Geld für Momberger Vereine

SV Viktoria erhält 28 000 Euro, SV Borussia 35 000 Euro vom Land Hessen
Momberg. Die Hessische Landesregierung teilt mit, dass zwei Momberger Vereine bei der Sportstättenförderung in den Genuss von finanziellen Mitteln kommen: 14 000 Euro gingen als erste Rate an den SV Viktoria Momberg. Für die Sanierung und Modernisierung des Schützenhauses und der Schießstände hat das Land insgesamt 28 000 Euro bewilligt. Der Sportverein Borussia 1921 Momberg erhielt 17 500 Euro. Weitere 17 500 Euro Förderung stehen noch aus.

Christian Decher, Vorsitzender der Borussia, teilt mit, dass das Geld für eine Bewässerungsanlage für den Hauptplatz eingeplant ist und in einen Ballfangzaun floss, der bereits aufgestellt wurde. Beim SV Viktoria stehen die Sanierung des 25 Meter langen Kleinkaliber-Pistolenstands, die Umstellung auf eine elektronische Schießanlage sowie die energetische Sanierung des Gebäudes im Mittelpunkt. Das teilte Timo Stark für den Verein mit. „Geld für Momberger Vereine“ weiterlesen

Gedenken ist eine dauernde Verpflichtung

Neues Buch über die Gedenkstätte für ermordete Juden soll entstehen
Neustadt. Am 27. Januar dieses Jahres, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wurde das vom Künstler Hans Schohl im Auftrag der Stadt Neustadt geschaffene Denk- /Mahnmal für die ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Neustadt und Momberg in einer kleinen Gedenkfeier unter Corona-Bedingungen seiner Bestimmung übergeben. Ziel ist es nun, Jahr für Jahr mehrere Gedenkbücher von interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Thematik verfassen zu lassen. Diese müssen dabei nicht aus Neustadt stammen, sondern vielmehr Interesse an dem Thema haben.

Das erste Buch hat der Künstler selbst geschrieben. Es beschäftigt sich mit dem fiktiven Leben des im Konzentrationslager ermordeten jüdischen Jungen Hans Lilienfeld.

Nach den Worten von Bürgermeister Thomas Groll endet das Gedenken nicht, sondern bleibt eine Daueraufgabe. Daher ergeht nun der Aufruf an Interessierte, weitere Bücher zu verfassen. Auch dabei könnte wieder eine fiktive Lebensbeschreibung verfasst werden, oder aber auch ein anderes im Zusammenhang mit den beiden jüdischen Gemeinden vor Ort stehendes Thema bearbeitet werden. „Gedenken ist eine dauernde Verpflichtung“ weiterlesen

Groll sieht Neustadt gut aufgestellt

Bürgermeister tauschte sich mit Verein BSJ zu aktuellen sozialpolitischen Fragestellungen aus

Neustadt. In der Kommunalpolitik, so Neustadts Bürgermeister Thomas Groll, gewinne die örtliche Sozialpolitik immer mehr an Bedeutung. Hier habe man in Neustadt in den letzten Jahren ein tragfähiges Netz geschaffen, das für Kommunen vergleichbarer Größe durchaus Vorbildcharakter habe. Eine öffentliche Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, die Gemeinwesenarbeit, das Quartiersmanagement, das Familienzentrum und die kommunale Leitstelle „Älterwerden in Neustadt“ seien Angebote, die inzwischen rege nachgefragt würden und auf deren Arbeit zahlreiche weitere Vorhaben basierten. Auch „WIR für UNS!“ Bürgerverein Neustadt sei letztlich „ein Kind“ der erweiterten sozialpolitischen Tätigkeiten vor Ort, sagt Groll.

Bei einem Meinungsaustausch mit der Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung der bewegungs- und sportorientieren Jugendsozialarbeit (BSJ) Marburg, Monika Stein, vertrat Thomas Groll die Auffassung, dass die Kommune auch zukünftig in diesen Bereichen nicht nachlassen dürfe. „Selbst wenn die Haushaltslage einmal enger würde, so dürfen wir in diesen Bereichen nicht den Rotstift ansetzen. Es wird immer deutlicher, dass viele der Hilfestellung bedürfen und daher bereitwillig auf unsere Angebote zurückgreifen“, sagt Groll. „Groll sieht Neustadt gut aufgestellt“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Stadt Kirchhain interessiert sich für Waldkindergarten Neustadt

Auch in der Nachbarstadt Kirchhain gibt es Bestrebungen, einen Waldkindergarten einzurichten. Aus diesem Grunde waren Bürgermeister Olaf Hausmann und die Fachbereichsleiterin für Soziales Sabine Balzer kürzlich zu einem Besuch nach Neustadt gekommen.
Gemeinsam erläuterten Bürgermeister Thomas Groll und Kindergartenleiterin Adina Brünjes den bisherigen Werdegang der Einrichtung und gaben Auskunft darüber, was in den letzten Jahren gut gelaufen ist und wo es gerade in der Anfangsphase – im Nachhinein betrachtet – Optimierungsbedarf gäbe.
Bürgermeister Thomas Groll vertrat die Auffassung, dass sich der Waldkindergarten inzwischen sehr gut in die kommunalen Betreuungseinrichtungen eingefügt habe und dabei ein besonderer „Baustein“ sei. Er erzählt auch davon, dass es aufgrund der Aktivitäten einer Elterninitiative nunmehr zum Beginn des neuen Kindergartenjahres 2021/22 eine weitere Gruppe geben solle.
Sein Amtskollege Olaf Hausmann zeigte sich angetan von dem, was er gesehen hat. Die Kinder, so Kirchhains Bürgermeister, seien augenscheinlich mit Begeisterung im Wald unterwegs und er habe den Eindruck gewonnen, dass ihnen das Spiel an der freien Natur sehr viel Freude bereite. Die Stadt Kirchhain wolle ihre diesbezüglichen Aktivitäten nun vorantreiben und beide Bürgermeister vereinbarten, (nicht nur) bezüglich des Waldkindergartens in einem engen Austausch zu bleiben. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Verwaltung kommt auf den Prüfstand

Im Neustädter Rathaus steht eine „Organisationsuntersuchung“ auf dem Programm

Von Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Stadt Neustadt lässt einen „Blick von außen“ auf die Stadtverwaltung werfen: In den kommenden Monaten soll ein Büro für Kommunalberatung die Arbeit in Rathaus und Nebengebäude unter die Lupe nehmen und anschließend Vorschläge machen, wie sich unter anderem Strukturen und Prozesse optimieren lassen und was mit dem Personal ist. Derzeit gibt es in der Verwaltung 18 Voll- zeit- und fünf Teilzeitstellen, außerdem sind dort zwei Auszubildende und natürlich Bürgermeister Thomas Groll tätig. Die „Zahl der Köpfe“ sei in den vergangenen Jahren zwar gewachsen, der „effektive Zuwachs“ belaufe sich aber nur auf eine Stelle, erklärt dieser. Das liege daran, dass einige junge Mütter ihre Stellen reduziert hätten.
„Wir wollen die Arbeitsweisen objektiv durchleuchten lassen“, sagt Groll und betont: „Normalerweise lautet das Motto in solchen Fällen: Kommt der Berater, gehen die Mitarbeiter – da meist schlankere Formen das Ziel sind. Darum geht es bei uns nicht. Wir wollen wirklich wissen, welche Abläufe gut sind, wo sich etwas verbessern muss, was für Änderungen sinnvoll wären.“ Die „kleine Verwaltungsmannschaft“ habe in den vergangenen Jahren viele Baustellen beackert und dabei „Großes geleistet“. „Verwaltung kommt auf den Prüfstand“ weiterlesen

Expertin kümmert sich um „Marke Neustadt“

Neustadt startet Aufbau eines eigenen Stadtmarketings / Zunächst soziale Medien im Blick

VON MICHAEL RINDE

NEUSTADT. Viele Neustädter kennen sie bereits, sie hat ihrerseits zahlreiche Kontakte in den vergangenen Jahren geknüpft. Svetlana Nerenberg arbeitet seit fünf Jahren für das Bsj-Quartiersmanagement in Neustadt, über das zahlreiche soziale Projekte laufen. In diesen Tagen übernimmt sie eine Zusatzaufgabe, wenn auch beim Start zunächst nur fünfeinhalb Stunden in der Woche. Svetlana Nerenberg übernimmt den Aufbau eines Stadtmarketings in Neustadt. Bürgermeister Thomas Groll hatte bei ihr angefragt. Nerenberg bringt die Qualifikation dafür allemal mit. Sie ist Diplom- Wirtschafts- und Sozialgeographin, war vorher Referentin beim Industrie- und Handelskammertag.

Worum geht es der Stadt und was wollen Nerenberg und Groll zuerst anfassen? Aus Sicht des Bürgermeisters geht es zuvorderst darum, „aus Neustadt eine Marke in der Region zu machen.“ Wer sich nach erfolgreichen Beispielen für solche „Marken“
umschaut, denkt spontan an Ebsdorfergrund. Am Anfang belächelt ist der Name „Sonnenscheingemeinde“ inzwischen etabliert. Mitsamt den verschiedenen Assoziationen zu der Großgemeinde und ihren Angeboten. „Expertin kümmert sich um „Marke Neustadt““ weiterlesen

CDU Neustadt stellt sich neu auf

Fraktion trifft Personalentscheidungen

NEUSTADT. Die Neustädter CDU-Stadtverordnetenfraktion hat ihre Personalentscheidungen für die Jahre 2021- 2026 getroffen. Dass diese einstimmig fielen, sei ein Beleg für das gute Miteinander der bei der Kommunalwahl am 14. März gewählten Kandidatinnen und Kandidaten, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Christdemokraten setzen für die kommenden Jahre auf bewährte Kommunalpolitiker, geben aber zugleich auch Jüngeren die Möglichkeit, sich an vorderer Stelle einzubringen. Man sei sich innerhalb der Fraktion zudem darüber einig gewesen, in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode bereits personelle Weichen für die nächste Kommunalwahl zu stellen.
„2026 werden zahlreiche unserer Mandatsträger altersbedingt nicht mehr antreten, darauf werden wir rechtzeitig reagieren und somit nicht nur unsere Kommune, sondern auch unsere Fraktion fit für die Zukunft machen“, erklärte hierzu Stadtverbandsvorsitzender Franz-W. Michels, der erneut als Kandidat für das Amt des Stadtverordnetenvorstehers nominiert wurde. Eine Position, die er seit 2016 innehat.
Zum Fraktionsvorsitzenden wurde abermals Hans- Dieter Georgi gewählt, der zugleich stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher weiden soll. Georgi war bereits in den vergangenen fünf Jahren das „Sprachrohr“ der Fraktion und vertrat deren Positionen in der Stadtverordnetenversammlung. Ihm zur Seite steht zukünftig der Momberger
Joachim Rausch. Dieser folgt auf Karl Stehl, der nach dreißig Jahren aus der Kommunalpolitik ausschied. „CDU Neustadt stellt sich neu auf“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblat

Mengsbergs Dorfchronist Walter Gömpel wird 90

Am 4. April 2021 vollendet Walter Gömpel aus Mengsberg sein 90. Lebensjahr. Der Landwirt hat sich im Laufe seines Lebens vielfältig in seinem und für sein Heimatdort engagiert. So gehörte er 30 Jahre dem Kirchenvorstand an und war Verwalter der Friedhofskasse. In
Würdigung dieser Arbeit wurde er zum Kirchenältesten ernannt. Gemeinsam mit den damaligen Kirchenvorständen setzte er sich für den Bau des neuen Pfarrhauses und der Friedhofshalle ein. Auch im genossenschaftlichen Bankwesen war er aktiv und vertrat Mengsberger Interessen 30 Jahre im Vorstand bzw. Aufsichtsrat der Raiffeisenbank. Zunächst im Heimatdorf, dann nach Fusionen in Treysa und Alsfeld. Im Vorstand der Jagdgenossenschaft war er drei Jahrzehnte Schriftführer und auch bei der Freiwilligen Feuerwehr war er aktiv und gehört nun der Alters- und Ehrenabteilung an.
Nach den Worten von Bürgermeister Thomas Groll und Ortsvorsteher Karlheinz Kurz hat sich Walter Gömpel, dem gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna zwei Töchter geschenkt wurden, Verdienste um die Historie Mengsbergs erworben. Seine diesbezüglichen Forschungen waren etwa Grundlage für das Brandfest 1975. Zum 700- jährigen Dorfjubiläum 1994 erschien eine Chronik, für die er viele Daten erhob und geschichtliche Zusammenhänge erfasste, die dann gemeinsam mit Michael Rudewig weiterbearbeitet wurden. Als Mitglied des Heimat- und Verschönerungsvereines regte er Fahrten und Wanderungen zu den „Drei-Märker-Steinen“ in der Mengsberger Gemarkung an und gab bei den Zusammenkünften mit den Nach- bardörfern immer wieder fachkundige Erläuterungen ab. Er trug so dazu bei, dass diese historischen Stätten nicht in Vergessenheit geraten.
Thomas Groll und Karlheinz Kurz danken Walter Gömpel für sein Engagement für Mengsberg und sind sicher, dass insbesondere seine historischen Aufarbeitungen auch für zukünftige Generationen von Bedeutung sein werden. Zu seinem Geburtstag wünschen sie ihm insbesondere Gesundheit. „Neustädter Mitteilungsblat“ weiterlesen

Nächster Halt?

Stadt ärgert sich über Bahnhofsinvestor und die Verzögerungen / Unternehmen fordert mehr Geduld
Von Florian Lerchbacher
eustadt. Zwei Jahre ist es ziemlich genau her, dass Stefan Steinert von der Aedificia GmbH den Stadtverordneten seine Pläne für das erworbene Bahnhofsgebäude vorstellte. Er teilte damals unter anderem mit, dass es die Überlegung gebe, in dem roten Backsteingebäude ein Backpacker-Hotel unterzubringen und andere kleine Geschäfte. Dabei betonte er, dass sein Unternehmen zwar den Kauf mit Eigenmitteln umgesetzt habe, Banken aber für Renovierungen erst Geld zur Verfügung stellen würden, wenn er potenzielle Mieter für mindestens 70 bis 80 Prozent der Räume gefunden habe.

Seitdem hat sich allerdings nichts getan, bedauert Bürgermeister Thomas Groll – seine Kommune steht damit im Landkreis aber nicht alleine: Beim Bahnhofsgebäude in Biedenkopf geht’s sogar schon seit fünf Jahren nicht voran. Problem sei, dass er noch nicht einmal regionale Bäckereien oder Metzgereien finde, die sich in Neustadts Bahnhofsgebäude einmieten wollen, sagt Steinert auf Anfrage dieser Zeitung – die damit mehr Austausch mit dem Investor hat, als die Stadt. Er schreibe ihm regelmäßig, erhalte aber seit Mitte des Jahres 2020 keine Antworten, moniert Groll und ergänzt, dass nun sogar der postalisch zugestellte Gebührenbescheid in Sachen wiederkehrende Straßenbeiträge als unzustellbar zurückgekommen sei. „Nächster Halt?“ weiterlesen

Das Soziale bekommt Ausschuss zurück

Die Fraktionen planen Umstrukturierungen: mehr Ausschüsse und Magistratsmitglieder
Von Florian Lerchbacher
Neustadt. Beschlossene Sache sind die geplanten Veränderungen für Neustadts Kommunalpolitik noch nicht, doch die Fraktionen haben sich bereits größtenteils untereinander verständigt und geeinigt – und werden ihre Anliegen daher wohl auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf den Weg bringen.

Die Gründe sind simpel: Zum einen wollen die Fraktionen das gute Miteinander der vergangenen zehn Jahre pflegen und entsprechend aufeinander weiter eingehen. Zum anderen hat die CDU aber auch gleichzeitig die absolute Mehrheit erlangt – übrigens als einzige Partei oder Wählergruppe im ganzen Landkreis – entsprechend könnte sie zumindest ihre Anliegen nicht nur beantragen, sondern gleich auch durchsetzen (was sie aber nach Angaben der Mitglieder eigentlich nicht tun möchte, im Notfall aber auch mal tun würde). „Das Soziale bekommt Ausschuss zurück“ weiterlesen