Neustädter Mitteilungsblatt

800 Jahre Momberg

Momberg feierte ein ganzes Wochenende bei sommerlich heißen Temperaturen Große Mallorca Party, Familiennachmittag, Pub­lic Viewing, Historischer Festzug, Blasmusik im Festzelt und ein Konzert des Landespolizeiorchesters – beim Festwochenende der 800-Jahrfeier von Momberg war für jeden etwas dabei.
Los ging es am Freitag mit der XXL Malle Party wo DJ Balineiro den Gästen kräftig einheizte.
In einem bunt geschmückten Zelt sorgten im Laufe des Abends die Malle-Stars „Marry“ und „Tommy Fiebe “ mit ihren Auftritten für beste Stimmung im Festzelt. Natürlich ga ■ es auch den typi­schen „Malle-Tower“ mit Vodka-Lemon zu kaufen.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Familien und Kinder. Über 80 Aktions- und Verkaufsstände waren in den Straßen zwi­schen Festplatz und Dorfzentrum aufgebaut.
Auf der Blaulicht-Meile konnte man die Fahrzeuge von Feuer­wehr, DRK, DLRG und Polizei bestaunen. Auch die Momberger Jäger und die Bundeswehr gaben Einblicke in ihre Arbeit und Ausrüstung. Rund um den Kindergarten wurde viel für die Kleins­ten angeboten und im Dorfgemeinschaftshaus gab es Kaffee und Kuchen der Momberger Kaffeetanten.
Auf der Aktionsbühne vor dem Dorfzentrum präsentierten die verschiedenen Garden und Tanzgruppen ihr Können und auch ein Zauberer unterhielt hier die Besucher. Die „Super-Ranze-Rally“ begeisterte die Kids. Besonders der Eis- und die Getränkestände waren bei den hohen Temperaturen sehr gefragt.
Der Samstagabend stand ganz im Zeichen von König Fußball. Beim Public Viewing im Festzelt konnte nach spannenden 90 Mi­nuten der Sieg der deutschen Nationalmannschaft bejubelt wer­den. Diese Vorlage an guter Stimmung griff der Entertainer Rai­ner Irrsinn für seine anschließende Show „wilde Nächte“ gerne auf und so tanzten und sangen die Gäste bis in den frühen Morgen.
Einer der besonderen Höhepunkte an diesem Festwochenende war der Historische Festzug, der sich durch Mombergs Straßen schlängelte. Gesäumt waren die Straßen von vielen Mombergern
und auswärtigen Besuchern, die trotz großer Hitze die Anreise mit dem Auto oder dem Fahrrad auf sich nahmen, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Die Zuschauer standen dicht gedrängt überall an den Hauswänden, wo sich ein Schattenplatz bot. Nicht so viel Glück hatten die Festzugsteilnehmer, die in ihren traditionellen oder selbst genähten Kostümen schwitzend, aber mit freundlicher Miene durch die pralle Sonne liefen. Zu diesen Tem­peraturen spielten viele ein Musikinstrument, führten Schwert­kämpfe vor oder zeigten einen Trachtentanz. Die eingeladenen Ehrengäste mussten ebenfalls schwitzen. Ob Landrat, Landtags- und Magistratsmitglieder, Bürgermeister. Ortsvorsteher, Pfarrer, das Schützenkönigspaar sowie die Hessische Milchkönigin. Sie alle sind auch zu Fuß die lange und heiße Festzugstrecke gelau­fen. Angeführt wurde der Festzug ganz traditionell mit Mombergs Symbolfigur, dem Ranzemann, der auch jährlich zu den Kirmesumzügen vorangeht. An Musik während des Festzuges durfte es natürlich auch nicht fehlen. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Momberg, die Emsdorfer Blasmusik, das Neustädter Blasorchester sowie die Blasmusik Wiera begleiteten die herrli­chen Wagen und Fußgruppen, die in einer Zeitleiste von 800 nach Christus bis in die heutige Zeit die besonderen Ereignisse Mom­bergs darstellten. So wurde der heilige Bonifatius, der angeblich auf dem Weg zur Donareiche bei Fritzlar hier in Momberg „bei den Linden“ getauft hat, dargestellt von der Ranzemannschaft.
Der Reiterverein verkörperte Ritter Konrad von Muminberg den Namensgeber Mombergs.
Auch die Heilige Elisabeth, dargestellt vom Frauenverein, zog an­geblich damals auf dem Weg von Eisenach nach Marburg durch Momberg. Reenactmet bedeutet die Nachstellung geschichtli­cher Ereignisse und zeigte durch den Verein RCF Marburg einen Showkampf aus dem Mittelalter. Ebenfalls im Mittelalter wütete die Pest auch in Momberg. Vom Sportverein gekonnt dargestellt wurde diese Szene auf einem Wagen mit einem düsteren Bild aus der Vergangenheit. Auch der Kindergarten war Teil des Festzu­ges. Als Räuberbande, die sich in der Hardtmühle im 18. Jahr­hundert versteckte. Die Freiwillige Feuerwehr zeigte sich histo­risch mit alten Spritzen und Gerätschaten, wie vor 100 Jahren. Der Kirchenneubau im Jahre 1867 mit seiner Grundsteinlegung zeigte der Tauziehclub. Gefolgt von den Momberger Ministranten der Pfarrgemeinde St. Johannes. Sie zeigten die Klappern zu den
Kar- und Ostertagen, sowie die Sternsinger in ihren Königskostü­men. In Momberg gab es bis ins Jahr 1969 eine achtklassige Schu­le, die leider im Jahr 1970 abgebrochen wurde. Dargestellt wurde diese alte Schulklasse von der Garde/Lollipops. Die „Spellstubb“ (Spinnstube) wurde vom Gesangverein gezeigt. Hier traf man sich seit Jahrzehnten zum Handarbeiten, Singen und Schwätzen. Als nächstes folgte mit Stock und Zylinder der „Loadmann“, der Ein­lader zur Hochzeit. Der Ortsdiener verkündete bis ins Jahr 1974 mit der Ortsschelle die offiziellen Mitteilungen, dargestellt vom Schützenverein. Das „Woschtsuppe-Katrinchen“, vom Tennisver­ein verkörpert, besuchte unerkannt gekleidet die Nachbarn nach einer
Hausschlachtung forderte eine Bratwurst und „Woschtsupp“ (Wurstsuppe Der Verein die „Beigefreiten“, Männer, die in das Haus der Frau eingeheiratet haben, gibt es in Momberg schon seit über 60 Jahren. Der Old- und Youngtimer-Verein, der sich in Momberg gegründet hat, zeigte einige seiner historischen Fahrzeuge. Momberg pflegt eine gute Beziehung zu seinen direk­ten Nachbarn. So zeigte sich die Bürgergarde, die Biedermeier- Damen, der Junker Hans und seine Burgfräulein als historische Abordnung aus Neustadt. Aus Wiera spielte die Blasmusik. Spe­ckswinkel präsentierte sich mit der traditionellen Trachten- und Volkstanzgruppe. Die Kinder zeigten auf den Kreuzungen eine kurze Tanzeinlage. Aus Mengsberg kam die Burschenschaft mit dem dortigen „Kirmesbär“. Ein Strohbär, der in diesem Jahr auch in Momberg laufen durfte. Zum Schluss fuhr der Planwa­gen „Rent Your Tour“ mit den Gewinnern der Silvesterfeier und weiteren Gästen. Nicht zu vergessen sind die 30 Kinder, die vor den Zugnummern als Schildchenträger vorweg liefen. Insbeson­dere die Wölflinge der Pfadfindergruppe aus Neustadt in ihren Uniformen, die durch die heißen Straßen Mombergs liefen. Viele Vereine, Gruppen und Einzelpersonen haben einen großen Bei­trag zu diesem Historischen Festzug geleistet. Es wurde gebaut, gezimmert und geschneidert. Und das hat sich gelohnt:

Momberg hat einen wunderbaren Festzug zu seinem 800-jährigen Jubiläum gezeigt.

Nach dem gelungenen Festzug begeisterte dann am Sonntagnachmit­tag die Gruppe Blechquadrat aus dem benachbarten Rotkäppchenland die Besucher auf dem Festplatz nicht nur mit klassischer Blasmusik.
Den Abschluss des Festwochenendes konnten die Gäste am Mon­tagabend im Rahmen eines Wohltätigkeitskonzertes des Landes­polizeiorchesters Hessen genießen.
Hierzu wurden die klassischen Bierzeltgarnituren im Festzelt durch Stühle ersetzt, um eine entsprechende Konzert-Atmosphä­re zu schaffen.
Bei herrlichen Musikdarbietungen, unter der Leitung von Julian Metzger, aus Rock- und Pop, der Welt der Musicals und klassi­schen Stücken, war für jeden etwas dabei und erst nach drei Zu­gaben und dem Spielen der deutschen Nationalhymne wurden die Musiker von der Bühne gelassen. Ein würdiger Abschuss für das große Festwochenende.
Alle waren sich einig: Das Festwochenende war – wenn auch sehr schweißtreibend für alle – ein rundum gelungenes Fest.
Im Jubiläumsjahr geht es nun am 15. und 16. August weiter mit dem Teich- und Weinfest am Momberger Dorfteich.
Alle Infos hierzu sind unter www.800jahre-momberg.de oder auf Instagram 800_jahre_momberg.

Hasnain Kazim las in Neustadt
Literaturfrühling

Seit rund zehn Jahren gibt es nun schon den Literaturfrühling Marburg-Bie­denkopf und die Stadt Neustadt ist von Anfang an dabei.
Bürgermeister Thomas Groll konn­te am 18. Juni 2026 knapp 50 Inte­ressierte im Historischen Rathaus zur Lesung mit Hasnain Kazim be­grüßen.
Der Sohn pakistanisch-indischer El­tern wurde in Oldenburg geboren und wuchs im Alten Land auf.
Kazim ist Autor verschiedenster Bücher und
auch als Journalist tätig. Regelmäßig schreibt er für den SPIEGEL oder die Süddeutsche Zeitung.
Heute lebt er in Wien und ist zurzeit mit einer Lese­reise unterwegs.
In Neustadt stellte er sein autobiografisches Werk „Grünkohl und Curry“ vor.
Darin gibt Kazim Ein­blick in seine Kindheit und Jugend und nimmt zum gegenwärtigen Brennpunktthema Ein­wanderung Stellung.
Bürgermeister Thomas Groll betonte die Wich­tigkeit kultureller Ver­anstaltungen in kleine­ren Kommunen und lud die Anwesenden zu einer weiteren Lesung am 10. September ein. Dann kommt die „Mutter der Nation“ nach Neustadt: Marie-Luise Marjan, die Mutter Beimer der Lindenstraße. Sie liest amüsante Kriminalgeschichten vor.

AKTIONSTAG „KOMMUNEN AM LIMIT“

Bund und Länder müssen angesichts der kommunalen Finanz­krise entschlossen handeln
Bundesweit beteiligten sich am 22. Juni 2026 Gemeinden, Städte und Landkreise am Aktions­tag „Kommunen am Limit“, um auf die dra­matische kommunale Finanzsituation aufmerk­sam zu machen. Die drei kommunalen Spitzenver­bände – Deutscher Städ­tetag, Deutscher Land­kreistag und Deutscher Städte- und Gemeinde­bund – haben gemeinsam zu diesem Aktionstag auf­gerufen und fordern von Bund und Ländern, ent­schlossen zu handeln und wirksame Maßnahmen gegen die kommunale Fi­nanzkrise zu ergreifen. Die Finanzlage der Ge­meinden, Städte und Landkreise ist dramatisch: Das bundesweite kommunale Defizit lag 2025 bei rund 30 Milliarden Euro – ein historischer Höchst­stand, Tendenz steigend. Hauptursachen sind steigende Ausgaben bei der Sanierung und Instandhaltung von Infrastruktur und Ge­bäuden, im Bereich der Kinderbetreuung, beim Brand- und Ka­tastrophenschutz oder bei sozialen Leistungen. Dabei sind es nicht nur rasante Kostensteigerungen und ein ebenso rasch wachsender Sanierungsbedarf, sondern vor allem beständig steigende Stan­dards und die permanente Ausweitung des Umfangs der Leistun­gen, die die Kommunen an ihr Limit bringen.
Für die Bürgerinnen und Bürger wird die kommunale Finanz­krise mehr und mehr auch direkt spürbar. Und sie betrifft viele kommunale Aufgaben wie z. B. die Instandhaltung von Schulen, Betreuungseinrichtungen, Bibliotheken und Schwimmbädern, den Erhalt von Kultur- und Sportangeboten, die Pflege von Straßen, Wegen und Grünflächen, den ÖPNV, die Gesundheitsversorgung, die Wirtschaftsförderung und viele soziale Angebote.
„Handlungsfähigkeit vor Ort entsteht dort, wo klare Aufgaben auf eine verlässliche Finanzierung treffen – und das muss Anspruch auf allen Ebenen sein, von Bund über das Land bis hin zur Kommune“, so Bürgermeister Thomas Groll. „Die aktuelle Aufteilung von Auf­gaben und Finanzierungen führen allerdings dazu, dass Aufwand und Kosten häufig nicht vollständig mitgedacht werden und so in den Kommunen wachsende strukturelle Defizite entstehen.“
An der grundsätzlichen Leistungsfähigkeit der Gemeinden, Städ­te und Landkreise könne kein Zweifel bestehen. „Unser Anspruch muss aber sein, dass wir unsere Leistungsfähigkeit wieder mit unserer langfristigen Handlungsfähigkeit zur Deckung bringen.“ Nur so könnten Kommunen ihre vielfältigen Aufgaben effektiv und zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger erfüllen. Was es dazu braucht? Nach Groll als erstes unliebsame Antworten auf unbe­queme Fragen wie: „Welche Aufgabe gehört auf welche Ebene? Wie können Verwaltungsvorgänge entflochten und effizienter ge­staltet werden? Welche Standards brauchen wir wirklich? Welche Kosten und Folgekosten entstehen tatsächlich? „Wenn wir das sauber klären, stehen die Kommunen auch weiterhin bereit, Ver­antwortung zu übernehmen – dann aber auch auf einer verlässlich und auskömmlich finanzierten Grundlage.“
Genau darin liegt nach Grolls Überzeugung auch die Chance: „Wenn Aufgaben und Finanzierung endlich zusammenpassen, ge­winnen Kommunen auch wieder mehr Spielraum, gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern die Lebensqualität vor Ort aktiv zu gestalten und gute Lebensverhältnisse dauerhaft zu sichern.“ Die Kommunen und ihre drei kommunalen Spitzenverbände for­dern deshalb von Bund und Ländern:
• Das kommunale Finanzierungsdefizit muss vollständig beseitigt werden. Dies kann über eine jährliche Soforthilfe oder eine Er­höhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern geschehen.
• Der Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt auch“ muss sofort für jede Aufgabenübertragung oder -ausweitung von Bund und Ländern gelten – mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen von Bund und Ländern übertragen werden.
• Der Anspruch der Gesellschaft an die umfassende Versorgung und Umsorgung durch den Staat muss auf ein angemessenes Maß angepasst werden. Soziale Standards und Sozialsysteme müssen zügig reformiert werden.
• Durch Abbau von Bürokratie, Berichtspflichten und Standards, insbesondere im Baubereich muss die Leistungsfähigkeit und Effizienz der Kommunen wieder gestärkt werden.
Die kommunale Finanzkrise ist nicht abstrakt. Sie ist sehr kon­kret vor Ort spürbar. Bund und Länder müssen handeln, damit der Staat vor Ort für seine Bürgerinnen und Bürger handlungsfähig bleibt.

KOMPASSBAHNHOF: Sechs Kommunen erhalten Auszeichnung für mehr Sicherheit an Hessens
Bahnhöfen / Programm wird ausgewertet

Nach einer erfolgreichen Pilotphase weitet Hessen das Sicherheits­programm KOMPASSbahnhof auf weitere Bahnhöfe im Land aus. Innenminister Roman Poseck würdigte auf dem 63. Hessentag in Fulda die Leistungen der sechs Pilotkommunen Fulda, Hofgeis­mar, Neustadt (Hessen), Maintal, Rüsselsheim am Main und Hof­heim am Taunus und zeichnete sie für ihr besonderes Engagement aus. Die Hessische Polizei hat gemeinsam mit der Bundespolizei, der Deutschen Bahn und den beteiligten Kommunen in den ver­gangenen zweieinhalb Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl an Bahnhöfen und Haltestellen nachhaltig zu stärken.
Innenminister Roman Poseck sagte auf dem Platz der Polizei im Rahmen des Hessentages: „Hessen ist ein sicheres Bundesland. Die Kriminalität ist im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Das haben wir vor allem unseren über 16.000 Polizisten zu ver­danken, die sich täglich für die Sicherheit der Bürger einsetzen. Aber auch die gezielten Maßnahmen wie die Innenstadtoffensive oder das Präventionsprogramm KOMPASS sorgen für ein Mehr an Sicherheit. Mit dem Programm KOMPASSbahnhof sorgen wir gezielt für mehr Sicherheit an den hessischen Bahnhöfen.
Bahnhöfe sind weit mehr als Verkehrsstationen. Sie sind Eingangs­portale unserer Städte und Gemeinden; sie sind Begegnungsorte für tausende Menschen und zentrale Knotenpunkte des öffentli­chen Lebens.
Im Rahmen der Sicherheitsinitiative KOMPASS haben Bürgerbe­fragungen immer wieder ergeben, dass sich Menschen gerade an Bahnhöfen und Bahnhofsvorplätzen weniger sicher fühlen. Dieses Sicherheitsgefühl nehmen wir ernst und setzen mit KOMPASS­bahnhof genau dort an. Die Hessische Polizei und die Kommunen haben gemeinsam mit der Bundespolizei und der Deutschen Bahn passgenaue Maßnahmen für mehr Sicherheit entwickelt.
In Neustadt wurde unter anderem ein Sicherheitstag gestartet, der Bahnhof gereinigt, gemeinsame Kontrollen eingeführt und die Beschilderung gegen Gleisüberschreitungen durch die Bun­despolizei ergänzt, um sich sicherer zu fühlen. Ein Spiegel wurde
in der Unterführung angebracht und Mülleimer aufgestellt. Eine Fahrradabstellanlage entstand und es gibt regelmäßige Kontrollen durch Polizei und Bundespolizei.
Bürgermeister Thomas Groll bewertet die Maßnahmen positiv, sieht aber natürlich noch „Luft nach oben“. Insbesondere die Reinlichkeit liegt ihm am Herzen. Hier sei natürlich die Bahn ge­fordert, aber letztlich jeder Nutzer.
Diese umgesetzten Maßnahmen zeigen wie wichtig das Programm KOMPASSbahnhof für ein verbessertes Sicherheitsgefühl vor Ort ist. Auch in Zukunft werden die Kommunen an ihren Maßnahmen festhalten und teilweise neue ergänzen. Sicherheit ist eine Dauer­aufgabe. Ich danke allen beteiligten Pilotkommunen für ihr her­ausragendes Engagement. Um diesen Erfolg sichtbar zu machen, erhalten heute alle sechs Pilotkommunen das Schild „KOMPASS­bahnhof“, was gut sichtbar am Bahnhof angebracht werden kann. KOMPASSbahnhof ist ein Erfolgsprogramm. Deshalb bauen wir dieses aus und starten weitere Sicherheitsprojekte. Für die zweite Jahreshälfte 2026 sind bereits Kooperationen für die Bahnhöfe und Verkehrsstationen in Hungen, Herborn, Treysa (Schwalm­stadt), Neu-Isenburg, Heppenheim und Bad Homburg vor der Höhe geplant. Auch dort wird die Hessische Polizei gemeinsam mit den Kommunen, der Bundespolizei und der Deutschen Bahn Sicherheitsbedarfe erheben und passgenaue Maßnahmen entwi­ckeln.
Mit der Ausweitung von KOMPASSbahnhof setzt Hessen seinen erfolgreichen Weg konsequent fort und erhöht die Sicherheit an den Bahnhöfen im ganzen Land.“

HINTERGRUND
KOMPASSbahnhof ist ein neuer Baustein der hessischen Sicher­heitsinitiative KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSie- gel). Seit 2017 unterstützt KOMPASS hessische Städte und Ge­meinden dabei, die kommunale Sicherheitsarbeit gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den relevanten Akteuren vor Ort weiterzuentwickeln. Mittlerweile beteiligen sich 173 Kommunen an dem bundesweit einzigartigen Programm.

Jahresbericht 2025 Stadtwald Neustadt (Hessen)
Holzernte

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 5.934 Festmeter Holz geerntet. Zusätzlich sind 710 Fm abgestorbene Buchen, aus Gründen des Arbeits- und Bodenschutzes, als stehendes Totholz im Wald be­lassen worden.
Durch den hohen Anteil an Schadholz (61%) war im letzten Jahr die Nutzung deutlich höher als die Planung aus der Forsteinrich­tung. Allerdings konnte, anders als noch vor ein paar Jahren, das geerntete Schadholz zu guten Preisen vermarktet werden.
Die notwendige Durchforstung besonders von jungen Laubholzbe­ständen führt zu einer größeren Menge von Industrieholz. Einen wichtigen Beitrag, diese Holzmengen zu vermarkten, leistet dabei die arbeitsintensive Brennholzbereitstellung. Neben der Deckung des örtlichen Bedarfes an Brennholz, konnten dabei auch höhere Erlöse erzielt werden.
Der größte Teil des Holzes wurde über die Forstwirtschaftliche Vereinigung Vogelsberg-Burgwald im Stockverkauf vermarktet.
Finanzen
Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf rund 475.000 Euro und lagen damit deutlich über den ursprünglichen Planansätzen.
Den Einnahmen standen Betriebsausgaben in Höhe von rund 280.000 Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein erfreuliches Be­triebsergebnis von etwa 195.000 Euro.
Einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität leiste­ten 90.000 Euro aus einem Förderprogramm zur Erhaltung des Stadtwaldes. Hinzu kamen weitere 46.000 Euro aus Landesför­dermitteln u.a. für Wegebau.
Im Jahr 2025 wurde zudem die erste Windenergieanlage im Stadt­wald („Trillrodt“) in Betrieb genommen. Hierdurch ergeben sich zusätzliche Einnahmen.
Waldzustand und Ökologische Entwicklungen
Obwohl die Schäden durch Borkenkäfer im Nadelholz deutlich sinken, steigt der Schadholzanteil. Bei Buche und Kiefer. Diese Baumarten leiden derzeit immer noch an den Folgen der zurück­liegenden Trockenjahre. Auch das Eschentriebsterben stellt wei­terhin eine erhebliche Bedrohung für die noch lebenden Eschen dar.
Positiv hervorzuheben ist der Fortschritt bei der Wiederbewal­dung ehemaliger Kalamitätsflächen. Diese wurden entweder durch Pflanzung klimastabiler Baumarten oder durch natürliche Verjüngung erfolgreich wiederbewaldet. In Zukunft wird die Pfle­ge dieser Kulturen einen neuen Schwerpunkt für den Stadtwald bilden.
Bürgermeister Thomas Groll zeigte sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden, die auch zur Stabilität des kommunalen Haushaltes bei­tragen.
Gleichwohl ist der Wald für uns kein reiner „Wirtschaftsfaktor“, so Groll. „Wir sehen vielmehr auch dessen ökologische Bedeu­tung“. Die Zusammenarbeit mit Hessenforst, insbesondere mit dem Forstamt Kirchhain und dem für Neustadt zuständigen Re­vierförster Klaus Schild, sei auch in den vergangenen zwölf Monaten vertrauensvoll und zielorientiert gewesen.

Stadtverordnetenversammlung
Bericht des Stadtbrandinspektors – Landrat ge­nehmigt Neustädter Haushalt ohne Auflagen

Am 24. Juni 2026 fand die erste Arbeitssitzung der Neustädter Stadtverordnetenversammlung in der Legislaturperiode 2026 – 2031 im Kultur- und Bürgerzentrum statt. Stadtverordnetenvorste­her Hans-Dieter Georgi konnte hierzu neben den Fraktionen von CDU, SPD und FWG auch den Magistrat mit Bürgermeister Tho­mas Groll an der Spitze sowie die Ortsvorsteher Karlheinz Kurz, Timo Stark und Martin Naumann begrüßen.
Unter „Mitteilungen des Magistrates“ teilte der Bürgermeister mit, dass aufgrund deutlich zurückgehender Flüchtlingszahlen die Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Ge­flüchtete in Bad Arolsen geschlossen werde. Auch die Unterkünf­te in Alsfeld – vorrangig für ukrainische Kriegsflüchtlinge – stün­den vor der Schließung. In Neustadt würden in den kommenden Wochen die Leichtbauhallen abgebaut. Seitens des zuständigen Regierungspräsidiums Gießen sei ihm aber mitgeteilt worden, dass die Erstaufnahmeeinrichtung an sich fortbestehen werde, al­lerdings mit einer deutlich geringeren Belegung als bisher. Gegen­wärtig sind in der ehemaligen Kaserne rund 250 Menschen unter­gebracht, zu „Spitzenzeiten“ waren es über 1.000.
Weiterhin teilte Bürgermeister Thomas Groll mit, dass er sich erneut an das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum gewandt habe, und ein Überdenken des Abstufungskonzeptes für Bundes-, Landes- und
Kreisstraßen im Zuge der Freigabe der A 49 gefordert habe. Ihm geht es hier insbesondere um die Verbindung Momberg – Specks­winkel. Die ehemalige Kreisstraße ist nun eine kommunale Stra­ße der Stadt Neustadt (Hessen). Der Bürgermeister moniert hier, dass die Verbindung bei einer Streckensperrung der Autobahn im­mer wieder als Umleitung benutzt und hierbei Bankette zerfahren und Leuchtpfosten beschädigt werden. Leider habe das zuständige Wiesbadener Ministerium das Anliegen der Kommune erneut ab­gelehnt.
Groll richtete den Blick auch in das Jahr 2027. Am 23. Juli 2027 jährt sich der Geburtstag Hans von Dörnbergs zum 600. Male. Ge­meinsam mit Mitgliedern der Familie soll dieses Ereignis began­gen werden. Dekan Burkhard von Dörnberg wird gemeinsam mit Pfarrerin Kerstin Kandziora einen Gottesdienst feiern. Donata Freifrau Schenck von Schweinsberg, geb. von Dörnberg, ehern. Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, wird einen Vor­trag halten. Der Bürgermeister denkt zudem ein Fest im Park mit einem „besonderen Höhepunkt“ an. Hierzu verriet er aber noch nichts Näheres.
Für die SPD-Fraktion hatte Anke Stark eine Anfrage eingebracht und erkundigte sich nach dem aktuellen Sachstand des von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen SPD-Antrages zur Erarbeitung eines Konzeptes zur Stärkung der Beteiligung von Jugendlichen auf kommunaler Ebene.
Bürgermeister Thomas Groll hatte hierzu vom mit der Erstellung beauftragten JEF Cölbe (Junge Entwicklung Fördern e.V.) einen aktuellen Sachstandsbericht erstellen lassen. Hieraus geht hervor, dass es bisher unter anderem eine Bedarfserhebung über QR- Code sowie eine Befragungs-Aktion im Freibad gab. Weiterhin wurde ein Bau-Workshop beim Jugendraum durchgeführt. Auch Expertengespräche mit der kommunalen Jugendpflege der Schul­sozialarbeit der Schulleitung der Martin-von-Tours-Schule und der dortigen Schülervertretung fanden bereits statt.
Zum Beginn des neuen Schuljahres soll noch ein Fragebogen an verschiedene Schulklassen verteilt werden, um ein vollständiges Meinungsbild zu erhalten. Bürgermeister Thomas Groll teilte mit, dass die ursprüngliche Vorlage des Berichtes und der Handlungs­empfehlung bis zum 30. Mai 2026 aufgrund dem eher schwierigen Erreichen der Zielgruppe, Veränderungen der personalen Struk­tur der kommunalen Jugendarbeit Neustadt und aus personellen
Engpässen bei JEF Cölbe nicht möglich gewesen sei, was er bedaure. Er regte zudem an, den Abschlussbericht mit Handlungs­empfehlung nicht nur im Fachausschuss I, sondern auch in einem kommunalen Jugendforum vorzustellen und zu diskutieren. Die Stadt Kirchhain hat mit einer solchen Veranstaltung für alle Inte­ressierten von 10 bis 21 Jahren kürzlich positive Erfahrungen ge­macht.
Der Einschätzung des SPD-Fraktionsvor- sitzenden Hans-Gerhard Gatzweiler, dass der Prozess sehr langsam vor sich gehe und bisher nicht ganz den Er­wartungen entsprach, wollte Thomas Groll nicht widersprechen.
Die CDU-Stadtverordnetenfrak­tion hatte eine große Anfrage zum Sachstand „Umsetzung kommunale Wärmeplanung“ eingereicht.
Der Bürgermeister berichtete hierzu, dass es derzeit konkrete Projektansät­ze für die Kernstadt Neustadt sowie die Stadtteile Momberg und Speckswinkel gebe. Aufbauend auf der kommunalen Wärmeplanung werde aktuell versucht, hier kommunale Nahwärmesysteme auf den Weg zu bringen.
In der Kernstadt Neustadt liegen aktuell 196 Interessenbekun­dungen vor, in Momberg seien es 97 und in Speckswinkel 86. Ge­meinsam mit den Aktiven vor Ort und Dr. Sebastian Guth von der Energiegenossenschaft Vogelsberg/Energie Neustadt GmbH gelte es nun zu prüfen, wo es erfolgsversprechend sei, Machbarkeits­studien zu erstellen. Auf diese könne dann die Umsetzung der Nahwärmeversorgung aufgebaut werden. Verbindliche Daten für den Baubeginn oder gar die Wärmelieferung könnten gegenwärtig nicht genannt werden. Dies hänge insbesondere von Anschluss­quote, Förderfähigkeit, Investitionskosten, Trassenführung, Be­treibermodell und den erforderlichen Gremienentscheidungen ab. Bürgermeister Groll hat aber die Hoffnung, dass hier bald Klar­heit herrsche, denn dies sei notwendig für weitere Planungen der Kommune.
Hans-Gerhard Gatzweiler bewertete den bisherigen Verlauf als positiv. So sei Neustadt deutlich weiter als andere Kommunen und warb dafür, die Umsetzung einer kommunalen Nahwärmeversorgung weiterhin aktiv zu bewer­ben.
Der Bürgermeister ergänzte, dass man bei al­ler Euphorie die Umsetzungskosten nicht ver­gessen dürfe. Etwaige Einlagen der potentiellen Anschlussnehmer reichten sicher nicht aus und eine finanzielle Beteiligung der Kommune hal­te er bei der Realisierung des Projektes nicht für darstellbar.
Eine weitere große Anfrage hatte die CDU- Fraktion zur Fertigstellung von „Erschließungs­straßen“ („Baustraßen“) gestellt. Hier wurde deutlich, dass in der Kernstadt Neustadt (26), Mengsberg (3), Momberg (4) und Speckswinkel (ebenfalls 4) insgesamt noch 37 Straßen endaus­gebaut werden müssen. Teilweise handelt es sich hierbei um Straßenzüge, die bereits vor Jahr­zehnten begonnen wurden. Man könne also durchaus von einem „Erschließungsstau“ spre­chen, betonte der Bürgermeister. Ein Zustand, der allerdings allen Verantwortlichen der städ­tischen Gremien seit langem bekannt sei. Ab und an wurde dies zwar beklagt, aber konkrete Schritte wurden insbesondere auch mit Blick auf die finanzielle Belastung der Anlieger, die zu­meist ein Eigenheim neu errichtet haben und 90 Prozent der Kosten tragen, bisher nicht gestellt. Mit Aufstellung des Haushaltsplanes 2026 wur­de im Einvernehmen mit allen Fraktionen zu­nächst auf die Erstellung einer überarbeiteten Prioritätenliste zur Fertigstellung der „Baustra­ßen“ verzichtet. Sobald es Klarheit gäbe, in wel­chem Bereich die kommunale Wärmeplanung umgesetzt werden könne, müsse man diese Lis­ten neu erstellen. Aufgrund einer notwendigen Vorlaufzeit geht der Bürgermeister, allerdings, mit Ausnahme des Carl-Bantzer-Weges und der Talstraße, davon aus, dass keinesfalls vor 2028, eher 2029 mit Baumaßnahmen begonnen wird, da sich die Anlieger hierauf und die damit ein­hergehenden Kosten einstellen müssten. Er ver­wies auch darauf, dass es bei etlichen Straßen rechtliche Schwierigkeiten geben könne, da hier möglicherweise nicht einfach eine Deckschicht aufgetragen werden könne, sondern der Unter­bau erneuert werden müsse. Ein pauschaler Beschluss, dass alle noch nicht fertiggestellten Straßen als historische Straßen anzusehen sei­en und damit zu wiederkehrenden Straßenbei­trägen herangezogen werden können, ist nach Rücksprache mit dem Hessischen Städte- und Gemeindebund juristisch nicht umsetzbar. Der Bürgermeister geht aufgrund der Vielzahl der noch fertigzustellenden Straßen davon aus, dass deren Fertigstellung durchaus zwei Jahrzehnte dauern könne.
Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag einge­bracht, in dem der Magistrat gebeten wurde, eine (Online-)Veranstaltung mit Verantwort­lichen der Gemeinde Breitscheid zum Thema „Ärztemangel auf dem Land mit guten Ideen begegnen“ durchzuführen und dazu die örtli­chen Mandatsträger einzuladen.
In der Zeitung des Hessischen Städte- und Ge­meindebundes wurde vor Monaten über das Gesundheitszentrum Breitscheid berichtet, welches den Demografie-Preis 2025 des Lan­des bekommen habe. In der Gemeinde aus dem Lahn-Dill-Kreis wurde ein komplettes Gesund­heitszentrum von einem Investor errichtet. Nach Auffassung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Gerhard Gatzweiler könne dies möglicherweise ein Beispiel für Neustadt sein. Bürgermeister Thomas Groll hat bereits Kon­takt zu seinem Amtskollegen Yannick Konrad aufgenommen. Gemeinsam hält man es für sinnvoll, nach der parlamentarischen Sommer­pause einen Besuch in Breitscheid durchzufüh­ren, um sich vor Ort zu informieren. Ein Vor­schlag dem auch die anwesenden Damen und
Herren der Stadtverordnetenversammlung ein­stimmig folgten.
Die weiteren Magistratsvorlagen des Abends wurden ebenfalls einstimmig beschlossen:
• Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Neustadt (Hessen)
• III. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 4 „Der Galgenberg“
• Ankündigung der Einziehung von Wegen in der Gemarkung Mengsberg sowie Momberg
• III. Nachtrag zur Wasserversorgungssatzung Speckswinkel wurde angenommen
Bürgermeister Groll berichtete kurz über die konstituierende Sitzung der Verbandsversamm­lung des Zweckverbandes Mittelhessischer Ab­wasserwerke, die am 17. Juni 2026 in Neustadt stattfand. Hierbei sei die Bürgermeisterin der Gemeinde Fronhausen, Claudia Schnabel, zur neuen Verbandsvorsteherin gewählt worden. Er selbst, bisher Vorsitzender, amtiere nunmehr als stellvertretender Verbandsvorsteher. Er habe sein Amt zur Verfügung gestellt, um sich stärker kommunalpolitisch im Kreistag Marburg-Bie­denkopf engagieren zu können.
Stadtbrandinspektor Frank Bielert bereits seit acht Jahren im Amt, gab zum dritten Mal einen Bericht zur Situation der örtlichen Freiwilli­gen Feuerwehren vor der Stadtverordnetenver­sammlung ab.
Mit den Worten „Es ist besser, wir reden mit­einander als übereinander“, leitete er seine Aus­führungen ein und spielte damit möglicherwei­se auf die Situation in der einen oder anderen Kommune an, wo das Verhältnis zwischen der Politik und den Wehren durchaus angespannt ist. Der Stadtbrandinspektor hob das gute Mit­einander mit Magistrat und Verwaltung hervor und betonte die Wichtigkeit des Jahresgesprä­ches mit dem Bürgermeister im Herbst zur Vor­bereitung des städtischen Haushaltes.
In den Kinderfeuerwehren von Neustadt und Speckswinkel sind derzeit 30 Mädchen und Jun­gen aktiv, in den vier Jugendfeuerwehren sind es 44 und in den Einsatzabteilungen engagieren sich 133 Frauen und Männer. Insgesamt, so Bie­lert, sei ein leichter Rückgang der Aktiven im Verlauf der letzten Jahre zu verzeichnen.
Der Stadtbrandinspektor stellte fest, dass die örtlichen Wehren gut ausgebildet seien und über eine moderne Ausrüstung verfügten. Um diesen Stand zu halten, seien regelmäßige Ersatzbe­schaffungen notwendig.
Durch die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges und den Bau eines neuen Feuerwehrhauses er­hofft sich Bielert einen Motivationsschub in der Kernstadt.
Der Bau des Gebäudes müsse gut überlegt und anschließend geplant werden, hob der SBI her­vor. Daher sei es richtig, sich vergleichbare Ob­jekte anzusehen. Bei der Entscheidungsfindung sei es wichtig, die Hilfsfristen zu beachten.
Gegenwärtig sei in Mengsberg und Speckswinkel die Tagesalarm­stärke nicht gewährleistet, hier würden dann Neustadt und/oder Momberg zusätzlich alarmiert.
Im Anschluss an den Bericht, den auch einige Feuerwehrkamera­den verfolgten, vereidigte Bürgermeister Thomas Groll den neuen Stadtjugendfeuerwehrwart Ralf Gies und überreichte ihm die Er­nennungsurkunde.
Die Stadtverordnetenversammlung nahm weiterhin die von Land­rat Jens Womelsdorf erteilte Genehmigung für den kommunalen Haushalt 2026 zur Kenntnis. In der Begleitverfügung verwies der Landrat darauf, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt Neustadt (Hessen) aktuell als noch gesichert zu bezeichnen sei. Der Bürgermeister verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass es keine Auflagen und Einschränkungen im Hinblick auf den städtischen Haushalt 2026 gebe. Aufgrund der anstehenden Groß­vorhaben – Kindergartenneubau, Feuerwehrhausneubau … – wer­de man sich schon „strecken“ müssen, um dies alles gut und solide finanzieren zu können.