Neustädter Mitteilungsblatt

Bischof von Kurhessen-Waldeck besuchte die Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt (Hessen)

Am Donnerstag, dem 15. September 2016 besuchte der Bischof der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein zusammen mit Propst Helmut Wollenstem aus Marburg und Dekan Hermann Köhler die EAE Neustadt. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich führte die Gäste gemeinsam mit Außenstellenleiter Dominik Zutz durch die Einrichtung und gab nähere Erläuterungen über die EAE sowie die aktuelle Flüchtlingssituation in Hessen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Loch in Hauptleitung hängt Momberg vom Netz ab

Neustädter Stadtteil ab Dienstagmittag ohne Trinkwasser

Bereits mitten in der Nacht löste die Fernüberwachung am Momberger Hochbehälter Alarm aus. Der Wasserstand war dort rapide gesunken.

von Michael Rinde

Momberg. Ab Dienstagvormittag war der Neustädter Stadtteil Momberg mit seinen knapp 1200 Einwohnern komplett von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Ortsvorsteher Jörg Grasse informierte per Lautsprecherdurchsage aus einem Feuerwehrwagen heraus die Bürger über die Situation. Alles hatte in der Nacht begonnen. Gegen 3 Uhr schlug die Fernüberwachung am Momberger Hochbehälter Alarm, weil der Wasserstand rapide gesunken war.

Sofort begann ein Mitarbeiter der Stadt mit der Suche nach der Ursache. Die fand sich schließlich am Ortsrand. Neben der Straße in Richtung Speckswinkel verläuft die Hauptwasserleitung, an der Bruchstelle hatte sich bis zum Vormittag bereits reichlich Wasser gesammelt. Als der Hochbehälter bis auf die vorgeschriebene Reserve für Brandfälle leergelaufen war, musste die Trinkwasserversorgung schließlich ganz eingestellt werden. Das war gegen 12 Uhr. „Loch in Hauptleitung hängt Momberg vom Netz ab“ weiterlesen

Dringlich – und doch zu spät

Antrag der Neustädter SPD-Fraktion zum Polizeidienst ist zwecklos

Die SPD will Land und Kommunen Geld sparen. Ihr Dringlichkeitsantrag kommt allerdings zu spät – und würde, so Bürgermeister Thomas Groll, ohnehin nicht auf fruchtbaren Boden fallen.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Vor etwas mehr als einer Woche reichte die Neustädter SPD-Fraktion für die morgige Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Dringlichkeitsantrag ein. Darin appelliert Vorsitzender Hans- Gerhard Gatzweiler an die Bürgermeister von Neustadt, Stadtallendorf und Kirchhain, einen Antrag auf interkommunale Zusammenarbeit beim freiwilligen Polizeidienst zurückzunehmen beziehungsweise einen Bewilligungsbescheid für finanzielle Fördermittel nicht anzunehmen. „Dringlich – und doch zu spät“ weiterlesen

„Es geht um menschliche Schicksale“

OP bekam exklusiven Einblick in die Arbeit der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Seit Mai gibt es in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt eine Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Die Mitarbeiter haben sich seitdem mit rund 4 600 Asylanträgen befasst.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. Stück für Stück ist die Neustädter Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in den vergangenen Monaten gewachsen. Inzwischen befassen sich im „Gebäude 34“ der ehemaligen Kaserne rund 50 Mitarbeiter mit den Asylverfahren von Flüchtlingen: von der Antragstellung bis zur Aufenthaltsgenehmigung – oder eben der Ablehnung.

Erster Schritt ist die Antragstellung, bei der eine elektronische Akte mit den Daten der Flüchtlinge angelegt wird. Ein wichtiger Schritt ist dabei das Prüfen der Fingerabdrücke des Asylbewerbers. Der Bamf-Mitarbeiter bekommt dann sofort angezeigt, ob sein Gegenüber bereits registriert wurde oder es Gründe gibt, dass ein Asylverfahren erst gar nicht in Frage kommt. Dieses Verfahren heißt „Fast ID“, erklärt Andreas Jödecke, der beim Bamf unter anderem für die Außenstellen in Hessen und dem Saarland zuständig ist. „„Es geht um menschliche Schicksale““ weiterlesen

„Kleiner Bruder“ soll Treffpunkt werden

Neustädter weihten das vom Kulturhistorischen Verein finanzierte Tastmodell des Junker-Hansen-Turms ein

Das Wahrzeichen Neutadts hat einen kleinen Bruder bekommen: Vor dem Junker-Hansen-Turm -dem malerischen Mittelpunkt der Stadt – steht nun ein Tastmodell des größten Fachwerkrundbaus der Welt.

von Karin Waldhüter

Neustadt. Benannt nach dem hessischen Hofmeister Junker Hans von Dörnberg wurde der Junker-Hansen-Turm um 1480 als Teil der Stadtbefestigung von dem landgräflichen Baumeister Hans Jakob von Ettlingen errichtet. Geplant als Bergfried und als Wohnturm vollendet ist der begehbare Turm, der 50 Meter hoch und einen Durchmesser von 13 Metern hat, der größte Fachwerkrundbau der Welt. „„Kleiner Bruder“ soll Treffpunkt werden“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Einigkeit und Recht und Freiheit – 175 Jahre Deutschland-Lied

Gedenkveranstaltung mit Bundesminister a.D. Dr. h.c. Rudolf Seiters

Seit 2008 lädt die Stadt Neustadt (Hessen) alljährlich zu mehreren Gedenkveranstaltungen zu herausragenden Ereignissen der deutschen Geschichte ein. Diese „historische Reihe“ erfreut sich aufgrund ihrer Mischung – interessantes Thema, bekannter Redner, passende Musik – großer Beliebtheit in Neustadt, aber auch den angrenzenden Kommunen.

Am 12. September 2016 widmete man sich nun dem Jubiläum „175 Jahre Deutschland-Lied“. Bürgermeister Thomas Groll konnte dazu im Historischen Rathaus über 80 Interessierte begrüßen. Stellvertretend für alle hieß er den Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow, Stadtverordnetenvorsteher Franz-W. Michels, Ersten Stadtrat Wolfram Ellenberg, die Altbürgermeister Manfred Hoim und Manfred Vollmer sowie Dietmar Christ, Bürgermeister der Nachbargemeinde Antrifftal, willkommen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen

Die Ideen der Bürger sind gefragt

Auftaktveranstaltung „Soziale Stadt“ findet am 5. Oktober statt – Ein Ziel ist, den Zusammenhalt zu fördern.

Wer für Neustadt Verbesserungen erreichen möchte, kann und sollte sich über das Programm „Soziale Stadt“ mit seinen Ideen einbringen – und das fernab der Kommunalpolitik.

von Florian Lerchbacher

Neustadt. „Das Haus der Begegnung wird unser Leuchtturmprojekt“, sagt Bürgermeister Thomas Groll mit Blick auf das Förderprogramm „Soziale Stadt“. Das Gemeinschaftszentrum der Kernstadt sei schließlich der Treffpunkt für die Neustädter schlechthin. Viele Jahre fragte sich die Stadt, wie sie die kostspielige Sanierung und den Erhalt des Gebäudes finanzieren soll – das Problem wird nun über verschiedene Förderprogramme gelöst, unter anderem die „Soziale Stadt“, die auf die „Verbesserung der Sozialkultur und des Wohnumfeldes“ ausgerichtet ist. „Die Ideen der Bürger sind gefragt“ weiterlesen

Die Hymne und ihre Geschichte

Ex-Bundesminister Seiters war zu Gast

Bundesminister a.D. Dr. Rudolf Seiters wirkte einst an der Gestaltung des Hauses der Geschichte mit. In Neustadt sprach er zum Thema „175 Jahre Deutschlandlied“.

von Klaus Böttcher

Neustadt. Wieder einmal ist es Bürgermeister Thomas Groll gelungen, eine eindrucksvolle Jubiläumsveranstaltung mit prominentem Gast auf die Beine zu stellen. Diesmal kam Bundesminister a.D. Rudolf Seiters nach Neustadt, um vor weit über 100 Gästen an die Geburt des Deutschlandliedes vor 175 Jahren zu erinnern.

Der Festredner ließ immer wieder seine Erlebnisse als Spitzenpolitiker während der Wende und andere Anekdoten einfließen. Er berichtete, wie er als Kanzleramtsminister und Bundesinnenminister an der Gestaltung des Hauses der Geschichte in Bonn mitgewirkt habe und kam letztendlich auf Hoffmann von Fallersleben zu sprechen, der das Lied der Deutschen geschrieben hatte. Die Hoffnung auf eine Verfassung sei beim Wiener Kongress 1815 nicht erfüllt worden und es gab 39 Einzelstaaten und freie Städte im Deutschen Bund. Viele Menschen hätten jedoch eine nationale Einheit herbeigesehnt, so auch August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. „Die Hymne und ihre Geschichte“ weiterlesen

„Fundamentaler Wechsel“ steht im Raum

Stadt und Kommunalpolitiker setzen sich mit möglicher Veränderung bei Straßenbeiträgen auseinander

Regelmäßig konstante Beiträge bezahlen oder weiterhin einmal tief in die Tasche greifen, wenn vor der Haustür die Straße gemacht wird? Diese Frage steht in Neustadt weit oben auf der Agenda.

von Florian Lerchbacher und Alfons Wieder

Neustadt. Wenn Städte und Gemeinden Straßen sanieren und die Anlieger zur Kasse bitten, gibt es fast immer Zoff. Wie stark ist die Verkehrsbelastung am Wohnort, und wie viel Prozent der Kosten müssen die Bürger fragen? Eine Frage, über die es fast jedes Mal unterschiedliche Ansichten gibt.

Seit 2013 können hessische Kommunen allerdings wählen: Fordern sie (weiterhin) Beiträge von den betroffenen Anliegern, wenn die Arbeiten konkret werden? Oder lassen sie alle Bürger alljährlich einen bestimmten Betrag berappen? Die Neustädter jedenfalls, die bisher auf „einmalige Straßenbeiträge“ setzen, gehen dieses Thema nach verschiedenen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre nun an und prüfen, ob ein Wechsel zu wiederkehrenden Beiträgen in Frage kommt. „„Fundamentaler Wechsel“ steht im Raum“ weiterlesen

Neustädter Mitteilungsblatt

Förderprogramm „Soziale Stadt“: Arbeiten zur Erstellung des Integrierten Handlungskonzeptes haben begonnen

Zu Beginn des Förderprogramms „Soziale Stadt“ ist von der Kommune verpflichtend ein Integriertes Handlungskonzept zu erstellen. Dieses weist zwei Schwerpunkte auf: Eine Bestandsanalyse des potentiellen Fördergebietes (Innenstadt, Wohnquartiere Emil- Rössler-Straße und Leipziger Straße/Königsberger Straße) und Handlungsempfehlungen für den Förderzeitraum bis 2025.

Die Erarbeitung dieser Studie wurde vom Magistrat dem Kasseler Büro akp – Arbeitsgruppe für kommunale Planung und Beratung – übertragen.

Kürzlich fand eine ausführliche Besprechung zwischen der Städtebauarchitekten und Büroinhaberin Heike Brandt, deren Mitarbeiter Tim König, Bürgermeister Thomas Groll und der zuständigen Ansprechpartnerin in der Verwaltung, Guendalina Balzer, statt. Hierbei wurde u. a. das weitere Vorgehen abgesprochen. „Neustädter Mitteilungsblatt“ weiterlesen