USA will nicht mehr „Weltordnungsmacht“ sein

Sigmar Gabriel analysierte die Veränderungen, die die Anschläge vom 11. September 2001 mit sich brachten
Von Florian Lerchbacher
Neustadt.
„Die Bilder, als viele Tausend Menschen ihr Leben vor unseren Augen verloren, haben sich bei uns allen für immer eingebrannt“, sagte Sigmar Gabriel, als er in Neustadt auf die 25 Jahre zurückliegenden Anschläge des 11. September 2001 zurückblickte.
Fast 3.000 Menschen hatten damals in den Twin Towers des World Trade Centers ihr Leben verloren – hinzu seien noch weitere 5.000 Menschen gekommen, die nach dem Einsturz der Hochhäuser in den Folgetagen freigesetzte, giftige Gase einatmeten und somit an den Spätfolgen starben, betonte der ehemalige Vizekanzler. Der Angriff der Al‑Qaida sei nicht nur ein Angriff gegen die USA gewesen, sondern gegen alle, die an Demokratie, Gewaltenteilung und die Meinungsfreiheit glauben.

Und vor allem habe sich dadurch vieles in der Folge geändert – vor allem auch im Verhältnis zwischen Deutschland und den USA. Gabriel erinnerte daran, dass die Vereinigten Staaten maßgeblichen Anteil an der Befreiung von Hitler und Stalin hatten und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges innerhalb weniger Jahre aus einer Feindschaft der beiden Länder eine Freundschaft geworden sei.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Radtke sprach zur Geschichte der Kriegsverbrecherprozesse

Am 2. September 2026 fand im Kultur- und Bürgerzentrum ein weiterer Termin der beliebten zeitgeschichtlichen Veranstaltungs­reihe der Stadt Neustadt (Hessen) statt.
Erfreulicherweise konnte Bürgermeister Thomas Groll hierzu über 140 Interessierte begrüßen, darunter auch Stadtverordneten­vorsteher Hans-Dieter Georgi, Ersten Stadtrat Wolfram Ellen­berg, seinen Amtsvorgänger Manfred Hoim und Rauschenbergs Bürgermeisterin Alexandra Klusmann.
Ehrengast war diesmal der Strafrechtler Prof. Dr. Henning Radt­ke, der 2018 vom Bundesrat zum Richter des Bundesverfassungs­gerichts gewählt wurde. Bevor er Mitglied des I. Senats in Karlsru­he wurde lehrte er an den Universitäten in Saarbrücken, Marburg und Hannover und gehörte verschiedenen Obergerichten an, von 2012 etwa dem Bundesgerichtshof. Radtke beschäftigte sich wis­senschaftlich intensiv mit dem internationalen Strafrecht und der Geschichte der Kriegsverbrecherprozesse.
Ausgangspunkt der Ver­anstaltung, die gekonnt von Nina Köhler am Klavier umrahmt wurde, war das Ende des Nürn­berger Hauptkriegsver­brecherprozesses im Herbst 1946, also vor 80 Jahren.
Seinerzeit waren 22 Hauptkriegsverbrecher angeklagt, die führen­den politischen, wirt­schaftlichen und mili­tärischen Vertreter des NS-Staates. Die Richter aus den USA, Groß­britannien, der Sowjet­union und Frankreich verhängten damals zwölf Todesurteile, drei le­benslange und vier zei­tige Freiheitsstrafen und drei Freisprüche.
In Nürnberg saßen erst­mals die Siegermächte über die Hauptkriegs­verbrecher einer besiegten Nation zu Gericht. Zu jener Zeit fand noch ein vergleichbarer \ Prozess in Japan statt. Das Kaiserreich gehörte ebenfalls zu den Verlierern des II. Weltkrieges. Bei allen Kriegen zuvor, waren die führenden Vertreter der unterlegenen Seite ins Exil gegangen oder die Kriegsparteien hatten sich gegenseitig Amnestie zugesichert.
Prof. Dr. Radtke blickte zunächst zurück. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hätte das Komitee vom Roten Kreuz erst­mals über internationale Gerichtshöfe zur Ahndung von Kriegs­verbrechen nachgedacht, allerdings ohne Resonanz bei den Re­gierenden. Nach dem I. Weltkrieg wurde der Ruf nach einem internationalen Strafgerichtshof größer, aber Herrscher wie Kai­ser Wilhelm II. oder Österreichs Kaiser Karl I. gingen ins Exil und man wurde ihrer nicht habhaft.
1942 begann sich die Niederlage des 3. Reiches im Weltkrieg ab­zuzeichnen. Die Alliierten, so der Bundesverfassungsrichter, be­gannen damals bereits Beweise für einen folgenden Kriegsver­brecherprozess zu sammeln. Dieser begann im November 1945 in Nürnberg, jener Stadt wo Hitler mit großen Pomp die Reichspar­teitage abhielt.
Angeklagt wurden Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbre­chen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Verschwö­rung zum Angriffskrieg.
Bereits kurz nach dem Ende des II. Weltkrieges brach die Allianz der Sieger auseinander und der „kalte Krieg“ zwischen West und Ost brach aus. Damit war dann auch die Zeit des internationa­len Völkerstrafrechts schon bald wieder vorbei, betonte Prof. Dr. Radtke.
Eine solche Art der Strafverfolgung erlebte in den 1990er Jahren ihre „Blütezeit“, genoss Respekt und Anerkennung. Dies bröckelte dann langsam aber sicher.
Heute verhängen die USA unter Präsident Trump Sanktionen gegen Richter des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag und Russland erkennt das Gericht nicht an.
„Dabei haben wir heute eine internationale Verfolgung von Kriegs­verbrecherprozessen wieder sehr nötig. Die Ukraine ist nur ein Beispiel von vielen“, hob der Gast aus Karlsruhe zum Abschluss seines vielbeachteten Vortrages hervor.

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Anzeige nach rassistischem Vorfall

Verunglimpfung auf Bild eines Kindes überschattete das Straßenmalerfestival Neustadt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Klare Kante zeigen – gegen Rassismus, Hass, Verunglimpfung, Sexismus. Etwas anderes kommt für Roswitha Trümpert nicht infrage. Und so hat die Vorsitzende gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Arbeitskreises Straßenmalerfestival nun Anzeige gegen unbekannt wegen Beleidigung, Verleumdung und Sachbeschädigung erstattet. Sie reagierten damit auf einen rassistischen Vorfall, der sich bei der jüngsten Auflage ihrer beliebten Veranstaltung ereignet hatte.
Am späten Samstagabend hatte eine Unbekannte oder ein Unbekannter auf dem Bild eines Kindes einen rassistischen Schriftzug in arabischer Sprache hinterlassen (die OP berichtete). Zunächst habe sie befürchtet, die Worte richteten sich gegen die aus Syrien stammende Familie des Jungen – die hervorragend integriert sei, wie Trümpert betont. Nach einer Übersetzung habe sich gezeigt, dass die „sehr beleidigenden Worte“ gegen Syrien insgesamt gingen. Die Straßenkünstler und die Mitglieder des Arbeitskreises seien fassungslos gewesen, sagt die Vorsitzende. Die Worte stünden „im starken Gegensatz zu den friedlichen Kunstwerken des Festivals“, bei dem in diesem Jahr das Thema Vielfalt im Mittelpunkt stand.

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Pfarrerin ist ihr Traumberuf

Dorothee Becker ist neue Pfarrerin der St.-Elisabeth-Gemeinde Mengsberg

Neustadt-Mengsberg.
Dorothee Becker ist neue Pfarrerin der evangelischen St.-Elisabeth-Gemeinde Mengsberg, zu der auch Florshain und Wiera gehören. Beim Antrittsbesuch im Neustädter Rathaus berichtete sie kurz über ihren Werdegang.
Die 36-Jährige wuchs in Alsfeld auf und studierte Evangelische Theologie in Marburg. Nach dem Vikariat in Neuenstein und Kalbach bei Fulda wurde sie 2021 ordiniert. Ab November 2021 war sie in Schenklengsfeld tätig. „Durch die Übernahme der Pfarrstelle in Mengsberg ist sie besser in der Lage, ihre pflegebedürftige Mutter, die bei Alsfeld lebt, zu unterstützen“, berichtete Bürgermeister Thomas Groll und freut sich, dass Becker in Mengsberg mit dem TSV-Vereinsjubiläum und der Kirmes bereits zwei öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen bestens absolviert habe.

Becker sagt über sich, dass Pfarrerin ihr Traumberuf sei. Bürgermeister, Pfarrerin und Ortsvorsteher Karlheinz Kurz waren sich darüber einig, dass das gute Miteinander zwischen Kommune, Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft auch zukünftig eine Fortsetzung erfahren solle, da es den Zusammenhalt in Mengsberg stärke.

Stadt übernimmt Friedhof

Im Herbst soll die Übernahme der Friedhofsverwaltung zum 1. Januar 2027 durch die Kommune gemeinsam vorbereitet werden. Die Stadtkommt damit einem Ansinnen der Kirchengemeinde aus dem Jahr 2025 nach.

Einst anerkannt, heute torpediert

Verfassungsrichter spannte den Bogen von NS-Kriegsverbrecherprozessen in die heutige Zeit
Rund 140 Menschen wohnten der jüngsten Veranstaltung der zeitgeschichtlichen Reihe in Neustadt bei, als Strafrechtler Professor Dr. Henning Radtke, 2018 vom Bundesrat zum Richter des Bundesverfassungsgerichts gewählt, über die Kriegsverbrecherprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg sprach. Ausgangspunkt der Veranstaltung, die Nina Köhler am Klavier untermalte, war das Ende des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses im Herbst 1946.
Seinerzeit waren 22 Hauptkriegsverbrecher angeklagt, die führenden politischen, wirtschaftlichen und militärischen Vertreter des NS-Staates. Die Richter aus den USA, Großbritannien, der Sowjetunion und Frankreich verhängten damals zwölf Todesurteile, drei lebenslange und drei weitere Freiheitsstrafen sowie drei Freisprüche.

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Neustädter Mitteilungsblatt

800 Jahre Momberg Kirmes in einem anderen Rahmen

Am 19. und 20. September 2026 findet das traditionelle Kirch­weihfest, die Momberger Kirmes, statt. Im Jubiläumsjahr wird diese aber nicht, wie gewohnt, auf dem Festplatz, sondern im Um­feld der Kirche und auf „Lecher’s Hof“ stattfinden.
In diesem gemütlichen Ambiente beginnen die Veranstaltungen am Samstag, dem 19.9.2026 um 17:00 Uhr mit einem Hof- und Scheunenfest.
Bei leckerem Essen und kühlen Getränken kann man zu live ge­spielter „Scheunenmusik“ bis in die späte Nacht hinein zusammen feiern und sogar der Line-Dance-Gruppe „Step by Step“ beim Reihentanz zuschauen und sich gerne auch einreihen.
Auch die Momberger Ranze-Gar- de wird ihren neuen Show- Tanz präsen­tieren.
Besonders gespannt kann man auf die Mundartmu­siker „Zwä vo ins“ sein, die nach lang­jähriger Bühnenabstinenz unter anderem mit ihren selbstkomponierten Gassenhauern auf „Momerjer“ Platt er­freuen wollen.
Auch für das leibli­che Wohl ist bestens gesorgt: Neben le­ckeren Grillspeziali­täten am Schwälmer Imbiss Richhardt gibt es im „Weinkel­ler“ leckere Weine des Weingutes Rück­ershäuser aus Gau Algesheim.
Gegen 22.30 Uhr fin­det dann endlich das im Sommer ausgefallene Feuerwerk statt.
Am Sonntag, dem 20.9.2026 findet um 10:30 Uhr das Pontifi­kalamt mit dem Fuldaer Bischof Dr. Michael Ger­ber in der Momberger Pfarrkirche statt. Mu­sikalisch umrahmt wird der Gottesdienst durch den St. Johannes Chor Momberg.
Alle Momberger und Gäste sind herzlich zu diesem besonderen Gottesdienst eingeladen.
Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Mittagessen auf „Lecher’s Hof“ und um 13 Uhr tritt der Spielmannszug der Freiwilligen Feu­erwehr Momberg auf.
Gegen 14 Uhr werden die Sängerinnen und Sänger des Gesang­vereins Concordia Momberg auf der Bühne ihre aktuellen Lieder präsentieren bevor ab 15 Uhr die Original Momberger Blaskapel­
le die Besucher den ganzen Nachmittag unterhalten wird. Der Frauenverein wird mit leckerem Kaffee und Kuchen die Gäste zur Kaffeezeit verwöhnen und natürlich wird auch der Schwälmer Grill den ganzen Tag Spezialitäten anbieten.
Auf dem „alten Schulhof“ (der Parkplatz vor der Kirche) wird es einen kleinen Vergnügungspark mit Schieß- und Zuckerbude, Hüpfburg und weiteren Attraktionen für Kinder geben.
Am Abend wird das Kirchweihfest dann gemütlich ausklingen und alle Gäste können sich bereits auf die letzte Veranstaltung im Rahmen von Momberg800, dem Weihnachtsmarkt am 05. Dezem­ber 2026 freuen.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Neustädter Circus-Festival 2026

Silea – ein Variete-Star aus Berlin kommt zum „Goldenen Biber“ Silea ist das personifizierte Variete: Anmutige Seiltänzerin, poe­tische waghalsige Flaschenläuferin und freche Entertainerin, das alles vereint diese virtuose Ausnahmekünstlerin in einer Person. Ob im nostalgischen Stil der Goldenen 20er oder rockig modern – mit bezauberndem Charme, verblüffendem Können und hin­reißender Bühnenpräsenz nimmt Silea ihr Publikum mit auf eine unvergessliche Reise in ihre schillernde Welt. Silea ist einfach ma­gisch!
Ihre Aktivitäten im Leistungssport stellten die Weichen für ihren Einstieg in die Artistik Welt, so absolvierte sie die Staatliche Bal­lettschule und die Schule für Artistik in ihrer Heimatstadt Berlin und steht heute als international gefragte Artistin auf den Bühnen der Welt.
Silea tanzt heute mit Weltklasseniveau auf dem Seil und mit amü­santer Sympathie balanciert sie auf Flaschen.
Sie dürfte beim diesjährigen „Goldenen Biber“ ohne Zweifel die Zuschauerinnen und Zuschauer begeistern.
Karten für die beiden Vorstellungen – Samstag, 10.10., 18.30 und Sonntag, 11.10., 14.30 Uhr – gibt es im Vorverkauf im NeuSTADTLADEN. Die Tribüne mit Schalensitzen kostet 20 Euro für Erwachsene und 17 Euro für Kinder bis 14 Jahre. Ggf. sind noch Restkarten für die Loge erhältlich.

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Neustadt kämpft um Bürgerbeteiligung

Unternehmen hält sich angeblich nicht an Absprachen zu Solarparks
Von Florian Lerchbacher

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Neustadt.
„Wenn man sich den Vorgang anschaut, kann man schon sehr enttäuscht sein, wie große Firmen mit uns umspringen und wie wenig man ihren Aussagen trauen kann“, ärgerte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Gerhard Gatzweiler am Montagabend, als Neustadts Stadtverordnete eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 14.000 Euro für eine Rechtsberatung absegneten.
Hintergrund ist eine Meinungsverschiedenheit mit der Firma Enerparc Solar Invest GmbH, die gegenüber der ehemaligen Kaserne und am Lotterberg zwei Solarparks mit einer Größe von insgesamt rund 20 Hektar bauen durfte – mit Zustimmung der Stadtverordneten, wie Bürgermeister Thomas Groll berichtet.

Aber eben auch unter bestimmten Bedingungen: „Im Jahr 2019 hat die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag der SPD beschlossen, dass eine Bürgerbeteiligung sicherzustellen ist, wenn Unternehmen Windräder oder Photovoltaik-Freiflächenanlagen in unserer Gemarkung errichten möchten.“ Das steigere schließlich nicht nur die Akzeptanz, sondern halte auch noch Wertschöpfung in der Region.

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Feuerwehr-Neubau könnte Kirmes beeinträchtigen
Neustädter müssen neues Gebäude bauen und holten sich Inspiration in Herbstein

Neustadt.
Mitglieder des Magistrates und der Fraktionen der Neustädter Stadtverordnetenversammlung fuhren gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Frank Bielert, dem Wehrführer der Kernstadt-Wehr Rüdiger Wickel und weiteren Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt-Mitte nach Herbstein im Vogelsberg, um das dortige Feuerwehrhaus zu besichtigen.
Nur Neubau könnte den Ansprüchen gerecht werden

Dieses wurde Ende 2025 bezogen. Es hat sechs Fahrzeugboxen und kostete etwa 6,4 Millionen Euro. Gebäude, Park- und Stellflächen nehmen rund 5.000 Quadratmeter in Anspruch. Die Gruppe um Bürgermeister Thomas Groll bekam von dessen Amtskollegin Astrid Staubach, dem dortigen Wehrführer Swen Jost, Architekt Dr. Stefan Strack und Bauleiter Lars Ruhl Informationen aus erster Hand. Zudem erhielten sie eine Führung durch das Gebäude. Groll verwies darauf, dass in der Neustädter Kernstadt der Neubau eines Feuerwehrhauses dringend notwendig sei. Das Bestandsgebäude aus dem Jahre 1982 weise zu viele Abweichungen von den heutigen Standards auf. Unfallkasse und Brandschutzaufsicht verlangten daher grundlegende Veränderungen, die nur ein Neubau bieten könne.

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Bahnbrücke in Neustadt wird erneuert

In der Gleimenhainer Straße kommt es bald für viele Monate zur Vollsperrung

Neustadt.
Die Deutsche Bahn teilt mit, dass sie die Eisenbahnüberführung an der Gleimenhainer Straße in Neustadt erneuert. Das bestehende Brückenbauwerk durch einen Neubau ersetzt. Zusätzlich finden Straßen-, Kanal- und Tiefbauarbeiten statt.
Zugverkehr ist zunächst nicht betroffen

Die Bauarbeiten sind – nach aktuellem Stand, für den Zeitraum vom 31. August bis 31. März 2028 vorgesehen.

Zu Beginn der Arbeiten werden zunächst die Baustelle eingerichtet und Rodungsarbeiten erledigt. Ab Oktober/November bis in das erste Quartal 2027 hinein folgen Betonierarbeiten sowie weitere vorbereitende Arbeiten für den eigentlichen Rück- und Neubau der Brücke, der ab Mitte Mai 2027 erfolgen soll. Der Zugverkehr zwischen Kassel und Frankfurt ist bis dahin nicht durch diese Arbeiten eingeschränkt, erklären eine Sprecherin. Für den Straßenverkehr in Neustadt sieht das anders aus: Während des Bauprojektes werde eine Vollsperrung der Gleimenhainer Straße im Bereich des Brückenbauwerks – auf Höhe „Niederkleiner Straße“ bis „An der Weißmühle“ – vom 21. September bis voraussichtlich 31. März 2028 notwendig.

In der ersten Woche der Vollsperrung, also vom 21. bis einschließlich 28. September , bleibt der Durchgang für Fußgängerinnen und Fußgänger noch möglich.

„Während der Arbeiten kann es zeitweise zu Lärm, Staub und stärkerem Baustellenverkehr kommen. Wir setzen alles daran, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, teilt die DB InfraGO AG mit.