Neustädter Mitteilungsblatt

Schäden in der KiTa „Sonnenschein“ besichtigt

Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins machten sich der Magist­rat und die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FWG ein Bild über das Schadensausmaß in der Kindertagestätte „Sonnen­schein“ in der Eichsfelder Straße.
Hier war Anfang September 2025 ein Wasserschaden – Bruch einer Warmwasserleitung in einem Bad – entdeckt worden, der zu
erheblichen Schäden in verschiedenen Räumen, einhergehend mit Schimmelbildung, geführt hatte.
Die Verwaltung stand bei der Bewertung des Schadens und den daraus zu ziehenden Folgerungen in engem und regelmäßigem Kontakt mit dem Fachdienst Frühe Kindheit und dem Gesund­heitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Zunächst wur­den im November letzten Jahres drei Gruppen der KiTa in das Pavillongebäude der „Waldschule“ ausgelagert. Die restlichen drei Gruppen sind seit Ende Dezember in Räumen der Seniorenwohn­anlage „Arte Care“ untergebracht.
Zwischenzeitlich wurden der komplette Estrich und Teile der Ständerwände in der KiTa „Sonnenschein“ entfernt. Dabei hat sich ein bisher unentdeckter Wasserschaden in der Küche gezeigt. Zudem wurden weitere bauliche Mängel im Bodenbereich festge­stellt, die u.a. zu Ungeziefereintrag geführt haben.
Die Schadensaufnahme durch die Versicherung ist noch nicht ab­geschlossen und wird für Ende Juni 2026 erwartet.
Nach den Worten von Bürgermeister Thomas Groll muss in der Folge über das weitere Vorgehen entschieden werden. „Großflä­chige Sanierung oder Neubau lauten hier letztlich die Alternati­ven“, so Groll, der daran erinnert, dass man sich 2009 bei der KiTa „Regenbogen“ in der Allee bei Vorliegen eines geringeren Scha­densbildes für einen Neubau entschieden habe.
„In die Bewertung des Sachverhaltes müssen wir einbeziehen, dass das Dach etliche Schäden aufweist und auch die Deckenplatten er­neuert werden müssen. Wenn Fußboden und Wände offen sind, muss man auch über die Erneuerung von Elektrik und Heizung nachdenken, die nicht mehr zeitgemäß sind. Die Kosten hierfür, die aber zum größten Teil keinen Versicherungsfall darstellen, lassen wir nun ermitteln“, erläuterte der Bürgermeister weiter. Mittelfris­tig stehe dann auch der Austausch von Fenstern und Türen an.
Die KiTa „Sonnenschein“ wurde 1974 eingeweiht. Folgerichtig entspricht weder die energetische Situation noch die Raumauftei­lung heutigen Anforderungen.
„Für eine abschließende Beurteilung liegen wie aufgezeigt noch nicht alle Erkenntnisse vor. Wir arbeiten gegenwärtig daran. Nach Aussage des Gutachters würde aber selbst eine reine Sanierung einen Zeitraum von einem Jahr in Anspruch nehmen“, so Bürger­meister Groll.
„Ich werbe dafür, den Sachverhalt gründlich aufzuarbeiten, mit der Versicherung zu sprechen und Finanzierungsfragen zu klären. Ziel muss es sein, dass die Einrichtung zukunftsfähig ist und wir nicht nach 3, 4 Jahren schon wieder größere Arbeiten vergeben müssen“, stellt der Bürgermeister abschließend fest.

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