Neustädter Mitteilungsblatt

Zusammenführung des kirchlichen Kindergartens Momberg und des kommunalen Kindergartens „Sterntaler“ Mengsberg offiziell besiegelt

Nachdem am 2. Februar 2015 die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt (Hessen) einstimmig der Vereinbarung über die Neustrukturierung der Kindergartenträgerschaften in den Stadtteilen Momberg und Mengsberg sowie dem neugefassten Kindertagesstättenbetriebsvertrag zwischen der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes d. T. Momberg und der Stadt Neustadt (Hessen) zugestimmt hat und in der Folge auch der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde beiden Vertragsentwürfen seine Zustimmung gab, fand am 19. März 2015 im Dorfgemeinschaftshaus Momberg die Unterzeichnung der Verträge statt.

Im Beisein von Pfarrer Andreas Rhiel, dem Ersten Stadtrat Werner Kappel und dem Ortsvorsteher Jörg Grasse (Momberg) und Karlheinz Kurz (Mengsberg) betonte Bürgermeister Thomas Groll nochmals das gute und zielorientierte Gesprächsklima, welches zwischen Kirchengemeinde und Kommune geherrscht habe. Er dankte hierfür insbesondere der vom Verwaltungsrat für den kirchlichen Kindergarten bestellten Kuratorin Tanja Lepper, die sich ebenso wie Rafael Diele vom Verwaltungsrat mit großem persönlichem Einsatz eingebracht habe.

Der Bürgermeister verwies nochmals darauf, dass die Neustrukturierung der Kindergartenträgerschaften in den Stadtteilen Momberg und Mengsberg aufgrund des Demografischen Wandels und des damit einhergehenden Rückgangs der Geburtenzahlen leider unausweichlich sei. Kommune und Kirche hätten bei ihrer Entscheidung aber nicht nur auf die Finanzen geschaut, sondern natürlich auch das Wohl der Kinder und die pädagogische Konstruktion bedacht.

Die neue Kindertagesstätte im bisherigen Grundschulgebäude werde von den Räumlichkeiten her eindeutig besser sein als die bisherigen Gebäude und auch was die Öffnungszeiten angehe, werde man sicher zusätzliche Angebote unterbreiten können.

Der Bürgermeister berichtete ferner darüber, dass in den letzten Tagen bereits Gespräche mit den Erzieherinnen der beiden Einrichtungen stattgefunden hätten, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Ende März stünde dann auch ein vertiefendes Gespräch mit dem Elternbeirat an. Hierbei solle auch der Entwurf der umzugestalten Räumlichkeiten im Grundschulgebäude Momberg vorgestellt werden. Diesbezüglich stünde man natürlich auch in engem Kontakt mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Dieser wird bekanntermaßen den Grundschulstandort Momberg aufgeben und den Schulstandort Mengsberg erweitern. Kommune und Kreis werden dafür einen Nutzungstausch der Gebäude vornehmen. Nach den Worten des Bürgermeisters trägt diese Entscheidung dazu bei, sowohl den Kindergartenstandort Momberg als auch den Grundschulstandort Mengsberg langfristig zu sichern.

Nach den Osterferien sind Elternabende vorgesehen, um der Elternschaft das Raumkonzept, die pädagogischen Vorstellungen und die Terminplanung zu erläutern.

„Ein Kompass für Jung und Alt“

Stadt Neustadt (Hessen) legt Bürgerinformationsschrift auf

Bereits zum zweiten Male wurde von der Stadt Neustadt (Hessen) der „Kompass für Jung und Alt“ in einer Auflage von 1.000 aufgelegt.

Mit dieser 16seitigen Informationsschrift, so Bürgermeister Thomas Groll, gebe man vorrangig Tipps und Informationen über Ansprechpartner und Angebote für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren in Neustadt (Hessen) und darüber hinaus.

Mit der Broschüre erhielten Neubürger einen ersten Einblick in das örtliche Geschehen, aber auch die „alteingesessenen“ Bewohner würden sicher noch manchen nützlichen Hinweis erhalten. Die Spannbreite der Informationen und Adressen sei weit gefasst. Dies wird auch bei einem Blick in das Inhaltsverzeichnis des „Kompasses für Jung und Alt“ deutlich.

Neben den Ansprechpartnern in der Stadtverwaltung sind die Kindergärten und kommunalen Einrichtungen ebenso aufgeführt wie die Schulen und örtlichen Kirchengemeinden und religiösen Gemeinschaften.

Über Beratungs- und Freizeitangebote für Senioren wird ebenso berichtet wie über Pflegedienste und soziale Einrichtungen. Die „Notruftafel“ enthält wichtige Rufnummern und Störungsdienste für den Ernstfall.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten die Informationsschrift ab sofort im Bürgerbüro der Stadt Neustadt (Hessen), im Rathausnebengebäude Zimmer 1.

Trinitatis-Kirmes 2015

2015 wartet erneut ein abwechslungsreich bestückter Festplatz auf die Besucher!

Vom 29. Mai bis 1. Juni 2015 findet die 511. Neustädter Trinitatis- Kirmes statt.

Kürzlich kamen daher Generalpächter Konrad Ruppert aus Bad Wildungen und der neue Festwirt Toni Ahlendorf aus Marburg/ Lahn mit Bürgermeister Thomas Groll und Rene Spatzier von der Stadtverwaltung zu einem Gespräch über den aktuellen Sachstand der Vorbereitungen für das große Neustädter Heimatfest zusammen.

Die Familie Ahlendorf wird in diesem Jahr erstmals als Festwirt auftreten. Sie verfügt über große Erfahrungen bei verschiedenen Grenzgängen und Volksfesten in der Region und hat zugesagt, ein attraktives Festzelt aufzustellen und neben der bereits seit zwei Jahren bekannten Außenbewirtung auch einen ansprechenden Biergarten anzulegen.

Ebenso wie Toni Ahlendorf zeigte sich Konrad Ruppert, der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Kassel-Göttingen, begeistert vom musikalischen Programm im Festzelt. „Die verpflichteten Kapellen und Künstler können sich wirklich sehen lassen. Ob die „Filsbacher“, die „Schlagermafia“, die „Grummis“ oder die „Spessarteichen“ und die „Spaßrebellen“ – sie alle werden für Spaß, Stimmung und gute Laune sorgen“, ist sich Konrad Ruppert sicher.

Zur Freude des Bürgermeisters berichtete der Generalpächter davon, dass es ihm trotz des zeitgleich stattfindenden Hessentages in Hofgeismar erneut gelingen werde, einen attraktiv bestückten Festplatz zu gewährleisten. „Das Speisenangebot wird wieder abwechslungsreich sein und für jeden etwas bieten“, so Ruppert. Kleine und große Festbesucher können sich zudem auf interessante Fahrgeschäfte freuen. Neben dem bewährten Autoscooter und einem Kinderkarussell werden Schellbergs Scirocco, der rasante „Musikexpress“, der „Frisbee“ der Familie Ruppert und das Laufgeschäft „Omni“, in welchem optische Täuschungen, rätselhafte 3- D-Bier und Animationen auf die Besucher warten, in der Lehmkaute zur Trinitatis-Kirmes Station machen.

Zudem, so Ruppert, zeichnet sich ab, dass Büglers „Silbermiene“ eine „Achterbahn“, insbesondere für kleinere Besucher, erstmals in die Junker-Hansen-Stadt kommen werde.

Politik

Sitzung des Speckswinkler Ortsbeirates

In der ersten Sitzung des Speckswinkler Ortsbeirates im Jahr 2015 berichtete Ortsvorsteher Karl Stehl am 19. März unter anderem über den mittlerweile vollzogenen Verkauf des seit zwei Jahren nicht mehr genutzten und leerstehenden Grundschulgebäudes. Der Landkreis als Eigentümer hat die Immobilie an einen Stadtallendorfer Unternehmer veräußert.

Gerüchte, dass dort nun Flüchtlinge untergebracht werden sollen, zerstreute Bürgermeister Thomas Groll. „Da in der Kaserne eine Erstaufnahmeeinrichtung entsteht, wird der Kreis Neustadt keine weiteren Asylbewerber zuweisen. Es bleibt bei den rund 100 Menschen, die bereits in der Kernstadt untergebracht sind“, so Groll. Er vermutet vielmehr, dass der Unternehmer dort Saisonarbeitskräfte unterbringen will.

Bei der Nutzung des großen Saales des „Zollhofs“ für Familienfeiern wurde in letzter Zeit immer öfters auch der kleine Saal mit genutzt. Bisher fielen dafür keine Kosten an, es soll aber zukünftig hierfür eine Gebühr von 40,00 Euro erhoben werden.

Lobend erwähnte der Bürgermeister die gute Reinigungsleistung des Stadtallendorf er Fachbetriebs, der seit Anfang des Jahres die Straßenreinigung in Neustadt und seinen Stadtteilen übernommen hat, nachdem der Magistrat dem alten Auftragsnehmer aufgrund schlechter Arbeit gekündigt hatte. Leider reinigt die Kehrmaschine aber so gründlich, dass bei Basaltpflasterbereichen der Splitt aus den Fugen gekehrt wird. Hier werde man nach Lösungen suchen, so Fachbereichsleiter Thomas Dickhaut.

Stellung nahm Bürgermeister Groll auf Wunsch des Ortsbeirates auch zur geplanten Unterbringung von bis zu 800 Flüchtlingen in der derzeit leerstehenden Ernst-Moritz-Arndt Kaserne und erinnerte an die kürzlich durchgeführte Informationsveranstaltung des Gießener Regierungspräsidiums und der Kommune im „Haus der Begegnung“.

Nach heutigem Stand sei mit der Belegung der ersten drei Blocks Ende April zu rechnen. Diese könnten etwa 300 Menschen aufnehmen. Die Arbeiten im Kasernenbereich liefen auf Hochtouren. Aktuell seien auch drei Neustädter Unternehmen beteiligt. Am 25. März 2015 hat Groll ein Gespräch mit der Leiterin der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung Elke Weppler. Dabei sollen weitere Einzelheiten besprochen werden.

Der Bürgermeister teilte ferner mit, dass das Land sich intensiv mit seinem „Forderungskatalog“ über Unterstützungsmaßnahmen beschäftige. Erste positive Nachrichten seien vernehmbar. So sei etwa eine zusätzliche Stelle für die Verwaltung zugesagt worden und auch die Freiwillige Feuerwehr werde Unterstützung erfahren. „Aber wir verhandeln weiter. Konstruktiv und nicht destruktiv bringen wir uns ein, nur dann werden wir Hilfe erfahren“, so Thomas Groll.

Besonders thematisierte und bemängelte das Stadtoberhaupt das seiner Ansicht nach nicht ausreichend bemessene Sicherheitskonzept und wiederholte seine bereits mehrfach und bei anderen Gelegenheiten geäußerte Forderung nach einer personellen Aufstockung der Polizeistation Stadtallendorf. Auch hier führt er Gespräche mit den zuständigen Stellen.

Seit geraumer Zeit befasst sich der Ortsbeirat Speckswinkel mit dem Wunsch nach Schaffung neuer Bauplätze im Bereich des „Weinberger Grundes“.

Auf Bitten des Magistrats hat die Hessische Landgesellschaft (HLG) eine Konzeption für den Erwerb und die Erschließung der infrage kommenden Flächen erstellt. Der dabei errechnete Preis von deutlich über 60,00 Euro pro Quadratmeter führte bei den Anwesenden zu Kopfschütteln und Nachfragen.

Bürgermeister und Bauamtsleiter erläuterten die Annahmen der HLG näher. „Diese Aussagen sind nicht erfreulich. Dafür kauft keiner einen Bauplatz an“, so Karl Stehl. Ebenso wie Bürgermeister Thomas Groll sprach er sich für „weitergehende Überlegungen“ aus. Man solle mit den Eigentümern ausloten „was gehe“ und versuchen, dass Eigentümer baureife Flächen an Bauwillige veräußern. „Der Weg ist steinig, aber es muss unser Ziel sein, junge Familien in Speckswinkel zu halten“, so Stehl und Groll übereinstimmend.

Den ersten „Dorfstammtisch“ am Samstag, dem 14. März 2015 bezeichnete Ortsvorsteher Karl Stehl als einen großen Erfolg. Rund 40 Speckswinkler hatten daran teilgenommen. Stehl gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das nächste Mal noch mehr kommen werden.

Auf ebenfalls gute Resonanz hofft der Ortsvorsteher bei dem am Samstag, dem 28. März 2015 geplanten Aktionstag „Sauberhafter Frühling“ in Speckswinkel.

Bei der Reinigungsaktion sollen wie in den vergangenen Jahren auch sowohl die Feldgemarkung als auch die innerörtlichen Bereiche wieder auf Vordermann gebracht werden.

Der Ortsvorsteher regte an, dass Speckswinkel in diesem Jahr am Wettbewerb „Kerniges Dorf“ teilnehmen solle. Das sahen die übrigen Ortsbeiratsmitglieder ebenso. „Seit dem Beginn unserer Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in 2013 haben wir viel auf den Weg gebracht. Wir sollten den beschrittenen Weg engagiert weitergehen“, so Karl Stehl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.