Musical macht Neustadts Geschichte lebendig

Das Stück „Mister Ruhl“ handelt von der Auswanderung des Neustädters Theodor Ruhl in die USA
Von Laura Lansche

Neustadt.
Verzweifelt, arm und hungrig beklagt Theo Ruhl sein Schicksal. „Wie soll mein Leben nur weitergehen?“, fragt er sich auf der Bühne des Kultur- und Bürgerzentrums in Neustadt. Die Winter in Neustadt seien eisig, eine Missernte folge auf die andere, auch wegen Schädlingsbefall. Er wünscht sich ein besseres Leben und beschließt schließlich als 19-Jähriger, auszuwandern und sein Glück in den USA zu versuchen. Das war im Jahr 1866.
Die Geschichte von Theodor Ruhl, auch Theo genannt, ist real. Er war einer von rund 600 Neustädterinnen und Neustädtern, die auf der Suche nach Wohlstand in die Vereinigten Staaten zogen. Ein Laienensemble lässt in seinem zweiten Werk über die Stadt, „Mister Ruhl“, Leben und Fluchterfahrungen aus den Jahren 1820 bis 1920 lebendig werden. Es bildete sich anlässlich des ersten Neustadtmusicals „Nova Civitas“ aus dem Jahr 2022 über die Gründungsgeschichte Neustadts.

Der Aufbruch von Theo Ruhl, gespielt von Tobias Sollorz, verursacht in dem Stück bei den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern Neustadts viel Aufsehen. „Große Güte“, „Was für Zeiten“ und „Alle wollen uns verlassen“, rufen sie bestürzt. Mit Taschentüchern winken sie Ruhl und anderen Aufbrechenden zu und beklagen in einem Lied voller Wehmut ihre Abreise.

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Momberger kommen an ihre Grenzen

800-Jahr-Feier: Grenzgang am 1. Mai führt zu Besonderheiten wie dem Unterschlupf einer Räuberbande
Von Florian Lerchbacher

Neustadt-Momberg.
Aus der Zeit 200 bis 400 nach Christus müsste der Name „Moumenberg apud tiliam“ – also Momberg bei den Linden – stammen. So heißt es in einer der Chroniken, die es über den heutigen Neustädter Stadtteil gibt. Die erste urkundliche Erwähnung fand „Muminberg“ dann in einer Urkunde des Klosters Haina, die vom 21. September 1226 stammt. Und so feiert das Dorf in diesem Jahr sein 800-jähriges Bestehen: als Nächstes mit einem Festkommers am Donnerstag, 30. April, ab 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus samt Maifeuer (ab 20 Uhr) an der Grillhütte sowie einem Grenzgang am Freitag, 1. Mai (Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Feuerwehrhaus, Start um 11 Uhr).
Dabei gibt es einiges zu sehen und zu erkunden, denn die rund zwölf Kilometer lange Strecke führt an zahlreichen Besonderheiten vorbei, wie Ortsvorsteher Timo Stark und Willibald Groß vom Orgateam betonen. Und das, obwohl der südliche Teil der Gemarkungsgrenze komplett ignoriert wird, denn dort führt heutzutage die Autobahn 49 vorbei, was die Gegend für eine Wanderung alles andere als attraktiv macht, wie Stark erklärt: „Aber zwölf Kilometer reichen ja auch völlig aus. Und wem das zu viel ist: Es besteht die Möglichkeit, sich von den beiden Rastplätzen aus mit dem Bürgerbus zurück ins Dorf bringen zu lassen.“

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Am Sonntag kommt Leben in die Innenstadt

Gewerbeverein und Stadt Neustadt laden zum 32. Frühlingsmarkt ein / Straßen werden gesperrt
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Am Sonntag, 26. April, veranstaltet der Neustädter Gewerbeverein mit Unterstützung der Stadt von 11 bis 18 Uhr die 32. Auflage des Frühlingsmarktes. An mehr als 50 Ständen von auswärtigen Beschickern und Neustädter Unternehmen wird es wieder einiges zu schauen, staunen und kaufen geben.
Mit dabei seien natürlich auch wieder heimische Vereine und Gruppierungen, freut sich Thomas Heide, der Vorsitzende des Gewerbevereins: So werde es wieder Kaffee und Kuchen bei den Biedermeierdamen und Bier bei der Bürgerwehr geben.

Außerdem nehmen die Rote Garde, die Kolpinggarde, der VfL Neustadt, die Feuerwehr, das Rote Kreuz und die Junker-Hansen-Borussen teil. Letztere kündigen an, dass es bei ihnen Kindertattoos und Pommes gibt – sowie eine Verlosung, bei der zwei Tickets für ein Heimspiel des Bundesligisten Borussia Dortmund auf den Gewinner oder die Gewinnerin warten. Um 12 Uhr öffnen dann auch die, so Heide, verbliebenen Geschäfte in der Marktstraße und bieten „Aktionen und Vorführungen“. Außerdem soll eine Ballon- und Zaubershow für Unterhaltung sorgen. Die musikalische Untermalung auf dem Marktplatz übernimmt die Band „Coronas“, und auf Kinder warten dort ein Karussell und eine Hüpfburg. Nach einigen Jahren Pause wird es beim 32. Frühlingsmarkt auch wieder Hubschrauberflüge geben, um Besucherinnen und Besuchern einen besonderen Blick auf die Stadt zu ermöglichen. Und auch das Wahrzeichen Neustadts ist wieder erkundbar, denn die „Neustadtguides“ veranstalten um 14 und 15 Uhr fachmännisch begleitete Führungen durch den Junker-Hansen-Turm (Anmeldung per E-Mail an info@neustadtguides.de).

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Neustädter Mitteilungsblatt

„Nachhaltigkeitsbericht 2025“ der Stadt Neustadt (Hessen) ab sofort online verfügbar

Die Stadt Neustadt (Hessen) hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbe­richt für das Jahr 2025 veröffentlicht. Ab sofort steht der Bericht allen Bürgerinnen und Bürgern sowie weiteren Interessierten on­line zur Verfügung.

Der „Nachhaltigkeitsbericht 2025“ bietet einen umfassenden und transparenten Überblick über die zentralen Entwicklungen, Maß­nahmen und Fortschritte in den Bereichen Umwelt- und Klima­schutz, nachhaltige Mobilität sowie soziale Nachhaltigkeit. Er dokumentiert die Umsetzung strategischer Ziele und zeigt auf, welche Projekte im vergangenen Jahr erfolgreich realisiert werden konnten.

Darüber hinaus werden im Bericht bestehende Herausforderun­gen benannt und zukünftige Handlungsfelder aufgezeigt. Die Stadt unterstreicht damit ihr Ziel, eine nachhaltige Entwicklung langfristig und ganzheitlich zu gestalten sowie Verantwortung gegenüber kommenden Generationen zu übernehmen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Darstellung konkreter Maß­nahmen, darunter Projekte zur Reduzierung von CO2-Emissio- nen, der Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur sowie Maßnah­men zur Stärkung sozialer Teilhabe.

„Mit dem Nachhaltigkeitsbericht schaffen wir Transparenz über unsere Fortschritte und machen zugleich deutlich, wo wir weiter­hin ansetzen müssen. Nachhaltigkeit ist eine gemeinsame Aufga­be, die nur im Dialog mit der Stadtgesellschaft erfolgreich gestal­tet werden kann“, betont Bürgermeister Thomas Groll.

Der Nachhaltigkeitsbericht ist ab sofort online verfügbar und kann über die Website der Stadt unter www.neustadt-hessen.de sowie über die Website des Klimaschutzmanagements abgerufen werden unter dem folgenden Link:

www.klimahandeln-ostkreis.de/Kommunen/Neustadt-Hessen-/

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Neustadts SPD verwählt sich

Konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung: Kurioser Schnitzer bleibt folgenlos
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
Es hätte eine ganz normale konstituierende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung werden können. Doch ein kurioser Patzer während der Wahl des Magistrats sorgte kurzzeitig für Aufregung und dafür, dass zumindest bei einem Stadtverordneten die Stimmung kippte.
13 Sitze hat die CDU in der neu zusammengesetzten Neustädter Stadtverordnetenversammlung, auf je fünf kommen die SPD und die FWG. Und so war die Verwunderung natürlich groß, als bei der Magistratswahl 14 Stimmen auf die CDU-Liste entfielen und nur vier auf die SPD-Liste – lediglich die fünf Kreuze der FWG waren wie erwartet. Plötzlich wurden Taschenrechner gezückt und das große Rechnen begann. Denn es stand im Raum, dass die SPD durch das Verwählen (oder war es Absicht?) einen Magistratsplatz an die CDU verlieren könnte. Den Sozialdemokratinnen und -demokraten war die Aufregung deutlich anzusehen, selbst CDU-Bürgermeister Thomas Groll war unruhig – und auch Stefanie Pieper hatte kurz die Hitze, denn sie wäre von einer Stadtverordneten zum Magistratsmitglied geworden.

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Unbekannte wüten auf Rastplatz

Gerhard Sack ist entsetzt über die Zerstörungswut, mit der sein ehrenamtliches Engagement torpediert wird
Von Florian Lerchbacher

Neustadt-Momberg.
„Das hängt mir tagelang nach und lässt mir keine Ruhe“, sagt Gerhard Sack. Der Senior ist am Mittwochmittag, 15. April, sichtlich aufgebracht: Zum zweiten Mal innerhalb der vergangenen anderthalb Monate ist es an dem Rastplatz „Am Riedstrauch“ am Fahrradweg zwischen Momberg und Neustadt zu einer Sachbeschädigung gekommen. Ein zufälliger Schaden kann es mit Sicherheit nicht sein, denn zwei Scheiben der kleinen Schutzhütte sind beschädigt und der Mülleimer wurde abgetreten.
Wasser muss herbeigeschleppt werden

Dabei ist es gar nicht lange her, dass Sack die von ihm seit zehn Jahren liebevoll gepflegte Anlage wieder auf Vordermann gebracht hat. Denn schon vor rund sechs Wochen hatten Unbekannte dort gewütet. Damals waren Blumen aus den Beeten gerissen und Bilder in der kleinen Hütte zerstört worden. Außerdem hatten die Täter oder Täterinnen ein Straßenschild herausgerissen und damit zwei weitere Scheiben eingeschlagen. Und das dürfte sie einiges an Kraft gekostet haben, denn es handelte sich dabei um Panzerglas, das der frühere Ortsvorsteher Artur Groß besorgt hatte, als er die Schutzhütte im Jahr 2016 gemeinsam mit seinem Sohn errichtete. „Ich kann es nicht verstehen, dass Menschen so etwas machen“, ärgert sich Sack über die Zerstörungswut. Der 74-Jährige pflegt die Anlage, auf der neben der Schutzhütte noch Sitzgelegenheiten und ein Wegkreuz stehen, seit rund zehn Jahren. Und das mit viel Liebe und Mühe – und der finanziellen Unterstützung der Stadt Neustadt, die für die Materialkosten aufkommt. Er mäht den Rasen, gießt die Blumen – wofür er extra Wasser aus dem Dorf bis an den „Riedstrauch“ schleppen muss – und hat auch die Christus-Figur am Wegkreuz erneuert. Eigentlich habe er den Korpus renovieren wollen, berichtet er, aber die Beschädigung sei zu groß gewesen, sodass die Pfarrgemeinde eine neue Figur finanzierte. Diese bestellte Sack in Südtirol und brachte sie dann gemeinsam mit Edwin Lotter am Kreuz an. Zum Glück würden die Randalierer wenigstens die Finger von diesem Teil der Anlage lassen, seufzt Sack.

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Neustädter Mitteilungsblatt

Neustadt entdecken – Stadt- und Turmführungen begeistern Gäste aus nah und fern

Neustadt erfreut sich wachsender Beliebtheit als Ziel für erlebnis­reiche Stadtführungen. Die NeuSTADT Guides konnten in den vergangenen Wochen erneut zahlreiche Gäste willkommen hei­ßen, die von der historischen Altstadt und ihren Besonderheiten begeistert waren.
So besuchte kürzlich eine Gruppe ehemaliger Lehrer die Stadt im Rahmen einer Führung. Viele von ihnen berichteten, dass sie bereits mehrfach an Neustadt vorbeigefahren seien – wie reizvoll und sehenswert die Altstadt jedoch tatsächlich ist, habe sie über­rascht. Besonders die gut erhaltene Fachwerkarchitektur und die Atmosphäre der historischen Gassen hinterließen einen bleiben­den Eindruck.
Auch internationale Gäste zeigen großes Interesse: Besucher aus Nigeria erkundeten den imposanten Junker-Hansen-Turm zunächst von außen, bevor sie den Aufstieg bis nach ganz oben wagten. Nach der erfolgreichen Besteigung des Turms waren sie sich einig: Die Anstrengung habe sich mehr als gelohnt – der Ausblick und das Bauwerk selbst seien beeindruckend.
Ein weiteres Beispiel ist Tova Taylor, die anlässlich der letzten Stolpersteinverlegung nach Neustadt kam. Im Rahmen einer Turmführung zeigte sie sich besonders fasziniert von der Fachwerkkonstruktion des Turmes und der insgesamt außergewöhnlichen Bauweise. Die Kombination aus Geschichte und handwerklicher Meisterleistung hinterließ bei ihr einen nachhaltigen Eindruck und sie plane, er­neut nach Neustadt zu kommen.
Ein besonderer Anlass steht bereits bevor: Zum Frühlingsmarkt am 26. April bieten die NeuSTADT Guides zwei Turmführungen um 14.00 Uhr und um 15.00 Uhr an. Tickets sind ab sofort im Neu- STADTLADEN erhältlich – ein frühzeitiger Erwerb der Tickets wird empfohlen, da die Plätze begrenzt sind.
Die NeuSTADT Guides freuen sich über das durchweg positive Feedback und laden alle Interessierten herzlich ein, Neustadt selbst zu entdecken – sei es bei einer klassischen Stadtführung oder einer spannenden Turmbesichtigung.
Interessiert an einer Stadt- und/oder Turmführung? Dann melden Sie sich gerne bei den NeuSTADT Guides unter www.neustadtguides.de oder bei der Stadt Neustadt.

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Rechnung wurde auch mit Bier beglichen

Das Wahrzeichen Neustadts ist der größte erhaltene Fachwerkrundbau der Welt / Arbeiter wurden nicht nur mit Geld bezahlt
Von Laura Lansche

Neustadt.
Viele Mythen ranken sich um den Junker-Hansen-Turm in Neustadt. So zum Beispiel, dass sein Namensgeber Junker Hans öfter mit einem Ziegenbock um den Turm herumritt. Hans von Dörnberg, auch Junker Hans genannt, war „unermesslich reich“, sagt Holger Michel, der den Fachbereich Bürgerservice der Stadt Neustadt leitet und Führungen durch den Turm organisiert. Da fragten sich die Menschen natürlich, woher er das viele Geld hatte, und dachten, er habe etwas mit dem Teufel zu tun.
Der Junker-Hansen-Turm ist das Wahrzeichen von Neustadt und steht mitten in der Stadt neben dem Rathaus. Er ist der größte erhaltene Fachwerkrundbau der Welt und hat sogar einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde, steht auf der Website der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen.

Der Baumeister des Turms heißt Hans Jakob von Ettlingen. Michel erzählt, dass der Bau auf den Streit zweier Brüder zurückgeht. Der oberhessische Landgraf Heinrich III. war damaliger Eigentümer von Neustadt und stand im Konflikt mit seinem Bruder aus Kassel, dem Landgrafen Ludwig II. Nun wollte Heinrich III. sein Territorium und dessen Grenzen befestigen. Sein Hofmeister, Hans von Dörnberg, gab den Bau des Turms in Auftrag.

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Ermittlungen nach Messerattacke

In Hessens Erstaufnahmeeinrichtungen kam es in zwölf Monaten zu vier Angriffen auf Leib und Leben
Von Florian Lerchbacher

Neustadt.
„In der Bewohnerschaft der Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen kommt es zu gelegentlichen Konflikten und hin und wieder auch körperlichen Auseinandersetzungen“, teilt Thorsten Haas, der stellvertretende Pressesprecher des Regierungspräsidiums in Gießen, auf Anfrage der Oberhessischen Presse mit. Zu Attacken auf Leib und Leben komme es jedoch sehr selten: „In den vergangenen 12 Monaten kam es zusammen in den Standorten der EAEH bei regelmäßig über 4.000 Bewohnern zu vier Fällen, die als schwerwiegende Attacke auf Leib und Leben gewertet werden können. Diese Attacken fanden ausschließlich zwischen Bewohnern der EAEH statt.“
Die Staatsanwaltschaft Marburg und das Polizeipräsidium Mittelhessen hatten am Donnerstag, 9. April, mitgeteilt, dass es ein Ermittlungsverfahren gegen einen 18 Jahre alten Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt wegen des Verdachts auf versuchten Mord gebe. Der junge Mann sei „dringend verdächtig“, am frühen Mittwochabend, 1. April 2026, gegen 17.50 Uhr im Bereich der Erstaufnahmeeinrichtung einen 30 Jahre alten Mann mit einem Messer angegriffen zu haben, um diesen zu töten.

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Auf Schatzsuche in Neustadt

„Neustadt Guides“ haben neues Angebot für Kinder entwickelt

Neustadt.
Die „Neustadt Guides“ haben ein neues Angebot: Sie bieten für Kinder eine Schatzsuche an, die nicht nur Spaß macht, sondern allen Beteiligten auch die Möglichkeit bieten soll, auf spielerische Weise Wissenswertes über die Geschichte Neustadts und seine Bauwerke zu erfahren.
Jüngst begaben sich Marburger Kinder im Alter von sieben bis neun Jahren auf eben diese spannende Schatzsuche – mit Erfolg: Nach intensiver Suche und dem Lösen zahlreicher kniffliger Aufgaben entdeckten sie schließlich den Schatz des Junker Hans.

Suchen, rätseln, entdecken

Sie hatten sich zunächst am Spielplatz im Bürgerpark getroffen. Dort hieß Gästeführerin Miranda Faber die Kinder willkommen und führte sie in die Geschichte rund um Junker Hans von Dörnberg und das Mittelalter ein. Ausgestattet mit ersten Hinweisen begann das Abenteuer. An verschiedenen Stationen – darunter die Stadtmauer, die Kirche, das Haus der Vereine und der Schlossplatz – galt es, versteckte Briefe zu finden. Diese enthielten spannende Geschichten sowie Aufgaben, die gelöst werden mussten, um den nächsten Hinweis zu erhalten. Spielerisch tauchten die Kinder so immer tiefer in die Vergangenheit Neustadts ein.

Besonders knifflig wurde es bei der letzten Etappe: Eine geheimnisvolle Botschaft in Geheimschrift musste zunächst entschlüsselt werden. Anschließend galt es, eine Schatzkarte richtig zusammenzusetzen, um zum Ziel zu gelangen. Mit den richtigen Lösungen der zuvor gemeisterten Aufgaben gelang es den Kindern, das Schloss der Schatzkiste zu öffnen. Zur großen Freude aller befand sich in der Schatzkiste eine Belohnung, und jedes Kind durfte ein Andenken mit nach Hause nehmen. Eine versiegelte Urkunde rundete dieses ganz besondere Abenteuer ab.