später ein Ringbuch. In dieses sollen immer wieder neue Texte zur örtlichen jüdischen Gemeinde oder zu Lebensschicksalen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger geheftet werden. Auf diese Weise verändert sich das Denkmal regelmäßig. Man ist später eingeladen auf der Bank Platz zu nehmen „und mal zu denken“. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Auf Patrouillengang

Stadt Neustadt kontrolliert, dass sich die Bürger an die Vorgaben der Bundesregierung halten
VON FLORIAN LERCHBACHER
NEUSTADT. Die Stadt Neustadt setzt voll auf die Sicherheitsvorkehrung der Bundesregierung zum Schutz vor der Corona-Pandemie. Sie gehörte zu den ersten Kommunen, die sich für die Schließung öffentlicher Anlagen entschied: Um die Verlockung des Bürgerparks gering zu halten, sperrte sie die „grüne Lunge“ bereits vor einer Woche – weil dort Spielplätze für Kinder und Senioren, also in normalen Zeiten beliebte Treffpunkte der Menschen, sind.
Nun kontrollieren die Neustädter auch, dass sich die Menschen an die Anweisungen halten und maximal zu zweit durch die Stadt gehen.
Am Montag ging es los. Hatte Bürgermeister Thomas Groll nach den ersten zwei Patrouillenfahrten noch keine Verstöße zu vermelden, so teilte er am Dienstag mit, dass er abends noch auf zwei Gruppen getroffen sei, die aus vier beziehungsweise sechs Personen bestanden. Beide Male handelte es sich um Flüchtlinge, die in der Erstaufnahmeeinrichtung leben. Angespro
chen darauf, dass sie gegen Vorschriften verstoßen, hätten sie sich einsichtig gezeigt, berichtet der Rathauschef. Er und seine Mitarbeiter hätten die Gruppen noch einmal auf die Verhaltensregeln hingewiesen – und rät seinen Mitmenschen, ähnlich vorzugehen: „Bevor man bei uns anruft, sollte man die Leute, die gegen Vorschriften verstoßen, freundlich aber bestimmt darauf ansprechen.“ Er sei sich sicher, dass man meistens auf Verständnis stoßen werde. „Auf Patrouillengang“ weiterlesen

„Fake News“ sorgen für zusätzliche Verunsicherung

Bürgermeister appelliert an seine Mitmenschen, bei Posts im Internet Vorsicht walten zu lassen und keine Ängste zu schüren
VON FLORIAN LERCHBACHER
NEUSTADT. „Wo bleibt der Artikel, dass Neustadt (Kreis Marburg-Biedenkopf) unter Quarantäne gesetzt wurde?“, fragte eine Userin der OP- Facebook-Seite gestern Morgen. Nun, die Antwort ist einfach: Diesen Artikel wird es dieser Tage und hoffentlich auch in näherer und weiter entfernter Zukunft nicht geben. Denn Neustadt (Hessen) steht nicht unter Quarantäne. Neustadt am Rennsteig hingegen schon. Ob die Userin, die nicht unter ihrem echten Namen registriert ist, die „Fake News“ nun absichtlich oder aufgrund des Verwechselns der beiden Neustadts unabsichtlich in die Welt setzte, sei einmal dahingestellt. Fakt ist aber: Jeder, der die Frage gelesen hatte, fragte sich natürlich, was da nun dran ist.
Ein Anruf bei der Stadt Neustadt (Hessen!) bringt Klarheit: überhaupt nichts. Eine Kita-Gruppe sei zwar geschlossen, weil es dort einen Corona-Fall gebe – mehr aber auch nicht, sagt Bürgermeister Thomas Groll im Gespräch mit dieser Zeitung. „Es macht mir Sorgen, dass einige Menschen auch in diesen Tagen bei Facebook Stimmung machen – gerade auch gegen Flüchtlinge11, ergänzt er dann und ärgert sich über „gezielte Falschmeldungen“. So sei zum Beispiel gepostet worden, dass er sich weigere, eine Ausgangssperre für die in der Erstaufnahmeeinrichtung lebenden Flüchtlinge zu verhängen: „Das kann ich doch gar nicht, dazu habe ich kein Recht“, erklärt er und betont, im steten Austausch mit dem Regierungspräsidium Gießen und der Einrichtung zu sein. Auch dort würden das Thema Corona und die geltenden Vorsichtsmaßnahmen ausführlich den Menschen erläutert. Und wer glaube, dass sich
die Flüchtlinge nicht dafür interessieren würden, irre sich gewaltig: „Auch diese Menschen wollen sich schließlich vor der Krankheit schützen.“ Die Bewohner der Einrichtung würden in allen Sprachen informiert. Und bei Kontrollfahrten gestern habe sich gezeigt: Auch die Flüchtlinge seien maximal zu zweit unterwegs. Wenn zu dritt, dann im „Entenmarsch“ – also mit rund zwei Metern Abstand. „„Fake News“ sorgen für zusätzliche Verunsicherung“ weiterlesen