Neustädter Mitteilungsblatt

VR Bank HessenLand eG startet Crowdfunding-Plattform für die Region

Neue onlinebasierte Finanzierungsmöglichkeit für Projekte in der Region

Unter www.fördem-aus-überzeugung.de geht die erste Crowdfunding-Plattform für regionale Projekte online.

Crowdfunding ist ein innovatives Finanzierungsmodell, bei dem eine Vielzahl von Menschen online gemeinsam Projekte finanziert. In diesem Fall Menschen aus dem Geschäftsgebiet der VR Bank HessenLand eG in den Landkreisen Vogelsberg, Marburg-Biedenkopf und Schwalm-Eder.

Auf www.fördem-aus-überzeugung.de treffen sich Menschen aus der Region, die gemeinsam das Leben um Alsfeld, Kirchhain, Neukirchen und Schwalmstadt voranbringen oder verbessern wollen. Gemeinnützige und öffentliche Einrichtungen und Träger können auf der Plattform Projektideen den Menschen aus der Region vorstellen und Projektunterstützer können ihre Lieblingsprojekte finanzieren.

Die VR Bank HessenLand eG hat die Plattform auf die Beine gestellt, um das individuelle Engagement in der Region zu fördern. „Die Plattform ist eine Ergänzung der bisherigen Instrumente, um unsere Region zu fördern. Die Unterstützung kommt Projekten in unmittelbarer Nachbarschaft zugute. Gemeinsam mit den Menschen der Region möchten wir so Vereine und gemeinnützige Initiativen stärken. Das ist etwas, was uns seit jeher antreibt“, so Helmut Euler, Vorstandsvorsitzender bei der VR Bank HessenLand eG. Dabei stellt die Bank nicht nur die Plattform zur Verfügung, sondern unterstützet die Projekte dadurch, dass Sie für jede Spende ab 10,00 EUR nochmal 100% oben drauf legt – und dies so lange, bis der Spendentopf von 20.000 EUR verbraucht ist.

Die VR Bank HessenLand eG motiviert alle Bewohner der Region, Projektideen einzureichen, unabhängig davon, ob sie klein oder groß sind. Es können Projekte ab 500,00 EUR bis 30.000,00 EUR eingestellt und gefördert werden. Das kann eine neue Torwand für den Fußballverein sein oder ein neues Dach für die Sporthalle, für das kein Geld vorhanden ist. Aber auch kreativen Projekten wie einer Grillparty für freiwillige Helfer bei einem Sportevent bietet die Plattform der VR Bank HessenLand eG eine Bühne, ihre Projekte dem Publikum vorzustellen.

Ab dem 2. März 2015 gehen die ersten Projekte unter www.fördern-aus-überzeugung.de an den Start. Es folgt eine zweiwöchige Startphase, in der die Vereine Fans sammeln. Nur die Projekte, die genug Fans haben, werden für die Finanzierungsphase freigeschaltet. Diese Finanzierungsphase beginnt mit Erreichen der notwendigen Fanzahl. Ab diesem Zeitpunkt haben die Menschen in der Region Zeit, finanziell ihren Teil zum Zustandekommen des Projektes beizutragen. Dafür können Sie sich je unterstütztem Projekt ein ideelles Dankeschön aussuchen, welches sich die Projektinitiatoren ausdenken. Die gesamt Projektdauer (Fanphase + Finanzierungsphase) dauert 90 Tage.

Die VR Bank HessenLand eG bietet interessierten Vereinen, Institutionen und Einrichtungen folgende Informationsveranstaltung zu diesem Thema an:

Donnerstag, 26. März 2015 um 19:30 Uhr im Gasthof „Zum Jägerheim“ in Willingshausen-Wasenberg

Während dieser Veranstaltung erhalten die Besucher alle notwendigen Informationen darüber, welche Projekte über die Plattform finanzierbar sind, wie diese vorbereitet und eingestellt sind, wie der Ablauf und die Abwicklung erfolgen. Im Anschluss an die Veranstaltung ist es dann möglich, sich direkt vor Ort auf der Plattform zu registrieren. Unsere fachkundigen Mitarbeiter unterstützen dabei gerne. Weitere Informationsformate werden bei Nachfrage an- geboten.

Aus der Sitzung des Ortsbeirates Momberg

Viermal im Jahr tagt der Ortsbeirat Momberg in öffentlicher Sitzung.

Die erste Zusammenkunft 2015 fand am 10. März im Dorfgemeinschaftshaus statt. Erneut stand die geplante grundhafte Erneuerung der Wieraer Straße (K 15) auf der Tagesordnung des Gremiums.

Bürgermeister Thomas Groll teilte hierzu mit, dass nach Abschluss der Vergabemodalitäten der vier Einzellose (Straßenbau, Nebenanlagen, Wasser- und Abwasser) die Firma Herzog den Zuschlag erhalten habe. Nach einer Information von Hessen Mobil sei nach dem vorläufigen Bauzeitenplan mit einem Baubeginn unmittelbar nach Ostern zu rechnen.

Der „Oberhessischen Presse“, so der Bürgermeister, habe er kürzlich entnommen, dass Hessen Mobil für die Maßnahme eine Bauzeit von lediglich fünf Monaten veranschlagt habe. Dies halte er für „sehr ambitioniert“, um nicht zu sagen unrealistisch. Nach seinen Worten müsse man für ein solches Projekt eher zumindest neun Monate Bauzeit ansetzen, dies sei zumindest die Erfahrung der Kommune.

Ortsvorsteher Jörg Grasse sprach die seiner Meinung nach untragbaren Zustände in der Arenecke an. Er bezeichnete die dort auf einem Privatgrundstück abgestellten Schrottautos als einen Schandfleck und sah hierin durchaus auch eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, insbesondere für spielende Kinder.

Solange die Fahrzeuge auf privatem Eigentum stünden, seien der Kommune die Hände gebunden, erläuterte der Bürgermeister. „Aus den Autos müsste Öl oder Benzin auslaufen, dann hätte man eine Handhabe oder die Gefahr müsse real sein“, so Groll. Er sagte aber zu, dass die Verwaltung „die Angelegenheit im Auge behalten werde“.

Im Zusammenhang mit einer möglichen Teilnahme von Momberg an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahre 2017 berichtete der Ortsvorsteher von einer bereits erfolgten Kontaktaufnahme mit dem Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung sollen am 5. Mai 2015 ab 20.00 Uhr im kleinen Saal des Dorfgemeinschaftshauses von der zuständigen Sachbearbeiterin, Margot Schneider, die Kriterien für eine erfolgreiche Teilnahme näher erläutert werden.

Die für Anfang März 2015geplante Waldbegehung konnte „aus organisatorischen Gründen“ nicht durchgeführt werden, die Transportfrage war nicht geklärt. Eine Verschiebung in den Mai ist laut Ortsvorsteher Grasse geplant und der genaue Termin wird nach Abstimmung mit den Jagdgenossen und dem Revierförster bekannt gegeben.

Die für den 28. März 2015 vorgesehene Reinigungsaktion für Wald und Flur soll auch in diesem Jahr wieder unter der Beteiligung von Vereinen und Privatleuten durchgeführt werden. Auch die Kommune hat erneut ihre Unterstützung zugesagt.

Diskussionen und Kritik rief bei zahlreichen Mombergern der ihrer Auffassung nach nicht fachgerecht durchgeführte radikale Heckenschnitt in Verlängerung der Waldstraße hervor.

Bürgermeister und Ortsvorsteher verwiesen darauf, dass hier im Rahmen eines Pilotprojektes des Kreises zur energetischen Nutzung von Feldgehölzen Experten am Werke gewesen seien. Der Fachdienst Erneuerbare Energien, die Untere Naturschutzbehörde und die Universität seien eingebunden gewesen, berichtete Thomas Groll

Der Bürgermeister Groll berichtete auf Nachfrage des Ortsvorstehers auch über den Sachstand des im Bereich der Waldstraße vom Ortsbeirat gewünschten „kleinen“ Baugebietes. Im Rahmen einer Abrundung wären hier wohl bis zu fünf Bauplätze möglich. Das Regierungspräsidium stehe dem Anliegen grundsätzlich offen gegenüber. Allerdings habe man dort darauf hingewiesen, dass der in unmittelbarer Nähe gelegene Bauernhof Bestandsschutz genieße und dies prinzipiell auch für die dort einstmals betriebene Tierhaltung gelte. Daher seien ggf. Abstände zu beachten, die die Realisierung des Vorhabens zumindest deutlich erschweren könnten. „Wir müssen zunächst mit dem Landwirt reden, um seine zukünftige Planung zu erfahren. Erst danach machen weitere Planungen Sinn“, betonte Groll. Er verwies auch darauf, dass das Vorhaben nur dann vorangetrieben werden sollte, wenn die neu entstehenden Bauplätze auch „für den Markt zur Verfügung stehen“. Es bringe nichts, Bauland auszuweisen, das die Eigentümer dann für Kinder oder Enkel vorhielten.

Den Waldwegebau und den diesjährigen Holzeinschlag im Momberger Wald thematisierte Jürgen Kaufmann. Er beklagte den teilweise schlechten Zustand der Waldwege, der offensichtlich durch den Holzeinschlag und den Abtransport verursacht worden war. Bürgermeister Groll wird diesbezüglich das Gespräch mit Revierförster Klaus Schild suchen.

Gemeinsam mit Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi war Groll kürzlich in Berlin, um im Beisein der heimischen Bundestagsabgeordneten Sören Bartol (SPD) und Dr. Stefan Heck (CDU) sowie des hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer mit Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba über offene Fragen zum Thema „Weiterbau der A 49“ zu sprechen.

„Der Staatssekretär hat uns den Eindruck vermittelt, dass die Autobahn definitiv weiter gebaut wird. Es geht anscheinend nur noch

um die Frage der Finanzierung. Der Zeitplan hängt vom Mittelfluss ab. Mit einer Entscheidung bis zum Sommer ist nach Herrn Bombas Worten zu rechnen“, berichtete Thomas Groll über die Aussagen des Staatssekretärs.

Aus dem Ortsbeirat heraus wurde auch die Frage nach den „wiederkehrenden Straßenbeiträgen“ aufgeworfen. Eine solche Art der Veranlagung ist in Hessen seit 2013 grundsätzlich möglich und würde die „klassische“ Heranziehung zu Straßenbeiträgen ersetzen. Kurz gesagt bedeutet dies, dass Abrechnungsgebiete geschaffen werden (etwa die Kernstadt und die Stadtteile) und dass dann alle Eigentümer des Gebietes für den Straßenbau jährlich einen Betrag (eine Art zweite Grundsteuer) zahlen müssen. Auch die bisher befreiten Eigentümer an Kreis-, Landes- und Bundesstraßen würden dann zur Kasse gebeten. Joachim Rausch fände eine solche Lösung fair und dem Solidaritätsprinzip folgend.

Bürgermeister Groll verwies darauf, dass bisher kaum eine Kommune von der Regelung Gebrauch gemacht hätte. „Der Verwaltungsaufwand ist enorm. Abrechnungsgebiete und -Zeiträume sind zu bilden. Jährlich müssen Bauvorhabenpläne erstellt und Beitragssätze überprüft werden. Ist es gerecht, dass Eigentümer an Straßen des klassifizierten Netzes eine deutlich höhere Verkehrsbelastung haben und gleich viel bezahlen wie Anwohner von Anliegerstraßen? Wie werden in der Vergangenheit geleistete Zahlungen berücksichtigt? In meinen Augen gibt es hier immer noch viele offene Fragen und es fehlt bisher an einer vernünftigen Zahl von Beispielen einer erfolgreichen Umsetzung der Regelung“, so Groll. Bei „wiederkehrenden Straßenbeiträgen“ gäbe es nicht nur Gewinner. Die, die teilweise deutlich mehr zahlen müssten als in der Vergangenheit, würden sicher versuchen, sich dagegen zu wehren, meinte der Bürgermeister.

Kurz Stellung nahm Groll noch zur geplanten Unterbringung von bis zu 800 Flüchtlingen in der derzeit leerstehenden Ernst-Moritz- Arndt Kaserne und erinnerte an die kürzlich durchgeführte Informationsveranstaltung des Gießener Regierungspräsidiums und der Kommune im „Haus der Begegnung“. An weiteren Informationen sei derzeit nichts hinzugekommen. „Wir werden innerhalb eines halben Jahres einen Stadtteil dazubekommen“, stellte er noch einmal fest und verwies auch auf die Forderung der Kommune nach finanzieller Unterstützung durch das Land. Derzeit werde mit Hochdruck an den Umbaumaßnahmen in der Kaserne gearbeitet. Diese schlagen nach Informationen durch Regierungspräsident Dr. Lars Witteck mit rund 10,4 Millionen Euro zu Buche.

Gleichzeitig zerstreute Thomas Groll die Sorgen von Walter Schmitt, dass die Kommune daneben noch weitere Asylbewerber aufnehmen müsse. „Da wir eine Erstaufnahmeeinrichtung bekommen, verbleibt es bei den rund einhundert Asylbewerbern. Weitere wird uns der Kreis nicht zuteilen.“

Im Zusammenhang mit der geplanten Zusammenlegung der Kindergärten Momberg und Mengsberg teilte Groll der Versammlung mit, dass nun ein erster Planentwurf für den Umbau des Momberger Grundschulgebäudes vorliege. „Massive Umbauarbeiten wird es im Bereich der Toiletten geben müssen. Alles andere lässt sich wohl in Leicht- und Trockenbauweise abändern. Zusätzliche Notausgänge müssen in den Fensterfronten der derzeitigen Klassenräume geschaffen werden“, kündigte der Bürgermeister an. Rund sieben Wochen sind im Zeitfenster der Sommerferien für den Umbau veranschlagt. In der kommenden Woche soll der Entwurf zunächst den Erzieherinnen und Ende März dann den Elternbeiräten vorgestellt werden. Im April schließen sich Elternabende an.

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