Nach 20 Jahren an der Spitze zieht sich Stadtbrandinspektor Erhard Wölk zurück ins zweite Glied
Nach zwei Jahrzehnten der Kontinuität kommt es nächste Woche an der Spitze der Neustädter Feuerwehren während ihrer gemeinsamen Jahreshauptversammlung zu einem kompletten Wechsel.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. „Es ist doch besser selber zu entscheiden, dass man aufhört, als wenn irgendwann die Kameraden oder mein Dienstherr, der Bürgermeister, sagen, dass es langsam Zeit ist, Schluss zu machen“, sagt Erhard Wölk, der sich kommende Woche nicht mehr zur Wiederwahl als Stadtbrandinspektor zur Verfügung stellt. 20 Jahre lang war er Chef der Neustädter Feuerwehren – die ganze Zeit über mit Arno Sack als Stellvertreter an seiner Seite, der diesen Posten aber ebenfalls abgibt. „Wir legen die Verantwortung nun in jüngere Hände“, betont Wölk und berichtet, dass es gar nicht so einfach gewesen sei, potenzielle Nachfolger zu finden. Nach Intensiver Suche sei nun aber Frank Bielert (Kernstadt) bereit, in seine Fußstapfen zu treten. Zukünftig soll es zwei Stellvertreter geben. Für diese Posten stehen Tobias Lotter (Momberg) und Mario Gräser (Kernstadt) in den Startlöchern. Und auch beim Nachwuchs stehen Veränderungen an: Stadtjugendfeuerwehrwart Sebastian Sack hört auf. Sein Amt soll Steffen Maurer mit Martina Zinser an seiner Seite übernehmen. „„Ältestes Schaf“ hört als Leittier auf“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Ein Schwalbenhaus für den Speckswinkler Dorfteich
5.000 Euro von Hessens Umweltlotterie GENAU
Die Natur ist unser Lebensraum und Zuhause. Deshalb macht sich Hessen-Lotto dafür seit einigen Jahren stark. Von der Umweltlotterie GENAU – Gemeinsam für Natur und Umwelt – profitieren daher nicht nur die einzelnen Gewinner, sondern viele kleine und große Umweltprojekte in den hessischen Städten und Gemeinden. „Keine Schlammpfützen um Nistmaterial zu holen, keine Ställe mehr, in denen Schwalben Nester bauen können und viele neue Häuser, an deren Wänden sie nicht gerne gesehen werden. All das macht die „Glücksbringer“ unglücklich.
Seit Jahren ist daher zu beobachten, dass die Population der Schwalben rückläufig ist“, so Karl Stehl.
Nun durfte sich der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereines Speckswinkel über einen Betrag von 5.000 Euro freuen. Das Geld soll für den Bau eines Schwalbenhauses auf dem Dorfteich verwendet werden. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
„Wir geben die Gelder nicht sinnlos aus“
Das Modellvorhaben „Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum“ der Hessischen Staatskanzlei war für sieben Kommunen ein Erfolg.
„Ich hoffe, dass wir uns in fünf Jahren wegen einer solchen Thematik gar nicht mehr treffen müssen“, sagte Frank Hix, Bürgermeister von Bad Sooden-Allendorf am Ende einer Integrations-Veranstaltung.
von Florian Lerchbacher
Neustadt. 300.000 Euro hatte die Hessische Staatskanzlei sieben Kommunen für das Modellvorhaben „Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum“ zur Verfügung gestellt. Gestern kamen Vertreter dieser Kommunen in Neustadt zur Abschlussveranstaltung zusammen, um ein Fazit zu ziehen. Eine zentrale Botschaft, die sie Staatsminister Axel Wintermeyer mit auf den Weg gaben: Der Geldfluss darf nun nicht abbrechen, zudem sollte das Land auch Personalkosten tragen, um die zahlreichen Ehren- aber auch die Hauptamtler bei ihren Bemühungen zu unterstützen.
Die Stadt Neustadt hatte während des Projektes mehrere Bausteine entwickelt, die den Geflüchteten bei der Integration helfen: Zunächst initiierte sie Sprachkurse – bei denen sie vor knapp zwei Wochen allerdings durch den plötzlichen Tod von Manfred Völzke, einem der „Hauptmotoren“ des Deutschunterrichts, einen herben Verlust verkraften musste. „Das wiegt natürlich schwer“, kommentierte Martin Methfessel, der über die Gemeinwesenarbeit vom Verein bsj zahlreiche Projekte umsetzt. „„Wir geben die Gelder nicht sinnlos aus““ weiterlesen
„Das Malen lenkt mich vom Alltag ab“
Das Kunstprojekt „Sehreise 2“ brachte in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Frauen zusammen
von Florian Lerchbacher
Zur Not hilft sich Rimma Elistratow mit Zeichen und Gesten: Die Künstlerin war eine von vier Neustädterinnen, die in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) gemeinsam mit Flüchtlingsfrauen malte.
Neustadt. „Zuhause im Iran habe ich nie gemalt“, betonte Saeideh A., während sie ihr Erstlingswerk fertigstellt: Ein beeindruckendes Bild, in dem sie Motive aus Europa und dem Nahen Osten vereint. Zu sehen sind unter anderem Äpfel, die beim in zehn Tagen anstehenden persischen Neujahrsfest ein wichtiges Symbol für Gesundheit sind, Sprossen als Zeichen für Munterkeit sowie bemalte Eier – die im Iran für Fruchtbarkeit stehen und gleichzeitig in Deutschland ein zentrales Symbol des nahenden Osterfestes sind. Die drei Fische auf ihrem Bild repräsentieren Freiheit – und das, obwohl sie in einem Glas leben. Ganz ähnlich also zu Saeidehs eigenem Leben, das sie in Freiheit in Deutschland verbringt – wobei sie in der Erstaufnahmeeinrichtung auf eine Entscheidung über ihr Asylverfahren wartet. „Das Malen lenkt mich vom Alltag ab. Ich komme auf andere Gedanken“, freut sie sich über die Möglichkeit, die ihr das Kunstprojekt „Sehreise 2“ von Arbeit und Bildung bietet. „„Das Malen lenkt mich vom Alltag ab““ weiterlesen
Eine Ausstellung wie eine Perlenkette
Jana Dostals Neustadt Fotografien verschönern noch bis Ostern das Foyer und das Treppenhaus im Rathaus
Dostal zeigt unter dem Titel „Neustädter Ansichten“ die Schönheiten der Junker-Hansen-Stadt aus ganz besonderen Blickwinkeln und im Wechsel der Jahreszeiten.
von Karin Waldhüter
Neustadt. Das Neustädter Rathaus dient seit mehreren Jahren nicht nur als Verwaltungsgebäude, sondern bietet örtlichen und regionalen Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Als erste Künstlerin in diesem Jahr zeigt Hobbyfotografin Jana Dostal rund 30 Bilder. Sie präsentiert damit im Foyer und Treppenhaus des Neustädter Rathauses erstmals einen Teil ihrer Fotosammlung, die noch bis Ostern zu sehen ist. „Eine Ausstellung wie eine Perlenkette“ weiterlesen
Neustädter Mitteilungsblatt
Meinungsaustausch mit Jan Schalauske (Die Linke)
Ende Februar 2018 kamen Bürgermeister Thomas Groll und Jan Schalauske zu einem Meinungsaustausch im Neustädter Rathaus zusammen. Der Marburger ist seit 2014 Landesvorsitzender der Partei „Die Linke“ und gehört seit vergangenem Jahr auch dem Hessischen Landtag an. Im Mittelpunkt der Unterredung standen die Flüchtlingsunterbringung in der örtlichen Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) und die Kommunalfinanzen. Der Bürgermeister erläuterte dem Landtagsabgeordneten die aktuelle Situation in Neustadt und betonte, dass sich die Kommune der „Herausforderung EAE“ erfolgreich gestellt habe. Wichtig sei gewesen, offen und objektiv zu informieren und auch Fehlverhalten einzelner gegenüber den verantwortlichen Stellen anzusprechen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen
Mehrere Erlen müssen „höheren Zielen“ weichen
Umwelt- und Naturschutzgruppe unterstützte den Landkreis bei Gehölzschnitt am Otterbach
Am Otterbach im FFH-Ge- biet „Maculinea-Schutz- gebiet“ wurden Ufergehölze zurückgeschnitten, um die Lebensbedingungen für seltene und schützenswerte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und zu verbessern.
Neustadt. Das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Neustadt und des Landkreises Marburg-Biedenkopf umfasst einen rund i50 Meter langen Gewässerabschnitt am Otterbach. Dort wurde etwa die Hälfte der Erlen entfernt und zu Hackschnitzeln verarbeitet, die dann in den Bioenergiedörfern des Landkreises als regenerativer Brennstoff dienen sollen. „Damit werden auch regionale Kreisläufe in der Energieversorgung mit unterstützt“, teilt der Landkreis mit. Die Arbeiten hatte ein Forstunternehmen mit tatkräftiger Unterstützung durch die Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg ausgeführt. „Mehrere Erlen müssen „höheren Zielen“ weichen“ weiterlesen
Reichlich Platz für heißes Wasser
Schwertransporte brachten zwei Pufferspeicher für Nahwärmenetz von Leipzig bis nach Mengsberg
Sie sehen aus wie Zigarrenhüllen im Riesenformat. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kamen zwei überdimensionale Pufferspeicher in Mengsberg an.
von Michael Rinde
Mengsberg. Sie sind ein Kernelement für Mengsbergs künftige Wärmequelle, die Solarthermieanlage. Am Freitag erreichten die Schwertransporter mit beiden Pufferspeichern den Neustädter Stadtteil. Gegen 2 Uhr in der Nacht waren sie am Ziel, für 1.30 Uhr waren sie angekündigt. Alles war bis auf die Minute genau geplant. „Das war eine Punktlandung“, freut sich Karlheinz Kurz, seines Zeichens Mitglied im Vorstand der Bioenergiegenossenschaft und Ortsvorsteher von Mengsberg. „Reichlich Platz für heißes Wasser“ weiterlesen
Die Dorfentwicklung kann kommen
Am 14. März findet die Auftaktveranstaltung statt • Land Hessen stellt Stadtteilen Geldmittel zur Verfügung
Mit ihrem Engagement bei „Unser Dorf hat Zukunft“ haben die Bürger von Momberg, Mengsberg und Speckswinkel eine gute Grundlage für das Programm „Dorfentwicklung“ geschaffen.
Neustadt. Seit Herbst des vergangenen Jahres wissen die Mengsberger, Speckswinkler und Momberger, dass sie ihre Heimatorte mit der Unterstützung durch Landesmittel für die Zukunft fitmachen können. Damals kam die frohe Kunde von Staatsministerin Priska Hinz, dass Neustadts Stadtteile in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen werden. Nun geht es langsam los.
Anfang Januar entschied der Magistrat nach Rücksprache mit einer Lenkungsgruppe, dass das Kasseler Büro für Regionalentwicklung und Stadtplanung „akp“ die Erarbeitung des für die Teilnahme am Programm notwendigen „Integrierten Entwicklungskonzeptes“ übernehmen soll. Das Büro betreut in Neustadt bereits das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ und ist mit der konzeptionellen Weiterentwicklung der Seniorenarbeit befasst. Dies, so Bürgermeister Thomas Groll, sei eine gute Voraussetzung für die weitere Arbeit. Es sei schließlich notwendig, das Dorfentwicklungsprogramm mit verschiedenen anderen bereits laufenden Vorhaben zu verknüpfen. „Wir werden nur dann Erfolg haben, wenn wir alle Prozesse miteinander verbinden und nicht jede Entwicklung separat für sich betrachten“, betonte Groll. „Die Dorfentwicklung kann kommen“ weiterlesen
„Vom Grimmschen Tod und Teufel“
Lese-Theater begeistert 100 Besucher im katholischen Pfarrheim Bereits zum vierten Male waren die Brüder Grimm in Neustadt zu Gast. Jacob (Carlo Ghiradelli) und Wilhelm (Stefan Becker) haben inzwischen in der Region eine feste Anhängerschar und so kamen die Gäste nicht nur aus der Junker-Hansen-Stadt, sondern auch
aus benachbarten Städten und Gemeinden. Bürgermeister Thomas Groll brach in seiner Begrüßung eine Lanze für regelmäßige kulturelle Angebote im ländlichen Raum und freute sich, dass 100 Besucher den Weg in das katholische Pfarrheim gefunden hatten. Grundlage für das Lese-Theater von Ghiradelli und Becker sind nicht nur bekannte und auch unbekannte Märchen der Brüder Grimm, sondern auch rund 30.000 Briefe, welche die beiden im Laufe ihres Lebens verfassten. Kunstvolle Rezitation und handfeste Hintergrundinformationen durch die beiden erfahrenen Schauspieler sorgten auch diesmal für einen vergnüglichen Abend. Selbst regelmäßige Besucher erfahren immer wieder Neues über „die“ deutschen Märchensammler. „“ weiterlesen

