Neustädter Mitteilungsblatt

Sylvia Reuscher 25 Jahre im öffentlichen Dienst

Anfang August 2026 konnte die Erzieherin Sylvia Reuscher auf ■ ein Vierteljahrhundert im öffentlichen Dienst zurückblicken.
Nach der Erlangung des Realschulabschlusses 1996 wollte sie zu­nächst Kinderkrankenschwester werden, entschied sich aber dann doch zu einer Ausbildung als Erzieherin.
Diversen notwendigen Vorbereitungszeiten, die sie in der Kinder­tagesstätte „Sonnenschein“ in der Eichsfelder Straße absolvierte, folgte der erfolgreiche Besuch der Fachschule für Sozialpädagogik Hephata in Schwalmstadt.
Nach Ableistung des Berufspraktikums in Kirchhain begann Sylvia Reuscher im August 2001 bei der Stadt Neustadt (Hessen).
Im Beisein ihrer Kolleginnen blickte Bürgermeister Thomas Groll auf den Werdegang der Jubilarin zurück, dankte ihr für ihre Ar­beit in den letzten 25 Jahren und wünschte Sylvia Reuscher alles Gute für die kommenden Jahre.
Für das Team der KiTa „Sonnenschein“ – Standort „ArteCare“ gratulierte dessen Leiterin Irina Wiens. Daniela Kessler-Lebendig vom Personalrat schloss sich den lobenden Worten an und über­reichte ebenfalls ein Präsent.

Kultur der Extraklasse
Hessisches Landestheater gastiert wieder in Kirchhain

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Stadt Kirchhain gemeinsam mit dem Hessischen Landestheater Marburg (HLTM) eine The­aterveranstaltung der besonderen Art. Am 03. September führt das Ensemble des HLTM das Stück „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist auf.
Der Eintritt kostet 18,00 Euro/Person. Es gilt freie Platzwahl. Ein­lass ist ab ca. 19.00 Uhr
Vorverkauf: Stadt Kirchhain, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 06422/808-124, E-Mail: k.ebert@kirchhain.de oder online unter www.ticket-regional.de
Die Aufführung findet im Rahmen des Kultursommers Mittelhes­sen statt, der die Veranstaltung auch fördert. Darüber hinaus wird das Event finanziell unterstützt durch die Sparkasse Marburg-Bie­denkopf und die EAM.

Städtebauförderung
Neustadt live: Gemeinsam die Zukunft der Stadt gestalten

Ende 2025 wurde Neustadt (Hessen) vom Land Hessen in das Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Er­neuerung“ aufgenommen. Damit eröffnen sich Möglichkeiten, Teile der Innenstadt und weitere wichtige Bereiche der Kommune mit erheblichen Fördermitteln von Bund und Land nachhaltig wei­terzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten.
Bürgermeister Thomas Groll: „Es ist ungewöhnlich, dass eine kleine Kommune wie Neustadt unmittelbar nacheinander in drei Programme der Städtebauförderung aufgenommen wird. Wir ha­ben damit überzeugt, dass wir vor Ort Stadtentwicklung ganzheit­lich sehen und bereits viele Themen konzeptionell besetzt haben. Auch wenn wir bei der Realisierung von Projekten einen Eigenan­teil von 33 % erbringen müssen, ist das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung eine weitere große Chance für Neustadt.“ Derzeit wird hierfür ein Integriertes Städtebauliches Entwick­lungskonzept (ISEK) erarbeitet. Mit der Erstellung wurde das
Büro bjp – Bläser Jansen und Partner aus Dortmund beauftragt, das über umfangreiche Erfahrungen in diesem Bereich verfügt.
Nach ersten von dem Büro geführten „Expertengesprächen“, un­ter anderem mit Vertretern der Deutschen Bahn, Mitarbeitenden sozialer Einrichtungen und Initiativen in Neustadt sowie interes­sierten Bürgern, unternahm man am 14. August unter dem Motto „Neustadt live“ einen Spaziergang durch das Fördergebiet.
Der Rundgang stand allerdings unter besonderen Vorzeichen: Bei Temperaturen von mehr als 35 Grad war die Hitze deutlich zu spü­ren. Dennoch machten sich neben Bürgermeister Thomas Groll, Guendalina Balzer und Jens Salzmann von der Stadtverwaltung auch einige Kommunalpolitiker von CDU und SPD auf den Weg. Leider war nur ein interessierter Bürger mit dabei.
Vom Rathausplatz führte der Rundgang zunächst zur Sparkasse. Hier besteht seitens der Kommune durchaus Interesse, perspekti­visch Teile der Verwaltung in dem Gebäude unterzubringen, wenn das Geldinstitut seinen Neubau in der Querallee umgesetzt hat. Das Gebäude ist im Untergeschoss barrierearm und verfügt über fast 20 Parkplätze. Natürlich, so Bürgermeister Groll, komme es auf die Konditionen an.
Anschließend ging es weiter zum Bahnhof, einem der besonderen Sorgenkinder Neustadts. Die fehlende Barrierefreiheit, der äuße­re Zustand und die insgesamt unbefriedigende Situation machen deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht. Gefragt sind Ideen, aber auch ein gemeinsames Vorgehen mit der Deutschen Bahn, um Verbesserungen zu erreichen. Hier gilt es dicke Bretter zu bohren und billig dürfte das Ganze nicht werden, aber es geht auch um ein besonderes Objekt der Stadtentwicklung. Die Sichtweise „Wir kaufen den Bahnhof und alles wird gut“ sei natürlich viel zu kurz gedacht, so Thomas Groll. Entscheidend sei ein tragfähiges Nut­zungskonzept, dass möglichst ein Investor umsetzt.
Über den Bereich der Gärtnerei Wirth (Fragestellung hier: Was passiert mit den Flächen in 10 Jahren?) und die Bismarckstraße führte der Weg anschließend zur Niederkleiner Straße. Dort stand insbesondere das Gelände des ehemaligen Hartplatzes der Bun­deswehrkaserne im Mittelpunkt. Hier soll ein neuer Kindergarten entstehen.
Auch der „Kießling Platz“ wurde in Augenschein genommen. Die Fläche bietet durchaus Möglichkeiten für eine stärkere Begrünung und eine attraktivere Aufenthaltsqualität. Solche Biodiversitäts­projekte werden heute in der Städtebauförderung vorausgesetzt. Zum Abschluss beschäftigte sich der Rundgang noch mit der Ver­kehrssituation in der Innenstadt, insbesondere im Bereich der oberen Hindenburgstraße, bevor der Rundgang am Kultur- und Bürgerzentrum endete.
Für das Büro bjp ging es an diesem Nachmittag vor allem dar­um, das, was bislang auf dem Papier und in Gesprächen erarbeitet wurde, vor Ort zu erleben. Gleichzeitig bot der Rundgang die Ge­legenheit, mit Kommunalpolitik und Bürgerschaft unmittelbar ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzuler­nen und gemeinsam erste Ideen für die Zukunft zu entwickeln.
Das ISEK soll nicht bloß am Schreibtisch entstehen. Es soll die Grundlage dafür bilden, wie sich Neustadt in den kommenden Jahren entwickeln kann und soll. Dabei geht es um Aufenthalts­qualität, Verkehr, Grünflächen, öffentliche Gebäude, Wohnen, soziale Infrastruktur und nicht zuletzt um die Frage, wie die In­nenstadt für die Menschen attraktiver und zukunftsfähiger gestal­tet werden kann.
Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist dabei ausdrück­lich erwünscht. In Kürze soll hierfür auch eine Online-Plattform eingerichtet werden, über die ebenfalls Anregungen, Ideen und Hinweise eingebracht werden können.
Bürgermeister Thomas Groll lädt daher alle interessierten Neu­städterinnen und Neustädter ein, sich aktiv in den Prozess einzu­bringen: „Es geht um die Zukunft unserer Stadt. Deshalb sollten möglichst viele Menschen ihre Ideen und Vorstellungen einbrin­gen.“
Der Rundgang unter dem Motto „Neustadt live“ war damit ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Entwicklungs­konzept, das nicht nur von Fachleuten erarbeitet wird, sondern möglichst viele Perspektiven aus der Stadt aufnimmt. Neustadt soll seine Zukunft gemeinsam gestalten.

Sanierung der Quellsammelschächte in Momberg

Die in der Nähe des Reitplatzes gelegene Quelle versorgt den Stadtteil Momberg mit Trinkwasser.
Von dort aus wird die gesamte Trinkwassermenge für das Dorf bereitgestellt. Es liegt also ein Inselbetrieb vor.
In den Quellkammern wird das Rohwasser gespeichert, bevor es im gleichen Bauwerk aufbereitet und anschließend in den Hoch­behälter gefördert wird. Es bestehen zwei Quellsammelkammern mit rechteckigem Grundriss, die jeweils ein Speichervolumen von rund 28 m3 aufweisen und nebeneinander unterhalb des vorhande­nen Aufbereitungsgebäudes angeordnet sind.
Die in den Quellkammern vorhandene mineralische Beschichtung ist im Laufe der Zeit sehr weich geworden und hat sich an einigen Stellen bereits abgelöst. Weiterhin lagen deutliche Korrosions­schäden an mehreren Stellen der Betonwände (freiliegende Be­wehrung) vor. Auch die vorhandenen Armaturen wiesen erkenn­bare Korrosionsschäden auf.
Für die Stadt Neustadt (Hessen) als Träger der Wasserversorgung in den Stadtteilen Momberg, Mengsberg und Speckswinkel, so Bürgermeister Thomas Groll, war dies Anlass zum Handeln.
Gegenwärtig werden die beiden Quellsammelschächte saniert. Hierfür fallen Kosten von rund 140.000 Euro netto zzgl. der Inge­nieurleistungen an.
Das Projekt wird seitens der Stadt Neustadt (Hessen) mit Mitteln der Hessenkasse realisiert. D.h., dass 90% Fördermittel investiert werden können.
Die Maßnahme wird bei normalem Verlauf im August 2026 be­endet sein.
Im Zuge der Maßnahme wurde zudem die Zuleitung von der Quelle zu den beiden Schächten erneuert.